mit dem Kteisblait für
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Kreise Marburg und KirchMiu.
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Marburg Erscheint wöchentlich sieben mal.
Toimerstag. !i. März 1905. *"* * 3-hrg.
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Doch alles blieb still. Geräuschlos stieg er die Treppe empor, schloß oben ein Zimmer auf, daI ihm das liebste im ganzen Hause und nur zu seinen eigensten Gemächern bestimmt war, und warf sich im Dunkeln in einen Sessel, den Kopf in die Hand stützend. Aus seinem Herzen war Plötz- . bch das bischen Licht und Sonne, welches heute morgen darin zurückgeblieben war, wieder geschwunden, und finsterer als zuvor sah es darin aus. . Er ärgerte sich unbeschreiblich, daß er sich von einem Paar unschuldig blickender Augen, von dem kindlichen Ausdruck des reizenden Gesichtchens hatte täuschen lassen. Beinahe wäre er in das Netz einer schlauen Kokette geraten. Daß sis sich abends außerhalb des Hauses herumtrieb, war doch sicher kein gutes Zeichen. Es stand plötzlich bei Eugen fest, daß Violetta ein unehrliches Mädchen lvar. Heinz hatte recht, sie mußt- sobald als möglich das Haus verlassen. Mai< mußte einen Vorwand finden, sie zu entfernen«
. Und doch, schon in der anderen Minute stiege« wieder Zweifel in ihm auf.
Er sprang in die Höhe und trat ans Fenster« Die kalte Abendluft kühlte wohltätig seine heiße Stirn. Vielleicht war Violetta nur ausgegangen, um Besorgungen zu machen. Sie kehrte siche« bald zurück und alles war eine Einbildimg seiner Phantasie.
Umschau.
Die Stiefkinder unserer Hnchschule».
I da durch das Fortfallen dieser Streitpunkte I die staatserhaltenden Parteien, besonders die I konservative und nationalliberale, sich enger zu- I sammenschließen könnten.^
I „... Dr. Weihe berichtete sodann über unsere I Tätigkeit int letzten Jahre, über die Herbstver- I sammlung in Cassel, über das in Marburg so er- I hebend gefeierte Doppel-Jubiläum des Casseler I urid des Marburger konservativen Vereins, die daselbst gehaltenen Reden usw.
Zunl Schliiß hob Redner hervor, daß die konservative Partei vertrauensvoll in die Zukunft sehen könne. Dem Bürgertum komme es immer mehr zum Bewußtsein, daß keine Partei mit solcher Wärme für die höchsten Güter des Vaterlandes, für Christentum, Monarchie und die Er- Haltung der produktiven Stände, namentlich Landwirtschaft und Handwerk und die kleinen I Kaufleute eintrete, wie die konservative. Immer stärker breche sich die Neberzeugung Bahn, daß sie die schärfste Gegnerin der Sozialdemokratie sei, daß eine Stärkung der konservativen Partei zugleich eine Schwächung ihrer sozialdemokratischen Gegner bedeute. Deshalb würden auch die Gewerbetreibenden, die so schwer unter den sozialdemokratischen Verhetzungen und dem Terrorismus der Sozialdemokraten litten, sich immer mehr der konservativen Partei zuwenden.
Der Vorsitzende gedachte darauf der im ver- gmigenen Jahre verstorbenenMitglieder nament- lrch des Generals von Lundblad. Ferner schlug derselbe vor, einen größeren Vortrag seitens des Vereins abhalten zu lassen. Die Versammlung beauftragte den Vorstand mit der Ausführung.
Nachdem Rechtsanwalt Dr. Bartels über den stand der Finanzen berichtet u. die Rechnung für 1903 dechargiert war, hielt Herr v. Pappenheim- ^lebenau einen ganz ausgezeichneten Vortrag über die Kanalvorlage in ihrer jetzigen Gestalt. §?rrv. Pappenheim Ivies nach, daß durch die Einführung des Schleppmonopols, sowie durch die beschlossene Erhebung von Abgaben auch auf den regulierten Strömen alle Bedenken gegen den Bau der Kanäle geschwunden seien, so iveit
„'"E.Sacheüberhaiivt jetzt übersehen könne.
^;N ländlichen Kreisen seien die großen Vcrände- I rungen, welche die neue Kanalvorlage gegen die I frühere erfahren habe, noch wenig bekannt, sonst I wurde dieselbe wohl weniger bekämvft sein Die Regierung habe alle Bedenken, welche von land- wirtschaftlicher Seite gegen die frühere Vorlage erhoben seien, voll gewürdigt. Nach seiner Ueber- zeugung würde die so ausqestattete Vorlage der I Landwirtschaft keine Gefahr bringen. Auch sonst I habe die Regierung in einer Weise, wie dies I früher bei keinem Gesetze geschehen sei, allen von I landwirtschaftlicher Seite erhobenen Wünschen | Rechnung, getragen, z. B. in der Errichtuitg eines Wasierberrats, , des Erpropriationsrechts usw. Eine feste Majorität für die Vorlage sei auch I ohne die 50 Konservativen, die dafür gestimmt I hatten, Vorhänden gewesen, hätten aber die Kon- I servativen abseits grollend im Wege gestanden, dann würde allerdings die Vorlage ein Aussehen I erhalten haben, welches die Landwirtschaft sehr I wenig befriedigt haben würde. So sei es ein Ge- | bat der Politischen Klugheit gewesen, sie so zu ge- I
Weshalb beschäftigten sich seine Gedanke« unablässig mit diesem Mädchen? Was ging e3 ihn denn an? Und doch — er mußte wissens wann sie zurückkehrte, und was sie trieb.
Eine halbe Stunde war vergangen, als Enge« seinen Lauscherposten verließ und wieder in de« Garten hinabschritt, wo er, um sich warm zq Halten, hastig auf- Md ablief. (Forts, folgte T
'Nachdruck verboten.)
Ungleiche Brüder.
In der „Südwestdeutschen Korresp." schreibt zu diesem Thema ein Ordinarius der Freiburger Universität: „Es erscheint mir als eine Forderung einfachster Gerechtigkeit, daß Dozenten, welche während einer Reihe von Jahren der llniversität treu gedient haben, zu Remuneratione« gelangen. Auch mir erscheint es als höchst unerfreulich, wenn die Univerfitätslaufbahn zu einem Vorrecht der Besitzenden wird." — Ei« anderer meint dagegen: „Wie eine „Privile- gterung der Reichen" verhindert werden sollte, ist ganz unverständlich. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, ist das Mittel: Stipendien für arme vielversprechende junge Dozenten, begrenzt auf eine feste Zeit, das geeignete und mehrfach schon in Gebrauch." — Wieder ein anderer Professor bemerkt: „Die Einwürfe, daß man „minderwertige" oder „gescheiterte" Existenzen sicherte, sind bei maßvoller Reform unberechtigt. Wer sich mit Zustimmung von Fakultät und
stalteu, oaß die Staatsfinanzen und die Landwirt- schäft nicht geschädigt würden. Bei genauer Kenntnis der Vorlage würden sich die vielfach künstlich erregten Wogen der Entrüstung schon wieder glätten. Die Versammlung spendete dem Herrn v. Pappenheim reiften Beifall.
Der Vorsitzende wies darauf hin, wie gerade die Anträge des Herrn v. Pappenheim die Bedenken, die man in den Kreisen der Landwirt- ■ hZgst gegen die Kanäle hegte, hinweggeräumt hatten; dabei ivolle er allerdings nicht leugnen, daß bei vielen Gegnern auch heute noch sachliche Bedenken vorhanden wären.
. »Ja, ja, Engelhardt," nickte er, „ich bin heute I nicht w recht bei der Sache." I
llnb nun stand Eugen Mertens, der bisher I kaum etwas anderes gekannt hatte, als Arbeit I" und strenge Pflichterfüllung, schon eine ganze Weile in dem dämmerigen Flur, während er I msist um diese Zeit noch lange über seinen I Buchern brütete. Endlich machte er ein haar I Schritte vorwärts und stand gleich darauf unter der geöffneten Zimmertür. Aber das Bild, das sich ihm darbot, war ein ganz anderes, als er | erwartet hatte. Die Enttäuschung stand auch I deutlich auf seinem ausdrucksvollen Gesicht, sprach aus seinen beinahe erschrocken blickenden I 'Augen. Auf dem bequemen Sofa l«g der alte I Normann lang ausgestreckt und schlief. Auf I dem Tische stand eine leere Weinflasche. Es war I dieselbe, die Eugen am Nachmittage 'durch j Auguste in das Gartenhaus geschickt hatte.
Violetta aber war nirgends zu sehen. Wo I ■ mochte sie sein? Was hielt sie vom Hause fern?" I i .. Eine quälende Unruhe bemächstgte sich des I ■ jn' .n Mannes. I
Konservativer Verein für Hessen und Waldeck.
Wie aus Cassel berichtet wird, hielt der konservative Verein für Hessen und Waldeck am 23. vebruar seine Hauptjahresversammlung ab, die von dortigen und auswärtigen Mitgliedern, darunter mehreren Herren des Kommunalland- tage-.', zahlreich besucht war.
Nach einer Einleitung, in welcher der Vorsitzende, Herr v. Loebbecke, die Handelsverträge, den streik und die Kanalvorlage berührte, und wobei derselbe unter Anerkennung vieler Vorzüge der Handelsverträge auf die leider sehr niedrige Bemessung des Quebracho-Zolls und die Nachteile, welche dieser Umstand den hessischen Wäldern zu bringen drohte, hinwies, erstattete Amtsgerichtsrat Dr. Weihe den Jahresbericht.
... Derselbe sprach zunächst seine Genugtuung über die schnelle Annahme der Handelsverträge, sowie über die Beendigung' des langjährigen Kanalstreits aus. Es sei dieses um so erfreu-
Nein, es stimmte nicht, aber Eugen hatte nicht die notige Ruhe, die Arbeit von neuem zu beginnen.
„Lassen wir es bis morgen," rief er deshalb oem Kassierer zu, der verwundert über das Ge- bahren seines junge,l Herrn den Kopf schüttelte, und sich dann selbst über die Arbeit machte. Aber was für konfuses Zeug kam da zu Tage? Nicht eine einzige Reihe war richtig. Das Resultat seiner Berechnungen nötigte dem Alten ein erneutes, heftigeres Kopfschütteln ab, das Eugen bemerkte und ihn zu der Frage verlaßte:
»Was ist denn los, Engelhardt?"
„Ich weiß nicht, — gnädiger Herr," antwortete der Ängeredete, sich verlegen das Doppelkinn reibend, „aber das stimmt hier alles nicht"
Er mochte fürchten, seinen jungen Chef be- widigt zu haben, denn dieser warf ihm einen
Original-Roman von Irene vo» Hellmuth.
, sFortsetzung.)
r "^ny»—7 un& das Bild wollen Sie nicht fort- nehmen?" fragte Violetta schüchtern.
~ »Nein, mein Fräulein, es bleibt, wo es ist spater werden Sie mir dankbar sein "
Am Abend nach Geschäftsschluß schritt Eugen Mertens wieder den verschneiten Gartmpfad entlang. Der Schnee blinkte im Mondschein, dicht lag er auf allen Sträuchern und Bäumen. Der lunge Mann umschritt das Gartenhaus, blieb lauschend stehen und schaute aufmerksam nach dem Fensier, aus deni ein matter Lichtschein fiel. Gar zu gern hatte er einen Blick in das Zimmer ge- worfen, um sich zu überzeugen, daß Violetta daheim sei, daß Heinz sich getäuscht. Was mochte sie zetzt tun?"
Wieder horchte er. Kein Ton war vernehm- mir. Kalt blies der Wind von Norden her, und Eugen hüllte sich besser in seinen Mantel. Er
_ äraae 6eJ ob er nicht eintreten j,-Fisi'^,-«^orum denn nicht. Das konnte doch «si t J? etter mt f ra(len? Dann waren auch alle die bösen Zweifel, die er heute den ganzen Tag nicht los geworden, mit einemmale zerstreut. ।
An der Schwelle zögerte er wieder, doch dann pruifte er entschlossen auf die Klinke. Die Haus- tur war nicht verschlossen. Lautlos drehte sie sich in den Angeln. Ein kleines Lämpchen brannte
Flur. Auf dem Boden lag ein rotes Band, das Eugen eilig aufhob und in seine Brnsttasche «Hob.-----------__ 1
Neueste Telegramme.
. 7. März., Die Budgetkommission
des Reichstags hat die Regierungsforderung, Vermehrung der Kavallerie auf 510 Eskadrons gegen die Stimmen der beiden Ion» wrvativen Parteien, Nationalliberalen und des Abg. von Liebermann mit 16 gegen 10 Stimmen abgelehnt, ebenso den Antrag Roeren auf Streichung^ von 10 Eskadrons. Die Forderungen
Feldartillerie (574 Batterien) und Fuß- HWkueiie (40 Bataillone) wurden bewilligt.
" , Aort. Said, 7. März. (Reuter.) Prinz Adalbert von Preußen begab sich nach Cairo.
Florenz, 7. März. Die Gräfin Montig- noso verließ ihre Billa und nahm mit der Prinzessin Monica und deren Bonne in Fiesole im Hotel „Amora" Wohnung. Die Gräfin entließ einen Teil ihrer Dienerschaft.
Nom, 8. März. Fortis, der vom Könige Mit der Neubildung des Ministeriums beauf- tragt wurde, hat die neue Liste noch nicht fertig- gestellt,^ die Krisis dauert daher noch an.
Liffabo«, 7. März., Der spanische Dampfer „Billa Leire", von Middlesborough kommend, mst der Bestimmung nach Genua, ist 25 Meilen
Küste gegenüber Aveiro gekentert. Schiff und Ladung sind verloren. 12 Leute der Besatzung sind gerettet, 13 werden vermißt.
7. März. Laut Kabeltelegramm der „Ficks. Ztg." sind die Hochbahnen infolge des Streiks fast lahmgelegt. Die Tiefbahn läßt einige Züge laufen. 3000 Polizisten find wegen des Streiks im Dienst. Viele Unfälle wurden i durch ungeübte Motorführer verschuldet.
. Newyork, 8. März. Wegen des Ausstandes eingestellte unerfahrene Motorführer der Unter- grundbahn verursachten gestern abend einen Zusammenstoß in einem Tunnel. Einer Frau wurde der Kopf vmn Rumpfe getrennt, nn Mann wurde erdrückt und 20 Personen vurden schwer verletzt.
.. Der kalte Luftzug, der durch die geöffnete Ture hereinströmte, mochte dem Schläfer unangenehm fühlbar werden; er machte eine Be- wegling, und Eugen, der keine Lust hatte sich nnt den, Alten in ein Gespräch einzulassen,' trat rasch zuruck und zog die Türe leffe hinter sich zu. Dann durchschritt er den hallenden Flur bis zum Hinteren Ausgang, immer noch in der Hoffnung, Violetta irgendwo auftauchen zu sehen.
Nachdem für den leider erkrankten Rech- nnngsrat Nauhaus und für Oberamtmann Barthel die Herren Gutsbesitzer Seidler-Philip- Pinenhof und General von Liebermann als Vor- standsnsttglieder gewählt waren, referierte der Vorsitzende über die Stellung der konservativen Partei zum Bunde der Landwirte in Kurhessen.
I Er Ivies dabei auf die energische Vertretung hin, welche die Interessen der Landwritschaft stets bei der konservativen Partei gefunden hätten, bereits lange vor der Gründung des Randes der Landwirte, dessen Verdienste er dabei nicht verkennen 2^?^^ude der sieter Jahre, gleich . —..... w» Uuiuum uuu
.ber Gründerzeit, habe sich eine agrarische Regierung habilitiert hat, darf zunächst über-
Nendorf herausgegeben, gewesen. Die Beweg- I ^^"^"Ordinarlen werden und fähige, die ung sei gescheitert. Der Rest derselben fände I starkes Rückgrat haben, Nicht Ordmarte« sich noch Beute im Bund der Steuer- und Wirt- I 3U wünschen eine Bezahlung
schaftsreformer zusammen. Erst als Fürst Bis- I wiche, die 10 Jahre in Tätigkeit find und marck im Jahre 1878 sich den wirtschaftlichen I als Letter Ad bewährt haben; Gewährung einer Fragen zuwandte, um der Ueberschwemmung I Pension bei Invalidität: Gewährung einer Deutschlands mit ausländischen Waren und Ge- I Witwenversorgung.
treibe Einhalt zu tun, hatte die agrarische Be- I ‘ -
wegung neue Kräfte bekommen. Die durch die ! _,
Freihändler erreichte Aufhebung der Eisenzölle I Die Unruhe« in Rußland.
habe das Faß zum Ileberlaufen gebracht. Der Fast in sämtlichen Fabriken Petersburgs ist Fürst gab oas Zeichen zur Umkehr, zur Einfüh- I die Arbeit abermals eingestellt worden: auch das rnng des Schutzes der nattonalen Arbeit durch Arsenal und die baltische Schiffswerft streiken, seinen bekannten Brief vom 15. Dezember 1878 Die Administration der Werft kündigt an daß an den vorher genannten Herrn v. Thüngen. ihre Fabrikeii einstweilen geschlossen bleiben, bis o fielen m Hessen, wo eine solidarische Erklärung der Arbeiter erfolgt,
r, 11 sb Vknhu irm ■dl0tt ^fuals sehr I daß sie insgesamt die Arbeiten wieder aufnehmen r "er,sc ^ukbaren Boden. Die Schutz. I wollen. Jn der Zwischenzeit wird weder Lohn füLrbnSn■DO fCrUs^ 'Endw sich der noch Unterstützung gezahlt. Die Putilow-Fabri- konicrvatwen Partei zu. Wir eroberten damals I ken sind ebenfalls wieder in den Ausstand ge- vier Reichstags- und neun Landtagsmandate. I treten; einige Abteilungen wollten dort arbeiten. Nach diesem Vertrauensvotum hätte die kon- I wurden aber von anderen Arbeitern daran ver« servative Partei Wohl erwarten dürfen, daß, nach- I hindert. Es kam zu einer großen Schlägerei, wo« dem der Bund der Landwirte in den 90er Jahren I bei verschiedene Arbeiter arg zu gerichtet wurden, emstanden war, er nunmehr sich rückhaltlos der I Auch die Fabriken des Schlüsselburger Distriktes konservativen Partei anschließen würde. Das ist I streiken, darunter die Newsky-Schisfswerft. Vom aber leider nicht immer in wünschenswertem I Finanzministerium wird bekannt gegeben, daß Mag der Fall gewesen. die Frage der Normierung des Arbeitstages und
Der Referent bespricht diese einzelnen Fälle der Feiertagsruhe bereits ausgearbeitet sei und und die Erklärung dafür. I un nächsten Monat in endgiltiger Formulierung
Derselbe ist jedoch der Meinung, daß, nachdem I dem Reichsrat zur Bestätigung zugehen werde, die Kanalvorlage erledigt, in Zukunft nur solche Lodz, 7 März Die ftabrif ;«
den Bund und die konservative Partei I geschlossen worden Mehr als 6000 Arbeiter langsamen Entkwntw',»^ iTrf et?er I Fabrik werden antisemitische Unruhen befürchtet«
CFa s-& o » Grundbesitzer usw. Eine in den Garten von Silberstein geworfen-
SnnJÄ-?1 bte Zukunft em enges Zusam- Bombe zerstörte nur die Fenfterscheioen Zwan" ru erwarten und zu erstreben. zig Personen, welche beschuldigt werden, di- tionsfrag^Tr^en ’ Schäler aufgetoiegeit zu haben, wurden ber-
®r‘re "eben dem schönen Mäd- I beinahe ängstlichen Blick zu, aber Eugen war chen am ^ifch sitzen, iah wieder wie heute Morgen I durchaus nicht böse, wenigstens verscheuchte lein em feines Rot m das tiebliche Gesicht steigen, I freundliches Lächeln sofort die Bedenkm des und ivenn er an die wunderbaren Augen Mo- Alten. -veoenlen des
lettas dachte, fühlte er plötzlich sein Herz in wschen Schlägen gehen. Im füllen verglich er den glanzlosen Blick der blonden Milly, von der Heinz heute gesprochen, mit den prachtvollen Sternen derjenigen, die ihn seit -gestern unab- lajUg beschäftigte und die sich heute immer wieder Swüchen die Zahlenreihe drängte, die er znsammen- rechnen wollte, so daß ihm etwas widerfuhr, ivas ' Zähren nicht dagewesen war: Er hatte sich ^rundlich verrechnet, und der Kassierer, ein alter, grauköpfiger Mann brachte ihm ein Geschäftsbuch öf.rua mit dem Bemerken: „Möchten Sie nicht gütigst nochmals nachrechnen, die Sache kann nicht sttmmen."