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Rosso.
für meine 5itni Hof-
26. Juli rückte das Detachement weiter vor, wobei es sich beständig im Feuergefecht mit den auf das Dorf Malugu zurückgehenden japanischen Vorposten befand. Die westlich des Dorfes gelegenen Hügel waren vom Gegner besetzt. Nach Beschießung der in mehreren Reihen angelegten japanischen Schützengräben gingen unsere Truppen zum Angriff über und erstürmten gegen sechs Uhr abends die japanische Stellung. Die Japaner zogen sich unter beträchtlichen Verlusten zurück. Das Detachement trat nach Erfüllung seiner Aufgabe den Rückmarsch an.
I Tokio, 31. Juli. Ein japanischer Militär- I sachverständiger, der aus der Mandschurei zu- I rückgekehrt ist, meldet, daß General Linewitsch alle Verluste seit der Schlacht bei Mukden aus-
I geglichen habe und sogar über 70 000 Mann I mehr verfüge, als vor jener Schlacht.
I London, 31. Juli. Nach einer Meldung I des „Daily Telegraph' aus Tokio ist man dort I der Ansicht, daß auf Sachalin es zu keinem I Kampf mit den Russen mehr kommen, und daß I der Nest der Insel ohne Schwertstreich den I Japanern in die Hände fallen werde.
I London, 31. Juli. Witte sagte an Bord I des „Kaiser Wilhelm der Große" in einem Interview, wie der „L.-A." meldet, das durch
I Funkentelegraphie hierher übermittelt wurde, sowohl Japans Vertreter wie er selbst gingen j ohne vorherige Vereinbarung einer gemeinschaftlichen Basis zur Konferenz. Er betrachte sich daher weniger als Unterhändler denn als Kourier, den fein kaiserlicher Herr entsandt
| habe, um die japanischen Bedingungen zu er- i fahren. Rußland werde nur Tatsachen in Rechnung nehmen und keine Voranschläge über mögliche Erfolge Japans, falls der Krieg sort- dauere.
Von ecnem Spezialberichterstatter in Kadidja I rnelbet der „Ruff. Kurier", daß die Japaner I jetzt, unbekümmert um die weitere Entwickelung der Dinge, sehr selbstbewußt in der Maud- I schnrei vorgehen. So haben sie bereits am 14. I Juli offiziell erklärt, die Mandschurei sei für | den japanischen Handel geöffnet. Die diesbe- I züglichen Erlaubnisscheine werden von dem in I Dalnh residierenden japanischen Zivilverwalter | erteilt. Bisher sind etwa 300 Unternehmer I in Dalr.h eingetrvffen. Es sind u. a. Maß- I nahmen vorgesehen, in Jnkou den Handel zu I monopolisieren, wo sich allein in den letzten I jtoei Monaten über 5000 Japaner niederge- | lasten haben. Der Handel des Hafens hat sich I feljr stark belebt; es entstehen zahlreiche neue | Unternehmungen, an denen vorwiegend Japaner I und chinesische Kapitalisten partizipieren. Die I aktive Beteiligung der Ausländer wird möglichst I verhindert. I
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Wenn ich mit Menschen- und mit Engelsznngen redete.....
Roman von Erich Friese«.
(ir.'cfcf unfl.)
Inmitten einer Anzahl ordenbehängter Ger- rett in strahlenden Uniformen steht eine wunder, zierliche Mädchengestalt. Sie hat soeben den rechten Arm leicht erhoben, während der link« auf einem Postament ruht, welches eine Kopie der Venus von Milo trägt.
! Die Stellung ist so künstlerisch vollendet, daß | Wallhoff der Versuchung nicht widerstehen kann.
Er nimmt sein Skizzenbuch aus der Tasche uno macht rasch einige Striche. !
Dabei bemerkte er gar nicht, wie ein junges Mädchen, das sich bisher bescheiden in ter Ecke des Saales aufgebalten, leise auf ihn zutritt und mit leuchtenden Augen seinem Stift folgt.
Eine leise Bewegung des Mädchens läßt ihn aufblicken.
Die junge Dame zuckt erschrocken zusammen. Dann faßt sie Mut und redet ihn an.
„Guten Abend, Herr Professor I"
„Gitten Abend, mein gnädiges Fräulein", erwidert Wallhoff lächelnd.
Das Mädchen errötete tief.
„Sie entsinnen sich meiner gewiß gar nicht mehr, Herr Proffssor?"
Forschend blickt Wallhoff in das schmale Gesichtchen vor ihm.
„Wenn ich offen sein soll, mein Fräulein — nein!"
„Ich bin Ninella Roffo. Vor ein paar Mo- vcüen wurden Sie mir im Künstlerverein borge.
„Ach ja, jetzt entsinne ich mich," lachte der Professor gutmütig, Ninella die breite Hand reichend. „Wie geht es Ihnen, Fräulein Rosso?" . Treuherzig blickt Ninella zu der blonden Hünengestalt empor. Ihr Gesicht trägt einen- ganz anderen Ausdruck, als daheim beim 2?ater. „Ach, wie soll es mir gehen?" ruft sie mit komischem Ernst. „Ich bin gestern bei Hofe vorgestellt worden.« .. . , : Aorff. folgt.) .
I Deutsches Reich.
I Derli«, 1. August, r
| — Seine Majestät der Kaiser ist gestern
I Montag Nachmittag Mittag 4 Uhr in Kope:r - I Hagen angekommen, wo die „Hohenzollern" in I den Hafen einlief begleitet von dem Kreuzer I „Berlin" und dem Depeschenboot „Sleipner". Die I Forts sowie die auf der Reede liegenden große« I Kriegsschiffe feuerten Salut; dec Chef des däui- I schon Geschwaders, Prinz Waldemar, begab sich j zur Begrüßung des Kaisers an Bord der „Hohen- I zollern". Um 4% Uhr ging der Kaiser att Land. I An der Landungsbrücke wurde er vom König I und den Prinzen empfangen. Beide Majestäten I umarmten und küßten sich mehrere Male und' fuhren sodann in offenem Vierspänner zum Schloß Bernstorff, wo der Kaiser Aufenthalt nimmt. Die Bevölkerung bereitete den Monarchen vielfache Ovationen. Um 7 Uhr 45 Min. fand im Schlosse Tafel statt, an welcher der Kai- ser, die Mitglieder der Königsfamilie, die Herren des Gefolges,, der Ministerpräsident, der Mrnistec des Auswärtigen, die Hofchargen und die dem t Kaiser attachierten Herren teilnahmen. Während der Tafel spielte das Mustkkorps der Leibgarde. Der Kaiser führte die Kronprinzessin von Dänemark, der König die Prinzessin Marie und' der Kronprinz die Prinzessin Luise von Schaumburg-Lippe. Während der Tafel brachte dek König eilten Toast auf den Kaiser aus, worauf die Musik die deutsche Nationalhymne spielte. Der Kaiser erwiderte mit einem Trink- fp r u ch auf den König; es folgte die dänische Nationalhymne. Nach der Tafel wurde der Kaffee im Gartensaale eingenommen. Später fang der königliche Kammersänger Gerold.
— Das regierungsfreundliche Blatt „Kjoeben- havn" schreibt: Der Besuch des deutsche« K a i s e rs beim dänischen Hof ist natürlich allein schon eine Folge der nahen Verwandt, schaff, welches das jüngere Geschlecht des dänischen und des deutschen Fürstenhauses verbindet. Wenn der Kaiser dadurch, daß er in der Haupt- stadt selbst an Land geht, anzeigen wollte, daß fein freundschaftlicher Besuch auch dem dänischen Volke gelten soll, so kann uns dies freuen. Die dänische Hauptstadt wird Kaiser Wilhelm auch als Oberhaupt des dettffchen Reiches ein Willkommen bieten, welches zeigen wird, daß er ein Land besucht, welches freundlich gesinnt ist gegen alle Mächte und wünscht in bestem und Nachbarschaft- lichstem Verhältnis zu Deutschland zu stehen.
— Das Reich hat sich wegen einer geplanten Krankenversicherung für die Haus- gewerbetreibend en mit den Einzelstaaten in Verbindung gesetzt, wie aus der Tatsache hervorgeht, daß die bayerische Regierung an die Kreisregierungen nachstehenden Erlaß gerichtet bat: Im Reichsamt des Innern sind gegenwärtig Vorarbeiten für die reichsgesetzliche Regelung der Krankenversicherung für die Hausgewerbetreiben, den im Gange. Um die hierzu noch erforderlichen Unterlagen zu erhalten, wurde vom Reichsamt des Innern der anruhende Fragebogen aufgestellt. Die Diftriktsverwaltungsbebörden der in Betracht kommenden Bezirke sind zu beauftragen, sich unter
I wesend, um den neuen Stern am Gesellschafts- I Himmel gebührend zu bewundern.
I Auch Ninella hat eine Einladung erhalten. I arme Mädchen, welches derartig exklusiven I Preisen stets fern stand und nun auf Befehl ihres I aus ihrer sonstigen Zurückhaltung heraus- geripen wirö, fühlt sich überaus unbehaglich in
I diesem Geglitzer und Gesiinkel von Diamanten und weißen Schultern, in diesem tollen Durch, einander von Lachen,'Scherzen und Kokettieren.
Am liebsten drückte sie sich in eine Ecke des strahlend erleuchteten Ballsaales, um mit der ihr eigenen Beobachtungsgabe im Stillen über diesen ganzen Mummenschanz zu spötteln.
. Unter den Geladenen befindet sich zu seiner eigenen Ueberrafchimg auch Professor Wallhoff.
Wie er dazu gekommen — er weiß es selbst nicht recht. Vielleicht, weil die Principessa kürz, lich eines seiner Bilder für ihre Gemäldegalerie ankaufte. Auch würde er schwerlich die Ein- laoung accebhert haben, wenn er nicht hoffte feinem Freunde Günther Horst dadurch einen Dienst zu erweisen.
Von Rechtsanwalt Labriola hat er erfahren ööB eine junge Brasilianerin namens Dolores I Arevallo kürzlich die Erbin eines fabelhaften mögens geworden ist, und daß die Vieloeneidets heute Abend ans dem Fest der Princcipessa an- weffnd sein wird.
Da die „verflossene Braut" seines jungen Freundes denselben Namen trägt, treibt ihn leb- I Haffes Interesse hin nach dem glänzenden Pa- | lazzo Torlonia in der Via Venti Settembre. |
Ter Tanz ist bereits in vollem Gange, als die Hünengestalt des Professors sich durch die überfüllten Räume Platz schafft.
Hie und da mit Bekannten einen Gruß aus- tauschend oder ein kurzes Wort wechselnd 'ch.ei- sEt er weiter und wefter, bis sein Künstlcrauge plötzlich durch eine! .©nippe gefesselt wird. ,
„Ja."
„Da können Sie gleich ein Kostüm Nwella Mitbenellen. Sie geht auch ball."
erzwungener Heiterkeit lacht sie hell auf und ichließt dann die Augen — für wjk> «n_ rison das Zeichen, zu gehen. - B '=Qr' Als d-e Engländerin am Nachmittag ansfahren hn£, um Madame Roger nach der „Villa Ro.nw zu bestellen, tritt aus dem Portal des Neben- hames, der „Villa Renins", Bernardo . „Wohin, Miß Harrison?"
„Zu Madame Roger."
„Wegen des Hofballs, was?"
verjorgungskassen , schon in größerer Zahl von bedeutenden Betrieben eingerichtet. In den neuesten Berichten, findet sich eine Auslassung über eine im Bezirk Arnsberg neuerdings er- richtete Kasse vor. In diesem Falle erhält jede Witwe eines mindestens 5 Jahre ununterbrochen in der Fabrik tätig gewesenen und verstorbenen Arbeiters jährlich 100 Mark und jedes Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahre jährlich 50 Mark. Für die Witwen und Kinder von ver- storbenen Arbeiterii, die mindestens 15 Jahre ununterbrochen bei der Firma beschäftigt gewesen sind, erhöhen sich die angegebenen Sätze um die Hälfte.
Eine Neuerung, die nrehrfach Nachahmung findet, ist die Verteilung von Lebens'- Versicherungspolicen an Arbeiter. Sie geht gewöhnlich so vor sich, daß die Firmen die Prämien so lange zahlen, als die Arbeiter bei ihnen beschäftigt sind. Mehrfach gelten die Ver. sicherungen nicht bloß für den Todesfall, der ver- sicherte Betrag kommt auch zur Auszahlung, wenn der Arbeiter nach 25jähriger Dienstzeit aus der Fabrik ansscheidet. Daß Fabriksparkassen rn immer neuen Betrieben 'errichtet werden, wird auch diesmal festgestellt. Auch Prämien kommen vielfach zur Verteilung. Es Bürgert sich seist aber auch die Gewohnheit immer mehr ein, den Arbeitern jährliche Altersziilagen zu gewähren. Dieser Fursorbeakt ist sowohl für städtische Arbeiter, tote für private schon mehrfach zur Anwendung gelangt.
Der große Kreis der allgemeinen Fürsorgeeinrichtungen, wie Haushaltungsschulen, Kinder. Henne, Kinderhorte, Turnhallen, VolkZvarks i"'w. findet von Jahr zu Jahr eine Erweiterung. Neuerdings wird aber auch für die Volkswirt, schaftliche Belehrung der Arbeiter manches etan, woran früher nicht gedacht Wurde. So bat der rheinisch - westfälische Ausbreitungsveroand der Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereine einen Volks- I wirtschaftlichen Kursus für Arbeiter Veranstaltet, in dem die Arbeiterbewegung, Arbeftervcrsich^ I rung, Arbeiterschutzgesebgebiing und die Volks- I wirtfchaftslehre zur Behandlung gelangten. @3 | sollen mit dieser Neuerung ganz güte Erfolge er- zielt sein. Jedenfalls genügt ein Blick in die Berichte der Gewerbeaufsichtsbeamten über die von den deutschen Arbeitgebern getroffenen Wohl- fahrtseinrichtungen, um zu sehen, daß auch auf diesein Gebiete entgegen den Tiraden der sozial, demokratischen und der mit ihr verbündeten I fresse vorwärts gestrebt wird, und daß von einer I Stagnation nicht die Rede sein kann.
Der rm'stsch-MMüsche Krieg.
Petersburg, 31. Juli. Linewitsch meldet unterm 29. Juli: Die Armee hält die Gegend um Heiluntschöng besetzt. Am 23. Juli hatte I hie Armeeabteilung, die auf das Defilö von | Wangulm vorgegangen war, als sie sich am I 24. Juli Ehrdagu in östlicher Richtung näherte, I e-n Gefecht mit Tungusen. Unsere Abteilung I besetzte das Dorf nach einem Feuergefecht. Am I loser Angst vor der Zukunft erfüllt. . . Stets I versucht sie wieder aufs neue, durch kostbare Toi- I letten, Vergnügungen, Zerstreuungen jeder Art, | dieses schrecklichen Gefühls Herr zu werden Ver- I gebens. Es ist mächtiger als ihr schwacher Wille. I Auch heute wieder, als sie Bernardo Roffo im I Portal der „Villa Remus" verschwinden sieht als sie sich sein höhnisch lächelndes "Gesicht, feine un- I verschämten durchdringenden Augen vergegenwärtigt — da krampft sich ihr Herz, wie jetzsach so oft, zusammen vor Weh, so daß sie glaubt, so- fort umfinken und sterben zu müffen. . . .
O Herzensruhe! O Seelenfrieden'
| , VIII.
Der Hofball ist vorüber.
Patronisiert von der bei Hose überaus beliebten Prinzipefsa Torlonia, isr nicht ;:ur Dolores I Ae.edallo und Miß Harrison, sondern auch die unscheinbare Ninella Rosso, Ihren Majestäten vorgeftellt worden.
Wie Edith Harrison es angefangen ha tveiß I niemand. Gewiß ist nur, daß die alte vornehme Principessa mit süßsaurer Miene ihre drei De- I butantinnen vorführte; daß die junge Kreolin | schon wie ein Märchenbild in ihrem langen wei- I sten Schleppgewande daherschwebte, während ein I Murmeln der Betounderung durch die Versamm- | Jung ging; daß Miß Harrison in ihrer goibg..* I stickten violetten Brokatrobe durchaus hoffähig I erschien, und daß die arme Ninella, die absolut I keine Neigung für derlei Mummenschanz zeigte, | m ihrein steifen, rosa Seidenkostüm eine über- I ku§ bedauernswerte Rolle spielte — j
Am Tage nach dem Hosball giebt die alte . mchessa Torlonia ein Fest — wie man sich zumistert, hauptsächlich Zu Ehren der jungen, schonen Erbin, die gestern bei Hose em unge- lieures Aufsehen erregt hatte.
Ziemlich alles, was Rom an Rang, Na- men, Geist und Geld aufzMvcisen patt ist an-
Freiwillige Arbeiterfürsorge.
Die kürzlich erschienenen Beichte der preußi- scheu Gewerbeaufsichtsbeamten für 1904, au§ öem wir bereits in der „Oberh. Zig." Verschiede- nes veröffentlicht haben, zeigen wieder deutlich, wie mannigfaltig, die W o h If a h rt s - E i n - r v-;“ f13 e n sind, die von den Arbeitgebern a>w rliirsorge für die Arbeiter getroffen sind Ve- fonöercS Interesse und zwar mit Rücksicht auf die mr • eiL ,.bl® gegenwärtig an den zuständigen rj9It'rmn-gs,tciren 3Ur Herbeiführung einer float. Uchen Witwen- und Waiseiwersicherm,g im Gang- sind werden die Mitteilungen über die Bestrebungen von Arbeitgebern behufs Sicherstellung der Hinterbliebenen der Arbeiter in Amvrnch neimien- Bekanntlich sind Witwen- und Waisen-
Neueste Telegramme.
31' JE- Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die (von uns bereits vor einiger L>eit mitgeteilte) Ernennung des Geh. Rezierungs- ' r-As im Ministerium des Innern v. Meister zum Präsidenten des Regierungsbezirkes Wiesbaden.
l 11 Aug. Nach einer Mitteilung
der „Afrikapost" nehmen an der Studienreise nach Togo und Kamerun teil die Neichstags- abgeordneteu Dr. Arendt, v. Böhlendorff, Fries- Marksuhl, Goller, Hagemann, Frhr. v. Nicht- Hofen, Dr. Semler und Storz.
L Karlsruhe, 1. Ang. Die Abstimmung der badischen Rechtsanwaltschaft über die Justizrats» frage hat eine nicht unerhebliche Mehrheit dcflür ergeben, daß es wünschenswert sei, daß Baden sich in der Praxis der überwiegenden Zahl der übrigen Bundesstaaten anschliege, also auch seinerseits den Justizratstitel einführe.
P«ri8, 31. Juli. Dem „Siecle" wird aus Konstantinopel berichtet, die einzig mögliche Erklärung für die furchtbar verheerende Wirkung des fürchterlichen Bombenattentates auf den Sultan sei die, daß der Attentäter in den geheimen Tunnel, der vom Jildis Kiosk zum Meere fuhrt, erngedrungen sei und die daselbst gerade unter der Stelle, wo das Attentat er- folgte aufgehäuften Sprengstoffe zur Explosion gebracht habe.
■ Paris, 1. Aug. Der „Petit Parisien meldet: I A^erJbep Uon Tunis ist in besorgniserregender Weise erkrankt, er kann durchaus kein Geräusch i Beiträgen und man befürchtet, daß er überhaupt nicht mehr die Leitung der öffentlichen Anae- legenheiteu wird übernehmen können e delgrad, 31 Juli. (Meldung des Wiener K. K. Lelegr. - Korr. - Bureaus.) Nach den gestrigen Nachwahlen wird die Skupschtina aus I BO Selbständig-Radikalen, 55 Gemäßigt-Radi- Men, 14 Nationalisten, 3 Liberalen, 4 Fort» fchrittlern, 2 Sozialisten und 1 Bauernparteiler »estehen. I
Marburg Effcheint wöchentlich sieben mal.
Mittwoch, 2. August 1905. ' I”' ”* 40- Wg.
-Wie?^ Hat die Priuzipxssa Torlonia
„Die Prinzipessa Torlonia-wird nicht nur Do- kw«.» e» tortm, ***** T-«°, L Vpi.Ah-» b-w.rkncllim» in. 6lei6l „v.rc Vud)e Mip Harrpou. Apropos — Ninella
Die «fa Farbe^ Also bitte, ein rosa Kostüm! mit weuzem schmelz und sehr viel Spitzeni ’a recht bauschig, damit sie Figur wacht. Adieu, liebe Miß Harrison! Ich verlaff- Mich ganz auf Sie."
jC’&iH) Hamison blickt der bavonschreffenden Mannergestalt finster nach.
«r;„a7?mnr@,ofL-f^3tr iF|r ^nn der Mensch gar f'-ne Auhe. Wie oft schon hat sie versucht, sich Kmem Einflug zu entziehen! Und doch — fff ni1L fiibt etwas, das sie den.Hän-
^^siardo Rosso s ausgeliefert hat, etwas, - ,:e mit schaudern, mit Entsetzen, mit namen-