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/Nachdruck berboten.)
„Ah —!"
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i. ''"mt.eräuge auf das entzückende Mübchend'ild.
Lienauer, Fräulein Rosso?."
(Fortsetzung folgt.):
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Verpflegun gStransporte anzufallen. Die Verpflegung der, im Süden fechtenden Trupven wird durch diese Unsicherheit der Zufuhr beeinträchtigt."
. Der Professor ist so verblüfft, daß er beinahe Kn.e Gefährtin vergißt. Wie gebannt starrt fein
Witboi sich mit einem ansehnlichen Anhang, gut bewaffnet und ausgerüstet, auf englischem Gebiet bei Lehutitu befinde, in der Absicht, bei Beginn der Regenzeit in deutsches Gebiet einzufallen. Wenige Tage darauf lief die Nachricht eine- Agenten ein, Hendrik sei in vier Kolonnen in Anmarsch gegen die Linie Koes-Kirii (nördlich Hasuur), - um sich mit dem nach dem Nordost- Rand der großen Karasberge geflüchteten Mo- renga zu vereinigen. Hierauf wurden die am Auob entbehrlichen Truppen unter Major von Estorfs bei Daberas und Persib versammelt und Hasuur stark besetzt. Die Aufklärung dieser Truppen bestätigte die Agentennachricht nicht, hingegen wurde sestgestellt, daß in den letzten Wochen in der Gegend von Gibeon und Daberas mehrfach kleinere Banden von Ost nach West durchgezogen waren. Auch die Patroillen von Gibeon und Maltahöhe meldeten stärkere Hotten» totten-Ansammlungen in den Felsschluchten des Hudup.
Es wurde hierauf die Besatzung von Gibeon verstärkt und die 5. Kompagnie Feld-Regiments Nr. 2 sowie dre Halbbatterie Winterfeld von Aminuis nach Stamprietfontein herangezogen.
Allmählich mehrten sich die Anzeichen, daß Teile der Witbois in kleinen Banden den Auob nach Westen zu überschritten. Einzelne Trupps zeigten sich bei Mukurob und am unteren Hudup, auch wollten treu gebliebene Bersebaleute Hendrik Witboi und seinen Unterkapitän Samuel Isaak in eigener Person am Hudup und in der Naukluft gesehen haben. Endlich wurde am
Petersburg, 1. Aug. Lenewitsch telegraphiert vom 31. Juli: An der Front der beiden Armeen ist keine Veränderung einge- treten. — Aus Korea wird vom 25. Juli berichtet, daß russische Jägerabteilungen gegen b»n Engpaß von Wussalong vorrückten, sich aber j bann bis Kopungsau zurückzogen, wobei sie vom J Feinde bedrängt wurden. Die Japaner, welche die russischen Jäger verfolgten, wurden jedoch durch Artilleriefeuer zurückgetrieben.
. Ein leises Räuspern Nmellas weckt ihn aus k >inet Versunkenheit.
„Nicht wahr, sie ist sehr hübsch?" fragt Muella - rlwas wehmütig.
Berschiedene Mrldunge«.
Berlin, 2. Aug. Die .Deutsche Ztg/ erfährt aus Petersburg: Ueber die Kriegsentschädigung denkt man seit einigen Tage» nicht mehr so schroff wie vorher. Auf ei» direktes Zugeständnis will sich die russische Regierung noch nicht einlassen, e8 greift aber immer mehr die Ansicht Platz, daß eine mäßige Entschädigung den Japanern unbedingt gewährt werden muß, um den Frieden zu sichern und vielleicht andere Vorteile dadurch zu erzielen.
Newhork, I. Aug. Trotz allem Pessimismus, welcher in Amerika herrscht, hat Präsident Roosevelt hinsichtlich des Friedens Vertrau-» in die Zukunft. Er erklärte mehreren Journalisten, daß ein Waffenstillstand eine Woche »ach Zusammentritt der Friedensdelegierten abgeschlossen werden dürfte und daß der Friede» drei Wochen später zustande kommen würde. Man glaubt, daß die eigentlichen Friedensverhandlungen am 10. August beginnen werden.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UmbersitätS-Buchdruckerei 40.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Der rnsfisch-japanische Krieg.
AuS der Mandschurei.
General Lencwitsch meldet dem Kaiser unter dem 25. Juli: In der letzten Zeit behaupten ausländische Zeitungen sehr häufig, daß unsere Armee vollständig eingeschlossen und ihre Lage nicht nur gefährlich, sondern sogar kritisch wäre. Die russischen Zeitungen wiederholen diese falschen Gerüchte, und dies ist der Grund, warum in der Gesellschaft eine ganz falsche Vorstellung bezüglich der Lage unserer Armee herrscht. Infolgedessen berichte ich Ew. Majestät, daß die Armee sich niemals in gefährlicher Lage befunden hat, unsere Flügel niemals umgangen wurden. Die Japaner haben vielleicht versucht, unsere Flanken zu umfassen, aber stets ohne Erfolg. Wir stehen dem Gegner gegenüber, und die Japaner befinden sich noch in einer gewissen Entfernung vor unserer Hauptstellung; obgleich sie mehrfach den Versuch gemacht haben, näher heranzukommen, sind diese Versuche stets ohne Erfolg geblieben. Ich berichte Ew. Majestät fernerhin, daß dem Geiste der Truppen hier volles Vertrauen innewohnt, und daß die Armeen zur Ausführung jeder Aufgabe bereit sind.
in welchem soeben die Paare zur Quidr t .treten — — .... - -
Marburg
Donnerstag, 3. August 1905.
I r . Dolores schweigt. Aber eine warme Röte I steigt in ihr Antlitz bis hinauf unter die dunklen I Haarwellen.
I Ninella, sowie Dolores Kavaliere haben sich I drskret zurückgezogen.
I „..Professor Wall ho ff steht jetzt allein vor dem I ichonen Mädchen.
I , „Ein Deutscher?" wiederholt Dolores nach I einer kleinen Pause mit gemachter Gleichgiltig- feit. „Wie heißt er?"
I „Günther Horst."
I „ Wenn Professor Wallhoff glaubte, Dolores
I wurde verlegen werden oder auffahren oder
I Freude zeigen — so irrte er gewaltig.
I "So—?" machte sie gedehnt. „Ja, ich kannte
I ihn . . . Ein sehr netter Mensch! . . . Wie geht
I es ihm?"
I . . "Dank seiner vorzüglichen Konstitution und | feinem überaus festen Willen geht es ihm gut," I es.^uaerte Wallhoff, dem die Flamme der Ent- I Stirn steigt. „Er erzählte mir
von Ihren Beziehungen zueinander. Sie sind seine Braut!" R
Jetzt verläßt Dolores doch ihre Gleichgiltig-
„Um Gotteswillen, nicht so laut!" flüsterte sie
! hinter ihrem vorgehaltenen Fächer her. „Wenn ^te jemand hörte! Kommen Sie mit auf die i Terrasse! Dort sind wir allein."
Sie steht auf und rauscht zum Saal hinaus. Wallhoff folgt ihr.
Draußen auf der Terrasse klarster Mondenschein. Hehres Schweigen ringsum. '§ ihren Füßen dunkelt der langhin gedehnte Park. Ge. spenstisch ragen die hohen Cypresien zum Himmel empor. Schlanke Palmen und du.kelgekrönte Pinien wogen und wehen im Frühlingswind.
„Schickt Herr Horst Sie zu mir?" fragte Do- I lores nach einer Weile schroff. I
»Nein. Er weiß gar nicht, daß ich hier bin. I Ich wollte meiner Sache erst sicher sein, daß Sie 1 die Gesuchte sind."- ___
Ein neuer Feldzug in Deutsch- Südwestafrika.
Nach einer gestern in Berlin aus dem Schutzgebiete eingetroffensn amtlichen Meldung über die allgemeine Lage sieht sich die Heeresleitung tn der Kolonie vor eine neue schwere Aufgabe gestellt. Hendrik Witboi und seine aufständischen Hottentotten haben sich wieder an ihrem alten Sitze im Felsgebirge westlich von Gibeon gesammelt und es gilt nun, durch einen neuen Feldzug in diesem schwer zugänglichen Gebiet den gefährlichen alten Feind zur Unterwerfung zu zwingen.
Die ausgegebene Meldung besagt:
„Die Nachrichten über Hendrik Witboi haben sich in den letzten Wochen widersprochen. Noch am 5. Juli meldete Generalleutnant v. Trotha, daß mich Angabe des Majors von Estorfs Hendrik
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.
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„Sie ist meine Cousine."-
„Ah —! Bitte, wollen Sie mich ihr vorstellen,. mein Fräulein? Möchte sehen, ob sie ebenso gut wie schön ist."
Leises spöttisches Lächeln huscht um Ninellas Lippen. In diesem Augenblick gleicht sie mehr der Nmella von „zu Hause",
>,So kommen Sie!"
Ihre lange Schleppe über de» Arm nehmend, schreitet sie dem Professor vor in den Ballsal.
Dolores hat soeben ein Tanz beendet. Das erhitzte Gesicht hinter dem kostbaren Pfaueufeder- l?cher bergend, läßt sie sich tief aufatmend auf einen Stuhl fallen.
Dolores ■—" beginnt Ninslla recht schüchtern.
„Was ist los?" lautet die ärgerliche Gegenfrage.
„Herr Professor Wallhoff wünscht Dir berge- sielst zu werden l"
„Sehr angenehm," erwidert Dolores kühl, konventionell, die Hünengestalt kaum eines Buckes würdigend.
Doch Wallhoff läßt sich nicht so sticht ver- i bluffen. Er hat sich fejt vorgenommen, heute 3U erfahren, ob die reiche Erbin Dolores Are- vollo identisch ist mit der verschwundenen Dolores seines Freundes Günther.
r^eue mich sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen, gnädiges Fräulein," sagte er höflich, sein mächtiges Organ zu möglichst sanften Tönen I zwingend. . „Ich kenne — oder glaube wenig- I ]ten§ einen Herrn zu kennen, der zu Ihren I intimen Freunben zählt." \
, Dolores Stimme klingt verletzend
Freunde"^" $öbe ^hr viele — „intime
■ "~£.r Herr, den ich meine, ist fein Italiener, mein Fräulein!" '
Wenn ich mit Menschen- und mit | Engelszungen redete . . . . .
Nom»» vor» Erich Friese«.
(Fortsetzung.)
, . -Ah! r - v Haben Sie den Handkuß richtig vewrgt? Und war der Bückling tief genug?" „Ach, Herr Professor —" erwiderte Ninella wieder mit tiefem Erröten, welches ihre uuregel- - waßigen Züge fast hübsch erscheinen läßt — „ich I habe von der ganzen Geschichte nichts mehr im . Gedächtnis behalten, wie den ungnädigen Blick, ftn öie Principessa Torlonia mir zuwars, uls f über meine lange Schleppe zur Tür binaus- l .stolperte."
.Jetzt lacht der Professor von ganzem Herzen t «lls.
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... „wer ist das wunderschöne Mädchen 001-11111 weiten Atlaskleid mit der rote - Granats an: schwarzen Haar?"
„Dolores Arevallo."
20. Juli bei Seß-Kamelbaum 30 Klm. nördlich Gibeon eine Verpflegungskolonne von fünf Wagen durch eine etwa 150 Köpfe starke Hotten- tottenbande überfallen und geplündert.
Jetzt meldet Generalleutnant von Trotha, daß nach zuverlässigen Nachrichten Hendrik j Witboi und Samuel Isaak nach dem Hudup- I Revier gelangt wären. Sie sollen sich neuer- I bings nach dem südlichen davon gelegenen Keitsub-Revier gezogen haben. Der General L .. „ . . _ ,, „
wird nach erfolgter Bestätigung dieser Nachricht I ® ® EkobkkNAg dkk Insel Tachalin. alle verfügbaren Kräfte zum Angriff einsetzen. | Petersburg, 1. Aug. Wie verlautet,
Gegen Cornelius wurde nach dem Gefecht I telegraphierte der Zar, als er den Verlust der bei KeidoruS am 27. Juni die Verfolgung den I Insel Sachalin erfuhr, an General Linewitsch, Fischfluß abwärts und Orangefluß aufwärts I unt ^^^m sein Erstaunen auszudrücken über fortgesetzt. Es sanden wiederholt Zusammen- I bis ungenügende Verteidigung der Insel. General stöße mit dem den Abzug seiner Werften | Linewitsch antwortete, er habe alle Streitkräfte deckenden Gegner statt, und die feindlichen I in der Mandschurei konzentriert und hoffe, dem Stellungen mußten zum Teil mit dem Bajonett I Aaren bald mitteilen zu können, daß seine Armee gestürmt werden. Der Feind hatte beträchtliche | siegreich sei.
Verluste an Kriegsleuten, Pferden und Vieh, Tokio, 2. August. (Amtlich.) General- seine durch wilde Felsschluchten führende Rück- I leutnant Haraguchi hat am 30. Juli die Militär- zugSstraße zeichneten liegengebliebene Hotten- I Verwaltung für Sachalin proklamiert, tottenleichen, Kadaver geschlachteter Rinder so- London, 1. Aug. „Daily Telegraph" toieÄe0Ue6^ . I meldet aus Tokio, daß die japanische Regierung
Schwaderen ottentotten6Qnben gelang es, I bereits auf Sachalin eine Zivilverwaltung ein» hier und da nördlich des Orangeflufses deutsche | gesetzt habe.
Neueste Tel arnme.
1. Aug. Der neue Handelsvertrag mit Bulgarien wurde heute von dem Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amts und den bulgarischen Delegierten unterzeichnet. — Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz vom 14. Juli betreffend die Erhebung von • Kirchensteuern in Kirchengemeinden, Parochial- verbänden der evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen der Monarchie, ferner einen Erlaß des preußischen Finanzministers betreffend die Entschädigung der früheren Händler mit Süßstoff, welche beim Inkrafttreten de§ Süßstoffgesetzes die ihnen verbliebenen Süßstvff- vorräte freiwillig unter amtliche Aufsicht gestellt hatten, diese Vorräte aber vor den Süß- stoffankäuf-n durch das Reich haben vernichten lassen.
KLNstüNtinopel, 1. Aug. Der Sultan bkrlirh dem Reichskanzler Fürsten Bülow den Nichan Jftihar-Orden in Brillanten.
. Konstautinopel, 2. August. Der öfter- reichliche Botschafter hat gestern namens der fedj§ Großmächte in Sachen der mazedonischen Finanzreform der Pforte eine Kollektivnote überreicht, worin die schleunige Annahme der in der ersten Kollektivnote über denselben Eegen- ftfinb enthaltenen Forderung verlangt wirb.
. Tange», 1. August. Der Sultan unterzeichnete gestern den Kontrakt betreffenb die Hafenbauten mit der beutschen Firma. Es handelt sich um die Summe von IV* Mill. Frc8. . Tsingtau, 31. Juli. Die abgelösten Offiziere und Mannschaften der ostasiatischen Be- fatzuna§brigade traten mit dem Dampfer „Silvia" nm 31. Juli die Heimreise an. Führer be8 Major Nissen-Meyer vom zweiten sstasiatischen Jnfanterie-Neziment.
, "e,° ^ht es gewöhnlich den jungen Mädchen 3ii Anfang, ^et einzige Unterschied ist, daß nickt ade io aufrichtig sind, wie Sie, Fräulein Rosso : • • Apropos, —" er blickt in den Tanzsaal,
...^6^?" wiederholt Wallhoff indigniert. E'b'ckV sie ifi idealschön — vollendet in jeder Ziehung: Die Gesichtszüge, die Farben, die Ge- tot,“ &MH.' • • «- ft-
„Jlicfyt? . Was denn?" . z-Gm Teutscher.'V .
I Deutsches Reich.
Berlin, 2. August.
— Seine Majestät der Kaiser unternahm gestern, wie aus Kopenhagen gemeldet wird, mit König Christian, dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Dänemark, sowie anderen Mitgliedern der königlichen Familie eine Spazierfahrt nach der Eremitage, wo das Frühstück eingenommen wurde. Nach dem Frühstück fuhren der Kaiser, der König Christian mit "einigen Mitgliedern der königlichen Familie über Skodsborg nach Schloß Bernstorff zurück. Nachmittags fand Festtafel beim König statt, an welcher der Kaiser, sämtliche Mitglieder der königlichen Familie, das kaiserliche Gefolge und der deutsche Gesandte teilnahmen. Nach Beendigung der Tafel fuhren der König mit dem Kaiser und die übrigen Herrschaften nach Schloß Charlottenlund, wo beim fron« prinzlichen Paare Abendgesellschaft stattfand, zu der ter Minister des Aeußern, die deutsche» Schiffsfommandanten und die Mitglieder der deutschen Gesandtschaft eingeladen tvaren. Die Abreise des Kaisers van Kopenhagen ist vorläufig auf morgen Donnerstag früh festgesetzt. Der Kaiser wird, wie in Marinekreisen verlautet, am Montag, 7. August, im Swinemünder Hafen ein« treffen und dort einer mehrtägigen Schießübung des Geschwaders beiwohnen. Mit der Ausrüstung und Verankerung der als Zielscheiben dienende» Fahrzeuge usw. ist man gegenwärtig beschäftigt. Für den Aufenthalt des Kaisers in Swinemünde sind, wie verlautet, noch vier Tage in Aussicht genommen.
— Nach einer Meldung der in Hamburg er« scheinenden „Afrikapost", des Organs der Firma Woermarm, nehmen an der Studienreise nach Togo und Kamerun bis jetzt fol« aen de Reichtagsabgeordnete teil: der Freikonservattve Arendt, die Konservativen 6. Böhlendorsf-Kolpin und Frhr. v. Richthofen«
„Und nun? . . . Was werden Sie .un?"
„Das hängt von Ihnen ab, mein Fräulein." Ungeduldig bewegt sie ihren Fächer hin und her.
„Von mir? Ja, was kann ich denn tun? Er ist ein sehr netter Mensch, aber
„Warum entflohen Sie ihm?" fällt Wallhoff ernst ein.
„Mein Gott — der Onkel wollte es! Onkel Bernardo ist ein scheußlicher Mensch; alles, was er will, geschieht. Sogar jetzt noch dirigiert er mich und die Miß Harrison, meine Gesellschafterin . . » Aber ich habe noch oft an Ihre» Freund gedacht —"
„Darf ich ihm das sagen?"
„Wenn Sie wollen —! Apropos — wo ist er jetzt?"
„Hier in Rom/
„Wie? In Rom?"
„Ja. Er arbeitet in meinem Atelier, bin nämlich Maler und nr ist mein Schüler/'
„Maler!" Geringschätzig zieht sie die Over« lippe in die Höhe. „Das ist auch was Rechtes!
Professor Wallhoff lacht gutmütig. . ,
„Er hat viel Talent und ist glücklich in seinem selbsigewäblten Beruf, mein Fräulein/
„Glücklich?" wiederholt sie enttäuscht. „Denkt er nicht mehr an mich?"
„Das wohl. Aber Sie können doch nicht verlangen, daß er fein ganzes Leben Tang um Sie trauert, da sie ihn so schnell aufgegeben, ihn so bald vergessen haben!"
„Ich — ich habe ihn nicht vergessen. Nm sie stockt.
„Nur?"
„O nichts, nichts/ Sie besinnt sich einigt Augenblicke; dann sagt sie lebhaft: „Also — ei ist jetzt in Rom! .... Na, gut! Er kann mich besuchen. Was für einen Spaß wird das geben, wenn der Onkel es erfährt. Unbezahlbar!" t
Vierte, -chrlicher Bezugspreis! bet bei Exprdition 2 Mk., * IQß bei allen Postämtern 2,25 Mk. <exct. Bestellgeld).
• Jnsertronsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Neclameu: die Zeile 25 Pfg.