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mit dem Keeisblatt für die Preise Marburg und Kirchhaiu.
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Wnrfihrud verboten.)
»Ja, Ihr Herren, genau kann ich" nit sagen weshalb. , Aber ich denk mir, der Gastwirt hat damals die Zigeunerdirn den Felsen hinabgestoßen."
„Wiek ?för glaubt, Bourgeois habe das Mädchen töten wollen?"
»Ja, Herr, das glaub ich, denn die Marianne hat in ihren Fieberträuinen immer erzählt, wie sic von Monsieur Bourgeois geschlagen und iiber den Felsen hinabgestnrzt worden sei."
Jetzt kam endlich Licht in die ganze Angelegenheit. Nasch wurden die nötigen Anordnungen -getroffen, um Sen verwundeten Wirt nach Fin-
4. Kirchenvermöaen auS wohltätigen Stiftungen geht an die dazu dienenden öffentlichen Wohl- IStigkeitsanstalten über.
Vierteljährlicher Bezugspreis: 6ti oet ErpLitio« 2 Mk. b« allm Postämtern 2LS Mk. <e$cu Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reklamen: die Zeile 25 Pfg.
Staatsrechte
1. Ter Staat gewährt dem Kultus, nleichgiltig welcher Kirche, weder Anerkennung noch Besoldung.
2. Es werden daber die heute anerlannten öffent. uchen Kultanffalten, sowie lab 1. Zannars die bezüg. lrnrn K-iltusbudgets von Staat, Departcm-nt^ und Gemeinden abgeschaffk
3. Die aus Staotssub- dentionen stammenden Kirchenqüter fallen an den Staat zurück.
Das Ministerium Roubier will also diese wichtige Nachlaßbestimmung, die ihm das Kabinett Combes auferlegt hat, zur Ausführung bringen. Die in der Kammer eingebrachtc Vorlage ist ein Akt von. bedeutender Tragweite, die eine vollständige Umgestaltung des öffentlich-rechtlichen Lebens mit sich bringt, die selbst für das an poli- tische Ueberaschunaen gewöhnte Frankreich neu ist. Die radikale Presse svricht sich sehr befriedigend über die Absichten der Regierung aus und hofft vor allem, daß diese Vorlage die republi- kanische Mehrheit znsammenhalten werde. Die antiministeriellen Blätter dagegen weisen darauf bin. daß das Einbringen der Vorlage noch lange nicht deren Annahme in sich schließe und daß es bei der Durchberatung noch zu erbittertem Kampfe kommen werde. Bei der bekannten Lebhaftigkeit in der Devutiertenkammer wird man sich dann auf interessante Verhandlungen gefaßt machen dürfen. g
Marburg
Dienstag. 12. Februar 1905
5. Die Kultusgebäude aus der Zeit vor und nach dem Konkordate sind und bleiben Gemeinde- bezw. Staatseigentum! sie werden , neuen Kultus- gemeinden durch zwei Jahre nach Gesetzerlaß unentgeltlich, dann aber nur mietweise auf 10 jährige Fristen überlasten werden.
Umschau.
Zum Ausstand der Bergarbeiter.
Die Nachrichten aus dem
Ruhrgebiet
kauten fortgesetzt pessimistisch. Die Haltung der Zechenverwaltungen erfährt allgemeine Verur- teilung und der Siebenerkommission gereicht es zur Ehre, daß sie unbeirrt durch die ungeheure Erbitterung der Arbeiter an dem Beschluß zu
Gewinnung von Kohle begonnen werden kann« Ber diesen Aufräumungsarbeiten ist aber selbstverständlich nur ein Teil der Belegschaften tmü auch dieser nur im Schichtlohn beschäftigt. Ebenso natürlich ist es, daß es aus der einen Grube lütterer Zeit bedarf als auf der anderen, um den ordnungsmäßigen Zustand wieder herzustellen."
Am Samstag sind nach Mitteilungen von informierter Seite schätzungsweise 40- 6t| 5 0 0 0 0 Manu angefahren. Auf „Gel- senkirchen sind unter Tage 8594 Mann, bei einet Belegschaft von 18 292 Mann, und über Tage 3727 Mann von 4934 Mann angefahren. Auf Schacht „Hibernia" sind 524 Mann die gesamte Belegschaft) angefahren. Auf dem Harpener Bergwerk ist heute morgen über die Hälfte der Belegschaft ungefähren und ans den samten Sftnnesschen Zechen sind 2511 Bergarbeiter an- gefahren, während gestern 1975 Mann angefahren waren, bei einer Gesamtbelegschaft von 5639 Mann.
stingen zu holen. Ein Wagen, begleitet von zwei berittenen Grenzjäaern und von dem alten Chri- strvb, befand sich schon nach einer halben Stunde auf dem einsamen Wege nach der Köhlerhütte auf dem Donon.
So geheim man auch die Aussagen des alten Ehristoph gehalten hatte, ein dumpfes Gerücht war doch in die Bevölkerung gedrungen, deren sich eine fieberhafte Aufregung bemächtigt hatte. Den ganzen Tag umlagerte eine dichte Mengs das Gasthaus zum „Goldenen Löwen."
Kirchenrechte.
1. Die Ausübung des Kultus ist innerhalb der gesetzlichen Schranken frei.
2. Den jetzigen Kultus- anstalten wird das Weiter- bestehen in der bisherigen Form gestattet, bis zum Heimfall ihrer Güter an die zu schaffenden:
3 Neuen Kultusgewein- schaften, welche dem Ver- einsgeseh unterstehen wer- den und für Kultuszweck« besondere Gebühren erheben dürfen.
4 tPriesterPensionierunq.) Die bisher vom Staate be- soldcten Kultusdiencr erhalten eine Jabresrente in Höhe der Hälfte oder */, des bisherigen Gehalts je nach Dienstzeit (20 oder 30 Jahre» 400—1200 Frk Unter Mjähr. Dienstzeit 400 Frk für die Duner der halben Dienstzeit.
5. Die Kultusgebäude, die bisher d n Kirchen selbst aehörten, werden den neuen Knltusgemein- den übereignet.
6. Die religiösen Gemeinschaften haben prinzipiell das uneingeschränkte Recht de? Zufammen- fchluffes, ferner das Recht, eine Zentralverwaltung einzurichten, die als juristische Person gilt, falls sie sich nicht über mehr als 10 Departements erstreckt. Das bewegliche Vermögen ist in auf den Namen lautenden Titeln anzulegen und das Ge- samteinkommen aus den Durchschnittsbetrag der Summe beschränkt, welche in den letzten 5 Jahren für Kultnszwecke aufgewendet wurden. Doch darf das Kapital unter gleichfalls auf Namen lautenden, Hinterlegungs- Pflichtigen Titeln zum Zwecke von Kultusbauten vermehrt werden. Das unbewegliche Vermögen unterliegt der Steuer der .toten Hand'.
I gunsten der Wiederaufnahme der Arbeit sestzu- halten rät.
Aus Bochum wird über die Lag«
vom 11. Februar in Ergänzung der kurzen Meldungen in der letzten Nummer berichtet, daß die Siebenerkommission am Samstag Vormittag zu längerer Beratung dort zusammentrat. Es machten sich Stimmen dafür geltend, daß der Kampf auf denjenigen Gruben, wo Maßregelungen in größerem Umfange erfolgen, fortgesetzt werde. Von zahlreichen Zechen liegen bereits Meldungen über Zurückweisung von Arbeitswilligen sowie über Reduktion der Gedingesätze vor, die den Arbeitern zuge- mutet, werden. Trotzdem beschloß die Siebener- kommission, daß bis auf weiteres die Entscheidung A Delegiertenkonferenz vom Donnerstag ihre Gültigkeit behält.
Daß die Lage als Ernst gilt, beweist daS Telegramm bet Siebenerkommission
an. die Regierunqsvräsidenten von Arnsberg und Dusseldors und Altenessen vorn 11. Februar, das wir im ganzen Wortlaut wiedergeben:
Die am 8. d. M. staftgesundene Revierkon- fcrenz der Delegierten der ausständigen Bergarbeiter des Rnhrreviers beschloß, die Arbeit wieder ausznnehmen. Sie bat damit dem Wunsche seiner Erzellenz dem Reichskanzler entsprochen. Bei der heutigen Meldung zur Einfahrt wurde den Arbeitern auf mehreren Zechen massenhaft die Abkehr eingehändigt. Das führt zu großer Erregung, und es ist deshalb das Schlimmste zu befürchten. Wir bitten deshalb Euer Hochwohlgeboren, bei maßgebender Stelle dahin wirken , zu wollen, daß diese Vrovokaftonen unterbleiben. I
Tie Siebenerkommission.
I. A. Effertz, Altenesien.
Eine Belegschastsversammlnng der Zeche Julius Philipp schleuderte heftige Vorwürfe gegen die Siebenerkommission und beschloß, eineStreik- leitung zu wählen und den Ansstand fortzusetzen. I ^vernünftig denkenden Bergmannskreisen wird I ö-eler Beschluß nicht gebilligte, man beginnt ein- I ruftben, daß eine Fortsetzung des Streiks un- I mogMi war. Arbeitswillige strömen in Scharen I zur Zeche. I
Ter Bergbauliche Verein I
veröffentlicht zur Entkräftung des gegen ihn er- I ^eneit Vorwurfes, daß die Arbeiter nunmehr I absichtlich ausgesperrt würden, folgende I
Erklärung: I
„Die Behauptung, die Zechen des hiesigen I Reiners beabsichtigen mit einer Planmäßigen I massenhaften Al' br von Bergleuten vorzu- I sichen, ist frei erfunden. Die Zechenverwal- I hingen sind, wie es die regelmäßige Folge eines I jeden Streikes von längerer Dauer ist, nicht I in der Lage, sofort nach Beendigung des Aus- I standes die Belegschaften in alter Stärke tote- I ber anzulegen. Die Strecken unter Tage I ninssen zunächst »nieder anfgetoältigt und in be- I tnebsfähigen Zustand gebracht werden, che mit I der Arbeit vor Ort und mit der eigentlichen I
Langsam und in Gedanken versunken sckrift Kurt von Ufedom den holperigen Fahrweg hin- auf, der von dem Dorfe zum Schlosse Fenetrangs führte. Die Ereignisse der letzten Tage hatten auch ihn in Aufregung verletzt. Weshalb Hafts die Aufftärung so lange auf sich warten lassens Weshalb batte er sie nickst 24 Stunden früher erfahren, dann wäre dieses Duell unterblieben, welches morgen früh ftattfinden sollte. Seins braves Herz emvörte sich dagegen, um aller dieser Mißverständnisse wegen einem Manne mit bet Waffe in der Hand gegenüberzutreten, den et^ wenn auch widerwillig, schätzte und achtete. Außerdem berührte ibn der Gedanke auf das unangenehmste. daß man annehmen kön. te, er habe gegen Herrn de Fenetrange nicht aus einfachem Pflichtgefühl ■ ndelt, sondern *u5 Motiven, die mit der Sacke selber nickts zu hin patten. TaS Gerückt von seiner Liebe zu Gisela Markwardt und von dem Korbe, den er von dem Mädchen erhalten, hatte sich langsam in ber Gesellschaft ausgebreitet und auch der Grund, weshalb Fräulein Markwardt ihn zutückaetoiesen hatte, war bekannt geworden, die Zuneigung der sunae« Dame zu dem „interessanten" Henri be Fene. trange. Die plötzliche Abreise Giselas trug dal ihrige dazu bei die Romantik ber Ereignisse in Ser Anschauung ber Leute noch zu vergrößern^
Die Unruhen in Rußland.
Aus Petersburg wird gemeldet: Eins Arbeiterabordniing begab sich zu den Chelredak- teuren der VeferSburger Blätter und zu hervorragenden ^Bürgern, die als arbeiterfreundlich bekannt sind, um ihnen mitznteilen, daß die Arbeiter zwei Forderungen haben, die befriedigt werden müssen, bevor die Arbeit wieder ausgenommen werde. Die, Arbeiter verlangen 1. Freiheit zur Abhaltung einer Versammlung, nm eine Erklärung an den Zaren abiusassen, 2. die Ein- willigung des Zaren znm Emvsang einer Abord- nung, die von den Arbeitern selbst aetoäblt wird, und nicht aus Fabrikaufsehern hesteht.
Petersburg, 11. Februar. In bet Stadt ist alles ruhig. 16 400 Arbeiter, die hier Fabriken angehören, streiken noch. Einige Fabriken, in denen gearbeitet wftd, werden von Trup- Pen bewacht.
Die Unnihen in
Rnssisch-Polcn
haben wieder einen bedrohlichen Charakter angenommen. Aus Warschau wird vom Samstag, 11. Februar, abends gemeldet:
Heute erneuerte sich der allgemeine Streik in den Druckereien. Alle Abendblätter müssen ibr Erscheinen einste.7cn. In den Gerbereien ist die Arbeit wieder aufaenommen worden. Stork bewaffnete Patrouillen durchziehen die Stadt.
Charkow, 11. Febr. In einet hiesigen Lckomotivfabrik. die 4000 Arbeiter beschäftigt, ist die Arbeit eingestellt worden. Die Bebörden sind mit den Arbeitern, die am Montag ihre Forderungen bekannt geben sollen, in Verhandlungen eingetreten. In der Stadt herrscht Ruhe.
Mit welchem Interesse die preußischen Regier rungskreise die Vorgänge an der G--nze verfol gen, geht daraus hervor, daß laut Meldung bei „L.-A." ans Kaltowitz vom 11. sowohl 6er Ober- Präsident von Schlesien. Graf Zedlitz-Trüßschler, wie der Regierungspräsident Holtz aus Oppeln gleichzeitig zur Einziehung Pon Erknndiaimaen
Am Donnerstag hat ber Kultus- und Unter- Ncktsinmister Bienvenu-Martin im Namen bes «esamtministeriums in ber Deputiertenkammer rie Kirchenvorlage eingebracht, welche die end- E»ge Trennung von Kirche und Staat vorsieht. Die Regierungsvorlage wurde von den Abgeordneten der äußersten Linken bis weit, in die Reiben der gemäßigten Republikaner ymem mit Befriedigung ausgenommen, wie aus den Kammerdebatten hervorgeht. Die Tagesord- nung, in ber r isa.sprechen wird, daß das 58er- nouen des Vatikans bett nunmehr seitens der Rexnernng eingeleiteten Schritt unvermeidlich ge- wacht habe und daß man den Abschluß der Kir- chenvorlage sofort nach der Erledigung des Bud- gets erwarte, wurde mit 338 gegen 185 Stirn- wert, also mit einer sehr starken Mehrheit für das Srcninett Rouvter angenommen. Minister Bienvenu-Martin hat versucht, in ber von ihm eingebrachten Vorlage bett Grundsatz der Radi- fc'f” "Reltaion bestn. Kultus ist "rivatsache"
Rücksicht auf das immer noch vorhandene kirchliche Empfinden vieler Tansende von Fran- |eLPtt’n gewissen Einklang zu bringen. Ob ihm »aS überhaupt ist, wird die Zukunft
b Der Entwurf der Vorlage ist nach dem Gntndsatze: dem Staate, was dem Staate — der Kirche gehört, aufgestellt und , ertibnrt die folgenden Bestimmungen: I
„Zikeunerliebe".
Von O. Olster.
•'■t-iino »
Die Mägde und Knechte des Verschwundenen wußten nichts von Bedeutung auszusagen, desto belastender war tie Aussage Jockel Schmidts, ber w rücksichtslosem Trotz die Teilnahme von Bonr- geois an dem Schmugglergeschäft klarstellte. Mit richtigem Instinkt ahnte er, daß Bourgeois sie verraten hatte, und so nahm er ou* nicht den geringsten Anstand, den Gasünirt mit in das Verderben zu stürzen.
Der alte Zigeuner saß tote ein gefesseltes Raubtier da: seine schwarten Augen blickten mit dusterem, unheimlichem Glanze unter den busckn- gen, Weißen Augenbrauen hervor, während sein da^kres Antlitz bett Ausdruck finsterer Ver- Mossenheit zeigte. Seine Aussagen waren unbestimmt und utt-.vaer; augenscheinlich wußte er nuf)t recht, wie er sich verhalten sollte. So viel aber ging aus allen seinen Aussagen hervor, daß Wan sich von dem schlauen Gastwirt wieder einmal batt- hintergehen lassen, und baß er, ber Hauptverbrecher, den Behörden wieder entschlüpft . Morgen schon wurden tue Berit-
™ urb Srentiäaer zur Verfol-
gung des Verscküvundenen aiisgeiandt. An alle Grenzstationen der Eisenbahn wurden telegra- Plnscke Befehle geschickt, aus Bourgeois zu falrnden und ihn zu verhaften. Das Signalement des Verfolgten ward an alle Behörden telegra- puwrt, und diese wurden ausgefordert, den Gast- Wirt sofort in Haft zu nehmen tut) nach dem Amtsgericht in Zabern einzulieiern. So inußte
s Ergebnis dieser Verfolgung abwarten.
Die Beamten und Leutnant von Usedom hat-
6 Die Kultuspolizei. Gottesdienste unterliegen nur einer einmaligen Erklärung. Politische Ver- sammlimgen in Kultus- gebäuden sind untersagt. Abhaltung von !pro» Zessionen unterliegen der Erlaubnis der Gemeinden. Uebertretungen unterliegen einfachen Polizeistrafen. Höhere Strafen (16-200 | Frk. und Gefängnis von 6 Tagen bis zu 2 Man. stehen auf der Anwendung eines Zwanges zur Teil- nähme an gottesdienst- lichen Handlungen, ebenso aus der zwangsweisen Fernhaltung von solchen oder deren Störung. Strafen von 500—3000 Frk. und Gefängnis von 1 Monat bis zu 1 Jahr treffen jene Kultusdiener, die an der Kultusstätte einen öffentlichen Beamten beleidigen oder verleumden oder welche Wahlbeein» fluffungen versuchen. 3
Monate bis zu 2
Jahren Gefängnis diejenigen. welche zum Widerstand gegen die Gesetze, die Staatsgewalt oder zum Bürgerkrieg auffordern, vorbehaltlich schwererer Strafen, wenn die Aufreizung Erfolg hat.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mtb Verlag' Zoh. Aug. Koch, tlmvcrsttätS-Buchbrucktrek 40
Marburg, Markt 21. — Telephon 65. *
ten soeben dos Protokoll abgeschlossen , als der „Nein Herr das hnh irh nit r,ov™.6t <vx Elen dar nt pinfrnf lind ... nt Snto - n I mir gedacht, das arme Ding formt später sei- b^rat und meldete, baß»ein alter nem Großvater nachreisen, wann es wieder ge- - be" Maire zu sprechen Wunsche. , snnd geworden märe. Und so hab ich sie mitge-
,^Er soll ein andermal wieder kommen," rief nommert. Die Martha meine Alte hat sie oe-
der Maire. „Ich hab jetzt keine Zeit, gleichgiltige . pftegt, und sie ist wirflich wieder gesund ge- 2)tn e anziihoren. I worden, am Leib nämlich, aber nit am Geist'
„Um Verzeihung, der Mann behauptet. Mit- denn sie ist irr geblieben, sie bat nit mehr gewußt' teilungen über den verschwundenen Gastwirt was sie geschmäht hat. Und gestern abend ist Bouraeoio machen zu können. I der Gastwirt Bourgeois zu uns gekommen und
<"®° Rubren Sie thn herein. Vielleicht hat hat getagt, er wolle nach der Schweiz und ich
der Mann den Flüchtling im Gebirge irgendwo sollt ihm den Weg weisen, aber ich hab nit ge-
getrofre». wollt, weil ich geahnt hab, daß es nit ihm nit
©SBIpr SSf" k"^bl'ck stand ber alte richtig gewesen ist. Und plötzlich ist die Marianne
ß ' b s samten ans meiner Hüfte getreten, und Monsieur Bour-
.. '.^°ber seid chr und was habt Ihr uns mit- geois ist arg e-r »rocken, und ehe ich es hab ver-
3 £1".... .... m hntdern können, ist ihm Marianne an die Kehle
axr/r m °11 um Verzeihung, ich bin der gesprungen und hat ihn gewürgt. Als ich sie
Kohler Christoph von Donon, ber Forster auf hab von ihm reißen wollen, hat sie ein Messer
5Datf»§6urg kennt mich gezogen unb bat es dem Gastwirt in die Brust
?uch, erwiderte der gestoßen. Und jebt liegt der Gastwirt droben bei
Maire. „Was habt Ihr zu sagen?" mir in heftigem Fieber."
„Ich wollt sagen, daß ber Gastwirt Bour- I ' »Wo ist die Marianne?"
geois schwer verwundet in unserer Hütte liegt." I „Entflohen ist sie. Wir haben sie ml einholen »Der Gastwirt Bourgeois verwundet? Wie I können."
kommt er zu- Euch? Wie ist er verwundet I „Weshalb hat denn die Marianne solch einen
worden?" | Zorn auf den Wirt gehabt?"
„Wenn die Herren erlauben, werde ich alles ordentlich der Reihe nach erzählen."
„Gut, erzählt! Aber faßt Euch kurz!"
Und dann erzählte der Alte, wie er vor eingen Monaten bett Gastwirt am Teufelssteg getroffen, wie er später bie Marianne mit zerschmetterten ©hebern gefunden und sie mit nach seiner Hütte genommen habe, da das Mädchen ihm leid getan und er gewußt habe, daß es ins Gefängnis kommen werde, wenn er es nach Finstingen bringe."
„Wißt Ihr, d..ß Ihr Euch baburch eines 58er- Seyens schuldig gemacht habt?" -