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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain,

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Vierteljährlicher Bezugspreis; der oer ExpLition 2 DU.,

"Äß 9/1 ß bet allm Postämtern 2,25 M. <e$cl. Bestellgeld). MittrvUrg Erfchkliü wöchcnttich sickm mal. et,,-

; Znserttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. -< q CifinTiiw 1 aae Druck Md Verlag' Joh. Aug. Koch, UmversrtatEuchdruckerei 40*

r Reclamen: die Zeile 25 Pm. TVNNerslast, 12. ^110061 1905. Marburg, Markt 2L - Telephon a5.

Erstes Blatt

i »Nicht eher, bis ich Dir geäanft, Du Einzige nW eher, bis Du mir nochmals gesagt haft, daß mir meinen Leichtsinn verziehen hast Laß Du.mich Nebst!"

Und in heißem Flehen blickte er zu ihr enchor. Da leuchtete es wundersam in ihren Augen aus, fahrend ihr Mund lächelte, uird in bebenden Muten kam rs von ihren Lippen:

Das Abonnement

auf dieOberhesfische Zeitung", das größte, meistgelesenste «nd Weit­ster drei leiste Blatt Marburgs nnd der Umgegend kostet vierteljährlich nur 2.25 Mk. Inserate haben beste« Erfolg.

Ja, Albrecht, ich liebe Dich mit der ganzen Kraft meiner Seele ich habe keinen anderen Gedanken als Dich seit ich Dich kenne, liebe ich Dich!"

Und Gertrud, darf ich Dich nun fragen, was mich die ganze Zeit bewegt hat Gertrud, willst Du mein Weib werden, mein süßes angebetetes Weib? Willst Du warten, bis ich einst toiedev- komme und Dir ein Heim bieten kann, ein Heim, durch eigene Kraft errungen?"

Ja, ich will alles, was Du willst, Albrecht!"

Da zog er sie jubelnd in feine Arme: in stummem Entzücken schmiegte sie sich an ihn und erwiderte seine heißen Küss« in voller Liebe und Hingebung.

Glücksäig saßen sie Hand in Hand nebenein­ander, und er entwarf feinen Zukunftsplcm. Sein« Familie grollte ihm wegen seines Mißge- schickes und würde sich Wohl vollends von ihm lossagen, wenn sie erfährt, daß er beabsichtigte, einFarbenkleckser" zu werden, statt den einzigen anständigen Ausweg" zu erfassen, sich durch eine Heirat mit Kusine Melanie zu rehabilitieren und

Auch in dem dunklen eleganten Zivil, das er txug, verleugnete seine Figur die ihr eigene Vor- Nehmheit nicht Mit innigem Mitleid und un« au-iprechlrcher Liebe ruhten ihre Blicke auf sei- schmalen Gesicht. Die innere Erregung hatte ihre Wangen gefärbt und ihren Augen erhöhten Glau; verliehen. Verzückt sah er in ihr schönes Mlcht ua beugte er plötzlich das Knie vor ihr, Mte nach ihren Händen und drückte sie an seine Lippen Leise entzog sie ihm die eine und legte ste zärtlich auf seinen blonden Scheitel, Währmd -< -TC^ box tief innerer Bewegung

feuchteten. u u

Konstül.. ... , . , 10. ©ft. Der Minister­rat hat nochmals selbst auf die Gefahr von Zwangsmaßregeln seitens der Großmächte hin einstimmig beschlossen, in betreff der Frage der internationalen Finanzkontrolle für Mazedonien aus dem einmal eingenommenen Standpunkt unverrückt zu beharren.

Newyork, 10. Okt. Nach einer Meldung deSNewhork Heralb" will ein Amerikaner 50 000 Dollars zu einem Fonds für Professor v. Behring zeichnen, vorausgesetzt, daß er sein Heilmittel gegen die Tuberkulose sofort bekannt gibt. Die Reisenden eines in Vik­toria angekommenen Dampfers erzählen, das Flaggschiff des japanischen Admirals Togo, Mikasa", sei von den eigenen Offizieren in die Luft gesprengt worden. Die Mannschaft hätte gemeutert.

dadurch Gnmdbesitzer zu werden. Zunächst wollte er nach seiner früheren Garnison, das Nötige daselbst erledigen und dann als freier Mensch nach München reisen, um sich dort prüfen zu lassen. Sollte er als Maler nicht über den Durchschnitt kommen, würde er das ganz lassen und sich nur auf das Zeichnen werfen. Gute Zeichner würden überall gesucht und auch gut be- '' soldet, z. B. von illustrierten Zeitschriften oder

feuern*, % . r, 'terie er mit halberstickter I von kunstgewerblichen Etablissements. Klar und sachlich sprach er, und mit großem Interesse vrj' ®{e$e ^ach auf, Albrecht , sagte sie leise | lauschte sie seinen Ausführungen.

<>0)enZ>- ' und dann," fuhr er fort,wenn ich in

zwei bis drei Jahren so weit bin. Dir ein wenn auch bescheidenes, so doch aber sicheres Heim bie­ten zu können, dann, Trude, darf ich wiederkom- men und um Dich werben, nicht wahr? Du ivartest auf mich, Du gedenkst meiner das soll die Triebfeder, meines Arbeitens und Strebens sein. , Am liebsten nähme ich Dich gleich mit, da ich nrich so unbeschreiblich nach einer Vereinigung

Nachdruck verboten.^

Das neue Fräulein.

Original,Noma« voa Fr. Lehne.

.(Fortsetzung.)

V Gertrud saß am Fenster und stickte. Sie Morts ihn die Treppe heraufkommen, und alles Wlut strömte ihr zum Herzen bei dem Gedanken, Ihn wrederzufehen. Unfähig, noch einen Stich tzu tun, legte sie die Arbeit aus der Hand und stand auf, beide Hände auf die Brust gepreßt. Da klopfte es, und ehe sie etwas zu sagen ver­mochte, wurde die Tür geöffnet und Albrecht trat ins Zimmer. Wortlos standen sie sich gegen­über., Wie blaß und ernst er aussah: doch sprach au» 1 einem Gestcht ungebrochene Kraft und fester Wille em Ausdruck, der früher nicht darin gelegen.

Neueste Telegramme.

Berlin, 11. Okt. 7.80 Dorrn. Prinz Eitel Friedrich hat sich gestern in Glücksburg mit der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg ver.

Hamburg, 10. Okt. Die hier eröffnete I 2BdtpDlitifd)C FiagLN.

Generalversammlung des Evangelischen Bundes I - An den beiden Brennpunkten des inter- hat an den Kaiser folgendes Huldigungstele- I Mionalen Wirtschaftskampfes, in Ostafien und gramm gerichtet:Eurer kaiserlichen und kgl. I in Südamerika steht für die nächsten Jahre Majestät bringt der in der Freien und Hanse- I augenscheinlich ein hartes Ringen bevor. Im stabt Hamburg tagende Evangelische Bund zur I fernen Osten sind es England und Japan, die Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen I unter den günstigsten Vorbedingungen und in Treue seine ehrfurchtsvolle Huldigung bar/ I darum mit den besten Aussichten auf Erfolg an Ferner hat die Generalversammlung dem Senat I die Aufgabe herantreten, ihren Industrien Be- ber Freien und Hansestadt Hamburg ihre ehr- I zugsquellen und Absatzmärkte in einem Lande erbietigsten Grüße entboten mit dem Ausdruck I zu sichern, das gegen 500 Millionen Einwohner der Hoffnung, daß unter der treuen Hut eines I zählt. Die Größe des Feldes, das sich der hohen Senates Hamburg alle Zeit wie in den I kommerziellen Expansion der beiden Verbündeten Tagen seiner ruhmvollen Vergangenheit auch I Jnselvölker eröffnet, gestattet ein friedliches künftig für die Wahrung der hohen Güter der I Nebeneinander dieser Bestrebungen, ohne daß Reformation ein'tehen würde. I infolge der wirtschaftlichen Interessengegensätze

Budapest, 11. Okt. Das Abgeordneten- I eine Entfremdung zwischen England und Japan, Haus wurde gestern unter scharfem Protest der I wie vielfach behauptet wird, einzutreten braucht. £?. ,.t0.rt dts zum 19. Dezember vertagt. Die I In Südamerika beginnt der Einfluß der Ver« Mitglieder des Kabinetts waren abwesend. I einigten Staaten sich immer mehr zu entfalten Der Ministerpräsident hatte das VertagungS» I und droht, den europäischen Handelsmächten, reskript durch einen Beamten des Ministeriums I die wetteifernd sich um eine gesicherte Stellung bem Präsidenten des Hauses zusenden lassen. I in diesem überseeischen Gebiet bemüht haben,

Madrid, 10. Okt. Der päpstliche Nuntius I die Früchte vieler Jahrzehnte hindurch ge- wurde zurückberufen, um nicht an den Festlich- I leisteten Arbeit zu entreißen. England allein l.ten Ehren Loubets teilnehmen zu müssen. I befindet sich in der angenehmen Lage, von dem Obwohl verschiedene Kardinäle von solcher I gesicherten Besitz zuverlässiger Handelsbeziehungen Brüsuernng Frankreichs abrieten, bestand der I sprechen und im Hinblick auf die günstigsten Papst aus der Abberufung. , I Erfolge seiner finanziellen Unternehmungen in

Petersburg, 10. Okt. Die Petersburger I den südamerikanischen Staaten gewissermaßen Tsiegraphen-Agentur meldet aus Teheran vom I von dem G oonnenen zehren zu können. Alle -.Oktober: Der Emir von Afghanistan richtete I übrigen^te, unter ihnen außer den Der- an die indische Regierung abermals die Forde- I einigten Staaten Deutschland und Frankreich, rung, ihm einen Hafen am persischen Meerbusen I bauen erst auf.

abzutreten. Die afghanische Regierung ist in- I Wenn der deutsche Handel in Ostasien nicht folge verschärfter Maßnahmen an der russisch- I zurückbleiben darf, sondern danach streben muß persischen Grenze bemüht, den afghanischen I und wird, auch unter den erheblich schwieriger Handel nach Indien zu lenken. I gewordenen Verhältnissen die entwicklungsfähige

Stellung, die er sich geschaffen, sicher zu be­haupten, so sind eS ganz überwiegend wirt­schaftliche Rücksichten, die für diesen Wettbewerb den Weg vorzeichnen. Wa8 in Südamerika geleistet und erreicht werden kann, ist mehr, ist Kultur- und Friedensarbeit im besten Sinne deS Wortes. Nur dadurch, daß die südameri- konischen Staaten in ein immer enger und intereflenreicher sich gestaltendes Handelsverhält­nis zu europäischen Ausfuhrländern treten, kann mit der wirtschaftlichen Entwicklung auch die politische Selbständigkeit der südamerika­nischen Staaten gestärkt und für alle Zukunft sichergestellt werden. Im Jntereffe der Unab­hängigkeit de« konttnentalen Europa für den Bezug von Nahrungsmitteln und industriellen Rohstoffen muß jede Maßnahme, die dazu dienen kann, in dieser Richtung zu wirken und damit diejenigen Staaten, die nicht wie England auf einen hinreichend leistungsfähigen Kolonialbesitz sich stützen können, höchst wertvolle ProduktionS- gsbiete offen zu halten, aufs dringendste befür­wortet werden. Deutschland und Frankreich find entschlossen, auf marokkanischem Boden Hand in Hand zu arbeiten oder wenigstens das eine dem andern in loyalster Weise zur Be­tätigung wirtschaftlicher Interessen Raum zu gewähren; vielleicht ist es in Südamerika, wo beide in hohem Grade engagiert sind, die ge­meinsame Not, die sie zusammenführt oder auch dort ein wohlwollendes Nebeneinander garantiert.

Deutsches Reich.

Berlin, 11. Oktober.

Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin sind gestern Dienstag Vormittag an Bovd der JachtHohmzollern" in Begleitung derHamburg" und desSleipner" vor Gl it ck s- burg angekommen, wo das LinienschiffPreu- ßen" mit dem Prinzen Adalbert an Bord bereits vor Anker lag. Sofort nach der Ankunft der Hohenzollern" begaben sich Herzog Karl Eduard von Sachsen-Koburg und Gotha und Herzog Friedrich Ferdinand von Holstein an Bord, in deren Begleitung di« Kaiserin, Prinz Adalbert und Prinzessin Viktoria Luis« alsbald nach Schloß Glücksburg fuhren. Der Kaiser begab sich mit dem Verkehrs boot nach derPreußen", die auf der Außenföhrde vor Anker liegt, und besichtigte das Schiff. Zur Mittagstafä, die auf der Hohenzollern" stattsand, waren verschiedene Ein- ladungen ergangen. Nachmittags waren bei dem Kaiser Prinz Arthur von Connauabt und der Fürst von L^ck zum Tee geladen. Im Laufe des Abends brachte die Bürgerschaft von Glücksburg dem Herzogspaar und dem Kaiserpaar, das der Abendfestlichkeit im herzoglichen Schlosse bei­wohnte, einen Fackelzug mit Musik dar. Herzog Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holstein-Son­

derburg-Glücksburg vollendet am 12. d. W. sein 50. Lebensjahr. Aus diesem Anlass« findet di» Abreise des Kaiserpaares und der übrigen Hoch­zeitsgäste dem Vernehmen nach erst nach hm 12. d. M. statt.

Eine freudige Nachricht ist (wie schon id*> graphisch gemeldet) aus Glücksburg eingetroffen, Dort hat sich der zweite Sohn unseres Kaisern Paares, Prinz Eitel Friedrich mit derHerzoginSophieCharlottevo« Oldenburg verlobt, die ebenfalls an bett Hockneitsfeierlichkeiten in Glücksburg teilnimmt. Daß auch der zweite Hohenzollernprinz sich ein« Prinzessin aus deutschem Hause gewählt hat, wird überall besondere Genugtuung erregen. (Prinz Mel Friedrich ist geboren in Potsdam am 7. Juli 1883, steht also jetzt im 23. Lebensjahre und ist zurzeit Oberleutnant im 1. Garderegiment zu Fuß. Seine Braut, die Herzogin Sophie Char­lotte von Oldenburg, geboren am 2. Februar 1879, ist eine Tochter des Großherzogs Friedrich August aus dessen erster Ehe mit Prinzessin Eli­sabeth von Preußen, die am 28. August 1895 starb.)

DieHamb. Nachr." fordern in einem größeren Aufsatze, der nicht ohne staatsrechtliches Interesse ist, die Auflösung der sozial, demokratischen Vereine durch die Lan­desbehörden. Die preußische Regierung, so wird gesagt, sei jedenfalls auf Grund des Ab« satz 3 des Artikels 30 der Verfassung dazu berechttgt.Wenn die Regierung aber," so fügt das genannte Blatt hinzu,theoretische Be­denken haben sollte, den Schritt zu tun und damit die revolutionäre Sozialdemokratie nergisch zu bekämpfen, so mag zur Beschwichtigung dieser Be­denken angeführt werden, daß ein so liberaler Politiker und hervorragender Gelehrter, wie der verstorbene Rechtslehrer B l u n t s ch l i es war, der sich im 2. Teile seines Allgemeinen Staats­rechtes (5. Auflage S. 655, 656) folgendermaßen ausgesprochen hat:

Der Staatsregierung darf das Recht nicht. bestritten werden, auch solche Vereine aufzulösen, die, ohne gerade dem Strafrichter zu verfallen, eine staatsgefährliche Richtung ver- folgen. Dem Individuum muß es fteisteheck, eine Gesinnung zu haben und zu bekennen, welche mit den anerkannten VerfassungSgrunchatzen in direktem Widerspruche steht: aber Vereine, die ein politisches Prinzip bekennen, welches unvereinbar ist mit dem Staatsprinzip, z. B. republika­nische Vereine in der Monarchie, monarchische in der Republik, für den Kommunis­mus in einem modernen Kulturstaat usw., sind f e i n d l i ch e H e e r e, die sich unter einer Fahne sammeln, um die Staat sordnung um­zuwälzen. Eine Regierung, welcke dieselben nicht zu bekämpfen wagt, wenn sie irgend gefähr. sich sind, leistet damit auf ihre Existenz im Prinzip Verzicht. Es gibt kein öffentliches Recht, auch nicht der Vereine, welches sich gegen den Staat wenden darf, denn alles öswntli^

mit Dir sehne--aber ich will erst etwas sein,

daß ich vor Dir bestehen kann und nicht zu er­röten brauche."

Innig drückt« sie ihm die Hand.Ich bin mit allem einverstanden, Albrecht.' Wie Du «s bestimmst, ist es mir recht."

Und Du, mein Herz, was wirst Du tun? Gehst Du zu Deiner Mutter zurück?"

Nein, wie kommst Du darauf?" fragte sie erstaunt.

Nun, ich meine. Du bist doch meine Braut"

Ernst sah sie ihn an.Albrecht, ich bin auf's Verdienen angewiesen; ich kann nicht so leben. Oder rst jetzt di« Braut des Freiherrn von Stetten-Warburg zu gut zu dem, was Ger­trud Neuroth hier vorsiellt? Unser Verlöbnis ändert an der Sache nichts jede ehrliche Ar. beit adelt! Vorher fandest Du nichts dabei. Oder traust Du mir zu, daß ich Dir untreu sein lönnte?"

Ein leiser Vorwurf klang aus ihrer Stimme, und abbittendi küßte er ihre Hand.

Du hast Recht, meine Tn:de, aber dennoch lasse ich Dich nicht gern hier. Wenn ich so denke, daß ß. B. Hauptmann Heyden Dich noch immer umwirbt, wird mir ganz heiß. Ich weiß genau, daß er den Gedanken, Dich doch noch zu besitzen, nicht aufgegeben hat. Er hat mir immer von Dir geschwärmt, wenn er mich besuchte. Und das werde ich ihm nie vergessen, daß er sich in meiner Krankheit um mich gekümmert hat; zwei­mal in der Woche hat er mich aufgesucht, während die übrigen Kameraden, schweigen wir da­von, sonst werde ich bitter ach Trude, es war keine schöne Zeit."

Sie sttich mit der Hand über seine Stirn. O nicht traurig werden, jetzt bist Du bei mir unbjjöre nur, was Onkel mir versprochen hat."

Sie erzählte ihm, daß der Onkel sie als Toch­ter ganz bei sich behalten wollte, daß sie das Ge» schäft erben sollte

Der Gedanke wäre nicht so übel," lachte et, man sieht PSpa und Mama Teichmann feine

Not an. Na, schließlich, wenn Du meinst, daß Du bleiben mußt, habe ich nichts dagegen. Dem Hattptmann werd« ich es mitteilen, daß Du meine Braut bist, und so viel Ehrenmann ist er bann sicher. Dich als Braut zu respektieren. Aber wenn Frau Anna Dich nicht gut behandelt, dann gehe! Das läßt Du Dir nicht mehr bieten, was sie bis- her gewagt hat! Ich weiß ja genau, wie sie über Dich denkt, sie will Dir nicht wohl, weil Du ihr zu schön bist."

Das ficht mich nicht an; ihre spitzen Redens­arten prallen an mir ab," sagte Gertrud ruhig, über solche Kleinigkeiten fühle ich mich erhaben und jetzt besonders, wo ich so glücklich, so unbe­schreiblich glücklich bin, fügte sie leuchtenden Auges hinzu.

Er hatte seinen Arm um ihr? Schulter lie­gen; bei ihren letzten Worten zog er sie fest an sichich auch, mein Lieb! Jetzt segne ich mei­nen Unfall, der uns zusammengeführt hat. Seit ich von hier versetzt war und Dich nicht mehr all« Tage sehen konnte, wurde mir erst klar, wie sehr ich mich an Dich gewöhnt hatte, wie sehr ich Dich liebte! Weißt Du noch, tote wir uns das erst« Mal gesehen? Ach wie Du mir da gleich gefallen hattest!"

und Du mir auch, Albrecht, o ich weiß alles noch ganz genau. Ich sträubte mich mit aller Gewalt gegen Dich, mit aller Gewalt gegen die Macht, die Du auf mich ausübtest. Erinnerst Du Dich noch, als ich das Rattenfängerlied singen' sollte und nicht weiter konnte"

. ober vielmehr nicht wollte," sagte er. Glaubst Tu, daß ich in Deinen Augen nicht habt lesen können, Tn stolzes trotziges Mädchen?,,

Nein, Albrecht, wie Du mich ansahst, konnte ich nicht singenum meinen Nacken schling bett Arm, Preß Mund auf Mund*

aber jetzt kannst Du es, nicht wahr?- fragte er zärtlich, ihr tief in die leuchtende^ Augen sehend,jetzt kann meine Trude den b$ fen ungezogenen Menschen sogar küssen--1

so" und er bedeckte ihr Gesicht mit seinen hei) ßen Küssen. lFortfetznng folgt). ,