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Russischerseits wurde ein Offizier leicht verwundet. Am 11. Februar machten die Japaner im Zentrum einen Angriff auf einen von russischen Jägern besetzten Wald, wurden aber zurückgeschlagen.
Tokio, 14. Febr. (W. B.) Admiral Togo verließ gestern Kure; man vermutet, daß er nach dem Süden fährt.
Tokio, 14. Febr. (Reuter.) Das englische Dampfschiff „Castrh", welches vor kurzem auf der Höhe von Hokkaido von einem japanischen Kriegsschiff angehalten wurde, ist wieder freigegeben worden. Die Wegnahme beruht« auf einem Irrtum, da da« Schiff, welches zur Zeit der Wegnahme mit Kohlen nach Singapore unterwegs war, eine Ladung für Hokkaido an Bord hatte.
Paris, 14. Febr. Nach einer Meldung aus Petersburg scheint die Abberufung Kurs» patkinS nur noch eine Frage weniger Tage zu sein. Unter den von der Großfürstenpartei zu seiner Nachfolge vorgeschkapenen Männern nennt man den General Prodekow, der am Chinafeldzuge teilnahm. An Stelle des Generals Kaulbars führt das Kommando über die dritte Armee General Bilderling, zunächst interimistisch, wahrscheinlich aber bald endgültig. — DaS Erscheinen japanischer Kavallerie im Rücken der Rusien erregt in Petersburger leitenden Kreisen orosie Beunruhigung; man glaubt, daß die Japaner bei der jetzt herrschenden milderen Temperatur beabsichtigen, ihre genaue Kenntnis der Gebirgspfade zu weiteren Ueberraschungen auszunützen.
„Wenn. Sie den Mann heute nicht vernehmen," sagte er zu dem Maire, „dann kommen Sie wahrscheinlich überhaupt nicht dazu."
„Ist sein Zustand hoffnungslos?"
„Das gerade nicht. Aber morgen schon wird der Verletzte in hochgradigem Fieber liegen, das jede Vernehmung unmöglich macht> Ob er davon kommen wird, ist eine andere Frage."
„Können wir ihn vernehmen, ohne fürchten $tt müssen, daß sich sein Zustand verschlimmert?" $ Pi « übernehme die Verantwortung nicht
„So lassen wir es heute mit der Vernehmung. Tie anderen Gefangenen haben ja doch schon die erforderlichen Geständnisse abgelegt."
Drinnen im Krankenzimmer stöhnte der Verwundete laut auf. Die alte Wirtschafterin trat zu dem Maire und sagte schluchzend:
„Ach, mit dem armen Monsieur Bourgeois gehts zu Ende. Er verlangt nach dem Herrn Pfarrer."
„So holt ihn."
Nach wenigen Minuten trat der Pfarrer, ein würdiger Mann mit silberweißem Haar und m.l- dem Ausdruck in dem Antlitz, ein und begab sich zu dem Verletzten.
„Ach," rief aufatmend der Kranke dem Geistlichen entgegen. „Gott sei gelobt, daß Sie kam- men, o, ich bin sehr unglücklich!"
Der, Pfarrer nahm an dem Bett Platz und legte seine kühle Hand auf die fiebernde Stirn Bourgeois.,
«Als Sie gesund waren, Monsieur Bourgeois, sprach er ernst, „da gedachten Sie nicht Gottes und seiner heiligen Kirchs."
. »Ach, verzeihen <Äe mir, ich wußte i.idjt, was uh tat!"
den Gebieten des Transportwesens und des Verkaufs der Waren bilden. Wenn in jedem Staat ein gerechter Ausgleich der Jntereflen zwischen den verschiedenen produzierenden Klaffen geschaffen wird, und die Bande zwischen den Nationen enger geknüpft werden, die in den gemeinsamen, über die politischen Grenzen der Staaten hinausreichenden Jntereffen wurzeln, so wird den idealen Friedensbestrebungen noch ein neues wirtschaftliches Ziel gegeben werden, weil eine neue BevölkerungSklaffe, die die zahlreichste, aber die bisher am wenigsten geeinte ist, in die Bewegung für den Frieden eintreten wird. DaS Institut, das der König zu schaffen wünscht muß, wenn eS wirklich wirksam sein soll, international sein, weil der Markt für die hauptsächlichsten Produkte der Erde ein einziger und unliberaler ist.
Die Instruktionen gehen ferner des näheren auf die in dem Handschreiben angedeuteten Angaben des Instituts ein und sagen dann: DaS internationale Ackerbauinstitut bedeute nicht den Krieg gegen die großen Organisationen des Kapitals und der Arbeit, sondern es bedeute den wirksamen, ja, einzig wirksamen Schutz gegen Ausschreitungen. Schließlich werden die Vertreter Italiens im Auslande angewiesen, den Gedanken der Schaffung eines internationalen Ackerbauinstituts, dem übrigens keinerlei Befugnis zusteben solle, Zwangsmaßregeln auSzuüben, den Regierungen, bei denen sie beglaubigt find, zu unterbreiten und sie zu ersuchen, Delegierte zu der ersten Versammlung zu ernennen, die im Mai 1905 in Rom stattfindet und daS Reglement für die neue Einrichtung ausarbeiten soll.
vollzählig angefahren, insgesamt etwa 230 000 Mann.
Auf eine Anregung des Berqbauvereins bezüglich Abstandnahme von der ärztlichen Untersuchung der zur Arbeit zurückkehrenden Knapp- fchaftsmitglieder hat der Knappschastsvorstand beschlossen, daß künstig nur solche KnappschaftS- mitolieder, die ununterbrochen länger als 4 Wochen gefeiert ha^en, bei der Wiederanlegung ein Gesundheitszeugnis beizubrinaen haben. Wo schon Mitglieder ohne solches Zeugnis angelegt sind, soll von Weiterungen abgesehen werden.
„Sie haben die Kirche oft geschmäht, Monsieur Bourgeois. Doch einerlei, nicht zu richtm bin ich hergekommen, sondern mit Ihnen zu beten und Ihnen Trost zu spenden. Cott freut sich des reuigen Sünders, und zur Reue ist eS niemals zu spät."
Der Verwundete umklammerte die Hand des Geistlichen in verzweiflungsvoller Angst.
„O, mein Vater, ich habe viele Sünden auf meiner Seele."
„Erleichtern Sie Ihr schwerbeladenes Gewissen, und Gott wird Ihnen verzeihen."
«Ja, ja, ich will Ihnen alles gestehen, ich will Ihnen alles beichten."
In fieberhafter Hast erzählte der Verwundete dem Geistlichen fein ganzes verbrecherisches Leben.
„Sie werden mich nicht sterben lassen ohne Vergebung meiner Sünden!" flehte er angstvoll. ' , «Die Vergebung Gottes kann t r- Ihnen bringen, wenn Sie wahre Reue empfinden. Aber haben Sie mir alles gesagt, was Ihre Seele bedrückt?"
„Alles, mein Vater, nein, nein, doch nicht alles! O mein Gott, es war ja ni. t meine Schuld, ich wollte sie nicht in den Abgrund stürzen. Nein, nein, ich wollte es nicht, ich schwöre cs Ihnen zu."
Wovon sprechen Sie?"
„Von ihr, von der Zigeunerin, die ich den Teufelssteg hinunter stürzte — nein, nicht ich, ich Habs nicht getan, sic strauchelte, sie fiel von selbst den Abhang hinunter, o mein Gott, mein Gott "
, Seine Worte erstarben in einem leisen G> wimmer. Eine ^namenlose Angst folterte seine Seele. Seine Hände krampften sich gewaltsam
Ter rusfilch-japanische Krieg.
Berichte ans Liaujang geben an, daß die gesamte russische Streitmacht
in der Mandschurei
zwischen dem Schaho ufä Cbarbin 450000 Mann
„Zigermeriiebe".
Von O. Giftet.
(Fortsetzung.)
Mit leuchtenden Augen und glühenden Wangen reichte Gisela dem Hingen Offizier die Hand, die dieser ehrerbietig an seine Lippen zog.
„Auf Wiedersehen, Gisela," entgegnete er leise. „Hoffentlich auf Wiedersehen!"
Mit raschen Schritten eilte Gisela den Wie- senpfad entlang, während ihr Kurt von Usedom mit verschleiertem Auge nachblickte. Dann wandte er sich tiefaufseufzend ab und schritt dem Walde zu.
* ■*
In dem breiten düsteren Himmelbett seines Schlafzimmers lag stöhnend der Gastwirt des „Goldenen Löwen." Das Messer der Zigeunerin war ihm bis ans Heft in die Brust gedrungm und hatte die Lunge verletzt. Als ihn die Gen- darmen in der Hütte des alten Christoph fanden, fiel er bei ihrem Anblick in eine tiefe Oh'i- Msicht. Er wußte, daß jetzt alles vorbei war, die lente Hoffnung auf Rettung war verschwunden und grenzenlose Verzweiflung erfaßte seins Seele. Fiebernd, wilde Verschwünschungen und verzweiflungsvolle Gebete vor sich hin murmelnd lag, er auf dem Wagen, der ihn nach Finstingen zurückbrachte. Als die Volksmenge neugierig, Rrmend den Wagen umringte, richtete er sich krampfhaft empor und drohte dem Volk mit der lageren Faust, dann sank er ächzend zurück. Bewußtlos brachte man ihn in sein Schlafzimmer. Doktor Zimmermann machte ein sehr bedenkliche- Gesicht als er die Wunde untersuchte.
Umschau.
3«m Ausstand der Bergarbeiter.
Die Siebenerkommission hatte am 13. an den Reichskanzler ein Telegramm gesandt, in dem sie ihn bat, nachdem die Wiederaufnahme der Arbeit sozusagen auf der ganzen Linie erfolgt sei, die Bergwerksbesitzer zu den in Aussicht gestellten weiteren Verhandlungen geneigt zu machen.
Darauf ist folgende Antwort des Grafen Bülow eingegangen: Herrn Effert, Alteneffen. „Gern habe ich davon Kenntnis genommen, daß die Bemühungen, dem Ausstande der Bergarbeiter mit seinen verderblichen Wirkungen ein Ende zu bereiten, Erfolg gehabt haben. Ich habe den Herrn Handelsminister gebeten, nunmehr auf Grund Ihres Telegramms das Weitere zu veranlassen".
Wie der „Frkf. Ztg." aus Effen gemeldet wird, sagen die angefahrenen Bergleute übereinstimmend aus, daß die Zechen weniger gelitten haben als man vorausgesetzt habe. Der Betrieb könne bei vielen Zechen in wenigen Tagen in vollem Umfang ausgenommen werden.
Dortmund, 14. Febr. In allen drei Dortmunder Revieren sind die Belegschaften
Deutsches Reich.
Berlin, 15. Februar.
— Seine Majestät der Kaiser unternahm reftern morgen den gewohnten Spaziergang Später hört« der Kaiser die Vorträge des Chefs des MilitärkabinettS und des Chefs des Ädmiralllabes der Marine und nahm eine Anzahl militärischer Meldungen entgegen. Zur Frühstückstafel war der Fürst zu Waldeck und Vyrmont geladen Nachm ttags bestchtigte der Kaiser bei dem Maler Doberstein in Dahlem ein für da, Königl. Schauspielhaus bestimmtes Deckengemälde.
— lieber die gestrige Reichstaaser satzwahl in Hof lagen bis 16'/, Ubr abends solaende Wahl» resultate vor: Goller (natl) 10,042, Metzger (Sb. d. Landw) 2863, Geißler (Soz i 10041 Stimmen.
— Rach einer Information des .Reichsboten" wäre Minister Möller durchaus entschlossen, die Ro< pelle zum Preußischen Berggesetz gegen jede» Widerstand fertmzustellen. Er wolle bet unüberwindlichem Widerstande unter Umständen ernste Entz schlüsse f aff'n; aber andererseits wolle er, da er et» gutes Ee etz schaffen will, ff-5 auch in keiner Weif« und von niemand drängen lassen. Hebet den Inhalt der kommenden Vorlage berichtet der .Reichsbote", dast sie in manchen St'cken noch weiter gehen toerb^ a!8 der Minister den Arbeitern versprochen hat S« werden ihnen bezüglich des A-beitstages weitgehend« Verbesserungen zugedacht, do h sollen nur sanitär« Momente maßo-chend sein. Einen Maximalarbeitstaz könne die Regierung nicht geben.
in die Bettdecke fest, seine Zähne fähigen klap» Pernd, uuö ein entsetzliches Stöhnen, dem ein Blutstrom folgte, drang über seine Linken. Den Geistliche sprang empor, um den Arzt zu rufen.
„Es geht zu Ende", sprach Dr. Zimmermann. „Die Aufregung tötet ihn. Es ist ein« Ader in der Lunge gesprungen, er hat feine halbe Stunde mehr zu leben."
Plötzlich öffnete der Sterbende nochmals die Augen und schaute sich mit verzweifelnden Blicken um, dann ergriff er die Hände des Geistlichen und flüsterte, diesen zu sich herabzieheno:
„Ja, ja, ich Habs getan, ich wollte sie töten, damit sie mich nicht verraten könnte. Der Teufel flüsterte mir den Rat zu: stürze sie vom Felsen hinab, daim hast du Ruhe, und da erhob ich die Hand, und ehe ich wußte, wie es gekommen, lag . sie drunten mit zerschmettertem Leib. O mein Gott, mein Gott, verzeihe mir nur diese eine Tat!"
„Sie stehen am Rande der Ewigkeit", 'vrach entft der Geistliche. „Binnen wenigen Minuten treten Sie vor Ihren höchsten Richter, er wird Ihnen verzeihen! Aber werden Sie auch dein irdischen Richter gerecht und gestehen Sie freimütig Ihr Verbrechen; dort oben wird Ihne« um so eher Vergebung, und Sie werden Ruhe finden."
„Ja, ja, ich will alles gestehen, alles, alles.*
Der Pfarrer winkte den Arzt, den Maire un8 den Obersteuerkontrolleur an das Bett deS Ster« benden, und mit zitternden Lippen und ftiere» Blicks gab der mit dem Tode Ringende ein G« ständm's seiner Schuld, unterstützt von dem Geijk lichen, der die Arme um seine Schulter geschlungen hatte.
'(Fortsetzung folgt).
Die Unruhe« in Rußland.
Aus Petersburg mehren sich die Meldungen, die von der Absicht der Regierung, eine ständische Vertretung zu schaffen, sprechen. Es ist ein Zeichen der Zeit, daß gestern die offiziöse „Petersburger Zeitung", osten durch Kommentierung von Preßstimmen die Frage der Einführung einer ständischen Vertretung anschneidet, die nach dem „Ruß" die Regierung im Prinzip bereits angenommen haben soll.
Warschau, 14. Februar. Aus Lodz wird gemeldet: In drei, Viertel der Fabriken wurde beute die Arbeit wieder ausgenommen, in dem Rest geschieht dies morgen Mittag. Der Tram- bahnve'kehr der Stadt mit der Umgegend ist wieder ausgenommen worden.
Kasan, 14. Februar. (SB. B. Die hiesigen Zeitungsdruckereien haben heute den Betri"b ein- gestellt.
M o s k a u , 14. Februar. (SB. B.) Die Universität ist heute wieder eröffnet worden. Den Studenten ist es gestattet, Beratungen darüber abzuhalten, inwieweit sie geneigt sind, ihre Beschäftigungen wieder aufzunehmen. Die Vorlesungen sollen nach dem 20. Febrmar beginnen.
beträgt, von denen 280 000 in KefechtSlinie stehen. Die russischen Verluste bei Heikutai werden jetzt auf 25 000 Mann geschätzt.
AuS dem japanischen Hauptquartier wird gemeldet: Die Ruffen bombardierten Weitoashan zweimal und griffen an, wurden aber zurückqe- worfeu. Am Sonntag griffen Abteilungen russischer Infanterie Lerpatai und Hanshantai am Montag an und wurden zurückgeschlagen. Die Russen fahren fort, die Umgegend Heikontai zu verschanzen. *
Petersburg, 14. Febr. (W. B.) Telegramm de8 Generals Ssacharow an
Generalstab besagt: Gestern früh wurde _____
Abteilung unserer Jäger bei Nanschirpu, südwestlich von Baniaputfe, von drei japanischen Kompanien angenr'ffen. Die letzteren wurden nach erbittertem Kampfe zurückgefchlagen und ließen eine große Anzahl Toter, sowie Waffen und Munition auf dem Schlachtfelde zurück.
Italien.
Wie bereits vor einigen Tagen der Telegraph meldete, hat der König Viktor Emanuel die Errichtung eines internationalen Instituts zumSchutze der Interessen des Ackerbaues angeregt. In dem an den Ministerpräsidenten gerichteten Schreiben äußert sich der König folgendermaßen:
Die ackerbauende Bevölkerung, die im allgemeinen die zahlreichste ist, hat überall großen Einfluß auf das Geschick der Völker, kann aber, da sie ohne ein gemeinsames Band lebt, weder auf eine Besserung der Kulturen und ihre Verteilung gemäß den Erfordernissen des Konsums hinwirken, noch auf den Schutz ihrer Jntereffen auf den Märkten, die für die wichtigsten Bodenprodukte mehr und mehr Weltmärkte werden. Ein internationales Institut könnte deshalb von großer Wichtigkeit werden, wenn es frei von allen politischen Zwecken daS Studium der Lage der Landwirtschaft in den verschiedenen Ländern als Aufgabe hat und periodisch über die Ouantität und Qualität der Ernten, ferner über die Art und Weise, wie die Produktion erleichtert werden kann, über die Murktverhält- nisse und über die geeignetste Preisfestsetzung Bericht erstattet. Das Institut könnte auch Angaben beschaffen über die Lage der landwirtschaftlichen Arbeiter aller Gegenden und so für die Auswanderer ein nützlicher und sicherer Führer werden; ferner könnte es Abkommen treffen zum gemeinsamen Schutze gegen Pflanzen- pnd Viehkrankheiten. Es würde auch einen heilsamen Einfluß üben auf die Entwicklung deS landwirtschaftlichen GenoffenschaftswesenS wie des landwirtschaftlichen Versicherungs- und Kreditwesens. Die wohltätigen Wirkungen eines solchen Instituts, das ein mächtiges Element des Friedens wäre, würden sich bald vervielfältigen. Rom sollte der würdige Versammlungsort der Vertreter der teilnehmenden Staaten und der hauptsächlich beteiligten Vereinigungen sein. Er hoffe, daß in Anbetracht des edlen Zieles alle diesem Unternehmen entgegenstehenden Schwierigkeiten sich überwinden lassen werden.
Im Verfolge des Handschreibens des Königs an den Ministerpräsidenten über die Schaffung eines internationalen Instituts zum Schutz der Interessen der Landwirtschaft erteilte die italienische Regierung den Vertretern Italiens rm Ausland Instruktionen, bezüglich der Beschaffung schneller und genauer Informationen über Produktion, Konsum, Preise und Usancen auf den verschiedenen Märkten der Welt.
Der Mangel einer wirtschaftlichen Einigung der ackerbautreibenden Bevölkerung, heißt eS in den Instruktionen weiter, gibt Veranlassung zu anormaler Produktion. Daraus entsteht Verschwendung von Kapitalien und Kräften; auch läßt dieser Mangel den Landwirt oft ohne Schutz gegenüber Mißbräuchen, die die Syndikate zur Anwendung bringen, welche sich auf
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Vierteljährlicher Bezugspreis: bn oct ExpÄtion 2 Mk^
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Jnsertronsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg. 1nAK Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, Umvcftlläts-Buchbruckerei 40,
Rcclamcn: die Zeile 25 Psg. DUNNerSlUg, 16. 1905. Marburg, Markt 21. — Telephon 55. <O**y*H»