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Erstes Blatt

cs hielt die Deutschen fern von ihren Dichtern nnd Sentern, um ihnen kleine römische Geister als groß anzupreisen. Je mehr man das Katho­lische aufputzte, um so mehr beschmutzte man das Protestantische mit Schmähungen, und zwar nicht bloß Kapläne, sondent auch der römische Ober- Priester, der in der Canisiusencyklika 1897 die Reformation . als unheilvolles Gift für alle Deutschen bezeichnete. Natürlich wurde auf diese Weise Verachtung bei den Katholiken gegen den Protestantismus goNwckt, man suchte in Misch­ehen die Kindererziehung zu sichern, man glaubt ein Recht zu haben, den Toten die Ruhestätte in geweihter Erde zu versagen. Trotzdem fanden sich Protestanten, die statt unwillig zu werden, dies noch damit zu erklären suchten, daß Rom einmal glaube, die allein seligmachenkie Kirche zu sein, dabei könne die bürgerliche Toleranz be­stehen bleiben. Aber wo Rom die Macht gewinnt, wandelt ^ck die dogmatische Intoleranz sogleich auch in die bürgerliche um. Ist nun der Pro­testantismus die Jammergestalt, wie die Römi­schen ihn darstellen, so liegt für sie der Schluß nahe, daß ihrem Bekenntnis der größte Einfluß auf das Reich zu sickern fei. So ward mit Stimm­zetteln der Zentrumsturm erbaut, der das Reich dem Papst dienbar macht. Kann unser Volk die­sen, seinem innersten Wesen fremden römiftljen Geist ertragen? Aber auch das fanden noch viele gut, die behaupten, die Wünsche des Zentrums zu erfüllen sei die klügste Polisik, um es vom llltramontanismus weg auf deutschen Boden zu ziehen. Sicher tragen Tausende von Katholiken deutschen Patriotismus, im Herzen, aber solchen kann der llltramontanismus nicht hegen, wenn er sich auch aus Politik vor dem Kaiser darin einhüllt. Man gebraucht die deutsche Firma, aber er ist römisch, in Lothringen französisch, bei den Polen polnisch, die der Papst liebt und deren Sprache der liebe Gott redet. Das Deutsche wird herausgestrichen, wo es nützlich ist, wir haben auch in der Politik einen Geschäftskatholi- zismus, dem die Sprache zur Verhüllung der Gedanken dient, der allein für die Größe der- römischen Kirche tätig ist. So dient auch der Toleranzantrag, der einige zu billigende Punkte enthält, nur dazu, die Macht und Hoheit des Staates, seine Leitung des Volks- und Killtur- lebens zu untergraben, das Reich würde zu einem reinen Kirchenstaat werden. In welchem Nim­bus muß dem Katholiken seine Kirche und das Zentrum angesichts der Huldigung, die dem Papst, und der Erfolge, die dem Zentrum zu Teil wurden, erscheinen. Was das Zentrum aber an Macht von der Regierung gewinnt, dient ihm j zur Kriegsrüstung gegen den Protestantismus. Wir zürnen über Aufhebung des § 2 des Je- smtengesehes nicht aus feiger Furcht, sondent weil der Staat, welcher den Frieden pflegen will, ge­rade dem Orden, welcher die Störung des Frie­dens als feine Aufgabe ansieht, ben Weg ins Land öffnet. Die starke Vermehrung der Klöster und Ordensniederlassungen dient nicht der Seel- I forge, die reichlich vorhanden ist, auch nicht dem I

Das Abonnement auf dieOberhefftsche Zeitung", das größte, meistgelesenste und weit­verbreitetste Blatt Marburgs und der Nmgegend kostet vierteljährlich nur 2.25 Mk. Inserate habe« beste« Erfolg.

Hand gefallen, Onkel! wenn mir Gertrud nicht geschrieben hätte und mir die Augen ge- öffnet über mich selbst. Sie hat noch mehr ge­tan: sie hat mich, trotzdem sie damals meine Braut noch nicht Ivar, sogar ausgesucht und mich ge­tröstet, tvährend alles mich verlassen hatte hat jede Rücksicht auf sich vergessen und das kann ich ihr nie genug danken."

Auch ich erkenne das an, begreife aber nicht, warum Du als verheirateter Mann nicht cbenf» gut Soldat fein kannst oder willst!" $

Das war nicht möglich, da wir Beide nid£ einmal das Kommißvermögen hatten." J

Wozu bin ich denn da?" 1

»Liß nur gut sein, Onkel. Ich kannte so Deine Ansicht, Deine Pläne betreffs meiner. Heirat. Da ich dieselben durchkreuzte, konnte ick auf kein besonderes Entgegenkommen Deinerseits' rechnen umso mehr, da meine Frau bürgerlich, ist. Jedoch wollen wir nicht mehr über "das.' Geschehene sprechen! Ich bin darum gekommen. Dir meine Frau vorzustellen und Dich zu bitten,, mir nicht weiter zu zürnen, denn Deine Verzeih-! ung fehlt zu meinem vollständigen Glück," sagte! er mit warmer Herzlichkeit im Ton, was feine Wirkung auf den alten Herrn auch nicht ber- fehlte. j

Lange und prüfend sah dieser Gertrud an, ehe er fragte:Du bist also glücklich?"

Unbeschreiblich, Onkel! Nicht wahr. Du 5e- nreifft es doch?" Bittend faßte er dessen Hand.! Du versagst mir diese Bitte nicht! Man kann' in federn Beruf ein ganzer Mann fein, und,! Onkel, mir macht der meinige viel Freude; ich bin mit ganzer Seele dabei, und wenn Du später! alles selbst gesehen hast, wirst Du mich auch her-1 stehen. Und nun sag' mir, daß Du feinen Groll! mehr hegst, damit wir leichten, frohen Herzen»! abreifen können."

Schluß folgt)', i

Die Lage des Protestantismus im Deutschen Reiche.

Auf der in den letzten Tagen in Hamburg ab- gehaltenen 18. Generalversammlung des Evange- lischen Bundes hielt Kirchenrat D. Meyer aus Zwickau über dieses Thema einen Vortrag, den JDtr nach einem uns zugegangenen Berichte in folgendem Auszüge wiedergeben:

T-er Vortragende meinte, daß man, um diese präge zu beantworten, das gesamte Gebiet des öffentlichen, politi-chen, sozialen, wissenschaftlichen und kirchlichen Lebens als Untergrund zu unter-

Ölitte, um die Stellung des Katholizismus Md des Protestantismus zu erklären. Aber das führte heute zu weit, wir wollen uns die Frage wrlegeu: Wie stehe ich zum evangelischen khrlstentilm, ist ,es mein höchster Besitz, bringe y mein Bekenntnis in Wort und Tat zum ent» Siebenen Ausdruck? Das wird mancher, der .innen ^Glauben als stilles Privateigentum be­trachtet, als unnötig verneinen. Für religiöse Fragen hat man in dieser Zeit wirtschaftlicher Jntcreffen keine Zeit. Der Protesmntisimls ist ti* Ei Hintergrund der Herzen getreten, er be- fiHöet ffch. auch im Winkel des öffentlichen Le­bens, dafür sind wir selber verantwortlich mit nnierer religiösen Schlappheit und Gleichgiltig­keit Wir waren allzu sicher. Das Papsttum galt, naiuentlich seitdem es sich als unfehlbares Lehrorakel bestimmt hatte, als beseitigt. Unser ganzes. Volkstum mit seiner Kultur und der Staat ruhte ja auf dem Proteskmtisimis, also schien auch das Werk der Reformation unzerstör­bar. Aber allen hätte die Rührigkeit des Ultra- montauismus seit 1870 auffallen müssen. Die linfelstbarkeit legte das Regiment der Kirche in eine .Zand, der Klerus stand dem Papst unbedingt Zur Verfügung und entfaltete in Presse, Vereinen uni) seelsorge eine angespannte Tätigkeit; es ge­lang ihm, die vorher skeptische Laienwelt an die Eche zu fetten. Diese stand in einheitlicher Macht <iiir rem Plan, die Warnung des Evangelischen Bundes ward abgelehnt. Rom begann dann den Graben zwischen sich und dem Protestantismus breiter zu ziehen, es führte den äußerlichen, dem evaiigelischen Wesen entgegengesk-tztei, Kultus ein

Unterricht, der Sache des Staates ist, sondern I Hüterin aller göttlichen Offenbarung als daZ allem der antiprotestantischen Agitation. Der I sichtbare Reich Gottes, während der Protestantis. Verteidigung unserer heiligsten und höchsten I mus sich in Verwirrung oder Auflösung befände.

Volksgüter dürfen wir uns nicht 'entziehen, die I Aber diese Meinung, die vom Zentrum stammt,

Frage ist nur: sind wir gerüstet oder nicht. Da I wird zur Weckung des protestantischen Selbst-

lautet die Antwort: äußerlich noch nickst, inner- I gesiihls und zur Einigkeit in unseren Reih«,

jich ja. Der Evangelische Bund ist eine Schützen- I beitragen; die evangelische Glaubenszuversicht z» tinie in diesem Streit, zu welcher der Anmarsch I heben, bleibt unsere laauptaufgabe..

ne» Wir haben dem Staat in der Verteidgmy

OwinLr J De^,n s I der Güter der Reformation zuviel zugetraut, et

miwelche ä^en uns sind, weil I fQntl auch Geschäftsträger des Ultramontanigmuä fnrm kpgnmttKfc Um» I sxp, Dagegen müssen wir uns wehren uni

L K?CrÄ,ler/ die I müssen uns bemerkbar machen, so stark, daß man

Vmw'mw mirr mf-hnf Tr. I c§ im Kanzlerhaus, im Reichstag und Kultus.

003 durch Glau- I Ministerium nicht mehr überhören kann. Abe, mut,0 5 ?, I Evangelische reden erst, wenn ihr Herz voll ift

r°; ;g,e,gbef"i,,<?5e'.-r^ett I Daher müssen sie erst den unüberbietbaren Wert

den llegen I ihres Christenstandes erkennen. Sicherlich kam,

me-x'rt ^are I die Klarheit und Selbstgewißheit der ebangeft-

sieben zwisthen dein I j^eIt Ueberzeugung nicht ohne tiefe Wirkung

fVrtf ^ra ^e°v-9tx" I 011 f die Katholiken bleiben, trotzdem dies durch

w?m ^ Verstand- I ihre Frömmigkeit erschwert wird, die v"t eins,

",rr«mm $e!to,nE> su^ $te I Gehorsam gegen die Kirche, kennt. Im Pro- Är,?1E, -L stit c^och den I testantismus stehen Richtungen und Anschauungen

1 bi 1 tröm, die Theologie, I nebeneinander, aber alle geeint durch das Evan»

r^1" I selium von Christus. Dies zu erkennen, ist durch

I die theologische Arbeit oft beeinträchtigt, deren «i^?^^u.mus aber tritt Christus m den I Vertreter mit den Mitteln der Wissenschaft er« Wen« andere vom Zentrum Ver- griinbett wollen, was Wahrheit fei. Das ist b» mr^.nt'r erwarten, so I xecktigt, aber verlangen kann man, daß das Nen- jjjoge inan an Bayern lernem daß er e» mit jeher I entdeckte eingehend geprüft werde, und daß man ^Qr ci nu^ ^ec ^azialdemokratie Hal- I ^en Forschern einer anderen Richtung Billigkeit len rann. I 31t Teil werden lasse. Auf Jesus Christus ruht

Der Anschluß der Rechten an unseren Bund 6ie evangelische Christenheit; man soll jeden, bet tourbe den Uebermut der Ultramontanen damp- I seinen Glauben irgendwie auf ihn gründet, al­len, die ihre Hoffnung auf Sieg gerade aus der Bruder anerkennen

Freundschaft einzelner Parteien zu ihnen beriet- I . . .... f,r, _

ten. Andere träumen noch von einem religiösen Ww wollen uns der wissenschaftlichen Forsch. Katholizismus, der längst durch den politischen '"Zg. freuen, die für bte TatsacheGott war w Ultramontanismus abglöst ist. Wir streiten mit Aristo eine dem modernen Menschen und den, ihm nickst nur aus nationalen und politischen, deutschen Wesen mehr zusagende Formel erstrebt, sondern auch aus religiösen Gründen, nicht bloß I ®r wollen uns auch freuen, daß bte Vernunft für uns, fonberu auch für nufere katholischen wit ihren wachsenoen Mitteln das Lebensge-. Brüder, denn wir hoffen, daß je besser das Evan- hemiNls in Christo unterem Glauben naher zu gelium von Christus seine Gotteskraft bei uns I bringen sich bemüht. So schroff die theologischen erweist, es diese um so eher auch im Katholizis- Richtungen zueinander stehen, so ist doch in bet mus wieder gewinnen wird. Darum müßten alle I Grundanschauung eine große Uebercinftimmung auch die Friedfertigen, zum Kampfe zusammen- vorhanden daß Christus der alleinige Herr be­stehen. Gerade die Einigkeit wird eine neue I Menschen fei. Diese Einigkeit tm Geiste wird bi« Brücke von ihnen zu uns bauen helfen die schon I Kraft haben, die Macht und den Einfluß des im 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhun- Protestantismus zu erneuern. Für diese Ge- derts angefangen war, aber von den Jesuiten memschaft haben wir in dem deutsch-evangelischen zerstört wurde. Viele empfinden den Ultramon- Kirchenausschuß bereits einen Anfang, dessen tanisnms als einen Fremdkörper in ihren Augen. Arbeit auf jede Weise zu unterstützen ist. I« Hätten sie den Mut, ihn zu entfernen, so würden klarer die kirchliche Gemeinschaft durch die Wirk- sie den Protestantismus besser würdigen lernen 1QÜ , LbcS Kirchenausschusses in die Oeffentlich-

nnd die Annäherung würde rascher vor sich gehen fett tritt, um so mehr werden die Katholiken sich

Sicher hat auch ^manchen das Bedürfnis nach überzeugen, das; es mit dein Mürlein vom 8er- Sicherung des Glaubens in die katholische Kirche lall des Prote,tantismus nichts mehr ist. Dann gezogen, der.furchtsam vor den Geistesstimmen werden ihre Augen Heller werden für die höhere der modernen Zeit Unterschlupf sucht Man sieht Wahrheit der cbangelncheu Frömmigkeit, bann mit Angst in breiten Massen den Unglauben, sielst der Tag des religiösen Friedens zwischen oder den Kampf zwischen Wissenschaft und Reli- Katholiken und Protestaiiten auf, gion, da hält man sich zur katholischen Kirche als I " 1 '

I ~V 111warst. Durch die | Gnade zurückgewiesen zu haben." Der alte Herr

I E pull ich Dir weiter beizeiten, daß ich Deiner geriet in Erregung, daß er zitterte, als er fort-

inert fein will. O Gertrud, wie freue ich mich fuhr:Du hast mich kompromittiert! Wie viele

E.uuser Zu,ammenleben! Du, auch? nicht Muhe habe ich mir gegeben, Dich zu rehabili-

| tua)r- w-e wollen wir glücklich fern!" fieren und Du achtest dies für nichts, nimmst

I In ihren strahlenden Augen las er die Aut- I es nicht an, nachdem ich es erreicht. Ich weiß I wokt. , I positiv, daß Majestät sich Deinen Fall hat vor-

I ~).°dj mit etwas bangem Herzen stand Ger- I tragen lassen und höchst ungehalten darüber war, I trud in dem eleganten Empfangssalon des Herrn I ICÖ bersichere Dich, höchst migehalten."

von Warburg des Onkels. Drei Wochen waren IIch bin Dir sehr dankbar für Deine Be- Erheiratet, und Albrecht mußte jetzt mühungen, lieber Onkel." versetzte Albrecht ruhig, daran.bwken, seinen,Posten wieder einzunehmen.hatte Dich aber nicht darum gebeten. So wußte Iw em herrlicher rinihlingstag Völl lachenden I ich nicht anders, als daß Du mir grolltest und r ° is" 'b«? l'otzt das Leben I habe mir infolgedessen mein Leben anders ein- erimienen, aber der Alltag machte nun seine I gerichtet."

Un& -0wb drückte Albrecht mehrAch grollen oder nicht Du, der einzige

Onke/s Astwnade des I Warburg außer mir, bist ja geradezu verpflichtet,

I ,Q 3 cntufjloff-cn hatte er ihm ge>chne- I Deinem Könige zu dienen und brichst so

-CL durchreite nach L. ihn auf- j schnöde die Tradition geben Sie mir nicht V^büna Unb Mündlich feine reckst, gnädige Fran?" Mit diesen Worten wandte

Berzeihung erbitten wolle, die er ihm hoffentlich I er >ich direkt an Gertrud.

nicht vertagen würde. I

m . r, « v , * I ">;ch war vollständig Ihrer Ansicht, Erzel-

lirf/r toaier M ' ^er der Onkel ließ ziem- I lenz", entgegnete diese mit ihrer wohltuenden 1 mm? uch warten, daß Albrecht selbst I Stimme,trotzdem ich Albrecht dasselbe borge-

-Tb-' -?sib^'ch trat ^r Erwar- stellt, ivar er doch nickst zu überzeugen, und ich tete ein- eine auster,t vornehme Erscheinung, I bedauere sehr, der Anlaß zu sein daß" dem man den früheren Militär sofort ansah. Mit ' V, s ' ° 'br ,

tadelloser Höflichkeit begrüßte er den Neffen, so- I r ° 7;lc^ sL'°v' .^erwud, , unterbrach ihr

wie dessen junges Weib, das ihm dieser vorstellfe I ^e,sage dw nicht. Du die Veranlassung,

- sichtlich überrascht von Gertrud- bor-wbrnw Und Onkel, Du hättest vielleicht an mei-

Haltung und Schönheit. Er spmck einige aleickp ^?lle eben,o gehandelt, wenn auf einer giftige Worte, dann wandte er sich mit kühler e bcr ^"'gliche Dienst und auf der anderen Zurückhaltung an den Neffen- } Weib winkst schon und hold, wie das

, .3 ., . I meinige! und ein Blick inniger Liebe streifte

i angenehm ev nnch berührt bat, daß Du I feine Gertrud, ehe er fortfuhrDu, ich, wir M Ew mir weine Gattin vorgestellt hast, haben ihr sogar zu danken dafür, daß der Name siU'i'w ooch meine Veiwunderung darüber aus- Warburg rein dasiehf, daß ich ein ordentlicher ibr-cken, Dich nach Deinem letzten Briefe hier | Mensch geblieben bin."

3U sehen. I Erschreckt abwehrend hob der Onkel die Hand.

rnir'ShmmLn^Jr^ ?iC ^Mren, daß esJa, Onkel, noch mehr, in meiner Verzweis-

^immöastÄ T - rxo n t r sUNg damals war ich zu allem fähig; ich war fast Evlstich? was unmöglich? Unbegreif- I sinnlos vor Schmerz und Scham, daß ich em sich, unoerantwortlich war es von Dir, solche I Ende gemacht hätte ein Warburg durch eigene

3^ 'Nachdruck verboten.)

Das neue Fräuleiu.

Driginal-Roma» von Fr. Lehne.

, (Fortsetzung.)

S Albrecht, das ist so schön für Dich," ent­gegnete sie tonlos,vollständige Aussöhnung mit dem Onkel und Wiedereintritt in die Armee durch königliche Gnade kannst Du Dir denn etwas 'schöneres denken?"

»D ja," rief er übermütig, sie an sich Preffend, tcfs~s!d) ent. habe, ganz l)abe, mein fufee» Weib, und dann nut Dir in unserem trau* -hsi 'deim, m L. fitze, und wieder schaffen und ar* hsirin. Noch mal anfangen, nein!" Er breitete ote Anne weit ans.Gertrud, ich fühle eine SchaffLnsfreudigkeit in mir, daß ich die Zeit i3,,,i. n-rG6tonrtCrt f0«n-' bis wir Beide zusammen iiach unterer neuen Heimat fahren, und ick Dir dann zeigen mW erklären darf, wie ich mir'alles bsibe-.. Dem Onkel habe ich schon S £wnld!'fil'r fen.,cn siuten Willen bedankst aoer v^oauert, über meine Zukunft Won mtWa beftunmt 31t haben. Ich stünde im Begriffe mich Zu verheiraten und würde mir bann erlauben ifin» meine junge Frau vorzustellen!"

He bange^' cr ~ic sicher zürnen," sagte (^r^a3 sioch! Ich habe jetzt keine Lust mehr Soldat zu spielen. Mir gefällt das freie unob' :^9e Sehen biet zu gut; man ist da nicht so | w ^u'enb Rua,ickten gefesselt! Und übrigens wird Onkel Warburg, wenn er Dich gesehen bat mick vollttändig begreifen." ' I

Wen£e »nite i burchgesetzt, tuß er nach «on f SSodjen ichon Gertrud sein Weib !ik!i- k°nnte.^ Sie hatten sich in aller Stille, ohne ^ /^.^Ultchkcit, trauen lassen und waren ^barnach abgereist. Als sie allein waren, L,Je si.oll DieserBewegung an seine Brust.

m»Irt Suter Engel," sagte er t beb.nßer stimme,lasse Dir noch einmal

mit dem Kreisdlatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Erscheint wöchmtlich sieben mast

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UmvcffitätS-BuchbruckerÄ 40. Jahrg Marburg, Markt 21. Telephon do.

Marburg

Sonntag. 15. Oktober 1905.

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