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Vierteljährlicher Bezugspreis, der der Exp-dition 2 Mk., bn allen Postämtern 2,25 Mk. <c$cl. Bestellgeld).

Jnsertionsgebtthr: die gespaltene Zeile ober Deren Raum 10 Psg, Reclaniei;: die Zeile 25 Psg.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck imb Verlag' Joh. Aug. Koch, UmvcrsitätS-Buchdmckerei 40. Jahrq.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Mittwoch, 15. März 1905.

M dem Kreisblatt für die Anse Marburg imd Kirchhain.

WriuMMhSi WiMM «»Mwms

Zweites Blatt.

NeueErinnerungen an Bismarck."

Im Verlage der I. G. Cottaschen Buchhand­lung Nachfolger sind kürzlichErinnerungen an BiSmarck, Neire Folge, 18771899" vom wiirt- teurbergischen Gtaatsminister a. D. Frhr. von Mittnscht erschienen, die eine Reihe wichtiger Bei- trsFts'züc Zeitgeschichte enthalten. Wir entneh­men dem Bericht über einen Besuch, den Mitt­nacht im August 1878 dem Fürsten Bismarck in Kissiugen abstattete, folgendes:

Eine Zeitlang habe es geschienen, als ob Rußland nicht gegen die Türken, sondern gegen Oesterreich sich inenden wolle, und er (Bismarck) sei sroh gewesen, als der erste Kanonenschuß in der Türkei gefallen sei. Im Jahre 1876 habe der Kaiser von Rußland durch den Militärbevoll­mächtigten an den Kaiser Wilhelm die direkte FragL gestellt, ob er im Falle eines Krieges mit Oesterreich auf seine Neutralität rechne» könne;

der Kanzler, habe geraten, zu erwidern, daß die Frage nur dann beantwortet werden könne, wenn sie in offizieller Form gestellt werde, was dann nicht, geschehen sei. Das Mißtrauen, wel­ches mau in Oesterreich immer noch gegen Bis­mark gehegt habe, sei durst; den Verlauf des Kongresses , vollständig aus der Welt geschafft. Dagegen sei in Petersburg Verstinunung und Mißtrauen augefacht worden. Gortschakow, Oubril und Schuwalow haben sich das Wort ge­geben, nicht einseitig nach Hause zu berichten; die Heiden, ersteren haben die Zusage gebrochen; sie haben nicht an den Kaiser, aber an ändere, so daß der Kaiser es erfahren mußte, geschrieben, und den Kaiser glauben gemacht, es handle sich in Berliü. um eine europäische Verschwörung geae'.r Rußland unter des deutschen Reichskanzlers Führung. Als Schuwalow dahintergekommeu, habe er persönlich mit den Akten in der Hand seinem Kaiser den Ungrund nachgewiesen. Heber .Gortschakow sprach der Fürst in den schärfsten Ausdrücken, er sei ein Deutschenhasser, und habe seit fünf Jahren die unfähigste Politik getrieben. > . . Einen preußischen Finanzminister zu finden, sagte der Kanzler, sei schwer gewesen. Er habe den Posten Delbrück angeboten, obwohl dieser über seine Wahl in den Reichstag mit dem Für­sten sich nicht zuvor benommen habe; derselbe habe abgelehnt mit der Andeutung, daß das Handelsministerium ihm mehr entsprechen würde. Darauf habe er ihm dieses auaeboten. Delbrück habe aber nach vierundzwanzigstündiner Bedenk­zeit, während welcher er mit den Nationallibero- len verkehrt habe, abermals abgelehnt; er würde Wohl eher Lust tragen, in ein nationalliberales Ministerium einzutreten: Camphauwu, Delbrück, Bennigsen, Stauffenberg, Forckenbeck, Grcf Münster, mit tvelchem die Nationallibrralen auch verkehren. Auch Stephan habe das Fmanz- igiuisteriuin ausgeschlagen, nachdem er mit Camphaufen und anderen zusanimengewesen. Forckenbeck würde Bismarck nie akzeptieren, weil er sehr weit nach links gehe und etwas von einem Rabulisten habe. Anders verhalte es sich mit Bennigsen und Stauffenberg. Letzterer würde gern Minister werden, habe aber eine törichte Rede gehakten und die Krone gegen sich cinge- iwuunen, bei.welcher Bismarck sein einziger An­walt gewesen wäre. In den Augen des Kaisers erscheinen Forckenbeck dunkelrot, Bennigsbu und Stauffenberg blaßrot, alle drei rot. .'. . Mit dem (vor der Einbringung beim Bundesrat den Bundesregierungen vertraulich mitgeteilten) Ent­würfe eines neuen (zweiten) Sozialistengesetzes erklärte sich der Reichskanzler teilweise nicht ein­verstanden; derselbe strebe zu sehr nach Populari-' töt. Im ersten Satze hätte er eine Verstärkung gewünscht; map müßte entwedersoziatoeino- kratischen Bestrebungen" sagen oderauf Umsturz gerichteten Bestrebungen", beides zusammen sei zu viel; der letzte Satz fei ihm verdorben, er habe an eine Art Zivilbelagerungszustand ge­hackt mit Zulassung der Wiedereinführung von Zeitungskautionen usw., und jetzt wolle man die Ausweisunasbefugnis davon abhängig macheii daß der Betreffende ohne Unterbau sei: nament­lich aber behage ihm das richterliche Element in dem Reicksamt für Vereinswesen und Presse nicht weil der preußische Jurist meist Buchstabenjurist sei. _ (Bosse hat berichtet, Bismckrck habe den preußischen Richter für politisch unzuverlässig er- kmrt.) Richtig wäre der Bunde« rat. . . f Wei­ter teilte mir bei seinem Besuck>e der . Kanzler mit, er glaube kaum, mit dem Nuntius Masella sich verständigt zu haben. Er habe eine Nuntia­tur in Berlin und eine Gesandtschaft in Rom an- geboten und nichts weiter verlangt, als bie An­zeige der Ernennung der kirchlichen Oberen. . .

Ueber einen Besuch bei Bismarck in Gastein rm September 1879 berichtet Mittnacht: '

Der Kaiser von Rußland habe seit einiger Zeit Äem deutschen Botschafter in Petersburg gegen­über eine drohende Sprache geführt und in einem Eigenhändigen Schreiben an den Kaiser Wilhelm

gesagt, es könne so nicht fortgehen, daß Deutsch­land in ten orientalischen Kommissionen mit Oesterreich stimme, es könne dies die desastrmse- sten Folgen haben. In Alexandrowa habe zwar der russische Kaiser beteuert, daß er keine feind­seligen Gesinnungen gegen Deutschland hege, gleichzeitig sei aber der französische Minister.Wad- dington ivegen eines Bündnisses mit Rußland npprofondiert worden. Deutschland solle also ge­zwungen toerden, zwischen Rußland und Oester­reich zu optieren. Er, Bismarck, sei der Mei­nung, daß man diesem Zwange sich nicht unter­werfe und den russischen Hochmut zurückweise, und wenn wir zu optieren haben, würde er für Oesterreich optieren. Oesterreich sei ein kon­stitutioneller, sriedeliebtmder Staat, der unter den Kanonen Deutschlands liege, während wir Rußland nichts auhaben können. Uebrigens zeige ein Blick auf die Karte, daß ein feindliches Oesterreich namentlich Süddeutschland hxdrohen würde. Ungarn sei für Deutschland, und Eng­land würde sich wohlwollend verhalten. Stehen die beiden großen Nachbarmäckte. die eine Streit­macht von zwei Millionen Kämpfern in das Feld führen können, zusammen, so haben sie nienimtb zu fürchten. Der Moment sei nun gekommen, mit Oesterreich ein Abkommen zu treffen, an Stelle des alten Bundes, eine Art Verfasfungs- biinduis, von dem er wünschen möchte, daß es Kraft und Wirksamkeit eines Gesetzes erhielte. ... Fürst Bismarck habe dann die Frage er­örtert, wer fein Nachfolger werden könne, und erklärt, Graf Münster und Fürst Hohenlohe feien westländischer Neigungen verdächtig; es. müsse ein Staatsmann sein, der dem Kaiser voll Ruß­land genehm sei. Er fuhr fort: Die Erfahrung, wie schwer mitunter die regierenden Herren es ihren Ministern machen, ihrem Lande zu dienen, könnte den Gedanken nahelegen, Republikaner zu werden; er habe seinen König, der im Jahre 1866 auch von Abdikation gesprochen habe, auf seinen Schultern auf den Kaiserthron getragen, und jetzt wolle der Kaiser alles besser wissen, als sein Minister und alles selbst machen. Leider wisse er keinen deutschen Fürsten, der in dieser Angelegenheit auf den Kaiser einwirken könne. .... Der, später übrigens zurückgenommene eigenhändige Brief des Kaisers Alexander an den Kaiser Wilhelm habe von ihm, Bismarck, in wahren Invektiven gesprochen. . . .

Ueber Unterredungen nach Bismarcks Amts­entlassung berichtet Mittnacht:

Der Kaiser habe (nach Bismarcks Erzählun­gen) 1866 den Krieg mit Oesterreich fortsetzen und nach Ungarn Vordringen wollen, weil es fein Wunsch gewesen, ein Stück von Böhmen, den größten Teil von Sachsen und Bayreuth zu ge- Winnen. Die eindringlichen und ernsten Gegen­einwendungen des Kanzlers haben den Kaiser in die äußerste Erregung bis zu Tränen verseht, und der Kanzler, der selbst sehr ergriffen gewesen, habe sich in einer sehr schwierigen Lage befunden bis die wirksame Intervention des Kronprinzen eine günstige Lösung herbeigeführt habe, (seine schließliche Zustimmung habe der Kaiser aber nur mit der Erklärung gegeben, er willige in diesen schmählichen Frieden, weil fein Minister­präsident ihn vor dem Feinde im Stich gelassen habe und sein Sohu an die Seite des Ministers getreten sei. Au den Krieg mit Frankreich, vou tvelchem auch die Kaiserin abgeraten habe, habe der Kaiser nicht recht herangewallt.- Der Ein­druck der telegraphischen Depesche aus Ems vom 13. Juli 1870 sei ein ganz entmutigender ge­wesen, wie vor einem zweiten Olmiitz. Nachdem dex Kanzler sie zusammengestrichen habe, sei die Wirkung eine ganz andere geworden, wie eine Herausforderung mit Trompetenstößen, habe Moltke gesagt. Die so gekürzte Depesche sei so­fort veröffentlicht und an alle Gesandtschaften hinausgegeben Worten, und der Krieg fei dage- weseu. Nock auf der Rückfahrt nach Berlin am 15. Juli habe der Kaiser nur zur Mobilisierung von zunächst drei Armeekorps sich verstehen wol­len, als aber Bismarck, der i(Uu engegengefahren, bie neuesten Berichte über die Parlamentssitzung in Paris vorgelesen, habe der Kaiser zur Gesamt- niobilifierung der Armee sich entschlossen. Der Kronprinz habe sofort zum Wagenfenster hinaus- nerufen:Mobil! Krieg!" und nun fei eine Be­wegung, ein Rufen und Schreien entstanden, wie ter Kanzler nie etwas Aebnliches erlebt habe. Ans allen Stationen bis Berkin fei es so ge­wesen. ...

Umschau.

Dir Wohltätigkeitsbestrebungen des Deutschen Flotten- Vereins.

Heber die Ergebnisse der Wohltätigkeitsbe- strebimgeu, soweit sic vou der Präfi dialgeschäfts- stelle des Deutschen Flotten-Vereins ausgehen, geben hie nachstehenden Zahlen einen interessan­ten Heberblick. .

seit dem Jahre 1901 wurden bewilligt: '

Für Seemannshäuser 23 000 Mark, außer- dem sind für zwei weitere Jahre 30 000 Mark für das Seemannshans in Wilhelmshaven bereit

gestellt; für Schifferschulen 200 Mark, für See- mannsmisficmen ohne Rücksicht auf die Konfes­sion 6127 Mark, für den Schulschiffverein 16 200 Mark, zusammen also 45 527 Mark.

Aus demChinafonds" des Deutschen Flot­ten-Vereins, der zur Unterstützung hilfsbedürfti­ger ehemaliger Chinakrieger gesammelt wurde, sind bis jetzt 37 305,80 Mark gezahlt worden; das Kapital betrug am 1. Januar d. I. noch 133 901,35 Mark. Mithin sind seit 1901 ins- gesamt einschließlich der bereits bewilligten zwei Raten für Seemannsheime 112 832,80 Mark aus Mitteln des Deutschen Flotten-Ver­eins für Wohltätigkeitszwecke bereitgestellt worden.

Diese Zahlen ersetzen aber die Wohltätigkeits­bestrebungen des Deutschen Flotten-Vereins noch nicht, denn es bestehen bei verschiedenen Landes- Verbünden noch Stiftungen in teilweise beträcht­lichem Umfange.

Deutsche Kolonien.

Kontreadmiral Dr. Jng. BoeterS hat in der von Adolf Damaschke herausgegebenen Samm­lungSoziale Zeitfragen" soeben einen lehr­reichen Vortrag über Bodenreform und Kolonial­politik erscheinen lassen, den er auf dem letzten Bundestage der Bodenreformer gehalten hat. Kontreadmiral Dr. Boeters legt feinen Aus­führungen folgenden Leitsatz zu Grunde:

Das Ziel der Kolonialpolitik darf nicht fein die einseitige Ausbeutung des Kolonial­landes zum Vorteil des Mutterlandes; eS soll vielmehr sein die Erziehung und Hebung der Kolonialbevölkerung und die Entwickelung der Hilfsquellen der Kolonie zum Besten der Ge­samtheit. Die entscheidende Voraussetzung dazu ist die richtige Behandlung deS Badens, der nicht kapitalistischen Sonderinteressen ausge» liefert werden darf." Dr. Boeters macht u. a. die interessante Mitteilung, daß die boden- reformerische Landordnung von Kiautschou bet Initiative des Kaisers entstammt.

Hejsrll-Nssssn und

? Biedenkopf, 12. März. Im hiesigen Kreise sind die Frühjahrs-Kontrollversammlungen wie folgt festgesetzt ; In Rodheim a. d. B. am Sonn­abend. den 8. April, vormittags 8 und 9% Uhr, in Naunheim am gleichen Tage nachmittags 1% Uhr; in Hartenrod am Montag, den 10. April, vormittags 10% Uhr und 12 Uhr, in Nieder­weidbach am gleichen Tage nachmittags 3% Uhr; in Gladenbach Dienstag, den 11. April, vormit­tags 9% und 11 Uhr sowie nachmittags 3 Uhr; in Mornshausen a. d. Dautphe Mittwoch, den 12. April, vormittags 10% Uhr.'in Gönnern am gleichen Tage nachmittags 4 Uhr; in Oberdieten Donnerstag, den 13. April, vormittags 10 und 11% Uhr, in Wallau am gleichen Tage nach- niitags 3 Uhr; in Biedenkopf Freitag, den 14. Apnl, vormitagS 9 und 10% Uhr, in Eifa am gleiche» Tage »achmittags 4 Uhr; in Battenberg am Sonnabend, den 15. April, vormittags 9 und 10% Uhr und in Bromskirchen am gleichen Tage »achmittags 2% Uhr.

Gcnsunge», 13. März. In Felsberg brach he cke Nachmittag 1 Uhr Großfeuer aus, welches um 5 Uhr nachmittags noch nicht gelöscht war. Vier Wohnhäuser sind »iederaebrannt, z>vci Häuser stehen noch in Gefahr. Eines der abge­brannte» Häuser gehört dem Bäckermeister Fenge, beffen Schwester gerade bwrdigt wurde, als das Feuer ausbrach.

Hersfkld, 13. März. Ein schwerer Unglücks- fall hat üch heute Nachmittag auf der Fulda in der Nähe des Eichhofs und der Eichmäble ereig­net. , Zivei junge Leute, der 20 Jahre alte Oeko- nomie-Eleve Baron, vom Hungen und der 27 Jahre alte Gärtner Fritz Marhemke, beide auf dem Eichhof in Stellung, wollten in einem Kahn in der Nähe des Wehrs über die hoch ange- schwollene Fulda fahren.. Der Kahn schlug, ver- mutlich durch die starke Strömung, um, beide jungen Leute fiele» i»s Master und find leider er- triittken. Ihre Leiche» wäre» bis um 5 Uhr noch nicht gefüllten. - (Hersf. Ztg.)

Mecklar, 11. März. Ein trauriger Unglücks- sall ereignete lautHersf. Ztg." sich, in Meckbach. Zwei Knaben (Brüder) machten sich an einer Erdwand zu schaffen, die abgetragen werten sollte. Beide wurden von den abstürzenden Erd- massen verschüttet.,' Der ältere von ihnxn.konnte nur als Leiche hervorgezogen werden, während der jüngere einen Beinbruch erlitt.

Fulda, 12. März. Wie dieFuldaer Zeitung" nieioet, haben bis-setzt schon über 30 Kirchen- fürsten ihre Beteiligung an dem Bonifazius- Jubiläum, welches vom,4. bis 11. Juni hier ge­feiert wird, zugesagt. , Darunter besindeg sich : 3 Kardinale (Kopp-Breslau, Fischer-Köln und Klapschthaler-Salzbura), 5 Erzbischöfe (Posen, Freiburg, München, Utrecht und Weilmünster), über 20 Bischöfe und 6 Aebte. Der päpstliche

Nuntius in München wird der Schlußfeier am Pfingstsonntag beiwohnen.

Alsfeld, 12. März. Das Rathaus in Alsfeld, eines der kleinen Rathäuser in monumental wir­kendem Fachwerk, soll einem Beschlüsse des Ge­meinderats zufolge in allen seinen Teilen gründ­lich in Stand gefetzt werden. Der hessische Staat hat bereits im verflossenen Jahre eine genaue Aufnahme des Gebäudes durch das großherzog­liche Hochbauamt Alsfeld machen lassm. Mit den Arbeiten soll alsbald begonnen werden.

Eisenach, 12. März. In der Nähe des be­kannten Alexanderturmes bei Ruhla läßt der Großherzog von Sachsen ein einfaches Jagd­schlößchen errichten.

Marktberichte.

Frankfurt, 13. März. tGetreidemarkt.) Am bsutigen Wochenmarlt waren einheimische Brot­früchte ausreichend angeboten und schwach gefragt. Bei kleinen Umsätzen war Landweizen nachgebend. Landroggen behauptet. Ausländische Brotfrüchte in effektiver Ware knapper, aber bei stillem Geschäft ohne Preisveränderung. Gerste ruhig. Hafer bei schwachem Angebot in inländischen Qualitäten im Preise behauptet. Mais anhaltend seit und bei befriedigen­dem Ausfall der amerikanischen Provenienz gut gefragt. Es notieren je nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark 18,4018,50, kurhessischer Mk. 18,4018,50, norddeutscher Mk. 00,00-00,00, russischer Mark 18,25-19,25. Redwinter Mark 00,00-00,00, Kansas Mark 00,00-00,00, La Plata Mark 18,2519,25, Donauweizen Mark 18,6019,25, Roggen, hiesiger Mark 14,3514,40, daher. Mart 14,3514,40, russischer M. 00.0000,00, amerikanischer Mark 00,00-00,00, Gerste, hiesige Marl 17,50-17,75, Pfälzer M. 17,75-18,00, fränkische M. 00,00-00,00, Riedgerste M. 18,0018,25, ungarische M. 00,0000,00, Hafer, hies.ML 15,00-15,50, Rumänier Mk. 14,75 bis [5,75, bahr. 15,00-16,00, Muff. Mk. 14,75-15.75. Mais, Donaumais M. 00,00-00,00, Mixed M. 12,00 bis 12.25, Odessa 00,00-00,00, Laplata Ml. 00,00-00,00. Alles p. 100 Kilo netto effektiv loco hier. Mehl fest. Es notteren: Weizenmehl, hies. Rr. 0 M. 27,2528,25, feinere Marken M. 29,50-30,00, Nr. 1M. 25,25-25,75, feinere Marken Mk. 26,50-27,00, Nr. 2 Mk. 24,25 bi» 24,75, feinere Marken Mk. 25,2525,75, Nr. 3 Mk. 23,00-23,50, feinere Marken Mk. 23,50-24,00, Nr. 4 Mk. 19,75-20,25, feinere Marken Mk. 20,75-21,25, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 22,0023,00, Nr. 1 Mk. 19,50-20,50, Nr. 2 Mk. 15,75-16,25. Alles per 100 Kilo inkl. Sack. Futterartikel gefragt u. hoher. Es notieren: Weizenschalen Mk. 5,105/25, Weizenkleie Mk. 5,005,15, Rogaenlleie Mk. 5,50 bi» 5,60, Futtermehl Mk. 6,507,50, Biertreber, getrocknet Mk. 6,25-6,50 je nach Qualität. Alles Per 50 Kil, netto effektiv loco hier.

Franksurt, 13. März. lV i e h m a r k t.) Zum Verkauf standen: 425 Ochsen, 36 Bullen, 760 Kühe Rinder und Stiere, 290 Kälber, 195 Schafe und Hammel und 1785 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 7072 Mk., 2. Qual. 65-67 ML, 3 Qual. 60-63 ML, 4. Qual. 00-00 ML. Bullen u Qual. 59-61 ML, 2. Qual. 55-57 Mk, 3. Oual. 0000 Mk., Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual. 63-65 ML, 2. Qual. 58-60 ML, 3. Qual. 47-49 Mk, 4. Qual. 37-39 ML, 5. Qual. 00-00 Alk. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qual. 80-82 Pfg, 2. Oual. 73-77 Pfa, 3. Qual. 55-60 Ma., 4. Oual. 0000 Psg., Schafe und Hämmel L Oual. 72-74 Pfg., 2. Oual. 64-66 Psg., 3. Oual. 0000 Psg, Schweine 1. Qual 64 -65 Psg, 2. Oual. 62-63 Pfg, 3. Qual. 56-58 Pfg, 4. Qual. 00-00 Pfg. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: Kälber 1. Qual. 48-50 Pfg., 2. Qual. 44-46 Pfg, Schweine 1. Qual. 50-52 Pfg, 2. QuaL 50 Pfg. Geschäft in Hornvieh schleppend, Ueberstand beträcht­lich, in Kälbern gedrückt, in Schweinen sehr gut, Markt geräumt. Aus Oesterreich standen 145 Ochsen, 1 Bulle. 12 Stiere und 5 Kühe zum Berkaus; au8 Dänemark 13 Kühe.

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Dr, DoerkeS-Botzpard in Marburg«