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(Neuler.) Die bet der Jtsel Flaggschiff des
könnten Rußland auch später nicht diktiert werden. Man glaubt in Petersburg, daß die Anregung Roosevelts im Einvernehmen mit Japan erfolgt sei.
Karl Anton von Hohenzollern saki hier angekommen.
Schanghai, 5. Juni, japanischen Kriegsschiffe, die Gützlaff ankomen, find da?
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck tmb Verlag' Joh. Äug. Koch, UmverfitStS-Bnchdrnckerei 40. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon a5.
Admiral« Uriu, der Panzerkreuzer „Tokiwa", die geschützten Kreuzer „Naniwa" und „Taka- tschio", sowie die Torpedobootszerstörer„Mara- same" und „Sadzanami". E« werden noch mehr Kreuzer erwartet. Uriu ist von Tfuschima außen um Formosa berumgefohren, um nach den noch fehlenden russischen Schiffen zu suchen. Eine Granate war hinten durch da« Flaggschiff gegangen, ohne zu explodieren.
Petersburg, 3. Juni. Admiral Fö'ker- sahm starb 4 Tage vor Beginn der Schlacht an Magenkrebs. Roschestwenskh, der Fölker- sahm auf dem Panzerschiff „Oslablja" einige Tage vorher besuchte, befahl, wenn der Tod eintrete, der Flotte davon keine Mitteilung zu machen, auch nicht die Flagge herunterzulassen, sondern RoschestwenSki nur durch ein verabredetes Signal davon zu benachrichtigen. Infolgedessen wußten denn vom Tode Fölkersahm« nur die Besatzung und Roschestwenski selbst. Admiral Fölkersahm sprach vor seinem Tode den Wunsch aus, daß sein Leichnam nach Rußland übergeführt werde.
Nagasaki, 5. Juni. (Reuter.) Wie an« guter Quelle mitgeteilt lvird, werden alle in Gefangenschaft geratenen russischen Seeleute, sowohl diejenigen, die sich selbst ergeben haben, wie die, die auf andere Weise gefangen genommen worden sind, nach Rußland gesandt werden.
Tokio, 5. Juni. Seit dem Ausbruche des Krieges sind von russischen Gefangenen 120 in den Hospitälern Japans und 1400 in denen Port Arthurs und Dalnijs gestorben.
Der Wiener „Allg. Korr." wird auS Petersburg gemeldet: An hiesiger maßgebender Stelle wird erklärt, daß die Anregung zum Frieden seitens des Präsidenten Roosevelt mit Dank zur Kenntnis genommen werden würde, doch stehe essest, daß der Krieg noch lange kein Ende finden werde, da man nach reiflicher Erwägung zu der U Überzeugung gelangt sei, daß nach der ganzen Sachlage die Fortsetzung des Krieges für Rußland unbedingt vorteilhafter erscheine als nach der Katastrophe in der Koreastraße einen die schwersten Opfer erfordernden Frieden zu schließen. Schwerere Bedingungen, als Japan jetzt stellen würde,
Telegramme.
Berlirr, 5. Ium. Der „Reichsanzeiger' teilt eine Verordnung der portugiesischen Re- .girrung vom 18 Mai 1905 mit, nach welcher der Zoll aul Ru^ge^ bei der Einfuhr nach Portugal für bin Zeit von dem Deröffentlichungs- lage bis zum 26. Jnm 1905 von 18 Reis auf 8 Reis pro Kilogramm herabgesetzt ist.
Bonn, .6. Juni. Theodor Mommsens Bibliothek, von der es neulich hieß, sie werde unter eine Anzcchk preußischer Universitätsbibliotheken verteilt werden, ist nunmehr in ihrer Gesamtheit für die Bibliothek der Universität erworben tootben. Die Möglichkeit zu dieser wurde durch die Geldspende einer hochherzigen Frau gegeben.
Hannover, 6. Juni. Bei der Wahl eines Abgeordneten für das preußische Abgeordnetenhaus wurde Senator Fink (ntl.) an Stelle des verstorbenen Abg. -Walbrccht gewählt.
Paris, 6. Juni König Alfons hat den Präsidenten Loubet etngeladen, nach Spanien zu kommen. Loubet nahm die Einladung an. Man glaubt, daß der Präsident der Republik sich Ende Oktober nach Madrid begeben wird.
Loudor». 5. Juni. Eine Meldung der „Central News" aus Kapstadt zufolge verlautet nur von Elngeborenen, Warmbad sei von Eingeborenen genommen und die Garnison umgekommen.
London, 5. Juni. König Alfonso ist heute Nachmittag 41/» Uhr hier eingetroffen. König Eduard war zum Empfange auf dem Viktoria- Bahnhof erschienen. , Nach herzlicher Begrüßung besichtigten die beiden Könige die Ehrenkompagnie und fuhren sodann nach Buckingham- Palaste, von der Menschenmenge lebhaft begrüßt, hie sich trotz des Regens zahlreich eingefunden hatte. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung waren außerordentliche Vorsichtsmaßregeln getroffen.
Washington, 5. Juni. Von hier wird gemeldet, der deutsche Botschafter Speck von Sternburg hatte gestern abend eine zweistündige Konferenz mit dem Präsidenten Rosevelt. Tiefer erklärte den Prcßvertreteru, die Konferenz sei absolut vertraulich gewesen. Man glaubt, es habe sich um den Frieden gehandelt. Auch der britische Geschäftsträger O'Beirne verhandelte im Weißen Hause über die russisch-japanische Lage.
Marburg
Mittwoch, 7. Juni 1905
„Die Sonne streift die Vorderfront des " rg- ähnlich langgestreckten Gebäudes nur flüchtig, als fürchte sie sich vor ihm: aber die Nebel wallen darum her, wie graue Leichentücher, und der Sturm heult in den Kaminen und Dachrinnen, daß eS sich oft anhört wie verzweifeltes Klagegeschrei, wie markerschütternde, vergebliche Hiilfe- rufe. Zmveilen meine ich —"
„Sei doch still, Papa! Du willst wieder über meinen Dir bekannten Aberglauben spotten," unterbrach ihn Victoria mit seltsamer Stimme „Bitte, reder: wir von etivas anderem."
Der Varon wandte sich jäh nach ihr um, wobei Kurt bemerkte, daß sein Blick etwas Verständnisloses batte.
„Ich fürchte mich zuweilen, durch die langen Gänge zu tvandern, deren Wände mit Reliefs und Freskogemäldeu bedeckt sind und in deren Ecken geharnischte Ritter stehen," fuhr die Baronesse fort, jetzt ihre Worte an Walter richtend. „Das ist kindisch, sehr töricht, — ich sehe es wohl ein — aber Pava sollte mich deshalb nicht necken. Geben Sie mir da nicht recht, Herr Assessor?"
„Gewiß!" beeilte er sich zu erwidern lmd wußte doch, daß sie die Unwahrheit sprach. Victoria besaß einen viel zu starken Geist, tun sich vor finsteren Ecken und vor der unheimlichen Einsamkeit eines alten Schlosses zu fürchten. Unmöglich konnte sie die Worte ihres Vaters auf sich bezogen haben, sie wollte jedoch) den Airschein erwecken, als hätten diese ihr gegolten. Dazu zwangen sie -edoch gewichtige Gründe. „Gewiß," wiederholte er, auf ihren Wunsch eingehend. „Aber Sie dürfen Ihrem Herrn Papa deshalb nicht zürnen, gnädigste Baronesse. Er suchte Sie scherzend von einem peinlichen Angstgefühl zu heilen." • -- --
"Ja, fa, von diesem 'Gesichtspunkte vus kc» tmchtet muß ich noch dankbar Ur die cmpsan-
Aszeudeuten und Deszendenten, sowie zwischen Ehegatten wie bisher von der Erbschaftssteuer befreit bleiben. 818 Gegner des Antrags Manteuffel bekannte sich nur Oberbürgermeister Struckmann-HildrS« heim. Der Antrag Manteuffel wurde schließlich mit erdrückender Mehrheit angenommen.
Darauf nahm das Haus noch den Gesetzentwurf bete. Verwaltung gemeinschaftlicher Jagdbezirke i» der Faffung der Abgeordnetenbefchlüffe debattelos a» und erledigte in längerer Erörterung die Eisenbahnvorlage. Am Schluß dieser Sitzung ergriff Minister Budde das Wort, um unter lebhaftem Beifall bei HauseS das Ergebnis des Betriebsjahres 1904 mitzu- teilen und besonders zu betonen, daß der Betrieb* Überschuß 633 Millionen, gegen den Etat ein Meht von 45 Millionen betrage.
Die nächste Sitzung des HauseS findet am A Juni statt und wird sich wahrscheinlich mit den Berg gesehnovellen befaffen.
z Der russrsch-jaMMsche Krieg.
, Hongkong, 5. Juni. (Reuter.) Der heute hier eingenommene amerikanische Fracht- dampfer „Zafiro" von Manila hat am Morgen «ngefähr 80 Seemeilen südsüdöstlich von Hongkong einen russischen Hilfskreuzer, zwei Fahrzeuge, die, er für Torpedoboote hielt, und einen Kreuzer in Begleitung eines schwerbeladenen Frachtdampfers südwestlich steuernd gesehen.
Deutsches Reich.
Berlin, 6. Juni.
- Seine Majestät der Kaiser machte gestern Montag vormittag in der russischen Botschaft bei dem Großfürsten Michael Alexrndrowitsch und der Großfürstin Wladimir einen anderthalbstündigen Besuch.
Der Pariser Gewährsmann des ,B. T.' erfährt zur Marokkofrage aus sicherer Quelle, daß die Spannung zwischen Deutschland und Frankreich in den letzten Tagen sich sehr verschärft hatte und eine kritische Wendung zu nehmen drohte. Die Stimmung fand ihren Ausdruck auch in dem Ausbleiben einer Kaiserdepesche für den Präsidenten der Republik aus Anlaß des Attentats, während der Kaiser dem Könige von Spanien telegraphierte. Erfreulicherweise liegen Anzeichen vor, daß die Krifis. die teilweise einen persönlichen Charakter hat, in kürzester Zeit eine friedliche Lösung finden wird.
— Die Freisinnige VolkSPartei wird im Herbst zu Wiesbaden einen allgemeinen Parteitag abhalten. Inzwischen hat der Zentralausschuß der Partei es für nötig gehalten, zu den .Einigungs'-Bestrebungen der Freisinnigen Der- einigung Stellung zu nehmen. Dies geschah durch folgenden einstimmigen Beschluß: .Der Zentralausschuß wärdiat die Bedeutung der Bestrebungen, die wirklich liberalen Elemente im Lande zu stärken, erachtet aber als unabweisbare Voraussetzung für etwaige Vereinbarung mit anderen liberalen Gruppen die Wahrung der eigenen pslitischen Selbständigkeit nach Maßgabe der im Eisenacher Programm ausge» svrochenen Grundsätze. Unter Währung dieser Selbstständigkeit wird die Freisinnige Volkspartei bereit sein, mit anderen liberalen Kruppen eine Verständigung zu bestimmten politischen Zwecken, insbesondere bei den Wahlen berbeizusühren.' Damit dürfte bezweckt fein, den Agitationen der ,Rau- männer* im Lager des männlichen Freisinns einen Damm entgegenzufetzen; denn diese Agitationen gehen darauf aus, die Selbständigkeit gerade der Richtrr- schen Partei in Frage zu stellen und über den Kopf der Parteileitung hinweg, .gemeinsame' Organisationen unter wadelstrümpflerischem Einfluß zu schaffen.
gene Lehre sein," erwiderte Victoria mit müdem Lächeln.
Jetzt näherte sich der Kdmmerzienrat. Er machte der Baronesse die iiblickM Komplimente hinsichtlich ihrer vollendeten Leistung und fragte Dnnois, ob er ihm nicht ins Spielzimmer folgen wolle, Ivo man Skat- und Whistpartien zu arrangieren gedenke.
„Geivife, gewiß, gegen ein kleines Jen habe ich nicht das Geringste einzuwenden," antwortete der Baron. „Das Spiel regt an, beschäftigt die Gedanken tlnd lenkt sie von anderen Dingen ab. Liegt mir auch wenig am Gewinn oder Verlust, so ist es doch prickelnd und interessant, die Laune der Göttin Fortuna zu beobachten. Werde ich auch Ihren Bruder, den Fabrikdirektor im Spielzimmer finden?"
„Ja! Hans spielt freilich nicht hoch. Mehr als höchstens ein paar Taler riskiert er niemals," die letzten Worte hatte der Kommerzienrat dem Freiherrn ins Ohr geflüstert und hinzu gefügt: „Laut darf ich das nicht sagen, denn mein Neffe, der Assessor, könnte Anstoß an dieser Bemerkung nehmen. Hans ist ein guter, lieber Mensch, aber kleinlich — kleinlich über alle Begriffe."
Arm in Arm entfernten sich die beiden Herren. '
Kurt führte Fräulein von Dunois wieder zu ihrem Platz. Der süße Zauber war zerronnen und die nüchterne Wirklichkeit trat wieder in ihre Rechte. Des Vaters Wille hatte Victoria und Henry für einander bestimmt und erstere, wie es hieß, keinen Widerspruch erhoben. Ferner auch Nvr an der schwächsten Hoffnung sesthalten M wollen, würde Wahnsinn gewesen sein.,,Kurt Walter verneigte sich jetzt mit kühler Höflichkeit Md überließ den Platz v» ihrer Seite feinem -Vetter Egon, welcher sich in Ausdrücken der Bewunderung über baZ Mene Talent der jungen „jEv'mte erschöpfte« ’
Deutsche Kolonien.
Deutschland braucht jährlich 2 Million« Ballen Baumwolle. Diese bezieht er ti der Hauptsache von den Vereinigten Staate» Würden wir mit diesen in einen Zollkrieg oder in sonstige Verwicklungen kommen und dir Vereinigten Staaten verhinderten die Baumwoll- Ausfuhr nach Deutschland, so würde unser, Industrie in schwere Bedrängnis geraten. Et ist darum nötig, daßDeutschland dir Baumwollkultur in seinen Kolonien fördert. In Togo, Kamerun und Deutsch-Ostafrika gedeiht Baumwolle. Leider betrug dort die ganze Produktion im vorigen Jahre erst rund 1500 Ballen. Für dieses Jahr rechnet man allein in Deutsch-Ostafrika schon auf 20000 Ballen. Um die Kultur zu heben und zu mehren, ist vor allem die Erbauung von Eisenbahnen nötig. Eine rationelle Plantage kann sich nur dort entwickeln, wo der Schienenweg die Verbindung mit den Verkaufs« und Hafenplätzen ermöglicht. — Die Ernennung des Grafen v. Zech zum Gouverneur von Togo verdient eine nähere Betrachtung, weil damit eine Neuerung eingeführt wird, die hoffentlich sich noch öfters wiederholen wird. Man kann wohl sagen, daß noch niemals ein Gouverneur für ein deutsches Schutzgebiet ernannt worden ist, der sein Gebiet so genau nach allen Richtungen hin erforscht und kennen gelernt hat. Der Ethnograph Dr. Bastian erklärt! einmal in den achtziger Jahren, daß in bet deutschen Kolonialpolitik so viele Fehler gemacht worden wären, weil wir keine erfahrenen Leute besäßen. Jetzt besitzen wir aber solch, Kenner und erfreulich ist es, daß die Kolonial- Verwaltung einen solchen an die Spitze einet Kolonie stellt. Bisher befolgten zumeist du Engländer diesen Grundsatz, wobei sie gut fuhren.
Samoa. Das Kolonialamt hat, wie dii „Koloniale Zeitschrift" mitzuteilen weiß, den seinerzeit in der Petition der Deutschen atv Samoa an den Reichskanzler aus-gedrückten Bitt, nm tatkräftige Hilfe gegen einen etwaigen Auf-
Tiefe hörte mit zerstreuter Miene zu. , Sir schien müde und abgespannt. Ihr Mick suchte immer wieder die kleine Liesbety, die, förmlich in sich zusammengesunken, unter hohen Fächer- Palmen saß und unsäglich leidend aussah.
„Verzeihen Sie, ich möchte ein paar Worte mit ihrer Soufine sprechen," unterbrach die Baronesse eine der besonders feingedrechselten Tiraden des Leutnants, und mit raschen, energischen Schritt«! trat sie zu dem jungen Mädcheil und flüsterte! „Sie sind wirklich krank."
„Ich bin so müde, daß ich mich am, liebste» hinlegen und sterben möchte," lautete die kaum vernehmbare Antwort.
Aber warum tun Sie sich denn Gewalt an, liebes Kind?" .. „ r w
„Weil ich durch zu frühen Aufbruch die Gesell- schäft stören würde."
„Irgend jemand muß sich doch zuerst entfernen — Sie möchten es also nicht gerne fein?
„Nein —" .
„Nun, dann bin ich gerne bereit, Ihnen Zu Hilfe zu kommen. Für Papa, der sich von feiner letzten Erkrankung noch nicht vollständig erholt hat, ist es ebenfalls Zeit, nach Hause zu fahren. Ich werde ihn bitten, nicht länger zu 3»gern.' _
Sie begab sich in das Spielzimmer und flüsterte ihrem Vater einige Worte zu.
„Gute Nacht, Fräulein Lieschen,' sagte die Baronesse mit aufrichtiger Teilnahme._ „Gehen Sie nur gleich zur Ruhe. Ihre Hände sind ja eiskalt. Ich fühle es durch den Handschuh. Bald ioird alles wieder gut sein. Ich werde mich morgen nach Ihrem Befinden erkundigen."
Liesbeth machte eine zustimmende Bewegung, antwortete aber nicht. Sie mochte die Worte Victorias wohl kaum gehört haben.
(Fortsetzung folgt.)'
Varlawentarisches. .
Preußischer Landtag.
Herrenhaus.
Berlin, 5. Juni.
Das Herrenhaus erledigte heute zunächst Rech- nunqssachen und beriet dann über den Antrag des Frhrn. v. Manteuffel, nach welchem die Erbschaftssteuer den Eiuzelstaoteii Vorbehalten bleiben soll. Berichterstatter Dr. v. Dzicmbowski empfahl Annahme des Antrages. Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben beschränkte sich auf die knappe Erklärung, daß dis Wege der künftigen Reichsfinanzreform noch nicht geklärt seien, daß er aber hinsichtlich der Erbschaftssteuer die Momente zu schätzen wisse, die auf die Erkaltung der Familie hinauslaufen. Graf Kork wandte sich lebhaft gegen eine Reichserbschaftsffeuer «nd empfahl neben der Hochhaltung des Reichsgedankens auch gesunden preußischen PartikularismuS. Gras Stolberg-Wernigerode ersuchte den Minister für den Fall der Schaffung einer Reichseibschaftssteuer wenig- stens dafür zu sorgen, daß Erbfchaftsfälle zwischen
Washington, 5. Juni. (Reuter.) Krieg«- sekretär Takt telegraphierte au den Gouverneur Wright in ManÜa: Den russischen Schiffen kann keine Zeit gegeben werden, die in der Schlacht erlittenen Beschädigungen auSzubeffern. Die Schiffe dürfen daher nur auSgebeffert werden, wenn sie bis zum Ende der Feindseligkeiten festgehalten werden.
Colombo, 5. Juni. (W. B.) Prinz
bl ! Nachdruck verboten.)!
Schatten der Vergangenheit.
Roman von B. Corony.
l Fortsetzung.)
«Gewiß! Aber alles zur rechten Zeit. Und Kij rate Dir dringend, zögere nicht länger mit Denier Werbung um die Baronesse, sonst konnte^ sich Deine Aussichten sehr ungünstig ge-
,,Morgen will ich mit dem Baron sprechen."
„Tue das. Du hast keine Minute zu ver- säumeü."
Herrn von Dunois Stimme weckte Kurt und Victoria plötzlich ans dem kurzen, weltvergessenden Traum.
„Sehr schön, sehr schön! Wirklich ganz prächtig! . ries der Freiherr. „In Ihnen steckt )a ein Künstler, lieber Assessor."
„Herr Baron —"
„Nur keine falsche Bescheidenheit! Was tooljr i|t, muß wahr bleiben! Es ist nicht meine Sache, Komplimente zu machen und ich gehöre nicht eben 3" den Kunstkennern.: aber was mich so mächfig packt und erschüttert, muß doch etwas echtes und großes sein! Ich bildete mir soeben ein, auf feurigem Rosse Über die Pußta zu jagen. Schöne, frohe ^ugenderinnerungen zauberten Sie mir da
.soeben hervor."
, „Hätte mich das gnädige Fräulein nicht mit "wem ausgezeichneten Spiel unterstützt, so —"
. »Ja, sie hat ihre Sache nicht übel'gemacht; sie hat was gelernt, müßte aber fleißiger spielen, als es leider geschieht. Der Flügel, welchen ich in Victor,as Zimmer stellen liefe, wird fair nie be- Aiitzt. In der düsteren Langweiligkeit des Schlosses Horbell schläft eben alles ein — sogar öjw Talent. Ja, ja —" er rieb sich nervös die St,nie und fuhr wie hn Selbstgespräch fort:
Vierteljährlicher Bezugspreis; bet der Exzision 2 M, . TM 4 9Ü bet allen Postämtern 2,25 Mk. tzexcl. Bestellgeld).
vi«. lUÄ JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reklamen: die Zeile SS Pfg.