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vergütet nur die Unterhaltungskosten für Kriegsgefangenen und tritt den südlichen der Insel Sachalin an Japan ab.
In russischen Kreisen hatte man, wie
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„Herein!"
Dolores hockt vor .»ersucht, in fliegender packen.
zu Dolores eine eigen«
sode einen wenig rühmlichen Beleg.
Mit der Maßregelung eines deutschen Gelehrten in Nordamerika besckiäftigen sich nämlich die „Alldeutschen Blätter", Professor Goebel, ein hochverdienter Lehrer der deutschen Sprache und Literatur an der Leland Stanford-Univer- sität in Kalifornien, ist plötzlich entlassen worden. Ueber die Gründe erhalten die „Alld. Bl." von zuverlässiger Seite aus San Franzisko folgenden Brief:
Vereinigte Staaten tio Amerika.
Von den Universitäten in der nordamerikani- schcn Union — man zählt deren etwa 200 oder noch einige mehr — kommt der großen Mehrzahl überhaupt nur die Bezeichnung als höhere Schulen zu. da sie in ihren wissenschaftlichen Lei-
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seiner Universität den Präsidenten der Vereinigten Staaten angreife. Natürlich wies Prof. Goebel das Ansinnen entrüstet zurück und schrieb Jordan auf dessen wiederholtes Drängen und Drohen, daß er als Forscher eine von ihm erkannte Wahrheit nicht widerrufen würde. Zwei Mal bot Jordan Goebel Geld an, wenn dieser stillschweigend aus der Universität scheiden ivürde. Daß er sich dabei am deutschen Charak- ter berredjnete, braucht nicht gesagt zu werden. Der Vorgang trägt seinen Kommentar in sich. — Inzwischen haben die hervorragendsten Deut- schen von San Franzisko und dem benachbarten San Josch Akademiker und Geschäftsleute, energischen Protest eingelegt gegen die Schänd- wirtschaft an der Stanford-Universität und die schmachvolle Behandlung Prof. Goebels. Als Märtyrer der Wahrheit und unseres Volkstums ist dieser der Sympathie und Unterstützung aller Deutschen sicher. Denn sie empfinden den Schlag gegen ihn um so schärfer, als er gegen einen der treuesten Vorkämpfer des Deutschtums in Amerika gerichtet ist, gegen einen Mann, dessen Name in der Wissenschaft hochgeachtet ist und der sich als akademischer Lehrer und Schriftsteller der deutschen Sprache und Literatur einen Ehrenplatz an den amerikanischen Universitäten gesichert hat."
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Marburg
Donnerstag, 31. August 1905.
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Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Ang. Koch, UnivcrsitätS-Buchdruckerei 40. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon a5.
„Weil ich weg will."
„Dolores — jetzt? In dem Moment, wo wir die Nachricht erhalten haben, daß Günther außer Gefahr ist? Gewiß kommt er bald zurück!"
Schweigend zuckt Dolores die Achseln.
„Willst Du nicht das Telegramm sehen. Liebste?"
„Wozu? Ich weiß ja, waS dn'n steht."
„Dolores —" ein allerliebster ernster Ausdruck breitet sich auf TrudiS stets lachendes Ge- sichtchen — „Dolores sei vernünftig! Gewiß ist Dir die Zeit hier lang geworden. . Vielleicht waren wir auch nicht immer lieb genug zu Dir. Wir haben eben viel zu tun in unserer Landwirtschaft. Aber sieh — Günther ist bald wieder da und dann —"
„Laß mich, Trudi!" wehrt Dolores, halb eigensinnig, halb gerührt, ab. „Laß mich! Euer Günther ist zu gut für mich. Er fängt an, mir langlveilig zu werden."
Als habe sie einen Schlag ins Gesicht erhalten, fährt Trudi zurück.
„Er fängt an. Dir langweilig zu werden? « . Dein Bräutigam — Dir langweilig?"
„Nun ja doch, ja!" Dolores stampft mit dem Fuß den Boden. Sieh mich doch nicht so entsetzt an! Es ist nun einmal so. Er langweilt mich. Ihr alle langtveilt mich — auch Du, Trudi! Ganz „Waldinihe" langweilt mich. Ich würde gehen, auch wenn Dein Vater —" tiefes Rot steigt bei der Erinnerung in ihre Wangen —: „wenn Dein Vater niich vorhin nicht quasi zur Tür heransgeschmissen hätte!"
„Er meint 2d nicht so bös, Dolores!"
Gleichviel. Ich gehe. Ich kann es für die Tauer unter lauter so guten Menschen nicht aushalten — ich träges, launenhaftes Geschöpf, das
zu nichts gut ist auf der Welt. Sieh, schon jetzt entsetzest Du Dich vor mir, Trudi, und Du ver- stehst mich noch am besten. Wie sollte das erst später werden I Nein, ich gehe — gehe für immer!"
„Du willst Günther aufgeben?" ruft Trudi tief erschüttert. „Unser» Günther, der Dich so innig liebt?"
„Ich weiß noch, nicht, was ich tun werde. Vielleicht mag er mich selber nicht mehr, wenn er sieht, wie ich wirklich bin. Mein Onkel ist in Langenheim im Hotel abgestiegen. Er erwartet mich. Mit ihm fahre ich zurück nach Rom, in meine wahre Heimat."
„Tort wirst Du Günther sehen — und Brun- hilde! Sie wird alles ins richtige Geleise bringen. Sie ist klug, sie ist gut —"
„Schon wieder dies schreckliche Wort — gutl gut! — o, wie ich es hasse! Wenn ich es doch nicht mehr zu hören brauchte!" Und Dolores hält sich in komischem Entsetzen die Ohren zu, um gleich darauf in flehendem Tone fortzufahren: „Liebe, liebe Trudi, hilf mir, beit Koffer packen! Ja? Selbst das krieg ich nicht fertig. Ach, was für ein erbärmliches Geschöpf bin ich doch! Hilf mir, Trudi! Hilf mir!"
Trudi denkt einige Augenblicke nach. Ihr Mutterwitz sagt ihr, daß es unter den obwalten- den Umständen das beste wäre, wenn Dolores abreiste.
So packt sie ihr rasch den kleinen Koffer, und nach einer halben Stunde schon fährt der Bucky mit Dolores und Trudi nach Langenheim, . wo Trudi vor dem Hotel „Zum roten Ochsen" Dolores samt ihrem Koffer absetzt und wie der Wind nach „Waldruhe" zurückkutschiert.
XVI.
Müde, todmüde, stur ein Schatten ihres früheren Selbst, trifft Dolores in Gesellschaft ihres Onkels und des Marchese Antonelli in Rom ein.
Die beiden Herren wollten wiederholt unterwegs Aufenthalt nehmen — wie sie sagten, um
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Roma» von Erich Friese«.
< Fortsetzung.)^
Ohne einen Blick auf dasselbe zu werfen, ohue nur £utc Frage zu stellen, ohne auch nur die geringste Spur von Freude zu markieren, eilt Dolores aus dem Zimmer.
‘ , Ilse blickt verwundert, Trudi tieftraurig der zierlichen Gestalt nach. . ,■ s, ■
Der alte Horst aber ruft: • V
Laßt sie laufen, Mädels! Es ist das beste so! Eine nette Schwiegertochter hat mir der Junge da ins Haus geschleppt. Was in meiner Macht sieht, werde ich tun, um diese Verlobung rückgän- gig zu machen. Unb nun gib das Telegramm chcr, Ilse! Laß mich mit meinen eigenen Augen sehen, daß unser Günther außer Gefahr ist! Und dann hinauf zur Mutter damit! Aber vorsichtig, damit die Freudenbotschaft ihr nicht schadet! Geh Du zu ihr, Ilse! Die Trudi ist zu hastig!"
Während Ilse leise hinauf eilt zur kranken Mutter, begibt Trudi sich auf die Suche nach Dolores. Von allen Horsts ist sie es, welche den unberechenbaren leichtlebigen Charakter der .Südländerin noch am besten versteht.
vor, in denen Rußland mit feinen Wünschen ofr- gesiegt hatte, und sagte, er habe auf Befehl des Zaren nur den siidlichen Teil von Sachalin abgetreten. Bezüglich des Besuches, bett der Finanzmann Vanderlip gestern Witte gemacht hat, deutete dieser die Möglichkeit an, daß Ruß« land eine Friedensanleihe abschließt, und gai der Ansicht Ausdruck, daß zur Regelung ba Einzelfragen einige Zeit erforberlich sein würbe.
Rußland zahlt keinerlei Kriegsentschädigung,
Die FriedensverhaMungen.
Der Friedensschluß gesichert.
Au§ Portsmouth wirb von gestern, 29. August 1 Uhr nachmittags, telegraphiert:
Soeben wurde offiziell bekannt gemacht, daß heute morgen die Friedenskonferenz sich über alle Punkte einigte und heute Nachmittag 3 Uhr zur Ausarbeitung des vollständigen Friedensvertrags übergeht.
Heber die Verhandlungen, die zu diesem unerwartet gekommenen erfreulichen Ergebnisse geführt haben, liegen bis jetzt folgende Meldun- gen vor, die wir in chronologischer Reihenfolge wiedergeben:
Portsmouth, 29. August. Die erwar- teten Instruktionen der japanischen Regierung sind bereits, am Abend den Delegierten zuge- gangen. Die Russen wurden davon verständigt, und beide Teile kamen überein, die Dienstagssitzung der Konferenz nicht, wie zuerst beschlossen, am Nachmittag, sondern schon um 9% Uhr morgens zu eröffnen.
P o r t s m o u t h , 29. August. (W. B.) Witte erklärte in einer Unterredung, die er alsbald nach dem Zustandekommen der Einigung hatte, kx sei über de» große» und glücklichen Erfolg erstaunt gewesen, den er nicht zu hoffen gewagt hatte. In der, Vormittagssitznng der Konferenz legte er ein schriftliches Ultimatum Rußlands vor, daß die Jasumer zu seiner Ueberraschung an- nahmen. Das Ergebnis sei ein großer Sieg für Rußland. Witte hob dann die Punkte her-
„Wenige Ereignisse haben in letzter Zeit eine so tiefe Erregung und Entrüstung in weitesten Kreisen Deutsch-Amerikas hervorgerufen, als die plötzliche, unter nichtigen und verlogenen Vorwänden erfolgte Entlassung Professor Goebels von , der Stanford-Universität" in Kalifornien. Mit gleichen Gefühlen wird der schmachvolle Vorgang, bei dem es sich nicht nur um eine Schändung der akademischen Freiheit, sondern auch um einen versteckten Angriff auf das Deutschtum handelt, gewiß auch im alten Va- terlande aufgenommen werden, zumal vom Alldeutschen Verbände, ist doch die vom Verbände herausgebene Dr. Goebelsche Schrift „Das Deutschtum in den Vereinigten Staaten von Amerika" die Hauptursache der Entlassung.
Während der Arbeit an der Schrift hielt nämlich Prof. Goebel eine Anzahl von Vor- trägen über deutsch-amerikanische Geschichte in San Franzisko und kritisierte in einem dersel- ben Präsident Roosevelts Buch: The Winning of the West, weil es dem Anteile der Deutschen an der Erwerbung des amerikauisckien Westens nicht gerecht wird. Kaum wurde die Kritik, die er auch in seiner Schrift über das Deutschtum wiederholte, in der Presse bekannt, als der Präsident der Stanforder Universität, ein gewisser Jordan, berüchtigten Rufes und zudem Ignorant, an Prof. Goebel die unver- sck)ämte Forderung stellte, er müsse widerrufen, was er gegen Roosevelt gesagt habe, da er aus gewissen Gründen nicht wolle, daß ein Professor
„Frks. Ztg." aus Portsmouth telegraphiert wirb, bie Nachricht erwartet, nachdem Komura SantS- tag einen Aufschub der Sitzung verlangt hatte. Die Journalisten hatten eine so schnelle Erledigung nicht erhofft. Der Ausgang der Verhandlungen bedeutet einen vollen Sieg. Das offizielle Bulletin über den Abschluß der Verhandlungea wurde mittags im Foyer des Hotels angeschlagen. Es trat eine große freudige Erregung ein. Um 1 Uhr kehrten Witte und Rosen in das Hotel zurück. Auf der Veranda warteten zahlreiche Journalisten. Bei der Ein- fahrt des Automobils ertönten echt amerikanische Jubelrufe. Witte schüttelte den Journalisten die Hand, sichtlich tief erregt. Auf der inneren Treppe verkündete er, kaum sprechen könnend, das günstige Resultat für Rußland- das die Journalisten mit: „Vive la Bussie* beantworteten.
Rußland ist nicht gebunden, ben südlichen Teil Sachalins zurückzukaufen, sodaß keinerlei Schiedsgericht nötig ist. Die Unterhändler bleibet vorläufig, um bie Einzelheiten betreffs bet hohen Entschäbigung für bie Unterhaltung, bet Gefangenen, ber Räumung des besetzten Gebiets, der Grenzregulierung und Eisenbahnen festzusetzen. Der Vorschlag des Waffenstillstandes ge« schah beiderseitig gleichzeitig.
Portsmouth, 29. August. Witte sprach sich hochbefriedigt über ben Ausgang ber Verhandlungen aus. Dadurch, daß Rußland keine» Kopeken Kriegsentschädigung unter irgend einer Form bezahlt, sei seine Ehre vollständig gewahrt worden. Die Abtretung des südlichen Teils Sachalins falle demgegenüber nicht ins Gewicht.
Ueber ben Verlauf der Sitzung verlautet, daß die akzeptierten Bedingungen zuerst von Witte vorgeschlagen und dann von ben Japanern angenommen wurden. Die Russen sind über den Erfolg hocherfreut und betonen, daß niemand außer Witte einen fo vollständigen Sieg hätte erringen können. Die Japaner waren schon gestern nach dem Empfang der Depesche ans Tokio niedergeschlagen.
Zuerst schlug Komura eine Reduktion bet Rückkaufsumme für Sachalin vor. Witte antwortete: „Ich lehne das ab. Rußland gibt keine Kriegsentschädigung. . Rußland übergibt Japan bie südliche Hälfte Sachalins, kauft sie aber nicht
Dolores Ruhe zu gönnen. In Wirklichkeit je« doch, um sich ein wenig zu amüsieren. Denn die Reise zu Dreien ist nichts weniger als amüsant.
Nach ber ersten lebhaften Begrüßung mit ihrem Onkel — lebhaft allerdings hauptsächlich von seiner Seite — spricht Dolores nur noch bas Notwenbigste unb benimmt sich überhaupt so unliebenswürdig, ja abstoßend, daß bie späte Liebesslamme in bem Herzen des Marchese bedenklich abgekühlt wird.
Es interessiert sie nicht einmal, zu erfahren, wie Onkel Bernardo plötzlich auf ben Gedanken kam, die weite Reise von Rom nach Norddeutsch« land zu unternehmen. Noch weniger ahnt sie, welcher Künste und Schliche es bedurfte, um die Adresse der Horsts aus dem braven Professor Wallhoff herauszukriegen.
Mit dem ihr eigenen Egoismus benutzt sie einfach bie Anwesenheit des Onkels, um zurück nach Rom zu kommen. Alles übrige ist ihr höchst gleichgültig. Auf bem Zentralbahnhof in Rom werden drei verschiedene Wagen genommen. Ver- ssimmt unb mit sich unzufrieden fnriolt ber Mar- chele Antonelli nach seiner Junggesellenwohnung, währenb Dolores ben zweiten Wagen besteigt und ihr Onkel ben britten. Bernarbo Rosso hat diesem Wunsche seiner Nichte gern zuge- stimmt. Er selbst empfindet seit der letzten Unter- rebung mit Brunhilds Isenburg eine höllisch« Scheu vor ber „Villa Romulus" unb ihren Bewohner.
Es ist schon spät am Abend, als Dolores auf den elektrisckien Knopf am Einfahrtstor ber „Villa Romulus" brückt.
Der eröffnende Diener fährt bei ihrem Anblick erschrocken zurück. Doch rennt er sofort diensteifrig davon, um die Ankunft des gnädigen Fräuleins zu melden.
„Ich brauche keine Anmeldung!" ruft Dolore? hochmütig.
Unb ber Diener zieht sich mit tiefem Kratz-
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jüustrirtes Sonntagsblatt. ~
45 '(Nachdruck verboten.) I Zwei große rote Flecken brennen auf ihren
«n ’jr ti nm fr , I Wangen. Ihre Augenlider sind gerötet vom Wenu sch mit Menschen- und mit Weine».
I „Dolores! Dolores! Was tust Tn?" ruft Mgelszungen redete ♦ ♦♦> 4 \ Trudi erschrocken.
, Auch jetzt empfindet das warmherzige Mädchen inniges Mitleiden mit der Gescholtenen, und so huscht sie durch ben Garten, durch die Flucht der Zimmer, durch die Wirtschaftsräume, um einen Zipfel des rosa Kattunkleides zu erspähen.
Vergebens.
Nur, als sie leise an die Tür Schlafzimmer klopft, sinnige Stimme:
Vichy, 29. Aug. Der Schah von Persien ist heute nach Petersburg abgereift.
Petersburg, 29. Aug. (Pet. Tel.. Ag.) General Lenewitsch meldet unter dem 28. Aug.: Unsere gegen Ardagau vorgegangene Truppenabteilung nahm dem Gegner in einem Gefecht 116 Gefangene ab, von denen 26 verwundet sind 90 unverwundet sind. Unsere Verluste betragen 6 Mann.
Koustarttrnopel, 29. Aug. Nach Berichten herrscht im Jildis steigende Unruhe und Besorgnis. Der Sultan findet in den innersten Teilen seines Palais häufig Drohbriefe. Vier Gärtner wurden bereits heimlich hingerichtet, weil angeblich Drohbriefe durch die Parkanlagen befördert wurden. Die Polizei macht über« menschliche Anstrengungen, um etwaigen für ,das Thronbesteigungsfest geplanten Attentaten vorzubeugen.
Peking, 29. Aug. Die fremden Gesandten wohnten heute einem Bankett bei, das Prinz Tsching zum Abschied der Kommission gab, die ihre Weltreise antritt, um die parlamentarischen Regierungsformen zu studieren. — Die Kaiserin- Witwe beabsichtigt, zu Neujahr eine Verfügung zu erlassen, nach der nach zwölf Jahren ein chinesisches Parlament errichtet werden soll. In der Zwischenzeit wird China ständig eine Anzahl bau Beamten in fremden Ländern halten die ß ihre Studien das Land auf die parlamen-
. he Regierungsform vorbereiten sollen.
Neueste Telegramme.
Brüssel, 29. Aug. Die, wie schon gemeldet, hier tagende interparlamentarische Friedenskonferenz vorwies auf Antrag des Grafen sNpponhi den amerikanischen Antrag auf Bildung fineS internationalen ständigen Friedensparla- ptentS an eine Kommission von sieben Mitgliedern behufs weiterer Berichterstattung.
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seren. I. rte
nasium, nicht aber an unsere Hochschulen heran- reichen. Auf deren Hohe steht nur das halbe ■ qn gr„n I Dutzend der wirklich bekannten amerikanischen
. 30> .«ug- .In Regrerungskrersen Universitäten (Harvard, ?Jale, Columbia usw.).
bünfd&t man, wenn irgend angängig,t bte I Bon bem geplanten Professoren-Aus- Marokko-Konferenz Ende September beginnen tausch wirb daher Deutschland wohl schwerlich zu lassen, da die jüngsten Zwischenfälle zu einer I besondere Vorteile haben, da die amerikanischen fraschen Regelung der verworrenen Verhältnisse I Gelehrten unseren Studenten keinesfalls mehr drängen. Das Programm könnte, wenn gleich I zu bieten im Stande sind, als was die deutsche,» Mit gewisten Lücken, schon heute vorgelegt I Dozenten bereits geben. Den Gewinn wird nur Werden. Immerhin bleiben zwei Ereignisse I Amerika haben. Zur Charakterisierung amerika- abzuwarten: die Gewährung einer Genugtuung "'^Zustände und der dorl herrschenden „Frei- für die Affäre Bumzian und die Entscheidung I ?eit der Wissenschaft gibt die nachstehende Epi- in Portsmouth. Denn man will, daß die Marokko-Konferenz nach Ausspruch eines Kabi- Mtsmitgliedes „eine gereinigte Atmosphäre" borfinde.
Vierteljährlicher Bezugspreise bet der Expedition 2 Mch $et allen Postämtern 2,25 Mk. eexcl. Bestellgeld).
JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reclamen: die Zeile 25 Pfg.