«annLaaS-eilager Alluttrirtes
Petersburg, 8. April. Der Kriegsrat, ivel :er sich mit der Uebergabe von Port Arthur befaßt, seht seine Beratungen täglich fort. Es bestätige M>. daß sich sehr belastendes Material gegen die Anordnungen des AdmirialS Aleresew ergeben hat. '
5. April. Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch arbeitet täglich mehr als 12 Stunden an der Abfassung seines ihm vom Zaren auf. gegebenen Berichtes über die militärische Lage in Ostasien. Die Abreise des Großfürsten nach dem Kriegsschauplätze ist immer noch grundsätzlich be- schlossen.
Petersburg, F. April. AuS autoritativer Luelle verlautet, daß alle Frie nsgerüchte grundlos seien. Richtig sei nur, daß mehrere neutrale Mächte seit etwa 3 Wochen den Versuch machen, die beiden krieg führen den Mächte mit einander in Verhandlungen zu bringen.
Marburg
Freitag, 7. April 1905
De? russisch-japanische Krieg.
lieber die Lage kn bet M dfchurr!
totrö aus Gundschusin, dem russis en .Haupt- ' quartier, berichtet: Hier ist alles ruhig. Die von allen Seiten einlaufenden Nachrichten besagen, daß die Japaner eine ununterbrochene flrweaung nach dem Nordposten ausführen. Im Süden gegenüber der Front, befinden sich f parische Kavallerieabteilungen, die jedoch keineswegs ernst zu nehmen sind. Kundschafter erzählen, daß Trelmg mrt Dalnv bereits durch Eisenbahn ver-
, Neueste Telegramme.
t Berlin, 5. April. Die Blätter melden, daß der Kaiser die Witwenpenfirn des verstorbenen Ministers von Hammerstein verdoppelt hat. Freiherr von Hammerstein besaß kein Ver- mögen; er ist arm gestorben. Die Pension 'seiner Witwe würde nur ungefähr Mk. 3000 i betragen.
Hamburg, 6: April. Am 20. April wird der Postdampser „ßulu Bohlen' der Woermann» Linie mit einem neuen Truppentransport nach Südwestafrika abgehen. Der Transport besteht diesmal aus 30 Offizieren, 13 Portepee-Unteroffizieren, 329 Mann und 435 Pferden.
Wien, 5. April. Die Niederschlagung de- Prozesses wegen der Innsbrucker Unruhen begrifft nicht nur die italienischen, sondern auch die deutschen Studenten. Die Untersuchung ; gegen 80 Deutsche wurde eingestellt.
i, Neapel, 5. April. Kaiser Wilhelm verlieh gn einem an Generaldirektor Ballin in Hamburg gerichteten Telegramm seiner Anerkennung über den Dienst und die Einrichtung des Post- dampferS „Hamburg" Ausdruck. Der Kaiser sagt in diesem Telegramm: Die Führung de» Schiffes, der Schiffsbetrieb und die Haltung der gesamten Besatzung erbrachten den Beweis, daß eine solche Fürsorge für die Reisenden kaum übertroffen werden kann.
PartS, 6. April. Der König von Eng- land passiert heute Abend 7 Uhr Paris auf der Durchreise nach Marseille, wo ihn die Königin erwartet. Wie nunmehr feststeht, wird Präsident Loubet sich nach dem Lyoner Bahnhof be- geben, um den König von England während dssflen halbstündigem Aufenthalt zu begrüßen.
London, 6. April. Laut Zeitungsmeldungen aus Lahore ist da« Erdbeben da» schrecklichste Indien seit Menschengedenken. Die Städte Amritsar, Jullundur, Ferozepore, Multai und Rawalpindi sind schwer betroffen. Große Verluste an Menschenleben und andere Schäden werden aus Kaschmir, Dalhoufie, Pakala und Maler-Kotla gemeldet. Auch au» anderen Orten treffen UnglückSbotschasten ein. Der ganze Umfang des Unglücks ist wegen der Störungen m den Telegraphenlinien noch nicht zu übersehen.
Warschau, 5. April. (Petersburger Telegr.» .Agentur.) Gestern und heute Nacht wurden 77 Personen in den Vorstädten verhaftet. Bei -ihnen wurden viele Aufrufe und Revolver gefunden.
Deutsches Reich.
Berlin, 6. April.
/— Seine Majestät der Kaiser ist gestern Mittwoch Vormittag, wie schon telegraphisch gemeldet, in Neapel angekommen, woselbst am heutigen Tage die Begegnung mit dem König von Italien stattfinden wird. lieber die Ankunft in Neapel, wird berichtet: In den Uferstraßen hotte sich in Erwartung der Ankunst des Deutschen Kaisers eine große Menschenmenge angesammelt. Eine Abordnung der deutschen Kolonie war dem Kaiser auf einem Dampfer entgegengefahren, als um 9V-> Uhr der Semaphor auf Ischia die „Hamburg" signalisierte. Bald darauf
Varsynt-uistrisches.
BleWte«.
Berlin, 5. April.
Der Reichstag konnte hen<» s-inen in
einer außerordentlich kurzen S'hnng erlediaen. Rach hebottelofer Erledigung von Rechmmgsiachen stand der Entwurf einer Maß» und Kewichtsordnuna zur ersten Lesung. Di« Vorlage schafft ein einheitliches deutsches Recht auf dem Gebiete der Maß. und ®e- wichtsordnuna. Sie siebt eine alljährliche Racheichung
hast recht, ein totes Kapital ist so ein Ring, und bringt den Besitzer noch obendrein in den falschen Verdacht der Wohlhabenheit."--
Als der Gast des Hauses mit den beiden jungen Männern weggeg. .gen war. kam Frau Mertens , zur großen Ueberraschung -d ■ Köchin nochmals in die Küche.
„Marie," rief sie kur end, wie sie immer sprach, wenn sie schr aufgeregt war, „den Fisch und die Hammelkeule können Sie morgen weg-
„Ja, und — was sollen wir "dafür nehmen, gnädige Frau? Etwa Rehrüchen?"
„Nein — nichts weiter!"
„Dann blieben nur Lendenschnisten?" machte die Köchin verwundert.
„Ganz recht, das genügt. Mein Bruder ist einfach bürgerlich zu speisen gewohnt, und will diese schöne Sitte auch hier beibehalten."
„Allerdings einfach," murmelte Mari» als die Gnädige gegangen war. „Ich möchte nur wissen, was ihr wieder in die Krone gefahren ist."---
Die beiden Brüder waren wie immer, so auch jetzt wieder ganz verschiedener Meinung. Während Eugen den Onkel für einen prächtigen, gemütlichen Menschen erklärte, begann Heinz schon am ersten Tage zu schimpfen über den „Philister", den „alten Geizhals und Spießbürger", dem man nichts recht machen Jonne. Der junge Leutnant batte zu Ehren der Ankunft des „lieben" Onkels eine Flasche Sekt in Vorschlag gebracht, worüber derselbe ganz entsetzt getan hatte, und es als die größte Verschwendung bezeichnete, solch „teures
her, doch ein Ton unterbrach die kleine Pause, die der Sprecher eintreten ließ, eher er ruhig, fast beiter forstuhr:
„Glücklicherweise kann ich nie in die Lage kommen, für andere Schulden bezahlen zu müssen; denn ich habe dazu kein Geld. Ich habe nur eben, was ich für mich 'zum Leben brauche, — — mehr nicht!"
Frau Mertens schien vollständig die Fassung verloren zu haben. Um Fritz Hebarts Lippen spielte ein feines Lächeln, doch nur sekundenlang.
„Man könnte meinen. Du seiest sehr reich," begann Frau Adelheid endlich mit unsicherer Stimme.
, -,O" — macht er sehr erstaunt, „was bringt Dich auf solche Gedanken?"
„Der Stein an Deinem Finger zum Beispiel. Er repräsentiert allein ein kleines Vermögen Und außerdem — Du siehst wirklich elegant aus," bemerkte sie mit einem Versuche zu scherzen, was aber mißlang.
„Ach, man kaust sich solche echte Steine in einer bestimmten Absicht. Ein praktischer Freund riet mir dazu. Weißt Du, sagte er, man kann niemals wissen, ob man nicht einmal in Not gerät, und dann hat man gleich etwas Wertvolles zum Versetzen oder zum Verkaufen. Mir leuchtete das ein. So kaufte ich den Ring, den ich um die Hülste seines reellen Wertes bekam."
Er lachte jetzt laut und belustigt auf.
„ »Es ist aber ein Kapital, das keine Zinsen tragt," tvarf Herr Mertens ein.
„Man merkt Dir sogleich den vraktischen Kaufmann an," sagte Onkel Fritz leichthin. „Du i
00 'Raddruck verboten.)
Ungleiche Brüder.
Original-Roman von Irene von Hellmuth.
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„Nun, Adelheid, ich denke, das wäre noch nicht das Schlimmste, was man von Dir verlangen konnte, zumal Ihr wirklich sparen müßt, wie mir Dem Gatte sagte," begütigte der Bruder.
„Heinz würde mir niemals dergleichen zu- muten, er ist stets galant, und weiß, was sich ziemt, gab Frau Adelheid spitz zurück.
„Der Herr Heinz scheint mir ein etwas loderer Vogel zu sein. Was hörte ich da von ihm. Dem Mann macht sich schwere Sorgen seinetwegen. Der Junge hat ihm bitteres Leid zugefugt. Schulden auf den Namen des Vaters entschuldige ich nie, — nie*
Ware ich an der Stelle Deines Mannes
« !dL ,6atte den Sobn feinem Schicksal überlassen hätte die Schulden nicht bezahlt, — nein, wirklich nicht! In dieser Beziehung bin aperer Ansicht. Hat der junge Herr sich leichtsinniger Weise etwas eingebrockt, so mag er es auch ausessen, mag er sehen, wie er sich aus feiner selbstgeschaffenen Lage befreit. Er könnte meinetwegen Steinklopser werden! Mich würde vas nicht rühren!"
Der Onkel hatte sehr heftig gesprochen. Jetzt flog em rascher, prüfender Blick hinüber zu der Schwester. Sie merkte eS nicht. Sie hatte die Hand schwer auf den Tisch gestützt, ihre Lippen Mckten, und die Augen irrten unruhig hin und
erschien das prächtige Schiff und passierte die Reihe der italienischen Kriegsschiffe, die Salut abgaben. Die Mannschaften sämtlicher Schifft begrüßten den Kaiser, während die Musikkapelle,! „Heil Dir im Siegerkranz" spielten. Die Mann schäften der „Hohenzollern" und „Hertha" brach, ten ein, dreifaches Hurra aus. Um 10y2 Uhl legte die „Hamburg", umgeben von dicht mit Zuschauern besetzten Booten, an der Mole San Vinzento an. Alle öffentlichen und viele private Gebäude haben in deutschen und italienischen Farben geflaggt. Die Blätter bringen Be- grüßungsartikel. Um 11 Ufir meldeten sich an Bord der „Hamburg" beim Kaiser der Botschafter Graf Monts, der Mlitärattachee Major v. Che- lius und die anderen Herren der deutschen Bot- schast in Rom, ferner der Generalkonsul von Re- kowski und die Spitzen der italienischen Behörden. Bald darauf kam Prinz Adalbert von der „Hertha" an Bord der „Hamburg" und meldete sich zunächst dienstlich beim Kaiser, der dann seinen Sobn herzlich willkommen ^ieß. Die Frühstückstafel fand noch an Bord der „Ham- bürg" statt, zu der Prinz Adalbert, der Botschafter Graf MontS, Oberstleutnant v. Efielius und der Adjutant des Prinzen, v. Schimmelmann. g«. laden waren. Nach derselben lurn 2 Ufir) siedelte der Kaiser auf die „Hofienzollern" über, welch« unter dem Salut der Kriegsschiffe die Kaifer- standarte fitfite: an Stelle des Motors v. Frfede- burg hat General v. Mostke dm Ad'i'wntondienst übernommen. Der Aufenthalt hier ist bis zum 7. d. M vorgesehen.
— Die Budaetkommtssion des Afigeord« netenhauf es beriet d» S e kn n d ä rfi a h n- Vorlage, bewtlljote 15 575000 M^k für He Beschaffung von Befriebsmittsin und oenefimigte ferner die für Westvreufien. ^stureufien, Pommern, Posen. Schlesien und Brondei'fiuro oefor- derfen 12 Linien. In der NachnistW^ssivunq wurden die für Tfisirinoen. Hannover. .Reffen« Nafsau. Westfalen und fite «ftfinfnhrohtnr geforderten Bafinsint°n. sowie die für d-m von Kleinbaßnen v-rlanoten 5 000 000 . h-mtlliat.
— Die Verwendung der Funk nfele- gravfiieim deutschen A e e r e mn*f weitere Fortschritte. Man beo^^'^>ttot nämlich, jetzt eine Anzahl Festungen mit Stationen auszu- rüsten. Zwei Profiestationen gelangten bereist zur Afisieferung.
— Dos neu a?K'sd->fe freiwillige Auto- mobilkorvs hält i-' den nächsten ^ggen seine erste Uebunasfafirt afi. die von Berlin noch Mona gebt und am 13. mit etn-m Parade vor dem kommandierenden General d-s 9 Armeekorps. Generalleutnant v. Nock und WnTr>A. rnbet. Die Parade findet auf dem artf”— Astanaer Exerzierplatz« statt. Prinz .«Mnridfi 'mn Preußen wird dem kommandierenden General daß freiwillig» Korps, dellen Chef er ist. Person h parfüfiren.
Zeug" zu trinken. Er könne Sekt nicht riechen, sagte er, und trinke ihn nur, wenn er müsse. Sonst fei Bier auch recht gesund, und vor allem sei es billiger.
Heinz betonte wiederholt, er werde nie mehr mit dem alten Moralprediger ausgehen, das wäre ihm viel zu langweilig. Nicht 'mal anpum- Pen könne man den alten Dachs, den Lamentier- bruder, dem er am liebsten selbst einen Groschen geschenkt batte.
„Diese Hoffnungen hätten sich also 'mal wieder gründlich zerschlagen," sagte .r ärgerlich zu Eugen. „Da hat uns Mama einen schönen Kohl Weisgemacht von dem Reichtum des Onkels. ES ist ja alles Essig. Nun weiß ich wirklich nicht, was werden soll. Wenn man aber auch fo ein verdammtes Pech hat, wie wir — alles schlägt zu unserem Schaden ans. Die Wucherer warten nun einfach nicht mehr langer."
Eugen war ganz entsetzt.
„Um Gotteswillen, so herzlos könntest D« fein? Dem armen Vater diesen neuen Kummer zufügen? Nein, Heinz, — es ist nicht Dein Ernst, sage, daß es nicht Dein Ernst ist!"
„So zeige mir gefälligst einen andern Weg, wie ich mir aus der Klemme helfe. Du erklärst einfach, es geht nicht. Aber zum Kuckuck, heraus muß ich doch! In Deiner Hand aTHn siegt eS nun. Du hast ja ebenso wie ich auf die Hilfe des Onkels gerechnet, ich weiß es! Das ist nun dahin. Also folge meinem Rar. heirate Milly Dankelmann und rette mich und Dich'"
Engen schüttelte den Kovf.
(Fortsetzung folgt.).
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Äug. Koch, UmverstfätS-Buchdruckerei 40. Ajdffftt.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
bunden ist, und von Mukden ab hat m;.n soeben mit, hem Bahnbau nach Sinmintin begor en. Die Linie Inkan-Sinmitin ist von den Japanern gepachtet worden. Im russischen Hauptquartier ist man der Meinung, daß die jetzigen Overatio- nen der Japaner auf Wladiwostok nur demonstrativer Natur fein werden, tatsächlich aber ist Kirin das nächste °ier der Japaner. Vorläufig entschließen sich die Japaner noch nicht, in der Mongolei eine nach onfien hin fiemerf 'rc Tätigkeit zu entwickeln, verfolgen aber alle mon-^'.-üen Würdenträger, die eine Verletzung der Neutrali- tät durch die Javaner zu Verbindern lachen. In Knanttchengs und Kirin, sowie in Cfiarbin werden sehr tagtäglich japanische Profloma lonrn itt Massen Verbreitet und dos fievorstefiende Einrücken , der,Jour-?r in Efiarbin anaeknndigt. Zahlreiche Einwohner EfiorbinS, vor allem aber eurovollche F--au«n, verfallen llfigst die Stadt.
Tokio, 5. Avril. Ein Teil der japanischen Besatzung von Tschantschun vertrieb die Russen, die ,
Tsuluchu, 2 Meilen nördlich von Tschantschun. I Umschau,
und Sunnentfcheng, 9 Meilen westlich von Tsn- I —______ I. . .
M^u, besetzt hielten. Beide Orte wurden am I Iktltk ott BfVfaticiltf feil Montag besetzt. Nachdem die Japaner dann ten I jtlitttl
Kind aus .der Nachbarschaft von Snmiaotso, 6 äußerte sich Feldmarschall Graf Haefeler in einem Merlen südöstlich von Tfuluschu, vertrieben hat- I am letzten Samstag in der Zeitschrift „Der Warnen sie Drenstag Mittag in die Nabe von Deutsche" erschienenen Aufsatz, der die „Berg-
die sich nach Norden .er Eflenbafin entlang zu- I „?.enJv0^,8 V? Utt? beachtens-
rückzogen und schließlich zersprengt wurden. I ^8 dre Pergaesehe eben der Kom-
Petersburq, 5. Avril. General Lenewitsch I mlssionSberatuna unterlregen. und als ferner
telegraphiert dem Krieasrninister: Aus Muk! en ist I der Feldmarschall bekanntlich Mitglied deS preußi-
der Vertreter des russischen Roten Kr zes Gouch- I lchen Herrenhauses ist. Graf Haefeler schreibt: kost mit neun barmherzige.! Schwestern, 26 hoben I „Die Bevölkerung deS RuhrgrbieteS steht mir ärztlichen Beamten und 65 Krankenpflegern im I besonders nahe, denn auS ihr rekrutiert sich
Hauptguartier einaetrollen. Sie wurden von den I größtenteils da? 16. Armeekorps. An Umsturz
Japanern unseren Kosaken entgegengesandt denken diese Leute nicht. Sie find durch und Gouchko f berichtete m!r von Tschifu seren 200 durch künigstreu. DaS ist kein blinde« Der-
ÄS X"; '±S.77.rtkut)??”’i5W'< "tf- land gesandt worden. Gouchkoff erstatte mir
ferner Meldung, daß er General Gannenfeld, 36 I ^dlenten oeS PuhrgebzeteS find tüchtige ehr- Offiziere, einen Arzt und 1649 Soldaten in Abende Soldaten. W,r können uns imKriegs- Mukden verwundet zurückgelasten habe. Bei der I fall fest auf sie verlasfen. Im vorigen Sommer Räumung Mukdens ließen wir in den Spitälern I batte der Verein der 131 et in Witten an der des Roten Krenzes 460 unserer Soldaten krank I Ruhr, mich zu seiner Fahnenweihe eingeladen, oder verwundet zurück, außerdem 406 Japaner, I die mit einem „KorpSappell" verbunden war. die ebenfalls krank oder verwundet waren. Un- I Etwa 10000 Gediente deS 16. Armeekorps fere anderen Verwundeten, General Gannen'lld. I standen in Parade unter der Leitung eines ihrer 36 Offiziere und 1189 Soldaten kamen :r Genossen. Die Haltung war musterhaft; alle Räumung von Mukden m dre torfigen Sprtaler. waren Soldaten geblieben; ich schied mit dem Die tm Felde Verwundeten wurden durch unsere I rj.,. mntorrrt„i. .«
Krankenpfleger und durch Javaner dorthin qe-
bracht. Gouchkoff berichtet, daß die Japaner un- «"d mit eS so bleibe, muß der Staat Schuh-
fere Verwundeten, die Aerzte und Kranken- I °e e^e blkse Arbeiter schaffen.
schwestern gut behandelten und dieselben weder beleidigten noch belästigten.
Petersburg, 5. Avr'. Entgegen den Meldungen ausländischer fPTnHer kann festaestellt werden, daß sowohl die Mobisisierung als auch die Trup- penttansporte ihren unausaesetz!m Fortgang nehmen. Größere, Afiteilnnaen kaukasischer Tr P- Pen sind bereits in Ebarbin angelangt.
Verschiedene Nachrichten.
London, 5. April. Die Blätter melden aus Eolombo von heute: Der hier eingettofsene Dampfer „Marmora" berichtete, gestern Morgen 36 Mellen, südöstlich von Cevlon drei große Schiffe, anscheinend Kttegsschifle, gesehen zu haben. die langsam mit nordöstlicher! Kurse fuhren.
i Vierteljährlicher Bezugspreis, der oer ErkÄition 2 Mk.,
TM* OQ be» allm Postämtern 2,25 Mk. Bestellgeld).
| *'*=* 00 Jnsertlonsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.
! Neckamm: die Zeile 85 Pfg.