Einzelbild herunterladen
 

Erscheint wöchentlich sieben mal.

W"

Bierteljährlicher Bezugspreise btt der Expedition 2 Mfa r

M 42 bet allen Postämtern 2,25 Mk. (e$cl. Bestellgeld).

V1e* JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. ,

Reclamm: die Zeile 25 Pfg. Sonnabend, 18. Februar 1905.

Deutschland und England

60

'Nackidrnck verboten.)

Nun, Herr Markwardt,. wollen Sie zürnen?"

Der General hielt Herrn Markwardt

errü- noch

dir

Der rusfisch-javanische Krieg.

Ein Telegramm des Marschalls Ohama vom Hauptquartier am Schaho vom 14. Februar meldet: Unsere Artillerie bombardierte Cbiensun- mupaohei und setzte das Dorf in Brand; die feindliche Artillerie in der Umgegend von

Charkow, 16. Februar. Heute wurde die Ar- beit in den Apotheken eingestellt. Die F.. derung der Angestellten, sich zweimal täglich abzulösen, wurde von den Apotbekerbesitzern zugestanden. In den Lokomotivfabriken ist die Arbeit wieder ausgenommen worden.

Odessa, 16. Februar. Auch hier stellten die Apothekergehilfen die Arbeit ein und richteten dieselben Forderungen für die Wiederaufnahme derselben an die Arbeitgeber, wie ihre Kollegen in Charkow: außerdem wünschen sie bessere Woh- nunasverhältnisse.

Strjemechitzr, 16. Februar.. Der Ausstand im Bassin Dombrowo dauert fort. Gesten zer- streueten in Sosnowice die Kosaken eine Volks- menge, die sich anläßlich der Erlaubnis der Ein­fuhr ausländischer Kohle in der Nähe des Hospi­tals angesammelt hatte. Die Einfahr von Stein­kohlen aus , Preußen ist enorm. In sosnowice treffen täglich 200 Waggons österreichischen Koks ein. Die Eisenbahnstationen werden militärisch bewacht.

Nun ich glaube, eine Braut büßt durch ihren Bräutigam nichts von ihrem Rufe ein."

Ja, aber mein bester Herr General, so weit find wir doch noch nicht."

Aber wir werden bald so weit fein. Su wünschen also ganz genau die Form beobachtet zu wissen gut: Hiermit halte ich im Namen meines Sohnes Henri um die Hand Ihrer Fräu- lei.i Tochter Gisela an. Da schlagen sie ein. Sapristi, Herr Markwardt, Ihre Gisela hat ei mir altem Manne noch angetan! Und wenn ich auch früher wünschte, daß mein Saht ein Mäd- chen aus altadeligem französischen Geschlecht sich zur Gattin erwählen möchte, so bin ich jetzt froh, daß er ein so treffliches, herrliches deutsches Mäd­chen gefunden hat. Ich wünsche mir wahrlich keine andere Tochter mebr."

Bei diesen Worten konnte sich Gisela nicht mehr halten, sie öffnete die Türe, und tief er­rötend, mit heftig pochendem Herzen stank sie dem General gegenüber und wagte nicht bie Augen aufzuschlagen.

Da sind Sie ja, mein Töchterchen", rief den General.Was sagen Sie zu meiner WerbunL hab' ichs recht gemacht?"

O, Herr General!"

Nichts mehr von General! Fetzt heißt e» Papa!"

Im nächsten Augenblick lag sie in den Sinnen des alten Herrn, der sie liebreich auf die tende Stirn küßte.

Sanchengtzuschan beantwortete unser Feuer. An der Nacht des 14. Februar griff eine Abteilung der feindlichen Infanterie Waitnoschan ri; ein Bataillon erneuerte den Angriff mit Tagesan­bruch des 15. Februar, beide Male wurde jedoch der Angriff in der Richtung auf Chefanc/r am Morgen des 15. Februar vollständig zurückge­schlagen. Ferner rückten 500 Mann feindlich« Kavallerie von Shengtsaimen, 3 Meilen nord­westlich von Chitaitzu, in Santaitzu ei- wah­rend eine andere Kavallerieabteilung in südlich« Richtung auf dem rechten Ufer des Hunho vor­rückte. Am 14. Februar übernachtete der Feind in der Gegend von Chencheawatzu, nachdem a Vorposten in der Umgebung von Ranehangtzu vor der Ankunft unserer Abteilung, Iche zur Vertreibung des Feindes abgesandt war, aufqe- stellt hatte. Die Russen begannen sich in nord­östlicher Richtung zurückzuziehön. Unsere Trup­pen, die sie in der Richtung nach Heiy. üou ver­folgten., fügten ihnen einige Verluste ?u. Die Artillerie des Feindes, welche eine <yf'Tfana bei Wanebeaopeng einnahm, deckte den Rückzug mit ungefähr zehn Schwadronen Kavallerie tmb mti Artillerie.

London, 16. Februar. Dem Rentersch« Bureau wird aus dem russischen Hauptquartier von gestern gemeldet: Die Japaner beschallen ge­stern und heute den Putilow-Hügel mit acht­zölligen Geschützen und verwendeten 250 Pfund schwere Geschosse. Hieraus geht hervor, daß die Belagerungsgeschütze von Port Arthur in den Linien der Japaner aufgestellt sind. Das russisch« Zentrum ist dadurch in eine neue schwierige Lage gebracht.

Berlin, 16. Februar. Die Gerichte über eine nahe, bevorstehende Aktion zur Herbeiführung eines Friedensschlusses zwischen Rußland und Japan erhalten sich unausgesetzt; sie werden, wie derL.-A." berichtet, besonders in Börscukreisen auch heute mit Bestimmtheit wiederholt. Unter Berufung auf Pariser Stellen, die al? unterritf)- tet gelten können, wird es als wahrscheinlich 5e- zeichnet, daß schon die nächsten Tage in dieser Beziehung eine Ueberraschunq bringen. Wir können diesen Mitteilungen hinzufügcn, daß auch an hiesigen amtlichen Stellen seit einig: Zeit mit der Wahrscheinlichkeit einer MM.,en Frie­densaktion gerechnet wird.

Rechte hin, in welche dieser lachend einschlug, in­dem er aus rief:

Ich gebe mich gefangen! Diesmal hak Frankreich Deutschland überwunden!"

,Möge kein anderer Kampf und Sieg jentaH wieder zwischen den beiden Ländern stattfind en l* sprach ernst der General. .(Schluß folgt.) -

Deutsches

Berlin, 17. Februar.

, Seine Majestät der Kaiser hörte gestern Vormittag die Vorträge des Chefs des Mftitär- kabinetts und des Stellvertreters des Kriegs- Ministers und wohnte dann der Enthüllung oel Denkmals für den Admiral Coligny bei, die um 12% Uhr stattfand. An derselben nahmen auch die Kaiserin, verschiedene Minister sowie eine Reihe anderer Gäste teil. Nach der Enthüll..iig trat der Kaiser, gefolgt von dem Schöpfer des Denkmals, dem Grafen Schlitz-Görtz, an das Denkmal heran und besichtigte es von allen Sei­ten. Der Sockel des Monuments trägt di« Inschrift:

Zigeunerliebe".

Bon O. O l st e r. iszl^gk-tzung.)

,Ah, Herr von Usedom komme ich wohl .Zu spät?"

Eine namenlose Angst spiegelte sich in dem blafien Antlitz des jungen Mädchens ab, dessen Hände krampfhaft die Zügel hiellen. Ihre Blicke flogen zu den Herren hinüber, die alle in ehrerbietiger Haltung dastanden.

Ehe man ihr zu Hilfe kommen konnte, hatfa sich Gisela, aus dem Sattel geschwungen. Wie eine Walküre sah sie aus, alles Schüchterne und Mädchenhafte schien sie mit einem Schlage abge- skreist zu haben. Alle die anwesenden Herren ®^en aufs' Höchste verblüfft und einen Augen­blick herrschte peinliches Schweigen Da trat Gisela mit entschlossenem Schritt zwischen die beiden Duellanten.Meine Herren", ries sie mit erhobener Stimme,der Zweikampf darf nicht Üattfinden, heute nicht und nie mehr. Was Sie hier zu tun im Begriffe stehen, ist nicht die Wie- derherstelluiig einer gekränkten Ehre, nein. Sie

Begriffe zu morden! Die ganze angeb-

Beleidigung beruht lediglich auf Mißver- I & eni F,nn der Lage zu erklären, iaß Herr von Usedom noch niemals and res Von Herrn de Fenetrange gedacht hat, als von einem Ehrenmanne. Kein anderes Motiv als das der Pflichterfiillung hat .Herrn von Usedom geleitet bei der Vernehmung des Herrn von Fenetrange.

hat es mir selbst gesagt; neidlos trat er zu- ri*f, als er bemerkte, daß seine Zuneigung zu mir aussichtslos sei und daß mein H-rz bereits gewählt hatte. Ich schäme mich nicht, das hier vor Zeugen zu erklären, die Not hat mir mein Geheimnis entrissen." -- I

Herr von Fenetrange hob seinen . fas; ent 1 es ein Schritt der Verzweiflung war, weil er seltenes Leuchten brach aus {einen Augen. Oh, glaubte, seine Liebe für immer verloren zu ha- er wäre am liebsten dem herrlichen Mädc en ent- ben. Er erzählte die ganze Begebenheit dem Ge- gegengefturmt und hatte es an sich gerissen, uni neral, seinem Vater, und als er diesen um Rat es nie wieder frei zu geben. Aber er mäßigte I fragte, was er nun beginnen solle, um möglichst sich; er trat nur einen Schritt vor und mit vor I bald von Fräulein Markwaldt Besitz zu ergrei- tiefer Erregung zitternder Stimme farm' er: I fen, da erwiderte der alte Herr: Mein Sohn

So ist es an mir, Herrn von Usedom um I das laß mich besorgen!"

Verzeihung zu bitten; nach der gegebenen Sach- I Gisela hatte ihrem Vater sofort na-b ihrer läge mußte ich anfangs annehmen, M; Eifer- I Heimkehr von der Grenzeiche alles mitqefaitt; sie sucht und ^ntngue die Motive Herrn von Use- I machte auch keinen Hehl daraus, daß sie das Ge- doms waren. Herr von Usedom, ich bitte in heimnis ihrer Liebe zu Herrn de Fe etrange aller Form um Entschuldigung." vollständig preisgegeben habe. Herr Markwardt

Run trat Kurt ganz nahe an Herrn von I war wütend über die neuerliche eigenmächtige Fenetrange:,Ich stehe nicht an, zu wiederholen, Handlungsweise der Tochter; aber die letztere er- nwä Fräulein Markwardt bereits erklärt hat: klärte einfach, sie werde von Henri de Fenetrange ,,.^ch Wbe sie stets für einen Edelmann von nicht mehr lassen. Sie wußte jetzt, daß er sie tadelloser Gfare gehalten. . | liebte, in seinen Augen hatte sie es gelesen. Sollte

Die beiden Herren reichten sich schweigend die sie ihn aufs neue fliehen, nur der Welt wegen, Hande; die übrigen Herren schienen noch ganz welche über ihr Benehmen die Nase rümpfen I

V und unschlüssig. würde? Mochte die Welt sie verspotten, sie I

®t}ela brach endlich den Bann, inidem sie, I wollte glücklich sein und glücklich machen! Der I A den Zeugen gewandt sprach: . Meine Herren, I Zorn ihres Vaters würde nicht lange verhalten, Ihre und meine Aufgabe hier ist beendet." das wußte sie und schließlich würde er zufrieden

Die Herren traten dann einen Augenblick zu- I fein, wenn er fein Kind glücklich sähe.

sammen, um sich zu besprechen, Herr ' Fene- | Nicht fang# nach der ersten großen Auftegung trange und Kurt boten sich Fraulem Markwardt | des Herrn Markwardt meldete sich der alte®«*- jur Begleitung an, und bald ruhte der Ort, der 1 neral vom Schlosse Fenetrange und bat um eine

beuge nnes, Kampfes auf Leben und Unterredung. Dieselbe konnte natürlich nicht Tod geworden Ware, m tiefster Stille. I verweigert werden und dehnte sich derma''en in

. ..Aur Msela, he heute zum zweitenmale mit I die Länge, daß sich Gisela schließlich nicht ver- kräftiger Hand in menschliche Geschicke etttge- I sagen konnte, an der Türe des Nebenzimmers griften hatte war die Situation auf deni Heim- I ein bischen zu horchen. Da hörte sie denn, wie weg ziemlich heikel; kurz vor ihrer Wohnung bat | ihr Vater sagte-

verlassen und mit einem IDas ist alles schön und gut, aber sagen Sie ?uch Herr v. Fene- mir nur, was aus dieser heillosen Geschichte wer- trange und Leutnant von U;edom. I ben soll?" J

hwSf" ^"^nettange fühlte sich überglücklich, Der General fachte belustigt auf.Lassen ela l$m gehörte. Er | wir der Geschichte ruhig ihren Lauf, Herr Mark-

daß das von ihm gesor- | Wardt, wir ändern doch nichts Möhr daran." derte Duell ein sehr frivoles gewesen wcfae daß I _ »Ätzer der Name, der Ruf meiner Tochter?" I

lU Die böi Eröffnung des englischen Parfa- uients zur Verlesung gelangte Thronrede bewegte st« in den üblichen allgemeinen Redensarten über he Beziehungen Englands zu fremden Mächten. Immerhin ist bemerkenswert die Stärke, mit der das Uebereinkommen zwischen der englischen und französischen Regierung betont wird. Der König spricht die Zuversicht aus, daß dies für beide Lauder vorteilhafte Wirkungen haben und die freundschaftlichen Beziehungen noch weiter fefti- tzen werde, welche beide Länder so glücklich mit einander verbinden. Gegenüber der Tatsache, d«i» die Thronrede Englands Beziehungen zu Deutschland mit keiner Silbe erwähnt, ist jene Bärme immerhin verständlich und sie entspricht auch der Sachlage. Man braucht nur einen Blick L»f- Madagaskar zu werfen, das von dem russi­schen Geschwader jetzt in aller Gemütlichkeit zur Operationsbasis genommen wird, um ohne wei­teres zu erkennen, daß die englisch-französische Freundschaft keineswegs eine platonische ist. Die russischen Schiffe finden in den französischen Häfen dieselbe Freiheit wie in ihren heimischen und dürfen eben nur keine Prisen hmeinführen und Englands Verbündeter Japan muß bfa Augen über diese Wirkung der englisch-französi­schen Verständigung zudrücken, so unbequem ihm dies auch sein mag. In Frankreich aber arbeitet m«n den englischen Wünschen auch noch in an­derer Weise vor. ImFigaro" trat Graf v. Castellane dieser Tage sehr eifrig für die Er­weiterung des russisch-französischen Bündnisses diirch den Beitritt Englands ein. Äitt beiden i

Seiten des Kanals, erscheint ohne weiteres als UMslyM.

treibende Kraft dieses Hinarbeitens auf eilt I tu« s

nissisch-eiiglisch-französisches Bündnis der Haß I * Beilegung dkS AuSstandes lM gegen Deutschland, der den Franzosen ja stets I , NllyrgkSret.

ebne weiteres geglaubt wird und von dem man I DerReichsanzeiger" schreibt: Im Ruhr- fa England tagtäglich hinreichende SB:oben er- I tebter kann der Ausstand im allgemeinen als

r , I beendet angesehen werden, da in der Frühschicht

. ~"ee Sachlage muß unter allen Umständen am 15. ds. nur noch 2176 Mann fehlten.

^ttenwerdenund es ist um so mehr In Bergrevieren Hamm, Dortmund I, Dort- Mie für die ^deütsche^ Politik Mer" lau rn den ,munb IT- Ost'Recklinghausen, Herne und Gelsen- Fußanqeln hinzuweisen, als immer wieder Ver- I Die Mish>r^»s w ^legschaften vollzählig an. fache gemacht werden, die öffentliche Meinung ~te Eberanfahrt der ausständig gewesenen Deutschlands über diese Gefahr einzufallen. Eng. Bergarbeiter ging ruhig vor sich. Störungen land könnte ja gar kein größerer Gefallen ge- I ver öffentlichen Sicherheit und Ordnung wurden schehen, als wenn Deutschland jetzt in irgend einer I nicht mehr gemeldet.

Weise, sei es durch Schritte der amtlichen lolitik, I Auf der ZecheRheinpreußen" fehlten zur wo wohl nichts zu befürchten steht, oder durch I Frühschicht am 14. d. M. von 2779 Mann nur Tappischketten von Privater Seite, die leider stets noch 102 ober 3,6 v. H. Der Ausstand auf

zu befurchten sind, sich in irgend welche Eng- dieser Zeche kann damit als beendigt angesehen

fandereien emließe. Denn sofort würden diese werden a 1 y

Rußland zu unserer Verdächtigung benutzt I Bochum 15 Febr Ter Deraarb«^- StÄrÄÄt wÄÄ das englisck>-französisch-japanisch-russische BÜnd- gesehen werden. Heute sind die faßten Polizei- Nis geneigt zu machen. I Verstärkungen, die wahrend des Streiks heran-

Nebenher freilich läuft bei den englischen polt- I llkzogen worden waren, in ihre Heimat zurück- tischen Tendenzen noch der Wunsch, Deutschland I gekehrt.

durch Politische Einschüchtörung auf wirtschafts- I Essen, 15. Febr. Eine Reihe von Zechen Politischem Gebiete nachgiebiger und weicher zu I macht bekannt, daß Bergleute, welche Vorschuß stimmen. Auch dies wäre bedeutungslos, so lange I nötig haben, denselben entgegen dem üblichen

S fitf)pÖieiti9iSUt[t^rnL I AuslöhnungSshstem bereits in diesem Monat er-

S zur Zett ^Sir heben können. Diese Anordnung ist freudig zu

in Deutschland (s. Großbritannien iT de? durch den AMtand in^aroke G

heutigen Nummer) und derTag" hat sich! vurch den Ausstand ,n große Geldnot geraten find,

beeilt, die Meinungen dieses englischen Diplo- I ~ Stuttgart, 16. Febr. In der heutigen

malen dem deutschen Volke zu vermitteln. Er j GememderatSfitzung wurde nach längerer Er-

spricht darin viel von der Sicherung der inter- j örterung auf Antrag deS sozialistischen Ge-

nationalen Beziehungen, für die eine englisch- | meinderatSmitgliedes Kloß beschloffen, der not»

Annäherung nicht zu entbehren sei, zwi- I leidenden Bergarbeiterschaft deS Ruhrgebietes

scheu Deutschland und England eine Arbeitstei- I eine Unterstützung von 5000 Mk. städtischerseits

fang auf dem Weltmärkte einzuführen, und er I zu bewilligen. Für ben Antrag stimmten 14 namentIicf| davon, daß und gegen denselben 6 Mitglieder.

die Engländer sich nicht nur das maleriiche I °

Deutschfand sondern auch das Leben und Trci- I

ben in den deutschen Fabriken und die Geschäfts- I »le Unrntzen t« StUßlan».

führung der deutschen Fabrikanten und Kauf- | Sosnowice, 16. Februar. Gestern fand eine teilte besser ansehen.. Hiervon verspricht er sich | Versammlung von bedeutenden Jnduftriel m des einen Umschwung in der öffentlichen Mtinunz I Ortes und der Umgegend statt, die resultatlos und wenn man nur erst aufhört, einander wechsel- I verlief. Der Ausstand dauert fort und soll, wie seitig zu mißtrauen,so dürften wir von Gene- I es heißt, nicht vor vierzehn Tagen beendigt rationen auf dauernden Weltfrieden rechnen, so- I werden.

bald der unglückselige Krieg in Ostasien zu Ende | Aus Sosnowice wird derFrkf. Ztg." ge-

sein wird." Für wie dumm hält eigentlich Herr I meldet: Die polnisch-sozialistischen Streikkomitees

Barklay die Deutschen? Mt Recht sagte Fürst I fordern zur Arbeitsaufnahme auf, nachdem der

Bismarck von den Engländern:Menschlichkett, I Streik als politische Demonsttation seinen Zweck Friede und Freiheit ist immer ihr Vorwand! DaS I erreicht hat. Die Arbeiter sollen den Werken

Interesse Englands aber ist, daß das Deutsche I ihre wirtschaftlichen Forderungen vortragen,

Reich mit Rußland schlecht steht, unsere Inter- I denen bis zum 1. Mai zu entsprechen sei, andern-

essen, daß wir mit ihm so gut stehen, als der I falls würde bann der wirtschaftliche Streik au8-

Sachlage nach möglich ist. "Wie werden mit Eng- I brechen. Die Arbeit ruht aber noch überaü. In land besser stehen, je kühler und korrekter wir I Nohylow wurden von einem Streikenden gegen uns verhalten. | den Polizeimeister drei Nevolverschüsse abgegeben,

die aber fehlgingen. Der Täter wurde verhaftet. Auf der Strecke Moskau-Woronesch streiken bie Verwaltungsbeamten.