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Erstes Blatt

89

Erscheint wöchentlich sieben atti.

Druck imb Verlag- Joh. Ang. Koch, UmversttätS-Buchdruckerei 40. Jahrg.

Marburg, Markt 2L Telephon ob. w

Marburg

Sonnabend, 8. Apiil 1905

Original-Roman von Irene do» Hellmuth.

'si..-UNg.z

Ich kann nicht, glaube mir doch endlich."

Ja, auch ihm war die letzte Hoffnung in nichts zerronnen. Der Onkel befaß augenscheinlich nicht die Mittel, ihm zu helfen. ES bäuchte ihm ent­setzlich, das; das Glück seines Lebens um des elenden Mammons willen zerschellen sollte, noch öuffetzlicher aber erschien es ihm, mit seiner Liebe rm .Herzen um eine andere werben zu müssen, verdammt zu sein, die Lüge mit sich herumzu­schleppen sein ganzes Leben lang. Das konnte man nicht von ihm verlangen, das nicht!

Aber wie sollte hier Abhilfe geschaffen wer­den?

Am anderen Morgen verlangte -Onkel Fritz die Fabrik zu sehen, und Eugen führte ihn selbst durch alle Räume. Der praktische 2!-?-rika.rcr hatte bald herausgefunden, was den, Betrieb mangelte: Ein größeres Kapital. Er sprach sich auch seinem Neffen gegenüber ganz offen dahin «us. Dieser seufzte einige male schwer.

-Ja," sagte er,aus dem-Geschäft wäre schon noch ettoa£ zu machen: und es ist mein größter daß ich weiß, wo ich den Hebel anzu- sehen hätte, und kann es doch ni' Mir sind die Hände gebunden, denn jede größere Ausgabe Verbietet sich von selbst."

Sag mal Eugen," begann Fritz Herl>art ge- bankenvoll,wie viel müßtest Du eigentlich in »as Geschäft hmeinstecken, tun es richtig in Fluß

geräumt, selbst wieder in Benützung zu nehmen; er müsse sich mit einem Zimmer begnügen; man sei eben sehr beschränkt mit dem Platze.

Er lächelte nur.

O, ich bitte sehr. Was soll ich einfacher Mann mit zwei Zimmern? Bin ich gar nicht ge­wöhnt. Ein Bett, ein Tisch und ein Stuhl, etwa noch ein Schrank, mehr braucht es nicht. Ich mache keinerlei Ansprüche. Sag' es nur, wenn Du nicht Platz für mich hast, liebe Adelheid, Du braucht Dich gar nicht zu genieren. Ich miete mir eine Wohnung irgendwo in der Nähe. Deshalb kan» ich ja auch nach Herzenslust bei meinen lieben Verwandten weilen: denn ich möchte schon bei Euch sein. Du schriebst mir ja auch so oft, daß Du Dich sehr nach mir sehnst, und daß Du mich so gerne hier hättest."

Er sprach das alles so obenhin, während daS Lackeln nicht von seinem Gesicht wich.

Frau Adelheid senkte den Kopf, weil der Bruoer sie so seltsam betrachtete. Merkwürdig rasch war allerdings ihre Sehnsucht verflogen ge­wesen, ja der Bruder begann ihr bereits lästig zu werden mit seinen guten Ratschlägen.

Er fand nämlich, daß in ihrem SSauvbalt man­ches besser und sparsamer eingerichtet werden könnte, daß Else nicht richtig erzogen sei, daß es ihr zum Beispiel nichts schaden würde, wenn sie sjch mehr in der Küche nützlich machte. Das zier­liche Mädchen mit den wohlgepflegten, seinen Händen sollte womöglich am Herde stehen uno kochen, sich die Finger rußig machenI Was der Onkel doch für komische Ansichten halte! Er hätte es schließlich am liebsten gesehen, wenn Else mit Scheuerlappen und Wassereimer hsrumhaa«

Zur Reichsfinünzresorm.

Der frühere badische Gesandte und Bundes- ratsbevollmächtigte in Berlin, jetzige Honorar­professor an der Universität Heidelberg, Wirkt. Geb. Rat Dr. Eugen v. Jagemann hat kürzlich einen im Kaufmännischen Verein in Karlsruhe gehaltenen Vortrag unter dem Titel: Zur Reichs­finanzreform, veröffenllicht (66 S. 1,60 M. rk. Karl Winter's Universitäts-Buchhandlung, Hei­delberg). Der Verfasser behandelt die wichtige, schon oft erörterte Frage von der staats- und ver­waltungsrechtlichen Seite, während die finanz­wissenschaftlichen und finanzpolitischen Fragen nur gelegentlich gestreist werden.

Die Reichsfinanzreform ist ein Problem, an dessen Lösung sich zuletzt noch der neue Reichs­schatzsekretär Frhr. v. Stengel mit seiner sog. kleinen Finanzreform versucht hat. Durch diese ist aber die bisherige Praxis der Ueberweisung von Zolleinnahmen des Reichs an die Einzel­staaten und von Matrikularbeiträgen der letzteren an das Reich nicht viel gemildert worden. Die Einzelstaaten, namentlich die kleineren, befinden sich gegenüber den stetig wachsenden finanziellen Ansprüchen des Reiches gegenüber in einer ge­radezu^ peinlichen Lage, was der preußffche ffi- nanzminister v. Rheinbaben noch letzthin bei der Verabschiedung des Rrichshaushaltsetats den Reichstagsabgeordneten in längeren Ausfi'ckrun- gen darlegte, freilich ohne etwas an der über­mäßigen Belastung der Änzelstaaten durch die Matrikularbeittäge, wie sie der Reichstag bei der Finanzierung des Etats wieder geschaffen hat, ändern zu können.

Wer wie ich, oft Veranlassung gehabt hat", führte der Minister aus,mit den Finanzmi­nistern der kleinen Staaten zu sprechen, der bekommt ein lebendiges Bild von der Not­lagedas ist nicht zuviel gesagt, in der sich die kleinen Staaten befinden, und ich muß sagen, der R e i ch s t a g hat sich die Deck- ungsfvage außerordentlich leicht gemacht: er hat zwar das Plus auf die Mattikularbeiträge überwiesen; aber wie sie di-c Bundes­staaten decken sollen, darüber hat er sich nicht den Kopf zerbrochen. Meine Herren, versetzen Sie sich mal in den Etat der kleineren Staaten. Die neue Ein- kommensteueraesetzgebung in Sachsen, Würt­temberg, in den kleinen thüringischen Staaten bat die Einkommensteuer noch viel weiter an- gespannt, als das bei uns in Preußen; der Fall ist. Während Preußens Einkommensteuer bei 900 Mark Jahreseinkommen beginnt, setzt sie in dm anderen Staaten schon viel tiefer ein, bei 500 Mark, selbst bei 400 Mark. Während wir mit einer 4prozentigen Steuer erst bei einem Einkommen von 100 000 Mark begin- nen, finden sie in anderen Einkommensteuer­gesetzgebungen diesen Satz von 4 Prozent be­reits bei einem Einkommen von 30 000 Mark und noch niedriger. Dazu kommt, daß diese kleineren Staaten meist keine großen Bettiebs- I Verwaltungen haben wie wir, und es wird I ihnen in der Tat einfach nur der Weg der An- I leihe bleiben, um die neuen Lasten eventuell I Ku decken, die ihnen auferlegt werden. Und I ich muß das namens der Verbündeten Re- I Gierungen aussprechen, wie ich glaube, daß I niemand bei Erlaß der Verfasstmg daran ge- I

t?T<fibrnd verboten.)

Ungleiche Brüder.

Verfasser steht grundsätzlich auf de.: Stand punkte, daß dem Reiche nur die indirekte» Steuern zukommen, den Gliedstaaten aber di» direkten Steuern erhalten werden müssen. Die Matrikularbeiträge aber seien nur als eine Art Notanker zu gebrauchen. Das Reich hat bisher gewissermaßen ein aussichtsloses Ringen um neue Einnahmequellen mit den Gliedstaaten ter» anstaltet. Herr b. Jagemann betont namentlich, daß bie Sanierung der schlechten Finanzwirtschaft des Reiches, gegen die er scharf zu Felde zieht, um so schwieriger werde, je länger man zögwe, sie energisch in Angriff zu nehmen. Eine Sa­nierung ist möglich, und der bisherige Behinde­rungsgrund ist nicht etwa in mangelnder Steuer­kraft des deutschen Volkes, sondern in den partei­politischen Zuständen zu suchen. Sehr originell vergleicht der Verfasser die Steuerkraft des deut­schen Volkes einer Flasche, die zwar vollständig gefüllt., aber so gut verkorkt ist, daß es bisher noch nicht gelungen fei. den richtigen Pfropfen­zieher zu finden. Die interessante Schrift ist dem Andenken des leider zu früh verstorbenen aus­gezeichneten badischen Finanzministers Adolf Bu­chenberger gewidmet. Wer stch mit der -irri­gen Frage der Reichsfinanzreform eingehender beschäftigen will, dem kann daS Studium der Broschüre nur empfohlen werden. Dfi .hemasige Stellung, des Verfasiers, der in die finantboliti- schen Beziehungen zwischen Reich und Gliedstaats die intimsten Einblicke hatte, macht seine Aus­führungen besonders wertvoll.s.

zu bringen, um es besser, gewinnbringender be­treiben zu können?"

Ach, Onkel, da wären wohl 50 000 Mark nötig. Man müßte vor allem ffets viel bares Geld zur Verfügung haben, um die Rohstoffe billiger einkaufen zu können. Auf diese Weise vermag man am ehesten der Konkurrenz die Spitze zu bieten. Wenn ich nur jemand wüßte, der mir die Summe aus ein Jahr gegen kleine Zinsen anüerfrauen würde, für später würde sich das Kapital sogar sehr gut verzinsen. Aber das sind ja alles Luft' ^lcsser."

Hm. ja freilich," meinte der Onkel lächelnd. Schade, daß ich nicht über die nötigen Mittel verfüge."

®u wirst doch nicht denken, daß ich daraus anspielte." rief Eugen fast erschrocken,das lag mir fern. Aber es tut wohl, feine Sorgen ein­mal jemand mitteileir zu können. Wenn matt gezwungen ist, sie immer für sich allein zu tra­gen, hat man ordentlich das Bedürfnis einmal mit einem teilnehmenden Menschen davon ,zu sprechen. Wem sollte ich mich auch anvertrauen? Der Vater ist zu alt, und schon zu lange dem Ge­schäfte fern, um mich ganz zu verstehen, wenn­gleich er der Einzige ist. mit dem sich reden ließe und Heinz hat selbst genug Sorgen: er hört kaum bin, wenn ich von meinen anfanae."

Sei mal aufrichtig, Eugen," sing der Onkri wieder an,Deine Angehörigen hatten sich große Hoffnungen auf mich gemacht. Ist es nicht so?" Eugen errötete über und über bei der uner­warteten Frage.

Ja, Onkel, das haben sie," antwortete ex aufrichtig.

Neueste Telegramme.

Berlin, 6. April. Kurz nach der Rückkehr des Kaisers soll, wie eine hiesige Korrespondenz be­richtet, Herr von Lucanus den erbetenen Abschied erhallen. An seine Stelle soll angeblich der bis­herige Vortragende Rat im Geh. Zivilkabinett, Geh. Oberregierungsrat von Valentini, treten.

Bertin, 7. April. Die Braut des Kronprin­zen, Herzogin Caecille, die Anfang Avril in Schwerin zurückerwartet wurde, wird noch einige Zeit in Cannes verbleiben. Das Hochzeitsge- schenk der Schweriner Damen für die künftige Kronprinzessin wird ans einem Oelgernälde mit einer Schweriner Schloßansicht bestehen, welches vom Professor Malchin in Ostorf bei Schwerin vusgefi'ihrt wird.

Rom, 6. April. Die Kammer nahm in gehei­mer Abstimmung mit 213 gegen 46 Stimmen «en deutsch-italienischen Handelsverttag an.

Venedig, 7. April. Die Marineverwaltung plant für die Adria ein besonderes Geschwader, bestehend aus fünf Panzerkreuzern von geringem Tiefgänge und großer Geschwindigkeit. Zwei von den Kreuzern sollen in Venedig, die übrigen in Castellamare gebaut werden.

Madrid, 6. April. Das Staaisministerium sprach sich günstig für die Schaffung von Frei­hafen auf den Kanarischen Inseln au5.

Petersburg, 7. April. DerMowo" meldet: Am 4. April wurde in den höheren Verwaltungs- Preisen über die Schiffsbausrage beraten. Es sollen 250 Millionen Rubel zur Anschaffung neuer Kriegsstotten ausgeworfen werden

Konstant,nopel, 7. April. Ein an den Groß- hezier ergangenes Jrade des Sultans befiehlt die Unterzeichnung der Kontrakte mit Krupp me­ßen der Lieferung von Geschützen. Die Bestellung 'st, hierdurch eine ent>giftige geworden: sie um­faßt 63 Feldbatterien, 23 Haubitzen, 23 Bezirks- batterien und 3 Batterien zu 15 Zentimeter. Die Ablieferung erfolgt nach und nach innerhalb 2 Jahren.

Newhork, 6. April. Die hiesigen Blätter mä­hen, daß an verschiedenen Stellen der Eisenbahn, hie der Ertrazng des Präsidenten Roosevelt ta­fferen mußte, auf den Geleisen Dynamit gefim- den wurde.

Newyork, 6. April. Eine Konferenz der Ver­treter aller deutschen Vereinigungen beschloß ein­stimmig. ein Schillerdenkmal zu errichten.

Kalkutta, 6. April. Die Opfer bei dem letzten Erdbeben in Lahore werden auf 50 bis 100 Per­sonen geschützt. Europäer befinden sich nicht barunter. Die Zahl der Vermißten und ebenso auch die Zerstörung des Eigentums sollen, ob- gleich fast kein Haus vor Beschädigung bewahrt worden ist, nicht so groß sein als anfangs be­fürchtet. wurde.

Tokio, 6. April. Man erwartet, daß die Hälstc der inneren Anleihe berc Fremden zu- erfannt wird, deren Angebote über den Ernis- sionspreis hinausgehen. Die Schatzverwaltung plant eine fünfte innere Anleihe von hundert Millionen Jen im Mai, unter ähnlichen Be­dingungen luie bei der vierten.

Ah, ich dachte es mir."

Besonders Heinz, weißt Du, er steckt in der Klemme."

Du willst doch damit nicht sagen, daß er wieder Schulden gemacht hat?"

Eugen nickte.

Der Schlingel, der Leichffinnige?" zürnte her Onkel. Die Frau Mama entschuldigt wo- möglich noch das Benehmen ihres Lieblings, wie?"

Mama ist blind und taub gegen meines Bruders. Fehler. Sie läßt sich besteche-' durch seine glanzende Außenseite, durch sein einschmei­chelndes Wesen."

DaS bekam ich gestern schon heraus, toi: ich auch sofort bemerkte, daß Hffnz gerade das Gegenteil von dir ist. Zwei Brüder, die sich so wenig gleichen, habe ich noch nie getroffen."

Beim Mittagessen wunderte sich Onkel Fritz doch sehr, als nach dem ersten Fleischgericht gleich der Nachtisch, gereicht wurde.DiesesMenu" hätte nach seiner Ansicht wahrlich keiner vorher­gehenden Besprechung bedurft. Er bemerkte sehr wobl oas veränderte Benehmen seiner Schwester. Auch Heinz und Else geraten sich bei weitem nicht mehr so liebenswürdig wie gestern beim Empfang, der ihn beinahe gerührt hätte. Nur Eugen blieb unverändert freundlich. Er schien kaum zu be- merken, daß sich die Andern so wortkarg zeigten.

Frau Adelheid hätte jetzt auch nichts mehr dagegen gehabt, wenn de>-teure Bruder", nach dem sie sichiabrriang geföhnt", im Hotel ge- wohnt, hätte. Schon am zweiten Tage machte sie ihm die Eröffnung, daß sic leider gezwungen sei, böl eine her beiden Zimmer, die man ihm ein-

dacht hat, den Begriff der Matriku­larbeiträge so weit zu fassen, daß die Bundesstaaten nur im Wege der Aufnahme I von Anleihen imstande sein sollen, die laufen­den Ausgaben des Reiches zu decken. Es han­delt sich hier um Ausgaben des Reichs, und wenn das Reich die eigenen Dellungs- wittel nicht beschafft, dann, meine iYi, wäre es näherliegend, daß das Reich die Anleihe atijnahiu, nicht aber, daß das Reich die Ein- zelstaaten zwingt, ihrerseits Anleihen für Reichszwecke aufzunehmen."

Mit Recht wefft auch v. Jagemann darauf hin, daß infolge dieser mißlichen Verhältnisse die Einzelstaaten über das Maß ihrer nächstliegenden Kräfte angespannt und in ihrer Aktionsfähigkeit für Kulturaufgaben behindert tverden. Sie sind ferner beschränkt in der Ausdehnung ihrer Stenern auf bisher nickt benutzte Gebiete, da man nicht weiß, welcke Ricktung eine etwaige Refornr der Reichsstenern einscklagen wird und demgemäß damit rechnen muß, sich vergeb­liche Mühe und Arbeit mit der Schaffung r .".ter Einnahmequellen gemacht zu f)~ben. Außer der Ueberspattnung, der Unsicherheit und möglicher­weise dem Rückgang der einzelstaatlichen Finan- zen ergeben sich mich noch andere Sckäb^n. die politischer Natur sind und sich in sehr bedenk- sicher Weise auswachsen konnten. Auch darauf hat Minister von Rhcinbaben hingewiesen, in- de n er sagte:

Versetzen Sie sich in die Sage der Bun­desstaaten, namentlich der mittleren und klei­neren! Sprechen Si mit den dortigen Ver­

antwortlichen Leuten, und dann beantworten I ITmfrfimt

Sie mir die Frage selbst: wo he. soll die I UliHUHlu.

Freudigkeit zu m Reich kommen, I Die Monarchenbesttznnng in RtNtztl. FMn'lJ11 .hic I Wie schon gestern gemeldet tonr.e, reifte

kleineren Staaten gestellt werden? Ich meine, I

darin sollten Sie dock alle, Reickstag wie Ver- m^?^ar Emanuel um 7 Nhr Morgens von bimbete Regierungen, einig sein in dem Wunsch I ?.co . ^um be8

die Freudigkeit zum gleich zu heben und I Königs bot bie Stadt em belebtes 'si*. Der gu ft arten, unb besw.oen meine ich, sollten I König verließ mit den Ministern T'ttoni und wir alle Maßnahmen imterlaffen, '.ie dieser I Mirabeklo i>en Zug und bestieg nach der Be- Entwicklung enweaenzuarbeiten, ja geradezu I orüßung durch den Bürgermeister m't den eine schwere Mißstimmung gegen das I Ministern den Wagen, der ihn nach dem Arfenal Reich hervorzurufen geeignet sind. Darum, I brachte. Dort nahm her König mit den beiden meine Herren, schließe ich mit der Bitte, daß I Ministern, dem Präfekten unb dem Birger- es- wenn auch nicht jetzt, so doch in enter fünf- I meister im Boot Platz, das ihn zurHohen- tigen Tagung, gelingen möge, diese Last der JoHetn> brachte, wo er um 12 Uhr eintraf. Bunbesstaaten dauer s von ihnen zu nehmen, I '

daß es gelingen möge, die jetzt nur gestundeten hiÄ, SJX?

Matrikularbeiträae tatsächlich dauernd von I . n9fbe$ Adlerordens, der Kaiser,

ihren Schultern zu nehmen, daß Sie auf diese «hmnaltomform mit b-m B-mb beS Weise den Bundes"aaten wieder die I Anmmzmtenordens, erwartete ben König am Möglichkeiten geben, mit freierem Blick an die I Fallreep, umgeben von den Herren des Gefolges. Befriedigung der eigenen großen Auf» I Die Begrüßung der Monarchen trug einen gaben heranzugehen, die in allen Bundes- I Überaus herzlichen Charakter, ebenso begrüßten staaten gebieterisch ihre Erledigung erheischen, I die Monarchen die gegenseitigen Gefolge auf und ich knüpfe daran die fernere Bitte, daß j da« freundschaftlichste. Die Ehrenwache der der Reichstag sich doch immer mehr der Er- Matrosen präsentierte, die Kapelle derHohen-

möge, I zollern" spielte den Marcia reale. Der Kaiser toerben fottn" w I unb bet König schritten die Front ab, und ver-

enblich einen We^zufin^n^^'eilten bann in Unterhaltung auf DeL Hierauf wie den Bedürfnissen des Reichs, so auch den I fo"buf ber »Hohen^llern eine Frühstucks- Lebensinteressen der Bundesstaaten einiger- I täfel statt, wobei die Kipelle konzertierte: der maßen gerecht zu werden vermag." I Kaiser saß links neben dem König.

In der Jagemannschen Broschüre die, ne- I An dem Frühstück auf derHohenzollern"

benbei gesagt, in keinem Zusammenhang mit der I nahmen u. a. noch teil die Minister Ttttoni, angeführten Ministerrede steht sind neu zu I Mirabello, der deutsche Botschafter Graf Monts

erschließende Einnahmegt'ellen angegeben. Der I und Graf Eulenburg. Bei dem Dessert stießen

Vierteljährlicher Bezugspreis, bet bei Expedition 2 ML, U bei allen Postämtern 2,25 Mk. xe$cL Bestellgeld).

*'=* Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 16 Pfg.

Reclcimen: die Zeile 25 Pfg.

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