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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

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Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Ang. Koch, UmversitätS-Buchdruckerel 40. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon öS.

Marburg

Freitag. 23. Juni 1905.

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei bei Expedition 2,

TRZ? 1 bei allm Postämtern 2,25 M. ^exct. Bestellgeld).

JnsertionSgebuhr: die gehaltene Zeile oder Deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Neueste Telegramme.

Berlin, 22. Juni. Die Berggesetzkommisfion »es Herrenhauses beriet nach unveränderter Annahme der Bergarbeiterschutznovelle den An­trag BurgSdorff auf Bestrafung des Kontrakt- hruches. In der Gesamtabstimmung wurde sodann die Novelle mit 11 gegen 8 Stimmen Angenommen.

j. Berlin, 22. Juni. Ueber die Konferenz iur Regelung der marokkanischen Frage wird letzt von deutscher Seite auch in London bet» handelt. Der Botschafter Graf Wolff Metter­nich hatte gestern mit dem Grafen Lansdowne totüber eine Unterredung.

Hamburg, 21. Juni. Gestern abend traf ln dem hiesigen Hafen der PostdampferErnst Wörmann" mit verwundeten und erkrankten Kriegern auö Deutsch-Südwestafrika ein. Im Auftrage des Hamburger Senates war der Vor­sitzende der Hamburger Kolonne beC Roten SkreuzeS, Hauptmann d. R. Sauer, erschienen, m die übliche Liebesgabe des Senates zu über- eichen.

Bremen, 21. Juni. Unter dem Vorsitze ves Branddirektors Westphalen-Hamburg begann heute hier der VerbandStag der deutschen Be- pufSfeuerwehren, zu welcher Vertreter der Feuer­wehren von ganz Deutschland, auch aus Oester­deich, Dänemark und England erschienen find.

Wien, 21. Juni. DieWiener Allg. Ztg." erfährt, Botschafter Barräre habe nach Paris berichtet, Deutschland würde den Krieg erklären, wenn Frankreich mit England eine Offensiv- ünb Defensivallianz abschließe, welche Deleaflä beabsichtige. Trotzdem habe Delcastö diese Ab­sicht, von welcher Präsident Loubet erst durch Barröre »fuhr, im Ministertat befürwortet, pnd erst, nachdem dieser Antrag unter allseitigen Porwürfen abgelehnt wurde, Habs Delcaffä demissioniert.

Stawropol (Kaukasus), 21. Juni. In bet Kirche kam es zu einem Streit zwischen Ältgläubigen und Rechtgläubigen; letztere mußten wegen Lärmens von der Polizei aus der Kirche entfernt werden. Die Rechtgläubigen waren auf den Straßen in so großen Masten, daß Militär herbeigerufen werden mußte, daS einige Salven abgab. Elf Personen wurden getötet, pngefähr 40, darunter Frauen und Kinder, ver­wundet. Dis Verwundeten blieben mehrere Stunden ohne Hilfe auf der Straße liegen, weil den herbeigeeilten Aerzten gedroht wurde, eS werde auf sie geschossen, wenn sie den Verwun­deten Hilfe leisteten.

Lodz, 21. Juni. (W. B.) Bei der heu­tigen Beerdigung von fünf am Sonntag bei den Zusammenstößen mit der Polizei Getöteten kam es zu großartigen Trauerkundgebungen. Ungefähr 50000 Personen mit roten Fahnen folgten den Leichen. Die Polizei verhielt sich ruhig.

47 Nachdruck verboten.)

Schatten der Vergangenheit.

Roman von B. Torontz.

lFortsetzung.)

18. Kapitel.

Lieschen Walter hatte sich langsam von ihrer Krankheit erholt und weilte jetzt in einem Pfarr­hause bei Bonn, wo sie die kränkliche Hausfrau, eine Freundin ihrer Mutter, unterstützte und nut Hilfe reger Beschäftigung ihren kurzen Jugend­traum zu vergessen suchte.

Kurt kam nur höchst selten nach S . . . Er hatte sich nun als Rechtsanwalt in Köln nieder­gelassen, doch brachte man dem jungen Mann noch nicht genügendes Vertrauen entgegen. Dennoch hoffte er, sich durchzuringen durch eigene Kraft, ohne sich des von dem Kommerzienrat empfohlenen Mittels, ein Mädchen aus reicher Familie heimzuführen, zu bedienen. Wohl hätte er nm die Tochter manches begüterten und hoch, gestellten Mannes werben dürfen, ohne eine Ao. Weisung zu fürchten, aber noch herrschte Frau« Fein von Dunois in seinem Herzen. Doch der Baronesse fern zu bleiben, hatte er sich selbst zu- geschworen, und er war fest entschlossen, diesem Vorsatz nicht untreu zu werden.

So wurde es immer einsamer um Viktoria, die ihre Zeit mehr denn je der leidenden Groß- mutter widmete.

Seit Dunois so viel bei Hellers verkehrte, ver­nachlässigte er seine übrigen Bekannten. Auf dem Wege nach Waldorf begegnete er fast immer dem fetzigen Gutsbesitzer Heinz Stupp. Dieser schien reden seiner Schritte zu belauschen. Der Freiherr konnte diesen Menschen nicht leiden und fühlte sich bei seinem Anblick jedesmal von einem beklem- irknden Angstgefühl beschlichen. , . .

Die Wehrsteuer.

Zu den Blümlein des Steuerbuketts, boS vermutlich im kommenden Herbst dem Reichs­tage überreicht werden wird, gehört, tote trotz gegenteiliger Meldungen verlautet, auch die Wehrsteuer. Sie wird mit dem deutschen Reichs­tage nicht zum ersten Mal in Berührung kom- men. Schon im Jahre 1881 wurde sie der Volksvertretung unterbreitet, damals aber nach kurzer Erörterung unter allgemeiner Heiterkeit, in die auch die Vertreter der verbündeten Regie- rangen selbst mit einstimmten, abgelehnt. Zu Anfang der 80er Jahre brauchte man aber nach Swuerquellen noch nicht mit solchem Eifer zu suchen, wie es heute der Fall ist, und nach den gelegentlichen Aeußerungen einzelner Reichstags­abgeordneten dürfte diesmal die Wehrsteuer auf nennenswerten Widerspruch bei keiner einzigen Partei zu rechnen haben. Für die Ablehnung des Wehrsteuerprojektes war 1881 wohl bei allen Parteien die Erwägung maßgebend, daß es, für den Militärdienst im deutschen Reiche keinen Geldausgleich gebe und daß durch die Wehrsteuer die Wehrpflicht auf das Niveau des alten Sicll- dertretungssystems herabgedrückt werde.

Ob diese Erwägungen so durchschlagender Natur sind, daß man auch jetzt mit der Ablehnung der Wehrsteuer rechnen müßte, darf billigerwstst bezweifelt werden. Auch die sonstigen gegen die Wehrsteuer ins Feld geführten Bedenken lassen sich unschwer entkräften.

Man sagt, es widerstrebe der Billigkeit, den Bedauernswerten, die mit leiblichen Schäden be­lastet sind und an ihnen ihr ganzes Leben hin­durch schwer zu tragen haben, als Gegenleistung für die Befreiung vom Militärdienst noch eine besondere Last aufzuerlegen. Dabei ist zunächst zu berücksichtigen, daß manche Fehler, die, den einzelnen für den Waffendienst ungeeignet machen, häufig für ein bürgerliches Erwerbsfach bedeutungslos sind. Man darf auch nicht ver­gessen, daß heute nicht nur die mit leiblichen Fehlern Behafteten bc:. Waffendienst befreit sind, sondern auch diejenigen, die, weil über den Heeresbedars vorhanden, sich freigelosi haben. Der preußische Kriegsminister v. Einem hat es ja im Reichstage wiederholt offen ausgesprochen, daß von einer allgemeinen Wehrpflicht im deut, schen Reiche nicht mehr die Rede sein kann; die Durchsülrung der allgemeinen Wehrpflicht ist ja schon aus finanziellen E.ünden unmöglich. Wenn aber die Tatsache vorliegt, daß zum Waffendienst durchaus geeignete junge Leute aus dem einen oder anderen Grunde vom Militärdienst befreit werden, dann erscheint es nur recht und billig, die Wehrsteiler zu ergänzen. Selbstverständlich wird bei der Handhabung dieser Cteuer sorglich zu vermeiden sein, den ärmeren Vol^sklassen fühl- bare Lasten aufzuerlegen. Ein gewisses Mindest- einkommen, das für den einzelnen zur eigenen Erhaltung dient, muß natürlich wehrsteuersrei bleiben. Von der Wehrsteuer werden aber noch diejenigen befreit bleiben, die Einkommen aus eigenem Vermögen nicht besitzen und durch leib­lichen Schaden bei der Ausübung eines bürget-

Stupp war keineswegs häßlich, aber sein Ge­sicht hatte einen abstoßenden Ausdruck, und wenn seine schwarzen Augen sich Dunois zuwandten, so meinte dieser ein Auffunkeln wilden Hasses wahrzunehmen. Er täuschte sich darin nicht. Alle Dämonen der Eifersucht wüteten in der Seele des jungen Landwirts, dessen Leidenschaft Su­sannes Sprödigkeit doppelt angefacht hatte. Nie­derschlagen, erdrosseln hätte er den Mann mögen der sich zwischen ihn und das Mädchen drängte.

Während der Baron im Hause des Gutspäch- ters weilte, stand Heinz immer irgendwo in der Nähe hinter einem Baumstamm ober einem Ge­büsch verborgen, ballte die Hände und murmelte Verwünschungen. Wenn irgend, jemand, so ver­abscheute er den reichen Kavalier, welcher, wie ec für gewiß annahm, die Leichtgläubige und Unerfahrene mit leeren Versprechungen zu um- garnen suchte. Gereizt bis zur Raserei, malte er sich aus, welch glückliche Stunden Dunois hinter diesen hellerlem sten, von Spitzenvorhängen verhüllten Fenstern verlebe.

Viktoria hatte zwar der Form wegen einen* kurzen Gegenbesuch auf Waldorf abgestattet, kann ater auf ihres Vaters Aufforderung, ihn zu be­gleiten, stets ruhig und höflich, aber doch mit großer Entschiedenheit erwidert:

Verzeih, Papa, wenn ich Dich ersuche, mich davon zu dispensieren. Großmama wünscht, daß ich stets in ihrer Nähe weile. So lange sie so schwer krank ist, müssen mich Herr und Fräulein Heller schon entschuldigen."

Acht Wochen lang ließ Susanne diese Aus­rede gelten, dann fing sie jedoch an, sich gekränkt zu fiihlen.

Mehrmals sprach Dunois vor, ohne sie zu Hause anzutreffen und mußte mit Hellers Ge­sellschaft vorlieb nehmen. Auf die Frage, too sich das Fräulein befinde, erwiderte der Pächter eines Abends achselzuckend; . ..._________

lichen Berufes gehemmt werden. Jedenfalls leuchtet ein, daß man sich, soweit es bei Steuern überhaupt möglich ist, für die Wehrsteuer noch am meisten begeistern kann.

Tex rusfisch-japamsche Krieg.

Petersburg, 21. Juni. General Lene- witsch telegraphiert unter dem 19. ds>: Heute früh 4 Uhr begannen die Japaner mit einem Vorstoß gegen unsere Front westlich der Eisen­bahn. Sinlutschjuad wurde von starken japani­schen Abteilungen besetzt. Vor unserer Truppe int Gebiet von Liaujangwopin wichen die Japaner auf der ganzen Linie südwärts zurück. Ein Telegramm Lenewitschs vom 20. dS. besagt: Laut einer Meldung vom 19. ds. nachmittags haben die Japaner in der Richtung deS Weges von Maimakai nach Tschantufa begonnen, zurück- zugehen. Im Gebiet an der Eisenbahn find die Japaner bis Station Schuanmiaotza gekommen und stellten dann die Offensive ein. In dem Bezirk von Liaujangwopin sind sie bis auf ihre alten Stellungen zurückgegangen. Oestlich der Eisenbahn begann japanische Infanterie früh 3 Uhr in der Richtung de8 nach Banlaschamhn führenden Weges vorzurücken, machte aber um 9 Uhr vormittags Halt. An der Mandarinen» straße machten die Japaner um 3 Uhr früh eine Angriffsbewegung, besonders gegen unsere linke Flanke. Gegen 9 Uhr vormittag» gingen unsere vorgeschobenen Abteilungen etwa? zurück und setzten diese Bewegung fort, als die japanische Artillerie gegen 10 Uhr daS Feuer eröffnete. Mittags besetzten die Japaner daS Dorf Siaoschuschi, um 2 Uhr Pomalin.

Washington, 21. Juni. (W. B.) Au- amtlichen Kreisen verlautet, daß jetzt die Unter« Handlungen hinsichtlich des Abschlusses deS Waffenstillstandes in der Mandschurei im Gange sind.

London, 21. Juni. Wie denTimes" aus Petersburg unterm gestrigen Datum ge­meldet wird, schildern Privatdepeschen auS der Mandschurei die Lage deS russischen HeereS in den schwärzesten Farben. Die Japaner operieren längs der riesigen Front, die von der mongoli­schen Grenze bis nach Nordkorea reicht. Die Russen sollen in gänzlicher Unkenntnis darüber fein, welcher Punkt für den entscheidenden Schlag gewählt werden wird.

Tokio, 21. Juni. (Reuter"-Meldung.) Eine amtliche Depesche meldet: Eine unserer Abteilungen in Nordkorea besetzte Kangsong am 20. Juni vollständig. Einige Tausend Russen mit Artillerie zogen sich gegen zwölf Meilen hinter da? nördlich liegende Sinsong zurück.

Ich weiß es selbst nicht, Herr Baron. Seck einiger Zeit ist das Mädel wie verdreht, läuft mit rotgeweinten Augen herum und huscht aus dem Hause, ehe man sichs versieht. Jedenfalls wird es ihr sehr leid tun, den Besuch des gnädi­gen Herrn versäumt zu haben."

Meinen Sie. mein Lieber?" fragte Dunois zweifelnd.Ich möchte beinahe glauben, Ihre Nichte weicht mir absichtlich aus."

Nein, nein, davon ist keine Rede!" protestierte Heller.Die Suse verehrt ja den gnädigen Herrn wie einen Gott und kann nicht Worte ge­nug sinden, all die Güte und Herablassung zu preisen. Ja, ja, was wahr ist, muß wahr blei- ben! Durch's Feuer ginge sie für den Herrn Baron. Aber weiß der Kuckuck, toaS ihr im Kopf spukt, daß sie sich so härmt und gar nicht mehr sroh werden kann."

Hat man ihr vielleicht eine Kränkung zuge- fügt?"

Wohl möglich; aber was die nicht sagen will, das kriegt man nicht aus ihr heraus."

In diesem Augenblick trat Susanne ein. Ihr Pelzmützchen mit dem Federstutz schimmerte ganz weiß und auch das pelzverbränste Jacket war tote mit flimmernden Krystallen übersät.

Sie begrüßte den Baron, der auffprang und ihr beide Hände entgegenstreckte, etwas zurück- haltend, und sagte dann, zu Heller gewendet:

Bei dem Inspektor wartet der Oekonom ©riete; er behauptet, von Dir bestellt zu fein."

Ja so! Eine geschäftliche Angelegenheit, die mir ganz aus dem Gedächtnis gekommen ist. Der Mann kann Morgen wiederkommen."

Ich will es ihm sagen lassen."

Nein, nein," fiel Dunois ein,wenn meine Gegenwart Sie stört und von wichtigen Dingen abhält, so entferne ich mich sofort. Ich weiß, Laß ein Landwirt nie frei über leine Zeit ver-

Umschau.

Bom SimP lontuu« el.

Vor einiger Zeit brachten wir einen Artikel darüber mit Ausführunaen unseres Mitbürgers, des Montangeologen Dr. O ch s e n i u 8, welch« schloß mit den Worten:Ich fürchte, der Simplon- tunnel hält nicht das, was man sich von ihm vev« sprechen. Gern will ich mich geirrt haben!"

Aber Dr. Ochfenius scheint sich leider nicht ge­irrt zu haben. Vor wenigen Tagen wurde (tote schon telegraphisch unter dem 14. gemeldet) aus Mailand berichtet:DerSortiere della Sera" meldet auS Lausanne, daß die Eröffnung des Simplon-Tunnels sich noch ein Jahr oder sogar mehrere Jahre hinziehen könne, da die Ausmauerung deS Hauptstollens nur langsam fortschreite und der Nebenstollen vielleicht sofort voll ausgetoeitet werden solle, wodurch der Bahn­betrieb im Hauptstollen leiden könnte u. neue Hin­dernisse im Nebenstollen nicht ausgeschlossen seiend

Da werden also noch andere Faktoren mit­sprechen, als die einfache Berechnung der ArbeitS- mengen unter normalen Verhältnissen, vielleicht heiße, noch nicht gebändigte Quellen, unvorhev« gesehene Gesteinsmürbigkeit und bergt.

Effektiv werden die enormen Schwierigkeiten von zuständiger Seite bestätigt. Unterm 17- Juni wurde folgender Auffschluß gegeben:

Der Hauptgrund für die Verzögerung liegt in den beträchtlichen Mengen heißen Wassers das aus etwa dreißig seit dem 27. Oktober 1908 angeschlagenen Quellen mit 400500 Sekunder^ Litern von 4550 Grad Wärme dem Tunnel zufließt. ES ist klar, daß dieser Umstand alle Disposifionen störte und jedes Programm über den Haufen warf. Noch heute gelingt es nicht, alle Stellen, an denen gearbeitet werden mu& mit Mannschaften regelrecht zu belegen, und daraus entspringt naturgemäß eine große Un­sicherheit in der Abmessung der erforderlichen Zeit für die Vollendung des ganze? Werkes. Wenn die schweizerischen Behörden sich nicht dazu verstehen wollen, einen beftimmten CröffnungS- temrir. zu verkünden, so tragen sie sehr weise den Umständen Rechnung. Richtig ist eS, die voraus­sichtliche Eröffnung auf den 15. Dezember oder 1 Januar zu tarierten, und vorerst hat niemand Grund, eine abermalige Hinausschiebung, zu ver­muten. Unvorhergesehenes sieht man nicht vor­aus, sonst wäre es eben nicht unvorhergesehen. Die Unternehmung kann nicht für einen bestmmv- text Termin garantieren, aber sie tut ihr Mög­lichstes, um fertig zu werden."

Das lautet nicht sehr tröstlich, denn daraus geht hervor, daß die zahlreichen heißen Quellen tn den 20 Monaten, die seit ihrem Antrefsen b,S heute verstrichen sind, an Masse wenig, an Hitz« fast gar nichts eingebüßt haben. So lange die vorhalten, ist an einen Betrieo nicht zu denken. Man scheint da unten im Siinplonmassiv em ungeheures Gebiet heißer Temperatur angehauen zu haben, das der menschlichen Ameisenarben spottet. Auf wie lange noch, steht dahin. Erst noch der Ueberwindung der fatalen Situation de- richten wir unfern Lesern vielleicht wieder.

fügen kann, und möchte hier nicht als Fremder, als läftige Respektsperson behandelt sem.

Aber, bitte sehr die Sache ertt keines-

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So geh doch Onkel, da der Herr Baron eS wünscht!" sagte das Mädchen ungeduldig.Du versprachst Griele doch, heute noch mit ihm nach dem Mohrhos zu fahren und die Pacht des Acker- landes abzuschließen." . a

.Halten Sie Ihr Versprechen vorausgesttzt daß Sie mich nicht mit Gewalt von hier weg treiben wollen!" rief der Freiherr ärgerlich.

Was das anbetrifit nein, nein! mur­melte Heller verlegen.Empfehle mich gan, ergebenst!"

Adieu! Sie haben wohl nichts dagegen, wenn ich noch ein wenig bleibe?"

O, bitte alleruntertänigst, Herr Baron!

Schon gut, Verehrtester!"

Ich bin entsetzlich ausgefroren, ^rr BaE von Dimois nimmt eine Skiffe Tee bei nur, nicht wahr?" fragte Susanne. .. .. . u

Ja, gewiß, wenn Sie die Liebenswürdigkeit haben, mich dazu einzuladen, mmdmes Frau­lein," erwiderte der Freiherr.,Sie sehen, top man sich bestens meiner anmmmt, ©err Heu«. Viel Glück zum Abschluß Ihres Geichattes!

Hülle Dich nur recht warm em, Onkel, eG ist bitter kalt," riet Susanne, indem sie ibn au« der Stube so-ob.Herr von Dunois, entschmdigt mich ein paar Minuten. Ich hatte keinen Schm« und bin ganz naß geschneit." .

Entledigen Sie sich so schnell wie uwglich der feuchten Kleidung." bat der Baron ..unter« dessen stecke ich mir mit Ihrer Erlaubnis eint Zigarette an."

Ja, machen Sie es sich so gemütlich all möglich. Ich werde gleich zurück kehren."

(Fortsetzung folgt.)