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„Noch immer Schweigen. „Ja oder — nein?"
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auf 40,0, bei den 60 bis 70iäbriaen auf 93,1 und bei den 80jährigen gar auf 128,3. Bei den Frauen ist ein so nahezu ununterbrochenes Ansteigen nicht wahrzunehmen. Hier wird bereits int Alter von 15 bis 20 Jahren ein relativ hoher Satz (1903: 11,0)) erreicht, der in den folgenden Lebensjahren regelmäßig abzunehmen Pflegt bis etwa zum 40. Jahre. Die dann wieder ein- setzende Steigerung ist aber nicht so stark wie beim männlichen Geschlecht, da sie 1903 im Höch- ften Alter mit 31,1 ihren Gipfel erreichte. Hier also ein Anschwellen auf nicht ganz das Drei- fache, dort ein Steigen auf mehr als das Sechsfache der Zahlen des Jungfrauen- und Jünglingsalters.
„Nun?" fragt Bernardo Ross». Sie schweigt.
Der Sparrsinn in europäischen 1 Ländern. !
Die „Statist. Korr." keschäftigt stch mit der internationalen Entwickelung des Sparkassen, wesens und gibt eine vergleichende Zusammenstellung über die Zahl der Sparkassenbücher und' die Höhe der Einlagen für zwölf der wichtigste« europäischen Länder. Es wird dabei bemerkt, datz interimtionale Vergleichungen auf dem Gebiet«! des Sparkassenwesens gewissen Schwierigkeiten
Abwehrend hebt Bernardo Rvffo die Sand. „N^ts dergleichen, liebe Miß Harrison. Ich
als Grund des Selbstmordes sind dann noch beim weiblichen Geschlecht die Leidenschaften (5 Prozent), beim männlichen die verschiedenen Laster (8,7 Prozent). Aus Eifersucht oder unglücklicher Liebe endeten 119 Männer und 78 Frauen, zusammen also 197 Personen ihr Seben., Den Schluß dieser traurigen Statistik möge ein Blick auf die räumliche Verteilung der Selbstmorde innerhalb des Staates machen. Die wenigsten Selbstmorde befanden sich 1903 in der Provinz Posen, nämlich 10,34 Prozent auf 100 000 Lebende: das mehr als dreimal so hohe Maximum (34,43 Prozent) lag in der Provinz Sachsen. Niedrige Zahlen hatten ferner West- preußen (11,92) und Rheinland (12,44); hohe dagegen fanden sich in Berlin (31,44) und Brandenburg (32,70). Die wenigsten Frauenselbstmorde hatten Westpreußen (3,70) und Posen (3,79) aufzuweisen, die meisten (17,38) fanden sich in Berlin. Bei weitem die wenigsten Männerselbstmorde (17,55) kamen in Posen vor; die meisten wurden in Brandenburg (52,23) und Sachsen (53,71) beobachtet, während der Staats- durchschnitt 33,53 für das männliche und 8,82 für das weibliche Geschlecht betrug.
Marburg
Sonntag, 30. Juli 1905.
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| Die Zahl der Lungenkranken, die in diesen unter großen Geldopfern geschaffenen Anstalten alljährlich Erholung und Heilung finden, beläuft sich auf mehrere Zehntausende, von denen dimeisten noch vor wenigen Jahren an eine wirk« same Kur aus Mangel an Mittel gar nicht hätteU denken können. Erst das planmäßige Zusammen« wirken einer ganzen Reihe öffentlicher und pri« vater Körperschaften hat eine solche Massenbo« Handlung der Tuberkulösen ermöglicht. Im Mittelpunkte dieser Tätigkeit stehen die Landes- Versicherungsanstalten, denen auch die E. chtiMK der meisten Volksheilstätten zu danken ist. Im Jahre 1903 hatten sie allein über 20 000 hingen, schwindsüchtige Kranke in ständige Heilbehandlung genommen und zu dem Zwecke mehrere i -nate lang in Heilstätten untergebraacht, während sie 1897 erst 3300 Kranken eine solche Behandlung Mteil werden ließen. Weitere wichtige Faktoren auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung sind! die Krankenkaffen, die in der Hauptsache die Auslese der Lungenkranken besorgen, während der Anstaltspflege des Erkrankten seine Familie versorgen und hier und da auch eigegne Krankenhäuser gebaut haben, ferner die Gemeinden und der Staat, zahlreiche gemeinnützige Verein«' unÜ Korporationen, endlich auch viele einzelne Arbeit« gebet, die sich in steigendem Maße ihrer hingen, kranken Arbeiter annehmen und in einzelnes Fällen, wie z. B. die badische Anilin- und Soda, fabrik oder Geheimrat Selbe, sogar auf eigene Kosten Lungenheilanstalten eingerichtet haben.
Mit Genugtuung stellt der Bericht des Zen« tralkomitees fest, daß durch all diese Maßnahme« jetzt dem vorhandenen Bedürfnisse nach Volks« Heilstätten im allgemeinen genügt ist. Das iff gewiß in Anbetracht der verhältnismäßig kurze« Zeit, seit der man mit der Errichtung solcher An- stalten überhaupt begonnen hat, ein überaus günstiges Ergebnis. Trotzdem bleibt natürlich noch vieles andere zu tun übrig, um den Kampf gegen die verheerende Volkskranrheit noch wirksamer zu gestalten. Namentlich ist jetzt noch da« für zu sorgen, daß die aus den Anstalten als geheilt Entlassenen solchen Berufen zugeführt wer« den, in denen die Gefahr eines Rückfalles in dir Krankheit möglichst gering ist: ferner sind geeignete Einrichtungen zur Unterbringung ganz unheilbarer Lungenkranker zu schaffen, um sie möglichst aus ihrer Familie zu entfernen un8 weiteren Ansteckungen vorzubeugen. Möge e$ gelingen, das große Werk der Tuberkülosebs- kämpfung recht bald auch nach diesen Richtungen hin zum Gesamtwohle des Volkes noch zu berbolh
I Pia sind zwei ganz gleiche Villen zu vermieten I —, dicht nebeneinander. Die Lage ist wunderbar. I ®*r übersehen das Mieze Albanergebirge —"
I Miß Harrison reißt ihre Vergißmeinnicht- I blauen Augen weit auf.
| f. »Wir —?" fragt sie gedehnt, in einen Stuhl I sinkend. Zwei scharfe Linien gruben sich von der I Nase zu den Mundwinkeln ein. Der Blick der I schönen Augen scheint wie erstarrt. „Wir? Wie I — meinen Sie das?"
, „Sind Sie nicht etwas schwer von Begriff, hebe Miß Harrison?" höhnt Bernardo Rosso. „Die eine Villa ist noch unmöbliert: sie paßt sehr gut für Sie und Dolores. Die andere ist möbliert und konveniert mir und meinen Kindern ausgezeichnet.
! „Ich verstehe," murmelt Miß Harrison tonlos. Mühsam erhebt sie sich und drückt auf den elektrischen Knopf. „Molli; laß das Bad ab- fließen! Mir ist die Lust zum Baden vergangen." ^oie wartet, bis die Zofe das Zimmer verlassen hat. Dann sinkt sie wieder in sich zusammen,
„Ha, warum kam ich, als Sie mir schrieben?" lowmert sie. „Warum blieb ich nicht meinem Vorsätze treu, nie wieder Ihren Weg zu kreuzen? Sie sind der Böse in Menschengestalt, Bernardo Rosso!"
. „Besten Dank für Ihre gute Meinung von I mir! ... Wie steht es also mit den beiden Häusern?"
„Ich will nicht! Nein, ich will nicht! Lieber gebe ich meine Stellung bei Fräulein Arevallo wieder auf: lieber verzichte ich auf die ganze I römische Gesellschaft, als daß ich Tür an Tür mit Ihnen wohne, Bernardo Rosso U
Finster blickte der Manu eine Weile auf das schöne Weib herab, das in seiner Herzensangst die festoerschlnngenen Hände fast flehend empor hebt.
.Haben Sie vergessen, was ich weiß?" zischt er. „Vor dreizehn Jahren
Umschau.
Gegen die Lungentuberkulose.
Was auf dem Gebiete der öffentlichen Ge- fundheitspflege während der letzten Jahrzehnte in Deutschland geschehen ist, läßt die gleichen Bestrebungen früherer Zeiten weit zurücktreten, ja, in der außerordentlichen Ausgestaltung dieses Zweiges der nationalen Wohlfahrt ist geradezu eine Eigentümlichkeit unserer jüngsten Entwicklung zu erblicken. Man wird stch dessen so recht bewußt, wenn man sich vergegenwärtigt, was allein zur Bekämpfung der verbreitetsten unserer Volkskrankheiten, der Lungentuberkulose, getan worden ist und fortgesetzt weiter geleistet wird. Vor kaum zehn Jahren hatte man begonnen, den Kampf gegen diesen heimtückischen Feind der Volksgestindheit durch öffentliche Mittel in größerem Stile aufzunehmen, und inzwischen ist in aller Stille ein so großes System von Einrichtungen und Mitteln diesem Zwecke dienstbar gemacht worden, daß der Fernstehende sich nur schwer einen Begriff von seinem Umfange zu bilden vermag. Sieht man sich heute um im Lande, so stößt man fast allerwärts in den gesunden Waldgegenden, fern von den geräuschvollen Stätten des Erwerbslebens, auf große neue Krankenanstalten, „ Heilstätten, Genesungsheime ober Erholungsstätten, die zur Aufnahme und Heilung Schwindsüchffger bestimmt sind. Im Frühjahre 1905 gab es nach dem Geschäftsbericht des unter dem Schutz der Kaiserin stehenden Deutschen Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke in Deutschland schon 75 Volksheilstätten mit ungefähr 7000 bis 7085 j Betten, 31 Privatanstalten mit 2028 Betten und außerdem 13 Anstalten für tuberkulöse Kinder mit etwa 500 Betten, und die Eröffnung von fünf größeren Volksheilstätten sowie einer Pri, vatheilanstalt steht noch in diesem Jahre bevor.
„Nun?" wiederholt er mit erhöhter Stimme, .Was wird mit den Häusern?" ,
„O still doch! Still!" stöhnt Miß Harriso.g, während eine nervöses Zittern ihren Körpsf überfliegt. „Schonen Sie niichl Ach, schone« Sie mich!" $
Mit bebenden Händen zieht sie ein Fläschchen aus der Tasche und nimmt einige Tropfen au$
. Mit einem leisen Aufschrei springt Edith Har- rison empor. Hastig eilt sie zur Tür und blickt auf den Gang hinaus.
„Mein Gott, wenn jemand Sie gehört hätte! Der Portier oder meine Zofe! Man braucht doch den Leuten nicht fein Alter auf die Nase binden! I Pvk allem — Fräulein Arevallo hatte mich niemals engagiert, wenn sie nicht in mir eine jün- gere Dame, gewissermaßen eine Gefährtin, vermutet hätte. Sie hält mich für Ende der Zivanzig."
„Mit Recht!" erwidert Bernardo Rosso galant. „Wann werden Sie Ihre Stellung antreten?" ., „In den nächsten Tagen. Ich bin ganz ent- Zuckt von Fräulein Arevallo und hoffe, durch sie in die erste Gesellschaft Roms Zutritt' zu erlangen."
. Bernardo Rosso bat ziemlich ungeniert auf einem der vielen gelbseidenen Fauteuils Platz genommen. Er scheint Miß Harrisons Ungeduld gar nicht zu bemerken.
„Gnädiges Fräulein," meldet die Zofe, den Kopf durch die Türspalte steckend, „das wohl- riechende Bad ist bereit."
«-Gut, gut! Ich komme schon, Molly!" Hastig hüllt sie sich in einen weißen Wollschal. „Sie entschuldigen mich, Herr Rosso."
„Das Bad kann warten, Miß Harrison, und auch Ihre Zofe kann warten!" spöttelt Bernardo Rosso. „Haben Sie die Güte, die Tür zu schließen. Ich muß mit Ihnen sprechen." ..
Die rosigen Wangen der Dame werden er- I sichtlich bleicher, ein Ausdruck von Furcht tritt in I ihre schönen blauen Augen. !
„Keine Szene!" flüstert sie ängstlich. -„Jede I Ausregung hat bei mir einen Nervenanfall zur j ümge. Ich könnte ein Engagement bei Ihrer I Nichte nicht antreten —* I
Nach und nach schwindet die bläuliche Farbe der Lippen; der schmerzhafte Zug um den Mun8 glättet sich. J
j,Ah —I" Tief atmet sie. auf. Dann kauert sie sich zusammen auf die Chaiselongue.
Selbstmorde in Preußen.
Nahezu 35 000 Personen haben, wie die in Heft 189 der Preußischen Statistik enthaltenen Veröffentlichungen betomfen, in den letzten fünf Jahren in Preußen ihr Leben durch Selbstmord beendet. Auf das letzte Berichtsjahr allein fielen 7470 Opfer, und zwar 5878 Männer und 1592 Frauen. Die Zahl dieser beklagenswerten Fälle ist nicht nur absolut in den letzten Jahren stetig gestiegen, sondern hat auch relativ eine Zunahme erfahren; denn während 1899 auf je 100 000 Einwohner nur 19 Selbstmorde -entfielen, wur- ©en in den beiden folgenden je 20 und in den betben letzten je 21 dieser beklagenswerten Vorkommnisse beobachtet. Auf die beiden Geschlechter verteilen sich die Selbstmorde in der Weise daß annähernd vier Fünftel auf das männliche kom- men, während auf das weibliche etwas mehr als ein Fünftel fällt. In diesem Verhältnis treten im Laufe der Jahre nur geringe Schwankungen etn: seine Erklärung findet es vielleicht in dem Umstande, daß die Kraft der Männer durch den wirtschaftlichen Kampf doch im großen und ganzen viel mehr in Anspruch genommen und au (gebraucht wird als die der Frauen. Wenn bisher immer von Männern und Frauen gesprochen worden ist, so sollte damit lediglich das' Ge- sihhcht der Unglücklichen bezeichnet werden, die in einer bösen Stunde Hand an sich gelegt haben; denn die jüngsten Selbstmorde sind iveder das eine noch bas anbere, fonbern — Kinber. In ?wei Fällen, von denen je einer in Schlesien und in Hessen-Nassau sich -ereignete, endeten bereits Knaben von unter Zehn Jahren selber ihr Leben; ihnen gesellten sich 58 Geschlechtsgenossen von 10 dro - Sßbreti und neun int gleichen kindlichen Alter stehende Mädchen zu. Die absolut größte Zahl (1176 und 288) stellte bei beiden Geschlech- fern das Alter von 50 bis 60 Jahren. Im 33er- hnltnis zur Zahl der Lebenden jeder Altersstufe, I refatiu betrachtet, ist beim männlichen
Geschlecht mit Ausnahme der Zeit vom 25. bis I zum 30. Jahre eine stete Steigerung wahrzti- I nehmen; während 1903 von hunderttausend Per- I fonen von 15 bis 20 Jahren 19,6 Selbstmord per- I übten, stieg diese Zahl bei den 30 bis 40si'hrigen I
Bestellungen
füt die Monate August und September auf die
.Oberhsssische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern entgegengenommen.
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete . . . .
Roman von Erich Friese«.
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„Verzeihen Sie, daß ich Sie nochmals störe, Mnz Harrison!" beginnt Bernardo Rosso im leichten Konversationston.
„O bitte! Bitte! . . . Wollen Sie nicht Platz nehmen?" lautet die etwas in spitzem Diskant gegebene Antwort, der man das gezwungene an- nterff. „Wir haben uns zwar vor einer Stunde erst gesehen —"
„Sie haben Recht. Aber in dieser Stunde ist mir ein neuer Gedanke gekommen, den ich Ihnen sofort mitteilen muß."--
Miß Harrison seufzte leise auf.
„Bezieht dieser Gedanke sich auf meine Pro» tegüe Fräulein Dolores Arevallo?"
„Zum Teil — ja."
m «Dann bitte! Aber fassen Sie sich kurz, Herr Rosso! sie hatten mich gerade im Mittagsschlaf gestor-. Das schadet meinem Teint."
Bernardo Rosso's Blick streift prüfend die ganze schone ebenmäßige Frauengestalt vor ihm I und bleibt an dem zarten Antlitz hängen, aus dem die vergißmeinnichtblauen Augen mit un- schuldsvollem Kinderblick zu ihm emporfehen. Das auffallendste an der ganzen Erscheinung ist die Ueberfulle goldigroten Haares, das, in ffeineit I Soden um Stirn und Schläfen fallend, hoch oben cur dem Hinterkopf in einen Riesenknoten geschlungen ist.
In 35 Fällen wurde Selbstmord verübt unter gleichzeitiger Tötung anderer Personen; 48 Lebensmüde gingen gleichzeitig mit andern in den Pod. In einer größeren Zahl der verzeichneten Fälle ist auch jber Verdacht der Tötung durch fremde Hand nicht gänzlich ausgeschlossen. Die eigentümliche Erscheinung, daß die meisten Selbst- morde auf den Frühling, die wenigsten auf die lebten Monate des Jahres entfallen, zeigen auch die Zahlen für 1903 aufs neue, da auf den Frühling 2144, den Sommer 1972, den Herbst 1487 und den Winter 1774 Tötungen entfielen Den Gründen, dieser sehr interessanten Er- scheinung an dieser Stelle nachzuspüren, würde indessen zu weit führen. Von Interesse ist auch ein Blick auf die Mittel, womit dieVerzweiflungs- tat ausgeführt wird. Etwas mehr als neun Zehn- tel aller Männer (90,2 Prozent) und über ein Fünftel (82,3 Prozent) aller durch eigene Hand gestorbener Frauen endeten ihr Leben durch'Er- hängen. Ertränken ober Erschießen. Auf die Erhängten fielen bei den Männern rund drei Fünf- tel, bei den Frauen etwas über zwei Fünftel (43,0 Prozent). Demnächst folgte bei den Männern mit 18 Prozent das Erschießen und mit 13 Pro- Zent das Ertrinken als häufigste TodeSart. Von den Frauen schied mehr als ein Drittel (35,7 Pro- acut) durch Ertränken und etwa ein Achtel (8,8 Prozent durch Gift ans dem Leben, während auf das Erschießen nur 3,6 Prozent kamen. Der Sturz aus der Höhe war bei den Frauen verhältnismäßig mehr als dreimal so häufig zu beobachten, als bei den Männern (3,8 gegen 1,1 Prozent). Die Frage nach den Beweggründen der unseligen Tat weiß die Statissik naturgemäß nur sehr lückenhaft zu beantworten, sind doch oft die nächsten Angehörigen darüber im Ungewissen. I So darf es denn nicht überraschen, daß von einem Viertel aller Männer und etwa 18 Prozent der Frauen ein Grund zur Tat überhaupt nicht zu ermitteln war; es wird aber außerdem noch mancher der anderen Fälle in einer falschen Rubrik gebucht worden sein. Trotz diesen in der Ratur der Sache liegenden Einschränkungen ist e§ interessant, daß von den Männern rund ein I Viertel (24,7 Prozent) und von den Frauen I nahezu die Hälfte (44,7 Prozent) Selbstmord im Zustande der Geisteskrankheit verübten. Weitere I 13 Prozent beim weiblichen und 11,2 Prozent I beim männlichen Geschlecht waren auf körper- I hdje Leiden, 6 und 11,5 Prozent auj Kummer I dller Art zurückzuführen. Zahlreich vertreten I
Starr blickt sie in seine durchdringend auf sie gerichteten Augen. Ein Schütteln überfällt sie wie beim Fieberfrost. — •
Dann haucht sie mit versagender Stimme: < '■ -Ja." „ 1
* VII.
Sechs Wochen später ... - 1
In der „ewigen Stadt" alles Leben und Be« toegung. Warm lacht die gutgelaunte Sonn« vom Himmel herab auf all die fröhlichen, ge« putzten Menschen, welche die Straßen füllen, n den traulichen Osterien außerhalb der Mauern Roms den rotleuchteuden Ebiauti schlürfen oder auf dem Monti Pincio bei den einschmeichelnde« Weisen einer vortrefflich geschulten Kapelle schä« fern, plaudern, kokettieren.
Fremde aus allen Weltteilen strömen herbei. Die Hotels sind überfüllt. Die eleganten Maga« zine vermögen kaum den Andrang dex Kauf« lustigen zu fassen. _ ,,.'
Handel und Gewerbe triumphieren. '-’.ä
(Fortsetzung folgt.)»
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Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchbruckerei 40.
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