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gehende Zugeständnisse, zumal dieselben noch v<l ihrem Inkrafttreten dem Volke von den denn» kratischen Agitatoren in willkürlicher Weise ge deutet werden und dadurch nur Unruhen hervor- rufen. Daher hat Tvepow, als Graf Schuwalow ermordet war, die Wahl des ihm befreundeten (3er nerals Durnowa für den Posten des Moskauer Generalgouberneurs sehr befürwortet und dank den „Jünger" Plehwes, den Baron v. Medern, für den Posten des Moskauer Stadthauptmanul
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Marburg
Freitag, 4. August 1905.
Das von E. Sauer dort bergrechtlich erwor- bene Gebiet stellt einen Komplex von annähernd 100 Quadratkilometer Fläche dar. von welchem zunächst der südliche Teil in Angriff genommen werden soll.
Die bisherigen Kosten für den Anschluß haben nach Berichten 800 000 Mk. betragen. Daß die genannten Gemarkungen jeden! Fortschritt der neuen Unternehmung segnen, liegt auf der Hand. Die unbemittelten Leute finden V e r d i e nst, der W oh lst and und die Steuerkraft hebt sich. Schulen und .Kirchen werden besser dotiert aus den Kommunalabgaben des Werkes, ein Stab von intelligenten Beamten zieht ein, für welchen nette Wohnhäuser errichtet werden, bar Geld rolliert allwöchentlich reichlichst, kurz,, man bemerkt bald die großen Fortschritte, die eine bis dahin ärmlich gewesene Bevölkerung macht, gerade so wie im benachbarten Thüringen mit den Kaliwerken um die Felda.
Es soll mit dem Abbau der günstig liegenden Kalischichten nahe bei Flieden am Distelrasen alsbald begonnen werden, während Dernzcll, Kerzell, Neuhof und Nommerz Schachtmundungen erhalten werden. Man hofft, durch diese neue Arbeits- gelegenheit Hunderte von Sachsengängern an die Scholle fesseln zu können. Daß unter solchen Umständen die betreffenden Gemeinden der Un- temehmung alles entgegenbringen, was in ihren Kräften steht, ist leicht erklärlich. Die Acker er- halten billige Dungsalz-, die Arme, die nur zeit- weise in der Landwirtschaft intensive Beschäftigung finden, erhalten Gelegenheit zu gewinnbringender Verwendung von überschüssiger Zeit, ein Stamm von eingesessenen Arbeitern bildet sich, welcher kein Gesindel unter sich duldet usw. : sw.;
Neueste Telegramme.
Berlin, 2. August. Der „Staatsanzeiger' veröffentlich das Gesetz betreffend Abänderung einzelner Bestimmungen des allgemeinen Berggesetzes vom 24. 6. 1865 bezw. 1892.
Berlin, 3. August. Wie die „Deutsche Zeitung" zuverlässig erfährt, beabsichtigt die preußische Regierung, in der nächsten Session eine Neuauffüllung des Fonds der Anfiedlungs- kommission in den Ostmarken zu beantragen.
Paris, 3. August. Ter Ministerpräsident Rouvier hat der deutschen Botschaft gestern Nachmittag die langerwartete ausführliche Denkschrift über die in Marrokko durchzuführenden Reformen zugehen laffen. Man hofft nunmehr, daß beide Regierungen sich möglichst bald über dieses Reformprogramm einigen werden, damit der Sultan zur Einberufung der internationalen Konferenz bestimmt.
Belgrad, 2. August. Die Regierung hat sämtliche serbischen Gesandten dringend nach Belgrad berufen, was hier zu verschiedentlichen Kommentaren Anlaß gibt. In gut informierten Kreisen behauptet man, diese Berufung gelte der Besprechung energischer Schritte, welche die serbische Negierung gemeinsam mit Montenegro bezüglich der traurigen Zustände in Altserbien zu machen beabsichtige.
KoAstkNtinopel, 2. August. Die kretische Kammer hat vor ihrer Vertagung ein neues Memorandum an die Mächte gerichtet, welches sich für eine Annexion durch Griechenland auS- spricht und die Haltung der vier Generalkonsuln kritisiert.
New-Bork, 2. August. Der Präsident des russischen Ministerkomitees Witte ist heute Vormittag 11 Uhr mit dem Llohddampser »Kaiser Wilhelm der Große" hier eingetroffen. Witte bestritt nach seiner Landung in einer Unterredung mit Entschiedenheit, daß er geäußert habe, er fürchte, Japans Friedensbe- dingungen würden unerträglich sein, oder, daß er gesagt hätte, die Friedenskonferenz würde innnerhalb einer Woche ergebnislos beendet sein.
Erscheint wöchentlich siebe« mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UniverfttätS-Buchdruckerei 40» Marburg, Markt 21. — Telephon 55. ö
Die Wichtigkeit der Kali-Industrie in Kurhessen
beleuchtet nachstehender Aufsatz unseres Marburger Montangeologen Dr. Carl Ochsenius, der im Hinblick auf die neu entdeckten Kal ifel- dern im Fuldaischen, über deren Aufschluß wir bereits vor längerer Zeit berichtet ha- ben, und die der Ausbeutung infolge der Mutungssperre drohenden Gefahr folgendes schreibt:
Bei der Versorgung des In- und Auslandes durch deutsches Kali spielen natürlich die Frachten eine bedeutende Nolle. Die am weitesten i südlich gelegenen Kaliwerke, das sind die thüringischen, versorgen Süddeutschland mit Dung- folgen, Chlorkalium iistv., genießen also nach die-
mu dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Die revolutionäre Bewegung in Rußland
Aus den täglichen Meldungen, die. wenn flr auch manchmal weniger wichtig schienen, doch vor Ausständen, Straßenunruhen und bewaffnete» Zusammenstößen mit Polizei und Militär beri«? teteu, geht zur Genüge hervor, daß der revolutü näre Brodem noch in unverminderter Stärke übs Rußland lagert und daß von einer Besserung beit Lage, obwohl in den letztenTaaen keine größere» Ereignisse sich bemerkbar machten, nicht im :nt ferntesten gesprochen werden kann. ,^doch scheinh und das ist entschieden ein Lichtstrahl in den traurigen Dunkel, die Negierung endlich :nt> schloffen, im eigenen Hause energisch Ruhe unk Ordnung zu schaffen. Dann wird sie auch n die Ausführung der notwendigen Reformen gehe« können. Wie der „D. Z." aus Petersburg b& richtet wird, soll es dem Polizeiminister Trepow gelungen sein, sowohl den Zaren selbst, als auä dessen Umgebung, in der Ansicht zu bestärken, da» ein energisches Vorgehen der russischen Regierm der Beherrschung der Situation und Erhalrurt der Selbstherrschaft dienlicher sein wird, als wer
9.
Am folgenden Morgen erschien Dolores lau- nenhafter, unbegreiflicher denn je. Sie lacht und schmollt und schwadroniert und brütet vor sich hin — ohne jede Veranlassung.
So meint wenigstens Miß Harrison, deren Nerven durch die beständigen Aufregungen mehr und mehr leiden.
- , Bernardo Rosso läßt Miß Harrison kaum einen Tag mehr in Ruhe. Nicht nur, daß sie die teure, elegante „Villa Remus" nebenan für ihn und seine Kinder gemietet hat — auch den ganzen, jetzt überaus kostspieligen Hausstand bezahlte sie — und die Kleider und die „noblen Passionen" jeder Art, denen Bernardo Rosso sich jetzt wieder voll hingab.
Zuerst hatte Miß Harrison sich noch ein wenig gesträubt. Zwar besitzt sie ein bedeutendes Vermögen; auch erhält sie von Dr. Labriola, Dola- res Rechtsbeistand, ein respektables Gehalt. Immerhin — Miß Harrison ist klug genug, um zu wissen, daß die Sache so nicht fortgehen kann und sie verwünscht, den Tag, an dem vor einigen Monaten ihr Peiniger nach jahrelangem Schweigen ^plötzlich wieder vor sie hintrat . .
, Schon glaubte sie, ihn los zu fein — für immer; schon hoffte sie, ruhig, ohne Angst vor der Zukunft, in ihrem kleinen, traulichen Heim in London dahinleben zu können. Da tauchte wie,auS einer Versenkung jener Manu wieder vor ihr auf — jenes Gespenst, das sie seit vielen »eien Jahren Tag und Nacht verfolgte bis hinein Dtz idie tiefsten Träume . » »
Und diesmal trat er besonders brutal auf. Er brauche Geld. Sie solle nach Rom kommen — als Gesellschafterin feiner Töchter und seiner sehr schönen Nichte. Er habe die Nichte mitge- bracht: sie möge sich das Mädchen ansehen; vielleicht, daß sie durch Dolores Ilrevallos Schönheft
ser Richtung einen Frachtvorsprung vor den toei- I das alles sind keine Hypothesen, sondern einfache ter nördlich gelegenen. Die hauptsächlich hier in I Tatsachen, die sich in der Nachbarschaft unserer Frage kommenden Werke gehören einer Neben- I Kaliwerke täglich beobachten lasten. Da geht bucht des großen norddeutschen Zechsteinbusens I Montanindustrie Hand in Hand mit dem an, welcher die Kalisalze in der Tiefe birgt. I Ackerbau.
Die westliche Grenze der Bucht schien mit dem I Das ist das Bild, das sich um Neuhof gerade Laufe der Werra zusammenzufallen. In das I so entwickeln wird wie anderwärts, vielleicht in Gebiet des ehemaligen Kurfürstentums Hessen I noch lebhafteren Farben, weil die umliegende Be- ragten nur einzelne Striche in dem Kreise I völkerung in ihrer Eigenschaft als „arme Hffsen" Hers seid hinein, welche zu der Unterließ- I opferfreudiger sein wird, als in manchen anoeren mutig Wintershall gehören. Kurhessen, ein ver- I Gegenden, wo man (mit Unrecht) fürchtete, daß gleichsweise armes Land, das unter der Last des I der Landwirtschaft die zeitweilig nötigen lkräfts nationalen Fluches von Nordwestdeutschland, dem I durch Anlage eines Kaliwerkes entzogen werden unfruchtbaren Buntsandstein, leidet, hatte also I würden. Nun versetze man sich einmal in die dm: Anscheine nach nichts von dem Kalireichtum I Lage der Nachbargemeinden der neuen E. Sauerseiner Nachbarn Hannover und der Provinz I scheu Unternehmung.
Sachsen abbekommen. I Diese vermuten natürlich mft vollkommenem
Zutritt zu der vornehmen Gesellschaft Noms er- I Die letzten Festtage haben ihren ohnehin zarte« chilten könne. Er kennt die Schwäche der Miß I Körper mächtig angegriffen.
Harnson — ihre Eitelkeit und ihren bodenlosen Ein Wort gibt 'das andere. Bis endlich Da- Ehrgeiz — und rechnet mit ihr. I lores zornig ruft:
Doch diesmal täuschte er sich. Miß Harrison I „Lasten Sie mich doch in Ruhe, Edith! Gehen
lehnte schlankweg ab. Nicht einmal sehen wollte I Sie aus! Oder machen Sie. was Sie wollen!
sie die beiden Mädchen. Um den lästigen Men- I Aber belästigen Sie mich nicht länger!" schen endlich los zu werden, händigte sie ihm I „Herzloses Mädchen!" erwidert Mß Harri-
eine größere Summe ein, mit der er alsdann in I sou, ebenfalls heftiger werdend, „wie Sie bi#
Begleitung seiner Tochter nach Rom zurückkehrte, I Menschen Quälen können!" während seine Nichte, die inzwischen unterwegs | Aber sie geht, und Dolores Zweck ist erreicht-
erkrankt war, unter der Obhut einer schnell I Aufatmend streckt Dolores sich auf die Chaise,
engagierten Gesellschafterin, der kleinen Mß I longue. Sie nimmt ihre französische Novelle zur
Smith, zurückblieb, um dann sväter auf dem I Hand. Doch schon nach wenigen Mnnten gleitet
„Barbarossa" die Reise nach der südlichen Heimat I das Buch zur Erde herab. . Dolores Auge«
anzutreten. I hängen mit Ungeduld an den Zeigern der antifei»
Und wieder glaubte Edith Harrison aufatmen ?^ichr deren monotones Ticken sie heute fast Rosso^einwa^stl^m^e^ib^sast^sabl^snsti^n^?^ We Gedanken wandern um ein paar Wochen
Sita ® Ä S sofort nach zurück, da sie in Neapel Tage reinsten Glücks i«
Ile indes blind fet und ihr Gluck von stch stoße I « ; w ’
tTnTT 6r' Sn - T Qnbeie SQi' Wirklich schade' daß er nur Günther Horst n,fU? «5V V* -x r. ~ „ I heißt und nichts ist! Also ein — niemand, licht
Und Edith Harnson regte ab. Die . zsi wert, daß man an ihn denkt!
vor der brutalen Drohung war stärker, als ihre Gedankenlos spielen Dolores Finger mit da Verminst. Sie reifte ab. und es ist alles so ge- 1 paar dunkelroten Rosen, die sie einem prächtige» kommen, wie sie es gefürchtet. Bernardo Rosts Strauß entnommen, welcher in kunstvoller Ma- Aherricht sie vollkommen. Er verfugte über ihren jolicavase aus dem Tisch vor ihr steht. Unwill- Geldbeutel, wie über seinen eigenen Er dir:- kürlich zieht sie Verglei e zwischen dem frische» gierte ihren Hausstand und dadurch auch Do- I blonden deutschen Jüngling und dem Spend« lores, die — teils aus ^ndolenz, teils weil d,e I jener Blumen, dem etwas angejahrten und ab« sanfte Engländerin ihr wirklich bequem ist — gelebten Marchese Antonelli — einem ihrer etfr leiten bereit Anordnungen widerspricht. I rigffen Mehrer
Heute jedoch ist Mß Harrison wenig aufge- , •:» - (Fortsetzung folgt.) '
legt, Dolores Launen mit Gleichmut zu ertragen. 1 r _ , , » . .
frisch- iwart, hmack,
ieb in lieben»
Da ist nun ein Kalimagnat E. Sauer kühn I Recht, daß sich noch weitere Unternehmungen dort und erfolgreich über die Westgrenze der Thüringer I entwickeln; denn sie können sich nicht denken, daß Nebenbucht, über die Rhön, hinausgegangen, hat I nian das Kali unter ihren Füßen, das ihnen den südlich von Fulda in unserem Hessenlande I ersehnten Wohlstand bringen kann, um den tag. die Fortsetzung der beiden thüringischen Kalihori- I Uch sich steigernden Anforderungen an leidliche zonte erfaßt und durch mehrere Tiefbohrungen bei I Lebensansprüche gerecht zu werden, da unten un- Neuhof, Nommerz, Giesel, Hessemühle und Tie- I benutzt liegen läßt. Allein der arme hessische fengruben als bauwürdig nachgewiesen. Die zur I Bauer sieht sich da in seinen Hoffnungen schmäh- Tertiärzeit aufgessiegenenBasaltmassen des Rhön- I bich betrogen. Die lex Gamv-Koenig verbietet gebirges haben demnach die früher einheitlich ge- I vermittels der Mutungssperre jeden Gedanken wesene Salzbucht in zwei Hälften geteilt. Die I art die Möglichkeit, dort unterirdische Schätze zu westliche liegt zwischen den Gemarkungen Flieden, I heben. Unglaublich, aber leider gar zu wahr. Oberbimbach, Pfaffenrod und Kerzell; aber sicher- I Wir zu Preußen gewordenen Hessen werden lich erstreckt sich der Reichtum an Kali noch weiter I also dazu Verurteilt, zuzusehen wie unsere Nach, nach Süden und Westen. | barn in Thüringen in die Höhe kommen, ohne die
Erlaubnis zu erhalten, es ihnen nachzutun, ob- gleich uns die Mittel nicht fehlen. Das große Absatzgebiet für Kalisalze nach dem Süden -tnb Südwesten Deutschlands wird einfach von bett . - _ ,,r , ,, <m!, , ..
thüringischen Werken und nur einem zukünftigen m Vorschlag gebracht. Mt Hilfe dieser beide«
hessischen, dem E. Sauer'schen, versorgt, wogegen energischen Herren glaubt bte russische Ober-
andere in gleicher günstiger peripherischer Lage I PoliMverwaltung jeher Demonstration tn Ruß- sich befindliche preußische nicht angerührt werden I land Herr zu werden und auch für die Sicherheit dürfen. Sicherlich werden die guten Leute im I des Zaren, falls er zur Eröffnung der Gosudarst- Fuldaischen, nachdem ihnen die Augen aitfgegan- | wennaja-Duma nach Moskau kommen sollte, hingen sind, jammern: „Ach, wären wir doch Kur- I reichend gesorgt zu haben. Ein weiteres Anzeichen Hessen- geblieben!" I für das energische Vorgehen her russischen Regie-
Preußen schneidet sich also in das eigene rung ist die soeben erfolgte Berufung des Staats.
Fleisch, um den Thüringern das Feld zur Er- rates Garm zum Direktor des Polizeidepartr- reichung von -gewinnbringender Produkfion und I ments. Wenn man bedenkt, daß Staatsrat vorteilhaften Handelsverbindungen zu überlasten. Garm vom Minister v. Plehwe verschiedentlich Denn, daß der preußisi^r Fiskus dort im Fulda- ausgezeichnet und von diesem noch zuletzt für ischen Bohrungen auf Kali unternehmen wird, einen hohen Posten vorgeschlagen wurde, ferner, gilt als ausgeschlossen, weil er sich erst von der I daß Staatsrat Garm bei der Mldung des Peters- Mutungssperre dispensieren lassen müßte, mtb burger Generalgouvernements als Kanzleidirektor E danach doch keine 800 000 Mk. für Versuchs- I Zunächst tn Betracht kam, bann wird man sich dem tngen riskieren darf I nicht verschließen können, daß allen in Rußlanö
Nun ist auch unsere opfersteudige Privat- | lebenden Anhängern der freiheitlichen Bewegung industrie durch ein Gesetz ausgeschlossen, vorerst I bei jeder der russischen Regierung nicht erwiinsch- auf 2 Jahre und von da an, vielleicht für immer. ten Agitation tn .energischster Weise entgegen. Aber hoffentlich nicht; denn unsere leitenden I getreten werden wird.
Staatsmänner können sich angesichts solcher Tat- r Aus den Provinzen, zumal aus Rusnsch-Polen, sachen doch nicht der Einsicht verschließen, daß das lauten die Nachrichten immer noch sehr -.rnfl. Ganze ein übereiltes, unsinniges Gesetz gewesen , .Reval 1. August Gestern tra en die Ar- ist, das viel, viel mehr Schaden als Nutzen, wenn beiter der Dwigatelwerke tn ben Ausstand. Sie überhaupt bringt I unterbreiteten dem Gouverneur die Bitte, sechs
Ein donnerndes Pereat der Mutungssperre bei den letzten Unruhen verhaftete. RädelsMr« und der baldigen totalen Abolition der lex steizulafsen, erhielten aber abschlägigen Bescheid. Gamp-Koonig ein herzliches Glückauf von I Daraufhin veranstalteten bte Arbeiter der Dwi- Dr CarlOcstseniu- I gatelwerke unb anderer Fabriken einen große» ' I Umzug, der von der Polizei nicht verhindert wer-
I den konnte. Herbeigerufene Kosaken schlüge»
Worts Hinrs- Ver- . (6238 ütziges 1.6321 m__
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Wenn ich mit Ntenschen-- und mit Engelszungen redete . . . . .
Roman von Erich Friesen.
tFvcisetzung.)
- Professor Wallhoff schweigt. Seiner ehrlichen : werden Natur widerstrebt Dolores leichte Art und Weise aufs höchste.
„Wann wird er kommen?" fragt Dolores un- «ednlöig. Die klugen Augen des Professors ducken sie gar so durchdringend an.
„Ich weiß nicht, ob er überhaupt kommt, mein Fraulein."
„Natürlich kommt er, wenn ich es will. War- ten Sie — ich habe zwar morgen schon allerlei oor. Aber ich werde mich schon für ein Stünd- Wen frei machen. Sagen wir — um elf Uhr! «m clr Uhr erwarte ich ihn bei mir in der Villa »Romulus", draußen vor der Porta Pia".
,,Um elf Uhr hat er Stunde in meinem Ate- «er, mein Fräulein!"
. "Dann hat Lr , diesmal eben feine Stunde!" titft Dolores heftig, wie ein ungezogenes Kind »nit dem Füßchen auf ben Boden stampfend. »Wenn sch mich frei mache, kann er es erst recht
„Ich werde es ihm sagen. Aber ob er kommt *—* und Wallhoff zuckt mit ben Achseln. i
Dolores schwarze Augen sprühten vor Zont.
„Ich will ihn morgen um elf Uhr bei mir jeijen— ober nie! Das können Sie ihm sagen, Wem Herr Profestor . . . Adieu! Hat mich sehr gefreut —" ]
Und ben kostbaren Fächer stürmisch vor dem I spitzten Gesicht hin und her bewegend, rauscht I wieder in den Saal zurück. " |