Sanni-mSbrilagei MnftM«?
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Zweites Blatt
in den Boden
daß seine persönliche Herrschaft der Zweck seines Treibens ist." — Und auch der rote Reichsbote Fischer erklärte auf dem Breslauer Parteitag, wo man dem reichen Mann die Diäten kürzen wollte: „Ich tue meine Arbeit und erhalte meinen Lotn, weil meine Arbeit ihren Lohn wert ist. Entweder hat meine Arbeit Wert, dann muß sie entsprechend entlohnt werden, oder sie hat keinen Wert, dann jage man mich zum Teufel." Daß außerdem die Zahl der Geschäftssozialisten, namentlich in den Reihen der Gastwirte, sehr groß ist, dürfte allgemein bekannt sein.
Wir sehen also, daß auch bei den Sozialdemokraten das Geld eine große Rolle spielt, und man kann nicht annehmen, daß alle diejenigen, welche durch die Opferwilligkeit der Arbeiter reich geworden sind und noch reicher werden wollen, die Lehre von der Vergesellschaftung des Privateigentums ernst nehmen. Sie werden sich hüten, die Arbeiter an ihrem Reichtum teilnehmen zu lassen und diesen daher bei Zeiten in Sicherheit bringen, wenn die Geister, die sie rufen, einmal das Land beunruhigen sollten. Die Arbeiter sollten aber auS den tatsächlichen Verhältnissen die Lehre ziehen, daß es töricht ist, für eine Partei zu schwärmen, welche den Kapitalismus der Führer unterstützt und züchtet.
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Friedericianischeu Bau vorgeiwinineiw 'Verände- rung ein imaenüoender Notbehelf fei. Insbesondere war der damalige Kronprinz eifrig bemüht, die Idee eines Neubaues nicht ' ntergeheu zu lassen. Nachdem er als König Friedrich Wilhelm IV. den Thron bestiegen hatte, wandle er der Dombaufrage sein Interesse im vollsten Maße zu. Verschiedene Architekten traten mit Plänen und Vorschlägen hervor, insbesondere Anton Hallmann, Persius und Wilhelm Stier. Der König, der bekanntlich mit Reißschiene und Ziehfeder vortrefflich umzugehen wußte, entwarf gleichfalls einen Plan. Sein Dom, gebalten in gewaltigen Dimensionen, sollte die Hauvtkirche für die gesamte protestantische Christenbeit wer- den und für diese etwa dasselbe fein, was die Peterskrrche in Rom für die Katholiken ist. Und da der König fein Kirchenideal in den altchristlichen Basiliken Italiens gefunden hat, so sollte auch der neue Dom die Form einer solchen Basilika erhalten. Was der König etwas dillltanten- haft projektiert hatte, wurde von Stiller mit einigen Modifikationei: zu einem festen Pl n ausgearbeitet und endgültig zur Ausführung bestimmt.' Ter in seiner Art meisterliche Entwurf stellte sich als eine fünfschiffige Basilika mit einem links sich anschließenden, voir Hallen umgebenen Friedhöfe, dem sogenannten Kamposanto, dar.
Marburg
Mittwoch, 1. März 1905
(Nachdruck verboten.)
Der Dom zu Berlin.
Zur Einweihung am 27. Februar.
Bon Georg Büß.
UR. Nach einer Bauzeit von zwölf Jahren steht der neue Dom am Lustgarten in Berlin im Aeußern und Innern vollendet da, ein gewaltiges Werk der Architektur, das die Jahrhunderte überdauern und im Verein mit den übrigem baulichen Monttmentalschöpfungen in fernen Tagen be- ■ redtes Zeugnis für die lebendige Kraft ablegen wird. Mit der das neue Deutsche Kaiserreich von Anbeginn seine Jdealinterefsen großartig und schön zu verwirklichen wußte.
Der neue Tom hat eine lange Vorgeschichte. Schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts lag die Absicht vor, an Stelle des alten Domes aus der Zeit Friedrichs des Großen einen Neubau zu errichten. Aber die Mittel les durch die Befrei- ungskriege erschöpften Preußischen Staates waren so beschrankt, daß man sich mit einem schlichten Kmbau begnügen mußte. Die bemalichen Pläne hatte Schinkel bereits im Jahre 1816 gefertigt, ohne jedoch mit ib.lrn den Beifall des Königs zu gewinnen. Der geniale Meister war von einem Umbau nicht sehr entzückt und suchte nach Möglichkeit seinen hohen Auftraggeber einem Neubau geneigt zu machen, der auf dem Leipziger Platz
r <«e Einziger Straße errichtet werden - sollte. Begründet wurde der großartige Plan mit dem Hinweise, daß es gelte, ein kirchliches Monument in Form einer Kathedrale zum An- denken an die Befreiungskriege zu schaffen. Auch dieser Vorschlag fand nicht die Zustimmung Friedrich Wilhelms HI. Schließlich griff der König selbst zum Zeichenstift — er lvarf eine < J,ln' ^'e dw Gestaltung des im Jahre I ^■m.“e^nt,cnci! Umbaues maßgebend blieb. I
Sron fand allgemein, daß di« ; tit dem alte» I
Arthur hatten die Japaner 55 900 To!e und Verwundete, die Russen 11 400 Tote und Verwundete und 32 000 Gefai:g":e; zur 5ec verloren die Japaner 1799 und die Russen 2527 Mann. Danach betragen die Gesamtverl'st. der Japaner bis jetzt 115 000 Tote und Verwundete und 600 Gefangene, der Russei: dagegen 125 000 Tote und Verwundete und 35 000 Gefangene. Der Verlust au Material läßt sich kamn fest- stellen. Sicher ist nur, daß die Russen etw.. 820 Geschähe, die Japaner nur 15 verlor u haben, ivas für die Rusfen einen Wertverlust v n über 10 000 000 Mark bedeutet. Dazu kommen die Kosten für Munition, Waffen, Ausrüstung, rollendes Material ufto. Wen" Port Arthu: als „Kriegsmaterial" angesehen wird, so bedeutet seine Uebergabe an Japan für Rußland einen Verlust von 1 000 000 000 Mark, wenn es auch natürlich schwer ist, einen solchen Verlust in Geld auszudrücken. Weiter müssen die Verluste der Kriegführenden an Schiffen berechiiet werden. Bis jetzt sind vernichtet 7 Schlachtschiffe (den entwaffneten „Zesarewitsch" nicht mitgerechnet) im Werte von 160 000 000 Mark; 13 Kreuzer aller Größen, vom „Rurik" bis zuin „Mijako" im Werte von etwa 120 000 000 Mark, dazu viele andere Schiffe/ Kanonenboote, Schiffe ’itm Minenlegen und zur Küstenverteidigung, Zerstörer, Torpedoboote, Transportschiffe, Kohlens hiffe und Dampfer, die zu Kriegszweck, ' verw.ndch wurden, deren Wert nicht viel unter 120 )00 000 Mark betragen wird. Die Verluste zur See be- tmaei: also int ganzen gegen 400 000 000 Mk., bou denen über 320 000 000 Mark von Rußland getragen werden müssen. Wietziel Geld ist .in int Kriege tatsächlich ausaegeben worden? Auch diese Frage läßt sich nicht genau beantworten, man kamt nur annähernd Berechnungen anf- stellen auf Grund der von Rußland und Japan avfgenoinmenen Anleihen. Japan hat im eigenen Lande 560 000 000 Mark und in England und Amerika 440 000 000 Mark ausgenommen. Im ganzen also 1 000 000 000 Mark. Rußland bot im Auslände 1 140 000 000 Mark ausgenommen und im Innern Schatzkarnmeriiobligationeii int Werte von 300 000 000 Mark ausgegeben, int ganzen also 1 440 000 000 Mark: aber man glaubt, daß dieser Betrag bei lueitem überschritten worden ist. Henri Germain, der kürzlich ver- sterbeiie Präsident des „Credit Lyonnais", oer Rußland nicht schlecht gesinnt war, berechnete eine oder zwei Wochen vor seinem Tode di? I Kosten des Krieges für Rußland für das abge- I laufene Jahr auf 1 760 000 000 Mark und für Jopan auf 960 000 000 Mark. Wenn man die I Ausgaben für Japan aus 1 000 000 000 Mark I und für Rußland auf 1 800 000 000 Mark an- I sttzt, so, wird das anitähernd eine richtige Schätz- I ung sein. Rechnet man dazu die Kosten der I Verluste zur Sce für das erste Jahr im Betrage I von 400 000 000 Mark, so ergeben sich | 3 200 000 000 Mark Kriegskosten, wovon I 2 140 000 000 Mark auf Rußland entfallen. I
Eine Bilanz des ersten Kriegsjahres mit eingehenden Tabellen über die Verluste der beiden Kriegführenden stellt die „Daily Mail" nuf. Das Kriegsjahr hat mit seine:: drei großen Schlachten und vielen kleineren Gefechten in der Mandschurei, mit der Belagerung und Eroberung von Port Arthur und der Zerstörung der russischen Flotte eine fast ununterbrochene Folge von Siegen und Triumphen gebracht; was aber hat es beiden Kriegführenden an Menschen, Material und Geld gekostet? Die Verlustliste zu Lande und zu Wasser ist schon jetzt sehr hoch und beträgt 240 000 Verwundete und Tote. Berücksichtigt man, daß die Zahlen der Toten in den Kämpfen um Port Arthur verhältnismäßig sehr hoch waren und berechnet man die vielen, die bei dem Sinken von Kriegs- und Transportschiffen ertrunken sii:d, so ist es wahrscheinlich, daß int ganzen 40 000 gestorben sind. Von den 200 000 Verwundeten waren etwa 40 000 völlig kampfunfähig, während ein großer Teil der übrigen wieder zur Front zurückkehrte. Der Rest wäre nur zum Garnisondienst brauchbar. Legt man den Prozentsatz der verwundeten und getöteten Offiziere zu der Gesamtzahl der übrigen Toten und Verwundeten, die in der Schlacht bei Liau- jang ermittelt wurde, zu Grunde, so muß inan annehmen, das; etwa 7500 bis 8000 Offiziere ständig oder zeitweise kampfunfähig waren. Von höheren Offizieren verloren die Russen wenigstens 8 Generale und 1 Admiral, darunter Graf Keller am Motienpaß und General Kondrat- schenko in Port Arthur gefallen. Die Japaner I haben zwei Generale verloren, soweit bekannt ist. Eine beträchtliche Zahl russischer Generale ist verwundet worden, darunter General Mifchtschenko, der erst kürzlikb in der Schlacht bei Hsiioutai am Knie von einer Kugel getroffen wurde. Wie viele japanische Heerführer verwundet sind, läßt sich nicht feststellen, da die Japaner mit ihren An- I gaben sehr zurückhaltend sind. In den Schlachten in der Mandschurei verloren die Javanw 57 250 Tote und Verwundete und 600 Gefangene, die I Russen dagegen 111 000 Tote und Verwundete I und 3483 Gefangene; in den Kämpfen i:„; Port I
Im Jahre 1845 wurde der Bau am Lust- | garten in Angriff genommen. Ten alten Dom ließ man vorläufig noch stehen, da er in der Neuanlage nur eine kleine Fläche einnahm und die Aufführung der Umfassungsmauern nicht hinderte. Unter Aufwendung gewaltiger Mittel drängte man das Wasser der Spree weit zurück, legte man die Fundamente lief ü. ü... und baute man die Absiden weit in das Flußbett hinein. Hoher und hsibon wuchsen die mächtigen Mauermaffen, und schon sollte der alte XJÜiii rnedergenssen werden, um Raum für die toei« teren Arbeite» geben, als in die Freude des
Bestellungen für den Monat März auf die .Oberheffifche Zettnng" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern entgegengenommen.
Als der Kaiser starb, war der Plan bereits soweit gediehen, daß feiner Verwirklichung nichts mehr im Wege stand. Sein Nachfolger Kaiser Wilhelm II., hielt es für eine Pflicht der Pietät, den im Geiste seines Vaters erdachten Plan in Stein erstehen zu lassen. Nachdem der preußisch« Landtag in: Jahre 1892 für den Bau die Summt von zwei Millionen Mark bewilligt hatte, wurdt der alte Dom unter Sprengung des Kuppelturmes niedergelegt und der Grundstein zum neuen Dome gelegt. Jetzt wird der Bau, der mit Kuppel und vergoldetem Kreuze hoch zum Himmel ragt, feine feierliche Weihe empfangen. Es ist endlich das großartige Werk, mit dessen Vor- arbeitnng und Vollendung nicht weniger als fünf preußische Könige sich beschönigt haben, zum Abschluß gebracht.
In ihrer Großartigkeit übertrifft die neue Anlage die meisten Kirchenbauten, welche Deutschland aufzuweisen hat. Rund 105 Meter beträgt die au der Ostseite des Lustgartens sich hin- 'ziehende Gesamtheit der Baugruppe, 73 Meter die Tiefe in der Hanptaxe und 100 Meter die Höhe des Kuppelaufbaues bis zur Spitze de» krönenden Laterne. Gegliedert in eine Predigt« kirche, der sich links die Gruftkirche und rechiss die für Taufen und Trauungen bestimmte Neben« kirche anschließt, werden sämtliche drei Teile zu« sammengefaßt von einer langgestreckten Bor« häkle mit Triumphbogen und zwei Glocken« türmen von je 65 Meter Höhe. Diese Einheit»« fassade am Lustgarten wirkt um so im'ioffanter, als hinter ihr zwischen den beiden flankierende» Glockentürmen der Tambour der Hanptkuppeh groß und beherrschend emporsteigt, trefflich ge« lieber! und reich bedacht mit Plastischem Schmucks unter dem besonders wirkungsvoll die scharf ftfc houettierten getriebenen Kupfer-Kandalaber i» den Nischen und der Reigen musizierenderEngelsz gestalten und Putten am Fußstreifen der KichPeö isis,Angefalleir ' (Schluß^ folgt.)^
Umkckau.
Reiche Sozialdemokrate«.
I Wie schon öfter in der bürgerlichen Preffe I hervorgehoben winde bat der sozialdemokratische I Reichstagsabgeordnete Bebel in KüßnaLt eine | kostbare Villa, welche ihm immer zum Somer- I auferthalt diente. Diese Villa hat" Herr Bebel I nunmehr für 140000 Franken verknust. Man I sieht also, daß Bebel ein steinreicher Prole- I tarier ist. In der glücklichen Lage besinden I sich noch viel andere Führer der fozialdemo- | kritischen Partei in Deutschland. Behaglich I flhen sie in den Sesseln ihrer mit allem Kom- I fort der Neuzeit ausgestatteten herrschaftlichen I Wohnungen und schmunzeln vergnügt bei dem I Gedanken, daß eine wohlorganisierte Partei I und der sozialistische Drang der Arbeitermassen I es ihnen ermöglicht, sich fort und fort die I Taschen zu füllen. Denn das ist unzweifelhaft, I daß der Reichtum der Parteibäuptlinge aus I den Groschen der Arbeiter hervorgegangen.
Jeder Arbeiter, der einen Pfennig in die Partei- kasie zahlt, der sozialdemokratische Zeitungen liest und Schriften kauft, trägt dazu bei, den Reichtum der Führer zu erhöhen. Bedenkt man nun, mit welchem Eifer die Arbeiterschaft — die sozialdemokratische natürlich — Zeitungen lieft, Parteiabgaben zahlt und Schriften kauft, so, kann es nicht wunder nehmen, wenn sozialdemokratische Unternehmer und Schrist- [ steller gute Geschäfte machen und reich werden.
Demnach lieot auch der Gedanke nahe, daß es unter den Häuptlingen der Sozialdemokratie viele gibt, die nur deS Gewinnes wegen der sozialistischen Sache dienen. Schon von Karl Maix dem Begründer der internationalen Sozialdemokratie, schreibt Genosse Techvw: „Er hat mir den Eindruck nicht nur einer seltenen, geistigen Ueberlegenheik, sondern auch einer bedeutenden Persönlichkeit gemacht. Er ist der gifte und einzige unter uns, dem ich das Zeug zutraue, zu herrschen, das Zeug,, auch unter großen Verhältnissen sich nicht ins Kleine zu verlieren. Ich bedauere um unseres Zieles willen, daß dieser Mensch nicht neben seinem eminenten Geiste ein edles Herz zur Verfügung zu stellen hat. Aber ich habe die Ueberzeugung, daß der gefährlichste persönliche Ehrgeiz in, ihm alles Gute zerfressen bat. Er lacht über die Narren, die ihm seinen Proletorierkatechismus nachbeten, so gut wie über die Kommunisten und Bourgeois. Die einzigen, die erachtet, sind ihm die Aristokraten, die reinen und die es mit Bewußtsein sind. Um sie von der Herrschaft zu verdrängen, braucht er eine Kraft, die er allein in den Proletariern findet, deshalb hat er sein System auf sie zuge- fdjnilter. Trotz all' seiner Versicherung vom Gegenteil habe ich den Eindruck mitgenommen,
Schaffens wie ein Donnerschlag der Befehl fuhr, das Bauen einzustellen. Der Gru..d für diese überraschende Maßnahme lag in den Ereignissen des Jahres 1848.
Die bedeutsamen Wandlungen, die sich alsbald in: staatlichen und politischen Leben Preußens vollzogen, lenkten die Aufmerksamkeit des Königs vom Dombau ab — das Kamposanto b’liet' Ruine, düster und traurig in den Lustgarten ragend und wie verlangend nach Vollendung. Zwar gedachte der König in feinen letzten Regierungsjahren, den Bau wieder aufzunehmen, aber seine Absicht kam nicht zur Verwirklichung. Die Folge war, daß auch die Kartons, welche Cornelius seit den: Jahre 1843 für die Wandflächen des Kamposanto gezeichnet hatte, nicht zur Ausführung in Fresko gelangten. So find die gedankenreichsten Schöpfungen des Meisters bis aus den heutigen Tag Kartons geblieben.
Erst nach dem glücklich geführten Kriege von 1866 wurde die Fortführung des Dombaues wieder in Erwägung gezogen. Da Stüter gestorben war, entschloß man sich, die Vollendung seines Projekts fallen zu lassen und zur Be- schafsung^ eines geeigneten neuen Entwurfes einen öffentlichen Wettbewerb auszuschreiben. Unter den im Jahre 1868 von mehr als fünfzig Architekten eingelieferten Plänen befanden sich ausgezeichnete Arbeiten, aber keine von ihnen ist benutzt worden, denn alsbald brach der Krieg gegen Frankreich ans und, später erklärte Kaiser Wilhelm I., daß er die Lösung der großartigen Aufgabe seinem Sohn und Nachfolger überlassen wolle.
I
Hessen-Nassau und Nachbarqebiete.
Frankenberg, 27. Febr. Am Samstag nachmittag ging über unsere Stadt hinweg in nordöstlicher Richtung ein Luftballon, der in der Richtung des Edertales hin niederzugehen schien. Das „Frankenb. Krsbl." meldet darüber, daß der Ballon zwischen Kirchlotheim und Herz« hausen gegen 6 Uhr nachmittags glücklich gelandet ist. In dem Ballon befanden sich drei Herren auS Düsseldorf, ein Hauptmann des 39. Regiments und 2 Studenten, die mit ihrem Flugapparat von Herzhausen aus die Heimreise per Bahn anttateu. Der als einer dec Teilnehmer erwähnte Hauptmann hat nach seiner Aussage hiermit die 50. Fahrt vollendet.
FulSa, 26 F ■■ Das seiner Vollendung entgegengehend.- v Friedrich-Denkmal wird voraussichtlich am Juni d. I. enthüllt werden.
Weilburg, 27. Februar. Eine jetzt vom Weilburger Wetterdienst anfgestellte genaue Statistik des Eintreffens seiner Wettervoraussagungen im Jahre 1904 hat, wie die entsprechende Zusammenstellung des Vorjahres das Ergebnis gehabt, daß die Treffsicherheit der Voraussagen mit der Entfernung von Weilburg abnimmt. Diese Tatsache ist verständlich, wenn man bedenkt, daß zur Aufstellung von brauchbaren Wettervoraussagen nicht nur die Kenntnis der allgemeinen Wetterlage Europas gehört.
I .. Kaper Friedrich ist es denn auch gewesen, der I während der kurzen Zeit seiner Regierung die I Grundlage für die Erstehung eines neuen Domes i vrschasfell bat. In Julius Raschdorff hatte er I schon als Kronprinz dsn für die Ausführung l geeigneten Künstler gefunden. ‘ ~ :
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