5m;L;.
1
Zweites Blatt
28
«* fnhffAi'lUnr-S.. . 0 vw.vvyt.lv, |uyic . itywuig. vvuiifl |U fUJltmm I I oie
^^ropsschutteln^ ^werde kaum Vox neun Uhp 1 „Es gibt Loch «H Ausnahmen---
sondern auch im Auslande großes Aussehen erregt und zu mancherlei Betrachtungen Anlaß gegeben. Der Kaiser hatte auf den ihm dar» gebrockten Trinkspruch folgendes erwidert:
Eine politische Kundgebung des Kaisers.
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei ocr Expedition 2 MH, bei allen Postämtern 2,25 Mk. <e$cl. Bestellgeld).
JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reklamen: die Zeile 25 Pfg.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UniversttStS-Buchdruckerei
Marburg, Markt 21. — Telephon 65.
Marburg
Sonntag, 26. März 1905
Der ritsfisch-iapanische Krieg.
(Nachdruck verboten.)^
Ungleiche Brüder.
Dxiginal-Roman von Irene von Hellmuth.
.(Bortfefcung.),
mH dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
SlE«raaSbeilaget AAuftMeD
——
73
Genua, 25. März. Die Deutsche Kaiserin imb die Prinzen Eitel - Friedrich und OSkar trafen gestern abend 5’/* Uhr hier ein und wurden von dem deutschen Botschafter Graf MontS nebst Gemahlin und dem Generalkonsul Jrmer empfangen. Eine große Menschenmenge fand sich vor dem Bahnhofe ein, die der Kaiserin lebhafte Huldigungen darbrachte. Truppen bildeten Spalier. AlS die Kaiserin an Bord der „Hohenzollern" kam, feuerte daS italienische Geschwader Salut. Dieser wiederholte sich, als die „Hohenzollern" um 6 Uhr 24 Min. in Begleitung deS „Sleipner" den Hafen verließ.
Haag, 24. März. (Reuter.) Die niederländische Regierung wird sich mit der Weigerung Venezuelas, die widerrechtlich gefangen gehaltenen holländischen Seeleute freizulaffen, nicht zufrieden geben und beabsichtigt wenn e8 nötig Würde, energische Maßregeln zu ergreifen, entweder allein oder gemeinsam mit anderen Machten, die mit dem Präsidenten Castro Streitig, reiten haben.
Lo«do«, 25. März. Nach dem Siege bei Mukden wurde Japan vertraulich wegen FriedenS- Pedingungen befragt und diese wurden dann §ach Petersburg gemeldet. In einem besonderen Ministerrate unter dem Vorsitz deS Zaren wurden idiese diskutiert. Die Minister empfahlen dem Zaren die Eröffnung der FriedenSunterhand- !ungen. Der Zar hat aber bis jetzt noch nicht (seine Zustimmung gegeben.
[ Washington, 24. März. (Reuter.) Bowen depeschierte dem Staatsdepartement, Präsident Castro hätte ein Schiedsgericht für die zwischen Venezuela und den Bereinigten Staaten (schwebenden Angelegenheiten rundweg abgelehnt.
L, Als die beiden jungen Damen Arm in Arm Den Gartenweg entlang schritten, brach bereits die Dämmerung herein. Im Hausflur trafen sie mit Heinz zusammen, der sich anscheinend in bester Laune befand.
„Meine Damen," redete er ste heiter an, „ich Habe eine Ueberraschung für Sie. Wollen wir Leute gemeinsam den Zirkus besuchen? Haben .Sie denn schon gelesen, was dort alles za sehen -ünd zu bewundern ist? — Nicht? Nun, ich wurde heute beim Durchlesen der riesigen Annoncen (auf etwas aufmerksam gemacht, was mich sehr ^interessierte. — Ratet einmal!"
v Als dio Mädchen neugierige Gesichter machten, lachte er lustig auf.
L „Ja, warum lest Ihr auch Eure Zeitung nicht gründlicher; da wäret Ihr schon früher darauf gekommen. Merkt Euch das für die Zukunft. ^’n.e Leitung muß man ganz lesen, nicht halb;
ei 'einem dann so manches auf. Na, .5^' erratet doch nicht, was ich meine, -also seht einmal hierher."-
Heinz trat zu der im Flur brennenden Dampe, zog em Zeitungsblatt aus bet Tasche /entfaltete es bedächtig, um die Neugierde der Mädchen noch mehr zu erregen, und zeigte dann »uf ein Inserat, das ganz besonders in die Augen 'sprang.
»Was steht hier?*
„-/Fräulein Violetta Normann in ihren groß. ifÜr 2 Produktionen am schwebenden Trapez," ML sie beide zugleich« - '
Neueste Telegramme. I Sie mir gestatten, daß ich tiefbewegten^ Herzens zu- r- 24. März. . Bei der Ersatzwahl S
El Abgeordnetenhause tm Wahlkreise Düffel» I mir den Wunsch Ihrer Landsleute übermittelt haben,
s 10 wurden sämtliche 275 Stimmen für I Teilnehmer zu sein an dem heutigen festlichen Tage
König (Zentrum) abgegeben. Dieser ist I ,-der Enthüllung diese» einzig-
komit oewäbkt I artigen, herrlichen Standbildes, da- die freie Hanse-
jomtt gewählt. I stadt Bremen meinem seligen «ater gesetzt hatt Ich
kann wohl sagen, daß es mich auf daS tiefste bewegt hat, wie ich heute die Menschenmassen mit meinen Augen überflog, daran zu denken, daß der frühere preußische Kronprinz, nachmalige erste Kronprinz deS Deutschen Reiches und schließlich zweite Hohenzollern- Kaiser, so in einer freien deutschen Stadt gefeiert werden konnte, gleichsam al» ob er hier zu Hause wäre; ein Beweis dafür, wie seine Gestalt, ebenso wie die seines erlauchten großen Vaters Gemeingut unseres gesamten deutschen Volkes geworden ist. Ich danke von Herzen, daß die Stadt Bremen meinen Baler und sein Andenken in dieser herrlichen Weise geehrt hat. Sie haben ein Kunstwerk geschaffen, wie wenige in deutschen Landen stehen, und ich bin fest iwerzeugt, daß noch in späteren Generationen die ganze machWolle Persönlichkeit, dann schon vom Glanz der Sage umwoben, durch dieses Standbild dem Herzen des Volke? näher gebracht werden wird, daß die von Vater auf Sohn sich folgenden Generationen der Bremenser niemals de» zweiten Kaisers vergessen werden, dessen erhabene Siegfriedsgestalt die deutschen Heere zu den Siegen führte, denen wir die Einheit verdanken. Und so stehen nun mein Großvater und Vater in herrlichen Standbildern in dieser treuen deutschen Stadt und bilden Marksteine für die Geschichte unseres Vaterlandes sowohl, wie der Stadt Bremen. Wahrlich, der geschichtliche Rückblick, denn Sie dre Güte hatten, uns eben zu geben, zeigt uns in großartiger Weise die Fügung Gottes und die Gnade, die die Vorsehung mit unserem Volk und Land gehabt hat. Der Zeitabschnitt, den die beiden hohen Herren verkörpern, die hier in Erz gegossen auf ihren Plätzen stehen, ist nun geschichtlich festgelegt und eS ist an der nachfolgenden Zeit und deren Generationen, fortzubauen auf der Grundlage, die die hohen Herren gelegt haben. Sie haben die Güte gehabt, die Gedanken zu erwähnen, welche Sie bewegten bei früherer Gelegenheit in diesem selben Raume. Sie entsprechen in jeder Beziehung voll- I z kommen dem, was ich auch damals gedacht habe. Ich I l babe, als ich a l s I ü n g l i n g vor dem Modell des BrommyfchiffeS gestanden habe, mit Ingrimm d,e Schmach empfunden, die unserer Flotte und unserer damaligen Flagge angetan worden ist und vielleicht, da doch mal von meiner Mutter Seite ein Stück Seeblut in meinen Adern geflossen ist, ist das der Weg gewesen, der für mich die Richtschnur geben sollte für die Art und Weise, wie ich die Aufgaben aufzufassen hätte, me nunmehr dem deutschen Reiche bevorllanden. Ich »d. $n„kÄ t» cm-rr v I mir damals den Fahneneid geschworen, als
k Vie Kaiser Wilhelm anläßlich I ich zur Regierung kam, nach der gewaltigen Zeit
cher Enthüllung des Denkmals für Kaiser I Zeines Großvaters, daß, was an mir liegt, die »Friedrich HL in Bremen bei dem Festmahl ge- I Sonette und Kanonen zu ruhen hätten, daß aber galten hat, muß als eine hochpolitische und em» I tüLt?/E/_^unb Kanonen scharf und ^drucksvolle Kundgebung von besonderer Bedeutung Neid und Schälsucht von außen" uns"a^d?m Ausbau betrachtet werden, denn sie enthält etn ganzes I unseres Gartens und unteres schönen Haute? im RegierungSprogramm, wie es großzügiger und I Innern nicht stören. Ich habe mir gelobt, auf Grund feierlicher nicht verkündet werden kann. Die I E.ffechrungen aus der Geschichte, niemals R-d- m*. hat M. „ im w ga
™'(2en. gewordenk Alexander der Große. I der bisher mit Gottes Hilfe erhalten worden ist.
h5den im^Bluw 'babe^tie Kriegs« uns weiter erhalten wird, und daß Bremen unter
m®r.ute sie geschwommen und I dem Frieden grünen, blühen und gedeihen möge. Da, % jur js? ■■,tfe
daß vor allem das neuerschaffen- deutsche I «haratter, aber eS find feine Friedenöworte, Reich von allen Seiten das absoluteste I "te nur zur Beruhigung gesprochen werden, MC/,tJaren Jlfl bine, ruhigen, ehr» I sondern sie enthalten zugleich einen bedeutsamen mid daß wenn .foX Hinweis auf unsere Wehrmacht, aus dem her-
U.ntS.m.M °7^, d°b b« M« « einen Frieden in
Weltherrschaft in der Geschichte reden sollte, sie nicht I der tttl Einklang Mit unseren Jntereffen aufEroberungen begründet sein soll I steht, gemeint hat. Den gleichen Eindruck wird aeaenk?" Schwert, sondern durch I man auch im AuSlande haben. Man wird i- s'i.lA’ E " L; S«™ b°k die Heden,oller«,
ausgedrückt, wie ein großer Dichter sagt: „Außen hin I Weltherrschaft keine Gefahr für den allgemeinen begrenzt, im Innern unbegrenzt". I Frieden bedeutet, aber daß Deutschland auch
Sie haben hingewiesen auf die Schiffe, die hier I nicht gesonnen ist, mit schwächlichem Entsage« erinnerungsreich von der Decke des schönen alten I aller Ansprüche, die eS seiner Stellung nach
Saales herabhangen. Die Zeit, in der ich groß ge- I erheben fnnn nnh in TTnternr>ini.„Ä 8
worden bin, war trotz des großen Kriege? für un» I , _ ten Un, , tn Unterordnung unter
seren seefahrenden Teil der Nation keine große und I '"Mde Jntereffen seine internationale Politik
glorreiche. Auch hier habe ich die Konsequenzen ge- I JU betreiben. Gerade jetzt war diese Kundigen dessen, was meine Vorfahren getan haben. I gebung gegenüber den Anfeindungen von eng.
fommm. d»n,, Stott, da, i» hier in liefe« ”«” «>«• in beutf4.feinbtl(6en «reifen H«"!' Rathause keinen Notschrei mehr auszustoßen habe, wie I “<5 die naheliegenden Folgerungen daraus ziehen, einst in Hamburg. Die Flotte schwimmt I Wir können Gott sei Dank für UNS selbst sorgen und ste wird gebaut, da» Material an Men« I und werden am besten nack hem ffimnhfnte schen ist vorhanden. Der Eiker und der Geist ist der» Z .T o’T
selbe wie der, der die Offiziere der preußischen Ar« I • niemand zu 8 ebe und Niemand zu Leide, wee bei Hohenfriedberg und bei Königgrätz und bei Sedan erfüllt hat und mit jedem deutschen Kriegsschiff, da» den Stapel v-rläßt, i st eine Gewähr mehr für den Frieden auf der Erde gegeben, um soviel weniger I KrieeSkckmitzkaii«
werden unsere Gegner mit un» anzubinden suchen, I
um so wertvoller werden wir al» Bundesgenossen. I Petersburg, 24. März. „Nowvje Wremja"
Als ich an dem heutigen Tage Bremen» Bürger« I meldet auS Gundschuling vom 22. März: Die schäft überflogen habe, sah ich die Alten und die I Japaner verfolgen die Russen mit einer täglichen Jungen nebeneinander stehen, die Alten mit ihre« I Maricbleistnnn hnn 1K s)anr» g\:e n— Medaillen und ihren Kreuzen, die Mitkämpfer und I Von 15 Werst. Die UmgehungS-
Mittäter unter den beiden großen Herren, deren I Bewegung werde Otlf teinenb mit schwachen Standbilder in dieser Stadt stehen, und vor ihnen I Mitteln betrieben, dennoch droht den Ruflen die Jugend, die hineinwachsen soll in da» neue Reich I Abdrängung auf sibirische« Gebiet und die Ab» X« 'ix? ®ut”is sä »■DM-i« wird
Haß, Zwietracht und Neid zu meiden, sich I Schlacht bei Sungari geliefert, wo das u erfreuen an dem deutschen Vater« I Gelände zur Verteidigung besonders geeignet ist an de, wie es ist, und nicht nach Unmög- I — Die Kolonne Rennenkampff habe bei Mads- tichem zu streben, sich der festen Heber« I jadan drei Viertel ihrer Leute verloren zeugung hmzugeben, daß unser Herrgott sich niemals I o-n«in », grn. <x, ,
eine so große Mühe mit unserem deutschen Vater- I m to, 24. März. Die Japaner setzen die lande und seinem Volke gegeben hätte, wenn er UN, I Verfolgung der russischen Armee fort; sie er nicht noch Großes Vorbehalten hätte. Wir sind I beuteten neuerdings große Mengen zurück das Salz der Erde, aber wir müssen I gelaßener Vorräte.
b«tf'Sw.VfU%\b:„8Äimu.Äste: I,Ä“"Si”gitb«elbrt: was nicht gut tut für sie, fernzuhalten, war ete> I Tschantafu haben die Ruffen geräumt, bis schleppt ist von fremden Völkern und Sitten, Zucht I Japaner rücken täglich etwa 10 biS 15 Werst unb Ordnung, Ehrfurcht und Religiosität zu bewah- I vor. DaS Gerücht von einer weiteren Utn-- fArieBe^<I^rfc^feh>a8ean^^n^f?men^nc5ne8leriten «ehungSbewegung durch die Japaner zu beiden Garderegiments steht: „Semper talis", „stets der- I 1,61 Eisenbahn hat sich bewahrheitet; selbe". Dann werden wir von allen Seiten mit Ach- I Vorläufig wird jedoch darin feine besondere teilweise auch mit Liebe, als sichere und zuver- I Gefahr erblickt, da e« sich bisher nur um ge» bie ,9^nhe± betrachtet werden, und können stehen ringe Streitkräfte handelt. Die Gegend ist fast die Erde gesteh UN? sagen^^en k7mme'^s Durchweg gebirgig und sehr geeignet für eine wolle. Ich bin fest überzeugt, daß meine Worte hier I hartnäckige Verteidigung. Trotzdem Wird der in Bremen auf einen guten Boden fallen werden. I weitere Rückzug nach Sibirien für daS Wahr- «Bon Herzen wünsche, daß der goldene Friede, I scheinliche gehalten. Daraus ergibt sich, daß
Wohnt?" ^frastte' Else lebbaft'^ *** ™ un 8 dringendsten Arbeiten." Ausieldem .Die in Deinen Augen allerdings bestehe«
Ja ganz bestimmt" ' I rxLf? _b0!n ?'rkus, das weißt Du I können, in den meinen .richt, — niemals," unter«
Abe/kann das nickt eine Tiiulcki.na I mii e§ r.rQr aber für I brach Eugen etwas ungestüm den Bruder, uni
"®8 so seltsam zusammen," ent« I läge Dir, es treten dort Damen I einigen, dazu sind wir zu verschieden geartet.
Segnete Heinz. Fräulein Normann wünschte ^,na' fonn Dir versichern, | Du betrachtest das Weib als geschaffen zum an«
augenscheinlich meine Entdeckung nicht, deshalb Du wmt Dich köstlich amüsierengenehmen Zeitvertreib, zum Tändeln, zum Ko« sie mich wohl auch, von einem Besuch der I ..?"br seine Fingerspitzen. I sen, eventuell, wenn es schön ist, um damit Staat
Vorstellung abzusehen. Ich begegnete ihr auch . . »«» ich über diese Damen denke," — er zu machen. Aber ich betrachte es als ein Heilig«
schon, einigemale spät abends. Natürlich konnte betonte,das Wort verächtlich, — „ist Dir eben« tum, als den schönsten Schmuck und die Zierde
ich nicht ahnen, wo sie herkäme, nun auf einmal I J.nIl.s bekannt. Damen — bah, — Zirkusmädchen I des Hauses. Die Frau meines Hauses muß mit ift mtr Qffe§ RarJ Aber heute abend schaffen wir I P“® keine Damen. Du kennst meine Ansicht und I mir allein zufrieden sein, muß sich genügen lassen
uns Gewißheit, wir werden ja sehen, ob meine I hast gerade das schlechteite Mittel gewählt, mich 1 an meiner Person, an häuslichen Freuden, unb
Vermutungen zutreffen. Nun entschuldigen Sie I ocr ©djoufteffung zu veranlassen. I nicht nach Zerstreuungen und Vergnügungen
mich wohl, ineine Damen. Ich muß Eugen die Wenn ich diese Reiterinnen hereinkommen sehe I trachten, die außerhalb des Hauses zu finden sind. Neuigkeit Mitteilen I" • I w den kurzen, fliegenden Röckchen, wie sie kokette I In ihrem Heim muß ihre Welt sein. Da soll sie
Damit schntt er unverzüglich der Fabrik zu I nach rechts und links werfen, wie sie der« I ihr Glück suchen." und trat gleich darauf bei dem Bruder em, der I traulich hierhin und dorthin winken, wo jeder sie I ' Heinz lachte laut auf
eisrrg arbeitend an seinem Schreibpult saß. begafft, beklaschfi — nein, nein, daran habe ich I „Was bist Du für ein komischer Kauz!" sagte „Du weißt, ich liebe es nicht, wenn Du so I <^ne .V? /ich ju derartigen I er. „Glaubst Du denn, daß es heutzutage noch
plötzlich hier hereinstürmst und mich bei der Ar- I w •• < h^geben. ^ch meine, I solche Weiber gibt? Das war einmal so zu Groß
beit störst," tadelte Eugen ernst den allerdinas I <e ^"bchen mußte suhlen, daß es sich damit I Vaters Zeiten. Aber jetzt kannst Du lange etwas geräuschvoll auftretenden Seim deV sick ^rabwurdigt. Die Bestimmung, der Frauen ist suchen!"
indes wenig darum kümmerte. Er zog'sich einen I •bie tm I »Nun gut, so warte ich eben, ich habe Zeit,"
Stuhl heran und nahm seelenruhig Platz als I «l95nen $etnt! n6er nicht freches Bloßstellen ihrer I entgegnete Eugen trocken.
hätte er die freundlichste Aufforderung dazu er- I b0.J ffner gaffenden Menge. Ich weiß, | „Du wohl, aber nicht wir andern, die Clse halten. ’ 3 “ da« ich mit dieser meiner Ansicht ziemlich verein- und ich. So lange Du nicht eine reiche Frau
„Ich komme/ begann er lächelnd, „Dich für I bastche, ^we>ß, he SBelt fie verschroben I heiratest, die Fabrik übernimmst und uns unser« heute abend einzuladen; wir wollen gemeinsam I wurde, d^halb behalte ich meine Mei- I Anteil herauszahlst, steht es schlecht um uns beide, den Zirkus besuchen. Du kommst doch mit?" nungauch^fur m-ch.^^ Glaubst Du denn, daß Else einen Mann bekommt
Eugen biell im Sckroikvn inno imh inti ohnna I konntest Du Nie- I ohne Geld? Sie, die mit Ansprüchen in die
vertmindert auf 21 wahr? fragte Heinz, der einen Welt tritt, als wäre sie eine der Reichsten? Wo«
sam bestemdsick vor "rfÄ S ^erholter ergriffen hatte und ihn spielend von sollen diese Ansprüche bestritten werden?
n alln Fomi einlL L Ä äl”'?sWT drehte.. Der Rittmeister, dem sie ihr Herz geschenkt hat,
den beiden Brüdern Ko finft w f?° -1° denke, sie besitzt nichts weiter als seine Gage, die, wie D«
ewen7n Woo S ^der feinen ist sehr überflüssig." weißt, nicht reicht, eine anspruchsvolle Frau zu
3 r. cl t a •„ . , 1 „Nun, Du malst die Mädchen vom Zirkus zu I befriedigen. Für ihre und meine Zukunft bist
fäffSinh?6 Ä? r j“ C | schwarz. E Ganz^fe schlimm ist die Sache nicht. | Du verantwortlich, und Du hast deshalb auch lÄ