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Erscheint wöchentlich sieben mal. «

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdruckerei 40. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon o5.

Marburg

Sonntag, 22. Oktober 1905.

mit dem Kreisblait für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Allustrirtes Sonntagsblatt.

Vierteljährlicher Bezugspreis: der ver Exkrditio» 2 Mk., Ä'o 9J.Q bei allen Postämtern 2,25 Mk. <c$cL Bestellgeld).

ZnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder ocren Raum 10 Pfg.

Rcclamen: die Zeile 25 Pfg.

Erstes Blatt.

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Hans Albrecht.

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Menschen, bevor ich ihn nicht gelernt."

Darüber ließe sich streiten.

Verhältnisse kennen lernst, um Dir ein klares Bild von dem Ganzen machen zu können; denn Du liebst doch Klarheit vor allen Dingen."

Gewiß," versetzte sie bestimmt,und ich bild« mir auch niemals ein fertiges Urteil über einen

Bit Iierdt bist All deutscher DtiblichLkit, ® Herrscher!»! Vir gilt des Volkes Segea, Vir schl-geu W mir eivst vud allezeit Illdrukschlavds Herz« lirbewarm rvtgegra, N» lichtumronllt der Menschheit Zügel schweb«, Muh Driurr Nikkeus stillt Stätte sriu Ml ihr zog Hust uvd neue», frisches Kcbeo Iu Schloß und Hütte gsächverheihrud riu.

Vie Irmeu, die kein Vrosteswort ergviLt, Vie Rrankta, die nicht Mruschmhilfr faudtu Im Strahl des Iug's, das mild auf fit MM, Sit riuer Muttrr trrvru Sluu rrllauuk«, Dem hehr« ZravrvwrrK zum schöllst« Zohu« Tmwallt Vriu Vild tlu lichter Elori«scheiv, Uud hell rrgläozt im Schmückt Veivrr Hroue, Ver deutsch« Volkrslirbr Zdrlstriv.

Welche von den beiden Frauen war die gehrenswertere, die am meisten beglückende?

O, diese schöne, verführerische Sünde bot manches für sich!

tretung im eigentlichen Sinne des Wortes diese heikle Aufgabe zu lösen im stände ist. Das ver­stehen auch die Baue« selbst und daher ihre im­mer drohendere Forderung einerregelrechten" Verfassung, die auf dem allgemeinen gleichen Recht basieren soll. Mit der ietzigen Duma ist ihnen, wie sie sagen, nicht gedient.

Ausland.

Schweiz. Die Verhandlungen deS schwrizeri- schen NationalratS haben kürzlich zu interessanten Auseinandersetzungen zwischen den Sozialdemo­kraten und den anderen Parteien geführt. Ma« ersieht daraus, daß die schweizerischen Arbeit, geber trotz Republik! abgeneigt sind, mit den sozialistischen Organisationen zu verhandeln. Ein Abgeordneter, der zugleich Großindustrieller ist, Sulzer von Wnterthur, erklärte, daß der Ton, den die Sozialdemokraten anichlagen, ge. radezu unerträglich sei, daß ihre Wühlerei noch die Grundlagen der schweizerischen Industrie: Arbeitslust und Arbeitstüchtigkeit zerstören ntüfi« und daß die Fabrikanten geradezu einen Existenz, kampf für die Industrie zu führen haben. Der

Umschau.

Strafderschickung.

Der Deutsche Koloniälbund versendet ein FlugblattZur Einführung der Strafver- schickung", . in dem darauf hingewiesen wird, in wie gewaltigem Maße namentlich die Zahl der vorbestraften Verurteilten in dem Zeiträume von

Das Bodenproblem unter den russischen Bauern.

Nach den Berechnungen des russischen Ge­lehrten Lochtin, die er in seinem BucheDer Zustand der Landwirtschaft in Rußland im Ver­gleich zu den anderen Ländern" veröffentlicht, beträgt der durchschnittliche Umfang eines rufst- schen Bauernbesitztums 12,5 Desjatinen (1 Des- fatine = 1,09 Hektar). Im Vergleich mit dem durchschnittlichen Besitztum in allen europäischen Ländern ist der russische Bauer somit der reichste an Grund und Boden. Aber die Rückständigkeit des russischen Bauern, seine Unfähigkeit, den Boden gemäß den Errungenschaften der moder­nen Agrarwissenschaft zu bearbeiten, führen dazu, daß er trotz seines relativen Reichtums an Grund und Boden hinter seinen westeuropäischen Stan- desgenossen weit an Wohlstand zurückbleibt. Während der deutsche Landwirt dank seiner höheren Bildung von einem Hektor Durchschnitt, sich mehr als 84 Pud Korn erntet, liefert die ruf- fische Landwirtschaft auf derselben Fläche bloß die Hälfte. Die Minderwertigkeft der russischen Bauernwirtschaft ist somft Tatsache.

Alle russischen Nationalökonomen sind darüber einig, daß eine Hebung der ökonomischen Lage der russischen Bauern für absehbare Zest unmög- lich sei, ohne den Bodenbesitz des einzelnen zu eriveitern. Die rein kulturellen Mittel, wie z. B. Erweiterung der Schulbildung, Organisation der agronomischen Beihilfe durch gelehrte Agro­nomen 2c. sind dazu nach ihrer Meinung, die auf langjähriger Erfahrung gestützt ist, keineswegs ausreichend. Und der rufsische Bauer selbst, wie das aus verschiedenen, von den Bauern selbst gefaßten Resolutionen ufw. zu ersehen ist, ist ebenfalls der Meinung, daß seine ökonomische Rückständigkeft zugleich in dem zu kleinen Um­fange seines Bodenbesitzes begründet liegt. Die Bauern fordern denn auch in ihren Beschlüssen daß ihr Besitztum an Grund und Boden erweitert werden müsse, doch gibt es über die Art und Weise, wie dies bewerkstelligt werden müsse, sehr verschiedene Auffassungen. In einem Beschlüsse der Baueni der Gemeinde Harnali im Gouverne- ment Kursk fordern diese zum Beispiel, daß man entweder den Großgrundbesitzern den Boden ab­kaufen oder das noch freie Terrain unter die Bauern berteilen sollte. Die Forderungen dieser Bauern gehen also nur auf eine Erweiterung des Besitzes einzelner, ohne ein reformatorisches oder revolutionäres Prinzip zur Geltung bringen zu wollen. Dasselbe gilt auch von dem Beschluß der Bauern des Gouvernements Minsk, der fol­gende Sätze enthält:Unsere Scholle wird uns zu eng, um darauf zu leben. ES fehlt uns so­wohl an Anbaufläche für Getreide als auch be­sonders an Brachland. Und doch müssen wir viel Vieh hallen, um den Dung für unsere Felder zu erzielen. Unser Besitz ist mit so hohen Steuern belegt, daß der gesamte Ertrag unserer Scholle zu ihrer Bezahlung verwendet werden muß, und die­ser ost auch noch nicht zureicht. Wir verelenden; wir brauchen mehr Boden, ttnb dazu ist es nötig,

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Dort wilde, verheerende Leidensckiaften, hier Ruhe und stiller Frieden, kein Uebermoß der Ge- fühle, keine stürmische Sehnsucht nach Glück; hier war die Pflicht das höchste Glück, dort wurde ganz einfach als unnützer Ballast über Bord warfen.

Kavg' möge Eott di« Lüistriv rrchattm! !$« Herr sei alljrik Stuhr Vir und Schild! Uud jum Gebrkr fich dir Hjfadr fall«--

iSi« Banntr wch« ring» im Istrrlsudr, D-r HkMrssomit strahlt, die Volk« flieh'» r Htolj blickt von Ilx« bi» zum HrrnsstrsuLk Vss deutsche WolK prm Halsrrschloh Brrlin.

alles freie Land (Kron-, Klosterdomänen rc.) zu verteilen. Und wenn das freie Land nicht aus­reicht, dann müssen uns die Gutsbesitzer etwas von dem übrigen Land für einen billigen Preis abtreten. Die Kaufgelder müßten von einer Staatsbank gegeben werden. Kaufen darf nur derjenige, der den Boden durch eigene Kraft ohne Knechte bearbeitet. DieLoskaufgelder" für die Ackerbaufläche sollen in Zukunft nicht mehr ge- zahll werden, weil wir schon viel mehr seit un­serer Loskaufung gezahlt haben, als die Erde ge­fettet hat."

In diesen beiden Beschlüssen wie auch in einigen anderen wird das Prinzip des Eigentums nicht angetastet. Alles bleibt in dieser Hinsicht beim alten; bloß die allein, ohne Knechte arbeitenden Bauern erhalten eine gewisse Erleichterung, in­dem ihr Bodenbesitztum einigermaßen ver- größert wird. Es wäre aber unrichtig, anzu­nehmen, daß unter den russischen Dauern keine sozialistischen oder bodenreformerischen Strömun­gen vorhanden seien. In einer solchen Resolution, die in 19 Gemeinden des Dongebietes ange­nommen wurde, ist zu lesen:Es ist nowendig, das Privateigentum au Grund und Boden auf- zuheben und alle privaten, Staats-, Kirchen- und Klosterländereien als Volkseigentum zu er­klären., Die Benutzung des Ackerlandes steht nur denjenigen zu, der sie mit seinen eigenen Kräften, oder mit seiner Familie, oder als Glied einer Ge- nosseuschaft bearbeitet."

Es ist,hier wichtig zu bemerken, daß dieser Be- schluß (wie übrigens auch die anderen) in einer offenen und nicht in einer geheimen Versamm­lung angenommen wurde. Die Dorfobrigkeit suchte in Gemeinschaft mit hem Geistlichen die

Ein eigener Reiz umgab die unter Blumen drohende Gefahr; selbst wenn man nur vom Kläcke träumte, mußte dieser Traum die höchste Seligkeit in sich schließen wie heiß, wie ver- langend batte noch die Sterbende gerufen:Mein lwnzes Leben war ein Cwig-Suchen und Niemals- Finden!"

Wenn Meline am Leben geblieben wäre, wenn sie das gesuchte, geträumte Glück gefunden hätte, m wessen Armen und an wessen Brust?

Ein leiser Schauer durchrieselte seine Glieder. Er sah die brechenden Augen des sterbenden Wei- bes auf sich gerichtet, er hörte sie mit angstvoller Stemme ihre letzten Worte stammeln:Nickst, mcht!"

Magda," sagte er mit leiser Stimme.

Sie ließ die emsigen Hände ruhen und sah mu ihren guten, ehrlichen Augen zu ihm auf.

Ja, hier tvar Wahrheit und jene echte Her­zensgüte, welche weder durch Schönheit noch durch scharfen Verstand ersetzt werden kann all' das Glänzende, Sinnberückende war nur ein Traum!

»Wirst Du nun bald beginnen?" fragte Magda freundlich.

Der Freiherr schenkte das Glas voll und leerte eS auf einen Zug. Eine dunkle Röte auf feinem Gesicht warf ihren Widerschein auf seine hohe Stirn bis in das dicke Gelock.

Ich muß vier Jahre zurückgehen," begann er endlich mit voller klarer Stimme, .damit Du die

i (Nachdruck verboten.),

Inm ßrtatstnj unfern Kaiserin

Macktdruck verböte«.),'

Pflicht und Liebe.

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WrfÄL ^°?bck hier?" fragte Gerhard, mit der Schwester ms Haus tretend.

Heute früh für einige Minuten; er ist gestern bon etner (^cfaxftereife zurückgekehrt. Doch Du wirft müde und hungrig sein, Gerhard geh« Ä c?lÄr un£ wache es Mr bequem, U to°n gedeckt im Blumenparterre;

ich will sogleich für alles Nötige Sorge trogen." rEe dem Bruder fteundlich zu und ver- führenden Gange, um der Speisen zu überwachen.

eine Viertelstunde später saßen die Geschwister dem wohlbesetzten Tische, und Magdalegte Sem Bruder, seme Lreblmgsspeisen vor, die fte heute hatte eigens für ihn bereiten lassen ^/'N^nenswerles ist nicht vorgefallen während Deiner Abwefanheit," sagte fte, ihm ein Gla» senkend,em jedes war wie sonst

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'© ni<^ ^ders erwartet," meinte VJergaro,ich kenne ja meine emsige Schwester tSn Üm Schnürchen gehen mufaWas vun meine traurige Reise anbelangt"

Seine Miene war mit einem Mate ernst fast smster geworden, allein Magda lich ihn 'n cht vusreden.

fa "icht," fagte sie bittend, ihre Hand airf rtnSWhrn*1 Ie^rb' »später sollst Du mir all2 au-fuhrlich erzählen. Du weißt, ich kann diese ^rzen, unterbrochenen Berichte nicht leiden, ich will immer klar auf den Grund sehen, mit halben .Andeutungen begnüge ich mich nie." -Gan^'i^^^kcht'" erwiderte Gechard,dar Ä-m." CU<§ trmma' um jetzt erörtert zu

Von gleichgiltigen Dingen sprechend, beendeten die Geschwister ihr Mahl, dann machten sie eine kurze Promenade in dem Park, doch nicht zuvor noch Magda dem alten Diener befohlen hatte, den Tisch abzuräumen, die Windlichter anzuzünden und eine Flasche Wein und das Zigarrenkästchen für den Freiherrn bereit zu stellen.

Als die Geschwister zurückkamen, stand schon alles bereit; vor dem Sitze des Freiherrn befan- den sich die Zigarren und der Wein, an Magdas Platze stand daS zierliche Körbchen von Silber­draht mit dem unvermeidlichen Strickstrumpf; denn das Freiftäulein von Linden strickte ihre Strümpfe felbst, und sie würde es sehr über ge­nommen haben, wenn ihr dies irgend jemand ver- argt hätte.

&ine Frau muß in allen weiblichen Hand­arbeiten bewandert sein," pflegte sie zu sagen, sonst ist sie keine echte Hausfrau, und wo man alles aus dem Haufe zu machen gibt, da ist 'es eine schlechte Wirtschaft, wo es nimmer ein Ge­deihen geben kann."

Die Geschwister setzten sich.

Der Freiherr zündete sich eine Zigarre an, und Magda griff nach dem Strickstrompf. Der volle Schein der Windlichter fiel auf ihr gutes, rotes Gesicht wie sie so dasaß mit dem Strick- strnrnpfe in der Hand, die leibhaftige Prosa in Gestalt. Unwillkürlich stellte Gerhard Vergleiche zwischen, ihr und der schönen Baronin an, wie sie, schon mit dem Tode ringend, in ihrem koketten, spitzenbesetzten Negligee vor ihm gelegen, um« hüllt von dem gelösten, goldbraunen Haar, ein reizendes Bild trotz aller Verwüstung, welche Krankheft und aufreibendes Leben in freut schönen Gesichte angerichtet. I

,, Tod und Vernichtung noch in ein bs- strickendes Gewand gehüllt, ein poettsches, duft- umichlossenes Sterben, zwischen Spitzen und Bln. men freu letzten Hauch au Sahne nb hier daS ^üeroe prosaische Leben, gesund, ehrlich und pramsch. f

1882 bis 1901 angewachsen ist. Es heißt darin» 1882 betrug sie 82 395 Personen gegen 274 578 Personen ohne Vorstrafen. Die Zahlen süß 1901 sind 209 346 mit und 287 964 Personen ohne Vorstrafen. Mit diesem Zugeständnis bee Statistik, daß die Zahl der Vorbesttaften in der Tat sehr zugenommen hat, ist die verhältnismäßig«. Unwirksamkeit des derzeitigen -Strafvollzuges unzweideutig nachgewiesen. Gegen diese der« brecherischen Neigungen wird, wie man annehm« darf, die Gefahr einer ständigen oder doch fang« zeitigen Abgeschiedenheit von der Mitwelt auf den Strafinfeln ein günstiges Gegengewicht bieten. Besonders stark fallen die Straftaten gegen daß Leben ins Gewicht. Fast jedes Jahr bringt höhere Ziffern. Die Steigerung von einem Jahrzehnt zum anderen beträgt 48,8 Prozent. Betrachtet man aber die Jahre 1882 und 1901, so findet man eine Steigerung von 105 Prozent. Nach Diebstahl und Beleidigung ist Körperverletzung ine häufigste Straftat. 1901 wurden nicht weniger als 98,110 Personen wegen gefährlicher Körper« Verletzung bestraft. Sechs und mehr Vorbestra« fungen hatten 1901 37 557 Personen erlitten, davon wegen Diebstahls, Raubes und Hehlerei 2023. Von diesen hatten wieder 11 und mehr Vorstrafen 179 Personen. Seit 1894 hatten von 37 697 Gefangenen 10 167 bereits 3 bis 8 Freiheitssttafen, 15 293 bereits 6 bis 10, 11 318 bereits 11 bis 30 und 919 mehr als 30 Frei« heftsstrofen erlitten. Bei der ausnehmend« Schwere der in Frage stehenden strafbaren Hand« hingen heißt eS, mit doppeltem GHfer nach einet« befriedigenden Ersatzmittel an Stelle der jett üblichen, ebenso zwecklosen als teueren und Geist ..... _____ _____________ ... wie Körper zerstörenden Zellenstrafe sei sie!

Bauern von der Annahme dieses Beschlusses ab- I nun die korrumpierende Gemeinschaft oder dir zuschrecken, aber dieser Versuch mißlang. I idiotisieende Einzelhaft zu suchen. Hier bietet

Es ist bemerkenswert, daß dieses radikale I sich als einziges Ersatzmittel die Deportation. Programm auch von demallgemein-russischen I Diese ist geradezu eine Forderung der wahr« Baueroverein", der nun bereits über 100 000 I Humanität." Die Deportation hat zweifellos Mitglieder zählt, angenommen worden ist. I ihre Vorzüge vor dem sonst geübten Strafver«

Es ist deshalb klar, daß die agrarsozialistische I fahren. Aber sie hat auch Nachteile. Das Anseh« Propaganda unter den Bauern viel Aussicht auf I der Weißen Rasse kann durch den Import bat Erfolg hat und haben wird. Es ist auch klar, I Sträflingen leiden; auch werden sich viele rin* daß mit polizeilichen Mitteln, die allein der I wandsfreie Kolonisten bedanken, an der Seite jetzigen Regierung zur Verfügung stehen, eine so I von Zuchthäuslern tätig zu seift. Die Frage bo> wichftge Frage, wie die derBodenreform" nicht I darf einer sorgfältigen Prüfung.

gelöst werden kann, und daß nur eine Dolksver- I i--1 ~-------------- 1 i

schen, die man eigentlich nie so recht kenn« lernt."

Denen gehe ich aus dem Wege," sagte Magd« ruhig,mit unergründlichen Charaktern gebe ich mich nicht ab."

Ein leises Lächeln verschönte Gerhards ernst» Züge.

Daran erkenne ich meine praktische Schwester! wo sie des Erfolges nicht sicher ist, gibt sie sich keine Mühe."

Es lag in den Worten ein leiser Spott, der ihr nicht entging.

Nicht so, Gerhard," sprach sie errötend,auf solche Weise will ich mir nicht eine billige UnseA- barkeit sichern, ich mag nur nicht das Unmöglich« erstreben. Sinn- und zwecklose Grübeleien warm mir stets verhaßt."

Gerhard gab keine Antwort; sinnend blickte er vor sich hin in die fülle, duftgeschwängerte Sommernacht hinein, dann begann er;

«Wie Du weißt, war Baron Buchfeld nicht nut mein Vetter, sondern auch mein lieber Freund. Es war keine jener überschwänglichen Jugend« freundschaften, die meist im reifer« Alter jäh­lings erkalten, sondern eine fülle, ruhige Zu­neigung, die uns miteinander verband, gegründet, auf gewisse übereinstimmende Ansichten, die un*i von Anfang unserer Bekanntschaft an mit ein­ander vereinigt haft«,

Mrfleßung folgt).