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Pro- Kon-

nun- Ge- will

Perier, Löon Bourgeois, die Mitglieder der greßleitung, den Präsidenten Hsrard und fessor Brouardel u. a., sowie alle deutschen gresimitglieder in die deutsche Botschaft.

Die nette Behringschc Heilmethode.

Tuberkulose-Heilmittel mit, Fuisler verlas die französische Uebersetzung der Mittel- lung, die mit einsümmigem, anhaltendem Beifall aufgenommen wurde. ®er Kongreß stimmte einer Reihe von Forderungen zu, die in den Sektionen aufgestellt wurden. U. a. wird gefordert, daß Kuhställe behördlich inspiziert und in öffentlichen Anstalten nur solche pasteurisierte oder rohe Milch verwendet werden, die von immunen Kühen stam­men. Kinder sollen aus Haushalten, wo Tuber­kulose herrscht, entfernt werden, und zwar sollen Kinder armer Leute in besonderen Anstalten untergebracht werden. Weitere Forderungen be­trafen die Schulhygiene und Höhenkuren oder Seekuren für kranke Kinder. Im Nameil der Tuberkuloseforscher der Unionstaaten lud Flieger ein, den nächsten Kongreß 1908 in den Union­staaten abzuhalten. Leyden (Berlin) sprach den Dank der Versammlung an die Veranstalter des Kongresses aus, Gramme (Dänemark) rühmte die französische Gastlichkeit. Nachdem noch Thomesen (Rumänien) und Raptschewsky (Rußland) gespro­chen hatten, schloß Hörard den Kongreß mit den Worten:Auf Wiedersehen in Amerika 1908."

Beim Präsidenten So übet fand großer Empfang der Mitglieder des Kon­gresses statt, dem ein Diner für die hervor- ragmden Teilnehmer des Kongresses voraufging. Deutscherseits waren zum Diner geladen General­arzt Schjerning, die Geheimräte v. Leyden, Fränkel, v. Behring, Lenbe, Professor Pann- wih, Oberstabsarzt Dr. Riedner und Kommerzien­rat Ravens. Die Deutschen erfreuten sich beson-

ich zunächst die Bemerkung vorausschicken, daß ich gegen die Anwendung leben­der und vermehrungsfähiger Tu- berkelbazillen beim Menschen die allerschwersten Bedenken habe, so daß die Uebertragung der von mir nur bei der Bekämpfung der Rindertuberkulose mit meinem Bovovaccin wirksam gefundenen Methode auf die Menschentuberkulose für mich ausgeschlossen blieb. Erst von dem Zeitpunkt ab begann ich ernstlich zur Bekämpfung der menschlichen Tuberkulose ge­eignete Mittel zu suchen, als ich in dem TO eine

Erscheint wöchentlich sieben moL _ ,

Druck und Verlag- Job. Aug. Koch, Univcrsitätr-Buchdruckerek 40, Marburg, Markt 2t Telephon 55.

meinem Leben eine größere Freude empfunden habe wie in diesen Tagen, Wochen und Monaten, als das ursächliche Band zwischen der Impfung und der Immunität mit im­mer wachsender Klarheit vor meinem Auge auf­tauchte, dank der immer wiederholten Beobach, tungen an tierischen Experimenten. Ein Rätsel nach dem anderen hellte sich auf in Bezug auf die Natur und die Wirkung des Serums. Ich , be­merke von vornherein, daß ich am Anfang meiner Mitteilung technische Ausdriicke gebrauchen muß, die erst allmählich ganz verständlich, werden kön- nen. Das neue Heilprinzip beruht auf der Durchdringung lebender Körperzellen mit einem gut cha- rakterisierten Bestandteil des un­schädlich zu machenden lebenden K r a n k h e i t s e r r e g er, dem , von , mir sogenannten kontagiösen 0. Speziell bei der Tuberulose nenne ich, diesen Bestand­teil TO (Tubcrkulosenkontagium). In der leben­den animalischen Körperzelle erfährt das C eine merkliche Ilmwandlung und in diesem intrazellu­lären metamorphosierten Zustande nenne ich das wirksame Agens X, weil ich noch keine Sicherheit darüber habe, ob es im letzten Grunde ein Port- derabler Körper ist. Das TO repräsentiert in den Tuberkelbazillen nach meiner Beobachtung die formgebende absorbierende und assimilierende Kraft. Auch noch in den mit ihm infizierten ani­malischen Zellen hat sein spezifisch wirksames Derivat bis auf einen gewissen Grad Selbst­existenz, und man kann mit Recht von einer Sym­biose des TX mit einem Airalogon der Tierzelle reden. Das intrazelluläre TX ist einerseits die Ursache der Tnberkulin-Ueberempfiirdlichkeit tu­berkulös infizierter Individuen, und es ist ander­seits die Ursache heilsamer Zellulärreakfionen gegenüber den: Tuberkulosevirus.

Einen langen Weg mußte ich zurücklegen, bevor ich zu der hier skizzierten Aufastung des Zustandekommens der experimentell von mir fest- gestellten, willkürlich herbeigeführten Tuberkulose- Immunität von Rindern, Pferden, Ziegen, Scha­fen, Kaninchen und Meerschweinchen gelangen konnte. Und ich kann hinzufügen, daß ich die Auffindung eines richfigen Weges zum Verständ­nis des im Laufe der letzten Jahre von mir ent­deckten und dann genauer studierten Heilprinzips wesentlich der genauen Kennnis der Arbeiten von Metichnikow über die Phagocytose zu danken habe.

Wenn ich nach dieser Schilderung der

Marburg

Dienstag, 10. Oktober 1905

Internationaler Tuberkulose - Kongreß.

Der in Paris tagende internationale Kongreß, Über dessen Verlauf wir bereits berichtet haben, hielt am vorgestrigen Samstag, 7. Oktober, seine Schlußsitzung ab. In dieser Sitzung teilte, wie schon kurz gemeldet, Professor von Behring aus Marburg in deutscher Sprache sein neues

Neueste Telegramme.

Lippe, 9. Okt. Der mündliche Verhanülungs- termin für den Tronfolgestreit ist auf den 25. Oktober anberaumt.

Rom, 8. Okt. Wie dieTribuna" aus Turm meldet, ist dort in einem Regiment stark anti­militaristische Propaganda betrieben worden. Es wurde eine Disziplinaruntersnchung eingeleitet, infolge deren 3 Sergeanten und 4 Unteroffiziere zu Strafkompagnien geschickt wurden. Wie eine allgemeine Enquete ergab, ist die Propaganda in fehl anderes Regiment übergegangen.

! Bukarest, 8. Okt. Der rumänische Legations- fat Rascano begab sich gestern nach Athen, um ßm Auftrage seiner Regierung den rumänisch- igriechischen Handelsvertrag am 1. (14.) Oktober tzum 1. Juli 1906 zu kündigen. Die Kündigung Kes Vertrages bedeutet den vollständigen Bruch Iber Beziehungen zwischen beiden Ländern.

; Konstantinopel, 7. Okt. ImCercle d'Orient" entdeckte die Polizei bei einer nochmaligen Unter« fsuchung zwei 40 Kilo schwere Bomben. Die frei- tzelassene armenische Dienerschaft dieses vorneh- jmen Klubs, dessen Präsident der österreichisch- rmgarische Botschafter ist und zu dessen Mtglie- ldern das gesamte diplomatische Korps zählt, wurde infolge des Fundes wieder verhaftet.

! Washington, 6. Okt. Es verlautet in wohl­unterrichteten Kreisen, daß bei dem jüngsten Be­suche des amerikanischen Staatssekretärs Taft in Tokio eine wichtige Verständigung mit der Union hergesiellt fei, nachdem Japan die ausdrückliche Versicherung abgegeben habe, daß es keinerlei Absichten in bezng auf die Philippinen hege.

Boston, 7. Okt. Die hiesige republikanische Konvention hat einen Beschluß gefaßt, in welchem sie nochmals das Prinzip der Schutzzölle, befür­wortet und vorschlägt, in den Zolltarif eine Be­stimmung aufzunehmen zum Schuhe der Ausfuhr gegen Kampfzölle und zur Sicherung der Bchand- lung als meistbegünstigte Nation ans allen aus­wärtigen Märkten.

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neuen tuberkulosetherapeukischen Idee mehr übergehe zur Methode der winnung des Tuberkulosemittels, so

mit dem Kreisblati für die Kreise Marburg und Kirchhain

Sonntagsbeilage: Allustrirtes Sonntagsblatt. __

derer Aufmerksamkeit. Für gestern Abend lud der deutsche Botschafter Fürst Radolin Casimier Kon-

Die Mitteilungen des Geh. Rats Professor v. Behring über sein neues Heilprinzip bei Tuber­kulose, die er in der Schlußsitzung des Kongresses machte, lauteten nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen aus Paris wie folgt: Exz. v. Behring erinnerte zunächst an die von ihm bereits in der ZeitschriftTuberkulosis", sowie in dem ersten Bande seines Werkes über moderne Probleme der E n t st e h u n g und Heilung der Schwindsucht gemachten Mitteilungen und fuhr dann fort:Ich will hier nur versuchen, die Natur n n d W i r f u n g derneue n Me - th o de zu beschreiben, die, wie ich glaube, berufen ist, die von der Schwindsucht-bedrohten Menschen gegen die schädlichen Folgen der tuberkulösen Infektion zu fchützen. Ich halte es für eine große Ehre, diese Mitteilun­gen in der öffentlichen Verfammlung des Pariser Kongresses zu machen.

v. Behring schilderte sodann, wie er durch rastlose Arbeit mit dem Reagensglase znr Her­stellung eines von ihmTC" genannten Mittels gelangte, welche die aktive Immunisierung in eine passive umwandelte.Ich gebe Ihnen, so sagte der Redner,die Versicherung, daß ich nie in

Schwester sich zurückziehen, aber Gertrud hielt ihre Hand fest, daß sie bleiben sollte. Es wo» hier nicht der Ort, sich allein und ohne Zeugen zt sprechen.

Gertrud, mein Liebling, bist Du zu mir ge­kommen, trotzdem ich Dich so gekränkt?" Und et hielt ihre Hand fest und schaute beglückt in ihr» Augen, die zärtlich besorgt auf ihm ruhten,

Nichts davon, Albrecht," sagte sie sanft, vor allem will ich sehen, wie es" sie stockte einen Augenblick, da sie nicht wußte, ob sie da- Du anwenden solltevor allem will ich sehen, wie es geht."

"Gut, Gertrud, nun Du da bist Du, an die ich mit Sehnsucht gedacht! Du weißt nicht, wat Du mir durch Dein Kommen tust wie danke ich Ihnen für die Erlaubnis, Schwester!" Un­willkürlich flog ein rascher Blick Gertruds M dieser hin, die ihr begütigend zunickte.Wie muß mein Liebling mit seinem Stolz gekämpft habe«,' ehe er diesen Schritt zu mir unternahm!"

Leicht ist es mir allerdings nicht geworden," sagte Gertrud ernst,aber Ihr Brief beunruhigte mich so, daß es mich mit aller Macht hierherzog- Mein guter Kamerad darf aber nicht so mutlos und verzagt sein er ist doch ein Mann, oe? einem widrigen Geschick nicht itnterüegen darf, sondern dagegen kämpfen muß."

Und in fast mütterlicher Weise redete sie not ihm m ihrer tönenden, zu Herzen gehende» Stimme zu, ihr zu versprechen, alle düsteren, bat* zweifelnden Gedanken zu lasten und fest aus Go« zu vertrauen, der auch ihm alles zum besten lenken würde. Sie faß an feinem Sager; ä streichelte ihre .Hand, die, sie ihm willig ließ, während die Schwester geräuschlos am Tych^ham fierte und das junge Mädchen unbemerkt beeft achtete. , j.

(Fortsetzung folger.

Verzweiflung, halb nicht zu unterdrückende Le­benslust. Tränen traten in ihre Augen, als sie daran dachte, wie so hilflos und verlassen er da- lag. Und da konnte sie nicht länger märten das Gefühl in ihr war übermächtig sie mußte ihn Wen, mußte zu ihm hin; mochte da kommen, was wollte. Gelegenheit zum Ausgehen fand sich; sie arbeitete etwas für die Tante, wozu noch einige Kleinigkeiten fehlten, und so bekam sie leicht die Erlaubnis.

Das Herz schlug ihr doch gewaltig, als sie vor dem Krankenhaus stand. Einen Augenblick zögerte ihr Fuß sie wollte umkehren; das Gewagte ihres Schrittes kaum ihr voll zum Bewußtsein aber es war nur ein Augenblick; dann gab es kein Besinnen er bedurfte ihrer- da schwand jedes Bedenken! Frei und offen begegnete ihr leuchtendes Auge dem crftauiit fragenden Blick der Oberin, der sie ihr Anliegen, Herrn Warburg zu sehen, vorbrachte. :t

Ich bitte, gewähren Sie mir die Erlaub­nis"

Ja, mein Fräulein, ich weiß nicht," sagte diese zögernd,wen ich melden darf?" Und wieder dieser verwunderte, mißtrauische Blick, so viel ich weiß, erwartet Herr von Warburg Niemand seiner Angehörigen."

Gertrud errötete tief; sie kämpfte einen schweren Kampf mit ihrem Stolz dann in rascher Aufwallung:

Ich weiß, Fran Oberin, daß Ihnen meine Ditte sehr seltsam vorkommen mutz; und dennoch wiederhole ich fiel" - ..

Wer sind Sie, mein Fräulein? Und mit welchem Rechte wollen Sie den jungen Offizier sehen?" gab die Schwester zurück.

Mit dem Rechte meiner Siebe! Ich brauche nicht die Augen mederzuschlagenl Er verlangt nach mir, er ruft mich -----------

Ich weiß doch nicht! Nein, Fräulein, ehe Sie sich nicht legitimiert haben"

Gertrud richtete sich stolz auf.Sagen Sie ihm beim, Gertrud wäre da und ich bitte Sie, bei unserer Unterredung, die nur wenige Minuten dauert, zugegen zu sein Sie tun ihm selbst den größten Gefallen!"

Wie sie litt, wie ihr Stolz sich bäumte unter dieser Demütigung, und doch trug sie es um seinetwillen!

Nun denn, da Ihnen so viel daran zu liegen scheint, mein Fräulein, will ich eine Ausnahme machen."

O, Dank, tausend Dank, Frau Oberin! Ver­kennen Sie mich nicht ich tue es nur, ihm sein Los zu erleichtern."

Sind Sie die Braut des Herrn von War­burg?" Und forschend ruhte das Aug« der Schwester auf dem schonen Antlitz des jungen Mädchens!.

Fragen Sie ihn selbst er wird es Ihnen sagen o Frau Oberin," und beschwörend hob sie die Hände,es ist ja nichts Unrechtes, o bitte!"

Tränen traten in ihre Augen, und in ihrem Gesicht zeigte sich eine heftige Bewegung.

Kopfschüttelnd ging die Schwester, dem selt­samen Wunsch der Unbekannten nachzukomnien. Es dauerte eine geraume Weile, ehe sie znrück- kam; bann ober trug ihr Antlitz einen ganz an- deren Ausdruck als vorher. Freundlich lächelnd nahm sic die Hand des jungen Mädchenskom- men Sie, ich führe Sie zu ihm; er erwartet Sie voller Ungeduld."

An der Hand der Schwester betrat Gertrud das Krankenzimmer. Sehnsüchtig hatte Albrecht nach der Tür geblickt, die Geliebte zu erwarten und als er sie endlich sah, verklärte ein Schimmer hoher Freude sein bleiches Gesicht.,Gertrud!" In diesem einen Ausruf lag all' seine Sehnsucht, seine Quäl, seine Liebe. Zartfühlend wollte die

Substanz gefunden hatte, die ihrerseits nicht bc* mehrungsfähig ist und trotzdem an Schutz-^rM Heilwirkung den lebenden Bazillen toeit ütxaHrts» gemacht werben kann durch ihre allmählich». Km« Wandlung in das TX. Die TC-Gewinnung be« ginnt mit der Befreiung des Tuberkels von brer Substanzgruppen: erstens der in reiner Wasser löslichen, zweitens bet in zehnpre zentiger Kochsalzlösung löslichen mit Tuberkeliw- Wirkung behaftete Proteinsubstanzen, und brit« tens müssen noch die in Alkohol und Aether löslichen Substanzen aus dem Tuberkel entfernt werden, ehe man zum relativ reinen C gelangen kann. Es bleibt von dem Tuberkelbazillus nach Entfernung der eben genannten Substanzgruvven ein Resibazillus, der schließlich durch Verklei­nerung in eine amorphe Masse verwandelt wird, die nach Einführung in das Unterhautgeweybe tierischer tiib-'cknlose-empfänglicher Individuen von Zellen aift ^nommen wird, die aus lymphafi- schen Keimzen! n hervorgehen. Unter getoiffen Umständen kann man beobachten, wie die mit TO sich imprägnierendenZellen zu sog. ovophilen bzw. resinophileu Zellen werden. Von fundamental« Bedeutung für das Verständnis der therapeutü schen TC-Wirkung ist für mich die Feststellung bet Tatsache geworden, daß das, TC, obgleich es Fete vermehrungsfähiges Agens ist, doch die Fähigkeit zur Erzeugung von Tuberkeln besitzt. Die TO« Tuberkeln verkäsen und erweichen aber nie« mals. Sie sind von f e I b ft b e 11 b a r, tt it 6 sie heilen in der Weise aus, daß ihr Gewebe in demselben Gewebe, au9 dem f te hervorgegangen sind, ohne Rest aufgehen. Man kann die im Vergleich zur Verarbeitung der Tuberkelbazillen meineV Bovovaccins zum TX in Rinderkörpern viel Yoe* Niger langwierige und anstrengende Umarbeitung des TC in TX in den animalischen Körperzellen noch sehr erleichtern durch gewisse Präparafion ig vitro, so daß schließlich ähnliche Unterschiede iw der Aehnlichkeit und Unschädlichkeit der Tuberku« lofe-Jmmunisiernng sich demonstrieren lasten, wie sie durch die Ehrlicks-hen Ausdrücke aktive und passive Immunisierung gekennzeichnet wev den. Heber diesen Teil meiner Untersuchungen werde ich genaue Angaben im zweiten Teil meines Buches machen, das den Titel trägt:Mein« physiogenetischen und physiotherapeutischen Pro« Meine in historischer Bedeutung." Der therapeu« tische Teil meines Bilches soll aber nicht frühe« veröffentlicht werden, bis für die UnschädlichSÄt oder Nützlichkeit meines Tuberkulofemittels, für den Menschen bestätigende Mitteilungen seitens solcher Praktiker vorliegen, die mehr Erfahrungen besitzen als ich in Bezug auf den Verlauf und dis Prognose von einzelnen Tuberkulosefällen bei Menschen. Abgesehen von der erst noch empirisch und statistisch zu beweisenden Anwendbarkeit eines Tuberkulosemittels zum Zweck einer präven­tiven und kurativen Therapie der menschliche» Tuberkulose erscheint es mir zweckmäßig und not« wendig, daß inzwischen durch experimentell arbet« tende Forscher die Richtigkeit meiner Heilresultats an Tieren kontrolliert wird. Sie wissen, daß schon oft von angesehenen Tuberkuloseforschen» Mittel angekündigt worden sind, die im Tierver«

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., OQü bei allen Postämtern 2,25 Mk. vsjci. Bestellgeld).

Ji2. mvO Znsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.

Reclamm: die Zeile 25 Psg.

tote sonst nichts . Mädchen, wer hat Dich gelehrt, |o in meiner Seele zu lesen? Ach, ich bin ja Dein Mitleid nicht ivert, weißt Du denn nicht, wodurch mein Unfall hervorgerufen ist? Vielleicht hättest Du dann nicht geschrieben.

Ich sollte nicht wagen, meine Augen nach Dir zu erhoben.. Und doch ist es nur die Hoffnung auf Dich, die mich vielleicht gesund machen würde. WaS bin ich denn? Ein armseliger, elender Mensch, zu nichts nütze. Es wäre besser für mich, ich lebte nicht mehr dann wäre alles überstan­den! Ach Gertrud, ich bin ja namenlos Unglück- sich was soll werden? Wäre ich nur tot ich ertrage dies Leben nicht mehr. Vielleicht erbarmt sich der Herr meiner ich danke Dir für Deine Otebe, Gertrud, für Dein Mitleid. Ich deicke an Dick, ich denke, Du inärft meine Mutter, die mich tröstet und ermahnt, denn an Dich als mein Weib wage ich nicht zu denken, dos habe ich der- wirkt. O, Gertrud, lege Deine kühlen, weißen Hande auf meine fiebernde Stirn, in Deinen Armen möchf ich einfchlummern sanft, süß, 7ur immer! Ich meine, wie ein Kind o mein verfehltes Leben. Mein Arzt befiehlt mir, auf-* Zuhoren; ich muß feinem Befehl folgen. Schreibst

mt5 !^?^r? . O, wenn ich Dich sehen konnte, Du gelieotes Weib! Lebe lnohl Du!" _@ie drückte das Briefblatt' 'an ihre Lippen. T*6* war so ganz ec> halb düstere, mutloje

29 ^Nachdruck verbot en.)j

Das neue Fräulein.

Original-Roman von Fr. Lehne.

l Fortsetzung.)

'r Einige Tage später bekam sie einen Brief, den sie hastig erbrach er war von Albrecht er schrieb:

Gertrud, Du herrliches Mädchen, tote küsse ich Dir dankbar die Hände für Deine lieben Zei­len, die mich aufgerichtet und getröstet haben