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I . Am äußersten Ende des Korridors führten I eirt Paar Stufen zu einer dunkelbraunen Tür, welche bte junge Dame öffnete. Dann trat sie in ein kleines, niatt erleuchtetes Stübchen welches nur bas notwenbigste Gerät enthielt.

An bet Hinteren, fchräglaufenben Wanb bes Giebelzimmers stanb ein altes, mit schwarzem Leber bezogenes Sofa, bas schon ben verschieben­steil Mietern als Ruhestatt gebient haben mochte, denn es ächzte und krachte in allen Fugen, als ber Mann, der lang ausgestreckt barauf lag, sich halb aufrichtete, unb bem eben eintretenben Mäbchen mit etwas unsicherer Stimme zurief: »Ach, da bist Du ja endlich, Violetta! Was einem doch bie Zeit lang wirb, wenn man ben ganzen Abenb so allein ist!"

Wie ist es nur möglich, tob 'amst beim bazu?" rief bas Mäbchen, unb fuhr mit ber Hand durch das dichte schwarze Haar, sich in unzähligen, natürlichen Ringeln über hohen Stirn kräuselte.

Der Vater verzog bas bartlose Gesicht einem höhnischen Grinsen, und wies auf altes, wurmstichiges Eckschrankchen, an bem Schlüssel steckte.

Eine ganze Weile hielt Violetta die Flasch« in bet schlaff herabhängenben Ganb, ohne sich z« regen, doch mit einem Male schien ber Zorn sie zu übermannen. Heftig schleuderte sie es leere Gefäß auf den Boden, baß es in lauter kleine Scherben zersprang.

Febr. Die Verwaltung Bohn lebnte alle For- ab, abgesehen von einer Kopeken pro Tag. Die fort.

Vierteljährlicher Bezugspreis, ba ver Expedition 2 Mk ber allen Postämtern 2,25 Mk. <excl. Bestellgeld).

JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder vcrcn Raum 10 Pfg, ___________________Necla men: die Zeile 25 Pfg.

mit dem Kreisblatt für dre Kreise Marburg und Kirchhain.

________ Smmtaasbettager IllnMM SäBNiaasMitz

Mein kluges, umsichtiges' Töchterchen hat heute vergessen, abzuschließen," sagte er.Ich wußte, daß dort noch eine angebrochene Flasch« meines Lieblingsaetränkes stand. Fs hat mifl Mühe genug gekostet, mit meinen kranken Sei­nen bis dorthin zu gelangen, aber, ich hatte ja Zeit genug, und um die Langewe'/o zu bet* treiben, nahm ich einen Schluck um ben andern« bis die Flasche leer war."

Violetta kam wieder näher. Sie wandte bal Gesicht ab, und preßte sekundenlang ihr Laschet»« tuch an den Mund, wie um sich so vor bem ver­haßten Branntweingeruch ' zu schütz-t. Dam, stieß sie mit dem Fuße die Scherben der Flasch« zur Seite. ,

(Fortsetzung folgt). I

Umschau.

Zu dem Streit über dieAkademische Freiheit" und konfessionelle Verbindungen äußerte sich D.

r 6 u r g, der Herausgeber ber Christltchen Welt" folgendermaßen:

Äatnpf gegen die farbentragenden katho- uschen Verbindungen hat sich über Nacht in einen Kampf um die akademische Freiheit verwandelt. Wenn den Agitatoren wider jene Verbindungen töirUnUuJj,n.n>(ir' Unruhe in unsere studenti­schen Verhältnisse zu bringen, dann haben sie ihren Zweck erreicht. Man kann fein Bedenken baben wider _ den katholischen Kouleurstudenten und wider bestimmungsgemäß konfessionelle Ver- bmdungen überhaupt. Aber sie bestehen schon stlt Zähren, und man darf auch dies unter den Begriff der akademischen Freiheit mit befassen!, baß es den Studierenden erlaubt ist, wenn sie wollen, konfessionelle Korporationen z: schaffen

Marburg

Dienstag, 21. Februar 1905.

gemäßigteRepublique frangaife" schreibt: Zu ber tiefen Trauer, die das blutige Verbrechen bei allen Freunden Rußlands hervorgerufen hat, gesellt sich der Wunsch, daß der Zar sich nicht ab- schrecken lassen werde, die geplanten Verwal­tungsreformen durchzuführen. Der radikale Sidcle" schreibt: Ein derartiges Attentat muß von jedem zivilisierten Menschen g.brandmarkt werden, aber man muß gestehen, daß es keine Ueberraschung hervorgerufen bat. Die sozia- lytischen Blätter schreiben: Die Ermordung ist nur die furchtbare Antwort auf bie schreckliche ^er Freiheitsbeftrebungen des russischen Volkes. Seit einem Monck besteht zwi­schen dem Zarismus und dem russischen Volke ein Kampf auf Leben und Tod.

Eine ziemlich scharfe Sprache führt im all- gemeinen die englische Presse. Sie nennt die Tat an sich wohl bedauernswert, aber erklärlich, weil diese Art der Selbsthilfe stets da eintreten werde, wo die vorhandene Staatsordnung den legitimen Gefühlen der Gesellschaft keinen Aus- druck gibt. Charakteristisch jur die allgemeine Beurteilung dieses Zustandes äußert siDaily Saphir":Wie lange soll dieser Zu^and noch dauern? Das ganze denkende Rußland ist ein elne. ^ele gegen das System, durch das Rußland keine andere Aussicht vor sich hat als den Ruin und die llnehre."

Das Tollste leistet, wie kaum anb.t» zu er- tonrten, die deutsche demokratische Presse. Der ^Vorwärts" ergreift natürlich rückhaltslos die Partei der Mörder, ebenso die freisinnige na- twnalsozialeBerliner Zeitung". Der Vor­wärts feiert die Meuchelmörder als Helden und Racher eines höheren Willens! In ähnlichen Tiraden ergehen sich die übrigen ber Sozialdemo- 'rohe nahestehenden linksliberalen Mail...

Aus dieser zustimmenden Haltung unserer Demokratie ergibt sich für das deutsche Volk aufs neue der klare Beweis, daß ber innerste Ge- oankengang berselben durch und durch antirno- uarchisch und republikanisch ist und daß man auch bei uns gern eine Verfassungsänderung ins Werk setzen mochte, wenn man nur bie Macht dazu batte. Glücklicherweise ist sie für jene Elemente unerreichbar.

Rußland.

' Die Ermordung des Ministers von Plehwe , 1 L einen

nicht bleiben werde und daß die rufsischen Revolutionäre durch weitere Attentate Regierung zu erschüttern versuchen wckchen. Man hat anscheinend gewartet, welche C8 , ®.£er Plehwes auf das Verfassungs. L7m°''buben. werde. Die blutige Unterdrückung L m St Petersburg offenbarte dann bei» festen.Willen der Regierung, sich von den

^evolutionären keine überstürzten Reformen auf.

su lassen und so folgte das zweite f.,e,ne Hauptstiltze des gegenwärtigen Regelungssystems, den Großfürsten Sergius

Ob diese neue Mordtat die erhoffte Einfüh­rung ivesteuropäischer Verfassungseinrichtungen . bteibt dahingestellt. Nach ben bLsberigen Erfahrungen ist es sogar unwahr- l«>einlich, denn niemals haben berartige Attentate eine bessernde Wirkung ausgeübt, so./ -rn stets ^^,^lieiiteil, eine schärfere Unterdrückung aller pmtt,sch-liberaleren Bewegungen zur Folge ge-

Die russischen Revolutionäre haben dem rvesamtvolk einen schlechten Dienst erwiesen. Die­ser sogenannte L.beralismus, der mit niedrigstem Meuchelmord arbeitet, verdient nur die Ver­achtung aller denkenden Menschen und ertötet u* Sympathie, bie man allenfalls für He hegt

Jve®en bie Hebung de' niedrigen Kiiltnrznstan- otzs Rußlands aufrichtig am Herzen liegt.

Die gegenwärtigen Ereignisse in Rußland werfen ein. grelles Licht <">s bie iaen Ver- bältniffe,, bie ein einzelner zu änbern kaum im ©wnbe ist. Was hilft dem Zaren fein guter Stme, wenn er an der Unfähigkeit und Gleich- gMigkeit der großen Masse des Beamtenheeres uu* des Volkes ein fast unüberwindliches Hin- Perms findet? Die große Frage von der Sem oder Nichtsein abhängen kann ist jetzt Ja wmi dem blutigen Schrecken ebenfalls mit I Gewalt oder mit Reformen entgegenzifireten be- schließt. Es ist sogar möglich, daß die .-cklntio- liäve Partei noch weitere Verbrechen begehen wird, denn Fanatiker finden sich in ihr immer, ®te zum Opfer ihres Lebens entschloßen sind. Ob bie Greuel der französischen Revolution von 1793 ui Rußland eine neue blutige Auferstehung feiern I wirb? Kaiser Nikolaus und feine Regierung I stehen vor folgenschweren Entschließungen: mögen I fie ben rechten Weg finden, der Rußland aus die- I (en* Wirrwarr von Schrecken und Mord zum I Frieden, Ruhe und Ordnung führt. I

Interessant sind die Betrachtuiigen-der Presse Uber das traurige Ereignis in Moskau. Fast I bte gesamte Wiener Presse erklärt die Ermordung I bes Großfürsten Sergius als notwendige Folge I Oer blutigen Reaktion der Großfürstenpartei I SCfen die freiheitliche Bewegung i t Rußland. I "Mr bie klerikalen Blätter verurteilen diese wie I eurS als wahnwitzige menfdxmto N-ioe Ver- I brechen. Von fielt maßgebenden Pariser Blättern I trMreu die Konservativen: Die entsetzliche Er- I nterbung des Großfürsten Sergius wird die I ganze zivilisierte Welt mit Abscheu r~-' Grauen I erfüllen. Die Anarchisten werden nur bas Gegen- I feif ihrer Pläne erreichen. Das autokratische ^miem wird nur ein Stärkung erfahren. Die I

Wir in Marburg haben drei katholische Serbin- düngen, zwei nicht farbentragende, 1881 u. 1899 gegründet, und eine farbentragende, 1879 (!) ge- gründet. Man kann Korporationen, die 25 Sabre lang bestehen, nicht plötzlich für unaka- demisch erklären; ihr Schutz gehört vielmehr mit gutakademischen Freiheit". Die Agitation gegen bte katholischen Verbindungen widersprach dem, was die akademische Freiheit sich selbst schuldig ist, nämlich der Ehrfurcht vor bem Herkommen: und sofern sie von außen in die Studentenschaft hineingetragen wurde, kann man sie nur ver­urteilen. Inzwischen haben die Studenten der preußischen Universitäten sich stillschweigend zu diesem unserem Standpunkt bekannt und die konfessionelle Agitation abgelehnt. Aber ein in Hannover gefallenes ober mißverstandenes Wort hat einen Streit um die akademische Freiheit an sich entfacht, und das Feuer brennt immer hefti­ger. Es wächst sich zu einem sogenannten Prin- ztpienstreit" aus, und solche Prinzipienstreitigkei­ten sind das Hoffnungsloseste, was es unter Studenten geben kann. Möchte es allen beteilig­ten Instanzen gelingen, die Verhandlungen aus dieser Sackgaffe wieder herauszubringen. Daß der deutsche.Student bisher an der äufpren und I inneren Politik sich nicht beteiligte, war ein gro- I fier Vorzug; er will es gar nicht anders haben; er wird auch leicht einsehen, baß er sich an bem konfessionellen Kriege nicht aktiv beteiligen kann, I mag er auch für beides sich persönlich nach Her- zensilust interessieren dürfen. In dieser Rich- hing würden gewiß positive Zugeständnisse und I Zusicherungen von den Studenten zu erlangen fern. Aber das Panier derakademischen Frei- I beit" soll man möglichst bald außer Spiel setzen, I fonft wird bas Element der Unruhe unb Oppo- I fition, vor bem man bie Studentenschaft beinah- I ren möchte, geradezu in ihr großgezogen." In- I zwiMen ist ber Streit ja, wie schon gemeldet, I durch gegenseitiges Entgegenkommen beigelegt I worden. I

etwas weiter unten zwei bl -w-de P erde fest, die vor Furcht rasten und nur eine Wagenachs« - , und zwei Räder hinter fiv berschleisten. Herbei-

Dtk Unruhen in Rußland. I geeilte Soldaten begannen mit Hilfe von Gene- Zur Ermordung des Großfürsten Sergius I T^en' Offizieren und Dworniks b< Trümmer ääStär s« sääää

»äs«

rung ber öffentlichen Zustände anftreben, mit I _,

ben Ruchlosigkeiten ber Propaganda der Tat aber I Dir Ansßnndshewryrng.

""^Uchaffen- haben wollenl" Petersburg, 13. Febr. Die auswärts

^rdtat wird verbreitete Nachricht überZusammenftöße zwischen

ber Moskauer Freveltat, der Schutzmann Leon- Uder Begründung, hew, erzählt über seine Wahrnehmungen: Ich Warschau, 18. befand mich am Nikolaustor des Kreml, als die I der Warschau-Wiener Equipage des Großfürsten Sergius den inneren I berungen der Arbeiter

"."d auf den Senatspl 4 zusuhr. I Lohnerhöhung von 10 plötzlich eilte ein Mann in mittleren Jahren, I Derhandlungen dauern

1 Durch den immer dichter fallenden Schnee I ..Verdammte kleine Katze!" brummte er jetzt jw"tt rasch und sicher eine weibliche Gestalt! I ärgerlich vor sich hin, unb stampfte mit bem Fuße «U061, er' ^QllOe Mantel, der sie völlig einhüllte, I den Boden, daß die Sporen klirrten,da ist *ew)ie fast bis auf die Fußspitzen. Doch der I ',e mir doch wieder entwischt! Na, wenigstens Gang war bei aller Eile elastisch und graziös, I toet6 ich jetzt, wo Du Dein Nest hast- fangen und ließ die Vermutung zu, baß die Dame noch I werde ich Dich doch noch, so wahr 'ich Heinz Ziemlich jung fei. Ein heftiger Wind blies ihr Mertens bin! Also, ein anderiml, wilde

bie tanzenden Flocken ins Gesicht, so daß sie I Hummel!"

manchinal gezwungen toar, die Augen zu schlie- I Damit drehte er sich auf dem Abi'aNe fieritm Le«-..Sie zog ben Mantel, den der Wind weit und schritt den Weg zurück b n n '

cufblabte, fester an sich, und band das weiße, kommen 9 3 ' Öen er e6en fle

leibene Tuch, welches sie um den Kopf geschlungen hatte, und das ihr hinabgealitten war, unter dem Kinn zu einem Knoten. Fast schien es, als müßte der zierliche Fuß in den Schneemassen versinken, doch energisch zog sie denselben immer wieder heraus,. nicht eine Sekunde lang hielt sie im Raufen inne, nur hie und da wandte sie halb den Kopf zur Seite, um nach rüil..ärtS z:. spähen;

< r^cr 'br klang der rasielnde T eines nachm'leppe.den Sabels, und das m.chte wohl mr Grund zu dem hastenden Vorw "rtsstreben der jungen Dame sein. Je näher das Geräusch k«m, desto mchr beschleunigte sie ihren Schritt. Jufatmenb, mit heftig pochendem Herzen stand sie endlich still vor ein.m ungewöhnlich hohen, ountken Haufe mit spitzem Giebeldach, mg einen ziemlich großen Schlüssel aus der Tasche, unb luörf bie schwere, altmodische Haustüre gerade in bem Moment zu, als ihr Verfolger nahe genug war. um sie aifivrecken zu können.

Die junge Dame war indessen vier hohe enge I t Angekommene heftete bte iiachtsckßvarzen, und finstere Treppen emporgestiegen, unb' hatte ^«"enden Augen ^utt einem beinahe ängstlichen einen langen schmalen Korribor durchmessen ^ der I d Sprecher. Etwas im Ton der eben nur so viel Raum bot, daß eine Pe 'fön' hin- I ^'"Me mochte ihr austallen. Dann durch das durch gehen konnte. Das Mädchen ^ging sehr I ?etnte ^UII1Per' bis zu dem Sofa hin, machte sie langsam, an ben Wänden hintappend, um bei ber I ^'wfam zögernd die paar Schritte, reichte dem hier herrschenden Finsternis nicht zu Fall zu kam- I ^^genden ihre schmale, bräunliche Hand, dabei men. Sie stand still, suchte in einer Heinen Ver- I ein wenig nieder, fuhr aber mit dem

tiefung der Wand nach dem für sie bereitstehen- Stu$brui grenzenlosen Schreckens zurück.

den Feuerzeug, und entzündete gleich darauf ein I «Um Gotteswillen, Vater, Du haft wieder kleines Wachskerzchen. Man konnte tun bei dem I lletrunken! Es ist doch Gift für Dich! Wie fonn- flackernden Schein des dünnen Lichtttümpchens I lest Du nur so etwas tun?"--

btj bom Alter schwarz gefärbten Wände und | Das klang wie ein Aufschrei aus todtwunder Balken erkennen Hie und ba begann bereits Brust. Der schwere Mantel war dabei von dm

hlntG* Urec ^^ubrockeln, überall trat der Verfall I Schultern herabgeglitten. Sie schien es gar nicht

deullich hervor. Es war ein unheimlich finsteres, I zu bemerken, daß sie daraus trat, als sie sich riick-

JTrt- Mietskasernen, I wärts bewegte. Eine Flasche hob sie vom Boden

wo die Menschen eine zwar billige, - er nichts I auf unb hielt dieselbe prüfend gegen oa- Licht fir W"'»» 6.wme Untahmftter, - irlrTti» «in, k,r.-°ftag s I»

1 hon ben roten, schöngefckwungenen Lippen.

ber mit Taillenbluse und blauet Hose bekleidet war, auf die Equipage zu und warf eine Bombe. Der Wagen wurde total gerfrümmert, t . Boden war in weitem Umkreise mit Blut Gedeckt. All­dem Fenster der Ekaterinoslawschen Kaserne be- merkte ein Offizier die Katastrophe, eilte sofort herunter, ließ eine Tragbahre komi..... und be­

deckte die Ueberrcfte des toten Großfürsten mit feinem Mantel. Der Schutzmann L ontieto ver­legte dem Attentäter etwa zweihundert Meter vom Tatorte den Weg. Sein erster Griff wa« nach dem rechten Arm, wodurch er ihn verhin­derte, ben Revolver zu ziehen. Einer feiner Kollegen faßte ihn dann am Hals Nachdem bem Mörder Handschellen angelegt waren, sagt« er zynisch:Ich gratuliere Euch zum Avance­ment, aber jenen dort macht Ihr doch nicht le­bendig." Die Polizei kennt den Woh-.ort des Attentäters, auch seinen angenommenen Namen, aber noch nicht bie Personen, mit denen er ver­kehrte. Es wurde bei ihm ein Paß uf den Na­men des Witebsker Kleinbürgers Gerassimow ge­funden. Die Bombe hat drei tiefe Löcher im Boden hintertaffen; sie war mit Nägel gefüllt.

Paris, 18. Februar. Der Berichterstatter des Matin" schildert gleichfalls als Augen-euge den Vorgang wie folgt:Die Uhr des reml schlug eben drei, als eine furchtbare Explosion ertönte und eine ungeheure Feuergarö- aufstieg. Fünf­hundert Meter von mir, mitten in der breiten Avenue, die den Justizpalast vorn Strfe- al trennt, inmitten der Flammen, sah ich mehrer: schwarze Massen, die in die Luft geschleudert >aren und in Stücken auf die Erde herabfielen. Ich lief, fo schnell ich konnte, in der Richtung o»r Flam­men. Einige Sekunden später befand ich mich beim Tor des Arsenals. Während der Rauch sich zerteilte, sah man, daß der Boden mit Tau­senden von Trümmern, Fleifchsetzei-, Holz- und Glassplitter bedeckt war. ©Hbier' 'fielt man

^Nachdruck verboten.) I Der Mann, anscheinend Offizier, hatte den llttftfeirfif SRrithM* Mantelkragen hoch geschlagen, so daß von dem

UlimtlUK <inioer. I Gesicht wenig wehr $u sehen war. Nur den

Original-Roman von Irene von Hellmuth I F0^n' kstnge Spitzen auslausenden Schuurr-

T v bart, und eine schmale seine Nase konnte man

I I wahrnehmen.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, Umvertitäts-Buchdruckerek 40. Afftfffff. Marburg, Markt 21. Telephon 55. ,

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