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40. Jahr,.
Einfuhr Ausfuhr
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'Nachdruck verboten.)
Ausfuhr 214 198 84 30
Der deutsche Außenhandel
stellt sich im ersten Halbjahr 1905 im Vergleich Zu den entsprechenden Abschnitten der beiden Vorjahre wie folgt:
Baumwolliudustrie Wollindustrie Seidenindustrie Leinenindustrie rc.
Einfuhr 251 316 95 93
Marburg
Dienstag, 1. August 1905.
. ^e,r ergibt sich, im Gegensatz zur Eisenindustrie, ein starker Ueberfluß der Einfuhr über die Ausfuhr, aus dem einfachen Grunde, weil die verschiedenen Zweige der deutschen
' Der nzsstsch-japamsche Krieg.
Tokio, 30. Juli. (Amtliche Mitteilung.) Die Sachalinarmee berichtet: Am 27. Juli wurde bei Tagesanbruch der Vormarsch unter energischer Zurückdrängung der Russen fort, um drei Uhr nachmittags besetzte die Avantgarde Derbenskoje, während die japanische Kavallerie in Lonikow einrückte. Eine japanische Abteilung, die ostwärts durch den Bezirk von Hovomich Aelowskoje vor- rückte, schlug am 27. Juli um 3 Uhr nachmittags die bei Wedernikowski stehende russische Infanterie und Artillerie und ging sofort zur Verfolgung der Russen über.
London, 29. Juli. Der „Daily Telegr." erhielt aus Tokio vom 28. die Meldung, daß ein starkes japanisches Geschwader Wladiwostock blockiere. Dies , sei die Ursache der UutätigkÄt oer in Wladiwostok weilenden russischen Kreuzer „Rossija" und „Gromoboi" gegenüber der japanischen Besatzung Sachalins. Mächtige japanische Geschwader überwachen zudem die benachbarten Küsten von Sachalin, Sibirien und Korea. Wenn der japanische Operationsplan sich weiter entfalte, werde erkannt werden, daß Lenewitsch sich schleunigst nach Chardin zurückziehen müsse, wenn er nicht in eine unhaltbare Lage geraten wolle.
Petersburg, 30. Juli. Die Mobilmachung rm Bezirke von Kasan wird fortgesetzt, obgleich sich zahlreiche Zwischenfälle ereignen. 1200 Mann haben sich geweigert, nach dem Kriegsschauplatz i abzugehen.
Petersburg, 30. Juli. (Petersb. Tel.- Ag.). Auf einem Telegramm, in dem die Geistlichkeit eines Bezirks des Orenburger Kreises im Namen der 38 000 Köpfe zählenden Bevölkerung den Kaiser gebeten hatte, keinen schimpflichen Frieden zu schließen, machte der Kaiser den Per« inerk: Das russische Volk kann sich auf mich der- I jassen, niemals werde ich einen schimpflichen oder I bas großen Rußlands unwürdigen Frieden I schließen. I
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Dmck und Verlag' Joh. Aug. Koch, tlniverjitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Die Ziffern lassen ein stetiges Anwachsen wwvhl der Einfuhr wie der Ausfuhr erkennen. Das Verhältnis zwischen Einfuhr und Ausfuhr war in allen drei Jahren ziemlich gleich. Etwa I 50 Prozent der Einfuhr bestehen in industriellen Rohstoffen und ungefähr 67 Prozent ter Ausfuhr in Fabrikaten. Die Zuckerausfuhr ist gegen das, Vorjahr wieder um nahezu 15 Mill. Mark zurückgegangen. Dafür ist aber die Ausfuhr von Getreide und Mehl ziemlich stark gewachsen, nämlich bei Roggen um 10, Weizen um 5, Roggenmehl um 4 und Weizenmehl um 5 bis 6 Millionen Mark. Insgesamt wurden für 37 Millionen Mark Roggen und Weizen, für 9 Millionen Mark Hafer und für 20 Mill. ^?^Mehl ausgeführt. Diese außergewöhnlich hohe Getreideausfuhr kommt auch in dem Betrag der angerechneten Einfuhrscheinr, der sich auf 211/a Millionen Mark stellt, zum Ausdruck. Bei Roggen und Roggenmehl ist die Ausfuhr jetzt anhaltend viel größer als die Einfuhr, was seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall war. Neben der starken Ausfuhr ist dabei natürlich auch der starke Rückgang der Einfuhr von russischem Roggen von wesentlichem Einfluß. Die Ausfuhr von Eisen und Eisenwaren einschließlich Maschinen und Fahrzeugen stellt sich
Millionen Mark, die Einfuhr auf 76 Millionen Mark. In der Textilindustrie hat i bje Ein- und Ausfuhr von Rohstoffen und Fabrikaten betragen (Millionen Mark):
Vierteljährlicher Bezugspreis: btt der Expedition 2 Mk, b« allen Postämtern 2,25 Mk. (.tjcl, Bestellgeld).
SnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfz.
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mit dem Kreisblatt sür die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Allitstrirles Sonutagsblatt. J *
I der Kaiser wieder auf die an der Karserwcrst vor 1 Anker liegende „Hohenzollern" zurück und vev- I brachte den Rest des Tages an Bord, k'ester« I Sonntag Vormittag unternahm Seine Majestät I eme Fahrt durch die Stadt und stattete den I Gieldzienskischen Kunstsammlung einen längeren
Besuch ab. Die A n k u n f t des Monarchen i n I Kopenhagen wird heute Montag Nachmittag I 4 Uhr erwartet. Die Landung der Kaiserjacht I „Hohenzollern" findet am Zollamt statt, wo große I Ausschmückungen vorbereitet werden. Der Besuch I wird höchstens zwei Tage dauern. Der Kaiser I wird beim König auf Schloß Bernstorsf wohnen. I Das deutsche Schulschiff „Stosch" verbleibt wäh« I rend des Kaiserbesuches in Kopenhagen.
I — Bei der am 29. d. M. erfolgten Land« I t a g 7 -E r s a tz w a hl für den Wahlkreis Crossen« I Zillichau-Schwiebus wurde Rittergutsbesitzer von I Schierstädt auf Skyren (kons.), mit 192 von 193 I abgegebenen Stimmen gewählt.
| .— Die Begündung des Deutschen Frei,
I Willigen Automobil korp s findet t» I d..r diesjährigen Manövern schon ihre erste prak- I tische Folge, indem fast zwei Drittel von den I 45 Mitgliedern des Korps sich mit ihren Wage» I am Kaisermanöver und an den Festungsübunaen I rm Osten beteiligen. Die Automobils werden von I ihren Besitzern selbst in der vom Kaiser bet» I Korps verliehenen Felduniform gefahren und I werden durch die Manöverabteilung des große» I Generalstabes zu etwa gleichen Teilen den gegen > I einander fechtenden Truppen zugewiesen. Z« einer Aufklärungsübung bei Graudenz gehen zu« nächst im August 3 Herren, zum Kaisermanövee' stehen laut Mitteilung an das Preußische Kriegs- Ministerium 29 Wagen zur Verfügung, und für di« Thorner Belagerungsübung haben sich bisher 3 Mitglieder gemeldet.
— Eine große Bewegung zur Einführung | LesAchtstundentages wird unter den Arbeitern der deutschen Gaswerke vorbereitet. Auf der ersten Konferenz der Gasarbeiter in Berlin, die 1903 stattfand, wurde beschlossen, daß für die Arbeiter des Jnnenbetriebes überall der Achtstundentag gefordert werden soll. Nicht nur ist in einigen Städten, wie in Chemnitz, Barmen und Wiesbaden diese Forderung in letzter Zeit bewilligt worden, sondern vor kurzem hat auch die Stadtverwaltung in Königsberg einen Bericht veröffentlicht, in dem der Achtstundentag für den Jnnenbetrieö als ein technischer und finanzieller Fortschritt bezeichnet wurde. Auf Grund dieser Erfolge soll nun an die Verwaltung der Gaswerke in allen Orten die Forderung des Achtstundentages gestellt Werden- Andere Wege zur Verkürzung der Arbeitszeit sind dort einzuschlagm, wo keine Organisationen vorhanden sind, £o z. B. in den Plättereien und Wäschereien. Hier bestehen io ungewöhnlich lange Arbeitszeiten, daß die Reichsregie- rung sich, wie mitgeteilt, zur Veranstaltung von Untersuchungen über die Dauer der täglichen Ar« beitszeit veranlaßt gesehen hat. Soviel ist heute schon gewiß, daß durch Bundesratsverordnung eine Verkürzung der Arbeitszeit ttamentlich an den Sonnabenden eintreten wird. Denn der heuttge Zustand, wo die Plättereieir noch bis
1905 1904 1903
Millionen Mk.
8267 3151 3010
2589 2484 2373
„Meinethalben."
„Darf ich Ihren Besuch für heute Nachmittag' bei Madame Roger anmelden? Sie wissen, Ma» I dame Roger ist die erste Pariser Schneiderin in | Rom."
„Nein. Ich mag heute nicht ausfahren."
Jetzt wird Miß Harrison ernstlich besorgt. Sie steht auf und legt ihre Hand auf den Arm ihrer jungen Schutzbefohlenen.
Unmutig schüttelt Dolores ihre Hand ab.
„Nein, ich bin ganz gesund. Qualen Sie mid doch nicht, Edith. Ich will nur allein sein. Die ersten Wochen — da amüsierte mich dieses schöne Haus und Sie, Edith, und all die Schmeicheleien, mit denen man mich überschüttete. Aber jetzt ist mir das alles langweilig! Langweilig!! Langweilig!!! Immer zu hören, wie schön man ist und wie geistreich — und wie wunderbar entern' das Kostüm steht--puh! . . . Natürlich
brauche ich all diese Schmeicheleien und das Hofmachen und den ganzen übrigen Trödel. Aker —* mit geringschätzigem Kräuseln der feingeschwun- genen Oberlippe lehnt sie sich wieder in di« Chaiselongue zurück, von der sie sich ein Wenig er-, hoben hatte — „— aber langweilig fff es doch!"
„Sie sind eben in der Mode, Dolores."
„Ja, ich bin in der Mode." Sie unterdrückt das Gähnen. „Das heißt, immer einen Schivanz Verchrer um mich haben — lauter fade Gecken, - die alle meine Latmen „himmlisch", „entzückend", „unwiderstehlich", finden!" Sie fährt mit der Hand über die Sfirn, lvährend in ihre müde» Augen ein eigener Ausdruck tritt, etwas wie Schwermut oder Bedauern. „Einen einzige» Mann kannte ich, der war anders — eine Ausnahme von der allgemeinen Regelt . ,, Pahl Glücklich derjenige, der nichts vom Leben et-' wartet!" —> -S,
" ö (Fortsetzung jolgtJ '
I mit altgoldfarbener Seide ausgeschlagenen Wände I sreren farbenprächtige Gobelins und kostbare | Zierrate jeder Art.
I , „ Nur Gemälde sind verbannt aus diesem Tus- I Alles, was Bilder heißt .langweilt
! Dolores.
I r-_c Bilderl" pflegt sie mit einem verächtlichen Rümpfen des zierlichen Näschens zu sagen.
I »Wozu Bilder! . . . Landschaften? Ich mache I wrr nicht einmal etwas aus der Landschaft in der I Natur. . . Blumen? Sind die wirklichen Blu- I 'En, die mir mein« Verehrer täglich schicken, I ’W viel schöner? . . . Porträts? Wenn ich I II1 öen Spiegel schaue, sehe ich das anmutigste I Portrat. Andere brauche ich nicht." —
I UT-Ä br°\no$ llicht ganz zwei Monaten ur.
I plötzlich gleich einem Meteor die reiche schön- bec römischen Gesellschaft austanchte,
I pfiö» sie den Hauptanziehungspunkt eines jeden gc.sws. In langen Artikeln berichten die Tages- blätter von ihren Triumphen. Die illustrierten Zettungen bringen ihr Bild. In den Kunst-
! Handlungen neben den Photographien des Körrigs und der Sterne am Kunsthimmel prangt auch ihr liebreizendes Konterfei.
Die ersien Wochen machte dies alles Dolores ' Spaß. . . Dann ermüdete es Ye. . . Schließlich lvurde es ihr langweilig, ja lässig.
Auch heute liegt sie, gähnend und mit sich unser ganzen Welt unzufrieden, auf der rotlench. tenden Chaiselongue in ihrem Boudoir. Bezau- t^rnd duften die Magnolien und Tuberosen zu ihr herüber. Ein leichter Wind bewegt leise die Vorhänge der halboffenen Fenster.
Dolores hält einen französischen Roman in , Doch liest sie nicht. Ihr schönes Ge- pwr tragt einen müden, abgespannten Ausdruck. _ Nervös streicht Dolores sich über die Sfirn.
Stoxntiini rj-un^Liiu. bia Qun^
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete . . . . .
Noma» vo» Erich Fries«».
(Fortsetzung.)
, „Hollo! Seht uns, wie wir aufblühen I Die Zeiten des Hungerns nnd Darbens sind vorbei. Fort mit dem schwarzen Flor nnd Trauer! Wir leben und gedeihen nnd freuen uns unserer allbe- siegenden Kraft!"
Und — wenn Handel und Gewerbe blühen wachst die Wohlfahrt der ganzen Stadt. —
Miß Harrison ist mit ihrer jungen Schutzbe« whlenen, der reichen, schönen Kreolin Dolores Arevallo in eine der beiden Villen draußen vor der Poria Pta gezogen. Miß Harrison hat all die Arrangements bcssimntt, Dolores selbst wgte zu allem „ja". Was kümmert es sie wo sie wohnt, wenn das Haus nur elegant, modern und bequem i|t!
Unh die "Villa Romulus" bereinigt all diese : Vorzug« in sich. Sie besitzt eine Unmasse Zim- iTIp Usra>i^ir^mercf,ei' ~ elegante Salons, behag- T iWn^^rrarnme"^ne » geräumigen Mitsiksaal, "'ftlge Schlafgemacher, koyge Boudoirs.
- Besonders die Boudoirs hat Miß Harrison Überaus effektvoll Herrichten lassen. Während I eigenes Boudoir ganz in blau und weiß ge- I Wien ist, erglänzt Dolores' Boudoir in den I Leuchtendsten Farben: rief altgold mit hier und I r emgestreuten Tupfen von saftgrün und K™' Lange saftgrüne, goldgesnckte Seiden- Vorhänge verhüllen zum Teil die hohen Fenster, km dicker permcher Teppich vom leuchtendsten
. aut etngemtrfren buntfarbigen Papageien fcftot Me schwervergoldeten Vasen
’Miten die berrlickiten erotticken Cktvädjü. . Dm
Neueste Telegramme.
1r . Stettin, 30. Juli. Wie aus München gemeldet wlrü, hat der Prinzregent zu der Enthüllung des Kaiser-Wilhelni-DenkmalS in Nürnberg in d r zweiten Novemberwoche nicht nur den Kaiser, sondern auch die Kaiserin, das Kronprinzenpaar und den Großherzog und die Großherzognin von Baden eingeladen;. von allen erfolgte Zusage. Mit der Feier ist eine große Truppenparade verbunden.
Koburg, 27. Juli. Ueüeremstimmend bringen die thüringischen Blätter folgende aufsehenerregende Meldung aus angeblich authentischer Quelle: Der Kaffer hat das Gesuch des Groß- fiirsten Kyrill von Rußland um Genehmigung der Eheschließung mit der geschiedenen Groß. Herzogin von Hessen am 8. d. M. abgelehnt. - W'co, 30. Juli. Das „Wiener Tageblatt" erfahrt, der Zar habe die Zusammenkunft mit Kaiser Wilhelm herbeigeführt, um sich bei ihm Zil versichern, daß die angeblich bevorstehende enge Annäherung der skandinavischen Staaten an Deutschland ohne Schädigung Rußlands erfolge. ' , Innsbruck, 29. Juli. Auf der Dreidrachen- fpitze trafen rtianöveriereilde österreichische Kaiser- jäger und italienische Alpenjäger zusammen. Letztere riefen: „Abasso l’Anstria!,, (Nieder mit Oesterreich!) Nur durch die Besonnenheit der Offiziere wurde ein Grenzkonflikt vermieden.
Rom, 29. Juli. Der fünfte Jahrestag des ^oöes des Königs Humbert wurde heute in ganz Italien in feierlicher Weise begangen. Dem Trauergottesdienst im Pantheon wohnten der König und die Königin, sowie die Königin-Wisine Marguerita bei. Bon den Ministern, den Le- j Horden und zahlreichen Vereinigungen wurden i »ranze im Pantheon niedergelegt. Die Stadt hat Halbmast geflaggt,- viel« Geschäfte find geschlossen.
Kopenhagen, 29. Juli. Kaiser Wilhelm wird Montag hier erwartet. Man ist im Zweifel, ob der Besuch keine oder große Politische Bedeutung hat. Ein Teil der hiesiegen Presse fft aufgeschreckt durch den gestrigen Artikel im „Reichsboten", I wrch welchem Deutschland, Dänemark, Schweden und Rußland hinsichtlich der Osffee ein lieberein. I kommen suchen. Die Militaristen benutzen die I Gelegenheit, dem dänischen Verteidi.-ningswesen | Wind in di« Segel zu geben. I
Stockholm, 29. Juli. Em unter Leitung der I Stockholms Handelsbank und der Dankfirma M I M- Warburg u. Ko. in Hamburg stehmdeS Kon- I fortium hat mit der Reichsschuldenverwaltung | «n Abkomnien über einen Kredit von 50 Mill. I "ronen abgeschlossen. Dem Konsortium gehören I außer den obengenannten folgen be Bankfirmen I an: Die Koimnerz- und Diskontobank in Ham- I bürg, die Bank für Handel und Industrie in | Berlin, die Banque de llUnion SociM I G6n6rale de Belgique in Brüssel und die Firma I F. M. Philippson in Brüssel. I
Glasgow, 29. Juli. Die schottischen konser, | dativen Kandidaten für das Parlament trmrden I von der Parteileitung offiziell angewiesen, sich I fitr die allgemeinen Wahlen bis spätestens Ende I Qktober bereit zu halten. I
einem Jahr beenden, angeordnet. I Konfekttonsbranche, die für 66 Mill. Mark ex-
Konstantinopel, 30. Juli. Das Attentat auf | . er einer Einfuhr im Werte von nur
den Sultan wird in Beziehung gebracht zu der I 7 /• Millionen Mark. Bei der Eisenindustrie
bereits gemeldeten Internierung Rcschad Paschas, I würde allerdings auch die Ein- und Ausfuhr
des präsumtiven Thronfolgers. Man glaubt, I von Erzen zu berücksichtigen sein: es wurden das „Attentat auf eine Palaslverschroörung für 401/, Millionen Mark Eisenerze eingeführt zuruckzufiihren ist, der dieser jüngere Halbbruder I und für 6 Mill. Mark ausgeführt. In der
des Sultans jucht fern stand. Angaben von I Tabakindustrie steht einer Einfuhr von 58
bestätigen. Attentats scheinen den Verdacht Millionen Mark nur eine Ausfuhr von 3 Milll
| Deutsches Reich.
I Berlin, 30. Juli.
— Seine Majestät der K a i s e r hat, wie au5 Danztg gemeldet wird, die ursprünglich auf samstag angesetzte Abreise verschoben und besich- tigte vormittags die auf der Reede von Neufahrwasser liegende Schlachtflotte. Mittags kehrte mers, der süße Duft — alles drückt auf ihr Gemüt. Leise seufzt sie auf. . .
Da öffnet sich fast unhörbar Re Tür.
Mlv- Harrison tritt ein und läßt sich neben Dolores in einen Lehnstuhl fallen.
Kein größerer Kontrast, als diese beiden Frauen.
Die eine — zierlich, geschmeidig, zusammeng-. kauert auf der Chaiselongue wie eine wilde Katze, nut funkelnden schwarzen Augen und einer Fülle sessellos über das weiße Svitzengewcmö herab- lvallender dunkler Locken; die andere — in leuchtend blauer Samtrobe, fast überhoch und Mank gewachsen, das zarte Gesicht mit den blau- geäderten Schläfen rosig angehaucht, die rotleuchtenden Haare kunswoll frisiert und toupiert.
„Endlich!" beginnt Miß Harrison in sichtticher Erregung, sich erschöpft in den Stuhl zurück« j whnend. „Uebermorgen werden wir beite bei Hofe vorgestellt werden, Dolores. Die Prinzipessa Torlonia hat es mir fest versprochen."
Dolores löst eine Rose von dem Sttäußchen I an ihrer Brust und betrachtet sie aufmerksam.
, Ä "Freuen Sie sich nicht, Dolores?" fragt Miß Harnson enttäuscht. . <• 2,^
„Ich wüßte nicht, warum." I
„Sie haben es sich doch immer gewünscht, den | Majestäten vorgestellt zu werden!" I
. ,/Wohl möglich. Aber Sie wissen ja — lvas I ich mir heute wünsch«, ist mir gewöhnlich morgen | schon gleichgültig." i
Miß Harrison unterdrückt mit Schmerz einen | Seufzer. |
„Rderklvürdiges Mädchen! . . , Uebrigens — toas werden Sie anziehen bei dieser wichtigen Gelegenheit?"
Dolores zuckt die Achseln.
' »Ist mir egal." '
„Doch eine weiße Robe? Das eignet sich am ■neuen ____l — —----------—... .. ... ----- . ......