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ment toerfcot lassen. Solche Arbeit aber kann

statt»

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nur von einem permanenten Arbeitsbureau ge­leistet werden, in welchem die erwähnten Spe­zialisten und Fachautoritäten in zielbewußter Me­thode organisch Zusammenarbeiten und ihr« Kenntnisse und Erfahrungen der Allgemeinheit nutzbar machen. Der Sitz de- ArbeitsbureauS wird Rom sein muffen, was auS nahÄisgsnden Gründen natürlich und gegeben erscheint. In welche Unterabteilungen es zergliedert wird, nüe das, Verhältnis der einzelnen Unterabteilungen zu, einander gestaltet werden und wie eine zweck­mäßige Ziffammenfaffung der Sektionen und ihrer Arbeiten erfolgen soll, darüber wird man

an. Man nimmt an, daß daS russische Ge» schwader einen Schutzhafen im südlichen China aufsuchen und den Kampf mit Togos Flotte nicht aufnehmen wird, bevor nicht die Der»

am!, die unerläßliche Voraussetzung für die Er- folge des Instituts ist, darüber wird man Wohl allenthalben grundsätzlich einig sein.

Mühe, ruhig zu scheinen, doch es gelang ihr nicht. Der Schlag, den man gegen sie geführt, War 8« groß.

Nur das ein« hatte sie gern gewußt, ob er, der ihr dies Asyl geboten, im Einverständnisse war mit seiner Schwester, die ihre Entfernung so sehr zu wünschen schien. Warum kam Eugen nicht selbst, um «8 ihr zu sagen? Fehlte ihm der Mut dazu? Doch blieb sich dies fetzt nicht völlig gleich? Warum klammerte sich ihr Herz noch immer an eine Hoffnung, die sich nie und nimmer erfüllen konnte? Gab eS denn für sie noch überhaupt etwas zu hoffen? Sie hatte sich selbst schon , ost gesagt, daß sie die Güte dieser Menschen nicht langer in Anspruch nehmen durfte daß sie endlich fort mußte von hier. Aber immer wieder schob sie eS hinaus. Wo sollte sie auch hin? Nur so lange wollte sie bleiben, 6t3 für den Vater irgend ein Verdienst gefunden war. Es brauchte ja nicht viel zu sein, sie lebten ja von jeher einfach und bescheiden. Ihr? Ein- nahmen waren niemals glänzende gewesen. Aber jetzt, gerade fetzt, wo ihr Arm noch nicht zum Ar­beiten taugte, wo sie ibn noch nicht gebrauchen konnte, und der Vater schon verschiedene vergeb- bche. Versuche gemacht hatte, auf irgend eine Weise Geld zu verdienen, woher sollte man jetzt in dieser schweren Zeit das Nötigste nehmen? Wovon die Miete bezahlen, wenn sie auch das ollerbescheidenste Stübchen bezogen. Violetta hatte das alles schon hundertmal erwogen, die Wohl­taten drückten sie wie eine schwere Last, aber immer wieder,hatte sie dieselben annehmen muf­fen, da es keinen Ausweg gab. Ein Schauder rann ihr fetzt durch die zarten Glieder. Sie sah sich dem Mangel Preisgegeben, hungernd unÜ

L.-tJofca.)

Ungleiche Brüder.

Vierteljährlicher Bezugspreise vei oer ExPÄ>ition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mk. <cxcl. Bestellgeld).

Zn sertio ns gebühr: die gespaltene Zeile oder veren Raum Pfg.

Reclamcn: die Zelle 25 Pfg.

Erscheint wöchentlich siebe« mal.

Druck und Berlage Joh. «ug. Koch, UniversttätEichdruckeret 40. IllÜka.

Marburg, Markt 21. Telephon 55. "

Kriegsvorräten aus dem Westen ebenso abzufangen, wie die japanische« Schiffe die Zufuhren nach Wladiwostok unter­banden, nur könnten die Russen dem Gegner und gleichzeitig dem britischen Seehandel diel empfindlicheren Schaden zufügen. Japan be­zieht sein Hauptnahrungsmittel, den Reis, vor­nehmlich aus Birma und Java, dieSperrnug allein dieser einen Zufuhr für einen einzigen Monat wäre für Japan vernichtender als dieschwerst« Niederlage zu Lande. Da indeffen die Kohlenschiffe für das russische Geschwader bei Lloyds zum größten Teil nur bis zu den Sunda-Jnseln versichert warm, so herrscht doch die Ansicht vor, daß RojestwenSkij, dessen Schiff» nach dem in Singapore gewonnmen Augen­schein bis ans Deck mit Kohlen beladen sind, auf weitere Kohlenzufuhr verzichtet und mit den verfügbaren Vorräten zu er­

reichen strebt.

Marburg

Freitag, 14. April 1905

Original-Roman von Irene vou Hellmuth. S-i'-Tetung.)

Spare Dir die Mühe," rief die Madame wieder,es bleibt dabei, und der Verspruch wäre heute schon geschehen, wenn Eugen nicht eine dringende Geschäftsreise machen müßte. Nur deswegen wurde die Verlobung noch oitfge- schoben. Aber Du wirft daran nichts ändern. 'Das wollen wir doch abwarten," schrie er, da stand er auch schon unter der Türe, und schnur­stracks verließ er das Haus. Auf der Treppe hörte ich ihn noch einmalPfui" sagen. Heute in aller Frühe hat er seine Sachen abholen lassen. Ich glaube die Madame ist höllisch stoh, daß ihr Bruder wieder ausgezogen ist, er hat ihr ohne­hin viel zu viel in ihre Wirtschaft hineingeredet. Sie Vertrugen sich schon gar nicht zusammen. Zuerst war ein Gesums von dem reichen Onkel, bis er kam. Man konnte si ' gar nickst genug tun, und beim Enipfang waren sie alle wie aus dem Häuschen, weil sie glaubten, er bringe einen Sack voll Geld für sie mit. Wie sie aber iahen, daß es nichts ist, da wendete sich das Blatt."

Violetta hatte schweigend diesem Erguß zuge- hört. In ihren Augen lag ein träumerischer Ausdruck., Ein müdes Lächeln, wie Winter- sonnenschein irrte um den kleinen, blassen Mund. Ilm Marie, die, auf ihre Kochkunst sehr stolz war, nick' zu beleidigen, hatte sie versucht, etwas zu gemeßen, doch es wollte nicht geben, die Bissen blieben ihr im Munde stecken. Die Köchin beob- achtete von der Seite das feine Gesichtchen, da»

einigung mit dm Kreuze gefundm hat.

London, 12. April, fr. yiefig«

Sce-BerficherungSgeschäft rechnet stark mit der Möglichkeit, daß Admiral RojestwenSkij, ohn« sich auf eine Schlacht einzulaffen, eine Blockad» deS japanischen JnselreicheS beabsichtigt. Der zuletzt gemeldete Aufenthaltsort der russischen Flotte, die Gewässer der Anamba-Jnseln, toetben als einer solchen wenigstens teilweisen Blockade sehr günstig betrachtet. Die Russen wären dort in der Lage, den Japanern die gesamte Zufuhr an Lebensmitteln und

Die Welt-Agrar-ÄamAcr.

Von Otto von Kiesenwetto

2. stellvertr. Direktor im Bund der Landw'A?, Se- schäftSführer der .Internationalen landw. Vereinigung für Stand und Bildung der Getreideprcise'.

rr.

Die Lubinschen Pläne, die offenbar die ame- rikanische «staatsverfassung zum Vorbilde habm, die aber für die Zwecke, nm die cs sich für die gesamte Landwirtschaft der West handeln soll, völlig unpraktisch und unverwundbar sind, stehen mit dessen Arbeiten in keinem Zusammenhang. Dagegen war in Wien eine Aebereinstimmung ber Meinungen auch daricher vorhanden, und dies wurde auch von den anwesenden Vertretern jenes italienischen Konritees akzeptiert, daß den von der Landwirtschaft selbst gewählten Ver­tretern bezw. den Delegierten der großen land­wirtschaftlichen Organisafton in Sen einzelnen Säubern ein maßgebender und bestimmender Ein­stuß zunächst auf die sich demnächst vollziehende Organisation der Institution selbst, aber später namentlich auch auf die Arbeiten der Welt-Agrar- Kammer eingeräumt werden müsse. Das neue Institut müsse von vornherein von allem starren BureaukratiSmus, schwerfälligen Formalismus

mit -em Knis-latt für -le Kreise Marburg un- Kirchhain.

Der mMch-japaMAe Weg.

Bem Kriegsschauplätze

liegen nur sehr spärliche Nachrichten vor. Nach in Tokio eingeqangenen Meldungen aus der Mandschurei fahren die Russen fort, ihre Streit­kräfte zusammenzuziehen und ihre Stellungen auf der Linie Tschangtschun-Kirin zu befestigen. Die. Abteilung Madrikows behält beständig Fühlung mit dem japanischen linken Flügel. Häufig finden Scharmützel statt. Es dürfte möglicherweise zu einem größeren Gefecht kommen. ES heißt, dis Russen hätten die Ge- fanoenen auf Sachalin bewaffnet und denjenigen Geld und Freiheit versprochen, die tapfer kämpften. Dadurch ist die Garnison auf ins­gesamt 3000 Mann gebracht worden, doch wird daran gezweifelt, ob die Russen versuchen werden, die Insel zu halten.

Bo» drr Flotte.

Die gestern wiedergegebeue Meldung des AmsterdamerHandelsblad" von einer See­schlacht bei den AnambaS-Inseln nord­östlich von Singapore ist bis jetzt noch von keiner anderen Seite bestätigt worden. Viel­leicht gab das Telegramm des Korrespondenten nur ein Gerücht wieder, möglicherweise handelte eS sich auch um eine Kanonade, die sich zwischen der russischen Flotte und japanischen Auf­klärungsschiffen entsponnen hatte. Ein japani­scher Gesamtangriff auf die russischen Schiffe ist unter den jetzigen Verhältnissen wenig wahr­scheinlich. Weitere Nachrichten mässen also ab­gewartet werden.

Tokio, 12. April. Die Nachricht von dem nahen Bevorstehen einer Schlacht zwischen der japanischen und der russischen Flotte ruft hier große Aufregung hervor. In der Presse sieht man als die schlimmste Gefahr die Be­drohung der japanischen Schiffahrt

heute ungewöhnlich blaß aussah. Auch her Alte wollte ihr, durchaus nicht gefallen, seine Augen lagen tief in den Höhlen, die Wangen waren so schmal und eingefallen, die Bewegungen so schwerfällig, völlig verändert kam er ihr vor.

Ein paar Tage waren vergangen. Violetta saß still mit einem Buche am Fenster. Aber sie las nicht. Immer wieder irrten die Blicke des Mädchens hinaus in den Garten. Mit sehnsüch­tigem Ausdruck spähten die Augen den Weg ent­lang. Eugen kam immer seltener. Violetta wußte ja, es war töricht, daß sie noch irgend welche Hoffnungen hegte, und doch war es ihr beinahe ein Bedürfnis, ihn zu scheu. Es war ihr schon ein Trost, wenn sie ihn nur von weitem erblickte.

Die Sonne schien ganz warm und weckte ein Sehnen m der Druft des Mädchens, ein Schnen nach Gluck. Der alte Frühlingsglaube wollte auch in ihr nrieber lebendig rverdew. Die linde Lust, die zum geöffneten Fenster hereindrang, umfächelte kosend das liebliche Gesicht des Men Mädchens.

Plötzlich schrak die Träumerin empor aus ihrem Sinnen. Eine Schar Spatzen, die sich am Wege getmnmelt. stob statternd auseinander. Kam da jemand? Violettas Herz klopfte freudig. Da erkannte sie in der näherkommenden Gestalt Else, die Schwester Eugens, und eine leise Ent- täuschung malte sich in ihren Zugen.

Was mochte sie hier wollen?

. Violetta sah fragend auf, als die junge Dame ms Zrmmer trat und etwas verlegen Platz nahm. Sie räusperte einigemale, ehe sie zögernd begann:Mein Kommen hat einen besonder«! Grund, ich weiß nicht recht, wie ich mich mei­

nes Auftrages entledigen soll Sie müssen mich nicht mißverstehen--" sie stockte,

offenbar bemühte sie sich, daS passende Wort zu finden.

Bitte, fagen Sie doch gerade heraus, was Sie bedrückt. Wozu die Umschweife?" bemerkte Violetta mit unheimlicher Ruhe.

Es tut mir leid aber, wie die Verhällniffe liegen, müssen wir Sie bitten, sich nach einem anderen Quartter umzusehen. O, nidjt auf ein paar Tage kommt es an. Sie sollen nicht ge­drängt werden. Sie sollen sich Zeit lassen, MS Sie etwas Passendes gefunden haben. Aber da es doch fein muß, möchte ich Sie einstweilen dar­auf vorbereiten. Mein Bräuttgam wünscht näm­lich, baß wir nach unserer Hockyeit dieses HauS bewohnen. Es gefällt ihm so gut, und soll zweck­entsprechend umgebaut und vergrößert werden. Die Arbetter müssen sobald als möglich begin­nen, denn gerade im Sommer wohnt es sich hier so wunderschön. Sie werden also begreifen, daß ich wichttge Gründe für mein Handeln habe und bei ruhiger Ueberlegung müssen Sie sich selbst sagen, daß ich nicht anders kann. Wir wissen ja, daß auch wir Ihnen Dank schulden, denn Sie haben durch Ihr entschlossenes Handeln meinem Bruder Eugen das Leben gerettet und wenn eS ginge, würden wir Sie. noch länger hier woh. nen lassen aber, wie gesagt es tut mir leid doch muß es sein."

Elfe wartete vergebens auf Antwort. Vio- letta preßte die Lippen zusammen, als wollte sie verhindern, daß ihnen ein Wort entschlüpfe. Sie hiÄt die Augen beharrlich gesenkt, denn sie fürch­tete, durch eine Setoegung den Kamps zu ver­raten, der in ihrem Innern tobte. Sie gab sich

Neueste Telegramme.

Berlin, 13. April. Nach der Dftertoertagung wird der Reichstag sich auch mit der Frage be­fassen, in welcher Weise die gewählte Verwetuirg der Nation dem bevorstehenden Ereignis der Vermählung des Deutschen Kronprinzen gerecht win'den will. Es ist das erste Mal seit der Wiederrr-richtung des Deutschen Kaiserreiches und des Deutschen Reichstages, daß ein deut­scher Kronprinz seine Hochzeit feiert.

Petersburg, 12. April. (Petersb. Tel.-Ag.) Der Kaiser empfing heute nachmittag in Zarskoje Selo den neuen Botschafter der Vereinigten Staaten v. Lengerke-Meyer in feierlicher Audienz hur Ueberreichung seines Beglanbigungsschrei- ibens. . Nachher wurde der Botschafter von der Kaiserin und der Kaiserin-Witwe empfangen.

London, 13. April.Daily Telegraph" läßt sich aus Schanghai unterm 11. d. M. melden, Linewitsch treffe Vorbereitungen, noch vor Beginn der Regenzeit eine Schlacht zwischen Kirin und Tschangchnn zu wagen.

London, 13. April. (W. B.) DemDaily Telegraph" wird an5 Kobe telegraphiert: Der russische Gesandte Lessar verlangte, einer Pekin- fler Meldung zufolge, von China die pachtweise Ueberlassung eines Hafens. China schlug aber das Ersuchen entschieden ab.

Tanger, 12. April. Die Uebernahme der Ge» schäftsleitung der hiesigen deutschen Gesandtschaft durch Graf Tattenbach erregt hier großes Auf­sehen. _ Man erblickt darin eine anti-französische Demonstration und nimmt an, diese Ernennung mache eine baldige Reise der Gesandtschaft nach Fez wahrscheinlich.

Tokio, 12. April. (Rertter.) Wie verlautet, nehmen die Russen in Wladiwostok mit sechs Unterseebooten, sämtlich im Auslände gebaut, Hebungen bor; darunter befinden sich Boote von französischem, englischem und amerikanischen Typ.

Deutsches Reich.

Berlin, 13. Aprll.

1Seine Majestät der Kaiser ist gestern Mittwoch abend an Bord derHohenzollern" von Korfu nach Messina in See gegangen. Bei der Abendtafel am Dienstag brachte König Georg von Griechenland in deutscher Sprache einen Trinkspruch aus, in dem er zunächst in feinem und in seines Hauses Namen für den freund­lichen Besuch dankte, der ihm hohe Freude be- reitet habe. Besonders dankte der König auch für die ihm gnädigst erteilte Ehre eines Admirals ü la Suite der kaiserlichen Marine, eines Ehren­amtes, dessen er stets bestrebt fein werde, würdig zu bleiben. Eine große Ehre und Freude fei de, griechischen Marine dadurch zuteil geworden, daß der Kaiser geruht habe, die Stelle eines Ehren- admiralS der griechischen Flotte huldvollst anzu­nehmen. Der griechischen Flotte werde dies ein Ansporn sein, stets etwas Tüchttges zu leisten. Der König schloß mit einigen Worten in griechi­scher Sprache, welche Glück- und Segenswünsche für den Kaiser enthielten.

Der Kaiser antwortete ebenfalls deutsch. Er sprach feinen herzlichsten und innigsten Dank für den freundlichen und glänzenden Empfang fettens der königlichen Familie und der Bevölkerung des von der Natur so reich gesegneten Eilandes aus.

und Schematismus frei gehalten, den auS dem praktischen Leben kommenden Anregungen müsse in vorderster Reihe Einfluß und Betätigungs­möglichkeit eingeräumt werden. Daher erscheine es angemessen, ttaß. der Staatsautorität zwar eine beratende Mitwirkung, nicht aber eine ent­scheidende, bestimmende und beschließende Stell­ung zuerkannt werde. Auf eine solche beratende Mitwirkung der Regierungsfaktoren kann in keinem Falle verzichtet werden, denn der Summe von Erfahrungen.und Kenntnissen, die in den RegierungsorganM der einzeln,m Länder ausge- speichert ist, kann auch die Welt-Agrar-Kammer nicht entraten.

Nun steht es ja außer Zweifel, daß ein solches groß angelegtes, und mit zahlreichen Ausgaben betrautes Institut bedeutende Mittel beanspruchen wird. Diese müßten, insoweit es sich um die in­ternationalen Arbeiten und die internationale Betätigung der Welt-Agrar-Kammer handelt, von den einzelnen Staaten oder auch durch Bei­trägeunterstützender Mitglieder" aufgebracht werden. Insoweit Glieder und Organisations- teile innerhalb der einzelnen Länder geschaffen werden, müßte es Sache der Landwirte und ihrer Organisationen sein, sie ihren eigenartigen 53er« hältnissen und Bedürfnissen anzupaffen und die Mittel hierfür zur Verfügung zu stellen. Da es gilt, zur Durchführung der einzelnen Telle des sehr umfassenden Programms die geeignet­sten und fähigfien Fachauforttäten aller Länder ?! gewinnen, wenn anders die LVelt-Agrar-Kam- mer wirklich eine führende und anregende Rolle in der modernen agrarischen Wirtschaftspolitik spielen soll, so kann garnicht daran, gedacht wer­den, daß nur den Landwirten die Leistung jener bedeutenden hierfür nötigen Beiträge auferlegt wird. Es handelt sich also darum, daß die ein­zelnen Staaten bezw. die Staatsoberhäupter dem vom König von Italien gegebenen hochherzigen Beispiele folgen, der schon für die Gründung der Welt-Agrar-Kammer. wie für später, einen sehr namhaften laufenden Jahresbeitrag aus feiner Privatschatulle in Aussicht gestellt haben soll. Da die Staaten für die Zwecke von Weltausst Hun­gen nach Millionen zählende Kredite immer ge­währt haben und ohne empfindliche Belastung der Steuerkrast des einzelnen Landes auch ge- währen konnten, so erscheint es wohl nicht un- billig, ja berechtigt, wenn für diesen Plan, der in der Tat sehr wesentliche Vorteile für den wichtigsten Produktionszweig aller Völker brin­gen kann, jeder Staat mindestens die gleichen Summen aufwendet. Zudem handelt es sich um eine möglichste Verbesserung der Produktions- Bedingungen und -Möglichkeiten über die ganze Erde, die, wenn sie zivar auch ganz ausgespro­chen und absichtlich in erster Linie den Produ­zenten zugute kommen soll, doch unmittelbar allen anderen Volksteilen, mithin der Gesamt­heit der Menschheit, Nutzen bringen kann. Da die Weltausstellungen sich mehr oder weniger überlebt haben, in ihrer Wichtigkeit allgemein nicht mehr die hohe Wertschätzung finden, wie vor 20 oder 30 Jahren, so könnten ja die durch den Wegfall dieser Institution verfügbar werdenden Summen hierfür eine sehr geeignete Verwendung finden.

, Erst sachlich eindringende, stete und ernste Ar­beit kann die geplante Welt-Agrar-Kammer zu einem wirklich nützlichen und wertvollen Jnstru-

i ja verschiedener Meinung sein können. ES wird i wohl hierüber in den einzelnen Staaten, die sich - an der neuen Institution zu beteiligen gedenken, I abweichende Meinung herrschen. Bei ihrer I Gründung dürfte es auf ein Kompromiß der sich geltend machenden verschiedenen Anschauungen hinauslaufen. Daß aber ein solches, alle sach­lichen Arbeiten leistendes iöureau ober ArbtitS-