mit dem Krersblatt für die Kreise Marburg und Kirckkain.
Sonutagsb-Uager AUustrirtes Sonntagsblatt. ____'
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Mädchens.
(Fortsetzung folgt.), .
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Was solle er dem Wie es trösten!
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Ersatz bauen und zwar für alle zugleich, damit wir möglichst bald eine Flotte haben, die zum Teil nicht bloß auf dem Papier steht.
doch selbst. Heute bin ich Nähe. Du weckst alles, was ist. Aber bald — vielleicht ob!"
Günther ist beunruhigt.
habe ich ein ganzes Veilchenbeet zertreten, nur, weil es meinen Zorn abkühlte. Ach, ich sehe sie noch vor mir, die Tausende zertrampelter Blüten! Am nächsten Morgen tat es mir leid. Ich ging hin, brachte ihnen frisches Wasser und weinte über die kleinen Blumenleichen. Vergebens.
Unsere Geschütz- und Panzerplattenwerke find imstande, die doppelte Zahl von Schiffen mit Kanonen und Platten auszurüsten; an ausgebildetem Personal, Schiffbauer, Maschinenbauer usw., ist kein Mangel, und daß genügend Platz auf den Kaiserlichen und Privatwerften vorhanden ist, unterliegt keinem Zweifel.
Wenn wir nach dem Flottengesetz von 1900 für die veralteten Schiffs nach und nach Ersatz bauen, so ist das immer nur Flickwerk, es treten dann immer nur einzelne moderne Schiffe zu den alten hinzu.
Wollen wir also der veränderten Weltlage Rechnung tragen und wollen wir unserem Bater- lande seine Weltmachtstellung bewahren, so müßen wir schleunigst für die unbrauchbaren und für die —zwar nicht den Jahren, aber ihrer ganzen Beschaffenheit nach längst veralteten — Schiffe, bte nur den Namen bou Schlachtschiffen führen,
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Marburg
Freitag, 11. August 1905.
Glückselig strahlen ihre Augen, während ihre Lippen innige Worte flüstern.
Der junge Deutsche, der von Kindheit auf gewohnt rst, sich zu beherrschen, beobachtet die Ekstase seiner Braut mit gemischten Gefühlen. Do- lores erscheint ihm mit jeder Minute der, begehrenswerter. Und doch —
Endlich mahnt er zum Aufbruch.
Doch da kommt er schlecht an.
„Wie? Schon nach Hause? , , . dran! Jetzt wird's erst schön!"
„Es ist schon sieben Uhr, Dolores, halben Stunde geht der letzte Zug zurück."
aufgeregten Mädchen sagen! —
So streichelt er nur sanft das gesenkte Köpfchen, hält ihre kalten Hände fest in den seinen und flüstert leise beruhigende Worte . . .
Und Plötzlich hört sie auf zu weinen.
Hastig entzieht sie ihre Hände, während ihre großen, glänzenden Augen ihn voll anblicken.
„Günther, liebst Du mich?"
„Heber alle^!"
"Dann macke mich sobald wie möglich zu Deiner Frau! Diese Woche noch — morgen, wann Tu willst — aber schnell, schnell!"
„Dolores, Du bist aufgeregt, nervös!"
„Nein, nein! Heirate mich bald! Sehr bald! Sonst wird überhaupt nichts daraus — ich fühle es. Du hast mein Geschick in der Hand. Wenn Du mich zurnckschickst zu jenen Menschen, die ich hasse, die alles Schlechte in mir wecken — dann ist es vorbei mit mir — mit uns beiden. O, rette mich, rette mich!"
Heftig, sich überstürzend springen die Worte von den Lippen des leidenschaftlich erregten
Sie waren tot — tot für immer! Ach, Tu weißt ja nicht, wie herzlos wie grausam ich sein kann!" „Liebling! Mein Liebling!" flüstert Günther, aufs tieffte erschrocken. „Du könntest grausam, herzlos sein? Unmöglich!"
Traurig schüttelt sie den Kopf.
„Nicht unmöglich, Günther. Ich kenne mich gut — in Deiner gut und edel in mir
Deutsches Reich.
Berlin, 10. August.
1— Seine Majestät der Kaiser begab sich, wie aus Posen gemeldet wird, gestern Mittwoch früh 7 Uhr auf den Uebungsplatz und über- nahm das Kommando über das zusammengestellte Kavalleriekorps. Der Kaiser 'exerzierte da» Korps und führte es später gegen einen markier- ten Feind. Nach der Kavallerieübung begab sich der Kaiser in das Lager zurück und fuhr nach dem Frühstück im Automobil z^m Bahnhof Gerberdamm, wo er den Sonderzn" bestieg und um 2 Uhr 28 Min. über Gnesen nach Station ®rön- feld sich begab, um dort zu Pferde zu steigen und einer Uebung der 8. Jnfanteriebrigade bei- zuwohnen. Auf dem Wege zum Bahnhof wurde Seine Majestät von- einer tausendköpfigen Menge mit begeisterten Zurufen begrüßt. Nach der Gefechtsübung auf dem Truppenübungsplatz Gnesen nahm der Kaiser den Vorbeimarsch der beteiligten Regimenter ab und setzte sich an die Spitze der Brigade, um in Gnesen einzureiten. Die Spalier bildende, viele Tausende zählende Bevölkerung brachte Seiner Majestät stürmische Huldigungen dar. Der Einzug geschah unter dem Geläuts aller Glocken. Als der Kaiser
„Gut! Dann nehmen wir einen Wagens „Der braucht drei Stunden bis Nom." „Umso bester!"
| „Dolores!"
„Nun, Brummbär!"
Weißt Du, was Du tust? Du schadest Dei- ne:n Ruf!
„Pah, Ruf! Ich pfeif' ouf meinen Ruf! Ich weist, ich tue nichts Unrechtes — basta!"
Kein Bitten, kein Zureden, kein Schelten hilft. Dolores bleibt bei ihrem Vorsatz. Günther könne ja nach Hause fahren; sie aber käme nicht mit.
Da Günther Ui* scköne, launenhafte Mädchen nicht sich selbst iiC-erftw;; kann, so bleibt natürlich auch er. Ter letzte Zug nach Rom saust davon, während die beiden auf einer Bank im rosenum- dufteten Stadtparr fitzend glänzenden Blickes h.nausschauen auf dis duftverklärte Canip-igna, i-rcr der soeben großgerundet die leuchtenSeMond- tcheibej aufsieigt . . .
Eine Stunde sväter.
, Günther und Dolore» haben sich einen jener kleinen zweirädrigen Bnckv gemietet, wie sie in der römischen Car Paone je häufig zu finden sind.
Die Fahrt die antike Straße hinab nach Rog, ist zauberhaft schön.
Der russisch-japanische Krieg.
I Vom Kriegsschauplätze.
Petersburg, 9. August. Linewitsch meldet I unterm 8. August aus der Gegend östlich von der I Mandarinenstraße vom 5. August: ES wurde eine I Armeeabteilung gegen das DeftlSe in der Nähe I des Dorfes Chagoou vorgeschoben. Ungefähr 38 I Werst südlich von Taoulou ergriffen die Japaner I die Offensive und umgingen unsere beiden Flü. I geb Unsere Abteilung wurde hierdurch zum
Rückzug nach Norden hin genötigt. In der Nähe I des Defilses von Madooulin sitzen die Japaner gegen Teile dieses Detachements vor. Als diese» Halt machte und das Feuergefecht aufnahm, zo- Sen, sie sich südlich zurück. In der Gegend von Haflungchsn besetzte eines unserer Detachements nach kurzem Feuergefecht das Dorf Joulangtse.
Die bisherigen Verluste beider Krieg.
[ führenden.
! Der Korrespondent der „Times" in Tokio übermittelt seinem Blatte die folgende Auf- stellung über die während des Krieges von den Jaf>anern und Russen erlittenen Verluste. Danach verloren die Japaner bis zum Falle von Port Arthur 29 000 Mann (Offiziere eings- schlossen) des Landheeres und 1800 Marinesol- daten und Matrosen. Der Gesamtverlust bis zum heutigen Tags beträgt 167 402 Mann; jener der Russen, die von den Japanern ge- i machten 67 000 Gefangenen eingeschlossen, 3 88 480 Mann. An Schiffen verloren Me Nüssen 73 mit einer Wasserverdrängung von 346 000 Tonnen und die Japaner 12 mit I 46 000 Tonnengehalt. Dagegen fielen von den I russischen Schiffen, die bisher gehobenen Kriegsschiffe eingerechnet, über 20 in ihre Hände, die I mit den als Prise genommenen 45 Handels- I bampfern verschiedener Nationen einen Tonnen- I gckhalt von 108 000 Tonnen repräsentieren. I Während die Japaner kein einziges Handelsschiff I in den Grund gebohrt haben, war dies die I Hauptbeschäftigung der russischen Kreuzer und I es fielen denselben außer den deutschen und I britischen Schiffen 15 japanische Handelsschiffe I zum Opfer, deren durchschnittlicher Tonnenge- I halt jedoch nur 234 Tonnen betrug, was er- I kennen läßt, daß es sich nur um ganz unbedeu- I lende Fahrzeuge handelte, auf welche es sich I kaum der Mühe lohnte, Jagd zu machen und Zeit I und Munition zu verschwenden. I
Neueste Telegramme.
Berlin, 9. Aug. Die Molenköpfe an der Mündung des Kaiser Wilhelm-Kanals sind mit Schnellfeuer-Geschützen versehen worden. Auch wurden an mehreren Stellen des Schleusen- deiches Revolverkanonen aufgestellt, zu deren Anschießen Marinesoldaten kommandiert waren. n Berlin, 10. Aug. Die Lage in Ostafrika stellt sich erfreulicherweise als nicht so gefahrdrohend heraus, als man anfänglich hier und da annehmen mochte. Wie nämlich die „Nordd. Allg. Ztg. meldet, hat nach einem Telegramm des kaiserlichen Gouverneur» von Deutsch-Ost- afrika Major Johanne», der inzwischen in den Matumblbergen eingetroffen ist, telegraphisch gemeldet, daß keinerlei Grund zu Besorgnissen wegen Ausbreitung der Unruhen vorhanden sei. Zwei Rädelsführer seien bereits ohne diesseitige Verluste gefangen genommen.
Hamburg, 10. Aug. Auf der „Eleonore Woermann erfolgte gestern die Abreise der Teilnehmer an der Studienfahrt nach Kamerun haben sich eingeschifft: die Relchstagsabgeordneten Dr. Arendt, v. Böhlen- dorff, Fries, Dr. Goller, Günter, Hagemann Freiherr v. Richthofen-Damsdorf, Dr. Semler Storz, ferner Kommerzienrat Lenz-Berlin, Köhn- Hamburg. Herzog Johann Albrecht von Mecklen- burg' der Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft, war bei der Abreise zugegen
Bremerhaven, 10. Ang. Die abgelöste Besatzung des ostaslatlschen Geschwaders, 42 Dffatere, 61 Deckoffiziere und 1057 Mann- hl er st, tTQ mit bem Llohddampfer „Rhein" I
9. Aug. Auf ein von dem Mariremlnister Lindemann, namens der schwedi- I fW Marine, an den Kaiser Wilhelm gerichtetes ^elegramm, sandte der Kaiser ein in freund- schaftlrchen Worten gehaltenes Telegramm, in dem er für die angenehmen Tage, die seine Flotte in Stockholm verbracht hat, dankt. I dortsmoulh, 9. Aug. (Reuter.) König Eduard nahm eine Parade über die vereinigten i dw französischen Matrosen begrüßten I sAl Kömg mit Zurufen und schwenkten ihre I Der König, der Prinz von Wale» und
■t)on 6°rmaught nahmen dann da» I frühstück mit dem Admiral Caillard an Bord de» Flaggschiffes „Massena" ein. Hierauf lief die französische Flotte in den Hafen von Port«- I WOU^ em und ging unter großer Begeisterung der Menge, die sich trotz strömenden Regen» I emgefunden hatte, vor Anker. Die Admirali- I tat veranstaltete heute abend zu Ehren der sranzosischen Offiziere ein Bankett, woran sich ein Pall anschloß. I
Erscheint wSchentlich sieben mal.
Druck und Verlag: Ioh. Aug. Koch, UnivcrsitätS-Buchdruckerei 40. c)E(lfiT(L Marburg, Marti 2L — Telephon öS. -uw#1«*
Die Friedensverhandlung en.
Gestern Mittwoch haben in Portsmouth in dem Gliedstaate New-Hampshire der nordameri- konischen Union unter den Auspizien des Präsi- dertten Roosevelt die Konferenzen zwischen den russischen und japanischen Abgesandten begonnen, die besttmmt siikd, eine Grundlage für die Frie-
.Voll ergießt der Mond seinen Glanz über die weite, schweigsame Campagna. Ringsum hehre Sttlle, tieffte Einsamkeit. In den vom Nachttau [ feuchten Wiesen zu beiden Seiten der Straße leuchtet es auf wie Millionen Sterne. Gespen- sttsch ragen "die halbzerfallenen Bögen der antiken Wasserleitung zum Himmel empor.
Der kleine Kutscher auf dem Bocke scheint eingeschlafen. Wenigstens rührt er sich nicht. Langsam trappelt der müde Gaul den gewohnten Weg hinab — weiter , . » immer weiter .. . gegen Rom. •
Inmitten dieser grandiosen Poesie, dieses erhabenen Friedens, fällt es Günther plötzlich schwer aufs Herz, wie unvorsichtig' Dolores gehandelt hat. Bereits ist es zehn Uhr vorbei. Bis sie zu Hause ankommt, wird Mitternacht nicht mehr ferne sein.
. Und doch — wie lieb ist sie heute Abend, wie einfach und herzig! Ack. könnte er sie in in seine Arme nehmen und sie forttragen — weit fort--
Auch Dolores scheint ein ähnlicher Gedanke zu kommen. Ohne jede Veranlassung bricht sie plötzlich in Tränen aus.
. Ach, Günther, Günther! Rette mich! Rette mich aus der Umgebung, aus der Luft, in die ich zuriickkehren soll und in der ich ersticke. Ich Haffe und verachte diese Menschen ja alle. Aber wenn ich wieder zwischen ihnen bin — dann haben sie Macht über mich. Dann ist alles Gute, Liebens- toerie wieder in mir tot. Dann bin ich wieder das leichtlebige, vergnügungssüchtige, erbärmliche Ge- j schöpf! . . . Schüttele nicht den Kopf, Geliebter! Es ist so. Von Kindheit an war ich so. Heute bin ich gut, morgen schlecht — immer herumtappend. wie im Finstern. Jetzt liebe ich alle Menschen, ich möchte die ganze Welt umarmen. Dann wieder verspotte ich meine Umgebung, nur Um zu beobachten, wie wehe es ihr tut. Oder ick reiße unschuldige Blumen ab. weil das Zer- stören mir momentan Freude macht. Einmal I
I densverhandlungen zu bilden. Neber den historischen Moment liegen nur folgende kurze telegraphische Meldungen vor:
Portsmouth (Newhampfhive), 9. August. Bei der ersten Sitzung der Friedenskonferenz sind, wie verlautet, , nur die vier Bevollmächtigten und möglicherweise ein Sekretär auf jeder Seit« anwesend, um die Beglaubigungsschreibungen zu Prüfen. Die Beratung, in welcher Sprache di« Verhandlung geführt werden sollen, soll da» Programm der heutigen Nachmittagssitzung bilden. Man erwartet, daß einige Attaches der beiden Gesandtschaften zu der Beratung herangezogen werden.
Portsmouth, 9. August. Die Friedenskonferenz hat heute Vormittag um 10 Uhr im Marinoarsenal begonnen, wohin sich die Delegierten unter Bedeckung von Marinetruppen begaben. Eine Marinewache wird während aller Sitzungen der Konferenz vor dem Gebäude aufgestellt werden.
Nrwhork, 9. August. Die erste Sitzung der Friedenskonferenz wurde um 10 Uhr eröffnet Sie dauerte anderthalb Stunden. Es wurde» Fornmlien erledigt. Täglich finden 2 Sitzungen statt. Morgen früh beginnen die geschäftliche« Verhandlungen. Pokotiloff, der russische Gesandte in Peking wohnt den Sitzungen bei. Zahl- reiche Agenten fremder Regierungen und von Bankhäusern befinden sich in Portsmouth. — Augenblicklich ist die Hoffnung auf Frieden zuversichtlich. Die Verhandlungen und die Friedensbedingungen werden streng geheimgehalten.
Portsmouth, 9. August. Bei dem heutigen Zusammentritt der Friedenskonferenz wurden die Beglaubigungsschreiben ausgewechselt und in Ordnung befunden.
$8 'Nachdruck verboten.)
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelsznngeii redete . . . . .
Roma« von Erich Friese«.
lFotrsetzung.)
wahr! Aber sieh — ich hin ein schwacher Charakter. Und wenn so viel ans mich timtuemt - Und Du bist ja auch nicht immer bei mir, um mir beizustehen! .... Uh»x iQffen wir das!" unterbricht sie sich plötzlich in ganz verändertem Tone. „Wir sind beisammen, m.d^der ganze Nachmittag gehört uns. Juchhei!"
Gunther noch zu bedenken, ob sie nicht Mig Harrison vorher benachrichtigen wol- i t« nicht Recht, ohne ihr Wissen lange
lott^ubleiben. Veraebens
[ ' 150 blieb Günther nichts übrig, als sich dem
schonen, launenhaften Geschöpf zu fügen.
««ne anfänglichen Bedenken vers'chwind.-n gar bald. Kaum, das die beiden ins Koup4 ein- ; gei-iegen. sind, kaum, daß der Zug sich Be-
■ wegung setzt da ist Dolores schon wieder ganz
da^ übermütige, sonmgheitere, bezaubernde Ge- | lckops, welches Gunther so sehr, so innig liebt
». "nd erst, als sie in Frascati, dem wunder- k am Fuße des Albanergebiraes aebetteten Städtchen, aussteigen, als sie £<mb in Hand l. jN/sw die verschlungenen Wege der Weinberge v »ch-endern, als sie in einer traulichen, weinlaub- !
mnratttten Osteria Halt machen und goldsunkeln- I oeit „Frascati" schlürfen — da kennt der Jubel «es impulsiven Mädchens fast keine Greinen t mehr.
» lind sie ist so lieb heute, so natürlich hinqe- L *cn‘'- Kaum lagt sie mehr Günthers Hand loS.
Können wir unsere Kriegsflotte schneller bauen?
I Je früher die deutsche Kriegsflotte an Zahl I und Größe ihrer Linienschiffe und Panzerkreuzer I die achtunggebietende Stelle einnimmt, die ihr I gemäß der Größe unsere» überseeischen Handel» I und der Weltmachtstellung Deutschland» überhaupt zukommt, um so größer ist die Aussicht auf Erhaltung de» Frieden» und — wenn e» doch zum Kriege kommen sollte, dann ist auch die Aussicht auf eine günstige Beendigung de» Kriege» um so größer.
ES fragt sich nun, ob wir schneller bauen können. Die Frage kann unbedingt mit „ja" beantwortet werden. Wir können sogar bedeutend schneller bauen oder richtiger gesagt, wir können bedeutend schneller die erforderliche Anzahl von Schiffen und Panzerkreuzern herstellen, wie bisher.
Die Bauperiode eine» Linienschiffe» beträgt jetzt rund 3 bi» 3% Jahre, gerechnet von der Vergebung des Baues bi» zur Indienststellung - oder etwa 2V, bi» 3 Jahre von der Stapellegung an. Diese Bauperiode abzukürzen ist möglich — England will z. B. sein neueste» Panzerschiff von ungleich größeren Dimensionen (19000 t statt unserer 13 000 t) in 16 Monaten bauen —. Es würde sich aber immer nur um etwa V* Jahr handeln und diese» halbe Jahr früherer Fertigstellung würde wahrscheinlich durch allerlei.Dinge erkauft werden, die am Ende den kleinen Zeitvorteil nicht aufwiegen. Hierzu gehören Erfahrungen, die sich stet» erst während des Baues Herausstellen. Es soll also nicht verlangt werden, daß die Bauperioden um I jeden Preis abgekürzt werden, wir muffen viel» j mehr den Ausbau der Flotte dadurch beschleu- I "ip.cn, daß mehr Schiffe, wie bisher zu gleicher I Zeit gebaut werden. I
Vierteljährlicher Bezugspreis: btt vir Exx^itton 2 Mü, jn 187 bet allen Postämtern 2,25 Mk. (e$d. Bestellgeld).
Znserttonsgebühr: di- gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reclamen: die Zeile 25 Pfg.
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