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Schiller in feiner Häuslichkeit.

Schillers äußeres Leben, die Zufälligkeiten seiner alltäglichen Gewohnheiten und Neigungen, der ganze äußere Rahmen seiner Persönlichkeit ist viel weniger mit dem Bilde seines Wesens verknüpft, als etwa bei Goethe. Wir sind ge­wohnt, uns Schiller als den idealen Geist vor­zustellen, der in Aetherregionen überirdischer Be- .geisterung schwebte, der den Bedürfnissen des Leibes, den Dingen des Haushaltens und Wirt­schaftens unendlich fern stand, unter dessen Füßen im wesenlosen Scheine die Welt des Realen und Praktischen lag. Doch schon die Ver­öffentlichung scinerGeschäftsbriefe", die Goedecke herausgab, belehrte eines anderen und zeigte, wie gewandt und vorsorglich Schiller seinen Vorteil wahrzunehmen wußte, und ebenso ist auch in sei­nem ganzen Leben eine gewisse Aufmerksamkeit den ihn umgebenden Dingen, den leiblichen Ge­nüssen gegenüber, zu verspüren, deren Kenntnis dem ziemlich blassen und unirdischen Jdealbilde, das man allgemein von Schiller hat, erst Lebens­wärme und eine gewisse farbige Sinnlichkeit ver­leiht. Darum ist es besonders dankenswert, daß in der Hochflut der Schillerlitteratur, die sein hun­dertster Todestag heraufbeschwört, auch dieses

Wanken und brecken Ohnmächtia zusammen. In brausenden Bächen Rollen die Reste Der truhigen Feste Zertrümmert zu Tal. Der Bann ist gebrochen. Das Leben erlöst. Frei atmen nun aus Die entlasteten Berge Und senden zur Sonne Schwelende Schwaden Als Frühlingsop'er. Sie aber neigt sich Zu den schlummernden Kindern

Und weckt sie aus wirren Winterträumen Mit feurigem Küste, Mit träufelnden Tränen, Da regt und bewegt fich's Und reckt sich und streckt sich Ihr fröhlich entgegen. Die Kleinen heben Die Aermchen, die Köpfe Und öffnen die Augen Und schauen so herzig In strahlender Wonne Zur liebenden Mutter, Der Siegerin Sonne. Heinrich Winter.

Lohnt es sich noch, Handwerker zu werden?

EineFrau und Mutter" schreibt derHand­werker-Zeitung":

Gewiß ist von all dem traurigen tiefen Elend in der Großstadt wohl das traurigste und das größte Elend der Gebildeten zu nennen. Denn mancher steht dort wartend vor der Tür, der einst der hoffnungsvolle Sohn hockzange- sehener Eltern war, und dessen Ausbildung zu ermöglichen, die Eltern große pekuniäre Opfer gebracht haben. Wäre eS nicht besser gewesen, wenn die Hälfte von allen diesen Armen irgend ein Handwerk gelernt hätte? Den Eltern wären viele Opfer erfpart geblieben und der Sohn brauchte heute vielleicht nicht Hunger zu leiden.

wichtige Moment, das uns den Menschen Schiller nahebringt, berücksichtigt wird, und , besonders sind in einem BucheSchiller. Intimes aus seinem Leben" von Ernst Müller die auf seine Arbeitsweise, seine Nahrung, seine, KlerdunL seine Wohnung bezüglichen Stellen übersichtttch zusammengestellt. Auch, hier fällt das planvolle, energische und eigenwillig gewaltige Formen dec eigenen Natur auf, das Schillers Persönlichkeit ihren heroischen Zug verleiht. Wohl fehlte tqm die allseitige Lebensharmonie Goethes, der seine ganze Wohnung zu einem Svie-elbild und Rah­men seines Wesens umschuf und selbst m dieser Zeit eines höchsten Tiefstandes der Wohnungs­kunst eine immerhin imponierende Einheit in sein Mobiliar und seine Einrichtung brachte. Doch ist es ebenso falsch, allgemeine Betrachtungen über des Dichters Dornenweg und sein Empov ringen aus armseliger Enge anzustellen, viel- mehr fühlte sich der Dichter in seinem Häuschen ganz behaglich, behaglicher als Goethe, den es immer wieder aus der nordischen Nebelwelt des Weimarer Winters nach Italiens Helligkeiten zog. Er war selbst um seine Möbelstücke und Sachen recht besorgt und schrieb noch im August 1804 an seine Frau:Die Kinderstube ist jetzt recht komfortabel, und auch das Schlafzimmer

Brbrk alsPatriot".

Bebel ist in der französischen Presse schtver verdächtigt worden, man hat den Führer der deutschen Sozialdemokratte als einen "Patrioten hingestellt. Das konnte sich der braveGenosse" natürlich nicht gefallen lassen. Er hat darum an den französischen Sozialistenfül,rer Jaurds ein für die Öffentlichkeit bestimmtes Schreiben gerichtet, worin er dagegen protestiert, daß man ihn, den radikalen Bebel, den französischen Brüdern" alsein Muster von einem Patrioten" hinzustellen wagt, um Jaurds in den Augen fei­ner Landsleutezu brandmarken". Bebel furch- tet offenbar das Vertrauen der Franzosen zu verlieren, wenn das Märchen von seinem, Patrio- ttsmus Glauben fände; auch der alte Liebknecht war einmal in der Lage sich desVerdachtes", nationalgesinnt zu sein, den Franzosen gegenüber erwehren zu müssen. Bebel erklärt, daß die deutsche Sozialdemokratie seit der Zeit, da sie im Deutschen Reichstage betreten ist, nie ein Ml- litär- oder Marine-Budget bewilligt und stets das Gesamtbudget abgelehnt habe. Das ist in seinen Augen der beste Beweis dafür, daß die Sozial- demokratte keinen Anspruch auf Patriotismus hat, und dieser Beweis genügt an Die von Bebel angeführten Gründe für dieses unpatrio- tische Verhalten kommen nicht in Betracht; für die sozialdemokratische Opposition sind Grunde ungemein wohlfeil. Wenn aber Vebff schließlich schreibt, die letzte Sttrnde der Herrschaft dec Widersacher der Sozialdemokratie würde geschla­gen haben, sofern diese Widersacher e'. mal auf- hörten, zu lügen und zu verleumden, so sieht man

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Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck Md Verlag' Joh. Ang. Koch, UmversitätS-Buchdruckerei 40. Jahrg.

Marburg, Markt 2L Telephon öö.

Vierteljährlicher Bezugvreir^ btt ver Expchition 2 ML, btt dlltn Postamts 2,25 Mk. ^tjeu Bestellgeld).

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Umschau.

Mißstände in unserer Rechtspflege.

Aus Anlaß des zweiten Urteils in dem be­kannten Prozeß gegen den Major von Sydow, der infolge des milderen Urteils der Beruf­ungsinstanz der entehrenden Strafe des Gefäng­nisses und der Dienstentlassung entaina, fordert dieKöln. Ztg." dringend die Einführung der Berufung in Strafsachen:

Angenommen, der Fall läge umgekehrt, als er glücklicherweise jetzt liegt, daß nämlich dem weniger schuldigen Teile nickt wie jetzt der offenbar schuldbeladenen Frau v. Svdow nur die Revision in der bürgerlichen Strafkammer­sache offengestanden hätte, so wäre vor dem Reichsgericht nur eine Prüfung der rechtlichen Gesichtspunkte möglich gewesen, und zwar auf Grund des erstinstanzlich festaestellten Tatbestan­des, der von dem ersten Gericht obiektiv zu un­günstig, also falsch niedergeleat worden war. Gerade aus einem derartigen Beisviel der mili­tärischen Strafjustiz, das täglich bundertemal in der bürgerlichen Praxis Vorfällen kann, ohne daß es möglich ist, einen Justizmord zu beseitigen, sollte sich mit unabweislicker Deutlickkeit ergeben wie dringend notwendig die Einführung der Be­rufung in bürgerlichen Strafkammersachen ist. Sie wird bekanntlich im Rahmen der gesamten Revision der Strafprozeßordnuna angestrebt, deren kläglicher Aufschub sick immer mei, als eine gröbliche Vernachlässigung langjähriger Volkswünsche und der Forderung nach elemen­tarer Gerechttgkeit darstellt."

Auf einen weiteren Mißstand wird imBer­liner Tageblatt hingewiesen: Das Fehlen einer Strafe für Klagen wider besseres Wissen.Setzen Sie den Fall, jemand besitzt absolut nichts! ,Eines Tages kommt er auf den Gedanken, von irgend einem wohlhabenden Menschen zu behaupten, dieser schulde ihm eine Summe, sagen mir , 100 Mark, und den Mann wegen dieser angeblichen Schuld zu verklagen. Die Beweiserhebung er- gibt durch den Gd des Beklagten, daß er dem Habenichts niemals auch nur einen Pfennig ge-

Marburg

Sonntag, 26. März 1905

AuS eigener Erfahrung kenne ich die Kreise, denen die meisten dieser Armen entstammen unb mußte selbst schwer mit ihnen, ringen. Ich hei­ratete als Beamtentochter einen Handwerker, einen ordentlichen, tüchtigen Mann. WieviÄ Kampf, wieviel Achselzucken gab es damals. Heute tausche ich mit allen Cousinen und Tau- ten nicht. Oft, oft redete ich den Freunden mei­nes Vaters zu, laßt doch euere Söhne Hand­werker werden, sie sinden ihr Brot. Es war immer umsonst. Die Knaben müssen Lehrer oder Beamter ober Kaufmann werden. Sie werden gepreßt zum Examen, die Eltern mailen womög­lich Schulden, um die langen Lehrj -e mit all ihren nötigen und unnötigen Kosten zu tragen. Schließlich ist die Sckule beendet, dann beginnt der Kampf um die Eristenz, dann fangen sie ai^ die lange, lange Stufenleiter zu besteigen. Die meisten ermüden unterwegs und werden dann* Adressensckreiber. Ganz richtig he es, der Arbeiter kann noch verdienen, weil er arbeiten gelernt hat. Auch der Handwerker findet im­mer sein Fortkommen. Laßt eure -öl,ne ein Handwerk fernen, eine gute Erziehung und ge­legene Bildung ist auch für den Ha..dwerker eine wertvolle Mitgift auf den Lebensweg. Erzieht sie von Jugend auf so, daß sie mit Hochachtung zum ordentlichen Handwerksmeister aufblicken und es nicht für ein Heruntersteiaen ansehen, wenn sie schließlich Handwerker werden, weil sie für andere Berufe nicht passen. Gewöhnlich ist es doch so. Ebenso ist es mit den Mädchen. Die Mutter arbeitet, sorgt und darbt, damit die, Toch­ter ja rechten Staat machen kann, damit sie überall als Dame auftritt. Eine Handn.eker- frau zu werden, die im Notfälle auch einen Taler mitverdient, das wird von unserer weib­lichen Jugend gewissermaßen als is.nfebrigung angesehen. Laßt eure Söhne Handwerker wer­den, erzieht eure Töchter zur Einfachheit, dann werden die Knaben tüchtige M inner, die Mäd­chen brauchbare Frauen, vorbildliche Mütter, und damit ist ein großes Stück unserer sozialen Frage gelöst.

schuldet hat. Der Kläger wird also abqewiesen. Jetzt kommt die Kostenrechnung. Kläger habe nichts, also muß der Beklagte blecken! Gibt es etwas Widersinnigeres? Mir ist der Fall schon passiert: Mich verklagte jemand, der von mir auf der Straße an einem bestimmten Tage an­geborgt worden sein, wollte. Ich konnte nach­weisen, daß ich über 4 Monate im Auslände war gerade zu der Zeit, wo ich den mittellosen Men- jchen angepumpt haben sollte. Natürlich wurde oer Mann mit feiner Kfeoe abgewiesen, ich aber hatte das Vergnügen, ne :er die Kosten des von ihm beliebten Handels zu zahlen." In der Tat ist, dieser Zustand unhaltbar. Schon in den häufigen Fällen, wo entlassene Handelsangestellte nachträglich vermeintliche Ansprüche gegen den Prinzipal geltend machen, ist es eine Härte, wenn der Prinzipal hinterdrein wegen Mittellosigkeit des Klägers die Kosten tragen muß. Da man Unbemittelten die Inanspruchnahme der Rechts­pflege in fernem Falle erschweren darf, so bleibt vier nur übrig, daß der Fiskus in solchen Pro­zessen die Kosten übernimmt. Genau ebenso ist das seine Pflicht, wenn es sich um unbegründete Klagen wider besseres Wissen handelt, die von Mittellosen gegen Bemittelte angestrengt werden. In solchen Fällen aber müßte auch eine strafrechtliche Ahndung der wissentlick unberech­tigten Klage eingeführt werden. Gerade weil man denjenigen, die im guten Glauben ein ver­meintliches Recht verfolgen, die Hilfe der Ge­richte nicht versagen darf, gerade deshalb muß man gewissenlosen Leuten, die aus reinem Uebermut durch gegenstandslose Klagen ihren Mitbürgern und den Gerichten Scherereien macken, einen gehörigen Denkzettel geben.

Reichsdeutsche im AuSlaude.

Nach einer Statistik des Allgern. deutschen Schulvereins gibt es in den Vereinigten Staaten etwa 2 800 000 Reichangehörige und Reichs- bürttge. Außerdem in allen übrigen Ländern zusammen Wohl nicht allzuviel über eine Million, in Großbritannien einschließlich seiner Kolonien 150 000, in Oesterreich-Ungarn 120 000, in der Schweiz 112 000, in Rußland und Polen 100 OOÖ, in Frankreich 90 000, in Belgien 40 000,, in Holland 30 000, in Brasilien 50 000, im übrigen Europa, Mittel, und Südamerika, Asien und Afrika zusammen vielleicht 100 000. In welchem Grade diese Zahlen durch das Gesetz vom Juni 1870 beschnitten werden, zeigt sich an den verschiedensten Beispielen in drastischer Weise. In Rumänien z. B. sollen von 50 000 Deutschen, von denen 11 000 in Bukarest woh­nen, nur 2000 als Reichsdeutsche eingetragen fein. Die meisten sind ohne Wissen und Wollen ihrer Reichsangehörigkeit durch die Bestimmungen des Gesetzes vom Juni 1870 verlustig gegangen. Hefter die Dringlichkeit einer Abänderung dieses Gesetzes ist allerdings kaum ein Wort mehr zu verlieren.

w» tzcm MU für die Kreis« Marburg und Kirchhain.

JUustriries

wie zahlreiche auswärtige Behörden, die Bürger' meister- und die Forstämter, Notare und Gerichts­vollzieher, Garnisonsverwaltungen, Bankinstitute rc. benutzen ständig fast ausschl eßlich die ,O b er hef sif cke Zeituno' für ihre Bekanntmachungen, Verpach­tungen rc. 2c., ein Beweis wie sehr allseitig die .Oberhesstsche Zeitung" als gutes InferationSorga« ge­schätzt wird.

Damit in der regelmäßigen Zustellung der Oberhcsfischen Zeitung" keine Unterbrechung eintritt, ist es rötlich, dieselbe so­fort zu bestellen Denjenigen unserer Abonnenten, die unsere Zettung nicht durch die Post erhalten, wird dieselbe, sofern sie nicht abbestellt wird, auch fernerhin ohne weiteres zugehen. Die .Ob er hessische Zeitung" mit dem .Amtlichen Kreisblatt für die ffreife Marburg und Kirchhain" dem ,3llurfrierteit SonntagSblatt" und den .Ziehungslisten der Preußischen Klassen» lotterte" kostet nach wie vor pro Quartal 2,25 Mk. Einesteils, um den Inserenten und andererseits, um den ländlichen Lesern entgegenzukommen, ist die Ein­richtung Betroffen, daß für die Landorte unsere Zeitung am Sonnabend in zwei Ausgaben und zwar morgens und nachmittags expediert wird.

Wir bitten unsere zahlreichen Freunde und Leser, für die weitere Verbreitung unsrer Zeitung zum neuen Quartal eifrigst tätig zu fein.

Probeblätter werden gern unentgeltlich zur Ver­fügung gestellt.

Verlag und Leitung derOberhesstsche» Zeitung".

AIS Leichensteine.

Sein rauher Vasall, Der rasende Nordsturm Heulte dazu

Ein schauriges Grablied. Und Hödur herrschte Mit herzloser Härte Und grimmiger Kraft- Auf ragenden Bergen Schuf er sich Sitze, Kristallpaläste, Aus glitzernden Gletschern Und funkelnden Firnen Hochaufgetürmt: Und über die Täler Breitet' er prangend Den Königsmantel, Den Hermelin. Doch höre, Hödur, Hartherziger Herrscher, Das rächende Schicksal Naht sich auch dir.

Vom glühenden Südland Kehrt Mutier Sonne Voll Sehnsucht zurück, Prangend in neuer Schönheit und Kraft. Zornfunkelnd steigt sie

Die skM»äk!ize pitfischt lege »nacht eS für jeden, der mit d-Kenntnis der TageS- »reigniff- auf dem Laufenden bleiben will zur Not- "-'benbigteit, sich eine täglich rfchemende, alle Bedürf-

Piffe des LeferS befriedende Zeitung zu halten, « Auch im kommenden Soa-ner, wo in vielen Kreisen das Lesebedürfnis gering» wird, ist eine gut bediente reichhaltige Zeitung nüt zu entbehren, denn nach wie vor beansprucht - der anderen polittlchen Fragen gar nicht zu gedenken- der russisch-japanische Krieg, kessen Ende noch m'cht abzusehen ist, und der Auf­stand in Deutsch^Ldwestafrika der fortgesetzt schwere »Opfer unserer tapferen Truppen fordert, die ttttgemeine Aufmerksamkeit des Lesepublikums.

Die ganze

Oberheffifche

Bevölkerung kennt unsere Zeitung seit nunmehr vierzig ßsahren und weiß, daß in ihr neben denErfordernissen eines gutenNachrichtendienstes stets dieJntereisen aller Stände die weitgehendsteBerücksichtigung und Förderung erfahren haben. DieOberhesstsche

Du sahst sie finken, All deine Kinder, Von Hödurs Frosthauch Hingemorbet.

Zur einsamen Mutter Warst du geworden Wie Ninbe einst. Strahlen ströme Gleich flutendem Herzblut Vergoß unaufhaltsam Die schmerzzerriffene Mutterbrust, Bis mutlos und krank Mit erblaffendem Antlitz Du südwärts wanktest, um all den Jammer Nicht mehr zu schaun. Der Lebenzerstörer Hödur vollbrachte Sein heilloses Werk. Die Toten begrub er lind stampfte den Boden Zur ehe, neu Kruste, Daß nie mehr ein Leben Empor sich ränge. Und auf die Gräber Säufte er höhnisch

chimmernbe Schollen

Mit verhaltener Glut Ueber die Berge Und lugt in das Land. Da sieht sie ihn fitzen Ja gleißendem Glanze Den Feind alles Lebens, Den Mörder der Kinder. Doch Hödur grinst höhnisch Und spottet der Hohen Und ihrer Entrüstung Sie aber sendet Strahlenspeere Auf ihn htnab;

Den wallenden Mantel Zerfetzen sie ihm Und kaffen nur elende Lappen noch hängen. Vom mächtigen Angriff Entmutigt und mürbe Zieht sich der Finstre Zurück in die Berge. Sie aber schleudert Glühende Brände Auf Dächer und Wände Der starrenden Zwingburg. Da zuckt und züngelt Wogende Wärme Und flackert wie Flammen

jbarf mit Befriedigung amf eine fortgesetzt sich ver­größernde Auflage Hinweisen und die viel­fachen Aeußerungeu treuer Anhänglich- fielt aus dem Leserkreis find uns ein schöner und erfreulicher Beweis dafür, in wie hohem Maße unserer Zeitung Vertrauen und Interesse ertce^Mto gebracht wird, und zwar nicht nur

in Martzmg

Ifelbft, sondern auch auS den Kreisen der ländlichen Bevölkerung. Zu unserer lebhaften Genugtuung hat oteseS Vertrauen namentlich in dem

Mittelstände

afller Kreise unt Be^urSzweige, diesem Kern unterer ganzen Volkskraft, feste Wurzel gefaßt, und dies ist uns, wie wir auch schon in unserem Rückblick zu Beginn des vierzigsten Jahrganges betont haben, ein neuer Ansporn tn dem unablässigen Bestreben, die .Oberhesstsche Zeitung" zum besten Blatt für den Bürger und Bauer, zu seinem treuen Berater und Helfer für de« kleinen Mann k dieser für ihn so schweren Zeit zu machen

Die der hessisch» Zeitung" vertritt einen durchaus nationalen Standpunkt und nimmt zu allen politischen und wirtschaftlichen Fragen freimütig Stellung im Sinne der alten bewährten konservativen Politik Bismarcks, die auch heute noch für unsere politische Entwicklung maßgebend fein soll.

Die,Obei.hefsische Zeitung" bietet neben den verschiedensten Artikeln und Aufsätzen populär- wissenschaftlichen Inhalts eine rasche und genaue, durch einen vorzüglichen Depeschendienst vermittelte Berichterstattung über sämtliche wichtige und mtereffante Vor­gänge im In- und AuSlande, eine umfaffenbe Chronik aus der Provinz und den SLdjbatgtbieten, interessante Berichte aus Stadt nno Umgebung, aus dem Vereinsleben, gut gewählte» Unterhaltungsstoff, Mittei­lungen aus den verschiedensten Gebieten der L a n b wirtschaft, Kunst, unb Wisfenschaft, 8och schulnachrich ten, dienstliche Personalien, andelSnachrichten. tägliche Wetterberichte u. a. m DieOberhesstsche Zeitung" hat nach­weislich die grüßte Auflage am Platze unb ist bas toeitberbreitetfte unb besteingeführte Blatt in Marburg unb den angrenzenden Kreisen. Infolgedessen ist die sOberhesstsche Zeitung'" als ein Jnsertio«sorsa« erste« Ranges bekannt unb geschätzt.

! Anz eigen haben nachweislich bengrößten unb sichersten Erfol g. Die Staats- u.städtischen Behörben, in Marburg unb in ber Provinz, so-