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fl gezogen hatte, sy daß map sein Gesicht Mmög«

Halenpot ins Werk gesetzt. Bei 17 Besitzern verhinderten die Ausständigen die anderen Ar» beiter, zu arbeiten. Truppen find dorthin ab- gegangen. Der Gouverneur ist gleichfalls in das Ausstandsgebiet abgereist.

Lodz, 21. März. Gestern Abend schossen unbekannte Personen auf den Polizeioffizier MoSgunow, der durch drei Kugeln schwer ver» wundet wurde. Die Angreifer sind verschwunden.

Moskau, 21, März. Der Semstwo deS Moskauer Gouvernements beschloß, dem Mi« nister deS Innern durch eine besondere Depu­tation folgendes Gesuch zu unterbreiten: Durch das Reskript vom dritten März wurde eine be­sondere Konferenz unter dem Vorsitz deS Mi­nisters des Innern eingesetzt zur Beratung der Frage der Zuziehung gewählter Volksvertreter zur Beratung von Gesetzentwürfen. Die Zu­sammensetzung der Konferenz wurde jedoch noch nicht bestimmt. Nach der Meinung deS Mos­kauer Semstwo sollten die Gouvernements Semst» Wo8 und die Stadträte von Städten mit über 50000 Einwohnern je zwei Vertreter, die klei» neren Städte je einen Vertreter wählen, welche sich in Petersburg versammeln und die Depu­tierten in die obige Konferenz wählen sollten. Alle Vorbereitungen sollten bald erfolgen unter Berücksichtigung weitgehendster Oeffentlichkeit.

Sie sah, wie der Lauernde einen blitzende« Gegenstand aus der Tasche zog, ein leises Knacken tönte an ihr Ohr, er hielt die Waffe schußbereit in der Hand, nun galt kein Zögern mehr, sie mußte handeln, sie wollte nicht untätig zusehen, wie hier ein edler, guter Mensch meuch­lings hingemordet wurde.

Sie stand eben im Begriff, hinter dem Lau­ernden herum das Gittertor, welches offen stand, zu erreichen, um Leute von der Straße herein­zuholen, als sie im Innern des HauseS feste, männliche Schritte vernahm. Der Schreckliche mußte dies ebenfalls gebärt haben, denn er drückte sich tiefer in den Schatten, und in dem Augenblick, wo die Haustüre geöffnet wurde und eine hohe Gestalt im dunklen Mantel über die Schwelle trat, um sich dem Gittertore zuzuwenden da krachte ein Schuß durch die Sülle des Winterabends.

Neueste Telegramme.

' Berlin. 21. März. Dem Generalmajor z. D. .Meckel in Groß-Lichterfelde ist vom Mikado in Anerkennung der großen Verdienste, die er sich ium die japanische Armee als Lehrer der Taktik 1 erworben hat, eine hohe Anerkennung zuteil ge- ; worden. Ihm wurde das Grvßkreuz des Ordens deS Heilig. S^atzeS verliehen, eine der höchsten Auszeichnungen, über die der Kaiser von Japan verfügt.

L Berlin, 22. März. Die Trauerfeier für den Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein findet am 23. März um 2 Uhr im Saale des Ministeriums des Innern statt. Daran schließt fich die Ueberführung nach dem Lehrter Bahn­hof. Die Beisetzung findet am 24. März um 11% Uhr in Steinhorst bei Hannover vom Bahnhof aus statt.

: .Berlin, 2D März. Der.Staatsanzeiger' meldet: Der Vizekanzler detz Ordens paar le mente für Wissenschaften und Künste Prrfeffor Dr. Auvers-Berlin wurde zum Kanzler, der Bildhauer Professor Friedrich Schaper zum Vizekanzler des Orden? ernannt.

Bremer,, 22. März. Gestern erfolgte hier der glückliche Stapellauf des neuen kleinen Kreuzers .Leipzig." Die Taufrede hielt der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Jnstizrat Dr. Tröndlin.

Kopenhagen, 21. März. Der Folkething nahm heute in zweiter Beratung mit 56 gegen 46 Stimmen den Gesetzentwurf betreffend Ein­führung der Körperstrafe in der vom Lands- thing beschlossenen Faffung an. Da8 Zustande­kommen des Gesetzentwurfs ist damit gesichert. , Petersburg, 21. März. Gestern wurde in Zarskoje Selo unter dem Vorsitz des Generals Dragomixow ein Kriegsrat abgehalten, in welchem über die eventuelle Fortsetzung oder Beendigung deS Krieges beraten wurde. Nach längerer Debatte, an welcher fich alle Mitglieder des Kriegsrates beteiligten, wurde die Fortsetzung I be8 Krieges mit allen gegen eine Stimme I beschlossen. Der Antrag besagt, daß der I Krieg fortgesetzt werden müsse, obgleich die I Aussichten auf Erfolg äußerst gering seien. I Durch die sofortige Mobilmachung werde jedoch I bas Gleichgewicht wieder hergestellt werden. I

Petersdnrg, 21. März. (W. B.) General «enewitsch meldet unterm 20. März: Die I Heere setzten gestern ihren Rückzug nach Norden I fort. Heute bewilligte ich den Truppen einen I Ruhetag. I

: Newyvrk, 21. März. Die Vereinigten Staaten verlangten vom Präsidenten Castro von I Venezuela sofortige Antwort, ob er geneigt sei, I die schwebenden Streitfragen vor einem SchiedS- I gericht zum Austrag zu bringen. I

S Doch Heinz schüttelte energisch den Kodk.

; >ch lüge nicht, Eugen," sagte er ernst, denn ;tn seinem Herzen begann sich das Mitleid mit der Oual des Bruders zu regen; dennoch woll^ er vicht auf halbem Wege stehen bleiben.

Wenn Du mir nicht glaubst, so gehe hin und i,frage sie, sie wird Dir .ieine Antwort bestätigen 5$ bat sie gestern um eine Zusammen- gwnft, ich wollte sehen, ph sie wirklich kommen

Ungleiche Brüder.

-Driginal-Roman von Irene dm» Hellmuth.

(Fonsipung.)

Aber Heinz liefe sich nicht so leicht abfertigen. .Er glaubte den Grund zu kennen, der den Bru- -ber an die frische Lust trieb. Es war ihm zur Gewißheit geworden, daß Eugen eine tiefe Leiden- fdhoft für die schöne Violetta gefaßt hatte, und Sa er m einer Verbindung der beiden nur Unheil für die ganze Familie erblickte, so luchte er mit allen Mitteln dagegen anzukämpfen.

Rate einmal, woher ich jetzt komme," sagte er daher rasch.

iDas ist mir höchst gleichgstttg, weshalb hältst Du mich auf?" lautete die Antwort. Um den Mund lag ein müdes Lächeln, die Augen blickten trübe und schwermüttg. So glaubte Heinz den ^Bruder noch nie gesehen zu haben. Und doch hiAt er es für das beste, Eugen auf irgend eine »Weile zu kurieren.

.Ob Dir bief so gleichgiltig ist, wird sich feigen, begann er wieder,also höre. Ich hatte jeden em Rendezvous mit der schönen Violetta, ZT stehst Du " unterbrach er sich, als der -Bruder eine hefttge Bewegung machte,die -.Sache icheint Dich doch zu interessieren, ich wußte es ja i

schrie Eugen aufgeregt,sage, bafj es nicht wahr ist, es kann nicht wahr fein?* j

mit dem KeeWlatt für die Preise Marburg uud Kirchämu.

Der Kampf um die deuticke Sckuleu. verwenden." Das heißt also, wenn ' I 3- 33. in irgend einer städtischen Elementarschule in Ungarn. I unter etlichen hundert Schülern sich 20 zur nta-

T I gyarischen Muttersprache bekennen und in

I ivelcher Stadt oder größeren Gemeinde könnte

Von einem Siebenbürger Sackfen wird uns I man dieses Verhältnis nicht, wenn auch künst- geschneben: sich, erreichen? so muß in sämtlich.n Klassen

Der ungarische Kultusminister Berzeviczy hat I der Unterricht, in der Unterrichtssprache der vor feinem Scheiden au3 dem Amt, vielleicht um I Schule und magyarisch, erteilt werden, gewiß sich der kommenden Regierung zu empfehlen, sei- I nur zum Schaden des Gesamterfolges, neu Schulgesehentwurf ins Deutsche übersetzen I Aber noch tiefer greift die Bestimmung, nach lassen, damit man auch in Deutschland .ckenne, I der an sämtlichen Volksschulen Ungarns 6 Jahre wie der Entwurf nichts Schlimmes wolle. hindurch (vom 6.12. Lebensjahr) täglicher

Der Gesetzentwurf lohnt in der Tat, daß die I Vollunterricht und 3 Jahre hindurch (im Winter öffentliche Meinung sich gerade jetzt dar an küm- I in wöchentlich 7, im Sommer in 4 Stunden) mere, wo in Ungarn alles in Frage steht. I Wiederholungsschulunterricht zu erteilen ist. In

Eine zweifache Tendenz kennzeichnet diesen I der Wiederholungsschule ist die Unterrichtssprache Gesetzentwurf: Die rücksichtslose Anslehnung des ausschließlich die magyarische. Di se Bestiin- magyarischen Sprachunterrichts auf Kosten der I mung bedeutet schon in sich einen unverantwort- Gesamtbildung und die Ausnützuna dieses An- I lichen Rückschritt. Auf Grund beS 1868-er Volks- lasses zur Knebelung der nichsttaatlichen (konfes- I scknlgesetzes hat sodann z. B. die evangelische sionellen) Schulen durch die Staatt-aewalt. I Landeskirche in Siebenbürgen ihre Volksschulen

Der Unterricht der magyarischen Sprache ist I seit mehr als 30 Jahren schon mst 8- bezw. bekanntlich schon 1879 in sämtlichen Volksschulen 9-jähriger täglicher Vollschulpsticht organisiert. Ungarns, eingeführt worden. Allerdings ist der | Indem der Gesetzentwurf sämtlichen Volksschulen Erfolg dieses Unterrichtes in den Gegenden, wo I des Landes diese einheitliche Minimalorgani- die zusammen etwa die Hälfte der flflamtbevöl- I fation aufzwingt, schneidet er ihnen auch dort, wo I ferung Ungarns ausmachenden Nationalitäten I sie möglich wäre, die Entwickelung zu der in den I Deutsche, Rumänen, Slovaken) in geschlossenen I Kulturstaaten schon längst eingebürgerten 8- und I Massen wohnen, nur sehr mäßig gewesen. Statt I 9-jährigen Vollschulpflicht ab. Oder er lähmt nun daraus den natürlichen Schluß zu ziehen, I f,e wenigstens: denn diejenigen nickt magyari- I daß dort, wo der tägliche Umgang absolut keine I f^en Volksschulen Ungarns, die über das float- 1 Gelegenheit zum Höre., und zur Uebung einer I lich geforderte Mindestmaß hinaus schon bisher I andern als der Muttersprache gibt, die schul- I stck zu 89-jähriger täglicher Vollfchule ent- I mäßige Erlernung einer fremden Sprache, zu- I wickelt haben, dürfen diese Organisationen auch I mar in der Volksschule, ein nutzloses und frucht- I weiter beibehalten, wenn sie den Unterricht in loses Unternehmen sei schraubt der Jesetzent- j den 3 höchsten Schuljahren magyarisieren also ge- I Wurf die Anforderung an den magyarischen I rade in den Jahren, in denen erst der kindliche Sprachunterricht ins Ungemessene hinauf, indem I Geist so weit heranreist, um über die mechanischen I er als das Ziel dieses Unterrichts auffiellt, daß I Fertigkeiten hinaus zur Bildung des Charakters | bte Kinder nichtmagyarischer Muttersprache sich I notwendigen Kenntnisse und Willensimpulse in I bte magyarische Sprache so sehr ans ren, daß I sich aufnehmen zu können. Wer sollte da die Ab- I fee ihren Lebensverhältnissen entsprechend, ihre I ückt,nicht merken und sollte nicht über den kalten I Eedanken magyarisch aussvrechen, ferner fließend I Zynismus entsetzt sein, mit dem um der natio- | magyarisch lesen, schreiben und rechnen können. I naIen Unduldsamkeit willen die heiligsten Auf- I Em Ziel, das in der eigenen Mutter- und Unter- I gaben der Volksschule niedergetreten werden! I richtssprache erreicht zu haben, jede Volksschule I =====^=__ I

sich glücklich schätzen kann, das aber neben der I ~ ~ ' I

Muttersprache in einer dem Schüler von Haus I llttlftfirtlt I

aus fremden Sprache auch nur ernstlich zu er- I , I

streben, notwendig die Gesamtbildung herab- I Die ix Rußland. I

briitfen heißt, da nunmehr von der ohnehin karg I Dorpat, 21. März. DieBeweauna unter I bemessenen Zett und von dem nach vielen Seiten I der landwirtschaftlichen Bevölkerung in den um« I bin zu richwnden Interesse, der Löwenanteil die- liegenden Gütem kettet fick fern einen Gegenstand zufallen muß Dam kom. I .ern.Nck weiter auS. Hin I

men noch zwei Verfügungen, die den Gebrauch I k-Äe** h0.bte Gutsbesitzer I der Muttersprache als Unterrichtssprache zum S Zugeständnisse machen, einen gewaltigen Teil beschneiden. Zwar bleibt die Bestimmung I Eharaktrr an. Im allgemeinen verläuft die Be- I der Unterrichtssprache den Schulanftalten übw- I toeBrun(t ruhig und hört dort, wo auch nur teil« I lassen,wenn aber die Muttersprache von min- I *t,eile Zugeständnisse gemacht werden, auf. Von 1 bestens 20 b. H. der Gesamtheit der eingeschrie- | den Gutsbesitzern wurde vielfach ohne Not mili- | betten Zöglinge die magyarische ist, oder wenn I tärische Hilfe verlangt. I

unter ben ge,amten Zöglingen sich mindestens Mit au, 21. März. Agitatoren, die von fl? 2 di-'^Ä^-i^^leriprache befinden, so I Libau kamen, haben einen Ausstand der Ar« I ist^auch^die magyarische Sprache als Unterrichts- I beiter und Bauern in den Bezirken Grebin und I

s

Wetlis dem sich langsam Entfernenden Schnee in dichten Massen hernieder.

.»I pfi .a fnth <««| .yy.f* i I < q b oletta der Gedanke an

Z putzte ja fein, zu unser aller Heil mußte das gestern Erlebte, an den Drohbrief, den Eugen

-' ~ I erhalten, und es war ihr beinahe zur Gewißheit

Vom Turme der hohen Zionskirche schlug es I geworden, daß jener Mensch dort etwas Schlim- eben sieben Uhr, als Violetta am Abend desselben I mes beabsichtigte. Was sollte sie tun? Sollte

Gartenhaus verließ um sich zu der I sie Lärm machen, die Leute rufen. schreien? wa^eüi 3 begebem Dieser Klopfenden Herzens, mit angstverzerrtem Gesicht

Wi ler FunS in r ^uzen und schlotternden Knie» stand sie da. Sie wagte

gehörte SS Erstellungen statt fanden Er kaum zu atmen, um jenen schrecklichen Menschen ÄiSiS w',röe dem jeweiligen nickt aufmerksam zu Macken!

D r Direktor ^^retet. Es waren qualvolle Sekunden, während die

mmt £ bveft ungemein streng auf Ord- Gedanken in wilder Hast durch ihren Kopf

nung, eine halbe stunde vor Beginn der Vor- I schwirrten.

Iteaung mußte das ganze Künstlerpersonal ver- ILieber Gott, was fange ich nur an?" backte

wedEeine7char^Rüa?od^^ en8t- t6' "?ut. einen Ausweg laß mich finden, nur

falle Geldstralelu gewärtt^u 25teb^dun9§* I emcn einten,. rettenden Gedanken!"

Jßioletta ging langsam, denn vor halb acht Uhr brauchte sie sich nicht einzufinden. Sie näherte sich dem Vorderhause, als sie plötzfich ein Geräusch vernahm. In der Angst, sie könnte Heinz noch einmal begegnen, trat sie rasch und lmtlos l inter einen dicken Baumstamm, um nicht gesehen zu werden. Sie drückte ihre Kleider an fick, schlich, mitten durch den Schnee watend, um br? Haus herum und kam so von der andern Seite an den Ausgang.

Auf einmal erspähte ihr scharfes Auge hn Schatten des Torpfeilers eine dunkle, in einen I .en Mantel gehüllte Gestalt. Da Violetta ganz leise von hinten kam. wurde sie nicht be­merkt, aber sie konnte jetzt erkennen, daß es ein Mann mit schwarzem Bart war, der den breit- krampigen, dunklen Schlapphut tief in die Stirne

Marburg Erscheint wöchenllich sieben mal.

Domicrslag, 23. März 1905. 04 40- 3a6rg.

Der rusflsch-japüttiM dtrieg.

Petersburg, 21. März. Ein Telegramm berichtet, daß die Truppen OkuS und NodzuS die Russen stark bedrängen. Die Truppen KamimuraS rücken in der Richtung nach Kirin vor, dessen Besetzung Marschall Ohama be­schlossen hat, um eine weitere Konzentration der rus. schen Armee zu verhindern.

London, 21. März. DerDaily Mail< wird auS Tokio gemeldet, daß die Russen voraussichtlich in dem Landstriche zwischen Tschantu und Kirin noch einmal standhalten werden. Die Japaner dürften diese Ver­teidigungslinie, selbst wenn sie außeroroentlich rasch vorrücken sollten, nicht vor 14 Tagen oder 3 Wochen erreichen.

Tokio, 21. März. Die Tatsache, daß heute keine Berichte über den Rückzug der Russen und die Verfolgung durch die Japaner eingelaufen sind, läßt darauf schließen, daß die Russen die Linie zwischen Tschangtschun und Kirin zu halten beabsichtigen. Die Japaner setzen eifrig die Verfolgung der Nachhut Line- witschS fort, aber die beschädigten Brücken hindern am Vordringen und geben möglicher­weise den Russen Zeit, fich zu sammeln, Ver' stärkungen heranzuziehen, sowie wieder Ver- teidigungSwerke zwischen Tschangtschun und Kirin herzustellen. ES heißt, daß ein Teil bei Garnison Wladiwostok fich in Eilmärschen nach

Aber die Kugel hatte ihr Ziel verfehlt; denn in der kritischen Sekunde war Violetta mit zwei Sätzen herbeigesprungen, und schlug mit seltener Geistesgegenwart dem Manne die Waffe aus der Hand. Die Pistole fiel zur Erde, im Fallen sich entladend. Aufs höchste betroffen und bestürzt bon dieser ungeahnten Dazwischenkunft, sank der Mann beinahe in die Knie, doch bann mochte et sich erinnern, was für ihn auf dem Spiele stand, eilig raffte er sich auf und verschwand im Dunkel der Nacht.

Noch zitternd und bebend infolge der ent­setzlichen Änast, stand Violetta da; sie suchte eine Stütze und lehnte sich an das Haus, denn sie war dem Ilmsinken nahe. Sie strengte ihre Augen an, um das Dunkel zu durchdringen, denn sie fürchtet etwas Schreckliches sehen zu müssen. Aber nein, da stand die hohe Gestalt aufgerichtet und unverletzt, jedoch ohne sich zu regen.

Eugen Mertens begriff die Situation nicht gleich, so schnell war alles gekommen. Er hatte noch kaum eine Ahnung davon, in wel her Gefahr er geschwebt und daß sein Leben auf dem Spiele gestanden. Bei dem Knall hatte er sich umge­wandt und war stehen geblieben. Er sah, wie ein Mann in eiligem Lauf an ihm vorüber zum Tor hinausrannte, und bemerkte Violetta erst, als diese auf ihn zukam. Sie bückte sich, hob die Messe auf und reichte dieselbe Engen.

Man wollte Sie töten, Herr Mertens; vielleicht gibt Ihnen die Waffe einen Anhalts­punkt, den Elenden ausfindig zu machen."

Angst und Schmerz sprachen deutlich aus dem Ton ihrer Sttmme. Eugen bemerkte, wie Violetta zitterte, und heiß flammte es in ihm auf. Sie schien zu wanken, er griff rasch zu, um die bebende Gestalt zu stützen.

~ ' .. WorsHung folgt.)

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