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JVuftrirtes Sonniagsblatt.

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Marburg

Sonntag. 23. Juli 1905

l Der vatikanische Korrespondent

/r^nere della Sera" übermittelt seinem B atte Aeußerungen Pius X. über die letzt« Enzyklika bezüglich der Wahlen. Die Neuste- rungen, die der Papst zu Personen seiner Um« aebung tat, besagen: .Ich habe das non ex« aufheben wollen, besonders au« Rücksicht auf meine Vorgänger. Dafür aber garantiere ich: wenn ein Bischof von mir für bt®*« bter @t[aubnis Zur Teilnahm, an der Wahl verlangen wird, entweder im bet- "der im Interesse bei SanbeS ober einfach tm Interesse eines Kreises, so werde ich ohne weitere? bereit sein, mein« Zustimmung zu geben. WaS aber das Ver« halten der Katholiken im Parlament betrifft, so bm ich ganz entschieden gegen die Bil« t- V t . ®tne solche Partei wäre gefährlich für den heiligen Stuhl und brächte der Religion feinen Dsrteil. Aber in bestimmten Frage» werden stch die katholischen Deputierten ver» ständigen und gemeinsame Aktionen durchführen können, entweder selbständig oder in Verbindung mit anderen Parteien. Die Förderung einer

machten, rund 30 Prozent mehr, als bei der leb, festgestellt wurden. Noch grötzett n Sf, 6 den Feststellungen L A 8>??sung und dem tatsächlichen Stand bei SBeru^berbalt^fie , sind bei den kaufmännischer und technischen Privatbeamten, bei den Bankba ^EeN' Ai^estellten der Bersicherungsaesellschas ren, tm Werkmeffterberufe, in der gesamt'! und in verschiedenen während d^ JahrzehntK besonders stark entwickelte« Industriezweigen festzustellen.

teö ist unbedingt notwendig, daß di Beruf» Lnaen zu einer ständigen Einrichtung gg macht und m gewissen, nicht zu weit auseinandeu Sate,tonn ^tvischenräumen abgehalten werden Hat schon der Staat bei seiner Gesetzgebung uni in ferner Verwaltung, in der Sozialpoli'l ti mirtZ^^^^^^ltspolitik und in feind wirtsckiaftlichen Maßnahmen allgemeiner Natm em großes Interesse daran, stets über die Gs staltung der gesamten Volkswirtschaft und d»

:r ®^>e.r6§atoeiflc orientiert zu sein, so be b$e§ Interesse in noch höherem Maße, fMP^»nenmm^rtfc^ft[i(ben Probuktionsvrozes stehenden Praktiker tote Industrielle, KauflcutL Reeder, Techniker usto. Eine zuverlässige ? t> genaue lleberstcht der vollstoirtschaftlicL FaL toren kann, tofe dieL. N. N." mit Recht be merfen, nach vielen Richtungen bin die Entschlio ßungen in der praktischen Volkswirtschaft günstiß ®Tbe W w° die deutsche Im

.'ÄHe der neum Handelsverträge msi Schwierigkeiten zu kämpfen haben wird, sow regelmäßige Berufszählungen das ^^tdftliche Handeln und Disponieren et letuitem.

I*beQnfeu Dmtscheu wesentliches Gewicht zu wstkn. ^n Töchterschulen sind Mädchen mit teil SM,,6" ,^-Eich-r uÄrt? »» nicht aufzunehmen. Besonders scharf musstn aber die Anforderungen bei der AufnahE dm^Mitleid'" b^benschulen durchgeführt wer« cn* r ^ijueio mir oemarmen i»w

ftrÖ^blQv^"r Nlögen das die Eltern fühlen Er. streben diese für ihre Kinder^eine bessere Lebens' oder" des Anstellung seitens ^ Resthes re r vreiistischen Ltaates, so mögen sie die Innung her deutschen Sprache bis zu dem mit Ve/fthnd'tos bfar 'bre Söhne dem UnterricA l-'1 ;? s! ,ndms folgen können. Dagegen sind

. mpJ\n aUfe ber ..^oIen' 'hrer Sprache besondere Beachtung zu errämpfen, rücksichtslos nB nfX retdK unseres Vaterlandes müssen unbestellbar sein, denn innerhalb Deutschlands «

Grund der Arbeit'der DZZ°I-K-nL Ä ^"iichen einfach vorausgesetzt werden. Wander-

liotheken, welche die Posener Kaiser Wilhelms- W8-W-M

meVt nn Orofeeren Sälen, um volle Wirkung zu S- »Ur deutsch- Zw-ch- drum dsuA £

auf diese, namentlich auf di- srü. te.ÄÄ X'Ä LL 5

« -u-uch- ,-t-u Solch, Suüt »il* K S6,10 6,5 20 S*m «freuen», Frücht-

Mi' istblaß vor innerer Bewegung,

Ire versteht es Brunhilde, durch die Macht ihrä «»ÄM b,m Aufruhr in feinem Herzen zu schtoichttgen. Wie suhlt er sich auf einmal de« tbren leidenschaftlichen Erregungen entrückt, hinaufgetragen in höhere, reinere Re­gionen! ,

. .®r "greift ihre Hände, die leise verschlungen m ihrem Schoße ruhen. w

--Ich danke Dir, Hildes

Nichts weiter sagt er. Aber Brunhilde muß woh^zu.r-eden fein. In ihren Augen leuchtä M "lle Horst hat die Pfeife aus dem Mund genommen. Verstohlen blinzelt er zu dem ,OrL5m Klavier hinüber, während em behagliches Schmunzeln seine Lippen nm.

O wird Zeit zum Schlafengehen, Kinder!" --Macht, daß ihr hinaufkommtt und 5Cu, Hiloe, laß Dich von dem Jungen nicht Zu^iel quälen! Du wirst müde sein nach bet horten Arbeit der ganzen Tage daher Sie hat nämlich die Mutter gepflegt, wendet'« sich

6iIbe ru verdankem" Ne Hand errötete tief. Abwehrend hebt sie

5afÜr' H"d-l" murmelt«

^unhilde ist schon zur Tür hinaus, u U . . es Nicht, wenn von solchen ganz selbst. 3nS" ®°i,en" -'-»'"ustL- L »eS % & ÄtMe feibra ®«"«

(Fortsetzung ststft.)

Umschau.

Förderung der deutschen Sprache in den Ostmarkea bringendes nationales Gebot für dellen

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Berufs- und Gewerbezählung.

Vor kurzem ist unter dem Vorsitz des Brüll. b'^en des Kaiserlich Statistischen Amtes- Dr ?;r?" ^rght, eine mehrtägige Konferenz abae-' halten worden, in welcher eingehend über die U"-xUber die Ausführung der für M§ ^epcherten allgemeinen deutschen Be- st-und Gewerbezählung beraten ivorden ist.

""wendig eine derartige statistische Auf. ÄÄ uÄ,f£ k-w? . ,,c0ir hier nur durch ein Bei Mel bew-esen werden. Nach der letzten BeruiTb! ton? s tol*r!)en in Deutschland ins gesamt 32 149

ÖÖ «, X« Nmb bet Deutschen Buchdrucker rund 39 000 wler organisiert, demGutenberg-Bund" 27Ot^M^?oraan,sation der Buchtrucker/gehörten 2700 Mitglieder an, so daß also die organ fierE ^bntdey allem mehr als 41% Tausend au^

erwtoer in2 b.t einige Augenblicke. Dann Men mnA? b mJ,e "ch im Zimmer etwas zu fchaffen macht, tn scherzendem Tone:

bleichtViell^ckgierschien er etwas Reise Anstatt er f^Un0et "ach der weiten ^n^is^atthier zu schwatzen, solltet ihr sor- g - daß er etwas Gutes zu essen bekommt." ist esr ' 3?edt' H'ide. Er hat Hunger das geflatt«t!^°" f*nb bi* Schwestern wieder davon- ftlb^^Swll? 5^-verharrt Brunhilde auf der-

bWÄ SnTeX tasJ, ,trÄ ii-.I'ch Mro di- Sa«r, aus de" N°ä) hvher als gewöhnlich hebt sie Konsinen __ ° wrt festen Schritten ihren

<>^.^"chers Heimkehr hat wieder den alten gleich'"? S Sr^miIie. H°Nst gebracht. Ob- er UtSne' «ber einen Monat fort war er hatte allen gar sehr gefehlt.

®ie kranke Mutter droben liegt in rubiaem Schlummer In der Sofaecke, hinter sest^? feto^&ife^Qlle =&Orft unb bafft zufrieden

aBie^meSfrf,^ T ^ier Platz genommen, die Ä? 9le,L,n 'bre schlanken Finger über

Günther steht neben ihr. Doch tragen feine man^nfE" weltenttückten Ausdruck, daß wo anbers W feine ®ebanfen weilen ganz

Mdfe- und Slllfgn-AjfgynkWknEK.

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Verlag derOberhess. Ztg."

Deutsche und englische Sozialpolitik.

Kolmsten^Jtoevl?"/^' Staatssekretär für die

perialismus und d?r öchu^gk^^"shen Im. einer Stelle ausimück^ollbetveguug sich an UM-KMZ MZMWS

Ä'niKSVl Ä modern. Der Schatzkanlle?- rQ9eiT und

an fangen. J L ettooS mit ihnen

einen Schatzkanzler 1 » TUa Ieben' um Wn Verhältnissen Vorteil stebm"könnt^ T Wurde in hpr .. tonnte. Er

eine Reih ??e r ?' 0%Ü.ben, Mehreinnahmen formwerke u foiS,Qlen Ne. Inangriffnahme 'm' an bereu M ; x i y , * i i » u g m e wtr aeaenmSrii^ "icht einmal denken untere qm s 1.1 _ r en rönnen, weil OS-MMZ die sog.sozialliberalen" ^jochwud und

Na qJoj-

jbemeE' Mt hant °us. Hast Du nicht

bebauptet, daß nirgends so we- ßeVn'm?6 fur bwi S chutz der Arbeiter- k bm;Lf rr ?n P' bull nirgends die Zustände an n rf.e,en to,e '« Deutschland. I n

b r h e. t liegt die Sache doch fo" ©düffahrt bfp' mt' Handel und seiner ufffi bw ganze Erde umspannende Eng- land ha^angeblich nicht genug Mittel ren ei%?J?rn Sr°6en @tiId durchzusüh.' c r st b'i e A x nl e 14 machen sich eben jetzt bemerkbar. Das Deutsch/Reick/ sC °+ rs® e

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, "l^nick verboten.)

föeun lch mit Dtenschen- und mit Engelszungen redete

No«»« vo« Erich Friese«.

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^c-a, Kinder! Was wollt 5rhr?" 3 '

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?""' *"* *» Du «NIH-- Sa. Warum?" S *" «***» "EnJh bleich" bemerkte Alse schüchtern.

würdigen Ausdruck!" süg^TrM "eiftt^hinzu ^^Brunhilde runzelt die kräftig geschwungenen "bstsinn, Kinder!"

, ist krank, Gilde!"

j ^sagst daß er krank ist, Trudi?"

! TU» 4*4 Bierteljährlicher Bezugspreis: bei ver Erwditiönn^

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Sie Liebe ist freundlich, Sie suchet nicht das ihre. Sie freut sich nicht der Ungerechtigk it. freuet stch der Wahrheit, glaubet, sie tröget, hoffet, sie duldet alle». Lieb-' höret niemals auf

.beendet. Brunbildes Hände Mtten voy -en Tasten steM. We ist sehr Reich.

f b^ w brWatöt fie ein paar Akkorde an 77" ^bebt sie ihre Stimme. Mächtig an-' schwellend durchhallt es den Raum- w g an Wenn ich mit Menschen Und mit Engelzungen redete, Unö hatte doch der Liebe nicht -och war ein tönend Erz.

Und wenn ich Hab und Gut Den Armen, freudig fpendete. Und wenn ich meinen Leib Dem Flammsntode opferte Und hätte doch der Liebe-nicht Es war ein eitel Tun."

-,65ri? ©untrer kaum zu. Seine Ge- f h ,?n~n w fern, ach so fern, daß die weiche klangvolle Frauenstimme gar keinen Eindruck Mif ihn macht. Doch nach und nach wird er auf- L liegt eine solche Tieft, eine solch

öS Mhft e,1unf-j;ni)^t in ben herrlichen Tönen cvß^ selbst er sich dem Einfluß nicht entziehen «Ate 2 Xrubr iftre Sondaibeit in den Schoß sinLen sossen »>n»b"sstL"^ nM d-- K-Ußn-

-e als ob das blonde .Haupt der Sängerin von einer Gloriole umleuchtet fei r°nh ber lllchernden funkelnden, alles Überstrah- mLnL7st w,ir- **