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Elftes Blatt

I. A.: Tim X.

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Feodor Schuwalow, Stadthauptmann in Moskau.

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haben und daß sie instruiert sind, den russische» Vorschlägen auszuweichen.

London, 18. Juli. (Bureau Lassan.) Der Daily Erpreß" meldet aus gut unterrichteter Quelle, daß zwei starke Finanzkonsortien, eia englisches und ein deutsches, sich der ru,suchen Regierung angeboten haben, für di« Beschaffung der zu zahlenden Kriegsentschädigung zu so. gen« Das englische Konsortium wird von mehreren amerikanischen Banken gestützt, während das deutsche seine Verbindungen über daS ganze Fest, land und ein großes französisches Kapital zu« Verfügung hat.

Wir benachrichtigen davon ir. stre lieben A. H- A. H. und i. a. B. i. a. B. mit der Mtte, Kranzspenden im Sinne des teuren Entschlafe- nen zu unterlassen.

Die dunkeln Ehrenniänner:

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Marburg

Donnerstag, 20. Juli 1905

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck mtb Verlag: Joh. Aug. Koch, UmverbtätS-Buchdruckerei 40.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

: mit ob« 57Ä

Todesanzeige.

Heute verschied rasch, aber unerwartet, unser lieber A. H.

mit dem Kreisdlatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Sonntagsbeilage: > Illustrirtes Sonntagsblatt. ----------

Na, was denn? Was?"

Dolores Stimme klang ungeduldig.

In der Pension ist soeben Herr Herr Rosso angekommen! Ihr Onkel, Dolores, und seine Tochter Marietta!"

Mit einem Ruck zieht Dolores ihre Hand aus Günthers Arm. Auch sie ist jählings erblaßt.

Was .... Der Onkel?"

Ja. Und er sucht Sie überall, Dolores. Man hat ihm gesagt. Sie seien nicht zum Abend- essen gekommen. Er soll geradezu wütend sein."

Dolores steht wie erstarrt.

Laufen Sie sofort zurück in die Pension, Miß Smith!" flüsterte sie fast heiser vor Er­regung.Machen Sie irgend eine Ausrede! Sagen Sie, was Sie wollen. Nur gehen Sie, gehen Sie! Ich komme gleich nach! Liebe, gute, beste Miß Smith so gehen Sie loch!"

In den großen dunklen Augen steht soviel Seelenangst geschrieben, die bleichen Lippen zit- tern so nervös Miß Smith hat Mitleid mit dem armen Kinde.

Ich werde mein Bestes tun- ganz gewiß! Verlassen Sie sich auf mich!" stößt sie hastig hervor.

Dann eilt sic wieder fort, hin nach der Pen- sion.

Jetzt kommt Leben in Dolores vor Entsetzen fast erstarrte Glieder. Leise aufschlnchzcnd schlägt sie die Hände vors Gesicht.

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete.....

Roma« 6o« Erich Fries««.

(Fortsetzung )

Und seine Finger schließen sich über der klei- neu bebenden Hand, die zuerst noch ein wenig aufzuat, wie ein gefangenes Vögelchen, sich dann fedoch willenlos dem sanften Druck ergiebt

Langsam, fast lautlos gleitet das Boot dem Hafen zu.

Jetzt in dein Nachen tiefes Schweigen . . .

Ohrenbetäubendes Schreien und Skandalieren empfangt die kleine Gesellschaft beim Aussteigen. Oer Unterschied zwischen der vorigen erhabenen Ruhe und diesem Trubel ist so groß, daß Dolores ''N ni.komifchem Entsetzen die Ohren zuhält.

®1J*itij i, die erste, die ans Land springt. Sie suhlt sich wie erlöst von geheimen Qualen

Laufen Sie vor, Miß Smith und beüellen Sre ein gutes Abendessen für zwei Personen auf der Terrasse!" ruft Dolores beim Aussteigen. Wir kommen gleich nach."

.Nein, ein Essen für drei!" lachte Günther feiner Gefahrtm den Arm reichend.Miß Smith gehört fetzt wieder zu uns. Nicht wahr, liebes Fraulein Dolores?"

Flores ein Schmollmiindchen; doch widerspricht sie nicht.

Arm in Arm, langsam, schweigend, schreiten me beiden den Qum entlang, der PensionFor. tu na zu.

Ta sehen sie, wie Miß Smith mit allen Zei. wen t-cr, Erregung wieder auf sie zueilt. Die arme kleine Dame ist ganz bleich und so außer .Aiem, daß sie kaum reden kann.

, Dolores, Dolores!" stammelte sie fasfungs- Km&t«E

Dies rohe Machwerk, das in keinem vertan« digen Blatte Aufncchme gefunden hätte, geht von russischen Hörern des Karlsruher Polytechnikums aus, denen gegenüber unsere Gastfreiheit wahr- sich in hohem Grade unangebracht erscheint. Wir haben von derarsigen ruchlosen Verhetzern im eigenen Lande wahrlich bereits mehr als uns nützlich und dienlich ist und sollteii ernsthaft auf die Reinhaltung unseres Hauses bedacht sein. Die hier zu Tage tretende Rohheit beweist im wesent­lichen auch, daß derarsigen Ausländern ganz und gar die moralische Reise fehlt, die wir bei un­seren eigenen Volksgenossen als Voraussetzung zum Studium an einer Hochschule betrachten.

Ausländer an deutschen Hochschulen.

U^äe,'errlU^ ^it sehr interessierenden Frag« wird uns geschrieben: a

2S« m vieler Beziehung fehlt es Deutschland &n ?et ^Handlung der Ausländer an seinen bur$nuS klarem Nasionalbewußt.

.Der unselige Fluch weltbürgerlicher Zer» ItPfCnK oanze Geschichte ^nnzeich-

vet, kommt auch hier noch immer in höchst be- dauersicher Weise zur Geltung. Wir nennen «ns selbst gern das Volk der Dichter und Denker ohne den spott zu fühlen, mit dem das Ausland dies geflügelte Wort behandelt. All unser Dich.

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i Pok- terweg cloren. >.(5941

ten und Denken hat uns jedenfalls als Volks- gesamtheit noch nicht zu der Einsicht der einfachen Wahrheit verhalfen, daß alle wahre Kultur eine gschlossene nationale Denkweise zur Voraussetzung hat. Noch immer lebt ein großer Teil der Deutschen unb namentlich Manche unserer Gelehrten dem nicht eben gerade von tiefem Denken zeugenden Wahn, daß Deutsch­land gewissermaßen berufen sei, den Schulmeister der ganzen Welt zu spielen. Die fremden Kul- turen sind ihrerseits das Ergebnis der nationalen Bedingungen der betreffenden Völker. Und es erscheint in hohem Grade fraglich, ob die Ver- Mittelung deutschen Denkens an diese Völker sie nicht in niancher Beziehung an der klaren Heraus- Prägung ihrer Eigenart behindert hat. Jeden- falls hat die deutsche Kultur durch Aufnahme so vielen fremden Geistes nicht gewonnen; vielmehr stellt unsere ganze Geschichte sich als ein großer Einigungsprozeß dar, dessen Hauptaufgabe darin besteht, das aufgenommene römische, französische, jüdisch-polnische und amerikanische Fremdwesen wieder anszustoßen und dem roten deutschen Blute wieder zu gesundem Umlaufe zu verhelfen. Wer das Ausland und sein Urteil über Deutsch, land kennt, wird auch sicherlich nicht in die Auf- sassung einssimmen, als ob unser Ruf als Kultur­volk durch diese geistige Allerweltsbewirtung ge­fördert sei. Engländer und Franzosen haben einen sehr hohen Kulturruf, obgleich sie niemals den Ehrgeiz gehabt haben, ihre Hochschulen zu Fremdenpensionaten zu machen, vielmehr diese sogar mit starken gesellschaftlichen Schranken um­geben haben!.

I gut! . . . Ach, und Du bist auch da, Mariettas I Wie hübsch von Dir! . . . Laß nur Du brauchst I mir keinen Kuß zu geben! Wir beide haben nist Zuneigung für einander geheuchelt, nicht wahr?!

I . . . Es tut mir wirklich leid, daß Du ;", siez wendet sich wieder an den ganz verblüfft da« stehenden Bernardo Rosso,daß Du Dir di« weit« Reise gemacht hast, um mich zu holen. Jög wäre auch ohnehin morgen nach Rom abgereistz, . . Erlaube, Onkel Bernardo, daß ich Dir H rr» Günther Horst vorstelle, einen jungen Mann au- Norddeutschland. Cr ist ein sehr liebenswürdige^ Mensch und hat mir die Ehre angetan, mich unr meine Hand zu bsiten. . . . Sich, lieber Günter; " mit ihrem süßen Lächeln lächelt sie ibn a» dies ist Onkel Bernardo, von dem ich Di« bereits erzählt habe. Und lies hier ist meine jüngere Cousine Marietta." ?

Bernardo Rosso wird bald bleich, bald rot, während Dolores rasch herausgesprude.ter, Worte. Einmal versuchte er, ihren Redestrom zu hemmen vergebens. Das Mädchen (rL als habe sie die abwehrende 'Handbewegung nichtz bemerkt.

Endlich findet er feine Fassung wieder. ff Meine liebe Nichte," beginnt er in jene« höhnisch überlegenen Tone, der Dolores Blut stets in Wallung bringt. Mir scheint. Du rede» irre. Entschuldigen Sie das arme Kind, mciq ^err '* et verbeugt sich leicht gegen Günthey sie litt an einem schweren Nervenfieber, wel« wes ihren Geist etwas mitgenommen zu haben; scheint. Wenn Sie die Liebenswürdigkeit habe» wollen, mir ins Nebenzimmer zu folgen itS werde Ihnen C?IärSus

Bleib, Günther!" ruft Dolores gebieterisch^ den jungen Mann beim Arm packend.

Wieder steigt die Zornesröte in Beruardös Rosso's Stirn. Sein drohender Blick sucht di- kleine Miß Smith, die sich ängstlich in eine des Zimmers gedrückt Hat. j:

.(Fortsetzung folgt). I

Vierteljährlicher Bezugspreis: btt ver Expedition 2 M, JV« 168 bei allen Postämtern 2,25 Mk. zexel. Bestellgeld).

Ä ZnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

_____________________Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

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Neueste Telegramme.

i Berlin, 19. Juli. Durch eine sofort in Kraft Setretene Verordnung des Gouverneurs von Ka- merun vom 14. April 1905 ist die Einfuhr von Vandelspulvec und Vorderladern nach Kamerun verboten und zugleich besttmmt worden, daß diese

1 Vegenstandke auch aus den amtlichen und pri- vaten Lagerhäuser vorläufig nicht herausgege- ven werden dürfen.

. 19. Juli. Gegenüber der vor kurzem

Durch Rektor und Senat erfolgten Genehmigung eines studentischen Ausschusses ohne konfessionelle Korporationen an der Danziger Hochschule ist neuerdings ein Reskript aus Berlin nach Danzig ergangen das die Auflösung des Ausschusses fordert. Für Hannover sind dieselben Maßnah. men vorgesehen. Zwischen dem Rektorat in Char- kottenburg und dem Kultusministerium finden S® M't Bezug auf die Absicht, einen neuen Uuoschuß ohne konfessionelle Verbindungen zu «runden, wieder lebhafte Verhandlunaen statt.

' .?!nj 18: E^uli. DieKölnische Zeitung" ' N^lbt m einer Besprechung der Verhältnisse Samoas, die neuesten über Auckland hierher .gelangten Nachrichten zu Besorgnissen nicht An- laß geben Auch m amtlichen Kreisen W man, l'w das Blatt erfahrt, keinerlei Grund für die politiiche Entwickelung der Dinge Samoas Be- furckjtungen zu hegen.

Hamburg, 18. Juli. Der russische Verkehrs- I . ®th>Q3 anderes wäre es ja, wenn wir uns Minister Fürst Chilkow ist gestern in Beyl ituna I ähnlich wie in der .Heeresverwaltung auf die von vier Räten seines Ressorts nebst Dienerschaft I Ausbildung einflußreicher junger Fremden be- hier etngetroffen und hat itn Hotel de l'Europe I schränkten, die in ihrer Heimat einmal eine Poti- Wohnung genommen. Der Zweck des Beiu-bes I Stellung zu bekleiden berufen erscheinen, des Ministers in der Hansastadt ist die Besich- I ^stwiß ist es z. B. für Deutschland ein nicht zu sigung von Schiffen zum event. Ankäufe für die I unterschätzender Vorteil, daß fast alle leitenden russische Regierung. | Staatsmänner der Ballanländer eine deutsche

SwTÄl' Das FlaggschiffKaiser 5em Zweiten Geschwader m1?11 Schlachtflotte und einer Torpedo-

bootsflotllle etwa am 3. August im hiesigen Kriegvhaten emtreffen.

... 18. Juli. Der deuffche Kaffee hak

für die durch eine Flut zerstörte Stadt Guana- inato den Betrag von 1000 Mark gespendtt

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Günther fühlt, wie sein ganzes Herz ihn zu dem Mädchen hinzieht.

Beruhigen Sie sich, Dolores!" tröstet er sanft.Sie haben ja noch mich. Wir beide vereint werden dem Onkel schon entgeaentreten können."

Sie läßt die Hände sinken und blickt ihn verwundert mit ihren tränendunklen Augen an. Wir beide? . , -. Was gehe ich Sie denn an? . . , Nein, nein das ist nicht möglich. Der Onkel würde noch viel böser sein." sind wieder schluchzt sie leise auf.

..Dolores'", Günthers Stimme! vibriert >ot siefinnerster Bewegung,Dolores, wollen Sie, daß wir vereint vor Ihren Onkel hintreten? Ich als Ihr rechtmäßiger Beschützer?"

,Wieder blickt sie fragend, verständnislos zu ihm auf.

Dolores, wollen wir einander alles fein'? Wollen wir die Welt wfffen lassen, daß wir uns lieben? , , . Willst Du nicht Weib werden, Do­lores?"

Ja, Ja, alles was Sie wollen!" ruft sie hastig, indes ein Seufzer der Erleichterung ihre Brust hebt.Nur verlassen Sie mich nicht! Stehen Sie mir bei gegen den schrecklichen Onkel!"

Dann komm!" "

Mit kräftigem Druck faßt er ihre jetzt ganz kalte Hand und legt sie wieder in feinen Arm. Dann schreiten beide langsam, ohne noch ein

Schrecklich! Schrecklich l Warum ist er ge- I Wort zu sprechen, der Pension zu. Etwas von kommen I schluchzt sie leise auf.Ich fühle Mich Günthers Ruhe scheint auf seine Gefährtin über- t2 >Nwach viel zu schwach, um mit diesen I geganigen zu sein. Denn als die beiden die Menschen wieder zusammen zu fein, bie ich hasse I Terrasse Betreten, auf welcher Bernardo Rosso ' ^arurn ist das Boot vorhin nicht uni» | und feine Tochter Marietta ihrer f^rron __f.n

rw diese Ssiinde nicht mehr er- I färbt gesunde Dolore? soeben noch bleiche

ich mi^aitoftioe pO t' W C ini^ än3,ti^ -- i WüMSn,und um ihre Lippen lagert ein heiterer, TräÄ^ bebt wie im Fieber. Dicks -Ah, Onkel Be'rnardo!" ruft sie fchon von

Tranetl quellen. stzn1che^m,Neinen Fingem^S I iveitem, »Welche Ueberrafchung! Es gebt mit *** "" ja, viel MWu Las-

.».j. . Ä . I Deutsches Reich.

De? rusM-lapanrsche Kneg. Beni«, 19. Juli.

In Londoner diplomatischen Kreisen steht I Seine Majestät der Kaiser verbrachte, man den jetzt bevorstehenden Friedensver» I wie aus Hernoesand gemeldet wird, auch de« Handlungen zwischen Japan und Rußland I gestrigen Dienstag ausschließlich an Bord bei mit starker Zuversicht entgegen. Den meisten IHohenzollern", da Regenwetter her-^sit.

Wert legt man aber auf die Person Wittes als I Mit dem heutigen 19. Juli vollendet Friedensunterhändler, weil man sich erinnert, I Herzog Karl Eduard von Sachsen« daß dieser hervorragende Staatsmann, der nun I Koburg-Gotha sein 21. Lebensjahr unü wieder zur Geltung kommt, von Anfang an ein I übernimmt die Regierung der L.'iden! Gegner der russischen Eroberungspolitik in Ost- I Staaten, die bisher vom Erbprinzen Ernst z« asien gewesen ist. Bon den japanischen Forderun- I Hohenlohe-Langenburg als Negierungsverwesev gen, die man vertraulich zu kennen scheint, dürs- I verwaltet wurden. Das Thüringer Land, dass

ten bei den Fmedensderhandlungen nur zwei I henke das Herzogtum Koburg-Gotha bildet, wirdi

wirkliche.Schwierigkeiten Hervorrufen. Sie be- I also aus dem mehrjährigen Provisorium der Re« ruhen beide aus der Sorge Japans, daß Ruß- I gentschaft wieder in das Definitivum einer vollen

land, wenn es nach einigen Jahren wieder I monarchischen Regierung eintreten. Nach dem

Kräften gekommm sein sollt«, einen neuen, dann I Tode Herzogs Ernst II. im Jahre 1893 kam

vielleicht _ erfolgreicheren Versuch unternehmen I mangels unmittelbarer Nachkommenschaft des könnte, die verlorene Stellung in Ostasien wieder I Herzogs die Regierung der Herzogtümer an bis zu gewinnen. Aus dieser Erwägung heraus I englische Linie des herzoglichen Hauses; bei wünscht man in Japan eine Zusage, das Rußland I zweite Sohn des Prinzen Albert und der Königni das zweite Gleis der sibirischen Bahn nicht aus- I Viktoria von England trat als Herzog Alfred ine baue und im Sttllen Ozean keine Kriegsflotte I Regierung an, die er bis zum 30. Juli 1900! unterhalte. Mt dem demnächst bedenklich schei- I führte. Nach seinem und seines Sohnes Tode, m.r. , , _ ncnden Verlangen, das aber einflußreiche Kreist I sowie infolge der Verzichtlefftung des .Herzog-

Bildung genossen haoen. Da^llf^ an" I in Tokio für eine Lebensfrage Japans zu halten I Arthur von Connaught, ging das Herzogtum dererseit-' das i"'sere Hochschulen nberschweni- I scheinen, wird kein russischer Staatsnmnu sich I verfassungsmäßig und hausgesetzlich über an de« inende rustuch-iudffche Proletariat doch geradezu eher abzufinden wissen, als Witte, weil er es Sohn des vierten Sohnes, des Herzogs von Ab

als eine ^mmarotzerplag« der Kultur, dm nicht I sicher als ein Axiom betrachtet hat, daß Rußland I bany, den jungen Herzog Karl Eduard, der mit

und unseren Voflsgefft I m Ostasien wirtschaftlich und moralisch, aber nicht I Rücksicht auf feine zukünftige Stellung als beut«

bekifhgt, fonberrt auch die E i g enart, F ret- I politisch Eroberungen machen wollte. Auch wirb I scher Bundesfiirst eine durchaus deutsche Er-

i aV» art f«6 -1 r JLr x n c I russischer Politiker besser als der Schöpfer | ziehung erhalten hat. Herzog Karl Eduard ist U f ' u 9 Deutschland tief I des modernen russischen Kreditsystems . sich mit I in seinen militärischen Verhältnissen Leutnant im ^Et bemerkenswerte^ I der Aufgabe abfinden, die event. größere Kriegs- | 1. Garde-Regiment z. F., er steht außerdem

^lehung fet nur ertoQbnt, I enffchädigung in Frankreich aufzubringen. Aus I ä la suite des 2. Rheinischen Husaren-RegimentZ

sulsi,a^s^o^citenblatt (DerVa- I diesem Grunde allein glaubt man, daß die fried- I Nr. 9 und ist Chef des 6. Thüringischen Jnfan«

oifdie Landesbote ) dieser Tage folgende Anzeige I liebende Welt der Mission des Herrn Witte mit I terie-Regiments Nr. 95. Der junge Fürst ist

Dragjte. . I Vertrauen entgegensehen kann. Soweit die I mit der Prinzessin Viktoria Adelheid, der Tochter

englischen Ansichten. Wir glauben jedoch, falls I des Herzogs Ferdinand zu Schleswig-Holstein-

Japan wirklich die genanntenBedingungen stellm 1 Sonderburg-Glücksburg verlobt; die Braut wurde

sollte, daß auch Wttke nicht im Stande sein I am 31. Dezember 1885 geboren. Ihre Mutter

dürfte, ihre Annahme für Rußland mundgerecht I ist eine Schwester der Kaiserin und der PrinZessm

zu machen. I Friedrich Leopold von Preußen, so daß der Her»

Paris, 19. Juli. Der Petersburger Korre- I zog auch durch seine zukünftige Gemahlin in noch spondeitt desEclair" berichtet au5 angeblich gut I engere verwandtschaftliche Beziehungen zum beut« tnformierter Quelle, daß man in bärtigen diplo- I scheu Kaiserhause treten wird.

Krisen in Betreff des Friedens äußerst Alle Meldungen über Me Termine bej r9JauF'fv ^Q'L biVant- I voraussichtlichen Wiederbeginns der Parlamente schen relegierten nur sehr beschrankte Befugnisse I werden von einer häufig offiziös inspirierte«

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