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Marburg
Dienstag, 4. Juli 1905.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlage Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdruckerek 40, Marburg, Markt 21. — Telephon 55. ”
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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: AllustrirteS Sonntagsblatt. ----
wurden getötet, 13 verwundet.
Von den
I günstig; es wird ihm nachgerühmt, daß et mit sehr I konziliantem Wesen, das ihm allgemeine Beliebtheit I unter den Parteigenossen eingebracht hat, ein großes I Matz von Energie verbindet. Auch in Regierungs- I kreisen dürfte seine Wahl zum Parteiführer gern ge- I sehen werden. Gras Wartensleben ist ein Bruder bei I bekannten Kavalleriegenerals. — Sein ReichStags» I Mandat gedenkt Graf Limburg-Stirum zu behalten.
I — Der Minister desJnnern hat einen f ü t sämtliche kommunale Spar - kassen höchst wichtigen Erlaß über die Dotierung der Ueberschüsse der städtischen Sparkassen dem Magistrat von Berlin zugehen lassen. Der Erlaß lautet: „Ich will hierdurch bis auf weiteres genehmigen, daß, sobald der Reservefonds der kommunalen Sparkasse 5 Prozent der Passiva erreicht hat, die Betriebsüberschüsse und die Zinsen des Reservefonds vereinigt und von der so gebildeten Gesamtsumme nicht mehr als die
Anslaud.
Schwede«-Norwege«. Obwohl die Lage im allgemeinen unverändert ist, fehlt e8 nicht an verschiedenen Vorgängen, die geeignet sei» können, eine Zuspitzung beS Konfliktes herber« zuführen. Aus Stockholm wird gemeldet: 3» der Ersten Kammer stellte der Abg. v. Baumgarten im Namen von 68 Mitgliedern den Antrag, der Regierung 100 Millionen Kronen zur Verfügung zu stellen, damit diese imstande sei,
Deutsches Reich.
Berlin, 3. Juli.
— Seine Majestät der K a is e r besuchte am Samstag, wie aus Travemünde gemeldet wird, mehrere Dachten. Der Kaiser empfing den aus Japan zurückgekehrten Prinzen Karl Anton von Hol>enzollern, der auch zur Frühstückstafel geladen wurde. Im Kurhaus nahm der Kaiser die
1 I Opfern der vierwöchentlichen Massacres starben I weiter in den Spitälern 69 Personen. Der Ge- I Hilfe des Oberkommandanten, General Obo- I leszew, erklärte den Redakteuren: Der Kriegs- I zustand werde lange dauern. Die Diktatur liegt I in den Händen des Polizeimeisters Chrzanowski; I dieser ersuchte die englischen Korrespondenten I abzureisen. —_ Das Kriegsgericht fällte bisher I drei Todesurteile. In Iawiercie bei Czenstock>au I ist in der großen Baumwollmanufaktur Gebrüder I Günzburg ein Streik ausgebrochen. 8000 Arbei- I ter sind ausständig; es ist zu blutigen Zusammen- I stoßen gekommen.
I Petersburg. 1. Juli. Durch Agenten I der Geheimpolizei wurde bei dem pensionierten I Beamten Andruschkewitsch und dem Studenten I Ander im Dorfe Wyra (Bezirk Zarskoje Sselo) I eine Bombenfabrik mit acht geladenen und 22 I nicht geladenen Bomben und etwa 100 Blech- I kisten mit flüssiger Sprengmasse und Spreng. I kapseln und weiterem Material zur Bomben- I fabrikation gesunden.
I Die „58. N. N." erfahren „von gut unter« I richteten Seite", daß der Zar nach dem Empfang I der Nachrichten von Odessa, die man als harni- I los dargestellt hatte, den Befehl erteilte, einen I Kriegsrat unter seinem Vorsitz einzuberufen. Jn- I zwischen befahl er, die energischsten Maßnahmen I zu treffen, jedoch in der Weise vorzugehen, daß I das Eingreifen fremder Mächte vermieden wird. I Da die in Peterhof seit Mittwoch einlaufenden I Nachrichten immer bedrohlicher klingen, ist der I Zar ganz fassungslos. Auch die Umgebung des I Zaren sieht den kommenden Ereignissen mit I größter Besorgnis entgegen. Man erwartet be- I ruhigende Kundgebungen seitens des Zaren.
Die Unruhen in Rußlaud
Die Meuterei in Odessa.
leben geopfert würden. Die Flucht der Bürger aus Odessa dauert fort. Man muß jetzt Fahrkarten zehn Tage int voraus bestellen. Leuten, welche Fahrkarten besitzen, die wenige Rubel kosteten, werden Hunderte von Rubeln dafür geboten.
4- Petersburg, 1. Juli. Nach hier einge- iroffenen Meldungen aus Odessa haben die dort eingetroffene 34. und 39. Infanterie-Division, sowie die Artillerie-Brigade aus Titraspol die Ruhe wieder hergestellt. Der „Potemkin" hat sich trotz aller gegenteiligen Meldungen dem Ad- miral Krüger auf Gnade und Ungnade ergeben. Die meuternden Matrosen wurden in Ketten gelegt und werden von einem Kriegsgericht abgeurteilt werden.
Paris, 1, Juli. „Petit Parisien" meldet aus Petersburg: Die Zahl der Opfer in Odessa beläuft sich auf 2000, darunter 50 Soldaten getötet und 5 Offiziere und 600 Mann verwundet. Dem „Matin" "zufolge herrscht in Odessa nach den letzten Meldungen vorläufig Ruhe in der Stadt. Zahlreiche Patrouillen durchziehen die Straßen.
Die revolutionäre Bewegung
in den übrigen Provinz:n. namentlich in Russisch. Polen, hat noch nicht an Umfang und Nachdruck verloren.
Aus Lodz wird gemeldet:'3n Brzeziny arrangierten 4000 jüdische Arbeiter eine Manifestation mit roten Fahnen. Kosaken gaben ohne Warnung mehrere Salven, 12 Demonstranten
Neueste Telegramme.
Berlin, 1. Juli. Landtugsabgeordneter Gras Limburg-Stirum legte heute das Mandat fiir den Wahlbezirk Breslau 5 (Breslau-Land) nieder.
Königsberg i. Pr., 1. Juli. Gegenüber den mehrfach in der Presse verbreiteten Nachrichten Don der Verstärkung der Grenzregimenter infolge der Unruhen in dem preußisch-russischen Grenzgebiet wird hier von zuständiger Seite mitgeteilt, die Nachrichten, so weit das 1. und 17. Armee- korps in Betracht kommen, jeder Begründung ent- behren.
1. Juli. Die Königin hatte in den letzten acht Tagen Besprechungen mit dem Präsidenten der beiden Kammern und dem Vize-Prä- stdenten des Staatsrats. Gegenstand der Be- fprechungen waren die Ergebnisse der Wahlen für die. Zweite Kammer.
Paris, 1. Juli. Ministerpräsident Rouvier übermittelte dem deutschen Botschafter die Aut- wortnote in der marokkanischen Angelegenheit, nach welcher Frankreich die anfänglichen Bedenken fallen läßt, und im Prinzip die Konferenz an- nimmt.
Petersburg, 1. Juli. Die vom Kriegsminister Sacharow eingereichte Demission wurde ange- nommen. In leitenden Kreisen wird als Nach- Wlger de? Ministers des Innern Bulygin, dessen -Rücktritt täglich zu erwarten ist, Generaladjutant »gnatiew, der ehemalig: Generalgouverneur von Kiew, genannt.
Konstantinopel, 1. Juli. (Wien. Korr.-Bur.) Gestenn hatte das russische Kanonenboot „Chrabry" die kretensischen Aufständischen in Platania, westlich von Kanea, bombardiert, weil kiese die russischen Truppen beschossen.
Newbury (New Hampshire), 1. Juli. (W. B.) Staatssekretär Hoch ist heute Nacht 12 Uhr 25 Minuten gestorben. Als voraussichtlicher Nachfolger Hays werden die Staatssekretäre Rook oder Tast genannt.
Marburg und Umgegend.
(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 bei Urheberrechts nut mit der deutlichen Quellenangabe .Oberhess, Zig " gestattet.)'
erledigt, und zwar, 3. Potsdam (bisher von Buch, kons.), 5. Gumbinnen (Wiese, kons.), 3. Liegnitz (von Buddenbrock, kons.), 6. Liegnitz (von Richhofen, kons.), 6. Frankfurt a. O. (Schierstedt, kons.), 2. Oppeln (Voigt, Z.), 3. Koblenz (Stützest Z.), 17. Schleswig (Kasch, kons.), 11. Schleswig (Dr. Martens, nl.), 1. 58er- litt (Dr. Hirsch, frei?. Volkspartei). Von den zehn erledigten Mandaten befanden sich im Besitze der konservativen Partei sechs, des Zentrums zwei, der Nationalliberalen und des Freisinns je ein Mandat. Es haben demnach bis zum, Wiederzusammentritt des Landtags zehn Ersatzwahlen I ßej. Wilhelm. ggez. vom Staatsministerium, stattzusmoen, eine verhältnismäßig- hohe Zahl. I Auf Grund deS mir erteilten Allerhöchsten Auf-
— Wie bereits t elegraphisch, gemeldet, Hot der I tragest erkläre ich die Sitzung des Landtags für ge- Vorsttzende der konservativen Fraktion I schlossen.
des Abaeordnetenhaufes Graf, Limburg» I Präsident Fürst Knyphausen: M. H., ich fordere SUrum sein Landtags Mandat ntederge- I Sie auf, dreimal freudig einzustimmen in fein Hoch vWas dm Rachfolgerichast in der Ftchrnng der, I auf feine Majestät Kaiser und König.
w»" ^"^sbetnsst, so tst dte Stimmung I Die Anwesenden stimmen dreimal lebhaft in
kur de» Grafen von Wartensleben • Rogajep sehr • den Rui.
Die bereits am Samstag gebrachte Meldung bon der llebergabc der meuternden Mannschaft des Panzerschiffes „Fürst Potenkim" wird nunmehr bestätigt. Das Reutersche Bureau meldet aus Petersburg vom 1. Juli nachmittags 5 Uhr 30 Minuten: Nunmehr ist es völlig sicher, daß sich die Besatzung des „Knjaes Potemkin" dem Admiral Krieger ergeben hat. lieber die näheren Umstände geht dem Londoner Standard aus Odessa folgender Bericht zu: „Fünf Schlacht- schiffe, ein Kreuzer und eine Flotille Torpedoboote aus Ssewastopol liefen Freitag nachmittag /-’S Uhr in die Bucht van Odessa ein. Sie tauschten mit den meuternden Matrosen Signale aus, fuhren dann mit großer Schnelligkeit näher 'an den „Knjaes Potemkin" heran und formierten sich vor ihm in halbkreisförmiger Schlachtordnung. Dann wurden von dem Geschwader zehn stark besetzte Boote zu dem „Knjaes Potem. ,ftn" entsandt. An Land befürchtete man infolgedessen ,das ganze Geschwader habe sich den Meu- ckerern angeschlossen und sei im Begriff, die Stadt .zu beschießen. Die Dächer der Häuser waren dicht mut Menschen besetzt, die anchwoll der Entwicklung der Dinge entgegensahen. Jnzlvischen rückte Ms Geschwader immer dichter an den „Knjaes Potemkin" heran, und schließlich ergab sich das meuternde Schiff bedingungslos. Die Meuterer verlangten zuerst Amnestie, als jedoch die fünf Schlachtschiffe auf den „Knjaes Potemkin" ein- schwenkten sind ihre schweren Geschütze auf ihn richteten, ergaben sie fidi. ohne einen Schuß abzu- I Preisverteilung für die Wettfahrt Kiel-Trave- geuern. Tie ganze Besatzung wurde von Bord I münde vor und wohnte später einem Herren- ;öej, Schiffes entfernt und auf die Schiffe des I abend deS Norddeutschen Regattavereins bei. tgierung.treuen Geicywaders verteilt. ' Man I Gestein Sonntag Vormittag hielt der Kaiser an gwubt allgemein, daß die Meuterer sämtlich er- I Bord der „Hohenzollerii" Gottesdienst ab und schossen werden. I 6ega6 sich gegen 11 Uhr auf die Uacht „Ham-
. Dem Londoner „Standard" wird über Plüii- I bürg", um an der Wettfahrt in der Lübecker derungeii noch berichtet: Etiva 200 Matrosen I Bucht teilzuuehmen.
vom „Potenkim" nahmen an der Plünderung der !, — Bei Schluß der Landtagssefsion sind r m
Lagerhäuser teil und schleppten die Beute auf das ^Abgeordnetenhaus zehn Mandate Schiff. Dann wurde das Spiritusmagazin des " ' ' ' Hsüeus in Brand gesteckt. Hunderte betrunkener Manner ünd Weiber «amen in den Flammen in«. Als der Pöbel auch in die obere Stadt dringen wollte, kant es zu furchtbaren Kämpfen im. den Truppen. Dabei sollen mehrere tausend Meufchen gefallen fein. Als die Flüchtlinge ab- zegren, mutte der ganze Bahnhof von Truppen beietzt werden, um den Sturm des Pöbels abzu- balten. ,300 verbrannte und halb verbrannte Leichen, die Opfer der Feuersbrunst von Mittwoch Nacht, liegen noch in Hausen in den Hafersuppen. Die letzte Nacht verlief ohne Nuhe- porungen. Einzene Signalschüsse zwischeir den Biwakplatzen in den verschiedenen Stadtteilen Snterbrachen die Stille. Die Stadt ist in ein ßrotzes Kriegslager verwandelt. Wie bekannt vurde, Ham Befehl ans^ Petersburg, daß die Ord- «ung t^iter allen Umständen gewahrt weoden Duste, selbst wenn zehntausend weitere Mrnsckfen-
die Maßnahmen zu treffen, die sie nach der einen oder anderen Richtung für nötig erachte. In der Zweiten Kammer stellte der Abg. Zimdahk im Namen von ungefähr 30 Mitgliedern de» gleichen Antrag.
I Hälfte an den Reservefonds abgeführt zu werden I . ®*e
braucht. .Hat der Reservefonds 10 Prozent der den Hauptinhalt der von der Regierung be« Passiva erreicht, so können die Zinsen seiner Be- I Nmonsausschuß vorgelegten Bedingungen Mit« stände ganz zu den Ueberschüssen genommen I teilen. Nur zwei von den aufgestellten acht werden." Wie einschneidend diese Aenderung I Bedingungen seien von Bedeutung, nämlich der bisherigen Bessimmungeil ist, geht am besten I erstens die der Schaffung einer neutralen Zone daraus hervor, daß der Magistrat Berlin, lueit I an den Grenzen und zweitens die, daß Garant« der Reservefonds der Sparkasse längst 10 Proz. gegeben werden solle, daß Norwegen bei de» flcrre’^t Hast über Mer Millionen I Erztransport über Narvik keinen Exportzoll ev
Mark für allgemeine kommunale Zwecke veriven- I
den kann und jährlich die Zinsen der Bestände in I v m»**«*!»*» den Etat einzustellen vermag. Dieser Ministerial- I VvN
I erlaß soll der Initiative des Kämmerers von I ®^ttt§fettetöt: §0^, der, tote schon kurz fit»
Berlin zu verdanken sein. I meldet, tn Newbury (New Hampshire) in de,
----; | Nacht zum 1. Juli gestorben ist, war 1838 ie . „ I Salem in Indiana geboren und begann nach
Parlamentarisches. I Erwerbung de8 Grades eines Doktors bet
, Preußischer Landtag, i p I Rechte seine Laufbahn als Rechtsanwalt. Dan, AbaeordnetenbauS . r ' I wurde er, nachdem er sich im Bürgerkriege den _ . »vgeoroneienvmls^^ Grad eine« Obersten erworben hatte, Privat«
DaS Abgeordnetenhaus erledigte heute die Inter- I des Vtäfibenten Lincoln, dann Sekretär pellation über die Personen- und Gepäcktarifreform. I bei den Gesandtschaften tn Paris, Madrid und Nach der Begründung der Interpellation durch Abg. I Wien. Aus dieser Zeit stammen, wie wir der k-ate Minister v. Bud d e in I „Köln. Ztg." entnehmen, „Wanderlieder", in SäÄMÄfÄ Dip,°m°i
knüpfend an die Resolution des Abgeordnetenhauses | Knechtschaft, manchmal sehr radikal, besang, vom 8. März d I . die Vereinheitlichung der Tarife I Von 1879 bis 1881 war er Unterstaatssekretär.
vsi^^tle Einbuße fordert, betonte I Ueberhaupt rechnete er zu den wenigen ameri' er, daß durch die mit den übrigen deutschen Bundes- I 9n„:tlx.e„
floaten vereinbarte Reform in der Tat eine wesent» I ~nt!Diplomaten, die eine fachmännische
liche Vereinfachung der Tarife erzielt werde. Durch I Ausbildung genoffen hatten, und so war esnatür-
den geplanten Wegfall der Rückfahrkarten werde I lich, daß Präsident McKinley ihn 1897 als Bot»
wi Sinnahmeausfall von schaster nach London sandte. Aber im folgenden
15'/, Millionen Mark erwachsen, und b-.efet AuSsall I <\nt.ro „„ <;ar's i,s müsse durch diejenigen Reisenden gedeckt werden, die I .mu°8 er angenehmste
an die Eisenbahnverwaltung besondere Ansprüche I Tu£ einen amerikanischen Diplomaten, beim stellen. Eine Konzession gegenüber- den süddeutschen I Ausbruch des Krieges gegen Spanien mit dem Wegfall der Gepäcksrelheit dar. aufreibenden Amte des Staatssekretärs der»
schwerer sozialpolitischer^ehler^ Das^Ergebws der I ”)IMAf
Rewrm werde fein, daß 80 Proz. Reisende zu dem- I besondere der Abschluß des Vertrages mit Großsilben Preise wie bisher, daß 12 Proz. billiger und I britannien ob, der den alten Clavton-Bulwerschen
8 Proz. nur unwesentlich teurer fahren als bisher. I Vertrag von 1850 ersetzte. Der nach ihm
Hoch einzuschatzen aber sei aus politischen und per- I s.™ kehrspo'.ir schen Gesicklspunklen die endlich erzielte I britischen ^vtschafter Lord Pauncesote
Einheitlichkeit der Personen, und Gepäcktarife im benannte Vertrag von 1900 gestattete den Ver- canzen deutschen Reiche. In der Besprechung der I einigten Staaten den Bau des Kanals von Dr. Wilmer Ürs-Vp.), I Panama. In der schwierigen Zeit des russisch- lZtr.p Münsterbkrg «srs NuK ®r iapanischen Krieges brach feine Kraft zusammen,
'lons) das Wort ergriffen, stimmte man im allgemeinen I Fruhiahr suchte er . tn Europa, zuletzt itt den vom Minister dargeleglen Grundsätzen bei, nur I Nauheim, Heilung von seinen Leiden, allein bald hier rind^^da der Wegfall der Gepäckfreiheit nach der Rückkehr in die Heimat hat ihn der r°d Dm'stz mit »Echt
schickte und unparteiische Leitung der Geschäste den 1 auf Oie vielfach gegen Deutschland gerichtete Dank des Hauses aus. Präsident v. Kröcher schloß I Politik Hahs lediglich ein rein menschliches die Verhandlungen mit einem dreifachen Hoch auf I Interesse bat.
den Kaiser und König. I 1 ’ ______
Herreuhans.
Das Herrenhaus erledigte debattelos einige Rechnungssachen.
Damit ist die Tagesordnung erschöpft.
Präsident v. Knyphausen oiebt eine kurze Neber-
sicht über die Tätigkeit des Herrenhauses. Daraus I Marbnra 3 Juli
spricht Reichsbankpräsident Dr Koch dem Präsidenten ! . 4 « .
für feine geschickte und erfolgreiche Leitung der ®e» I . Eröffnung bei Easseler Gewrrbeaus-
schäsie den Dank des Hauses aus. Der Präsident I siruuug. Zu der Eröffnung der Gewerbcaus-
dankte für diese Anerkennung und schließt die Ver- 1 stcllung in Cassel, deren Arrangement wir in letz»
Handlungen mit einem lebhaft aufgenommenen Hoch I tcr Nummer eingehend schilderten, wird noch
auf den Kaiser und König. ____ I folgendes geineldet: Sonnabmd präzis 12 Uhr
I ivurde die Jubiläums-Gewerbeausstellung eröss.
® *t,M’nwe d^ uaudtaas6e D'r I lief. Zu diesem Zwecke hatte sich in dem Rondel
Präsident Fürst zu Knyp^usen eröffnet die - ?e§ Orangerieschlosses eine stattliche. Festver- Sitzung und beruft in der üblichen Weise die Schrift- I sammlung, darunter die spitzen der Zivil- und sührer. | Militärbehörden, eingesunden. Nachdem eine
Ministerpräsident Fürst Bülow: Ich habe den I Militärkapelle den erhabenen Beethoven'sckfen beiden Häusern des Landtages eine Allerhöchste Bot- ! Hymnus „Die Himmel rühmen des Ewigen fchast zu verkünden: Tie Botschaft lautet: Wir Wil- I Ehre" vorgetragen hatte, hielt Oberbürgermeister nufmtor,?nh®h.a «"putzen, haben I Müller eine längere Rede. Er sagte allen Aus-
'ü- °n der Aus.
Ministeriums Fürsten v. Bülow beauftragt, die gegen- I stellung und gab Hoffnung Au->oruck, daß sie wärtigen Sitzungen der beiden Häuser des Landstags I dem hessischen Gewerbepand zum Segen gereichen unserer Monarchie vom 1. Juli in Unserem Namen I möge und dem Handwerkerstand neue Absatz- zu schließen. I gebiete erschließe. Hieran sckstoß sich, während die
Gegeben an Bord Meiner Jacht hohenzollern' I Militärkapelle konzertierte, ein Rundgang durch <5. Juni 190j. I die Ausstellung. Um 2 Uhr war offizielles Fest-
essen. Die Ausstellung war ain Sonnabend sowohl wie auch gestern zahlreich besucht. Dee Fremdenverkehr ist ein sehr lebhafter.
K. Lirderverri«. Das gestrige Sommerkonzert des Gesangvereins .Liederverein' hatte ein? zahlreiche sonntäglich geschmückte Menge fP- tzucher in den Garten des Restaurants .Schütz