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lNnck>druck verboten.)
reich.
Kriegsentschädigung annehme. Falle die russisch« Antwort negativ ans, so würden die Verhandlungen ebenfalls abgebrochen.
Deutsches Reich.
Berlin, 7. August. '■
— Seine Majestät der Kaiser traf vor« Leitern, Samstag, abends 7% Uhr an Bord der „^duna", welche vom „Sleigner" begleitet war, in Swinemünde ein und begab sich an Bord dec „Hohenzollern". Diese war bereits um 5% Uhr mit dem Kreuzer „Berlin" hier eingetroffen. Dec Kaiser hatte vormittags in Saßnitz den Vortrag des stellvertretenden Chefs des Zivilkabinstts Geh. Oberregierungsrat v. Välentini gehört. Am gestrigen Sonntag Morgen hielt der Kaiser auf der „Hohenzollern" Gottesdienst ab. Er Verblieb den Tag über an Bord und erledigte nachmittags Regierungsgeschäfte.
Marburg
Dienstag, 8. August 1905.
teerte die bevorstehende Schlacht einen riesigen Umfang annchmen.
Washington, 5. August. Von zuverlässiger Seite verlautet, die Japaner hätten den politi. schen Gefangenen, die sie in der Strafabteilung auf der Insel Sachalin gefunden hätten, erlaubt, wenn sie es wünschen sollten, nach anderen Läw dern auszuwandern.
Die Streitkräfte der Japaner.
D^f. "Ruszkij Invalid" gibt folgende Zusarn, menstellung der japanischen Streitkr"fte:
Mai betrug die Stärke der fünf japanfi Wenin der Mandschurei operierenden Armeen V50 000 700 000 Mann in 13 Felddivisionen und 19 Reservebrigaden formiert. Seitdem kamen noch 200 000—260 000 Mann hinzu von denen etwa 150 000 Mann auf die in Korea stehende Armee des Generals Hasegawa und etlva 20 000 Mann für das Okkupationskorps auf der Insel Sachalin zu rechnen sind, während die übrigen die Verstärkungen bilden, welche Oyama in Gestalt neuformierter Divisionen »r- kuslt. Mithin stehen jetzt japanischerseits unze. fahr 850 000 b i s 950 000 M a n n i m F e l d e, abgesehen von den Reservisten und Rekruten' welche nach der erfolgten Ausbildung zur Bildung der sechsten japanischeii Armee verwendet werden.
Die Friedensverhaiidlungeu.
Ueber die Begegnung der russischen und japa-
nipchen Delegierten, die am Samstag in Oyster- bay stattsand, wird von dort berichtet:
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
________________ Sonntagsbeilage: Jttustrirtes Sonntagsblatt. ------- —
amtlich empfangen werden. Die Sitzungen der Konferenz werden am Dienstag beginnen und, wie man vorläufig annimmt kaum lange dauern. Das meiste, was man er- warten könne, soll sein, daß sie den Weg zu einer neuen Konferenz ebnen werden.
Ter russisch-japanische Krieg.
Vom Krkegsschaitplatze.
Der Berichterstatter des „Daily Telegraph" «n der Mandschurei meldet, die Front der rnssi- schen Armee erstreckte sich auf etwa 300 Mest-m M 'et eme ernste Frage, ob Linewitsch im stände fein werde, seine Pläne auf dieser weitgedchnten ^-nie auszuführen. Falls nicht der Abschluß -ines Waffenstillstandes weitere Kämpfe verhindere
Wie aus Paris gemeldet wird, hält das neuerdings gut inspirierte „Meinorial diplomatigue" es für wahrscheinlich, daß der Vertreter Japans auf der Friedens-Konferenz zuerst die Prüfung der Vollmachten des russischen Vertreters der- langen werde. Falls diese Vollmachten ungenügend erscheinen sollten, würden die Verhand- lungen sofort abgebrochen werden. Im entgegen- gesetzten Falle werde Japan alsdann sofort die Frage stellen, ob Rußland im Prinzip eine
Die Friedensaussichten.
Ueber die Friedensaussichten vernimmt bi* „sfoui. Ztg.", daß Japan tatsächlich von der For- derung einer Kriegsentschädigung nicht nbirehts^apan verausgabte bis jetzt 2 Milliarden Jicarf für Kriegszwecke. Es ist anzunehmen, daß öle Japaner die Bewilligung der Entschädigung zu einer Vorfrage machen werden. Angesichts de sEmflusses der russischen Kriegspartei sei eS incht unwahrscheinlich, daß die Japaner versuchen werden, durch einen letzten gewaltigen Schlag in der Mandschurei die Sieges- Hoffnungen der russischen Kriegspartei ad absurdum zu führen, um Rußland gefügiger zu maa;en. Japan beobachtet übrigens strengste Gr. Heimhaltung der Jriedcnsbedingungen, selbst dem verbündeten England gegenüber.
Mancherlei verschiedene Meinungen werden von bedeutenden Japanern aller Berufsklassen über den Umfang der zu stellenden Forderungen geäußert. Aber einig scheint man sich über folgende:
1. Rußlands Rechte auf Port Arthur, Dalnv und anderes gepachtetes Territorium der Man- dschurei gehen an Japan über.
2. Die Mandschurei wird dem Handel aller Rationen geöffnet: ihre Verwaltung verbleibt in zchmnlschen Händen „bis zur Wiederherstellung völliger Ordnung". (Das tväre ad Infinitum!)
3. In neutralen Häfen internierte russische Kriegsfahrzeuge sind an Japan auszuliefern.
4. Die Ostchinesische Eiseilbahn (Castern Chi- nese Railway) wird japanisches Staatseigentum.
5. Sachalin wird an Japan abgetreten.
6- Der im Pekinger Vertrage an Rußland abgetretene Teil des Ämurgebiets wird an Japan abgetreten.
7. Der Amur und seine Nebenflüsse werden als neutrale Gewässer erklärt: Kriegsschiffe ller Machte dürfen sie befahren.
8 Ein näher zu bezeichnendes Areal an b»r chmesifch-stbirischen Grenze wird als neurale Zone erklärt, in der weder Truppen zu versammeln noch militärische Maßregeln zu treffen sind. ' "
9; Der Mindestbetrag der Kriegskostenent- Wndigung wäre bei unmittelbarem Friedensschluß auf vier bis sechs Milliarden Mark -u beziffern.
Die spanischen Friedensbcvollmächtigtcn trafen als die Ersten an Bord eine? Kriegsschiffes cim dann fuhren sie mit einem Boot nach dec ^Mayflower", die sie mit einem Salut von 19 Schuß begrüßte. Im Sveiiesaal wurden sie durch den llnterftaatssekretär Peirce dem Prä- sidenten Roosevelt vorgestellt, der sie in. kurzen Worten im Namen der Regierung der Vereinigten Staaten begrüßte. Dann erschienen die tuf- suchen Delegierten Baron v. Rosen und Witte an Bord der „Mayflower" und wurden gleich- falls unter dem Salut der Geschütze dem Präsi- deuten mit demselben Zeremoniell wie bei den Japanern vorgestellt. Nach der Frühstückspause verließ der Präsident die „Mayflower". Die ja- panischen Delegierten begaben sich an Bord des „Delphin", um nach Portsmouth zu fahren.
Wahrend des Frühstücks auf der Juckst „May- flower" brachte Präsident Roosevelt folgenden Toast aus: „Ich bringe einen Toast aus, auf den keme Anwort erfolgt und welchen ich Sie ersuche stillschweigend und stebmid anznhören. Ich trinke aus die Wohlfahrt der beiden Souveräne und der beiden großen Nationen, deren Vertreter sich auf öiesem Schiffe begegneten. Ich hoffe aufrichtigst und es ist mein Gebet, daß im Interesse nicht nur dieser beiden großen Mächte, sondern im In- tereße der gesamten Menschheit ein gerechter dauernder Friede zwischen Jhnm bald abgeschlost sen wird. ' 1 1
Wie den „Times" unterm 4. ds. aus Oyster- bay gemeldet wird, werden die Frieden bevoll. machtigten bei ihrer Ankunft in Portsmouth am Montag von dem Gouverneur von Newhampshire
Geistes zwanglos hin und her, durch seinen scharfen Eulenblick seine Tochter Ninella in beständiger Angst erhaltend.
Schon lange hatte sie sich, wie nach Rettung auvlngend, nach Professor Wallhof umgesehen. Als seine Hünengestalt jetzt direkt auf sie los- steuert,., klopfte ihr Herzchen zum Zerspringen. Was kümmerte sie jetzt noch der tadelnde Blick des VaterS! Was Dolores Neckerei! Was die geinte übrige Welt!
Bernardo Rosso ist gerade in einer Unterhal- inug mtt einem bekannten Parlamentarier be- grissen, dem er sich von Miß Harrison hat vor- stellen lassen, als Güiither Horst an den beiden Herren vorcheigeht.
„Weich' sympathischer junger Mann!" ruft der alte Parlamentarier impulsiv auS. „Wie energisch, und fest er auftritt! Nichts Halbes an ihm! Richt.- Gemachtes! Seinem Aussehen nach ein Deutscher. Wollte, wir hätten auch in unserer p-ngen Generation viele solcher Markgestalten voll Säst und Kraft. Konnte unserem Lande nichts schaden.
Bernardo Rosso's Gesicht ist jäh erblichen. Als traue er seinen Augen nicht, starrt er auf den jungen Mann, der soeben Dolores im Ge- wühl wieder entdeckt hat und sich nun rasch de.l Weg zu ihr bahnt. .
Sobald er sich von dem alten Staatsmann lo.machen kann, nähert er sich Miß Harrison:
„Auf einen Augenblick, Miß Harrison!"
^ie Engländerin fährt zusammen bei dem j drohenden Ton seiner Stimme. Wie um Er- barmen flehend blicken ihre vergißmeinnicht- blauen Augen in sein finsteres Gesicht.
"Wo ist Dolores?" knirschte Bernardo Rosso.
„Auf der Teprasse."
«Allein?"
«Rein." i. .
- „Mit wem?" ■
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelsznngm redete . ; . . . Roma« von Erich Friese«.
(Forisetzung.)
Die Gäste sind fort, die estltrischen Lickst-xj ausgedreht. 1 ' i
In ihrem blau schimmernden Boudoir siegt Miß Harrison auf der Chaiselongue. Sie bat sich noch nicht einmal Zeit genommen, das leuchtend/ blaue Samtgewand abzulegen. ' - i i
Ihr Atem geht rasch und unregelmäßia. Das Gesicht ist graubleich.
Reben ihr kniet Dolores. Die zierliche Gestalt umhullt ein weiches Hauskleid von weißer Wolle Zärtlich hält sie die kalte» Hände der Leid>ad-m m ben ihren.
„Liebe Edith, wollen Sie sich nickst übi- den?"
Miß Harrison schüttelt den Kopf.
„Soll ich Ihre Zofe rufen?"
Erneutes Kopfschütteln. •
. "Dder kann ich etwas für Sie tun? Vielleicht I km Glas Wem bringen ober etwas frisches! Wasser?" /
„Rein, Nein, danke! Rur — ein paar Trop.! f?n " und Miß Harrison deutet auf ihr Nacht- ttschchen.
Hasttg holte Dolores ein Fläschchen herbei aus dem die Leidende einige Tropfen nahm. Die Farbe kehrte wieder in die graubleichen Wangen zurück. Ter matte Blick wird lebhafter der, Atem ruhiger.
r. mein Gott! Mein Gott, welche Qual!"- stöhnte bte Arme auf. 1
Dolores blickt noch immer mir angstvollen, Augen aus dre Freundin.
,.®ie leib Sie mir tu», liebe Edith!"
Langsam steht Miß Harrison auf.
„Verzeihen Sie mir, daß ich Sie geängstigt habe, Dolores!" murmelte sie matt. „Tas Älter sollte die Jugend nicht mit seinen Schwächen - quälen."
„Aber — Sie sind ja nicht alt, Edith!" _____- (Fortsetzung folgt.) J
®e[cfLeln- rwischen ihnen beidenl eetrlnnt® 8reunbc an bald
Professor Wallhoff, der in einer Ecke des ^brdenkleid und ein bleiches ©e- Klchen entdeckt hat, steuert direkt darauf zu imb E-noert planlos zwischen dem Gewirr von blttzenden Augen, leuchtenden Schultern fun- kelnden Diamanten, glänzenden Seidenroben bwdurcki llmfDrmen' ?l'tzernden Ordenssternen mn durch — ganz wrrr tm Kopf von all dem einer echt römischen eleganten Gesellschaft.
, Bernardo Rosso ist anwesend. In tadet- sstckwn.^rsent Frack,. mit weit gebauschtem ge- -cktem Vorbemdchen, in der Weißen Krawatte £ D^mantnadel — so Betoegt er sich J-wjr&en den Anstokraten der Geburt und bed
Neueste Telegramme.
FuIust. Der „Staatsanz." vec- offlntlicht dav Ge,etz betreffend die Bewilligung
Staatsmittel zur Verbesserung der Woh- nungsverhaltnisse von Arbeitern, die in ftaat- b^^trieben beschäftigt sind und der gerchg -pejolbeten Staatsbeamten.
fetimlnS 0- «»fluft. Durch ben vollständigen iwtsf-v Steuerzahlungen scheint die -§^u?E^kgkekt des Staates ernstlich i» Frage gestellt zu sein. Die auswärtigen Gläubiger 7-nn ren bleiben. Dagegen sollen die
mneren Zahlungen, zunächst die der Beamten-
SSMÄ* citi8cnfa“8 «b-qa-pt
Madrid, 6. August. Der deutsche Botschafter um uu't del" OpdAfnu \ ^^ast^au eingetroffen, S i l ew”"? das Nötige bezüglich der
35 ««L. Deutschland und Berlin e^nn“ ’h^re"t n ?ie "Correspondencia de sn an,lallet aus diesem Anlaß eine
stch ber^la^m^- ®eFIin unb Wien?wozu it.,) veteits zahlreiche Spanier gemeldet baben stn
$etcUe'-ttänft6Öifl9? 21 "ient6£t- ^rgesehen.
Iugust. Sie „Nowoje Sniffs irtnber. 2tn.fi4t. daß die englische Flottendemonstration m der Ostsee sich nicht
tijte, w.lches zi m Nachgeben bei den Friedens- Verhandlungen gezwungen werden soll. Die Engländer sollen aber, so fährt das Blatt weiter
Sf n6en' bc*6 kein zweiter Haller betenT^W btiti^e Schiffeunge-
«n* ,be Jlntfa,en Schären erscheinen sollten August. Der Mörder des Mo§'.
kam.: S.adthauptmannes Schuwalow, Kulikow^lv stt vom Kriegsgerichtzum Tode durch Erhängen verurteilt worden. v
zs ^u9- Der amerikanische
EenerEonstAW Schanghai meldete dem Staals- departemerst telegraphisch, daß die chinesisle Hanbelskammer in Schanghai sich gegen die Fortdauer der Bohkottierung amerikanischer Waren ausgesprochen habe. Ferner ist dem Staatsdepartement die Mitteilung zugegangen ^aß der amerikanische Gesandte in Peking die llnterstützung der chinesischen Regierung erlangte behufs Beendigung der antiamerikanrschen Bewegung, die sich in China und weiter südwärts bis zur Straße von Malakka bemerkbar gemacht hat. u •
"Mit einem jungen Mann."
„Also wirklich. Jedenfalls mit diesem unber- schämten Menschen, dem —"
... "Sich werden ihn nicht kennen, Herr Rosso," IrfK» Harrison ruhig ein. „Er ist heute zum Horst s fner- lft etn Deutscher und stsst
„Und Sie lassen das Mädchen allein mit di'. Jem jungen Mann! Eine schöne Gesellschafterin sind Sie — das muß man sagen!"
Hoch richtete Edith Harrison sich auf.
,,^ch kenne Dolores und weiß, daß ich ihr trauen staun. Außerdem — selbst, wenn ich es ihr verboten hotte — Sie wissen selbst, Dolores Üt nicht oas Mädchen, das sich wie ein Läinm. ojen an der Schnur führen läßt. Sie tut stets was sie will." '
Mit einem unterdrückten Fluch wendet Bernardo Stosso sich ab. Er ist so wütend, daß richt einmal der Anblick seiner Tochter, die mit glühen- »en und leuchtenden Augen in ein lebhaftes Gespräch mit Professor Walhoff vertieft ist, ihn oejanstlgt.
Das Fest nimmt seinen gewohnten Verlauf, polares wird häufig an der Seite des schlanken hochgewachsenen blonden jungen Mannes gesehen' uno schon beginnt man sich zu erkundigen, wo- her er kam der Fahrt und wie sein Nam' und Art" , , .
Als gegen ein Uhr bte Gäste ihren Abschied
nahmen, geleitet Dolores Günther und seinen Freund bis zur Treppe.
Sie ist sehr bleich: ober ihre Augen strahlen. । , Beim Vorbeigehen cn Bernardo Rosso, 5 er mit drohender Mene Wache zu stehen scheint, macht sie eine leichte, mokante Verbeugung, :HH- rend ihr Mund ihm spöttisch zuflüstert:
„Was meinst Tu, Onkel? Jst's nicht fein, daß wir Herrn Horst wieder begegnet sind? I Wie?" — -■ • i- • I
— Zum Kaiserbesuch in Posen it;ti Gnesen ist nunmehr folgendes bestimmt: D.r Monarch wird am Dienstag, 8. d. M., gegen Uhr morgens mittels Sonberzuges von Swinemünde kommend, auf Bahnhof Posen-Gerberdamm eintreffen und sofort ohne Empfang mit größerem Gefolge im Automobil nach dem Truppenübungsplatz Weißenburg weiterfahren, wo am 8. und 9. d. M. große Kavallerieübungen der Division D. abgehalten werden. In der Nacht voin Dienstag zum Mittwoch wird der Monarch in einem aus dem Truppenübungsplätze eigenS dazu errichteten Kaiserpavillon zubringen. Nach Beendigung der Uebungen am Mittwoch wird sich der Kaiser gegen 1 Uhr mittags nach Gnesen be. geben, um einer auf dem dortigen Exerzierplätze ftattfindenen Gefechtsübung der 8. Jnfattterie- Brtgade gegen das pommersche Füsilier-Regiment Rr. 34 beizuwohnen. Die Abreise Monarchen von Gnesen wird voraussichtlich am Mittwoch Abend gegen 7 Uhr erfolgen; die Fahrt gefit im Sonderzuge über Berlin—Cassel nach Schloß W i l h e l m s h ö h e, wo inzwischen die Kaiserin mit ihren beiden jüngsten Kindern eingefroffen sein wird. j
— Im Auftrage der deutsch -konservativen Fraktion des Reichstages hat der Abg. v. Rormann an den Wirflichen Geheimen Rat Grafen zu Limburg-Stirum, der, wie schon gemeldet, gestern seinen 70. Geburtstag be- gi ug, folgendes Glückwunschschreiben gerichtet: „Barkow, den 6. August 1905. Euer Exzellenz bitte , ich im Auftrage der deutschkonservativm Fraktion des Reichstages und in meinem eigenen Namen unsere herzlichsten, aufrichtigsten Glückwünsche zur Vollendung Ihres siebenzigsten Le- bensjahres aussprechen zu dürfen. Wie die kon- servative Partei im Ganzen, so verehrt auch unsere Fraktion in Euer Exzellenz einen ihrer bewährtesten, unentwegt dem Vaterlands und dec konservativen Sache dienenden Führer und wir sind Eiter Exzellenz aufrichtigst dankbar, baß Sie uns auch ferner Ihren unschätzbaren Rat, Ihre treue Mttarbeit erhalten wollen. Möge Gottes Gnade Euer Exzellenz hierzu noch lange die Kraft geben und Ihnen einen für Ihre Familie, das Vaterland und die konservattve Partei gesegneten •
. Als am Abend die beiden Freunde die geichmuck,cn Festsäle der „Villa RomuluS" be- traten, wurden sie im hohen Vestibül von Do- lores und Mß Harrison empfangen.
Tie junge .Kreolin hatte das Galakostüm von schiverem, golddurchwirktem Brokat mit langer Courschleppe angelegt — dasselbe, welches sie zum Hosball getragen.
Mit ihrem strahlenden Grübchenlächeln bewill- komnuiet sie beide Herren. Dann wendet sie sich 10'crt einigen Neuangekommenen zu.
Gunther fühlt zum ersten Mal in feinem Le. ben etwas tote Entmutigung. So strahlend schön vorgestellt!"' f° ”nerr£*r « sie sich nie
TR/» 4ni Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Exp-dition 2 Mk-
Jtl 184 ** Em Postämlem 2,25 Mk. tzexcl. Bestellgeld). 1
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