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zu liegt, vielleicht will er
wohnen, — wer kann
zu
Luxus gewöhnt.
an
vo« Hellmuth.
Tu das?'
ein Husaren- und em Bayern wahrscheinlich doch ift darüber noch Somit werden die
in den letzten fast ununter- eines Abends
Armee. Sachsen beabsichtigt Ulanen-Regiment zu errichten, ein CheveauxlegerS-Regiment, keine Bestimmung getroffen.
doch so dringend nötig gewesen.
Und Fritz Herbart, von dem Tagen in der Familie Mertens Krochen die Rede gewesen, traf
.Jäger zu Pferde' für Preußen dauernd als Waffengattung eingeführt.
wird man ihnen wohl nach zwei Jahren bewilligen. Eins aber steht fest: die Stunde wird kommen, da Habsburg mit dem Säbel in der Faust sich seine Rechte in Ungarn neu erkämpfen muß, und dann wird, kann und muß dieser Säbel kein anderer als ein deutscher sein.
das nach dem Garten auch nach der Straße das sagen?"
„Jedenfalls ist er „Woraus schließest
vergangen. Im Tages große Auf- nämlich ein Stele-
Der russisch-japanische Krieg.
Petersburg, 3. April. Privatnachrichten Moskauer und hiesiger Blätter melden die völlige Desorganisation und Demoralisation der Eisen- bahnbeamten, Polizisten und Armeelieferanten beim russischen Heere auf dem Kriegsschauplatz. Diebstahl und Raub seien an der Tagesordnung.
London, 3. April. Der häufig aus diplomatischen Quellen schöpfende Daily Graphic erfährt, alle Meldungen über angeblich formelle vorbereitende Schritte zur Einleitung vonFriedenL- verhandlungen feien verfrüht; allerdings seien in den letzten Wochen zwischen einigen Regierungen Mitteilungen mit Bezug auf solche Schritte ausgetauscht worden, und namentlich in Washington habe man sich für deren Förderung interessiert, jedoch sei keinerlei positives Ergebnis erzielt worden. Zu demselben Gegenstände wird der Morning Post auS Washington telegraphiert, Präsident Roosevelt habe beide kriegführenden Mächte vergeblich im Hinblick auf Friedensunterhandlungen sondiert. Seine Abreise nach Texas, wo er während eines auf zwei Monate berechneten Jagdausfluge» tagelang außerhalb des Telegraphen-BereicheS sein werde, sei das sichere Zeichen dafür, daß er alle Hoffnungen auf einen Erfolg seiner Bemühungen aufgegeben habe.
Petersburg, 3. April. Kontreadmiral Uchtomski, der sich jetzt in Petersburg aufhält, hofft, wie er einem Redakteur deS „Ruß" erklärte, der Oeffentlichkeit den Beweis zu liefern, daß er an der unglücklichen Seeschlacht und der Rückkehr der Flotte nach Port Arthur unschuldig sei. Er erklärte: „Ich habe jene Schlacht nicht für verloren gehalten und wollte nach Wladiwostok durchbrechen, doch wurden meine Signale falsch verstanden. Daß unsere Flotte nicht früher ausgelaufen war, dafür liegen schwerwiegende Gründe vor, die ich noch nicht nennen kann."
Die Marburger Kreisbahn.
8 Marburg, 4. April.
Mit dem heutigen Tage wird die vom Kreise Marburg erbaute Bahn in den EbSdorfer Grund, wenigstens vorläufig bis nach Ebsdorf, dem Betriebe übergeben. Für den ganzen gesegneten EbSdorfer Grund und seine Bewohnerschaft ist deshalb der heutige Tag von großer Bedeutung, denn daß sich von jetzt ab mancherlei Veränderungen im dortigen VerkehrSleben ergeben, ift wohl sicher. Es hat schon mancher rüstige Fußgänger den EbSdorfer Grund und die angrenzenden Berggelände durchstreift, wohl auch gelegentlich einer Wagenfahrt im Fluge die wohlhabenden Dörfer und ihre biederen Bewohner betrachtet, recht Bielen ift aber die Gegend da hinten, die uns so nahe liegt und doch so schwer zu erreichen war, nur vom Hörensagen bekannt oder sie haben sie sich nur von den Ruinen deS Frauenberges aus betrachtet. Dies Alles ist jetzt anders, denn von heute an kann
Zur Lage in Ungarn.
□ Zwischen der habsburgischen Krone und der ungarischen Opposition, richtiger gesagt Revolution, ist es zu einem faulen Frieden gekommen. Echt österreichisch. Ta man keine Lösung findet, so hat man beschlossen, zwei Jahre weiter sortzuwursteln. Allerdings hat daS im vorliegenden Falle einen gewißen Sinn, insofern dem greisen Kaiser die schwerste Sorge zwei Jahre fern gerückt ist. Immerhin bedeuten die Bedingungen, die man in Wien an die ungarische Revolution zugestanden hat, eine vollständige Niederlage Oesterreichs, und zugleich die vollständige Verlegung des österreichischungarischen Schwerpunktes nach Pest. Denn der Knotenpunkt der ganzen ungarischen Krise ist und bleibt die Sprachenfrage. Nun soll zwar nach dem, was über die Verständigung verlautbart ist, die Kommandosprache einstweilen noch deutsch bleiben. Dagegen soll der Kaiser aus freiwilliger Entschließung zugestanden haben, daß für sämtliche ungarländischen Regimenter die Regimentssprache die magyarische sein soll. DaS bedeutet, daß zwar noch ein halbes Dutzend bis ein Dutzend Kommandoformeln deutsch bleiben, daß aber jeder in Ungarn lebende nichtmagharische Rekrut hinfort gezwungen sein wird, magyarisch zu lernen. In Verbindung mit dem (bereits kürzlich ausführlich behandelten) drakonischen . ungarischen Schulgesetzentwurfe, dessen 8 15 die Kinder nichtmagyarischer Eltern zwingt, fließend magyarisch zu lernen, und dessen 8 11 für die Wiederholungsschule als Unterrichtssprache ausschl. die magyarische bestimmt, bedeutet dies den vollständigen Sieg der magyarischen Minderheit über die nichtmagyarische Mehrheit und die tatsächliche Aufhebung des Sprachengesetzes, daS den Nationalitäten als Errungenschaft der 1848 von ihnen dummgutmütigerweise im Verein mit den Magyaren erkämpften „ungarischen Freiheit" gegeben war. Allerdings fehlen ja nun einstweilen noch zu der vollständigen Durchführung deS natwnal - magyarischen Parlamentsheeres, daS man erstrebt, die erforderlichen Offiziere. Aber auch damit hat es keine Not, denn da das gutmütige Oesterreich auch in Zukunft 70 Prozent der Lasten tragen wird, so wird es Ungarn nicht allzu schwer fallen, sich mit österreichischem (Selbe auch schon die nötigen Offiziere zu erziehen.
Es heißt ferner, daß der dringend benötigte Kredit von 450 Millionen . und die Militärstrafgesetzreform zurückgestellt werden sollen, obgleich die Dringlichkeit beider Vorlagen österreichischerseits bis zu Konflikten mit der Volksvertretung behauptet war.
Item, zwei Jahre lang wird sortgewurstelt werden, die Magyaren werden neue Verstärkung ihrer Stellung gewinnen und was dann an ihren nationalen Forderungen etwa noch fehlt.
wirklich ein. Ganz unvermutet kam er an. Man hatte fortwährend vergeblich auf nähere Nachrichten von ihm gewartet, und da war er gleich selbst gekommen, ein Mann mit kugelrundem, gutmütigem gllrttrasiertem Gesicht, mit klugen, Hellen Äugen. Er trag einen tadellosen Reiseanzug. Forschend betrachtete Frau Mertens den Bruder, als wollte sie schon beim ersten Blick erraten, ob sich die Hoffnungen, die sie auf ihn gesetzt, erfüllen würden.
„Was habt Ihr meinetwegen für Umstände gemacht," sagte Onkel Fritz, nachdem die erste Begrüßung vorüber war. „Ich bin ein einfacher Mann, der durchaus nicht verwöhnt ist. Ich mache keinerlei Ansprüche."
Und doch schien ihm das Tannenarün, da» überall angebracht war, wo es sich nur irgendtvie machen ließ, sehr gut zu gefallen.
(Fortsetzung folgt.)
gramm eingelaufen, das die Ankunft des Onkels, des Bruders der Frau Mertens für einen der .Nächsten Tage in Aussicht stellte. Da man auf -Herrn Fritz Herbart und dessen Reichtum so große .Hoffnungen setzte, sollte er auch würdig empfan* gen werden, Frau Mertens hetzte die Diener- Schaft treppans, treppab, das ganze Haus follte geschmückt werden, damit ter Onkel gleich auf den ersten Blick erkennen mußte, wie sehr will- kommen er seinen Verwandten war. Um keinen Preis wollte Frau Adelheid zugeben, daß ihr ^Bruder anderswo als in ihrem Hause wohne, und doch war es so schwer, ein paar Zimmer für denselben einzuräumen. Die Wohnung mußte doch eines reichen und vielleicht verwöhnten Mannes würdig sein.
Wieder entspann sich ter so ost geführte Srreit zwischen Frau Mertens und Eugen.
„Hätten wir das gut eingerichtete Gartenhaus Sur Vertagung," rief die erstere erbost, „so iväre es natürlich ein Leichtes, meinen Lruder unterzubringen: aber ich kann ihm doch nicht zumuten, daß er mit solchen Leuten unter einem Dache haust. Nun müssen wir sehen, daß wir ihm hier ein paar Zimmer zurechtmachen. Bei unserem beschränkten Platz ist das natürlich sehr schwer. Biela Wochen haben wir die Gesellschaft nun schon auf dem Halse, wie lange soll sie denn nun noch da hinten wohnen? Wie lange sollen wir sie noch ernähren? Bloß well Du einbildest.
Original-Roman von Irene
iFor'ie:>ung.: VIII.
r Wieder war eine Woche Hause Mertens herrschte eines regung. In aller Frühe ivar
Frau Adelheid wurde ein wenig rot bei dieser Frage, was Eugen für ein Zeichen nahm, daß die Mutter auch daran schon gedacht hatte. Er wandte sich unwillig ab.
„Mein Bruder war von jeher .'ne leicht zu lenkende Natur, ein guter Mensch," sagte Frau Mertens nach einer Weile. „Ich werde ihm unsere Verhältnisse klar legen, dann wird es sich ja zeigen, was er beschließt. Auf alle Fälle muß er für Else die Kaution zahlen, damit diese heiraten kann, und vor allem muß er dem Heinz, dem Schlinael aus der Patsche helfen. Das Weitere wird sich finden."
Ein bitteres Gefühl bemächtigte sich Eugens. An die Geschwister dachte die Mutter, an ihn nicht. Für ihn brauchte der Onkel nichts zu tun; und für das Geschäft wäre eine helfende Hand
Marburg
Mittwoch, 5. April 1905.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, Umvcrsitäts-Buchdmckerei 40.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55. "
„Ich bitte Dich, ein so reicher Mann!"
„Weißt Du denn so bestimmt, daß er reich ist? Wir haben doch gar keinen Grund zu dieser Annahme. Es kann ebenso gut das Gegenteil d« Fall sein," meinte Eugen zweifelnd.
„Nein, nein, das kann nicht sein! Jahrelang habe ich alle meine Hoffnungen auf diesen Bruder gesetzt, es wäre grausam, würde ich auch darum betrogen. Immer bat ich den Bruder, er möchte doch zurückkehren und bei uns leben; nun er mir diese Bitte endlich erfüllt, wird er doch nicht arm zu uns kommen. In seinen Briefen erwähnte er auch öfters, daß er drüben Glück gehabt, daß er es nicht bereue, das Vaterland verlassen zu haben. Wenn er arm wäre, würde er Überhaupt nicht zurückkehren. Ich kenne ddch seinen Charakter."
„Es ist ja schon so lange her, daß Du ihn nicht gesehen, da kann er sich auch verändert haben."
„Du möchtest mir die frohe Aussicht auf eine bessere Zukunft rauben, ich tveiß schon, aber das gelingt Dir nicht."
„Nein Mutter, beteuerte Eugen ernft „Aber ich möchte Dich vor törichten Hoffnungen bewahren, die sich vielleicht nie erfüllen. Ich möchte Dich warnen, einem trügerischen Schein zu trauen, der nur zu bald in Nühts zerfließen kann. Die Enttäuschung müßte Dich schwer treffen."
„Ueberlaß das nur mir allein. Ich werde mich schon damit abzufinden wissen."
„Und gesetzt den Fall, der Onkel wäre wirk- sich reich, — wer weiß, ob er etwrs davon ab- giebt? Oder hoffst Du vielleicht, ihn bald beerben zu können?"
den Unfall des Mädchens verschuldet zu haben, verlangst Du ein so großes Opfer von mir, bei- langst Du, daß ich die Leute auf meinem Grund und Boden dulden muß?"
„Wäre der Grund und Boden wirklich Dein," entgegnete Eugen, ohne seine Ruhe zu verlieren, „so wohnten „die Leute" wahrscheinlich längst nicht mehr hier. Zum Glück habe ich allein über das Gartenhaus zu verfügen. Ich machte Dir schon oft klar, daß Du daran nichts ändern kannst, wenn Du Dich auch noch so sehr darüber aufregst."
„Bei uns geizest Du mit dem Groschen, aber daß uns die Leute so lange auf der Tasche liegen, das ficht Dich nicht an," beharrte die Mutter, sich immer mehr erbosend.
„Was tiefe, Menschen brauchen, das b..ben wir immer übrig. Es ist ja so wenig, und wird ohnehin verschenkt, wenn nicht an diese, so eben an andere arme Leute. Und dann denke ich doch, diese Ausgabe verantworten zu können. Ich arbeite ja auch für zwei."
„Ja, ja, ich weiß. Du betonst es oft genug."
„Nur wenn Ihr mich dazu zwingt."
„Laß das für jetzt. Ich wollte Dich fragen, ob man nicht verschiedene neue Möbelstücke an- schassen müßte für die Zimmer meines Bruders. Um die alten Sachen frisch aufzupolieren, bleibt fci:.e Zeit, und ich möchte, daß die Wohnung elegant aussähe."
„Laß die guten, alten Möbel nur ruhig wie sie sind, Mutter," versetzte Eugen. „Neue Sachen riechen so stark und machen den Aufenthalt erst recht ungemütlich. Man glaubt da immer, man befände sich in einem Möbelmagazin. Wir wollen doch erst abwarten, wie sich die Sacke gestaltet; nie wsssen ja noch nicht, ob der Onkel so an- spruchsvoll ist, ob überhaupt der ganze Aufwand nötig ist. Wer weiß, vielleicht genügt ihm ein einfach, aber gemüttich eingerichtetes Zimmer,
M -em Kursblatt für die Kreise Marburg und
SittittaasdeUaaet Alluttrir-es
Deutsches Reich.
Berlin, 4. April.
Seine Majestät der Kaiser ist, wie schon gemeldet, gestern Vormittag 8'/, Udr vor Port Mahon auf Menorka angekommen. Die Fahrt der Kaiserschiffe von Gibraltar war wundervoll, die See ganz ruhig und das Wetter herrlich. Die Schiffe fuhren vorgestern früh an Cartagena, am Abend an den Pithyusen vorüber. Sonntag Vormittag hielt der Kaiser selbst Gottesdienst im großen Speisesalon ab und verlas eine Predigt, deren Textworte aus der Leidensgeschichte Christi, Lukas 22, Vers 63 bis 71,
entnommen waren. Die Gemeinde sang mit Begleitung durch die Kapelle der.Hohenzollern" .Ein' feste Burg ist unser Gott" und das Niederländische Dankgebet Montag früh kam ein kleiner spanischer Kreuzer den deutschen Schiffen entgegen, er hatte Flaggenparade angelegt. Er geleitete die Schiffe in den Hasen und gab dann zusammen mit einem zweiten im Hasen liegenden spanischen Kriegsschiffe den Salut. Während die .Hamburg" die lange und schmale tiefe Hafeneinfahrt passierte, bereitete die Einwohnerschaft vom User und von zahlreichen Booten aus Sr. Majestät dem Kaiser eine lebhafte Huldigung. Nach der Ankunft in Mahon kamen der deutsche Konsul und Vertreter der spanischen Behörden an Bord der .Hamburg". Der deutsche Kaiser landete um 10*/» Uhr vormittags und besichtigte in Begleitung des Generalkapitäns und des Bürgermeisters den Palast deS Generalkapitäns. In den Straßen herrscht reges Treiben. Die Stadt ist geschmückt. Andauernd um* jubelt wurde der Kaiser auf seiner Rundfahrt zu Wagen durch die hochliegenoe saubere Stadt, deren Häuser mit Teppichen und Seidenstoffen reich geschmückt find. Au. Grabe deS KapltänleutnantS Bunsen legte der Kaiser einen Kranz nieder und durchfuhr dann die französische Dorstadt St LouiS und die englische Vorstadt Billca^los. Der Kaiser kehrte um 12 Uhr mittags on Bord zurück. Um 1 Uhr fand auf der „Hamburg" Diner statt, zu dem der Generalkapitän der Balearen, der Bürgermeister der Stadt, der Präfekt un-1 b-r a-ins-il geladen waren.
— Gutem Vernehmen nach tie vom
Reichstage bewilligten neuen Kavallerie- Regimenter als Regimenter „Jäger zu Pferde" formiert und behalten ihre seitherige Ausrüstung, z« der — soweit e8 nicht bereits der Fall — auch die Lanze tritt Dies gilt indes nur für die preußische
Neueste Telegramme.
Berlin, 3. April. Dem „Neichsanzeiger" zufolge wurde Oberst v. Gebsattel von dem Prinzregenten von Bayern zum Bevollmächtigten Mm Bundesrat ernannt.
Berlin, 4. April. Die Verstärkung der Kameruner Schutztruppe ist dem Vernehmen so gefördert worden, daß die Offiziere rc. bereits am 10. d. M. die Ausreise von Hamburg antreten sollen. Vorausgesetzt wird dabei natürlich die Annahme der betreffenden Vorlage durch den Reichstag
Rom, 4. April. Wie berichtet wird, erwartet der in Neapel eingetroffene amerikanische Staatssekretär Hay dort den deutschen Kaiser. Der Staatssekretär weigert sich entschieden, irgendwelche Einzelheiten über den Charakter seiner Mission mitzuteilen.
Genua, 3. März. Die Königin von England ist an Bord der „Viktoria and Albert" von dem Kreuzer „Cornwall" begleitet hier eingetroffen. Die Herzogin von Aosta sowie die Spitzen der Behörden begaben sich an Bord, um die Königin zu begrüßen. Morgen soll die Weiterreise nach Marseille erfolgen.
Paris, 4. April. Der „Figaro" verzeichnet das Gerücht von der Verlobung des König« AlphonS mit der Prinzessin Maria Immaculata, einer Tochter deS Erzherzogs Stefan. Die Der» wählung fei bereits beschlossene Sacke. Die Wraut ist jetzt 19 Jahre alt.
Port Maho«, 3. April. Heute naj,mittag um 4 Uhr trat die „Hamburg" die Ausfahrt an. Zur Verabschiedung begaben sich die Vertreter der Zivil- und Militärbehörden und der deutsche Konsul an Bord. Während die „Ham-
Uon. den spanischen Kriegsschiffen .Kardinal CisneroS" und „Numancia" geleitet, die Hafeneinfahrt durchfuhr, stand der Kaiser auf der Brücke. Um 4 Uhr 40 Min. erreichte die „Hamburg" daS offene Meer.
Kauea, 3. April. Nachdem die Aufständischen von der Ablehnung der Vereinigung Kretas mit Griechenland durch die Mächte in Kenntnis gefetzt worden sind, erklärten sie ihre Unterwerfung, baten aber um eine achttägige iFrrst zu Verhandlungen über die Reformen.
Dschibuti, 3. April. DaS Geschwader des Ndmirals Nebogatow, au« sechs Kriegsschiffen iund dem Hospitalschiff „Kostrowa" bestehend, ankerte heute vor Dschibuti.
Tokio, 3. April. (Amtlich.) Ein Teil der £ei Kaihuan stehenden Streitmacht vertrieb die Russen von Mhenhuachih und besetzte dieses Dorf und die nördlich davon gelegenen Höhen am 81. März. Die Lage auf den anderen Teilen des Kriegsschauplatzes ist unverändert.
Mock'druck verboten.), Ungleiche Brüder.
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