.. .................. um m ........I»,....................... , ............................. .............................uw»..................... .......I....... I III...................... »IW»,...... ' ............................................H.i.i. ■!■»......... III !>»„............................... ...... I.M—■ W'l«'WWW—|U .1 .....I 1. II ■ «Hl........................ 111,111
mit dem nrersvlatt für die Steife Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Allustrirtes Sonntagsblatt.
s Ji° 212
Vierteljährlicher Bezugspreis! bet ver Erpchition 2 Mkm bet allen Postämtern 2,25 Mk. <e$cl, Bestellgeld).
Jnserttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reclamcn: die Zeile 25 Pfg.
Marburg Erscheint wöchentlich sieben mal.
v , Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerck 40. Jahrs.
Sonnabend, 9. September 1905. Marburg, M 21. - Telephon 55. M
Was der Kaiser lut, ist
Kaisers zu fügen.
Eins ist
gut und was er bestehlt, geschieht.
k
heul' ganz etwas Extras!"
„Ah, haben wir ja schon gesehen!
„'Morgen, 'Morgen!" tönte es zurück und» dann „ah, lieber Teichmann, in so angenehtner Gesellschaft?" und vier Augenpaare richteten sich bewundernd auf Gertrud, die sich damit beschäftigte, verschiedenes auf der Ladentafel zu ordnen.
„Meine Nichte, meine Herreit," erwiderte Teichmann auf jene Betnerkung, „meine Nichte, die so liebenswürdig ist, uns zu unterstützen, bis wir ein passendes Fräulein gefunden haben. _—. Denken Sie, gestern Nachmittag hat sich meine Fran den Fuß vertreten und liegt infolgedessen."
Die Herren drückten ihr Bedauern darüber aus, machten jedoch keine Anstalt, den Laden zu verlassen, ja, der eine von beit Offizieren redete Gertrud an:
„Sind gnädiges Fräulein schon lange hier?"
„Seit Anfang Juni!"
„So lange schon! Und das haben Sie unS verschwiegen, lieber Teichmann? O, das ist nicht recht," bemerkte einer der Zivilisten, das junge Mädchen ungeniert durch seinen Kneifer fixierend. Gertrud wurde die Situation peinlich.
„Verzeih' einen Augenblick, lieber Onkel," sagte sie mit ihrer klangvollen Stimme, „ich bet»- sprach der Tante, einige Erdbeeren hinauf zu bringen; sie wird schon darauf warten." Dabei richtete sie schnell auf einen Glasteller einig« Früchte an und entfernte sich.
„Schönes Weib! Entzückendes Geschöpf, Ihr« Mäste — eine wahre Perle —," so lauteten die verschiedenen Ausrufe — „zum Verlieben —.“
„Tun Sie es lieber nicht; es hätte feinen Zweck! Kommen die Herren lieber; ich habe
Zum Friedensschluß.
Die Stimmung in Japan
ist dem Friedenswerk nicht günstig. Der Unwille über die milden Bedingungen äußert sich zum Teil sehr stürmisch. Es ist bereits über eine Protestversammlung in Tokio. berichtet worden. Wie man aus London schreibt, wird von hervorragenden Japanern, die der dortigen Gesandtschaft nahestehen, die Verweigerung der Kriegsentschädigung weniger schmerzlich empfunden, als dir Teilung der Insel Sachalin. E'ner der Herren erklärte einem Vertreter des „Standard" gegenüber: .Vor 50 Jahren stahl uns Rußland Sachalin. (?) Weshalb sollen wir, nachdem wir es mit Waffengewalt wieder eroberten, die Hälfte der Insel an Rußland zurückgeben? Dos bedeutet mehr Unruhen und in aller Wahrscheinlichkeit einen neuen Kampf. Rußland wird seine Hälfte zur Ablggerungs- stelle für den unerwünschten Teil seiner Bevölkerung machen und dadurch endlose Grenzschwierigkeiten schaffen. Natürlich wird die Zeit kommen, wo wir an dieser Grenze unsere Rechte zu verteidigen haben werden, und dadurch wird wahrscheinlich ein Krieg hervorgerufen werden, der nicht weniger verhängnisvoll sein würde, als der nun glücklicherweise beendete." Auf die Frage, wie das Volk den Vertrag ausnehmen werde, erwiderte der Japaner: „Wir haben uns der Entscheidung des
I vielleicht versuchen, eine neue innere Anleihe aufzunehmen. Aber infolge der allgemeine» Enttäuschung sei e» möglich, daß das Publikum nicht geneigt sein werde, der Regierung neue Mittel zu gewähren. Diese verfüge jedoch aus alle Fälle über beträchtliche Geldquellen und | werde sich voraussichtlich ohne große Schwierig- j feit aus der Affäre ziehen können.
Petersburg, 7. Sept. Heute wird in | Peterhof ein feierlicher Dankgottesdienst für den Friedensschluß abgehalten, zu dem die Hof- chargen, die Mitglieder de» ReichsrateS, die Minister, Senatoren und die höheren Militär- und Zivilbehörden besohlen worden find.
Hamburg, 7. Sept. Die ersten Transporte russischer Kriegsgefangenen durch die deutschen Schiffahrtsgesellschaften beginnen am 2. Oktober. Insgesamt fahren über 10 deutsche Dampfer aus.
Ausstand in Tokio.
Die befürchteten Kundgebungen aus Anlaß der das Volk nicht befriedigenden russisch-japanischen Vereinbarungen haben sich in Tokio in weit schlimmerem Maße geäußert, als angenommen wurde. Es liegen folgende Drahtberichte aus der japanischen Hauptstadt vor:
Soweit bekannt geworden ist, wurden bei den Angriffen auf das Haus des Ministers de» Innern eine Person getötet und vierzehn tödlich verwundet. Einer der Aufrührer sagte, man habe daS Haus niedergebrannt, um die Aufmerksamkeit des Kaisers darauf zu lenken, daß das Volk mit den Friedensbedingungen unzufrieden sei; man wünsche, daß er sich weigere, den Friedensvertrag zu ratifizieren. — Die Stadt befindet sich in Aufruhr. Der Pöbel griff 11 abgesondert liegende Polizeistationen an und zerstörte sie. Lärmende Scharen fülle« die Hauptstraßen. Der Straßenbahnverkehr ist eingestellt worden.
Durch kaiserliche Verordnung wird der Belagerungszustand über Tokio verhängt.
Es wurde ein erneuter Angriff auf da» Bureau der „Kokumin" gemacht. Die Polizei trieb die Menge auseinander. — Etwa 200 Personen sind verhaftet worden, von welchen ein Teil aber vormittag wieder freigelassen wurde, weil man befürchtete, daß Versuche zu ihrer Befreiung unternommen werden würden.
Die auswärtigen Gesandtschaften werden durch Militär bewacht.
Die Volksmenge, welche das Bureau de» Regierungsblattes „Kokumin* angegriffen und beschädigt hat, begab sich später nach der Amtswohnung des Ministers des Innern, überwältigte die das Gebäude bewachende Polizeimannschaft und brannte es nieder. Die Menge droht«.
sicher. Wenn das japanische Parlament zu- fammentriit, so wird von Seiten dcs Volkes ein Aufschrei erfolgen, der wahrscheinlich die Resignation und eine Auslösung zur Folge haben wird. DaS Volk ift nicht unzufrieden mit der Form der Konstitution, aber die augenblickliche Regierung war bereits vor Ausbruch des Krieges unpopulär und ist es heute in doppeltem Maße. Was würde das englische Volk gesagt haben, wenn die Regierung nach Schluß des südafrikanischen Krieges die Hälfte von Transvaal den Buren überlaffen hätte? Wir sind genau in derselben Lage, und das Resultat des Krieges erscheint der Maffe des japanischen Volkes nicht annehmbar."
I „Hoffentlich werde ich alles recht machen" I sagte sie, „ums; nun heut' zum erstenmale die I Tante vertreten und —"
I „Hab leiste Angst, Kleine, bist doch 'ne fixe I Dirn'! Ich kann Dir gar nicht sagen, Kind, wie I froh ich bin, das; Du hier bist! 's war mauch- I mal nicht schön, na, Du weisst ja; dann die ewige I Wechselei mit den Fräuleins — keines konnte I ihre Stellung genügend ausfüllenI Du bist mir I in der kurzen Zeit so unentbehrlich geworden, I das; ich gar nicht daran denke. Dich nur „aus- I Hilfsweise, vorläufig", wie ich doch geschrieben I hatte, zu behalten! Hoffentlich holt Dich sobald I keiner weg — wie steht's denn, he? Schreiben I tut er ja fleißig, wie?" Und lächelnd kniff er I sie ins rosige Ohrläppchen. Sie errötete. — 1 „Na, na, brauchst nicht rot zu tverden; erzähle I mir doch ein bischen! Nickst wahr, der alte I Onkel ist neugierig?"
I „Versprich mit Onkest nicht darüber zu reden. I Mütterchen meii; noch nichts; sie mürbe sich nur I sorgen. Ans .Heiraten können wir noch nicht I denken; da kann ich noch lauge hier bleibm! Ich | bin schon drei Jahre mit ihm so gut wie verlobt; I in der Tanzstunde lernten wir uns fennen. Er I studierte damals das letzte Semester Philologie; I jetzt dient er und Weihnachten wallen wir es der I Mutter sagen, um uns öffentlich zu verloben, | iveil er dann nach dem Ausland, nach Frankreich I und England will, um sich in den Sprachen zu I vervollkommnen."
I „Also so sieht die Sache! Da hast Du aber | einen ziemlich langweilgen Brautstand!"
I „Tas tut doch nichts, Onkclche»! Wir sind I doch beide noch jung und sind uns gut! — Nicht I wahr. Du sprichst doch nickst darüber?"
„I Gott bewahre! Wie beißt er denn, und I wie sieht er ans? Du hast doch sicher ein Bild von ihm?"
Sie kam nicht dazu, diese Frage zu beant- ' Worten, denn die Ladentüre wurde geöffnet, und zwei Herren in Zivil, sowie zwei Offiziere betraten denselben.
„'Morgen, meine Herren,* trat Teichmann ihnen höflich entgegen.
Das Kaiserpaar in Homburg v. b, H.
Das Kaiserpaar traf, wie gemeldet, Donners- kag 10 Uhr 30 Min. unter dem Geläute sämt. sicher Glocken der Stadt in Homburg v. d. H. ein. Das Wetter ist gut. Auf dein Bahnhof waren anwesend der Kronprinz und die Kron- Prinzessin sowie die bereits hier eingetroffenen kaiserlichen Prinzen und Fürstlichkeiten; darunter auch der Kronprinz von Griechenland; ferner hie Herren des Hauptguartiers, der komman-
Gertrud war inzwischen wieder zurückgekom« men. und Teichmann bestellte verschiedene Delika-' kessen, die sie gewandt und zierlich anrichtete. Da trat der blonde Herr mit dem Kneifer vor das Fenster.
„Schönes Fräulein, — Fräuleinchen, —* sie hörte nicht darauf, — „Fräulein —,* endlich wandte sie ihm den schönen Kopf zü.
■ (Fortsetzung folgt.) ;•
* 'Nachdruck verboten.)
Das neue Fräulein.
( Original-Noma« von Fr. Lehne.
l Fonsetzung.)
Obwohl sie viel zu tun hatte — die Tante sorgte schon dafür, daß -er Tag auSgefiillt wurde — mar Gertrud doch immer heiter und guten Mutes. Ihre Befchäftiguug mackste ihr Freude; sie arbeitete gern und willig und mar froh, nicht mehr festgebannt am Stickrahmen fitzen zu müssen. Die Bewegung tat ihr gut und verlieh ihrem blassen Gesicht einen rosigen Schim. wer, der dasselbe noch anziehender mackste. Sie war einige Wochen im Hause, als Fran Teich, mann das Unglück hatte, sich den Fuß zu vertreten, so daß sie einige Tage auf der Chaiselongue zubriugen musste. Ihre Laune war infolge der Schmerzeir sehr schlecht, und Gertrud hatte manchen Aerger zu verschluckro. Ob sie im Geschäft auch alles gut versorgte, die Damen gur Zufriedenheit bediente und doch aut den Vorteil des Onkels bedackst iei usw.? — Alles grundlose Befürchtungen! Und dann die Haupt- fache — Gertrud mußte nun das Frühstück für die Herren zurechtmachen. Bis jetzt hatte die Tante dies vermeiden können, aber nun blieb vichts anderes übrig. Ihre kleinlick^, eitle Seele inar so empfänglich für die Schmeick-eleien ihrer (We, daß sie keine davon entbehren mochte, sie hörie es gern, menn sie als unentbehrlich, als schönste Fran bezeichnet wurde--und mußte
UHit eine Jüngere, Schönere, an ihrer Stelle sehen--
„Also, gib Dir reckst Mühe, Gertrud, unsere Herren find sehr, sehr verwöhnt," schloß sie ihre -Auseinandersetzung, „vor allem peinlich fanher ckmd appetittlich! — Und bann, wenn sich irgend I '-Jemand da vor's Fenster stellt —" i
1 »Den beackste ich einfach nicht, Tante!" ■ . ,Nem, ungezogen darfst Du trotzdem nickst sein- el sind immerhin unsere Gäste, und wir I -lebest nölt ihnen I Du kannst übrigens chic 1 sehr hochfahrende Miene austtecken. -wir stch neu- >
Neueste Telegramme.
Berlin, 7. Sept. Nach einem Telegramm des Grafen v. Götzen vom 5. d. M. sind die Städte Kilwa und Mohorro nicht mehr bedroht, aber im Htnterlande beider Bezirke sind Akidas des Gouvernements von Eingeborenen berjagt morden. Am Rufidjiflusse aufwärts haben sich die Unruhen bis zwei Tagemärsche südlich von Ki- ilossa ansgebreiteif- .Das Detachement Fomck ist daher aus dem Bezirk Dar-es-Saalam, wo alles ruhig ist, nach Morogoro dirigiert worden. Ans anderen Bezirken liegen beunruhigende Meldungen nicht vor.
Berlin, 7. Sept. Ein Telegramm des Gouverneurs Grafen v. Götzen vom 6. meldet, daß Bezirksamtmann Everbeck und alle Europäer des Lindibezirkes, mit Ausnahme einer vermißten Missiousschwester sich in Lindi befinden. Bei .dein Uebersall der Missionsstation Lukuledi, Mas- fassi und Nhandgoro sind der Pater Lange und der Bruder Ehprian verwundet worden. Bei der Jsakarafähre, zwischen Kilossa und Ma- benge, sind verschiedene Inder Niederlassung en zerstört und mehrere Araber und Kiistenleute ermordet worden.
Leipzig, 7. Sept. Der Zentralvorstand des Evangelischen Vereins der Gustav Adolf-Sfiftung macht bekannt, daß die diesjährige Hairptver- fanunlung des Gesamtvereins in Bromberg nicht stattfinden kann.
Lübeck, 7. Sept. Dor Senat hat den gesamten Verkehr russischer Auswanderer über Lübeck wegen der Choleragefahr verboten. Alle Mannschaften ankommender See- und Flußschiffe aus Choleragebieten werden sofort nach Ankunft ärztlich unteriuckst. Erst nach der Uistersuchung ist das Betreten oder Verlassen des Schiffes innerhalb des liibeckischen Staatsgebietes gestattet.
..Marien bad, 7. Sept. König Eduard ist heute Näckmüttag nach England abgereist.
Hang, 7. Sept. Nach amtlicher Meldung aus Atchiu wurden im Lande der Gajus bei einem nächtlichen Angriff auf die holländischen Pa- tronillen 2 Unteroffiziere, 5 Soldaten getötet, 2 Offiziere und 14 Soldaten verwundet. Der I Feind verlor 41 Tote.
I lick; bemerkt habe, als Hauptmann v. d. Heyden I im Geschäft war."
I „Ach so — der! Ja, liebe Tante, der starrte I mich in einem fort an — und nachher nannte er mich „schönes Kind" — ich bin doch feine Kell-
I nerin!"
„Ach was, lächerliche Einbildung, der sieht I viel nach Dir! Er ist übrigens einer unserer besten Kunden, merke Dir das!" klang eS jdjarf zurück.
Gertrud Preßte die Lippen zusammen, sagte aber nichts. Nach einer Pause fragte sie sauft:
„Ich habe jetzt hier oben nichts mehr z» tun; darf ich Dir, ehe ich in den Laden ehe. den llmschlag erneuern ?"
I Auf ein Kopfnicken Fran Annas tat sie die?. Deren Augen folgten Gertruds schlanken Fin- । gern, die so behutsam und lvc-ich den kranken Fuß behandelten.
„Merkwürdig. Gertrud, Deine Hände sehen noch wie am ersten Tage ansl Die anderen Fräuleins klagten immer über aufgesprungene, rauhe Hände."
„Ich denke, Taiste, es macht einen angenehmeren Eindruck, wenn die Damen mit gut gepflegten Händen bedient werden, deshalb tue ich dieses," versetzte Gertrud ruhig. „So, nun ist's gut, jetzt hinge ich Dir ein Glas Sherry lind mache Dir das Frühstück zurecht."
„Ach geh' — ich habe keinen Appetit!"
„Doch! Du mußt essen!" — — — Gertrud hatte die Tante bald durchschaut und war klug genug, deren Eigenheiten Rechnung zu tragen, ohne sich aber dadurch etwas zu vergeben. Sie stand sich auch ganz gut mit ihr; nur mar Frau Toichmaiin so eitel, daß sie fein Lob über Gertruds Schönheit hören konnte und mürbe infolgedessen manchmal recht unangenehm gegen das junge Mädchen; doch dies war zu verniinf. tig, um sich darüber aufzuregen — dann hatte sie auch Rückhalt am Onkel, Sem sie von Herzen zugetan war.
„Na, Trudchen, da bist Du ja," sagte dieser, zärtlich ihre Wangen streichelnd, als sie unten an- gekommen war. j -
dierende General des 18. Armeekorps und die gesamte Generalität. Der .Kaiser schritt Me Front der Ehreukompagnie ab und nahm den Vorbeimarsch entgegen. Hierauf fand großer militärischer Enipfang statt. Unter den jilbeln- den Zurufen des überaus zahlreichen Publikums fuhr alsdann das Kaiserpaar zum köuiglichen Schlosse, eskortiert von einer Schwadron des bayerischen 1. Ulanenregiments Kaiser Wilhelm II. Die kronprinzlichen Herrschasten und die übrigen Fürstlichkeiten folgten. Ans dein inneren Schloßhose erwies eine Kompagnie des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 die Honneurs. Im königlichen Schlosse folgte sodann großer Empfang für die Spitzen der Zivilbehörden der Provinz.
! Donnerstag Vormittag um 8,45 Uhr trafen Prinz Adalbert von Preußen, Prinz Harald von Dänemark und Prinz Andreas von Griechen- I land ein.
Se. Majestät der Kaiser fuhr Donnerstag Nachiuittag 1V2 Uhr int Automobil nach der Saalburg über die neue Altstadtüberbrückung, mcldje sodann dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde.
Der Kaiser und die Kaiserin, der Kronprinz und die Kronprinzessin, die Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert, Prinz Heinrich, der Kronprinz von Griechenland, Prinz Friedrich Karl von Hessen, Prinz Heinrich Borwin von Mecklenburg- Schwerin trafen nachmittags mit .zahlreichem Gefolge im Automobil auf der Saalburg ein und verweilten bis 4Ist Uhr daselbst. Der Kaiser ließ sich verschiedene Donatoren vorstellen.
Geh. Baurat Professor Jakobi, der Erbauer der Saalburg, und Konsul Niesten erhielten den Kronenordon 2. Klasse.
Se. Majestät der Kaiser und Prinz Heinrich unternahmen einen Ausflug nach Cronberg und Schloß Friedrichshof und lehrten gegen 6 Uhr nach Homburg zurück.
Prinz Albrecht von Preußen und Prinz Leopold von Bayern sowie Prinz Arthur von Groß- Britamiien und Irland sind in Homburg v. d. H. eingetroffen. Abends fand bei den Majestäten Tafel statt, tvozu die anwesenden Fürstlichkeiten, Umgebungen und Gefolge, sowie der kommau- dierende General, Generalleutnant Eichhorn, Oberpräsident v. Windheim und Earl os Lonsdale geladen waren. Die Majestäten saßen ein- aiider gegenüber., Rechts vom Kaiser saß zu- j nächst die Kronprinzessin von Griechenland, der I AjOtzmrst Georg Michailowstsch von Rußland, ' Die ganze japanische Ration ist, so besagt Grn'nsiirsy./ «für I c‘ne weitere Meldung, sehr verstimmt über das
(SroRruritin Georg Mick-ailotmttch von Rußland, I
der Kronprinz und Prinz Heinrich, rechts von I Ergebnis der unedenskonserenz. Keineswegs der Kaiserin saßen der Kronprinz von Griechen- l>at ««« Reiche die Geneigtheit bekundet, land, die Kronprinzessin, Prinz Harald von ben Abschluß des Friedens zu feiern. Die Dänemark, Prinz Eitel-Friedrich, links Prinz I Kurse an der Börse sinken. Man fürchtet, daß Arthur von Großbritannien, Prinzessin Andreas I eine Periode finanziellen Stillstandes und un- von Griechenland, Prinz Leopold von Bayern I günstiger Entwickelung bevorstehe. Ein hervor- und Prinz Adalbert. I ragender Bankier äußerte, die Regierung werde