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Marburg
Donnerstag. 20. Will 1905.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UnwcrsitätS-Duchdruckerel 40. SVflhfft. Marburg, Markt 21. — Telephon 65.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
__________________________ Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.
in der
Nach errdgUtiger Auf-
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"Vn^druck verboten.)
Kapstadt, 17. April. Der „Cape Argus" meldet. das; das Verbot der Einfuhr von Ochsen und Schafen aus der Kapkolonie nach dem Damara- land über Angra Pequena aufgehoben worden fei. Das Verbot werde auch für die Einfuhr über Swakopinund in Wegfall kommen, wenn bis zum 37. April kein neuer Fall von Vieherkrankung vorkomme. Man nehme an, daß keine Fälle von Rinderpest mehr vorliegen.
Nach einer Weile lag die ganze Wohnung dunkel und still. Die Insassen hatten sich zur Ruhe begeben, Frau Jakobi natürlich nicht, ohne vorher noch einmal nach ihrem Pflegling gesehen zu haben.
. Schon seit einer Woche befand sich Violetta bei ihrem gütigen Beschützer. In den ersten Tagen war sie scheu und verschlossen geblieben, doch nachher taute die Güte und Milde, mit der man sie umgab, ihr Herz auf. Weder Herr Hebart, noch Frau Jakobi hatten sie mit Fragen nach der Vergangenheit gequält, sie ließen ihr Zeit, sich selbst wiederzufinden. Und eines Tages fing sie unaufgefordert zu erzählen an, von dem was sie erlebt.
Herr Fritz Hebart kam aus dem Staunen gar nicht heraus bei dem langen Bericht Violettas.
Ihm wurden die Augen immer größer, als er vernahm, wo sie zuletzt gelebt, und wie sie in das Haus Mertens gekommen. Er wußte nun mst einem Mal, wer Eugen Mertens Liebe erweckt, es , unterlag für ihn keinem Zweifel mehr, daß es diejenige war, die da vor ihm saß, wenn Eugen auch nie den Namen der heimlich Geliebten genannt.
Sange saß er sinnend da; er sprach kein Wort. Nur als Violetta erzählte, wie Fra» Adelheid so herzlos gegen sie gewesen, da verfinsterte sich sein gutes Gesicht. Er ballte zornig die Hände, und sagte ein- über das anderemal: „Sollte man es für möglich halten, toic konnte sie es nur übers Herz bringen, — armes Kindl"
(Fortsetzung folgt.)
Eine bedeutsame Kundgebung
zur Wahrung der Unabhängigkeit der Hochschulen und ihres Selbstverwaltungsrechts ist die Ein- gäbe, die der Senat der Universität Göttingen au den Kultusminister gerichtet hat. In Char- lottenburg, Göttingen und Hannover haben sich im Anschluß an den bekannten Hochschulstreit, in deni unsere Marburger Studentenschaft den ersten Anstoß gegeben hat zur Bildung eines Verbau- des deutscher Hochschulen, neue Ausschüsse der Studierenden gebildet, in denen die katholischen Korporationen nicht vertreten sein sollten. Daraufhin erfolgte vom Kultusministerium an sämtliche preußischen Universitäten und technische Hoch- schulen, «ne Verfügung, die bestimmte, daß neue ftudenfische Ausschüsse oder auch nur neue Aus-
Der rusfisch-japanische Krieg.
Die Stimmung in Japan.
Tanger, 18. April. Wie dem Londoner „Standard" von hier gemeltct wird, beabsichtigt der Sultan von Marokko einen prinzlichen Bot- fchafter als Gegenbesuch nach Berlin zu entsenden. Es wird für tvahrscheinlich gehalten, daß der Vertreter des Sultans auch andere Länder besucht, um Sympathien für Marokko gegenwärtigen Krisis zu werben.
Tokio, 18. April. r.„, fiellung wurden in Port Arthur 41 600 Mann gefangen genommen.
sind, so war dies nur möglich, wefl sie — trotz 'hrer Eingliederung in den großen staatlichen Or- gamsmus — nicht bloße Unterrichtsanstalten und abhängige Behörden geworden, sondern wirkliche Korporationen geblieben sind mit einem kräftigen Gemeingefühl und mit einer gewiflen Autonomie, wie sie zur Erfüllung ihrer ethischen Aufgaben unentbehrlich ist."
Diese Kundgebung bedarf keines Kommentars, sie spricht für sich selbst.
Neueste Telegramme.
1 Wiesbaden, 18. April. Der medizinische Kongreß, der 371 Teilnehmer aufwies, wurde von .Geheimrat Erb mit dem Ausdruck des Dankes an die Vortragenden geschlossen. Im nächsten oabre tagt der Kongreß in München.
Bern, 19. April. Der Bund" meldet, daß die italienische Negierung : . u Telephonverkehr iliil i>cr Schweiz wiederhenieltte.
Mailand, 18. April. Der Personenzugverkehr wickelt sich ziemlich regelmäßig ab, da die Hälfte des Eisenbahnpersonals den Dienst versteht. , Die GLteranhäufling auf dem Güterbahnhofe ist ganz bedeutend, weil sich hier der Ausstand auf fast sämtliche Beamten erstreckt. Auf dem Bahnhofe Porta Sempione stehen 3000 Ma- fen. Die Stadt ist vollkommen ruhig.
Petersburg, 18. April. Die Truppenverstärkungen, welche Lenewitsch in der letzten Zeit sugesandt erhielt, belaufen sich insgesamt "auf 40 000 Mann. Innerhalb vier Wochen wurden 4000 Eisenbahnwagen zurückbehalten, um den Transport von Truppen und Kriegsmaterial zu bewerkstelligen.
Moskau, 18. April. (Petersburger Telegr - Agentur.) Koliajew, der Mörder des Großfürsten Sergius wurde zum Tode verurteilt.
London, 18. April. Nach einem Telegramin aus Hongkong befindet sich die russische Flotte in der Turan-Bai, etwa 300 Seemeilen von der Kamranh-Bai entfernt.
danken nach. Er fühlte sich so recht zufrieden und behaglich, und freute sich, daß er heute Gelegenheit gehabt, eine wirklich gute Tat zu vollbringen. Er konnte den dankbaren Blick, den ihm das Mädchen vorhin zugeworfen, den innigen Händedruck nicht vergessen. Kannte er auch nicht einmal ihren Namen, hatte sie ihre Dankbark.it auch nicht in einem Schwall von schönen Worten geäußert, so wußte er doch, daß er ein gutes Werk getan, b?o das Mädchen ihm von Herzen dankbar war. Er fühlte den Lohn in sich selbst, und das stimmte ihn so froh.--
Als Violetta in dem mit sauberem, feinem, weißem Linnen bezogenen Bett lag, als sie die müden Glieder im Gefühl des Geborgenseins ausstreckte, und Frau Jakobi ihr die Talle mit duftendem, heißem Tee an den Mund hielt, da kam sie sich wie eine aus langer Qual Erlöste vor, da erschienen ihr die bangen, zuletzt durchlebten Stunden toie ein böser, schwerer Traum, sie glaubte sich aus der Hölle plötzlich in den Himmel verseht. Es war ein zierlich eingerichtetes Gemach, in dem sie sich befand. An den beiden Fenstern, zwischen denen ein Pfeilerspiegel Platz gefunden, hingen schneeweiße Vorhänge, die eine Längswand nahm eine altertümliche, glänzend polierte Kommode ein, daneben ein großes Regal mit Büchern, in der Ecke ein mächtiger, grüner Kachelofen, alles altmodisch, einer längst vergangenen Zeit angehörend, aber so gemut- lim. so blank und sauber, daß man es ' sofort merkte, hier waltete eine tüchtige Frau, hier wohnte Ordnungssinn und Harmonie. Die alte Haushälterin hatte die von der. Decke herabhän- geude Ampel angezündet und setzte sich dann füll
neben dem Lager nieder, die Hände im Schoß gefaltet.
In dieser Stunde lernte Violetta das Beten wieder.
Als die alte Frau die tiefen, regelmäßigen Atemzüge vernahm, die bekundeten, daß das junge Mädchen eingeschlafen war, schlich sie leise hinaus. Sie steckte den Kopf zur Türe hinein, bei ihrem Gebieter nach etwaigen Befehlen zu fragen, ehe sie sich in ihr eigenes Stübchen zurückzog.
„Na," tief er ihr lebhaft zu, „was macht unser Findling?"
„Schläft wie ein Murmeltierchen, Herr Hebart," gab die Alte vergnügt zurück.
„Na also — sehen Sie, das ist i. 'it, das freut mich."
Frau Jakobi kam näher zu ihrem .Herrn heran.
„Haben Sie bemerkt, wie schön das Mädchen ist?" fragte sie leise. „Ich meine, ich sah nie in meinem Leben ein schöneres Gesicht. D'-se Augen mit den langen Wimpern, es ist ganz ei entüm- lich, wenn sie einem so ansieht. Sie hat so etwas Einnehmendes an sich, so etwas Unschuldvolles. Sie können sich darauf verlassen, gnädiger .Herr, es ist ein gutes Kind. Ich habe in meinem langen Leben gelernt, gute und böse zu unterscheiden, ich sehe es jedem gleich an den Augen an."
„Mit einem Wort, daZ Mädchen gefällt Ihnen, was?"
, Frau Jakobi nickte , auf diese Frage ihres Herrn so eifrig, daß die tveißen Haubenbänder unter dem Kinn ordentlich in Bewegung gerieten.
Ungleiche Brüder.
Original-Roman von Irene von Hellmuth.
(Rortfct-nnfl.)
Sie fliegen zusammen die breite, teppichbe- Tegte Treppe empor, und Violetta mußte sich am Geländer festklammern. Die Aufregung der letzten Stunden war eine zu große gewesen. Das Mädchen war völlig erschöpft.
„Nun rasch ins Bett mit meinem Findling," drängte der Hausherr. „Frau Jakobi, helfen Sie dem armen, verschüchterten Mädchen! Sehen dw- es war doch gut, daß ich gleich die ganze möblierte Wohnung mietete; Sie meinten immer dwsclbe sei viel zu groß fiir einen alten Jung- gesellen, und nun habe ich dadurch die Möglich- keit, ein gutes Werk zu tun, einem armen, hilf- loieu Mädchen Obdach und Unterkunft zu getont) ren."
-Er sich vergnügt schmunzelnd die Hände und »ickre der Alten lächelnd zu.
„Freilich habe ich auch das Glück gehabt, eine Perle von Haushälterin zu finden. Wenn ich nicht müßte, wie gut Sie sind, und daß das Mädchen bei Ihnen am allerbesten aufgehoben ist, hätte ich es nicht mit nach Hause genommen. Für einen Junggesellen würde es sich auch gar nicht schicken, ein so junges Mädchen bei sich auszu- ttebmen,", setzte er gut gelaunt hinzu.
Als die beiden Frauen im Nebenzimmer verschwunden waren, machte er es sich auf dem mit
Plüsch überzogenen Nuhesofa bequem, zün- ff? sich die lange Pfeife an und hing seinen Ge-
I schußiatzunaen künftig der direkten Entscheidung I Studenten, ähnlich wie die Studenten gewisser I des Ministeriums unterliegen sollten. Bisher anderer Länder, mehr und mehr an einer fen= I Sn . akademischen Behörden Luft ihrer I sationrllcn Betätigung in der OeffentNchkeit Ge-
I ^“tonomte hierüber zu entscheiden gehabt, sodaß I schmack finden und endlich gar tief in das poli-
I sich dw ministerielle Verordnung als eine Schmä- tische Fahrwasser hineingeraten könnten. Um I Grillig der bisher den Universitäten als Korpo- I das zu verhüten scheint uns vor allem erforder-
I ratton zustehenden Rechten der Selbstbestimmung I sich, daß der Agitation jetzt kein neuer Zündstoff
I und Selbstverwaltung darstellte. I geboten wird.
I In Charlottenbura haben Rektor und Senat I Aber auch für die Zukunft können wir nur den neuen Ausschuß wieder aufgelöst, in Hanno- I den dringenden Wunsch aussprechen, das bis- rCr<. m kerne Entscheidung erfolgt, dagegen herige vertrauensvolle Verhältnis zwischen der sino Rektor u. Senat in Göttingen gegen die Ver- I akademischen Behörde und der Studentenschaft fnguiig des Ministers vorstellig geworden, und I unangetastet zu lasten. Es könnte ia scheinen, ihre Eingabe verdient, der weitesten Oeffentlich- I als ob dieses Verhältnis durch den hohen Erlaß Feit bekannt zu werden, da die Worte ein Doku- I vom 16. März nicht berührt werde, als ob der ment von ausgezeichneter Klarheit, wohlbegrün- Unterschied gegen den früheren Zustand eben te- I Tokio, 18 April (Reuter) Die öffent.
■ (Men =i,S£3l6«trba6’S 'y«”-
haben durch hohen Erlaß vom 16. März d. I. diese Neuerung lediglich ein Internum bet bei- 3U ^hltzen. Die Zeitungen fordern die Re-
| berfiwl daß bis auf weiteres die Bildung von I den Instanzen sei. Aber der Studentenichaft er- I A^ung auf, strengere Maßregeln als bloße neuen Studentenausschüssen sowie der Erlaß von I scheint dies nicht mit Unrecht als ein fundamen- I P^st? iu ergreifen. DaS einflußreiche Journal
neuen und alle Abäiiderunaen von bestehenden I toter Unterschied gegenüber ihrer bisherigen I »N jishimo" sagt: Die Benutzung von Mada»
Ausschuß - Satzungen von Eurer Exzellenz Ge- I Rechtsstellung, und' man hört daher schon jetzt gaskar für die russischen Geschwader war geradezu
nehmigung abhängig sein sollen. I aus ihrem Kreise das Wort, daß sie ilre Aus- I eine Verletzung des Prinzips der Neutralität.
.. ^ir uns gestatten, gegen den Inhalt I schüsse ja auch ohne jede Genehmigung einer Be- I Aber in Anbetracht der Entfernung erhob Japan diesev Erlasses in Ehrerbietiing vorstellig zu wer- Hörde bilden könnten. In der Tat ist nach dem einfach nur Protest gegen die Verletzung der den, und Eure Eriellenz hiermit ui bitten, die I Vorausgegangenen diese Stimmung erklärlich. I Neutralität, weil sie in so entkernten Säfen ohnedies nur bis auf weiteres erganoene Ver- I Denn die Studentenschaft einer Universität weiß, I Q[§ 0^ne Einfluß angesehen wurde A^r fn fngung alsbald wieder aufzubeben. to geschieht I daß die akademische Behörde ihre besonderen I nQ^e xet Krieosrnne mnn> »8 immfinTtA «a ml es ou§ fletotdjttoen Gründen. Denn wollten wir Wünsche, Gewohnheiten und Interessen kennt; mjxcx? r """"glich, mit
lediglich, unser Interesse als verantwortliche Be- mit ihr fühlt sie sich durch eine Jahrhunderte gelben Nachsicht anzusehen, wenn Frankreich borde ms Auge fassen, so könnten wir diese I lange Tradition als „nnivorsitas" im alten I . an1*-, wirksame yilfe leihe und sich au?
Neuerung mit Freu den begrüßen; es wäre sicher I Sinne des Worts verbunden, mit ihr steht sie I inc'e Weise tatsächlich mit Rußland verbünde, fiir uns bequemer, alle Verantwortlich'ktitt für I auf jenem Fuße heiterer Vertraulichkeit, der den ®5 wäre jetzt notwendig, England förmlich zu die Neubegrniidung studentischer Ausschüsse und deutschen Universstäten von jeher ihren eigen- benachrichtigen, um seine Mitwirkung gemäß für deii^nhalt der Ausschußstatuten auf die vor- I tümlichen Charakter gegeben und der es ver- I den Allianzabmachungen zu gewinnen. DaS gesetzte Behörde abzuwälzen,,als selber gegenüber hindert bat, daß durch politische und konfessionelle Blatt „Asahi" saat, Frankreich batte die An« s^k^^brea>erimg, gegem'ber der Studeiiten- I Ausschreitungen ernsterer Art das deutsche Uni- Wesenheit der Russen wohl absichtlich geheim schäft und gegenüber der Oeflentlichkeit die Ver- I versitätsleben vergiftet wurde. Auf diesem Ge- I gehalten und hofft daß die Reaiemna ent«
^'ogen. Aber hier kann I biete jedenfalls sind wir Professoren nicht die als I schieden handeln werde $
e$ sich nicht um solche untergeordnete Erwägun- I unpraktisch verschrieenen Theoretiker, sondern I öonbnn 1R grhrir /,« o m x r . gen handeln, hier kommen andere und wichtigere recht eigentlich die „Praktiker", und so dürfen SnTolflt
Interessen m Betracht. wir. uns der Hoffnung hingeben, daß Eure £er zahlreichen Requirierungen von Transport-
Zunächst müssen wir es aussprechen, daß der I Erzellenz uns wie bisher die entscheidende aampsern durch die Tokioer Regierung haben
gegenwärtige Zeitpunkt als nicht wohl geeignet Stimme belassen werde. I die lapanischen Schiffahrtsfirmen zur Ergänzung
für die Einführung irgend einer Neuerung auf I Dazu kommt noch ein weiteres. Eure Exzellenz I ^rer Flotte -bestände seit Jahresfrist 70 Schiffe dem fraglichen Gebiete erscheint,, und in der Tat I sind kraft Ihrer L-tellung genötigt, bei Ihren Ent- I mit über einer Viertelmillion Tonnen gehalt neu hat der boh? Erlaß tn de» Kreisen der Stuben- I scheidungen auf Momente hochvolitischer Natur I anqekauft und 55 Schiffe mit 365 000 Tonnen» ~n'~L° ft 'khr verbitternd gewirkt. Es wird Euer I Rücksicht zu nehmen, die außerhalb der Interessen- I gehalt gechartert. Don den gecharterten sind Erzzellenz nicht unbekannt geblieben sein, und spbäre der Universitäten gelegen find. Auch dafür die weitaus meisten norwegische und englische, wir fühlen uns verpflichtet, freimütig darauf hin- I haben die Studenten, und gerade die besten, I In hiesigen Schiffahrtskreisen einschließlich des zuweisen, daß die Studentenschaft gegenwärtig I ein feines und sicheres Gefühl. Sie wünschen I Marine -Versichernnas - Geschäftes wächst im bon nnem tiefen Mißtraue» gegen das hohe Un- mit uns Professoren, und haben dies offen aus- Hinblick auf Roschdiestwenski« terrichtsmiuistenum erfiillt ist. Es steht uns nicht gesprochen, daß wenigstens in Bezug auf ihr m-rnosität
rntt ,?ufc ""deren Universitäten und Hoch- studentisches Leben derartige Erwägungen den I ^blnahe jebeS nach ostasiatischen
spulen stattgefundenen Ereignissen Kritik zu Universitäten ferngebalten werden; dies fft moq- ?a'!n unterwegs befindliche Schiff fuhrt Konter» üben, aber leider läßt sich nicht verkennen, daß I lich, trenn das bisherige Selbstbestimmungsrecht I boni>e on "ord, man sehnt deshalb in Er» toe Studenten seitdem in allem, was von der I den Universitäten erhalten bleibt und damit ihr I Wartung eines japanischen Sieges eine Ent> Mimsteriallnstanz ausgeht, eine beabsichtigte sittliches Vcrantwortlichkeitsaefühl auch außerhalb | scheidungsschlacht zur Lösung der geschästlicheu «chmalerung ihrer Rechte und eine willkürliche I der wissenschaftflichen Forschung und Lehre. Denn I Spannung herbei.
- ,f,rrr Bewegungsfreiheit er- so notwendig mich uns eine Oberaufsicht des I wrtB
bofien Zuversichtlich, daß diese 2.N- I Staates über die Universitäten erscheint, um den I M) » . r. .,
'««uung nach einiger Zeit verschwind n wird. Gefahren einer zu weit gehenden Pflege korvo- Mehrere Einzelmeldungen von Sichtungen aber tm gegenwärtigen Zeitpunkt ist mit ihr zu I rativer Interessen vorzubeugen, so wesentlich er- I russischer Kriegsschiffe durch Kauffahrer verrechnen. Denn während bis vor kirrzem der I scheint es andererseits fiir den Flor unserer Uni- I Siebener Nationalitäten stimmen darin überein, Grundzug des studentischen Lebens in Deutsch- I versitäten, daß ihnen die historisch bewährte» I daß RoschdjestwenSkij die Fahrt von der Kamranh- land durchaus gesund war, hat sich seit den be- I Reste ihrer alten Selbstverwaltung nicht ver- I Bucht in der Richtung des Formosa-KanalS annten letzten Ereignissen eine bisher ganz un- I kümmert werden. Wenn in wichtigen Augen- I fortgesetzt hat. Keine dieser Meldungen aber „S Amtatlon bemerklich ge- blicken nationalen Lebens entscheidende Impulse scheint sich aus die gesamte russische Flotte zu
macht, und <w liegt die Gefahr nahe, daß unsere von den deutschen Universitäten ausgegangen beziehen, deren Verbleib nachgerade infolge der