mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.
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Marburg
Sonntag, 28. Mai 1905.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck imb Verlag' Joh. Aug. Koch, UnivcyitätS-Buchdruckerei 40. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Zweites Blatt.
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
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r* "v für den Monat Juni auf die /'
»Oberheffifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten uttb Landbriesträgern entgegengenommen.
Neueste Telegramme.
Berlin, 27. Mai. Die „Germania" erfährt, auf Anordnung des Papstes werde eine eigene Gesandtschaft sich von Rom undj Berlin begeben, um dem kaiserlichen Hofe die Glückwünsche des Papstes zur Hochzeit des Kronprinzen darzu- briirgen.
Kiek, 26. Mai. Prinz Heinrich von Preußen begab sich heute Mittag zur Teilnahme an der Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins nach Stuttgart.
Schwerin, 26. Mai. Der Kronprinz traf beute Nachmittag 4*4 Uhr von Berlin koimncnd hier ein und wurde am Bahnhose vom Großherzog uni), der Großherzogin Mutter, der Herzogin eärklie und dem Herzog Adolf Friedrich emp- fangen. Nach herzlicher, Begrüßung begaben sich die Fürstlichkeiten zum Schlosse, wo der Kronprinz für die Tage der Abscknedsfeierlichkciten zu Ehren der Herzogin Cäcilie Wohnung nimmt.
Paris, 26. Mai. Der Marineminister Thomson kündigte im Minislcrrate an, daß am 15. August auf dem Transportschiff „Foudre" die Unterseeboote, „Esturgeon" und „Perle" und außerdem vier Vedettenboote nach Jndochina abgehen werden. Auch aus Bizcrta werden sechs Torpedoboote dorthin befördert.
- - Baron AlphonS Rothschild; der Chef der Familie Rothschild, ist heute Vormittag gestorben.
, Madrid, 27. Mai. Unter den Vorlagen, die mit Genehmignng des Königs den Cortes unterbreitet lverden sollen, befindet sich eine solche betreffend Neubildung der Flotte. Es sollen acht Panzerschiffe von je 11000 Tonnen, fünf gepanzerte Kreuzer und eine Anzahl anderer Schiffe gebaut werden.
Loudon, 26. Mai. Die Große Nordische Tele- graphengesellschaft gibt bekannt, daß die Kabel zwischen Tschifu und Schanghai unterbrochen lind. Der Verkehr über die Unterb chungsstellen hinaus werde über die chinesischen Landlinien geleitet.
Stockholm, 26. Mai. Der König hat heute die Regierung wieder übernommen.
Aapaa. •
Die kühle Haltung, die vernünftigerweise im Gegensatz zu den japanbegeisterten Elementen der größte Teil der Bevölkerung Deutschlands und
Ein deutscher Foilcher in Australien.
Unter den Forschungsreisen den, welche in das Innere des australischen Festlandes drangen, stehen Deutsche ohne Zweifel mit an. erster Stelle ■— von Leichhardt an, der zum ersten Mal den Kontinent durchquerte! und von der innerauflra- lifchen Wüste spurlos verschlungen wurde,' bis zu Viktor Streich, dessen Tod soeben gemeldet wird. Betreffs dec Untersuchungen über lie im Aussterben borriffenen Eingeborenen Australiens ist neben Lnmholtz, Semon und Lauterer insbewn- de.e der Heidelberger Professor Dr. Hermann Klaatsch zu nennen, dec vor einem Jahre in Queensland anlangte, um für einen Zeitraum von etwa 2 Jahren sich eingehenden anthropolo- tgischen Studien der Schwarzen zu widmen, Der Deutsche Gelehrte hatte sich des liebenswürdigsten Entgegenkommens der Regierung, sowie " bet wissenschaftlichen Kreife Australiens zu erfreuen; Üa in den südlichen Staaten die Eingeborenen fast ganz ausgestorben sind, so wandte sich Klaatsch nach Queensland, das in seinen nördlichen Teilen noch wenig erforscht ist.
An Dr. Roth, dem „staatlichen Beschützer" der Eingeborenen, fand er einen kundigen Wegweiser, «nd cs ist ihm gelungen, eine Reihe von Entdeckungen und Beobachtungen zu machen, die »vissenichastlich von großem "Werte find und daS
vor allem die Mehrzahl der nationalen Zeitungen einnimmt, hat, wie sich schon bei verschiedenen Anlässen gezeigt, in Japan sehr verschnupft, und namentlich au „Liebenswürdigkeiten' gegen Deutschland hat es deshalb in der japanischen Presse nicht gefehlt. Ter Verlauf des Krieges gegen Rußland hat den Größenwahn der Japa- cher mächtig gesteigert. Die Anerkennung ihrer militärischen Erfolge hat die Japaner bereits so- weit gebracht, daß sie, obwohl gelbe Halbbarbaren vor lvemgen Jahren, jetzt ihre Ebenbürtigkeit und Gleichberechtigung mit den alten Kustur- völkern der lveißcn Rasse erklären und anerkannt wissen wollen. Und dies lediglich auf Grund ihres, allerdings hochentwickelten, Nachahmnugs- triebes, der von den blinden Bewunderern für echtes Wissen und Können gehalten wird.
Der Hochmut der Asiaten kommt jetzt bei Japan auch gegenüber Deutschland zum Vorschein, das ihn von seinem ehemaligen Schüler, den man immer für einen bescheidenen, kleinen Jungen hielt, sicher nicht erwartet bat. Bekanntlich schwebte vor dem HaagerSchiedsgerichts- bof ein Verfahren wegen Besteuerung der Ausländer in Jaj.wn,.bei dem auch Deutschland Partei war. Der Vertreter Deutschlands forderte nun — erfreulicherweise im Gegensatz zu der sonst üblichen Weise, die Diplomatensprache französisch odek das Englische stillschweigend als vorherrschend anzuerkennen — daß auch die deutsche Sprache als Verhandlungssprache Gleichberechtigung erhalte.
Die Vertreter Englands und Frankreichs wollten zustimmen---da erklärte der Ver
treter Japans, daß dann auch die japanische Sprache als Verhandlungssprache zugelassen werden müsse (!!) und erreichte es auch, vielleicht infolge der Verblüffung über diese dreiste Anmaßung, daß die Angelegenheit auf unbestimmte Zeit vertagt wurde.
Spricht aus diesem Beispiel lächerlicher Größenwahn, so zeugen anbereVorfälle von einer Feindseligkeit und Gehässigkeit, die bezeichnend sind für die Kulturgaskfreundschaft, die Japan in Deutschland genossen hat. Die in Yokohama erscheinende Zeitung „Castern World", die sich der anerkennenswerten Aufgabe unterzieht, England und Deutschland von der „Freundschaft" Japans zu warnen, gibt eine Aeu^ernng der japanischen Zeitung „Nichi Nicht Schinbun" wieder, die eine feindselige Spitze gegen Deutschland enthält. Derartige Angriffe auf Deutschland sind nichts seltenes in der japanischen Presse, die nicht mit Unrecht lvenig deutsche Sympathien für das Jnstlvolk wittert und deshalb — ungeachtet der Dekorierung Noais durch den Orden pour le märite — bei jeder Gelegenheit Deutschland anpöbelt. Namentlich die vorgenannte Zeitung zeichnet sich darin durch eson- dere Heftigkeit aus, wobei besonders ins Gewicht fällt, daß das von dem früheren Gesandten und Minister Kato geleitete Blatt tatsächlich den größten Einflüßen Japan besitzt. Der deutsche Gesandte in Tokio, Graf Arco-Valley, verlangte in Anbetracht der hochgehenden feindlichen Stimmung, die sich gegen die Politik Deutschlands in China richtete, beruhigende Versicherungen seitens der japanischen Regieruna, worauf die ,/Nicht Nichi" mit nicht mißzuverstehender Drohgeberde in der Richtung nach Kiautschou ant- lvortete. Das Blatt schrieb nämlich:
„Es gehört gar keine große Einbildungskraft dazu, um zu sehen, warum Deutschland es für wünschenswert gehalten hak, die in Rede stehende Zusicherung von unserer Regierung zu erhalten, und so weit dieselbe geht hat die 9Je=. gierung auch wahrheitsgemäß dem Gefühl der
Dunkel, welches bisher „eins der interefsanteilen klrvölker her Erde" umhüllte, gelichtet hat. Professor Klaatsch hatte sich im Mai v. I. zunächst in den gebirgigen Distrikt von .Herberton im ’ Norden Queenslands begeben und dann an den Golf von Carpentaria. Auf den Inseln der hier belegenen Wellesley-Gruppe fand er Schwarz: im Urzustände, unberührt von aller Kultur; sie waren wohl scheu, aber keineswegs feindselig. Ihre Waffen und Geräte bestanden lediglich aus Stein, Knochen und Fischgeräten. Auch äie Schwarzen am Archer-River hatten außer ver- chyelfen Peclfischern und Dugoug-Jägern noch keinen Weißen gesehen.
Am Mapoonflusse stattete der Gelehrte dem sei. 12 Jahren unter den Eingeborenen tätigen Missionar Hey einen Besuch ab, der die außerordentlich schwierige Aufgabe gelöst hat. die Wilden seßbait tzu machen und an regelmäßige Arbeit zu gewöhnen. Im Verein mit Hey, der selbst ein tücktner Naturforscher ist, nahm Klaatsch die ganze Küstengegend topographisch auf • und 6c- richtigte vielfach die ganz ^unvollkommene Karte, welche noch von den Entdeckungsreisenden Fliedens (1810) herrübrte. Im Flußbett des Leich- Hardt-River fand der. Gelehrte die versteinerten Knochen des ui-welflichen Tiprokodon '(Riesenbeuteltier), die große Äehnlick'keit mit den in Sen Darling! TZivas und (tut Eyre-See gefundenen Fossilen anfwiesen. -* Nach dreimonatlichem
Nation Ausdruck gegeben. Aber es sollte vollständig klar gemacht werden, daß, diese Zusicherung nur so lange in Kraft bleibt, als sich Deutschland streng und gewissenhaft innerhalb der Rechte hält, die es ausdrücklich in China erhalten hat, denn Deutschland darf nicht bloß passive Zussimmung von uns erwarteu, im Fall es wagen sollte, Forderungen exklusiver Art aufzusiellen in dem Territorium, das durch die Pachtung vou Kiautschou eingeschlossen ist. Man wird sich auch erinnern, daß Deutschland schon einmal mit einem internationalen Ab- kommen gespielt hat, als es in Abrede stellte, daß das Anglo-Deutsche Uebereinkommen über die Integrität Chinas Mandschurien einschloß; aber auch das gehört in die Vergangenheit. Was die Nicht Nichi daher Deutschland besonders eindrücklich machen will, ist, daß die freundschaftliche Haltung Japans in Bezug auf Deutfchlands erworbene Rechte einzig und cöeiit von unserer (Japans) Ueberzeugung ab- hängen wird, daß Deutschland teile Rechte nicht mißbraucht."
Diese „japanischen Liebenswürdigkeiten" gegen Deutschland sollten itt unserem Lande die gebührende Beachtung finden, dann kommen vielleicht auch die ttatioual-würdelosen Fapan- anbeter in Deutschland allmählich tvieder zur Besinnung und zur Erkenntnis dessen, tväs sie ihrem eigenen Lande schulden. —s.
De? rrMch-mmmsche Kries.
Schanghai, 26. Mai. Der „Ostasiatische Lloyd" meldet: Die gesamte russische Flotte ist bei den Saddle-Jnseln v vjr A n ke r g e gau g eu.
Schanghai, 26. Mac. (Reuter.) Wie es scheint, teilte Admiral Roschesiwenskt die Flotte. Siebzehn russische Schiffe ankerten gestern Nacht auf der Höhe der Saddle-Jnseln. Man glaubt, daß sie dort Kohlen genommen haben und nordwärts weiterfahren werden.
Schanghai, 26. Mat. Fünf Dampfer von der russischen Freiwilligen-FIotte, ein Kreuzer und drei Kohlenscbiffe erschienen heute Nacht vor Wusung und warfen Anker; der Kreuzer entfernte sich bald wieder seewärts.
S ch a n a h a i, 26. Mai. Die „North China Gazeste" meldet, daß der heute von Nagasaki eingetroffene Dampfer „Ben Vorlich" gestern Abend I/06 Uhr zwei russische Kreuzer passierte. Letztere damvften mit Vollkraft ostwärts.
Tschifu, 26. Mai. (Reuter.) Es erging Befehl, daß alle heute eingetroffenen japanischen Dampfer bis auf weitere Änordnuna hier zurück- behalten werden.
London, 26. Mat. „Daily Chronicle" meldet aus Sofia von gestern: Rußland hat durch Vermittlung bulgarischer Aaenten von Argentinien vier gepanzerte Kreuzer und drei Torpedozerstörer. wpon zwei modernen Modells, erworben. 2000 Matrosen sind aus Liban uach Neu- Guinea abgegangen, wo die Schiffe unter bulgarischer Flagge liegen. Als Kommission für diesen Diensi erhält Bulgarien rollendes Eisenbahnmaterial in Höhe von 5 Mill. Rubel. Die Lokomotiven werden in den russischen Werken von Kolpino hergestellt, ebenso sind die Wagen russisches Fabrikat. In Sofia zeiat ntrtn sich hinsichtlich dieses Schrittes in keiner Weile besorgt, da Bulgarien niemals eine Neutralitätserklärung abgegeben hat und unter dar Suzeränität des Sultans steht. Dieselbe sehr unwahrscheinlich klingende Meldung verbreitet das Mailänder Blatt „Corriere della Sera", und ergänzt sie noch
Aufenthalt am Golf von Carpentaria wandte sich Professor Klaatsch nach der Ostseite der Vock- Halbinsel und besuchte zunächst die nördlich von Cooktown belegeite Missionsstation am Kap Bedford; die beiden hier tätigen (lutherischen) Missionare Schwarz und Pollandt erwiesen sich als vorzügliche Kenner der Eingeborenensprache, so daß sie dem Forscher wesentliche Dienste leisten konnten. In der Nähe der Städte erliegen die Eingeborenen überall den Einflüssen der „Kultur"; besonders richtet eine abscheuliche Sorte von Rum, die wie Gift wirkt, sowie das von zahlreichen Chinesen eingeschmuggelte Opium große Verwüstungen unter den Blacks an. Am Burnett- River erhielt Klaatsch mehrere prächtige Exemplare des Ceratodus oder Lungenfisches, welcker sowohl durch Kiemen, als auch durch Lungen atmet und sich monatelang in trockeniem Schlamm aufhalten kann; der Fisch kommt n:tr in einigen Flüssen Queenslands vor und ist 1891/92 eingehend von Pros. Semon untersucht worden. Auf der Frazer-Jnsel entdeckte Klaatich roh gearbeitete Steingeräte aus der Urzeit Australiens; diese waren bisher noch ganz unbekannt. Prof. Klaatsch faßt, wie wir in der „Tägl. Rdsch." lesen, dis bisher gemachten Erfahrungen folgendermaßen Zusammen:
Die Australier gehören zu den ältesten Menschenrassen; ihr Zusammenhang mit bett »lrrinwohneru der übrigen Erdteile ist zweifellos.
wie folgt: Argcnfinien habe anfänglich Verband lungen mit Rußland verweigert und erst ringe- willigt, als Bulgarien offiziell als Käufer auftrat. Für diese Vermittlung erhalte Bulgarien Eisenbahn-Vollmaterial von Rußland im Wert» von 13 500 000 FrcS. Ein internationaler Zwischenfall sei ausgeschlossen, "da Argentinien beim Ausbruch des Krieges den Panzerkreuzer „Ntsshin-Kasuaa" an Japan verkaufte.
Japans Küstenverteidigung
Erfahrungsgemäß fürchtet die Bevölkerung der Kristen eines Landes, dem sich feindliche Kriegsgeschlwader nähern, in hohem Maße einen Angriff auf die Küstenplätze. In solchen Zeit- läufen werden überall feindliche Schiffe gewittert und gesichtet, und daher ist anzunehmen, daß in Japan auch viel Beunruhigung unter den Küstenbewohnern herrschen wird. Die Russen denken nicht daran, einen japanischen Platz energisch anzugreifen, aber es wäre immerhin möglich, daß sie einen beschießen, — schaden kann ihnen eine solche Beunruhigung durchaus nicht, sondern im Gegenteil recht nützlich sein, denn die öffentlich« Stimmung ist auch in Japan kaunt ohne feden Einfluß. — Es ist nun der Satz ausgestellt wor- den: Eine Kiiste hat sich selbst zu verteidigen! Damit ist gemeint, daß, wenn der Feind angrrist und landet, man gegen ihn soviel Streitkräfte aufbietet, als notwendig sind, ihn auf die Schisst zu jagen. Das ist an manchen Küsten, so r.n denen des Deutschen Reickces, nicht erheblich schwer, und der Gegner müßte schon eine bedeutend starke Armee landen, um überhaupt dem Unternehmen den Schein des Ernstes zu der- leihen, aber in dem von Truppen Wohl gänzlich entvtößten Japan mit seinen weit ausgedehnten Küsten ist die Ausführung schwierig. Eine ss lange Küste gegen Angriffe verteidigen zu wollen wenn der Gegner die See beherrscht, heißt alle Punkte so zu befestigen, daß sie einen feindlichen Angriff die Svitze bieten können, fit also gänzlich ausgeschlossen. Man kann nichts . eiter tun, als einige Punkte zu befritinm, sie untereinander und mit anderen telephonisch verbinden, Truppen konzentrieren und das Weitere abwarten. Japans Haupthäfen sind wahrscheinlich ganz gui vorbereitet, mit Werken und Minen versehen, aber schon die Sichening dieser Punkte nimmt sehr bedeutendes Material 'n Anspruch. Als solche Punkte kann man in erster Linie an nehmen: Die Kriegshäfen Pokosuka, Kure, Sasebo. Maizuru, ferner Nagasaki, Hakodate, Simono- seki, Kobe, Aokohama, Masamvo, und Takenschiki. In diesen Häfen liegen je ein oder zwei älter; Küstenverteidioer, Kreuzer und Torpedoboote, sc zu Hakodate Kreuzer „Takao" und Küstenvertei biger „Mussasckn" nebst den Torpedobooten Nr 18, 22, 24 und 29, zu Nagasaki Kreuzer „Katz suragi". Zu Pokosuka, Ominato, T'aizuru uni Takeschiki aber befinden sich nur Gruppen kleiner älterer Torpedoboote. Zur Küftenvertridiaung, weil zu andern Operationen kaum verwendbar, wird auch jedenfalls die 7. Division, die dritte des dritten Geschwaders unter Konteradmiral Hosoja Verwendung finden. Sie besteht aus dem ältesten Panzerschiff der Marine, dem 27 Iah« alten „Fuso", sieben Kanonenbooten kleiner Abmessungen, den sogenannten, einst beliebten schwimmenden Lafetten mit je einem schweren Geschütz, über 20 Jahre alt, dem Aviso „Vaye- yama" vom Jahre 1889 und den Küstenverteidigern „Hei-Vuen" und „Tsukuschi", also, abgesehen von den Avisos, aus altem Plunder, w« er in allen Ländern für die Küstenverceidiaung zusammenaesucht wird. Natürlich gibt es rußet den besetzten Häfen noch zahlreiche andere, in denen nicht zur Beruhigung der Bevölkerung
Sie bilden trotz der sehr beridhiebencii Mundarten ein einheitliches Volk mit gemeinsamen Ursprung. Um das drohende AuMerbeu zu verhüten, muß den, Eingeborenen ein hinreichend großes Gebiet, etwa die Halbinsel Dotzk, vorbehc..'T bleiben, toc sie ungestört nach ihren alten Gewohnheiten leben können. Durchaus" zu empfehlen ist das System der deutschen Missionare Heb, Schwarz und Polandt, welche die Schwarzen in ihren natürlichen Lebensgewohnheiten zu erhalten suchen, sie nicht zwingen, gegen ihren Willen die Kirche zu besuchen und Christen zu werden., Dagegen wird darauf gehalten, daß sie sich ihren Unterhalt selbst erwerben, fei es durch Ackerbau oder sonstige Arbeit. Die Ersahrung Hat g» lehrt, daß da, wo ihnen große Besckiränkungen auferlegt werden, wie z. B. auf Station Barra, bah bei Cairus, die , an Freiheit gewöhnten Schwarzen nicht gedeihen und die Zahl der Kindev immer geringer wird. Vor allem müßten bie. Eingeborenen dem schädlichen Einfluß der Chinesen entzogen werden. Sache der Bundesregierungen sei es, das Volk zu rett.n — noch fei es nicht zu spät; da die wissenschaftlicher« Kreise aller Länder der Erde ein lebhaftes Interesse daran haben, daß dieses Urvolk erhalte« werde, so würden sich auckc überall Mittel finden, um dieses Ziel zu erreichen. . ......./