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mH dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhaiu.
Erstes Blatt
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zogen. Ein Ornament weiteren Schmuck des
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Erhöhungen der Seuchenschütz.
Wir haben also ten gehalten. Wir
Getreidezölle bis zu 100 v. H. Podbirlski wird's machen.
die Getrcidezölle nach allen Sei-
auf da- des ab-
Ramsei, über
William Namian. der siker und Chemiker, hat ousacinroche-z, bic bisher
Für die vier Hauptgetreidearten wurden meinen Vorschlag Minimalzölle eingestellt, um mit dem Nuslande zu zeigen, daß ein Schuh deutschen Getreidebaues in dieser Höhe uns als
Hafen zu bringen. Wenn uns gesagt wird, hätten sogleich nach der Annahme des neuen tarifs alle .Handelsverträge kündigen sollen, um gegebenenfalls durch einen frischen, fröhlichen krieg wieder zu neuen Handelsverträgen zu men, so kommt mir das gerade so vor, als
mit Vögeln und Tieren, weibliche Gestalten zu sehen. Diese haken alle noch das gebundene Formideal der archaistischen Kunst und sind wahr-
mich einer aufforderte, auf die Kuppel des Reichstags- gcbäudes oder die Spitze de? RathanStnrmcs längs dem Blitzableiter zu klettern (Zruf b. d. Soz. Heiterkeit.) — Möglich, daß Ihnen das gelingen würde fZuruf b. d. Soz.), es ist aber auch möglich, daß man sich dabei den Halsbricht. Rattamer ist cs icdcnfalls, die Treppe hinaufzugehcn. Wer auf seinen Schultern das wirtschaftliche und das damit so eng verknüpfte politische Sllncksal des Landes trägt, der würde leichtsinnig handeln, trenn er den Luftweg wählte, statt zu versuchen, auf der Treppe wenn auch langsam so doch sicherer zum Ziele zu gelangen
scheinlich der Schule doch scheint sich auch Schule in weicheren Linien bemerkbar zu Relieffiguren war in
Presse immer wieder zu lesen bekam, ich hätte den Minimalzoll für Gerste mit 4 Mark fallen lassen. Die Differenzierung der Gerste, die Erhöhung und Normierung des Zolls für Braugerste als eines Minimalzolls war eine der hauptsächlichsten Punkte des Kompromisses, das zur Annahme des Antrags von Kardorff und damit des ganzen Zolltarifs geführt hat. Diesen Gerstenzoll fallen zu lassen, würde mir, — ich nehme keinen Anstand, das zu sagen, — als ein Akt der Illoyalität erschienen sein. (Sehr gut!) Die Minimalzölle waren während der ganzen Verhandlungen für mich ein
noli me tangere.
Meine Herren, sehr schwierig gestalteten sich die Verhandlungen über den Seuchen- und Sperrschutz für unsere heimischen Viehbestände. Von mehreren Vertragsstaaten, insbesondere von Rußland und Rumänien, waren anfänglich gerade auf veterinär-polizeilichem Gebiete wesentliche Zugeständnisse für die Einführung von Vieh, Fleisch, Geflügel, tierischen Produkten nicht nur gefordert, sondern auch geradezu als eine Voraussetzung für die Erneuerung der Handelsverträge gefordert worden. Darauf konnte ich
geholten und hob die Umrißlinien kräftig hervor. Nach den Inschriften ist ihre Entstehung früh» stens im 6. Jahrhundert anzusetzen, doch wird wohl ihre Vollendung erst viel später erfolgt sein. Der Tempel kann nicht früher als 600 v. Ehr. erbaut worden sein. Doch sind in den tiefsten Schichten zwei Tonzieael gefunden worden, die bis in das 10. Jahrhundert b. Ehr. zurückzureichen scheinen. In dieser Zeit lag hier das älteste Heiligtum des Apollo; bei den Ausgrabungen hat man nun, wie wir einem Bericht des Scientific American" entnehmen, auch noch die Altarstätte dieses frühsten Tempels gefunden, eine dicke Schicht Asche und die verkalkten Knochen geopferter Tiere. Gewisse Anzeichen eines frühsten geometrischen Ornamentstils, bronzene Schwerter und Statuetten, kleine Wagen mit Rädern, , einige lange eiserne Schwerter und Vasen mit uralter Verzierung geben n> ch Kunde von dieser frühsten Kulturstätte. In dem Tem- pel fand man eine Anzahl Gegenstände von großer Wichtigkeit. Unter diesen befindet sich eine Sphinx, die noch sehr starre unwirkliche Formen aufweist, und eine bronzene Stele mit zwei Inschriften, von denen die eine Bestimmungen über Grenzstreitigkeiten zweier Städte enthält, während die zweite die Abmachungen bei einem Bündnis und Vertrag zwischen den Aeto- liern und Acarnen uns überliefert.
Tempels ist etwa 130 Fuß und die Weite 40 Fuß. Die Eella mißt 90 zu 15 Fuß. Er ist genau von Süden nach Norden gelegen. Dieser frühe und primitive Tempel wurde durch Feuer zerstört, wahrscheinlich um 218 v. Ehr. Der Unterbau, der jetzt wieder aufgefunden worden ist, scheint der Rekonstruktion anzugehören, die danach unternommen wurde. Steinsäulen wurden NUN an die Stelle der hölzernen gesetzt doch fühlt man noch die Formen des Holzbaues durch die Steinkonstruktion hindurch. Die Architektur des Thermos-Tempels weist überhaupt einige sonderbar- Abweichungen von dem gewöhnlichen Tempelstil auf. Eine der wichtigsten liegt in der Verwendung von besonderen Schlußsteinen bei der Bedachung und dann in den bemalten
ments bervorgeganaen sind. Unter den lebenden Forschern ist wohl kaum jemand mehr dazu berufen, eine Aufklärung darüber zu erteilen, und deshalb ist es angezeigt, die Aeußerungen von Ramsay annähernd wörtlich wiederzugebev: Das Werk hat erst begonnen, aber es fuhrt - . einer bestimmten Annahme über die Konstitution deS Radiums und ähnlicher Elemente. Sie geht dahin daß die Atome von Elementen mit hohem Atomgewicht wie vom Radium, Uranium Thorium und den etwas verdächtigen Elementen Polonium und Actinium unbeständig sind; daß sie einer selbsttätigen Veränderung in andere Formen von Materie unterliegen, die gleichfalls strahlend und wieder unbeständig sind: und daß endlich Elemente entstehen, die infolge ihrer Nichtstrahlung in der Regel unmöglich zu erkennen sii , west ihre winzige Menge die Anwendung eines der gewckmstchen Prüfungsmittel ausschließt. Ter Nachweis von Helium indes, das verhältnismäßig leicht zu erkennen ist, verleibt dieser Hypothese eine starke Stütze. Die natürliche Frage, die sich nun von selbst ergibt, ist: Gibt es noch andere Elemente, die einer ähnlichen Veränder'ng unterliegen ? Ist es möglich, daß diese Veränderung so langsam vor sich gebt, daß sie nicht entdeckt werden kann? Professor I. I. Thomson hat versucht, diese Frage zu beantworten und gefunden, daß viele gewöhnliche Elemente schwach strahlend sind. Die Antwort ist jedoch noch itn« vollständig, denn erstens ist das Radium in fei
Marburg
Sonntag, 12. Februar 1905
Dach und Fach zu bringen. Tas wäre aber
„ zwar ohne Einschiebung einer billigere« Zwischenstafsel, wie sie vom Auslande lebhaft gewünscht wurde — ein Stückzoll von 72 Mark erhöbe» werden. Die Erhöhung unseres Pferdezolles ist von grofcec Bedeutung auch für unsere Wehrkraft durch Forderung der Zucht geeigneter Remonten. (Sehr richtig! rechts.) Unter der Herrschaft des b. 'erige» titel zu niedrigen Pferdezolles war die Remontenzucht gerade in dem eigentlichen Zucbtgebiet, der Provinz Ostpreußen, zurückgegangcn. Wir hoffen, daß eia an Qualität und Quantität befriedigender Ersatz oa Pferden für unser Heer sichergestellt werden wird; das wird für unsere Landesverteidigung von großem Wert fern. (Sehr richtig! rechts.)
Von befreundeter Seite bin ich mehr wie einmal gefragt worden, warum ich die bestehenden Handelsverträge nicht früher gekündigt hätte. Hätte ich da» getan, so wären die Dinge entweder ebenso gelaufen wie jetzt, wir wären ungefähr zu denselben Handelsverträgen gekommen, vorausgesetzt, daß es uns gelungen wäre, dieselben innerhalb eines Jahres unter
absehbarer Zeit bleiben. Mehr als die Hälfte der deutschen Acker- und Gartenfläche wird mit Getreide bestellt. _ Bei einem so umfangreichen Anbau der Halmfrüchte ist die Höhe der Getreidepreise für die Rentabilität der Landwirtschaft von größter Bedeutung. (Sehr richtig! rechts und von den Nationalliberalen.) Nun zeigen aber die Getreidepreise feit ben letzten 25 Jahren — wenn auch unter sehr erheb- «chen Schwankungen — eine fallende Bewegung. In oer wachsenden Konkurrenz des billiger produzierenden Auslandes, in der Verbesserung der Transport- wtttel und der Billigkeit der Bahn- und Seefrachten sinket diese sinkende Bewegung ihre natürliche ~ klarung.
mich selbstverständlich nicht einlassen. Der deutsche Viehbestand repräsentiert einen Wert von über sieben Milliarden, er bildet einen bedeutenden Teil unseres Nationalvermögens, seine Sicherstellung gegen teeudjengefaßt ist mithin von der allergrößten wirtschaftlichen Bedeutung. Von dieser Ueberzeugung sind totr alle durchdrungen, die wir hier auf dieser Bank fitzen.
Örn so mehr hat eS mich gewundert, daß ich nach dem Abschluß des Handelsvertrags mit Rußland weiter zu hören bekam, ich hätte auf veterinärem Gebiet den Russen alle möglichen Konzessionen gewacht. An solche Ausführungen wurde dann gewöhnlich der Appell geknüpft, die Vertreter der Landwirtschaft möchten den neuen Handelsvertrag ab- lehnen. Meine Herren, wenn die Prämisse richtig wäre, so würde ich die Schlußfolgerung auch unterschreiben. Es ist mir aber niemals eingefallen. Ihnen solche Handelsverträge zuzumuten. Auf veterinärem Gebiet haben wir allen Vertragsstaaten gegen? üBer, mit Ausnahme von Oesterreich-Ungarn, volle AkttonS- und Sperrfreiheit. Gegenüber Oesterreich- Ungarn lugen die Verhältnisse insofern anders, als wir hier mit der vertragsmäßigen Regelung des Viehvcrkehrs als dem bestehenden Rechtszustand zu rechnen hatten.
Das bisherige Seuchenübereinkommen mit Oesterreich-Ungarn litt bekanntlich an dem Fehler, daß wir, abgesehen von den Fällen der Rinderpest und Lungenseuche, unsere Grenzen gegen die Einfuhr von Vieh erst dann sperren durften, wenn durch den Viehverkehr eine ansteckende Tierkrcmkbeit in das Inland eingeschleppt worden war. Mit anderen Worten, wir durften den Brunnen erst zudecken, wenn das Kind hineingefallen war. In der neuen Viehkonvention ist es uns gelungen, diesen Fehler zu korrigieren. Künftig soll uns die Sperrbefugnis schon dann zustehen, wenn in einem österreichischungarischen Gebietsteil eine Tierkrankheit in bedrohlichem Umfange besteht. Wir haben also an die Stelle der Repressivsperre die Präventivsperre gesetzt und dadurch einem lange gehegten Wunsch der Landwirtschaft Folge geleistet. Wir dürfen ferner, sofern es sich nicht um mindergefährliche Fälle handelt, die Sperre bis zu neun Monaten nach dem Zeitpunkte aufrecht erhalten, an welchem sie amtlich für erloschen erklärt ist. . . . Ich bin überzeugt auf Grund gewissenhafter Prüfung der neuen Seuchenkonven- tion, überzeugt auf Grund dessen, was mir zuständige Autoritäten versichern, daß die neue Seircken- konvention mit der Präventivfperre bei richtiger Handhabung — in der Beziehung verlasse ich mich auf meinen Freund, den Herrn Landwirtschaftsminister — (Bravo! rechts: große Heiterkeit), daß sie uns volle Sicherheit gewährt.
@S ist uns ferner gelungen, wesentliche Erhöh- ungen unserer Viehzölle zu erlangen. Besonderes Gewicht lege ich auf die Erhöhung des Zolles für Schweine, da die Aufzucht, der Verkauf der Schweine gerade auch von den kleinen Landwirten betrieben totrö. (Sehr richtig! rechts.) Der Zoll für Schweine betrug bekanntlich bisher nur 5 Mark für das Stück; fünfttg sollen die Schweine nach dem Gewicht verzollt werden, und zwar mit 9 Mark für den Doppelzentner Lebendgewicht.
Die Erfahrung zeigt, daß da» statistische Gewicht des importierten Schweines 1% Doppelzentner beträgt; der Zoll pro Schwein wird also künftig etwa 12% bis 14 Mark betragen (Hört, hört! links) — faß dreimal so viel als bisher. (Lebhafte Rufe: Hört, hört! links.)
Von großer Bedeutung ist die anderweitige Normierung und wesentliche Verstärkung des Zolles für warmblütige Pferde. Während bisher Pferde ohne Unterschied des Wertes nach dem Stück verzollt wurden, fall künftig der Zoll nach dem Wert erhoben werden. Für warmblütige Pferde ohne Unterschied der Abstammung bis zum Werte von 1200 Mark soll
von Korinth zuzuweisen, der Einfluß der jonischen und manchmal anmutigen machen. Ter Fond der Not, Schwarz und Weiß
Frieses. Eine große Anzahl der Metapenfragmente ist aufgefunden worden, so daß es möglich war, fünf Figuren fast völlig wieder herzustellen. Es sind die Sagenkreise von Perseus und den Gorgonen, die da wie auf dem Tempel von Selinunt dargestellt hroren. Die eine Metope zeigte eine Gorgo, eine andere Perseus mit dem Haupt der Medusa; auf ber anderen find weibliche Gottheiten, ein Jäger
Nnttchsm
Lehrlingsbildung im Handwerk.
Die Heranbildung und Wiedergewinnung eines tisch'iaen Stammes von Lehclin "cn wird allgemein im Handwerkerstand als eine dringende Notwendigkeit angesehen. Nur wenn cs gelingt einen sachlich und in Bezug auf allgemeines Wissen vorzüglichen Nachwuchs bcranzuziehen, kann das Handwerk gegen die Massenfabrikation des Großbetriebes durch belfer ai'sgcstatttte u >d präziser auSgearbeitcte Erzeugnisse erfolgreich
folut notwendig und ein Heruntergehen unter diese Miuimalsätze während der Vertragsverhandlung-n von vornherein als undiskutabel gelten. Meine Herren, die Höhe der Getreidezölle bildete bekanntlich während unserer Verhandlungen über den neuen Zolltarif einen der bestricktensten Punkte: von der einen Seite wurden diese Getreidezölle für nicht aus- reickend erachtet, von der andern Seite wurden dieselben Getreidezölle für exorbitant erklärt und es für vollständig ausgeschlossen gehalten, mit solchen Minimalzöllen wieder zu Handelsverträgen zu kommen. Die verbündeten Regierungen haben sich durch die von rechts und links gegen sie gerichteten Angriffe nicht irre machen lassen, sondern sie haben festgehalten an den von ihnen für angemessen erachteten Sätzen, festgehalten nach allen Seiten.
Ich verrate kein diplomatisches Geheimnis, wenn ich sage, daß es nur mit Mühe, mit großer Mühe gelungen ist, in den Handelsvertrags-Unterhandlungen, und namentlich in den Handelsvertrags- Unterhandlungen mit Rußland und Oesterreich-Ungarn die Minimalzölle in der von diesem hohen Hause beschlossenen Höhe durchzusetzen. Im Interesse unserer Landwirtschaft haben wir diesen Kampf, diesen harten und langwierigen Kampf gekämpft und mit Erfolg gekämpft.
_ . hoffen, daß unter ihrem Schutze
der deutsche Körnerbau sich gedeihlich entwickeln wird. Der Zoll für Roggen ist um 43, der Zoll für Weizen um 57, der Zoll für Hafer um 76, der Zoll für Gerste um 100 v. H. erhöht worden. Sehr eigentümlich hat es mich berührt, daß ich nach dem Abschlüsse des Handelsvertrages mit Rußland in der
Landwirtschaftliches Programm der Negiernna.
Elus der Rede des Grafen Bülow über die neuen Handelsverträge lassen wir eine Reihe von Stelle», Me sich auf den Schutz der Landwirtschaft beziehen, ihe Wortlaut folgen:
Landflucht. Agrar- und Industriestaat. Deutschland braucht den Bauern.
Die Ergebnisse der letzten Volkszählung lassen ventlich die Verschiebung erkennen, welche sich innerhalb der Bevölkerung des deutschen Reiches zu Un- gunften der Landwirtschaft während der letzten De- gennten vollzogen hat. Im Jahre 1871 wohnten 64 n. H. der Bevölkerung in ländlichen Gemeinden, • h. in Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern. Im 9Wre 1895 hi-lten sich Stadt und Land ungefähr MS Gleichgewicht, während heute nur noch 46 v. H. »er Bevölkerung auf dem platten Lande wohnen gegen 64 ». H. in den Städten. (Hört, hört! rechts). Diese Zahlen verdienen nach meiner Ueberzeugung di» ernftefte Beachtung. Ich habe es, glaube ich, schon «»mal an dieser Stelle gesagt: Deutschland ist nicht ieiiglid) Industriestaat (Sehr wahr! rechts und Oh! *nf8). eS ist Agrar- und Industriestaat; weite Di- Nrihe in unserem Vaterlande, namentlich im Nord- »pen, aber auch im Süden und Südwesten, z SB ®at)ern, sind auf den Betrieb der Landwirtschaft angewiesen. Hier fehlen die Vorbedingungen für eine «ede,hliche Entwicklung der Industrie entweder ganz röer sind nur spärlich und in örtlich beschränktem umfange vorhanden. Ich erkenne durchaus die hohe Bedeutung an, welche Industrie und Handel für u;t« fere wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung haben, für die Mehrung unseres Nationalvermögens, für unfere Machtstellung in der Welt. Ich freue mich »tefer Erfolge unserer Handelspolitik, welche zu die- fem wirtschaftlichen Aufschwünge mit beigetragen
Ich betrachte aber die Landwirtschaft als einen »en beiden anderen Erwerbsständen vollständig gleichberechtigten Faktor; ich erachte die Erhaltung eines »eistmigsfähigen, festeingesessenen Bauernstandes, die- fer Grundlage unserer Nähr- und Wehrverhältnisse, f»r tm höchsten Staatsinteresse liegend. (Lebhaftes Strabo! rechts.) Wenn ein so wichtiges Glied des Volksorganismus wie die Landwirtschaft frnr.'t. dann »arf eS nicht seinem Schicksal überlassen werden, son- krn eS ist die Pflicht einer stacttserhaltenden Politik,
-ede Fürsorge und jede Pflege anaedeihen zu taffen, die sich mit den Lebens-Interessen der -nbern Erwerbsstände irgendwie vereinigen läßt.
Den Landwirten must geholfen werden.
SerDto und die Minimalzölle. Ein schwerer Kampf.
Von der absoluten Notwendigkeit dieser E- nfiung »tu ich seit meinem Amtsantritt stets durchdrungen gewesen, und ich habe aus dieser meiner lleber- geugitng, niemals einen Hehl gemacht; denn die Land- wir. schäft ist es, die bei den letzten Handelsverträgen ju kurz gekommen war (Sehr richtig! rechts) und ?le ”"fcr damaligen Herabsetzung der landwiri- kchaftkichen Zolle schwer zu leiden gehabt hat. (Zu- fntnmung rechts, Unruhe links.)
Sollte aber der Landwirtschaft geholfen werden, so war ein verstärkter Zollschuh sowohl für den deutschen Getreidebau wie für die heimische Viehzucht unerläßlich. (Sehr wahr! rechts.) Der Getreidebau 6üdet aber auch heute noch die hauptsächlichste -ttund- lage des landwirtschaftlichen Betriebes in Deutschland und wird es bei unserer Bodenbeschaffenheit und enferer klimatischen Verhältnisse voraussichtlich in
zwei Zoll dick sind. Die Figuren sind bemalt gewesen und zwar waren r— «. «rjL:jr.i korinthische Tons über
besonderer Glücksfall gewesen, und zu sehr muß man sich nicht auf fein Glück verlassen. Es hätte auch anders kommen können. Wenn wir Zollkriege nach allen Seiten angefangen hätten, so wäre es gar nicht ausgeschlossen gewesen, daß sich gegen uns eine Ivict schriftliche Koalition gebildet hätte. Die Staaten utrt. agrarischen I ib rcssen hätten gch verbinden können, mit uns keine Handelsverträge auf der Grundlage dec Minimalzölle abzuschließen, und die Staaten mit industrieller Entwicklung hätten sich vereinigen tonnen, um uns gegenüber solidarisch an gewissen hoben Jndustriezöllen festzuhalten. Ich habe 'm vergangenen Juni im Herrenhanse gesagt, die beiden Leuchttürme — so drückte ich mich aus —, zwischen denen die Fahrstraße gefunden werden müsse, feien Schutz für unsere bedrängte, notleidende Landwirtschaft und Freiheit für die Ausfuhr unserer In-, dustrieerzeugnisse. Die Fahrstraße, die zwischen diesen beiden Leuchttürmen durchführte, enthielt mehr Sandbänke und mehr Klippen, als sich manche Kritiker von heute träumen lassen ober zugeben wollen. Wir haben uns bemüht, das Schiff nicht stranden, nicht scheitern zu lassen, sondern es in den
ans her chemisch Prüfung der Veränderungen des rätselhaften Ele-
Metopen. Die Dachsteine haben mannigfache Formen, Kopfe von Menschen, Silene und Frauengestalten, alle in einem archaischen, harten und strengen Stil. Die Metopen' weisen schon die reifere Formung des fünften Jahrhunderts auf; die Dachziegel erinnern in vielem an die Ziegel des Neandria-Tempels. Die L etopen besteben aus Platten, die etwas über
Wissenschaft, Kunst und Leben.
Die Ausgrabungen einer alten ökologisch«» — Kulturstätte.
Die Ucbcrrefte eines alten Tempels und an- lerer Gebäude sind vor firnem in Thermos in »efeften gefunden worden. Ter Tempel war auf len Grundmauern einer viel älteren Anlage «uferbaut, die aus Holz bestand und in frühe Leiten zurückführte. Der Solztempel war mit einem Terrakottadache gedeckt und mit Metopen geschmückt, die bemalte Figuren zeigten. Thermos toar eigentlich keine Staktt sondern das älteste und ehrwürdigste Heiligtum Aetoliens. Während des dritten Jahrhunderts war es auch der poli» hfdfie Mittelpunkt des.ätolischen Bundes. Poly- bnt§ gibt eine Beschreibung der Stätte bei Ge- legenbeit der Erpedikion Philipps in das Land im ^abre 218 v. Ehr. und die aufgefun* "en Aw"', bestätigen seine Nachrichten und vervollständigen sie. Das heilige Gebcge der Kultftätte den Thermos ist noch umschlossen von seinen alten massiven Mauern, die noch in ziemlicher Hohe erhalten sind. Die Ain grabnngen, die schon gematfit worden sind, haben eine Anzahl ber- ^ebenarhger Gebäude freigelegt, die alle dem * „H, b- • an gehören und eine
be.rachtsiche Menge Inschriften aus dem zweiten *nb dritten Jahrhundert enthalten. Aber die wichtigsten der gemachten Entdeckungen ist der Dempel des thermischen Avollo, der in der hei- «gen Umfriedung liegt. Dieser Tempel ist ohne ^»51,et uralt. Zuerst scheint er ein Hoizbauv?rk im strengen dorischen Stil gewesen zu sein. Tie mnere Eella des Tempels war von Säulen um- Woncn, mit fünf Säulen an der Fassade und WWtm an den Lang feiten. Die Länge des
das Radium.
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Marburg, Markt 2L — Telephon ö5. ‘
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