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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllustriries Sonntagsblatt.

M 153

Vierteljährlicher Bezugspreis; btt der Expedition 2 M., bet allen Postämtern 2,25 Mk. texct. Bestellgeld).

JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Sonntag, 2. Juli 1905. I um.....

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck tmb Verlag- Job. Ang. Koch, UniversitätS-Buchdruckerei 40. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Drittes Blatt.

Bestellungen für das dritte Quartal auf die

^Oberhefsifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition lMarrt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriefträgern kntgegengenommen.

Jubiläums - Gewerbe - Ausstellung Cassel 1905.

Heute am 1. Juli, mittags 12 Uhr wird in unserer Provinzialhauptstadt die Jubiläums-Ge- Iwerbe-Ausstellung eröffnet, die dem Lande ein Bild zu geben bestimmt ist von der Leistungs­fähigkeit des heimischen Gewerbes und seiner einzelnen Zweige. Die Ausstellung wird sich unzweifelhaft eines riesigen Besuches erfreuen. Wir geben nachstehend einen Vorbericht in l'nem

Aundgang durch die Ausstellung.

Von der Stadt her über die Fahrbrücke der .kleinen Fulda" kommend, am Marmorbad vor­bei, betreten wir die Orangerie, in deren Mitte der Haupteingang zur Ausstellung liegt. Vor der Orangerie breitet sich ein großer, in saftigem Grün prangender Rasenplatz aus, umrahmt von jahrhundertalten herrlichen Baumgruppen, facher- -artig erstrecken sich Prachtvolle Alleen weit in den Park hinaus, links und rechts langgestreckte Teiche unifassend, die mittlere Allee am Aueteich endend, dessen Insel mit Tempel ben Ausblick begrenzt, rechts ragen in weiter Ferne die Bergkuppen des Habichtswaldes hervor ein Bild von einzig­artiger Schönheit. Entzückt von all den land­schaftlichen Reizen, die das Ausstellungsgelände umgeben, wenden wir uns nun dem Orangerie­schloß zu, das mit seinen prächtigen Barockfor­men einEmpfangsgebäudc" bildet, wie es scköner wohl kaum eine midere Ausstellung auf- zu weisen hat. In seinem mächtigen mit reizen­den Malereien geschmückten Mittelbau beginnt die Ausstellung: links und rechts in den! Flügel- bauten des Schlosses, hinter diesem in der Haupt- halle, die einen großen 38 Meter im Geviert messenden Bahnhof umschließt und in verschiede­nen Einzelbauten sowie im Freien sind die Ge- werbserzeugnisse aufgestellt.

Hinter der Hmipthallc erhebt sich, alle Bauten überragend, die große 90 m lange und 27 m breite Maschinenhalle, in der die verschiedenen Werkstätten und die für die einzelnen Gewerbs­zweige bestimmten Rohstoffe, Halbfabrikate und sonstige für den Geschäftsbetrieb nötigen Artikel Aufstellung gefunden haben, Aehnlichen Zwecken dienen auch verschiedene Einzelbauten.

. Die reizvollen gärtnerischen Anlagen finden wir im Freien zerstreut, die herrlichen Blumeu- anlagen im Anbau an der Haupthalle die Blu- ntenbindereien in den Ansstellungsräuinen ver­teilt, aufgestellt.

t. Das Orangerieschloß.

Eingangs sehen wir im Mittelbau zunächst dieHistorische Gruppe", hergerichtet vom Mu- senmSverein, uns rechts wendend im östlichen Flügel finden wir neben Einzelausstellern des Schuhmacher, und Schncidergcwcrbes die Sain- mclausstellungen der Buchbinder-, Schuhmacher-, Schneider-, Pcrückenmacher-, Friseur, und Bar» hier- uno der Maler-Innung, der Bereinigung der Bandagisten und chirurg. Instrumentenmacher sowie der Drechsler.

Ferner sind hier ausgestellt: Mnstkinstrumente, Arbeiten der Zahntechnik, der graphischen Ge­werbe, Schreiner-, Bildhauer-, Leder- und fünft- gewerbliche Arbeiten, optische, elektrische und Photographische Artikel.

Den Mittelbau kreuzend, betreten wir den westlichen Flügel und finden hier ausgestellt: Zimmereinrichtungen, Holzschnibereirn, Bilder­und Spiegelrahmen, optische, elektrische und pho­tographische Artikel, Arbeiten in Silber und Kupfer, sowie Juwelierarbeiten, Feinmechanik eine Badeeinrichtung, Glasarbeiten in verschiede- tzrn Formen, chirurg. Instrumente, Porzellan­malereien, Schirme und weibliche Handarbeiten, 'bas Modell einer Brauerei und Photographien seine Mammelausstellung des Photographenvcr- int 8. ;

9 Am Eingang wieder angelangt, sind wir doch 'ermüdet voin Anschauen des uns hier in so rei- A)km Maße Gebotenen und benutzen nun gern pine der in der Mittelhalls aufgestellten Ruhe- vänke, um noch einmal den Blick über das wnn- chervolle Landschaftsbild, das sich vor dem Ans- ;stellungsgebäude ausbreitet, schweifen zu lassen. u._ .Erfrischt begeben wir uns dann, den Fahrweg

überschreitend, in die in ihren Formen dem Orangerieschloß glücklich angepaßte und eingangs mit einem schönen Portal aus Kunststein versehene

Haupthalle.

UnS links wendend, durchschreiten wir, die Sammelausstellung der Marburger und Kirch­hainer Gewerbetreibenden, links anschließend die des Gewerbrvercins Schmalkalden; am Kreuz- ungspunktr befindet sich ein Pavillon mit Süßig­keiten, dann folgen Jnstallationsgeschäfte, Metall» arbeiten, Erzeugnisse der Keramik, Steinbearbei- tung und die Ausstellung der Nahrungs- und Genußmittel, die Sammelausstellung der Backer- Innung mit einbegriffen. Nachdem wir die Stufen herabgeschritten und den dort stehenden Pavillon besichtigt haben, sehen wir, weiter schrei­tend, die Erzeugnisse der Sattlerei, der Bcklei- dungs- und Tcxtilgewerbe, der graphischen Ge- werbe und Kartonnagen. Hieran anschließend be­ginnt die Ausstellung, die der Gewerbeförderung gewidmet ist, eine Sonderausstellung, , die das Abteil bis zum mittleren Durchgang einnimmt. Die Schülerarbciten der im Regierungsbezirk Cassel befindlichen vier Königlichen Fachschulen in Cassel, Hanau Und Schmalkalden, von 28 ge­werblichen Fortbildungsschulen, die Handfertig- keitsarbeiten des israAitischen Waisenhauses, Ar­beiten aus 6 Meisterknrsen und eine Anzahl prak­tischer Arbeiten von Meisterprüfungen, die hier zur Ausstellung gelangt sind, zeigen uns, daß in Bezug auf die Ausbildung der jungen Hand­werker der Ausstellungsbezirk keinem anderen Landesteil nachsteht.

Auf einet: Tafel sind die Lehrgegenstände der theoretischen Meisterkurse im einzelnen aufgeführt und es wird hier auch auf die für die Handwerker hauptsächlich in Betracht kontmenden Genossen- schaftsartrn als geeignetes Mittel der Gewerbe­förderung noch besonders hingewiesen.

Anschließend an diese Abteilung finden wir die für den Unterricht in den gewerblichen Schu­len notwendigen Modelle, Lehr- und Lernmittel in einem Raume vereinigt. Sehr lehrreich sind die Aufzeichnungen der Wohlfahrtseinrichtungen der Firma Henschel & Sohn, des Reichsversiche- rungsamtes und der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau, die nm Ende des Ganges sich be- finden.

Das am Kopfende eingefügte große, aus far- bigem Glas hergestellte Fenster ist für die Mnr- hardfche Bibliothek beftimmt.

Die Abte lnng Marburg.

Nach eifriger Tätigkeit unserer Marburger. Geschäftsleute ist der der Abteilung Marburg zur Verfügung stehende Ausstellungsraum feiner Vollendung fo nahe gerückt, daß es möglich ist, schon am heutigen Freitag dem Vorabend der Eröffnung einen kleinen Ueberblick zu gewinnen. In der Halle, welche vom Haupt- eingang aus betrachtet, links liegt, befinden sich ziemlich im Mittelpunkt die Ausstellungs-Gegen- stände der Marburger Aussteller. Die Fassade für dieAbteilung Marburg und Kirchhain" hat als Verzierung wundervolle Glasinosaik-Bildcr erhalten welche von der Glaserei Schultz herge­stellt und deren Motive aus dem hessischen Dorf­leben entnommen sind. Gleich darauf fällt uns die Ausstellung der Firma Ehren von hessischen Trachten, geschnitzten Schränken und Truhen so­wie von dem so vielfach angestaunten Brantwagen en miniature ins Auge. Daran anschließend bewundern wir einen im Empire- und Bieder­meierstil gehaltenen Salon her Firma Bluhm & Schmitt. Die Marburger Kunsttöpfercieu haben sehr zahlreich und manigfaltig ausgestellt. Die altertümlichsten Muster der verschiedenen Gegen- stände wechseln mit ganz modern gehaltenen ab und befinden sich gerade unter letzteren Pracht­volle Sachen. Die Aussteller sind folgende Fir- men: John Schneider, Karl Eckhardt, Ketzerbach, Ludwig Schneider und Karl Schneider, Weiden­hausen. Kunstschlosser Siebert, Weidenhausen ist vertreten mit herrlich gearbeiteten Kunstschlosie- reien, insbesondere einem prächtigen Kronleuchter und schmiedeeisernem Ständer mit Blumenver- zierung. Buchbinder Zeiß hat schöne Bücher und Briefpapier mit Monogrammprägung usw. aus­gestellt und Bürstenfabrikant Tschtnkel bringt Bürsten von der kleinsten bis zu der größten Sorte zur Schau. Schneidermeister Braun (Plan) stellte Herrenkleider. aus. Die Firma Wilhelm Holzhauer ist vertreten, durch die Aus­stellung medizinischer Bedarfsartikel; die N. G. Elwert'schcUniv.-Buchhandlung Hst in geschmack­voller Weise Hess. Literatur u. Antiquariat, sowie Aufnahmen von .Marburg ausgestellt. Ebenfalls Bewunderung erregt eine Anzahl sehr schöner Gemälde, welche Maler Kuschmann hergestellt hat. Die Universitüts - Buchdruckern von Joh. Ang. Koch hat Drucksachen in Ein- und Mehr­farbendruck, wissenschaftliche Werke sowie eigene Entwürfe zur Ausstellung gesandt, und in einer besonderen Halle für Maschinenbau hat die Ma- J schinenfabrik I. C. Ostheim ihre Fabrikate aus­gestellt. Hoffen wir, daß die Leistungsfähigkeit unserer Marburger Geschäftsleute überall zur Genüge pnerfanitf. wird, damit der Lohn für alle (die Mühe nicht vnsbleibt. .. . A .

Nach Durchschreiten dieser Abteilung sehen wir ferner die Sammelausstellung der Hornberger Gewerbetreibenden, sowie die der Schlosierinnung zu Casiel; es folgen die der Stcinbach-Halleu- bcrger und der Asbacher Gewerbetreibenden, de­nen sich die anderen Schlosser, und Schmiede- arbeiten, sowie die Fahrräder anreihen. Im Eck­abteil sind der Spritzenbau, der Bergbau und die Strinbearbeitung vertreten, dann folgen der Wa­genbau und die Stellmacherarbelten., Das am Nordende eingefügte farbige Fenster ist für die Kirche in Hofgeismar gearbeitet.

Nachdem wir noch den am Durchgang befind- lichen Pavillon, die Herstellung von Stickereien, Karten und anderen Artikeln, sowie eine Friseur- Einrichtung in den seitlichen Abteilen besichtigt haben, steigen wir die Stufen hinauf und kom­men nun zu den eigentlichen Holzarbeiten, die dieses Mertel fast vollständig füllen. Links und rechts ist die Sammelausstellung der Schreiner- Innung zu Cassel; es schließen sich an die ande­ren Schreinerarbeiten, dann Korbmöbel, Bött­cherei, Siebe, Bürstenmacherei, Pfeifen, Stöcke und andere in diese Gruppe fallende Gegenstände. Im Eckwinkel ist ein Pavillon mit Bekleidungs- gegenständen aufgestellt. Die Sammelausstellung dcre Bildhauer-Innung zu Cassel und die Ab­teilung Farbwarcn bilden den Schluß.

Von hier aus beschreiten wir den .

Bauhof

Wo Erzeugnisse des Baugewerbes, Baumaterialien einfache Wagen und Geräte, Bienhäuser und an­dere Gewerbserzeugnisie, die im Freien lagern können, Aufstellung gefunden haben.

Nach Durchschreiten des nördlichen Flügels der Haupthalle befinden wir uns vor der

Maschinenhalle

Ehe wir diesen Teil der Ausstellung besichti­gen, können wir uns zunächst entweder an einer Tassee Kaffee mit in der hier befindlichen Bäckerei hergestelltem Gebäck oder an einem Paar Würstchen, die uns die Fleischerei frisch zubereitet liefert, und an einem kühlen Trunk hinreichend stärken und beginnen dann unseren Gang, in- mitten der Halle entlang, und sehen hier nun die verschiedenen Werkstätten in Betrieb und zwar für folgende Gewerbe:

Links: 1. Bäcker und Konditoren,

3. Buchdrucker,

5. Müller.

7. Schlosser, Schmiede, Mechaniker, 9. Schreiner.

11. Stellmacher.

Rechts: 2. Fleischer,

4. Buchbinder,

6. Schuhmacher.

8. Sattler, Toi'. Schneider, 10. Klempner, 1

12. Zimmerer.

Links befindet sich außerdem ein Brausebad und rechts eine Ausstellung der städtischen Gas­anstalt und des städtischen Elektrizitätswerkes.

Von Betriebsmaschinen werden in Tätigkeit treten: 1 Lokomobile, 3 SauggaSmaschinen, 2 Gaskrast- und 1 Benzinmaschine. Der Antrieb einer größeren Anzahl von Hilfsmaschinen er­folgt mittels Elektromotoren. *

Hinter den Werkstätten befinden sich in dem­selben Gebäude die

Rohstoffhallen, in denen die in den. einzelnen Gewerben zu ver­arbeitenden Rohstoffe, Halbfabrikate und andere Gebrauchsartikel eingestellt sind. Nach Besichtig­ung dieser Abteilungen begeben wir uns zu der seitlich siegenden

' Zelthalle,

die mit den in ihr aufgestellten einfacheren Ge- werbserzengnissen einen recht befriedigenden Ein- druck macht; dann widmen wir den

Einzelbauten und Einzelaufstellungen unsere Aufmerksamkeit. Diese sind in größerer Zahl längs der Wege ausgestellt, dienen teils bestimmten Zwecken, teils zur Unterbringung von Gewerbserzeugnissen und sind an den Auf­schriften leicht erkenntlich. Bei Besichtigung die­ser Abteilung haben wir auch Gelegenheit, die gärtnerischen Anlagen,

die zum Teil im Freien, zum Teil unter dem am östlichen Flügel der Haupthalle angebrachten Vorbau angelegt sind und sich wunderhübsch dem gesamten Landschaftsbilde anpassen, gebührend zu '«wundern.

Der Turn- und Spielplatz unter den Prächtigen alten Banmgrnppen ermög­licht den Kindern eine hübsche Unterhaltung und trägt dadurch ebenfalls dazu bei, den Aufenthalt in der Ausstellung den Familien zu einer ange­nehmen Erholnngsstelle zu gestalten.

Zum Schlüsse wandern wir zu einer der hier vorhandenen Wirtschaften und haben nun die Wahl, uns im Wirtschafts,zelte, im Schwälmer- Haus, in der großen Restanrasionshalle ober im Freien an der prachtvollen Kastanienallee und in er Nähe der reizvollen Blninenanlagen bei guter fllerpflegung der wohlverdienten Ruhe hinzu- 5eben und können dann hi.r die Einzelheiten der

Gesamtanlage im Geiste nochmals, hoffentlich mit Befriedigung an uns vorüberziehen laste« und schließlich bei vorzüglichem Konzert den Aben§ recht angenehm verbringen.

Vermischtes.

Landau (Pfalz), 30. Juni. , In Rhein» zabern gossen die sieben- und die elfjährige Tochter des Maurers Kauffmann in Abwesen­heit der Eltern Petroleum ins Herdfeuer. Di» Kanne explodierte. Beide Kinder starben in» folge der schrecklichen Brandwunden.

Mainz, 30. Juni. Das Husarenregimeut König Humbert von Italien ist heute Morgen nach Diedenhosen, seiner neuen Garnison, abge­fahren. Die Diedenhofener Dragoner treffe» morgen hier ein.

Der Mainzer Köchin Gnste Abschiedsgedanke.

Wochenlang dun ich schon flenne

Träne, wie die Kummernkern,

Weil ich mich vum Schaß muß trenne, Der bald scheidet in die Fern!

' Muß mich so das Schicksal stroofe, Wo mr grat) so glücklich war'n. Daß versetzt nooch Diedehose

Wer'n die schneidige Husar'n?

Do wär nit viel d'ran verlöre.

Unser Hausherr letzthin schennt, Seggt, daß dann nit bun de Spore

In sei'm Hausgang der Zement

' Deet verkratzt wer'n und verschunde,

Mein Madam seggt aach: Ich wett'

Daß so rätselhaft verschwunde

Sinn dann mehr Kottelet!

Erst de Herbst do is abgange, 1

Mein geliebter Infanterist,

Trotzdem ich an ihm gelange, Er nix hör'n un sehe lißt.

Jetzt, do is tnein Schatz en Reiter

In fein Uniform verblendt'

Fühl ich, daß setzt bald fchun leider

Hat die Herrlichkeit e End!

Viele Meedcher aach verliere

So ihr Schütz, bann sin sie fern, Könne nit mehr eingüartiere -- !

Sie sich als in ber Kasern'

. Drin diespringende Bewohner'

Seufze mit gesunk'nem Mut:

'Kriehe mir aach die Dragoner, Fehlt uns doch Hnsareblutl"

Sollt mein Sehnsucht ein nit schlösse.

Pack ich ein mei Sache schnell. Fahre hin uooch Diedehose, i

Suche dort mir dann e Stell!

Sw Meedcher gibts do zwar in Schaare,

Aachverlasse" an dem Platz,

J y~ Die erwarte die Hrisare, s Um zu hawwe dann Ersatz!

Gott sei Dank, daß als Verschoner ! ft. Dun dem Herzeleid und dem Schmerz i'M Uns dann komme die Dragoner

Rettend ans verwaiste HerzI

wr- Snnst müßt' mr die Hund jo mäste

Und hakt Gelegenheit, >,

' ss Daß mr all die Küchereste

Umtauschi gege Zärtlichkeit.

Mainzer Neuester Anzeiger-

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