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Erstes Blatt
Kalter Winter.
borgt die Stadt
neuen Saal auf dem Die Kugelkirche wird
1490. erbaut.
1493
Sozialdemokratie und Revolution.
Bei den diesjährigen Reichstagsverhandlungen ist die Erscheinung besonders bemerkenswert, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten, ganz gleich, ob sie dec radikalen oder der revisionisü- Men Richtung angehören, mit dreister Offenheit ihre revolutionären Absichten kundtun, während sie bisher bemüht gewesen sind, diese Absichten, wo nicht zu bestreiten, sö doch zu verschleiern. Revolutionär hat sich die Sozialdemokratie zwar immer genannt, aber diese Bezeichnung ist bis rn die letzte Zeit hinein von sozialdemokratischen Führern und Zeitungen so gedeutet worden, daß sie nicht im „Heugabelsinne" eines gewalttätigen Aufruhrs, sondern in dem Sinne aufzufassen sei, daß die Sozialdemokratie sich die Revolutionierung der Köpfe angelegen sein lasse und die, Umwandlung der bestehenden Verhältnisse auf gesetzlichem Wege anstrebe. Wenn man dagegen das jetzige Auftreten der sozialdemokratischen Führer und Zeitungen näher betrachtet, so wird man gewahr, daß die von jener Seite Planmäßig betriebene „Revolutionierung der Köpfe", die, Aufreizung der großen Massen gegen das Bestehende und insonderheit gegen jegliche Autorität, keine andere Folge haben kann und nach der Absicht der Sozialdemokratie keine andere Folge haben soll, als den Ausbruch der wirklichen Revolution.
Nicht umsonst haben die deutsche^ Sozialde- mokraten den Pariser Kommuneaufstand als ein für die internationale Sozialdemokratie vorbildliches Unternehmen hingestellt, nicht umsonst feiern sie alljährlich den Gedenktag nicht nur dieser Kommunegreuel, sondern auch der preußischen Märzrevolution. Vor allen Dingen aber ist es bezeichnend, wie innig sich die deutschen Sozialdemokraten mit den russischen Revolusionären identifizieren. Noch im vergangenen Jahre, als I $er deutschen Sozialdemokratie anläßlich des bekannten Königsberger Schriftenschmuggelprozesses nachgewiesen wurde, daß sie da?-Schüren der revolutionären Bewegungen in Rußland begünstige, bestritt sie mit gutgespielter Entrüstung Liese Tatsache und behauptete, daß sie nur die Propaganda der jede Gewalt und jeden „Terror" verabscheuenden Sozialdemokratie unterstütze. Heute hört man es von den sozialdemokratischen Führern und liest man es in den
1482, war ein hitziges Fieber ausgebrochen, wobei viele Menschen wahnsinnig wurden, es wuchsen den Menschen Würmer zum Kopf rind der Nase heraus, daran viele elend starben.
1483 stirbt Landgraf Heinrich III., genannt der Reiche, im Alter von 48 Jahren auf dem Schlosse zu Marburg und wird in der Elisabeth- kirche begraben. Wilhelm III., sein Sohn, wird Landgraf von Oberhessen.
1484. Großes Sterben in Marburg.
1486. Eine Maß Wein kostet 1 Räder Albus: es ist ein gutes Jahr.
Marburg
Sonntag, 2. Apnl 1905.
sozialdemokratischen Blättern anders. Ohne Scheu erklären die sozialdemokratischen Abgeordneten ihre Sympathie mit den russischen Revo- lusionären und wünschen ihnen für ihre am Throne rüttelnden Bestrebungen Glück. Mit unerhörter Dreistigkeit sprechen sozialdemokratische Blätter davon, daß die siegreiche russische Revolution auch nach Deutschland hinübergreifen und eine Veränderung unserer vaterländischen Ver- hältnisse nach sich ziehen werde. Die allgemeine Losung der deutschen Sozialdemokratie ist heute: die Siege der russischen Revolutionäre verbunden mit den Siegen der Japaner sind Siege der deutschen Sozi alde- m o k r a t i e.
Wer bis jetzt noch der Meinung gewesen sein sollte, die sozialdemokratische Gefahr sei nicht so schlimm und nicht so drohend, wie sie gewissenhafte und tieferblilckende Patrioten empfinden, dem muß das jetzige Verhalten und die jetzige Kühnheit der deutschen Sozialdemokratie endlich die Augen öffnen. Wie kann man jetzt noch an einen durch die angeblich gemäßigten Revisionisten herbeigeführten Wan el in den sozial- demokratischen Umsturzbestrebungen glauben, nachdem soeben erst „Genosse" Heine der vollkommenen Einigkeit der radikalen und revisionistischen „Genossen" in der Beurteilung der russischen Revolution im Reichstage Ausdruck gegeben hat? Wie kann man an eine Versöhnung mit einer revolutionären Partei denken, deren erster Führer, Bebel, im Reichst«. - mit so ausgesuchter Gehässigkeit gegen Staat und Gesellschaft auftrat, und der es für anaek acht hielt, sich in einem für die Oeffentlichkeit bestimmten Schreiben an den französischen ..Genossen" Jaurds gegen den „Verdacht" patriotischer Gesinnung ausdrücklich zu verwahren? f i e letzten Monate haben über da° Wesen und die Bestrebungen der Sozial- deinokratie helles Licht verbreitet und allen sogenannten Mausern n g s i l l u s s i o n e n für immer d: n Garaus gemacht. D. dcuts-be Volk weiß nun und muß wissen, woran es mit der Sozialdemokratie ist, und was es von ihr zu erwarten haben würde, wenn sie in entscheidender Stunde i einer in falscher Sicherheit bösindlichen Bevölkerung und einer nicht genügend starken Sto-^ge- ivalt gegenüberständc.
Aufgerüttelt werden muß das deutsche Volk durch das jetzige Verhalten der Sozialde- niokcatie und durch die dreiste Sprache ihrer Blät- ter. An gefeuert werden muß es zu einem kräftigen Schlage, zu , festem Zusannnenstehen gegen die sozialdemokrasische Gefahr, deren Fol- I gen an Rußland zu sehen sind. Der „Vorwärts" macht, jetzt auch kein Hehl mehr aus den revolutionären Ziele seiner Partei: er schreibt: „Die I Revolution ist heute nicht ein Begriff, über den I wan diskutiert, sondern sie ist zur Tatsache ge- I worden in jenem Reiche, das bisher der Schutz- I wall europäischer Autokratie gewesen ist. Die I stärkste Macht politischer Rückständigkeit ist in I einem inneren und äußeren Zusammenbruche I seiner Gewaltherrsck>aft begriffen, wie man ihn I
1489 kommt die Freiheit heraus, sich in die Fremde verheiraten ^u dürfen. Wilhelm IIL erbaut den (Wilhelmsbau) Schloß.
1494 starb Anna von Katzenellenb.gen, Gemahlin von Heinrich III. und wurde in der Elisabethkirche begraben.
1495 brannte ganz Rosenthal ab.
1497 setzte Landgraf Wilhelm III., weil die Mönche nicht gehorchten, einen Observanten ttt das Barfüßerkloster.
1499 wurde die Weidenhäuser Brücke erbauk und ging zuerst ein Esel darüber.
1500 am 14. Februar stürzte Landgraf Wilhelm III. von Oberhessen im Burgwald bek Rauschenberg und blieb tobt. Er war 28%' Jahre alt und wurde in der Elisabethkirche begraben. Marburg mit Oberhessen kommt <nt Hessen-Cassel.
1502 ließ Landgraf Wilhelm H. die erste« hessischen Goldgulden vrägenz auf der ein«,
Das Abonnement
auf die „OberheMfche Zeitung", daS größte, meistgelefeufte und weit- b recht elfte Blatt Marburgs und der Umgegend kostet vierteljährlich nur 2.25 Mk. Inserate habe« besten Erfolg.
______ Allendorf bei dem deutschen Orden 1000 Gulden und bezahlt 50 Gulden Zinsen fürs Jahr. Der Landgraf Wilhelm I. läßt zwei löthige Silbermünzen vrägen, Taler worauf- neben dem hessischen Wappen ein Schwert und ein Hut abgebildet ist.
I , 1471 am 8. November stirbt Landgraf Lud- I wig II. von Niederhessen, 33 Jahre alt.
I 1472 wütet die Pest so schrecklich, daß sich I Eltern von den Kindern trennen und Eheleute I sich einander verlassen. Bei einer Wasserflut siel I die Grintpforte um und wurde die Brücke bei I Cölbe mitgenommen.
I 1473 war ein warmer Sommer, auf Maria I Verkündigung blühten die Bäume. Hierauf I folgte eine große Dürre, daß alle Wasier ans- I trockneten. Von Pfingsten bis Egyti hat es nicht I geregnet.
I 1475 in der dritten Mitternachtsstunde des I 4. August entlud sich in der Marbach ein furcht- I bares mit Hagel begleitetes Gewitter. Das Wasser I der Ketzerbach schwoll so an, daß es bei Buchsacks I Haus über die Steinbrücke hinweg zu dem Tor I bei dem Hospital hinein und bei der Suellhardts
Pforte hinausging, ferner ging es zu dem roten Tor bei St. Michael hinein, stieß auf Hennchen Walters Pforte und der deutschen .Herrn-Hos, wo es eilt Stück Mauer mitnahm. Die Scheunen und Ställe standen mannshoch im Wasser.
Wären die Pforten geöffnet gewesen, so hätte das | Wasier Abzug gehabt. Die Maß Wein kostet 4
Pfennig.
i 1476. Kalter Winter, hernach große Teu- | rung, sodaß sich Menschen aus Verzweiflung erhängt haben. Die Stadt Frankenberg brennt ganz ab.
1477 kamen die ersten Kugelherrn aus Münster nach Marburg, wo sie ein Fraterhaus bauten und wohnten darinnen.
1480 ivar ein Winter ohne Schnee, der folgende Sommer ivar aber so trocken, daß die Flüsse austrockneten.
1481 war ein sehr kalter Winter, is daß die Mühlen nicht mahlen konnten, der Sommer war so naß, daß alle Früchte verdarben. Es starben viele Menschs; und gab Teuerung.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, llnwcrptätS-Birchdruckerri 40.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55. ”
bor einem Jahre noch nicht "für ferne Zeiten zu I ~ ß .
stoffen wagte." Wenn das sozialdemokratische I 4?tUi|u)t SvClontCtt.
S^tt hier von „Autokratie" spricht, so ist damit I Schon mehrfach war auS den deutsche» „Monarchie' gemeint, tote dies ja auch aus Kolonien auch Unerfreuliches zu melden, nament.
Sugteti gibt der „Botloürtä" noch getoiffermafen fiX”: j" J“"» *?”’ ' ' b'.t, *’
bte Taktik an, welche die „Revolution ohne Bom- Kolonien herrschende Kastenger ., über den ben und Gewehre" bewirken könnte: er macht | 'd,on ,biet geschrieben worden ist. Der Kastennämlich auf die erstmalig in Rußland unternom- I ße?ft Deutsch Ostafrika hat bei der Anwesen- nienen , Versuche mit den „intermittierenden I he.it des Prinzen Adalbert in DareSsalaam sich Streiks" aufmerksam und meint: „Die endlose I wieder in höchster Blüte gezeigt. Große Er- Erschütterung des Wirtschaftslebens erträgt kein I regung unter den Ansiedlern hat das Ver- Staat auf die Dauer. Das Proletariat wirkt fahren bervorqerufen, daS bei der Feierlichkeit durch ferne eigenen wirtschaftlichen Funktionen an zum ersten Spatenstich der Mroaorobahn be- sich revolutionär. Dann aber heißt es, mit dem I liebt wurde Die Dtlck> «h - fAwiM Siege des russischen Freiheitskampfes beginne h° gber-®te
eine neue Zeit in der Geschichte der Menschheit. S"' Mnbauenbej?irmaHolz- „Revolution sind nicht Umsturz, sind nicht Änar- I t* xt$.tt0et Erkenntnis
chie, sondern sind eigentlich Rechtsschöpfung." ^rSachlage den Wunsch auS, zu diesem so Mag die Sozialdemokratie die Revolution noch I ^cht spezifisch-kolonialen Ereignisse sämtliche so sehr beschönigen, so sind und bleiben die Un- I Europäer Daressalaams, von denen wohl jeder ternehmer und Schürer derselben Verräter am I sein Scherflein zum Gelingen dieser Bahn bei« Vaterland, die mit allen Mitteln und von allen I getragen hatte, als ihre Gäste betrachten zu staatserhaltenden Elementen bekämpft werden I dürfen. Von maßgebender und natürlich afrika« muffen. (D. I.) I erfahrener Seite — das ausführende Organ
- ----- I bleibe ungenannt — wurde der Plan umge«
I stoßen. Und bei dieser größten allgemeinen llmidlffH. I Feier waren außer den Oberbeamten und den
- . , ,x ! Chefs der hiesigen Firmen — nur die Offiziere
Sogialdemokrat»sche Arbeiter- I der Kriegsschiffe anwesend, welch letztere wohl steuern. I da sein mußten, aber doch keineswegs den er«
Der sozialdemokratische Verband deutscher I heblichsten Verdienst und Interesse an dem Zu- Gastwirtsgehilfen, der am 31. Dezember 1904 I standekommen des Bahnbaues haben konnten. 3025 Mitglieder zählte gegen 2704 des Vor- I Ohne zu übeDreiben, find Hunderte von Be» jahres, hatte im Jahre 1904 eine Einnahme von amten und Privatleuten, alte Kolonisten und ^J15 Mk. verzeichnen Von dieser Summe Beamte bis zu 14jährigem und längerem Aus- . mist ctrs I ent^a^ in der Kolonie, Herren, die den Osfi-
wandt, von denen die Mitglieder praktische Vor- 1 iipr8rnrf frnnon freveln. 2'
teile haben können, nämlich für Krankenunter- I IrrJm «n» Oni« ;9h stützung lumpige 7162 Mk. und für den Arbeiter- °^m alle Kolomebewohner, dre sich viele Jahre nachweis gar nur 4837 Mk. Dahingegen ver- ”m bas ersehnte große Ziel, bte Bewilligung schlang die Verwaltung! 5 654 Mk. und die Agi- der Bahn gesorgt haben, bei dieser Feier über« totion 3386 Mk. Außerdem wurden noch 1020 I siangen, von derselben ferngehalten worden." Mark als Beteiligung an Gewerksch. ishäusern I Es mag ein schwerer Kampf sein gegen diesen ausgegeben. Es wurde also insgesamt die hübsche I hartköpfigen Kastengeist, schwerer, als gegen Summe von 2 0 0 0 0 Mark verpulvert, I einen wilden Maffaistamm.
um einigen sozialdemokratischen Beamten und I ---------.
Agitatoven eine behagliche „Bourgeoiseristenz" I
zu ermöglichen. Man begreift eigentlich" nicht, I Ausland,
daß es immer noch so viele betörte» Leute gibt, I ku
die sich von der Sozialdemokratie fortgesetzt I deutscheVer-
schröpfen lassen, bloß damit den an der Partei- I 5 J’err.?u:Kemburger SBabnen, bte kaiser-
krippe Sitzenden bevorzugten „Genossen" fette I ®eneTalbttettton in Straßburg, waren m
Pfründen eingerichtet werden können. Was die I f” Kammer von sozialdemokratischer Seite ver- Arbeiter an Staats- und Gemeindeinkommeii- I lchwdene Vorwürfe erhoben worden, denen steuern, sowie an indirekten Stenern aufbringen, I gegenüber der Generaldirektor der öffentlichen ist verschwindend gering im Vergleiche zu den I Arbeiten, Rifchard, ausdrücklich seststellte, baß großen Geldopfern, die die Sozialdemokratie fort- I von der deutschen Verwaltung der Vertrag von gesetzt aus ihren Anhängern herauspr.ßt. Ob i 1902 .nicht nur loyal, sondern hochherzig ausge- 5 unter den Betörten nicht doch einmal tagen führt" werde, indem 1903 auf den luxemburgischen
I Strecken von 3234 Beamten 3003 Luxem- I bürget waren, also beinahe 94 Prozent, wäh- * I renb die Verwaltung nur gehalten ist, 90 Prozent
Beiträge zur Chronik von Marburg. 1434 im Herbst war ein arger Sturm, der 1 ° mnrt q " I ganze Wälder entwurzelte. Es folgte eine drei-
E «. MUii«r. I jährige Teuerung und Pestilenz. Auf dem Schloß
lFortsetzung.) I war eine Uhr mit hölzernem Rad, wie eine
_ 1376 stirbt Landgraf Heinrich, Hermanns l Zweite in Hessen iricht zu finden war.
Oheim. . I 1442 und 1443 sehr kalte Winter und Teuerung.
isk die Pest abermals in Marburg. Das I 1444 erschien ein schrecklicher Ko, .et, sodaß sich Schießen aus Büchsen mit Pulver ist zum ersten I die Leute fürchteten.
Mal im Gebrauch. I 1450—1453 wird der Turm der Pfarrkirche
1381. Bei Mellnau wurden 400 Marburger I erbaut.
von den Mainzer überfallen und getobt et; heute I 1450. Großes Sterben. Die Gemahlin voll ist es noch sprüchwörtlich, wenn Jemand am I Landgraf Ludwig stirbt in Marburg.
Sterben ist: „der geht auch nach Mellnau." 1 I 1455 am 14. April wurde eine Verordnung Scheffel Korn kostet 22 Pfg., 20 Eier 2 Pfg., 1 I erlassen, daß bei Nacht niemand ohne brennen- .Hase 2 Pfg. und 1 Maß Wein kostete 2 Heller. I den Wisch oder Laterne über die Straße gehen
1398. Um Pfingsten erntete man das Korn. I dürfe. Um 9 Uhr wurde das Nachtleuten einge- Das Malter kostete 1 Gulden. I führt und bedeutet, daß um diese Zeit die Dier-
1399 am 2. Juni waren in Marburg vier | und Weinhäuser geräumt werden mußten. Auf Kurfürsten des Reichs mit dem Landgraf Her- I das Brett- und Würfelspiel wurde eine vier- I mann zusammen und schlossen zur Wahrung der I wöchentliche Verbannung aus der Stadt ber- Reichswohlfahrt einen Kurverein gegen Öen I ordnet. Ohne Laterne gehen oder über die saumseligen Kaiser Wenzel, den sie absetzen I Weinglocke Gäste setzen kostete 3 Pfmid Heller wollten. I Strafe. Wer abends ohne Licht in unziemlichen
1399 stand ein Komet am Himmel, es gab I Sachen mit Werfen und Rufen die Leute er- sroßes Wasser, Pestilenz und Teurung. Ei» I schrecken und wecken, die Fenster einwerfen, an sehr kalter Winter folgte. I die Thore und Faße schlagen und Wagen nm-
1412 war ei:t großes Sterben, so daß ein I werfen, der soll nicht die höchste Geldstrafe zahlen großer Teil der Marburger Bevölkerung starb. I sondern vier Wochen ans der Stadt gewiesen wer- I . . 1413 stirbt Landgraf Hermann. Ludwig I. I öen und kehrt er innerhalb 4 Wochen wieder zu- I hnrLonnhflra^b0n Hessen. I rück, so soll er 4 Wochen in Haft gesetzt werden. I
blüßeli öietoQiBäumeh,armer °m 20‘ m J456 im Dezember zerstörte ein Brand das
1497 Snm Lwinia . Dach vom Kerner und das Dach vom Vorhäus-
1427. Zum Gedächtnis an etnen großen I chen mit dem Schutzdach der Treppe. Die Stadt-
royräc GIn, efo6e™S. d"mer I triefe wurden gerettet. Im Kerner befand sich I
eroberten Mainzer Fahnen in der I das Rathaus und auf dem Dach ein Turm.
6143o £ AUsg^angt. 1458 am "17. Januar stirbt Ludwig I. im
I» «X; 81 e°nnt°3 eanfate erftor das Korn Alter von 56 Jahren uns wurde in der St. ,n sWen. . I Elisabethkirche begraben. Dessen Sohn Hein-
Kieae? aedecks' bum ersten mal die Hm.!w mit rich III. kommt an die Regierung für Oberhessen 7m? "br Winter, wo Menschen und wohnt auf dem Schloß z» Marburg. 100
■ erfroren. I Z,egel kosten 7 böhmische Schilling. -
mit dem Kreismatt für die Kreise Marburg uao Kirchhain.
Kosnntckasbeilager AUukrirtes ^#***♦*♦*
Vierteljährlichcr Bezugspreis, bei ott Exp:dition 2 Mk., HT 70 bei allen Postämtern 2^5 Mk. ^exct. Bestellgeld).
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