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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

_________ Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

M 186

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Vierteljährlicher Bezugspreis: bet bei Expedition 2 bet allen Postämtern 2,25 Mk. Bestellgeld).

JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg, _________________Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Donnerstag, 10. August 1905.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Ioh. Aug. Koch, UniversttätS-Buchdruckerei 40.

Marburg, Markt 21. Telephon 55. M

Neueste Telegramme.

, Berlin, 9. Aug. Der König von Spanim tvtrd als Gast des Kaisers an der Parade bei Homburg v. d. H. am 8. September mit großem Gefolge teilnehmen.

Berlin, 8. Aug. Die Vorsitzenden sämt­licher Landwirtschaftskammern sind für den 11. r^u^<rn-tl. e'n?r Konferenz im landwirtschast- ltchen Ministerium nach Berlin einberusen, um über den Umfang, die Ursachen und die Wir- kungeu der neuerdings beobachteten Steigerung der Fleischpreise, namentlich der des Schweine­fleisches, sowie über die Aussichten für die wei­tere Preisbildung dem Minister Vortrag zu halten. Im Zusammenhang damit soll auch die Frage der Preisnotierung auf den öffentlichen Schlachtviehmärkten, sowie die Mitwirkung der Kammern bei der Bekämpfung der Viehseuchen erörtert werden.

Neustrelitz, 8. Aug. Durch die Blätter stmg kürzlich die Meldung, daß zwischen dem Erbgroßherzog von Mecklenburg-Strelitz und der Prinzessin Viktoria von Connaught eine Ehe beabsichtigt und daß das Projekt bei dem Be- Wch der Großherzogin-Witwe von Mecklenburg- Strelitz jüngst in England gevlant worden sei. DieLandes-Zeitungs in Neustrelitz ist ermäch­tigt, zu erklären, daß die Nachricht absolut un­zutreffend ist.

Liffastou 8. Aug., DerKöln. Zig." wird über den Aufstand der Eingeborenen in Portu­giesisch - Westafrika gemeldet. In dem Bezirk Maronde nördlich von Deutsch-Ovamboland, wo me Port,laiesen vor Jahresfrist eine schwere Niederlage erlitten, griffen oooo «i.. mehrere von portugiesischen Ansiedlern bewohnte Dörfer an. Die meisten Bewohner wurden niedergemetzelt; alle Häuser wurden verbrannt. Drei französische Missionare wurden von den Räubern wsggeschlevvt, vermochten jedoch zu entkomme'-.

Kouslautmopei, 8. Aug. Die Pforte hat die letzte eindringliche Note der Großmächte wegen Zulassung der internationalen Finanz­kontrolle in Mazedonien bisher nicht beant­wortet, doch soll eine Antwort im Laufe dieser Woche erfolgen tmb eine entschiedene Ablehnung der Finanzkontrolle enthalten. Die Großmächte scheinen jedoch entschlossen zu sein, auch ohne den Willen des Sultans die Kommission in Saloniki zusawmentreten zu lasten.

Dar-es'Salam, 8. Aug. Infolge der unter kit Eingeborenen der Matumbiberge ausge- brochenen Unruhen ist derKreuzerBussard", der die letzten Wochen hier ankerte, nach den Häferr Kilwa und Lindi beordert, welche im Küstengebiet der Matumbiberge liegen.

27 "Ro-bdrnck verboten.)

Wen» ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete.....

Nomau von Erich Friese«.

(Fori-ctzung.)

Vernünftiges Frauenzimmer das!" brummt er, als Günther seine kurze Erzählung beendet.Ganz meine Meinung! Diese verflixte Kreolin ist nur durch eine feste Faust im Zügel zu halten, sonst macht sie eine Dummheit über die andere. Ich glaube, ihr Herz ist gut aber, aber--"

lind er kraut sich achselzuckend am Kopf.

. ther wird immer nachdenklicher. Mit grenzenlosem Vertrauen hängt er an dem älteren Freunde und Lehrer, dessen Urteil ihm oft mehr gilt als das eiaene.

Also auch er stimmt mit Miß Harrison über­eilt! Auch er!

Noch unentschlossen in dieser für ihn augen­blicklich wichtigsten Angelegenheit begibt er sich nach zwölf Uhr auf den Weg zurVilla Romu- Iu'5". Dolores hat ihn gestern Abend für diese Zeit zuni Besuch aufgefordert, und sein Herz schlägt rascher bei dem Gedanken, das geliebte Mädchen binnen wenigen Minuten wiederzusehen.

Um so unangenehmer überrascht ist er, als der öffnende Diener ihm meldet, das gnädige Fräu­lein fei ausgegangen.

schweigend reicht er dem Mann seine Visiten, kart.. Dann verläßt er mißgestimmt und ent­mutigt das Haus.

Wieder eine von Dolores' Launen! Und eine herzlose dazu! Sie mußte doch wissen, wie wehe sie ihn: damit tut!

Gelenkten Hauptes schreitet er den zypress-n- «nisauinten Weg entlang.

Seine Verstimmung muß deutlich auf seinem Gesicht ausgeprägt sein. Denn plötzlich fm'ngt

Die Deutschen im Auslande und die Ausländer im Deutschen Reich.

In dem eben erschienenen Dierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reichs, Ergänzungs­heft 1905 I, veröffentlicht das Kaiserliche Statistische Amt eine Arbeit, welche die Deut­schen im Auslande sowie die Ausländer im Deutschen Reich zur Darstellung bringt.

Zugrunde gelegt sind der Arbeit die An­gaben über Staatsangehörigkeit und Geburts­ort, welche bei der letzten Volkszählung des Reichs und dec einzelnen Staaten des Aus­landes ermittelt wurden; außerdem fanden noch bei einigen ausländischen Staaten, die über derartige Nachweise nicht verfügen, Sonder­erhebungen statt. Auf diese Weise ist zwar nicht das gesamte Deutschtum im Ausland und ebensowenig das gesamte Fremdentum im In­land erfaßt, immerhin dürsten die vorliegenden Nachweise wertvolle Anhaltspunkte zur Beur­teilung der einschlägigen Verhältnisse bieten.

Die Arbeit besteht im einzelnen aus einer textlichen Darstellung (von 50 Seiten) und einem ausführlichen Tabellenwerk. Sie zeigt sowohl für die Deutschen im Ausland wie für die Ausländer im Inland, deren nähere Ver­breitung nach dem derzeitigen Stand und im Vergleich zu früher, ferner ihre speziellen Her­kunftsgebiete, sodann die Alters-, Familien­stands-, Religions- und beruflichen Verhältnisse.

Was die Deutschen im Ausland anlangt, so wurden im Ausland 3029514 Reichsgebürtige festgestellt und außerdem 450 392 Personen, die zwar nicht im Deutschen Reich geboren sind, Äiife Staatsangehörigkeit haben.

700710 Personen" im ^uilanS^Vie Kurfch? Staatsangehörigkeit nachgewiesen.

Am meisten Deutsche sind der absoluten Zahl nach in:

den Vereinigten Staaten von Amerika (Reichsgebürtige) 2 659164

5er Schweiz (Reichsgebürtige) 134599

(Reichsangehörige) 168538

Ruß and ohne Finnland (Reichsangehörige) 151102 Oesterreich (Reichsangehörige) 106364

Frankreich (Reichsangehörige) 90746

Großbritannien (Reichsgebartige) 53402

Australien (Reichsgebürtige) 42671

Belgien (Reichsgebürtige) 40936

(Reichsangehörige) 53408

Dänemark (Reichsgebürtige) 35061

Niederlande (Reichsangehörige) 31654

Canada (Reichsgebürtige) 27 o02

. (Rcichsangehörige) 6486

Argentinien (Reich-angehörige) 17143

Luxemburg (Reichsgebürtige) 17637

, (Reichsangehörige) 14931

Italien (Reichsangehörige) 10745

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung der einzelnen Länder finden sich Deutsche am zahl­

hinter einem dicken Baumstamm ein zierliches Figürchen mit Hellem Lachen hervor, während sich von hinten zwei kleine Hände auf seine Augen legen.

Kuckuck, Brummbär! Wer ist's?"

Dolores!"

Wie mit einem Zauberschlag ist die Wolke i'ln feiner Stirn hinweggewischt. Hellster ^Sonnen­schein leuchtet wieder aus dem frischen Jiingliugs- antlitz.

Dolores! Meine Dolores!"

Das war eine Ueberraschung, tote?", lacht das Mädchen.Ich habe extra gewartet, bis Miß Harrison sich niedergelegt hat. Sie war heute Nacht krank und früh, ganz gegen ihre Gewöhn- heit, schon aus. Das alles hatte sie müde ge- macht. Jetzt schläft sie wie ein Murmeltier. Da schlich ich auf den Fußspitzen hinaus, pflückte diese Blumen im Garten sie deutet auf einen klei­nen, zierlich geflochtenen Korb, der an ihrem Arm hängtund versteckte mich. Du sollst Dich zu, erst ärgern. Dann ist die Freude urfi so größer!"

Mit beiden Händen greift sie in den Koro und wirft Gunther eine Ladung duftender Rosen ins Gesicht.

Günther muß lachen über ihr drolliges Wesen. Und doch berührt ihn auch jetzt wieder etwas selt­sam abstoßend.

Die armen Blumen!" ruft er bedauernd, zur Erde blickend, wo Dolores bereits achtlos ein paar herrliche Zentifolien zertreten hat.

Pah! Arme Blumen!" höhnt Dolores. Wozu find sie denn da? Blumen haben doch keine Gefühle!"

Damit wirft sie das leere Körbchen über das gußeiserne Gitter derVilla Romulus". ergreift Günther beim Arm und zieht ihn mit sich fori.

Sieh" plaudert sie lebhaft darauf los ..ich bin heute so luftig, so ich weiß nicht wie! Ich möcbt etwas ausführen. Wir wollen einen Ausflug machen gleichviel wohin. Nur recht weit fort von derVilla Romulus" und der lang.

reichsten einerseits in den HauptbestimmungL- ländern unserer überseeischen Auswanderung (den Vereinigten Staaten von Amerika, Canada, Chile, Argentinien), andererseits in den an Deutschland angrenzenden Ländern sowie in den fremden Großstädten.

, Gegenüberden Ergebnissen früherer Zählungen rst die Zahl der Deutschen, d. h. Reichsgebürtigen bezw. Reichsangehörigen, in fast allen europäi­schen Staaten gestiegen, ebenso in einer Reihe außereuropäischer Länder, während fie nament­lich in Großbritannien, den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Australien fich ver­ringert hat.

Den 3 Millionen Deutschen im Auslande stehen 823597 Fremdzebürtige gegenüber, die im Deutschen Reiche am 1. Dezember 1900 sich akifhielten. An fremden Staatsangehörigen wurden also ohne Rücksicht auf ihre ®e= bürtigkeit? 778 737 in Deutschland gezählt.

Die in Deutschland ermittelten Fremden stammen zu 95,8 v. H. aus europäischen Staaten, nicht europäische Gebietsangehörigkeit haben nur 4,2 v. H., nämlich 34 702 Fremde, darunter befinden fich 24 842 aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Am meisten kommen aus:

Oesterreich (Geborene) 338777

, (Staatsangehörige) 371005

den Niederlanden (Geborene) 94172

. (Staatsangehörige) 88085

Italien (Geborene) 62001

. (Staatsangehörige) 69738

der Schweiz (Geborene) 57635

. , (Staatsangehörige) 55494

Rußland (Geborene) 39 213

, (Staätsangehörigleit) 46967

Me die in Deutschland befindlichen Aus­länder vornehmlich von den Grenzstaaten her­rühren, so ist ihre Verbreitung innerhalb teilen, die an das niusiono "uugLcfigcn," «u'pn dem in den Großstädten.

Bemerkenswert ist die große Zunahme, welche die Zahl der Ausländer seit den früheren Zählungen erfahren hat, und zwar sind es fast sämtliche ausländische Staaten, welche heute mehr Fremde als früher nach Deutschland schicken.

Trotzdem ist die Auswanderung von Deut­schen nach dem Ausland größer als die Zu­wanderung von Fremden nach dem Inland. Deutschland gibt mit anderen Worten von seiner Bevölkerung mehr Elemente an das Ausland ab als es vom Ausland empfängt. Wesentlich ist dies durch die Auswanderung nach Uebersee hervorgerufen, der eine entsprechende Ein­wanderung aus diesen Ländern nicht gegenüber­steht. Im Verkehr mit den europäischen, ins­besondere den benachbarten Ländern hat Deutschland dagegen beim Bevölkerungsaustausch einen Mehrzuzug, also einen Gewinn an Be­völkerungselementen aufzuweisen.

toeilgen Miß Harrison und dem gräulichen On­kel! Allein mit Dir sein stundenlang » . . Aber wohin? Wohin? . . , Vielleicht nach Al­bano? Oder nach Tivoli? Oder Frascati? . . Ach ja, nach Frascati! Der Onkel kann Frascati nicht leiden. Wir wollen nach Frascati!"

Günther ist noch gar nicht zu Worte gekom­men. Wie gebannt hängt sein entzückender Blick an dem in seiner übersprudelnden Heiterkeit dop- Pelt reizenden Mädchen.

Alles, was Du willst, mein Liebling!" ruft er begeistert.O, wie glücklich ich bin!"

Er zieht ihren Arm durch den feinen und biegt mit ihr in die zweite Fahrstraße ein, um dort die elektrische Bahn zu besteigen, die zum Bahn- Hof führt.

Plötzlich fühlt Günther, wie der Druck der kleinen Finger auf seinem Arm fich verstärkt, wie Dolores ihre Schritte beschleunigt.

Ein Reiter kommt ihnen entgegen, der bei dem Anblick des jungen Paares tief den Hut zieht und seinen feurigen Braunen vor Dolores zum Stehen bringt.

,.Ah gnädiges Fräulein! Ileberaus ^er­freut, Sie zu treffen. Wutzf gar nicht, daß Sie ohne Ihne hm, ohne Miß Harrison Spazier- gänge unternehmen. Sehen charmant aus auf Ehre, charmant!"

Verbindlich lächelt er Dolores an, während ihr B-gleiter für ihn Luft zu fein fcheint.

Sehr liebenswürdig. Herr Marchese," er- widert Dolores kühl, indem sie mit leichtem Nei­gen des Kopses weitergebt.

Doch der Marchese Antonelli ist nicht der Mann, der sichschneiden" läßt. Er wendet fein Pferd und reitet langsam neben den beiden her.

Ah welch herrliche Rose Sie an der Brust haben. Gnädige," beginnt er abermals.Frisch wie Gnädigste selbst! . . . Woher, wenn ich fragen darr?"

Aus meinem Garten." Dolores Ton wirb immer kälter, indes ein leicklles Rot der Empö-

Der russtsch-japanische Krieg.

Der Beginn der Friedensderhandlnngen.

Mit großer Spannung sieht, wie aus London gemeldet wird, alle Welt hier den ersten Sitzungen der Friedenskonferenz in den Vereinigten Staaten entgegen. Die von dort eingehenden Depeschen lauten durchweg wenig günstig. Sowohl Präsi­dent Roosevelt wie auch Herr Witte sollen fich in Privatgesprächen wenig hoffnungsvoll ge» äußert haben. Im Gegensatz zu früheren Mit­teilungen, wonach die Friedensbedingungen auch dem Präsidenten noch unbekannt waren, will der Berichterstatter derMorning Post" am Sitze der Konferenz wissen, der Präsident sei im Stande gewesen, die hauptsächlichsten Punkte mitzuterlen, und ihre Strenge sei der Grund zu der herrschenden Besorgnis und des Zweifelns des Gelingens des Friedenswerkes.

DerMorning Post" wird aus Portsmouth (New Hampshire) über

das Ziel Japans bei den Friedensverhandlungen folgendes be­richtet :

Japan will ein japanisches Reich be­gründen, dessen Mitte die japanische See sein soll; zu diesem Zweck will Japan dir Küstenlinie des Festlandes, das an die japanische See grenzt, beherrschen und auch die Wasser­straßen, die hineinführen. Dazu braucht Japan das Protektorat über Korea, die Be­herrschung der Straße von Korea und von La Perouse und den Besitz von Sachalin. Japan hofft nicht nur, die mandschurische Küste in Besitz zu nehmen, sondern auch Rußland zu zwingen, daß es die Mandschurei endgülttg räumt. Japan wird dann selbst alsVertreter" zurückzuziehen, sobald China si^ Jel^t faylH erweist, Ordnung und Gesetzlichkeit in der Man­dschurei aufrecht zu erhalten. Japan hofft auch, Rußland zu zwingen, daß es den Teil deS östlichen Sibirien, der an die japanische See grenzt, abtritt, d. h. auch Wladiwostok abtritt oder neutral macht. Auf Kriegs­entschädigung will Japan nicht verzichten, aber die Höhe derselben hängt von den Um­ständen ab, und fie kann herabgesetzt werden; worauf es Japan ankommt, ist Abtretung von Gebiet, und das ist der Preis, den Rußland für den Frieden bezahlen muß.

Die amerikanische Regierung ist wegen dieses japanischen Programms sondiert, und sie hat es gebilligt. Es ist eine japanische Monroe-Doktrin darin enthalten, die ameri­kanischen Jntereflen keineswegs zuwiderläuft im Gegenteil, sie ist Amerika willkommen, weil dadurch China vor Beraubung und Zerstückelung

rung in ihre Wangen steigt.Aber entschuldiget» Sie, Herr Marchese wir haben A eilig Herr Horst und ich. Ah Pardon! Ich vc. iaß, die Herren miteinander bekannt zu machen. Herr Marchese Antonelli Herr Horst. . . . Adieu, Herr Marchese . . . Komm, Günther.

Und mit einer entzückend liebkosenden Be­wegung nimmt sie wieder Günthers Arm und gcht, ohne den andern noch eines Blickes zu wür­digen, davon.

Diesmal kann der Marchese nicht umhin, zu bemerken, daß Dolores ihn los fein will. Ver­blüfft zieht cr tief den Hut, gibt seinem Pferde die Sporen und sprengt davon.

Mit beflügelten Schritten eilt Dolores hin,weg« Es isi ihm, als ob sie Angst habe, der Reiter könne ihnen folgen. , , _

Dieser Mensch! Ich hasse ihn!" preßt sie zwischen den Zähnen hervor.Wie albern er ist! Und tote arrogant!"

Günter antwortet nicht gleich. Er hat das boshafte Funkeln in den schwarzen Augen des Marchese rind den höhnischen Zug um die von einem langen graumelierten Schnurrbart beschat­teten Lippen bemerkt. < h

WaS will er von Dir, mein Luoling <

Er will mich heiraten."

Und Du?"

Ich will natürlich nicht. Er liebt an mir auch nur das Geld, nichts weiter, der alte, abge­lebte Mensch. Und der Onkel protegiertdiese Heirat! Pfui! . . . Nur Miß Harrison ist da, gegen . . Ach Günther, die Männer, die bei uns verkehren ich hasse sie alle alle! Ich verab scheue sie!"

Dolore? hat sich in solche Aufregung hinein« geredet, daß sie fast zittert. Fester hängt sie sich in Günthers Arm, als wolle sie bei ihm Schuss suchen gegen die bestürmenden Gedanken. , '

Aber, mein Liebling Du bist ja meine Braut!" tröstet der junge Mann. , i

Sie lacht verlegen. (Fortsetzung folgt.)