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mit -em Kreisblatt für -ie Kreise Marburg un- Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Herrschers ist unlöslich verknüpft mit dem I lichung der neuen Volksrechte so schnell, wie

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wünscht?

3.

Sie hatte die kleinen Hände gefaltet und a» den langen, dunklen Wimpern hing eine Trän» als sie, die Augen zu dem besternten Nachthimme! aufschlagend, in bebendem Tone flüsterte:Q lehre mich den richtigen Weg gehen, laß mich nütz einsam und unverstanden meine Bahn wandeln/

Durch die Wipfel der Lindenbäume strich ei» starker Windhauch, so daß der süße, betäubend« Blütendust bis zu dem einsamen Mädchen hev überströmte; mit vollen Zügen sog sie den starken berauschenden Wohlgeruch ein, vom Himmel schiel sich Plötzlich ein Stern zu lösen und eine glänzendk Sternschnuppe schoß jählings herab.

Viola schauerte heftig zusammen.

Sollte dies eine gute Vorbedeutung sein?

Der Volksglaube sagt, daß der Wunsch detz jenigen, der eine Sternschnuppe fallen sieht, ii Erfüllung gehe.

Was hatte sie gedacht, was hatte sie g»

Neueste Telegramme.

Berlitt, 31. Okt. Graf Götzen telegraphiert unter dem 30. Oktober: Aus Muanza wird ge­meldet, daß das Einschreiten gegen den Sultan von Makongolo, zwei Stunden von Muanza, notwendig geworden sei. Eine ausgesandte Ab­teilung bestehend aus 12 Europäern und 24 Askaris stieß auf Widerstand, wobei der Feind 25 Tote hatte. Der Sultan soll aus der Flucht ertrunken sein.

Berlin, 1. Nov. Die von dem Vorstande des deutschen StädtetageS gewählte Deputation, welche aus den Oberbürgermeistern von Berlin, Dresden, Frankfurt a. M., Karlsruhe, München und Stuttgart besteht, wurde gestern Mittag von dem Fürsten Bülow in Audienz empfangen und brachte ihre Wünsche und Beschwerden wegen der Fleischnot vor.

Deutsches Reich.

Berlin, 1. Nov.

Seine Majestät der Kaiser fuhr gefteri Dienstag früh in Begleitung des Fürsten zu 6ulen bürg und der Mitglieder der Jagdgesellschaft zq Jagd, von der er mittags 1 Uhr zur Frühstückstaf« nach Schloß Liebenberg zurückkehrte. Am Nachrmtta nahm die Jagd ihren Fortgang.

Bei der Landtagsersatzwahl im Wahl kreise Koblenz» Altenkirchen wurden insgesamt 541 Stimmen abgegeben. Es erhielten Amtsgerichtsra Heinrich Gerhard»? in Limburg lZentr.) 293 uns Gutsbesitzer Ofhaus in Ariendorf sNationall.) 25t Stimmen. Ersterer ist somit gewählt.

Der gegenwärtig in Berlin tagende Gesamt ausschuß des deutschen Ostmarkenvereins hei

Genehmigung der Staatsduma, und daß den Erwählten des Volkes die Möglichkeit einer wirklichen Teilnahme an der Ueberwachung der Gesetzlichkeit der Handlungen der von un8 er­nannten Behörden gewährleistet wird. Wir lassen den Ruf ergehen an alle treuen Söhne Rußlands, sich ihrer Pflicht gegen das Vater­land zu erinnern, bei der Beendigung dieser Wirren und Widerwärtigkeiten zu helfen und gemeinsam mit uns alle ihre Kräfte an die Wiederherstellung der Ruhe und des Friedens auf dem mütterlichen Boden zu setzen.

Gegeben Peterhof, den 17./30. Oktober im elften Jahre unserer Regierung. Nikolaus.

In Berliner politischen Kreisen hat, wie

Bestellungen

für die Monate November und Dezember auf die

Oberhefftfche Zeitmrg" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern entgegengeno mmen.

zur Wahrung der erkämpften Rechte und i der Forderung einer Amnestie.

Warschau, 31. Okt. Trotz der Freude über das Verfasiungs-Manifest deS Zaren bauert hier der Ausstand unverändert fort. AL Bahnen, Fabriken, Werkstätten stehen nach wit vor still, auch die Pferdebahnen und ein großer Teil der Droschkenkutscher muß feiern. In bei Marschallkowskastraße sind alle Läden gesperrt die Straße ist vollständig verödet, ebenso dal Judenviertel. In den Mittagsstunden hielte» die Beamten der Wiener Bahn eine Dersamm» lang ab, in denen die nationalpolnischen Fo» derungen ausgestellt wurden, daS gleiche soll am Nachmittag in einer Versammlung der B» amten der Weichselbahnen geschehen; für morge» ist ein Meeting sämtlicher Bahnbeamten aw gesetzt.

Petersburg, 31. Oktober. (Peiersb. Tel.-Ag.) Außer Telegrammen über einen günstigen Eindruck deS Manifestes in der Provinz laufen auch Nachrichten über Unruhen und Zio fammenstöße mit den Truppen ein, die feuerte^ so in Kasan, Kischinew und Pultawa. Ii Pultawa, wie auch in Bialhstok versuchte bi Menge in das Gefängnis einzudringen, woba es Tote und Verwundete gab. Infolge der Odessaer Unruhen ist der Dampferverkehr zwischet Odessa und Sewastopol unterbrochen.

Odessa, 31. Oktober. Hier herrscht unbv schreibliche Begeisterung über das Manifest brf Kaisers. Die ganze Bevölkerung ist in de» Straßen. Alle Läden sind zur Feier des Tagei geschlossen. Viele Prozessionen durchziehen du Stadt unter Jubelrufen und Absingen voi Liedern, sie tragen rote Fahnen und zur» Zeichen der Trauer über die letzten Opfer bei Unruhen schwarze Fahnen. Vor dem Palast des EeneralgouverneurS erschienen etwa 2000<i Bürger. Der Generalgouverneur gratulierst ihnen zu diesem Freudentag und rief au§:El lebe die Verfassung k Die Bürger dankten uni baten um Freilassung der Verhafteten uni Entfernung der Kosaken auS der Stadt. Baroi Kaulbars versprach die Erfüllung dieser Wünsche

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sNaLdruck verboten.)

Wicht und Liede.

Roma« von ß. Wild.

lh aeyuHQ)

Die Tage gingen für Viola nicht in so gleich förmiger Einsamkeit dahin, wie sie es sich gedacht hatte. Der Freiherr war keineswegs ungesellig und seinem Mündel zu Liebe nahm er noch här» figer denn sonst Einladungen an, um das jung, Mädchen bei den Gutsnachbarn einzuführen Violas Schönheit erregte einen förmlichen Stur», unter den jungen Männern, und sie sah sich ball zum Mittelpunkte einer mehr gutmütigen all weltmännischen Aufmerksamkeit erwählt.

Instinktiv fühlte sie den Unterschied heraus der in diesen ungekünstelten Huldigungen unf dem Gebühren eines gewandten, Weiterfahrenei Kavaliers lag; das machte sie ein wenig hoch mutig und kühl zurückhaltend und ließ es sie vev missen, daß sie nicht in der Hauptstadt, sonder» fern derselben in einem versteckten Erdenwink» lebte. . j

(Fortsetzung folgt.>

Viola ließ das seltsame Schreiben zu Boden sinken und preßte beide Hände gegen die bren­nende Stirn.

.. ,^ort der Liebe, kein Wort der Mutter- Zärtlichkeit l

, . AH, die arme Frau hatte ja selbst gesagt, daß jede wärmere Regung in ihr für immer er­loschen fet.

Dem Gebote der Pflicht hatte sie sich nicht wugen wollen, und so tvar denn dieses glühende leideigchasrliche Herz darüber zu Grunde ge- Langen. u

Wie schmerzlich mußte dies der Gatte empfun- den haben, und tote bitter fühlte es nun das Kind da» feine schone Mutter nur für fluchtige Augen, blicke gesehen und nie eine wanne Liebkosung einen herzlichen Blick erhalten hatte.

Was stand Viola hier bevor?

...Sie sah Magdas gutes, ehrliches Gesicht vor sich und horte sie sagen:

WNichterfüllung soll stets das höchste Ziel bex> Menschen sein, nur dann kann man wahr- haft glücklich werden."

Glücklich? War ihre Mutter glücklich gewesen?

Sie lachte bitter auf, daß es gellend wider-

. M^n wosite auch sie in diese Schablone pres- sen, sie m den engen Kreis einförmiger Pflicht- rrsullung zerren, jeden höheren Flug ihrer jun- S' feurigen Seele unterdrücken, sie zu einem willenlosen, gefügigen Geschöpf machen. Nie, o rue sollte das so sein, ehe alle Schranken durch- L öi-ä Qn der Engherzigkeit kleinlich denken- 6er Menschen zu Grunde zu gehen!

Chriftisuia, 31. Okt. In der heutigen

Abendsitzung wurde der Antrag der zehn I Bestreben haben, ruhig ihre Pflicht zu erfüllen, Storthiugmitglieder auf Volksabstimmung über I geschützt werden, haben wir für unentbehrlich die zukünftige Staatsform mit 86 gegen 30 '

Stimmen abgelehnt. Sc dann wurde ein An-

NlGarrd.

Das Manifest des Zaren, daS bestimmt ist, dem russischen Reiche erweiterte VerfassungS- rechte zu gewähren, ist, wie noch in dem größeren Teile unserer gestrigen Zeitung gemeldet wurde, in der Nacht von Montag auf Dienstag ver­öffentlicht worden. Wir geben, da wir gestern nur einen Auszug brachten, nachstehend den Wortlaut wieder:

Wir, Nikolaus der Zweite, von Gottes Gnaden Kaiser, Selbstherrscher aller Reußen, Zar von Polen, Großfürst von Finland rc. erklären allen unseren treuen Untertanen, daß die Wirren und die Erregung in unseren Haupt­städten und zahlreichen anderen Orten unseres I derL.-A." zu berichten weiß, der Erlaß be§ Reiches unser Herz mit großer und schmerzlicher I Manifestes einen vorzüglichen Eindruck gemacht; Trauer erfüllen. DaS Glück eines russischen I man glaubt, daß diesmal mit der Verwirk-

Glück des Volkes. Der Schmerz des Volkes I die Verhältnisse eS überhaupt gestatten. Ernst ist der Schmerz des Herrschers. AuS den gegen- I gemacht werden wird. DaS deutsche Volk kann wärtigen Unruhen kann eine tiefe nationale I diesen Wandel der Dinge nur mit Genugtuung Zerrüttung und eine Bedrohung für die Un- I begrüßen, ebenso Kaiser Wilhelm, der gelegent- verletzlichkeit und Einheit unseres Reiches ent- I lich der Kaiserbegegnung bei Björkö damals stehen. Die hohe durch unseren Herrscherberuf I schon seiner Sympathie für die nun zur Tat- auferlegte Pflicht befiehlt uns, uns mit all I fache gewordene neue russische Staatsform dem unseren Sinnen und mit unserer ganzen Kraft I Zaren gegenüber Ausdruck verlieh.

zu bemühen, um das Aufhören der für den | In französischen Reaierungskreisen zeigt man Staat so gefährlichen Wirren zu beschleunigen. I sich von dem Erfolge Wittes und der russischen Nachdem wir den in Betracht kommenden Be- I Lieberalen befriedigt, doch könne die allgemeine Hörden befohlen haben, Maßregeln zu treffen, I Lage deS Zarenreiches nach eben eingetroffenen um die unmittelbaren Kundgebungen der lln= I Depeschen auS bestinformierten Kreisen so lange ordnuug, Ausschreitung und Gewalttätigkeit ab- I nicht für wesentlich gebessert erklärt werden, zustellen, damit die friedlichen Leute, die das | als neben dem amtierenden Ministerium Witte immer noch eine reaktionäre Regierung Alexis-

. . _ , Jgnatiew für alle Fälle in Bereitschaft stehe.,

erkannt, um mit Erfolg die auf Beruhigung I Die Operationsfühigkeit Rußlands, seine volle . - - ..... ........ , des öffentlichen Lebens abzielenden Maßnahmen I Zurechnungsfähigkeit als Faktor in der Welt-

trag Foss, wonach eine Volksabstimmung statt- I zu verwirklichen, die Aktion der obersten Ne- I Politik werde erst wieder beginnen, wenn der

finden soll, ehe man sich an die Prinzen Karl I gierung zu vereinheitlichen. Wir geben der I Zar, von den Vertretern aller Stände empfangen,

»on Dänemark wende, mit 84 gegen 32 abgelehnt. I Regierung die Pflicht auf, unseren unbeugsamen | in den Winterpalast einziehe.

Schließlich wurde mit 87 gegen 29 Stimmen I Willen zu erfüllen: I Die englischen Blätter begrüßen das Mani-

der Regierungsvorschlag angenommen, nach dem I 1. Der Bevölkerung die unerschütterlichen I fest des Zaren mit Genugtuung und hoffen, daß

die Regierung ermächtigt wird, mit dem Prinzen I Grundlagen der bürgerlichen Freiheit zu ver- I es zur Beruhigung der gegenwärtigen Erregung

Karl von Dänemark darüber zu verhandeln, I leihen, die gegründet ist auf der wirklichen Un- I beitragen werde. Es werden jedoch Zweifel

daß er die Wahl zum König von Norwegen I Verletzlichkeit der Person und auf Freiheit des I ausgedrückt, ob die Führer der organisierten

unter der Voraussetzung annehme, daß das I Gewissens, des Wortes, der Versammlungen I Bewegung sich damit zufrieden geben werden,

norwegische Volk durch eine Volksabstimmung I und Vereinigungen; | und die Lage wird weiter für sehr ernst an»

Zustimmung zu dem Beschluß des I 2. Ohne die früher angeordneten Wahlen I gesehen.

Stoflhing und der Regierung gibt. I für die Staatsduma aufzuschieben, zur Teil- I Petersburg, 31. Okt. (W. B.) Heute

.. 31. Oktbr. Die Nachricht über I nähme an der Duma in dem Maße, als es I erschien in einer großen Auslage ein Manifest

0^u.regung deutschen Kaisers behufs I die Kürze der bis zur Einberufung der Duma I der sozialdemokratischen Partei, in dem darauf

Zurückziehung der europäischen Truppen wirkt I nach ablaufenden Zeit gestattet, jene Klassen I hingewiesen wird, daß durch das kaiserliche

m Tientsin deprimierend, gerade jetzt, da man I der Bevölkerung zu berufen, welche jetzt Wahl- I Manifest der Kampf des Proletariats nicht

hier die Besatzung wegen Attentate und der I reckte völlig entbehren, wobei sodann die weitere I zum Stillstand komme. Die Taktik des Prole-

Erregung des Volkes für sehr nötig hält. Von I Entwicklung des Grundsatzes des allgemeinen I tariats Habs zu bestehen in der Ausnützung der

überall kommen Gerüchte über Unruhen. I Wahlrechtes der neuerdings begründeten gesetz- I unter seinen Schlägen gewährten Rechte, ferner

31. Okt. Der Gouverneur von I geberischen Ordnung der Dinge überlassen wird; I in der Veranstaltung von Arbeiterversamm-

Deutsch-Südwestafrika, v. Lindeq-flst, ist heute I 3. als unerschütterliche Regel aufzustellen, I hingen zur Entscheidung der Dauer des Au8- hier elngetroffen. I daß kein Gesetz in Kraft treten kann, ohne I standes, sowie in der Organisation der Miliz

Marburg Erscheint wöchentlich siebe« mal.

O 1HAK Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, UmvcrfttäiS-Buchdruckerel 40. Jahrff.

Donnerstaff, 2. ytüuettwer 1905. Marburg, Markt 21. Telephon 65.

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der ExpLiiion 2 DU, OKÜ bei allen Postämtern 2,25 Mc. <t$cl. Bestellgeld).

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Reclamm: die Zeile 25 Pfa.

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Sie wollte lieben, geliebt werden, heiß und I Nie hatte sie sich einsamer, verlassener gefühlt innig, leidenschaftlich,, über alles! Niemals I als jetzt und bitterlich weinend sank sie in die würde sie einwilligen, die Gattin eines so ruhigen, I Kniee, das Antlitz mit beiden Händen verhüllend, behäbigen, geistlosen Landedelmannes zu werden, I Ihr war so weh, so unendlich weh ums Herz, wie dieser Herr von Rotteck einer war, der heute I An wen sollte sie sich wenden, wem sollte sie Ver- hier als Gast gewesen, und man ihr als einen I trauen schenken? Wer würde sie verstehen, wer alten, lieben Hausfreund präsentiert hatte. I würde sie begreifen?

Vielleicht hatte man ihr schon einen Gatten I . Da drangen klagende, schwermütige Töne bestimmt, um sie so leicht als möglich los zu I durch die Nacht. In vollen mächtigen Akkorden werden; sie war ja ein junges Mädchen und I ertönte eine einfache, getragene Melodie langsam mußte zufrieden sein, wenn der erste beste um sie I ""d feierlich an ihr lauschendes Ohr. , freite. | .Bwla ließ die Hande sinken und richtete sich

Ja, ganz gewiß, so war es! I empor.

Deshalb halte Mag da heute die Vorlesung m Durch das offene Fenster drang der kühle

über die Pflichten einer Hausfrau gehalten, des- I Nachtwind ein und spielte leise mit der Zocken-

halb hatte Gerhard ihr es so nahe gelegt, daß sie flut, bie, eurem öunfelgotcngen «trome gleich,

wenig mehr als nichts besitze, daß sie sozusagen l'ch entsesielt über ihren Nacken ergoß. Mit an.

auf die Güte ihres Vormundes angewiesen sei. gehalrenem Atem lauschte ste. Die weichen, mil.

... .. o..< .. I den Akkorde übten eine wunderbare Wirkung

Sie bitz die Zähne übereinander und schüttelte I au? «e au§ H

trobig ihre Lockern Darum hatte ihr also Mag^ Viola erinnerte sich jetzt, was ihr Magda von gesagt, ein jedes muffe seinen eigenen Wirkungs- I Meisterschaft ihres Bruders astaat batte unk

r m ex vrx , sich allein spielte.

Nun ia, sie sollte sich nützlich machen, um we- I Sie trat ans Fenster und beuate sich weit nigstens etwas von den neuen Kosten ihres Auf- I 1 Un0 0CU9te 10611

S "'Dringen; vielleicht die Näh-Ja, dort in einem Erkerfenster war ein Licht- $IC ^^oraunicht m der I schein bemerkbar; es war Gerhard, der so wun- Kuche übernehmen und . I derschön spielte. Alles Leid, das ihr die letzte

Viola hielt inne; ihr Blick irrte umher in dem I Stunde gebracht, war vergessen. Der verhäng- kleinen reizenden Raume, der für sie mit so viel I nisvolle Brief lag auf einem Seitentischchen, und Güte ausgestattet worden war. Eine tiefe Scham- I Viola stand unbeweglich am Fenster, in atem- röte bedeckte für einen Moment ihre schönen Züge. I losem Entzücken den herrlicksen Tönen lausend. War es nicht herber Undank, dergleichen nur zu I die Gerhards Meisterhand dem Instrument ent- denken? I lockte.

Wie freundlich, wie liebevoll war man ihr I Das war kein billiges Virtuosentum, bloß auf entgegengekommen, und welch' häßlichen Verdacht I den Effekt berechnet, das war eine rührende, zu hatte sie mm doch gehegt! I Herzen dringende Sprache, die aus einer vollen.

In diesem Moment verabscheute sie sich selbst, I warmen Seele kam.

denn sie sah ein, daß die Bitterkeit ihrer Gefühle I Leiser und immer leiser erklangen die Töne, sie zu weit geführt hatte; allein ihr innerer Zwie- I bis sie ganz verstummten. Viola stand noch immer spalt war deshalb noch nicht besiegt. 1 regungslos am Fenster. _ _B. ________