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Nun, so schlimm noch da."

Arme so leid."

Violetta schlief nicht in dieser Nacht. Oft stand sie auf und schlich zu dem Lager des Vaters

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Sie loagte nicht, es zu sagen, daß mau sie geben hieß, daß sie hinaus mußte und nicht wußte wohin, ße fürchtete, er werde dann erst recht dar­auf dringen, daß der Vater sortgeschafft würde.

Mein Fräulein," beschwichtigte der Arzt das aufgeregte Mädchen,Sie sind ganz außer sich. Beruhigen Sie sich. Ich hatte ja nur den schlimm­sten Fall im Auge. Vorläufig ist noch keine Rede davon."

Violetta wollte um keinen Preis allein blei­ben. Der Vater war ihr Schutz und Schirm, sie wußte, daß sie vor Belästigungen nicht sicher war, wenn sie allein stand Wie oft hatte sie Heinz um das Haus schleichen sehen. Wahrscheinlich hoffte er, eine Gelegenheit zu finden, um sich ihr nähern zu können. Ihr Zimmer jedoch betrat er nie, die Anwesenheit des Vaters iachte ihm störend erscheinen. Violetta »vagte sich kaum hinaus, weil sie fürchtete, dem jungen Leutnant zu begegnen: seine faden, abgeschmackten Liebes­beteuerungen waren ihr geradezu ekelhaft. Sie war trotz ihrer Jugend erfahren genug, um zu wissen, daß Heinz nur ein Spiel mit ihr trieb, sie haßte ihn, und verließ jedesmal ihren Platz am Fenster, wenn sie seiner ansichtig wurde.

- lieber all das dachte Violetta nach, während sie neben dem Vater saß und seine Hand in die ihrige nahm. Er schien es kaum zu bemerken. Aber mit furchtbarer Wucht kamen die Sorgen wieder über sie. Sie sollte ja fort, sie mußte doch eine Wohnung suchen.

Ihr brennender Blick flog den Gartenweg entlang. Wenn Engen doch nur einmal käme! Sie wollte ihm ihre ganze Notlage schildern, sich bor ihm demütigen um des Vaters willen, und ihn bitten, daß sie noch bleiben durften, wenig­

schwieriger Fragen lassen sich ja dann unschwer, wie es in den meisten Parlamenten und derarti­gen größeren Körperschaften der Fall ist, noch Spezialkommissionen aus der Vollversammlung schaffen. Den nationalen Unterbau würden Lan- desausschüsse darznstellen haben, dem wieder gi- lialbureaux, die in den betr. Ländern zu grün­den sind, zur Seite und zur Verfügung stehen. Tie Delegierten des betr. Landes zu der Voll­versammlung der internationalen Agrar-Kammer würden gleichzeitig jene nationalen Landesaus­schüsse bilden.

Auf solche Weife würde ja auch die Einrich­tung der vorher schon erwähnten Internationalen Agrar-Kongresse in jene Welt-Agrar-Kammer aufgehen können. Die bisher meist platonisch gebliebenen, für jene Agrar-Kongresse gelieferten fleißigen und gediegenen Arbeiten, die an sich wertvollen Reden, gegebenen Anregungen und gefaßten Beschlüsse würden dadurch für die Praxis ausgemünzt werden, daß sie nunmehr jenem Arbeitsbureau in Rom überwiesen, dort weiter­geführt und zur vollständigen Klärung gebracht werden. Ihre. praktische Durchführung wird dann den einzelnen Staaten, sei es nun auf le­gislativem, administrativem oder auf welchem Wege auch immer, nach Maßgabe der dort bestim­menden Faktoren überlassen werden müssen.

, Die beratende Mitwirkung der Regierungen bei der Welt-Agrar-Kammer könnte zunächst im römischen Arbeitsbureau durch Teilnahme der landwirtschaftlichen Attaches in Rom an dessen Sitzungen, dann aber auch durch Delegierung von Regierungsvertretern zu den Verhandlungen des

Der rusfisch-javamsche Erreq.

Zur militärische« Lage

in der Mandschurei erfährt der Petersburger Korrespondent derTimes" nuS guter Quelle, daß General Lenewitsch in Voraussicht einer etwaigen Belagerung von Wladiwostok mehrere Divisionen dorthin detachiert. Nach den offi­ziellen russischen Berichten hat sich die Lage südlich Charbin nur unbedeutend geändert. Bei Zaosiautse, nördlich von Sinuntin, in der Nähe der mongolischen Grenze, stehen starke russische Detachements - ebenso bei Sipinakai an der Eisen­bahn, bei Schilipi, an dem Mandarinenwege, und bei Tokadu und Schakense, südlich von Kirin. LenewitschS Stellung bei Kuntuleng ist noch 5 Tagemärsche von Ojamas Truppen ent­fernt. . Ebenso weit dürsten die Japaner von den linken russischen Flankendetachements ent­fernt sein. Ereignisse von Bedeutung scheinen also vorläufig nicht unmittelbar bevorzustehen. Aus dem hartnäckigen Kampfe bei Tschentschia- tun geht hervor, daß Lenewitsch seine rechte Flanke gegen U-berrafchnngen in gründlicher Weise sichert.

ernstem Gesicht auf den Leidenden, fühlte 'den Puls, zuckte die Achseln und versprach, im Laufe des Tages noch einmal nachsehen zu wollen. Den dringenden Bitten Violettas, dem flehenden Blick der dunklen Augen wich er fast scheu aus unb entgegnete auf ihre ängstlichen Fragen:Was daraus wird, kann ich noch nicht sagen Fräulein. Aengstigeu Sie sich nicht so sehr, es geht vielleicht bald vorüber."

Er nahm ihre kleine Hand in die seine und fuhr eindringlich fort:Violetta, ich meine es gut mit Ihnen, ich möchte Ihnen raten, falls es schlimmer wird, lassen Sie Ihren Vater in das Hospital schaffen, Sie sind hier ganz allein,"

Sie ließ ihn nickst ausreden.

Nein, o nein/' schrie sie heftig auf,der Vater soll bei mir bleiben, ich will ja alles tun

vollkommenerer Weise, als es bisher durch die Internationale landwirtschaftliche Vereinigung für Stand und Bildung der Getreidepreise" o,e- scbah und geschehen konnte, in der La^e sei», sich der Loslösung der Preisbildung von den Spe- kulationsinteressen des über die ganze Welt ver­zweigten und in den Produktionsbörsen mit ihrem Terminhandel organisierten großkafütalisti. scheu Getreidehandels zu widmen und den Pro­duzenten das Mitbestimmungsrecht bei der Preisfestsetzung für ihre Erzeugnisse znrücker- obern und sichern zu helfen.

Als, weiterer wichtiger Programmpunkt ist noch die internationale Zusammenfassung und die Verbesserung des Genossenschaftswesens anzu­sehen, insoweit sie in merkantiler und organisa­torischer Beziehung nur auf internationale Weise durchführbar sind. Auch die landwirtschaftliche Technik soll in den Kreis der Welt-Agrar-Kam- mer gestellten Aufgaben einbezogen werden. Denn es liegt auf der Hand, daß z. B. ein inter­nationales Vorgehen bei der Bekämpfung von Tierkrankheiten, Pflanzenschädlingen und bergt, von hohem Nutzen werden kann.

Eine auf solche Weise geschaffeneGrüne In- fernationale" wird im Gegensatz zu anderen, die die Nation zersetzen, in eminent und wahrhaft erhaltendem Sinne wirken. Denn dieser mo­dernste altruistischeInternationalismus" kann nur aufgebaut sein auf einem starken und in ge­wissem Sinne eigensüchtigenNationalismus", diese modernste,Welt-Politik" darf eine gesunde Heimats-Politik" nicht beschränken und beein­trächtigen: im Gegenteil, sie kann und wird letztere stützen und fördern. Auf solche Weise kann die neue Welt-Agrar-Kammer der Wohlfahrt und dem Frieden aller Völker dienen. In diesem Sinne begrüßen auch wir den weitblickenden hoch­herzigen Plan des Königs von Italien mit Freude und wollen nach unseren bescheidenen Kräften an seiner Verwirklichung und gedeih­lichen Entwicklung Mitwirken.

der manchmal so seltsam aufstöhnte und sich ruhig hin- und herwarf.

Am anderen Morgen bemerkte sie, daß Vater in der Tat ernstlich erkrankt war. banger Angst wartete sie auf das Erscheinen Doktors. Als er endlich kam. blickte er

nun," wehrte der gutmütige Doktor, wird es nicht, schließlich bin ich auch

Kleine," murmelte er,sie tut mir

landwirtschaftlichen Praxis kommenden Anreg­ungen und Wünsche, die auf den wissenschaftlichen Spezialinstituten der einzelnen Länder gewonne­nen Erfahrungen zu erschließen, und namentlich zu gewährleisten, daß es nicht im Laufe der Zeit einem lähmenden Bureaukratismus und Schema­tismus verfällt, muß es von einem Gremium stlbstgewählter Vertreter der organisierten Land­wirte aller Länder geleitet und kontrolliert wer­de». Ob nun lediglich Männer der Landwirt­schaftliche» Praxis oder auch Männer der Theorie wie Kapazitäten der Universitäten, der land­wirtschaftlichen Versuchsstationen, der landwirt­schaftliche» Hochschulen und ähnlicher Anstalten als die geeignete» Vertreter zu betrachte» unb in jenes Gremium zu delegieren fein werde», darf bei der Verschiede»heit der Verhältnisse in den einzelne» Länder» der freien Entschließung der organisierten Landwirte in den betreffenden Staaten füglich überlassen bleibe». Auch über diese Grundsätze wird man Wohl allenthalben einer Meinung sein. Dagegen mag es vorläufig eine offene Frage bleiben, ob diese Vertreter der organisierte» Landwirtschaft in eine Art stän­diges, in regelmäßige» Perioden stets in Rom zufammentretendes Parlament ober in einen ambulanten Kongreß »ach Art der jetzigen, unter Führung des früheren französischen Ministerprä­sidenten Mölme stehenden, Internationalen Agrar-Kongresse, zusammengefaßt werben solle». Auch bies wird jedenfalls erst seine definitive Re­gelung erfahren, wenn die aus den einzelnen Ländern kommende» Wünsche zu einer Ueberein- stimmung gebracht inerben konnten. Diese Ser­ben jetzt extrahiert unb gesammelt durch geeig­nete Vertrauensmänner, die jenes römische Vor­bereitungskomitee in die bebeutenbften in Frage kommenden Länder entsendet. Dort suchte» sie

,Nicht wahr, Sie lasse» mir ben Vater hier," bat Violetta etwas ruhiger.Sie sollen sehen, ich pflege ihn gesund, ich habe ja niemand sonst aus der Welt als ihn."

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, Umverptäts-Buchdruckerei 40. Jahrg.

Marourg, Markt 21. Telephon oo.

Die Welt-Agrar-Kammer.

Bon Otto von Kiesenwetter

2. stellvcrtr. Direktor im Bund der Landwirte, Ge- schäftssührcr der .Jnteimationalen landw. Bereinigung

für Slanb und Bildung der Eetreideprcise'.

III.

. Um nun jenem, in feiner Betätigung unb in feinen Tendenzen die abstrakte Theorie verkör­pernden Gebilde die nötige Fühlung und die innige Wechselbeziehung mit dem Praktischen Le­ben zu erbauen unb zu sichern, ihm die aus der

Marburg

Sonnabend, 15. April 1905

Neueste Telegramme.

Berlin, 13. April. Das Staatsministerium trat heute unter dem Vorsitze des Grafen Bülow zu einer Sitzung zusammen.

Berlin, 14. April. Wie soeben aus dem Ab- georbneteuhause bekannt wird, hat die Berggesetz- Kommission de» Rest der Vorlage gemäß ben Be­schlüssen erster Lesung erlebigt und bann die ganze Novelle mit 16 gegen 8 Stimmen ange­nommen. Dagegen stimmten Zentrum und Frei­sinnige. Am 5. Mai wird erste Lesung der Still- legungs-Novelle fein. Am 7. Mai reist die Kom­mission in das Ruhrrevier.

Berlin, 14. April. Heilte findet im Mini­sterium der öffentliche» Arbeiten eine Konferenz sämtlicher Eisenbahn-Direktions-Präsidenten statt, um über Vereinfachungen im Personen- und Ge- päckverkehr zu beraten, die voraussichtlich mit dem 1. Oktober b. I. ins Leben treten werben.

Wien, 14. April. Nach derPol. Korresp." verhält sich die französische Regierung zur Veran­staltung einer internationalen Konferenz zur Klärung der maroffanifajen Angelegenheit ent­schiede» ableh»e»d. Bei Italien sei die Bereit- lwilligkeit vorhanden, seine guten Dienste für die Förderung der Lösung des Konflikts in Berlin Mir Verfügung zu stelle».

Bern, 13. April. Da die deutschen Gerichte Uweizerische» Gerichtsurteile» mehr und mehr die Vollstreckung versage», gedenkt, wie dem B. L.-A." gemeldet wird, das Berner Ober­gericht die Frage zu prüfen, ob nicht analog für Urteile deutscher Gerichte der Vollzug im Kanton Bern verweigert werde» solle.

Paris, 14. April. Die von dem Bureau des .Herzogs von Orleans herausgegebeneCorre- fvonbencc dfatwnale" erklärt gegenüber den Be­hauptungen mehrerer Blätter, daß die royali­stische Partei der Verschwörung vollständig fern stehe. Ans Thonon (am Süditser des Genfer Sees im Departement Haute-Savoie) wird be­richtet: Mehrere in der hiesige» Hingegen!) be­güterte bonapartistisch gefilmte Adelige sollen in die sogenannte Ven'chwörmigsangelegenheit des Hauptmanns Tamburini verwickelt gewesen sein oder doch mindestens seine Pläne gekannt haben.

Konstantinopel, 14. April. Prinz Johann Georg von Sachse» ist gestern hier angekommen. Ihm zu Ehren findet heute Abend' bei dem deutschen Botschafter Frhrn. v. Mars ,aft ein Festmahl statt. Morgen wird der Prinz dem Selamlik beiwohnen.

stens vorläufig, bis der Vater wieder gesund Ivar. Vielleicht fand sich doch irgendwie ein Posten für denselben. Eugen würde die Bittenden nicht hinausstoßen, sicher nicht. Er war nicht so grau- sam wie die anderen. Sie dachte an ine güti­gen milden Augen, an sein freundliches Wesen, und ihr Mut wuchs. Ja, sie wollte ihn auf« suchen, er mußte ihr helfen in dieser Not. Es war um des Vaters willen. Verhimger-. lassen würde sie Eugen nicht.

Zuversichtlich erhob sich Violetta. Noch einett Blick ivarf sie auf ben Vater, ber zu schlafen schien, wenigstens rührte er sich nicht. Daun schritt sie entschlossen den wohlbekannten Weg entlang. Im Garten wurden bereits die Beete aufgeharkt. Violetta atmete in vollen Zügen ben frischen Erdgeruch, der daraus emporguoll. Fast schien es ihr, als dufte es nach Veilchen. Sie machte einen kleinen Umweg, schlug einen schma­len Seitenpsad ein unb gelangte a.i eine ge­schützte Stelle, wo auch richtig bie zartduftenden Blümchen verlangend die blauen Köpfchen der Sonne entgegenstreckten. Freudig bückte sich Violetta, und Pflückte sich ein kleines Sträußchen. Sie wollte dasselbe Enge» bringen ei» Lä­cheln spielte um ihren blaffen Mund, als sie da­ran dachte, daß es in diesem Jahr wohl der erste Frühlingsgruß sei, ber ihm angeboten wurde.

Als Violetta vor dem Fabrikgebäude stand, wo, Ivie sie wußte, Eugen um diese Zeit sicher z« treffen war, zögerte ihr Fuß. Tas Herz klopfte ihr gewaltig. Würde er die Bettlerin nicht fort- weife» ? Ja, eine Bettlerin war sie nun. Unent- schloffen blickte sie um sich, da sie nicht wußte, ob sie sich nach rechts ober links toenben sollte. Von den vielen Türen, die in den Flur mündeten.

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was man von mirberfangt, und sollte ich betteln gehen!"

Ungleiche Brüder.

Original-Noutan von Irene von Hellmuth.

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Hast Du es gehört Vater, wir müssen fort! Was soll nun werden? Wissen e§ jene, daß wir so arm sind, daß wir nicht einmal die Miete des allerkleinsten Stübchens bezahle» kön­ne»? Nein, sie wissen cs nicht, sie könnten sonst nicht so grausam sei»! Was haben wir nur ver­brochen, daß wir so elend werden müssen! Kein Dach mehr über dem Haupte, fein Platz, wo wir ausruhen könnten! Was beginnen wir nun?"

Ich weiß es nicht, Kind!"

Mehr sagte der Alte nicht. Ihn schien die Sache gar nicht so besonders zu alterieren. Er starrte nur immer so trübselig vor sich hi», und dabei sah er sehr schlecht aus.

Ist Dir nicht wohl, Vater?" fragte Violetta unb goß mit zitternden Händen ein Glas Wein voll,, das sie dem Alte» hinreichte.

Er nippte nur ein wenig.

Schmeckt es Dir nicht?"

Er schüttelte ben Kopf.

Trink Du doch lieber, Kind," antwortete er leist,ich weiß nicht wie mir ist, mich friert."

Da war sie wieder, bie furchtbare Angst, bie ihr zuweilen im Herze» aitfftieg, und sie jetzt hef- tiger erfaßte, als je zuvor. Violetta schien es, als ob ber Vater kränker wäre, mit klopfend.m Herzen und ängstlichem Blick betrachtete sie den Akten. Er erschien ihr als gänzlich verändert, und in der Sorge um ben Vater gingen alle an- deren unter.

Vierteljährlicher Bezugspreis! bet der Expckstion 2 Mk., HA üß bet allen Postämtern 2,25 Mk. kejcl. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

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Ausschusses unb ber Voll-Versammlung erfolgen. Auf die Zahl ber Regierungsvertreter kommt es .nicht an, da sie ja mir Sitz, nicht aber Stimme, i bade» sollen. Wohl aber wird ein geeigneter nut ben betr. Regierungen einerseits unb ben or- Zensus gefanben werben müssen, nach bem bie

gamfierten Landwirten anbererfeitS vorläufige Zahl der Vertreter bestimmt wird, die von ben

Fühlung. Nach Deutfchlanb ist zu diesem Zweck I Landwirten und ihren Organisationen in den Herr Professor Lorenzoni geschickt, in dem wir beteiligten Nationen zu diesen Körperschaften ge-

einen mit ben beutsche» Verhältnissen sehr der- I wählt werben.

trauten, der deutschen Sprache vollkoinmen inäch- Das nächstliegende Ziel ber Welt-Agrar- hgen, m jedem Betracht geeigneten und wohl un- Kammer dürfte wohl die bessere Organisation terrichteten, ausgezeichneten Gelehrten kennen I und Ausgestaltung des Nachrichtendienstes für lernten. I den Getreidemarkt sein. Es werden einheitliche

Zweckmäßig wird sich jene Vollversammlung Normen für die Erhebungen der hierfür nötigen ber agrarischen selbstgewählten Delegierten einen Statistiken ausgestellt unb ben einzelnen Staaten Ausschuß Wahlen, ber mit der speziellen Beaus- zur Berücksichtfaung imb Durchführung über- Nchtignng unb Leitung jenes ArbeitsbureauS I geben werben müssen. Jetzt herrscht auf diesem beauftragt wird. Indes scheint auch der Weg I Gebiete »och eine beklagenswerte, unübersichtliche, gangbar, daß jener Ausschuß aus den Wahlen die praktische Arbeit erschwerende Verschiedenheit, m den einzelnen Landern direkt hervorgeht. Es hanbeH sich hierbei nicht allein um die Pro- Vielleicht ift dieser Modus um deswillen, sogar °buktionsstatistik. sondern namentlich auch um die vorzuziehen, weil er bie Zusammensetzung bes Verkehrsstatistik. Bei d. bekannten Abhängig- Ausschusses unabhängig macht von Zufallsmehr- fait und bem wechselseitigen Einflüsse ber Preis- Herten der Vollversammlung, aus der er anderen- bitbung für Brotgetreibe, Futtergetreibe, Vieh falls hervorgehen könilte. Die Geschäftsorbnung und tierische Erzeugnisse wirb es zu empfehlen des Ausschusses wird bann die nötigen Bestim- sein, diese Statistik auf bie beiben letzteren Kate- mungen, wie diese Aufgabe zu leisten ifa zu tref- gorien mit auszudehnen. Erst wenn diese zu feil haben, wobei dahingestellt bleiben mag, ob vereinbarenden, einheitlichen Normen von den der Vorsitzende unb seine Stellvertreter für ihre hauptsächlichsten in Betracht fommenben Staa- cöent fortdauernde Tätigkeit ein entsprechendes I ten angenommen worben sind, wenn nach ihnen Aegnwalent beziehe» .wahrend aus »aheliegen- verfahre» und eine so geartete Statistik, über ben Gnu,ben bie übrigen Mitglieder ber Voll- eine abgeschlossene Periode ein Jahr ein- berfammlung unb des Ausschmfes ehrenamtlich wanbsfrei erhoben, vorliegt erst bann wirb es fungieren unb nur reichlich bemessene» Ersatz nötig unb möglich sein, diesen Zweig jenes Ar- der ihnen durch die verschiedenen Reiten ent- I beit§bureait§ in volle Tätigkeit treten zu lassen, stehenden Unkosten erhalte» solle». Es wirb wohl vom Mai b. I. ab minbestens ein

Zur Bearbeitung unb Beratung einzelner I Jahr vergeben, ehe bies wird ber Fall sei» kön- Probleme und neue auftalichenber wichtiger und nen. Tie Welt-Agrar-Kammer wird bann in