Sonntagsbeilage: Itlustrirtes Sonntagsblatt.
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Zweites Blatt
: wfomte« Wählerzahlen tarnen auf auf bte zweite Klasse 12,07 und
Deutsches Reich.
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ein teures Jahr: 1 Viertel Korn kostete 7 Taler, 1 Pfund Ochsenfleisch 12 Kr., 1 Pfd. Kuhfleisch 9% Kr., 1 Pfd. Schweinefleisch 11 Kr., 1 Pfd. Hammelfleisch 9 Kr., 1 Pfd. Schinken 20 Kr., 1 Pfd. Wurst 8 Kr., 1 Pfd. Weitzmehl 7 Kr., 1 | Pfd. Schwarzbrod 4 Kr., 4% Loth Wecke i Kr» 6y2 Loch Afterkuchen 1 Kr., 1 Maß Bier 4H Kr., 1 Maß Mlch 8 Kr., 1 Maß Branntwein 1 st. 4 Kr.
1817 gab es eine gesegnete Ernte, aber keine billigeren Lebensmittel. Die Einnahmen der Stadt betrugen 24 550 Gulden und die Aus« gaben 21 581 Gulden. Da die Frucht noch sehe teuer war, so kostete im November 4 Pfund Schwarzbrod noch 21 Kr.' da die meisten Bäcker nicht mehr backen wollen, wurde die ganze Zunft um 50 Kammergulden gestraft und verschiedenen auf Vz Jahr das Handwerk verboten und von der Polizei der Backofen eingeschlagen.
1818 im August wurde die erste Synagogr, welche früher ein Tanzlokal war, von den Juten; eingeweiht.
1818 am 29. August wurde die erste öffentliche Mädchenschule hier errichtet, es bestanden bis dahin 3 Privatschulen, an denen die Prä, zeptoren Hofmann, Möhring und Amrhein unter- richteten.
Den 18. Oktober zu feiern wird verboten, eS war in diesem Jahre zum letzten Mal.
1819 am 26. August kommt 'eine Alarm-Kanone auf das Schloß um bei entstehendem Brand' in der Stadt 3 mal, auf dem Land 2 mal und bei der Entweichung eines Gefangenen, einmal losgeschofsen zu werden. Ms 1869 hat diese Kanone ihren Dienst getan. Auf dem Schloßtunn wurde ein Turmmann bestellt, der jede Nacht die Viertelstunden blasen mußte. Bei einem Feuer rief er bei Tag durch ein Sprachrohr, wo ei brannte und steckte eine rote Fahne nach der Richtung aus und bei Nacht bezeichnete er diese mit einer brennenden Laterne.
1821 am 2. November brannte das Haus dB Backers Tasch neben der Schwanapotheke ab. ,j
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I epidemische Krankheiten aus an denen die Aerzte I und Wärter starben. Die Toten wurden auf der I Tierwiese begraben. Auch Prof. Dr. Michaelis I wurde am 17. Februar ein Opfer des Lazarett. I fiebers, welches in dem großen Lazarett wütete. I Am 11. April wurde in Marburg die Ein- I »ahme von Paris gefeiert. Morgens von 11 I bis 12 Uhr wurde mit den Glocken geläutet und I die Stadtkanonen abgefeuert. Abends wurde die I Stadt erleuchtet und auf dem Kämpfrasen wurde I ein großes Feuerwerk abgebrannt. Der "übel I dauerte bis zum 17. April, wo in der lucheri. I scheu Kirche ein Friedens- und Dankfest gefeiert I und der baldige Frieden verkündet wurde. Im I Monat Mai besuchte die Kurfürstin Marburg.
I Am 13. Augifft rückten in Marburg 20 000 I Sachsen ein, sie fingen hier Händel an und waren I schlinnner wie die Franzosen.
I Tas Grabmonument der hl. Elisabeth kommt I von Cassel nach Marburg zurück. Die Stadt hat I 708 bewohnbare Gebäude und 6108 Einwohner, I 2910 männliche und 3198 weibliche.
I 1815 errichtete der Kurfürst in dem Stamm- I sitz.seiner Väter eine Strafanstalt, die 1869 fe- I seitigt wurde, wo das Schloß zum Archiv i.mge- I richtet wurde. I
. .1815 von Februar bis Mai kamen eine Masse Kriegsvölker hier durch und werden teilweise hier emquartiert. Zur Aufrechterhaltung der Ord- nung wurde die Schützen-Kompagnie und der Landsturm gebildet.
Am 1. November wurde ein Buß- und Bet- tag eingeführt. Im November kamen die . lrup. I Pmzüge wieder zurück, es wird ein Stadtlazarett «richtet.
• . Am 29. November waren hier einquartiert | 64 Stabsoffikiere, 396 Offiziere, 414 Bediente, 8102 Unteroffiziere und Gemeine.
1816. Die Truppendurchzüge dauern von Januar bis März fort. Im deutschen Haus be- fiirdet sich das Etappen-Magazin. Vor dem Bar- füßertor wird ein. geplätteter Fußweg angelegt, auf dem das Reiten verboten wurde. Es war
Marburg
Sonntag, 6. August 1905.
Beiträge zur Chronik von Marburg.
Von L. Müller.
(Fortsetzung.))
Neueste Telegramme.
Berlin, 8. August. Der langjährige Führer der konservativen Partei des Abgeordnetenhauses und Mitglied des Reichstages, Graf Limburg- Stirum,, feiert heute seinen 70. Geburtstag. , Berlin, 5. August. Die „Deutsche Zeitung" - teilt eine Meldung von gewöhnlich gut unterrich. teter Seite mit. Danach werden in den nächsten Wochen weitere 5 000 M a n n n a ch S ü d w est- afrika entsandt werden. Der erste Transport, bestehend aus 800 Mann nebst 72 Ossi- zieren und Beaniten, wird bereits im Lager zu Münster zusammengestellt, die Abfahrt von Hamburg erfoglt am 20. August. Nähere Einzel- feiten stnd noch nicht bekannt.
, .. Wien, 5. August. Die österreichische Regierung tragt sich. mit umfassenden Eisenbahnverstaat- lichungsplanen. Sie hat an Bauunternehmungeu der Kaiser Ferdinandnordbähn, der österreichisch- ungarischen Staatseisenbahngesellschast, der öfter- re ich i schen Nordwestbahn, der südnorddeutschen Verbindungsbahn und der Eisenbahn Wien« Aspang Erlässe gerichtet, wgpach dieselben zur Normierung der gesellschaftlichen Vertreter für die im Herbste durchzuführenden Verstaatlichung-- verhaiidlungen aufgefordert werden.
Rom, 4. August. Es ging heute ein Gerücht um von der schweren Erkrankung des Papstes Hierzu erklärt Dr. Lapponi, daß der Papst Mittwoch Nacht einen sehr leichten Anfall von Gicht I batte, der gestern vollkommen wieder verschwunden war. Der Papst empfing heute zahlreiche Personen, die ihm zum Jahrestage seiner Erwählung zum Papst ihren Glückwunsch dar- brachten.
. Christiama, 4. August. Die norwegische Re- gieruiig hat, das Finanzdepartement ermächtigt, I bom 1. Juli ab bis auf weiteres diejenigen Ge- I Halter, Pensionen k., die bisher von dec Zivil- I liste des Königs entrichtet wurden, auszuzahlen. I Salon,chl, 4. August. Nach amtlichen Berich. I im operieren jetzt 25 Banden in Mazedonien, »arunter 13 bulgarische, 10 griechffche, eine ser- I bische und eine türkische. I
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Der rusfisch-sapiinlsihe Krieg.
Aus der Mandschurei,
, In der Mandschurei haben die Russen, wie uoec Tokio gemeldet wird, große Truppenmassen konzentriert. An vielen Stellen stehen sich die feindlichen Truppen kaum 1000 Meter von ein- ander entfernt gegeiiüber. In dem Gebiete von Takunien haben die Russen bedeutende Verstär- chingen erhalten und ihre Gesamtheit in dieser
■ Gegend belaufe sich etwa auf 300 000 Mann
■ treifer Weiß aus Cappel und zwei weitere P r- I sonen, deren Namen nicht festgestellt sind.
I Der Kreuzgang am Barfüßerkloster wurde ab- I gebrochen und die Steine in den neuen fetani- I schen Garten gefahren, weitere 74 Schlachtr.sthen I Steine wurden von den gesprengten Festungs- I Werken am Schlosse in den botanischen gurten I Zur Anlage der hohen Mauer gefahren.
I Die Totenkirche wurde zum Brauhaus um- I gebaut, eine Glocke, welche darauf hing und 79 I Pfund wog, wurde verkauft. Die neue Brau- I Einrichtung kostete 1860 Taler. — In der Unter- I gaffe wird ein neuer Brunnen angelegt.
I cm 1818 am 25. Oktober rückten die Russen in I Marburg ein. Marburger Patrioten hatten im I November einen Umzug gegen Franzosen freunde, I zerstörten das Licentamt und setzten ein Gericht | auf dem Rathaus nieder.
Am 23. November kam der Kurfürst nach Marburg; 200 Jungfrauen gingen ihm entgegen. Die Burger spannen die Pferde von fet- nein Wagen und ziehen ihn zum Steinweg hiiwuf in das Fürstenhaus. Abends war die Stadt l illuminiert.
. ^813 versammelte man sich zum erstenmale wieder auf der Ketzerbach, um die 1776 in den Kochen verbotene Chri-tmette zu fingen. Nach bleiern Verbot tn den Kirchen fang man am 1. Weihnachtstag in der ersten Mitternachtftunde aus dem Gesangbuch bei dem Scheine der Fackel,
1810 von den Franzosen verboten wurde. I Auch dre Nachtwächter sangen das Neujahr I der an. I
1^14 am 16. Januar wurde auf dem luth. | Kirchhof das Regiment Kurfürst vom Kurprin- I äen gemustert und am 19. erfolgte in der lutheri- I s m lt^ Eidesleistung. Hierauf wurde I das Regiment auf dem luth. Kirchhof aufgestellt, I wo Professor Wachter die Fahne weihte; am 20. I marJoJv7te Regiment nach Koblenz ab. I
1814 wurde auf fern Schloß im Wilhelmßbau I unö im Zeughaus ein Lazarett eingerichtet für I tränte und verwundete Trupven. ES brachen I
im .November wurden in Marburg 41 Mitglieder einer Räuberbande abgeurteilt von fenen 10 zum Tode verurteilt tourfeir 8 wur- l feit treigewrochen. ' rour
Q^?^rmals am 5. Dezenifer, wurden von -em Cchwurgerichrshof zu Marburg 7 Mänmc di° und Bandendiebstahles schuldig Sef’1 f)at e"' 3“nt $°be üen,rteiIt und hchg^
bie erfte Älaffe 3,w, uie iroeue »ciane rz.ui und auf bie brttte Klasse 84,57. Die Wahlbeteiligung be* trug nur 21,18 vH. tn bet britten, 34,27 v. H. in bet jtoettenunb 49,24 in bet ersten Riaffe. Ist ben Jahren vorher war sie allerbings noch geringer. So fetrug sie 1898 nur 15,67 b H. in bet britten Klaffe. SlAw* ^^^"ng l903 ist, wie bet .Vorwärts hervorhebt, auf bte offizielle Beteiligung bet Sozial.
»urückrusühren. Die Verteilung der Wahlersttmmen auf bte Parteien war folgende:
„ ~ 2m Verlage des preußischen statistischen Bureau» erschien jetzt eme Bearbeitung ber Ergebnisse bet Vreu61fen Lanb tagSwahlen von 190$. 1993 rm ganzen Staate 710196t Urwähler Vorhauben, das stnd 206.02 auf 1000 Ein. »«WtHiSjaW entfielen 6,98 “U.T 0« erfte, 24 86 auf bte zweite unb 174,23 auf bte dritte Klaffe. In absoluten Zahlen entfielen auf b* etfte Klasse 238,845 Wähler auf bie zweite 856,914 unb auf bte brttte Klaffe 6,006,204 Wähler. In vunbertteilen ber gesamten SBäblenablen famen nnl
i Eine Folge der neuerlich in Aussicht genom- 1 menen großen Nachschübe für di« Mandschurei- I Armee ist jedenfalls die bevorstehende Einstelstmg I von Privatfrachten auf der sibirischen Eisenbahn, I über die heute telegraphiert wird:
I Nach amtlicher Mitteilung wird die sibirische I Pahn am 14. August den Transport von Privat- I ftachten einstellen. Die Bevölkerung wird cmfge- fordert, ihre Frachtert auf der alten sibirischen I Poststraße befördern zu lassen.
I Dokio, 4. August. Japanische Offiziere, I toeliye vom Knegsschauplatz zurückkehrten, er- I klarten, daß die russischen Streitkräfte augenblick- I stch etwa 20 Armeekorps umfaßten mit je tz.oei I Divisionen ä. 15 000 Mann. General Leuewttsch I verfüge über 900 Geschütze und weitere Geschütz- I sendungen aus Rußland seien unterwegs. Die I Hauptstreitmacht des Generals Lenewiffch stehe in I der Gegend von Takumen und der Linie von I Chanhö^m. General Lenewiffch lege eine große I Tätigkeit an den Tag.
I Tokio, 4. August. (Reuter.) Hier ringe- I aangenen Meldungen zufolge, stehen die vorgescho- benen Wachtposten der Russen südlich von Tumen innerhalb Gewehrschußweite. Ein baldiger Zu- sammenstoß wird als unvermeidlich abgesehen.
Die Eroberung Sachafins,
Nach den ausführlichen Berichten, die über die bereits gestern mitgeteilte Uebergabe der russi- । !ch<m Besatzungen von Sachalin eingegangen sind, griff am 28. Juli eine japanische Kavallerieab- teilung di« Russen bei Paleo an und schlug sie nach Kuden hin zurück. Am folgenden Tage verfolgte die japanische Kavallerie, di« Verstärkungen erhalten hatte, den Feind in südlicher Richtung nach Tarolan hin, das 25 Meilen südlich von Rykow liegt. Di« Russen machten bei Onol, 25 Meilen südlich von. Tarolan Halt. Am 30. Juli sandte der russische Militärgouverneur Ljapunow einen Parlamentär, der erklärte, infolge Man- gels an Verbandstoffen sei es unmöglich den Ver- I wunfeien Hilfe angedeihen zu kaffen. Er sei des- halb aus Gründen der Humanität gezwungen, I um Einstellung der Feindseligkeiten zu bitten. I Der Kommandeur der japanischen Streitkräfte i verlangte die Uebergabe aller Kriegsvorräte, des I Regierungseigentums, sowie der Karten und I Aktenstücke der Militär- und Zivilverwaltung. I Die Bedingungen wurden angenommen. Me I Uebergabe erfolgte am nächsten Tag«. I
Paris, 5. August. Dem „Gaulois" wird I aus Tokio über das Wiederauftauchen I russischer Kriegsschiffe ,im Japa- I Nischen Mvere folgendes gemeldet: Zwei I russische Torpedobootszerstörer erschienen am I Donnerstag um 5 Uhr früh gegenüber Tschung- I tschrng im Norden von Korea und griffen das I kleine japanische Handelsschiff „Kheiso-Maru" I on. Sie gaben 60 Schüsse ab, wovon sieben das I Schiff tn den Maschinenraum trafen. Der Kapi- I lau und ein Schiffsjunge wurden getötet, zwei I Matrosen erwunfet. Die Torpedobootszerstörer I dampftm sodann in der Richtung nach Wladi- I Wostok ab. I
Effchnnt wöchentlich sieben mal,
®rtt* lferlag' Joh. Ang. Loch, Umversitätr-Buchbruckerek 40. AiltfffO Marburg, Markt 2t — Telephon 55. W (
| l- Kl. II. Kl. III. Kl. Zus. in $ro;u
I Konservative 33629 69509 221019 324157 1938 I Freikonservative 5063 10761 32178 47975 2.8? I Nationalliberale 25982 60792 169446 258220 1533 | Freff.Vereiuigung 1665 3 952 11118 16735 1.06 I Frets. Volkspartei 8593 21409 43243 73245 4,38 I Zentrum 28327 54780 173851 251958 15,07 I Polen, Dänen,
I Welsen, Littauer 6242 25004 150110 181356 10,85 I Bund d. Landwirte 2142 3 555 6 851 12548 0,75 I Antisemiten unb
I Verwandte 152 428 2 800 2880 0,17
I Sozialdemokraten 782 12883 800984 314149 18 79 I Sonstige u. Unbek. 9869 30464 150057 190390 11,39 I Die Parteistellung ber Abgeordneten wird wie I folgt angegeben: Konservative 143, Freikonser- I vattve 60, Nationallibetale 79, Freifirmi« I Vereinigung 8, Freifinnige Volspartei 25, Zentrum 97, Polen 13, Wilde 8.
I — Der Bundesrat beabsichtigt, Handels« tnspektoren einzusühren. In mehrerm Eingabe» au den Bundesrat ist der Antrag gestellt worden, die Ausführung der für die Handelsangestellten e» laffenen Schutzbestimmungen besonderen von fe» Landesregierungen zu ernennenden Beamten zu über»
l tragen und zwar Handelsinspeltoren, die unabhängig^ staatlich bezahlte Amtspersonen fein müßten, analog Mn Fabrik- und Sewerbeinspektoren, die diesen an« zugliedern seien. Zur Begründung des Antrages auf Einführung von Handelsinspektoren wird ausgesührt, daß die Ueberwachung des Vollzuges der GesetzeS« vorschristen über die Arbeitszeit, die Bureanordnung, das Lehrlingswesen, worüber .unzählige Bestim« mungen in Haufelsgesetzbuch, Gewerbeordnung, Krankenversicherungsgesetz, Alters- und Invalidenversicherungsgesetz, dem Gesetz betreffend Sitzgelegenheü enthalten feien*, ber Polizei unb den Gemeinden obliege, die aber eine genügende Kontrollarbeit nicht leisten könnten. Deshalb fei die Bestellung besonderer, aus dem Handelsstaude hervsrgegangener Organe, bte den Befähigungsnachweis für das Amt eines Handelsinspektors am besten durch das Reifezeuguis einer Handelsschule und den erfolgreichen nachsolgen- ben Besuch einer Handelshochschule sowie durch eine mindestens zweijährige praktische Tätigkeit als Hand< lungsgehllse zu erbringen hätten, erforderlich geworden. Der AMrag wird, nach dem ,B. T., zunächst den Handelskammern und anderen kaufmännischen Korporationen zur Abgabe eines Gutachtens zugehen.
Die Friedensverhandlungen.
tiefer di« Eröffnung der Friedenskonferenz wird aus New-Iork telegraphiert:
Am nächsten Montag, 7. August, wirs die Mte Zusammenkunft der japanischen und rufst, schen Delegierten zwecks Einleitung ter Unter- Handlungen stattfinden.
O y ft e r b a y, 4. August. Witte und Baron v. Rosen kamen heute hier an, um dem Präsiden- ten Roosevelt einen Besuch abzustatten, ohne von ten anderen Mitgliedern der Msston beglettet zu fern. Wie hier versichert wird, unterscheidet sich dreser Besuch in keiner wesentlichen Hinsicht von dem des Barons Komura und Takahtras.
„ ndon, 5. August. Der Schanghaier Benchterstatter der »Morning Post" will erfahren Hafen, daß der russische Geschäftsträger in Peking versuche, China zu veranlassen, sich, wenn möglich, m die Untechandlungen über di« künftige :3er- waltung der Mandschurei einzumischen. Prinz Tsching, sowie die. Vizekönige Jurnffchikai unb Wuttngfu seien gegen eine Einmischung Chinas, während Patung, der Präsident des Auswärttgm Amts, sie wünsche.
^,e to - D o r f, "4. August. Das Zeremoniell für öte Veranstaltungen aus Anlaß der Friedens- vechandlungm bereitet der amerikanischen noch immer Sorgen. Es wurde, wie der „L.-A." meldet, die Frage aufgeworfen, ob Witw oder Komura fei dem Frühstück an Bord der "Man- flower" rechts bon Roosevelt sitzen soll. (!) Der Präsident entschied dahin, daß überhaupt nur stehend von einem Büfett gespeist werden soll, hoffentlich scheitern an dieser „hochwichtigen*' I Frage nicht die ganzen Verhandlungen. Man konnte sich an den Regensburger Reichstag seligen Angedenkens zurückversetzt glauben, wo sich die Gesandten der deutschen Kleinstaaten um datz Vorrecht rot- oder grünsammtner Sessel stritten und nicht denken, daß wir das 20. Jahrhundert zählen.) I
Berlin, 5. Äug.
., — Seine Maiestät der Kaiser hat, wie aus Saß-
• au' Rügen gemeldet wird, bett Panzerkreuzer ^d^nz Adalbert dorthin kontmen lassen, um diese Nacht Schießübungen mit schweren Geschützen ans hoher See vorzunehmen. Am Dienstag totrb ter Kaiser in Posen eintreffen unb dort am 8. unb 9. firoffe jlabaneriefibuttaen bei Weißenburg abhalten. Die Ankunft in Cassel erfolgt voraussichtlich Donnerstag.
— Die für die Du rchführnng der neuen Hanbelsvertrag« erforderlichen Vorarbeiten werten tn den beteiligten Refforts ter Reichster- toaltung unb ber Bundesstaaten mit aller Energie gesö.tert unb ffnb dem Abschluß nahe. Die Frage, welche organisatorifchen Maßnahmen innerhalb ber w der Zölle unb inbireften Steuern bei ber
< .fff'Äruug dbr Neuordnung ber zollpolitischen Ser- i)a[tni|fe zu treffen fein werden, dürfte ebenfalls in ""Ester Zeit ihre Erledigung finden. Endgiltige Entschließungen find bisher noch nicht gefaßt.
In der Nacht vym 21. zum 22. Novemb?r t-öa§ /dcuis des Bäcker Schott in der Maittgaste ab. Bei diese.m Brande büßten elf F-..wnctt thr^ Leben ein. Es waren 1 die
-^u sattters Stephan Barth, 29 Jahre K‘- 7‘ Stephan Barths Sohn, 8 ^ahre rlt 3 Stephan Barths Tochter, 2 Jahre alt i tzäfiier- mevter Heinrich Briel, 42 Jahre alt 5 tzy^unne, Tochter des Metzgers Dietrich ''uhl
61 ^re'S?re 7 Küser Johannes Riehl,' 54 i <%oir- , 7- «chlostermeister Ludwin r '?iiffer .1 f ■v'u;re Qtt' 8- Die Schottsche Magd. 9.
—5- * r1811-' infolge Itefergriffe der westfälischen
| Polizei zogen die Marburger Studenten am 24. RR£g ! von der Universität weg nach Gladenbach, . das damals Darmstädtisch war.
Am,6. Juli wurde bekannt gemacht, 7aß ein )ebeL" hrer angesessene Jude sich in das Svnago- । ßcuregtfter eintragen lasse, und diejenigen, welche s Loch keine Eigennameii haben, solcfe bei ein- monatlicher GefängnissTrafe annehmen müssen.
; Eine Konsumsteuer wird angesetzt: für 1 t 1 Rmd oder Kuh 8 Frcs., für 1 Schwein 1 1 Maag Branntwein 97 Centimen. 1
; ~t)m Bier 7 Frcs. 8 Cent., 1 Pfund Kaffee 12 £nt-' 1. Zentner Zucker 7 Fres. 88 Cent., 1 ®Jlnt FH em oO Frcs., 1 Maaß Wein 53 Cent.
IC SeS ’"3 ' Gent' ein Passierzettel