mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
SouuiaasbeLlager ZAuMett- StUUMMM
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verboten.)
Dir Unruhe» in Rnhlantz.
Petersburg 9. Februar. Gapon ist seines Seelsorgeramts , im Devortationsaefängnis enthoben worden mit dem Verbot, geistliche Pflichten zu erfüllen, solange seine Rolle in der Arbeiterbewegung nicht klar gestellt ist.
Kattowid, 9. Februar. Unter militärischen, Druck gebt der Ausstand in Sosnowic^ seinem Ende entgegen. Die meisten geflüchteten Beamten febrten zurück Auf vielen Werken werden die Oefen angebeitt Das Milowicer Werk arbeitet wieder, die Katharinenhütte folgt abend-, die anderen Werke morgens. Tas Militär der- bleibt vorläufig in Polen.
Die Situation in Sosnowie» hat sich gebessert. Da der befürchtete blutige Zusammenstoß zwischen Militär und Arbeitern bisher nicht eintrat, so kehrt das Vertrauen zurück Es melden sich in den Fabriken bereits wieder Arbeitswillige. Da keine Kohlen vorhanden sind, müsien sie einstweilen abgewielen werden. Die Arbeiter verlangten beute nicht mehr die Absetzung der sämtlichen deutschen Beamten, sondern erklärten, daß nur die Unterbeamten. die sie Lfbft wählen
Eine ängstliche Stimme ertönte auS dem Walde: „Ruft Euren Hund zurück! r zerreibt mich sonst!"
Auf einen gellenden Pfiff seines Herrn kehrte Waldmann zurück, aber er wollte sich nicht beruhigen und knurrte und bellte fortwährend.
„Kommt doch heraus aus dem Wr'oe." rief der alte Christoph dem nächtfichen Wanderer zu, „daß mans sieht, mit wem mans zu tun bat."
Eine dunkle Gestalt, in einen Mantel gehüllt, auf dem Haupte einen tief herabhaugenden Schlapphut, näherte sich zögernd der Hütte. Das belle Mondlicht traf, fett voll das Antlitz des Fremden, der von geisterhafter Blässe war. und erstaunt rief der alte Köhler aus:
„Wie Herr, Ihr seids? Wie kommt Ihr hier in den Wald? Weshalb seid Ihr nit im „Goldenen Löwen" zu Finsfingen geblieben, Monsieur Bourgeois?"
„Still, füll." erwiderte der Gastwirt: denn dieser war es in der Tat, sich scheu nmbfickend. „Sagt mir, Christoph, ob Ihr keine Grenzsäaer oder Gendarmen hier in der Nähe gesehen habt?"
„Nein, Herr, seit drei Tagen ist niemand hier aewesen. Aber was kümmert das Euch?"
„Ihr sollts sväter erfahren. Aber Christoph, es ,soll Euer,Schaden nicht sein, wenn Ihr mir weiterhelft: jetzt bin ich totmüde, kann ich etn Stündchen in Eurer Hütte da ausruhen?"
„Immerzu, Monsieur Bourgeois. Aber sagt mir nur —"
„Versiebt doch nur, Christoph, die Grünröcke sind mir auf der Svur."
„Tie Grünröcke?"
-Nun sa doch, ich hab ihnen doch manchen streich gespielt, manchen Ballen Ware unverzollt über die Grenz? geschafft."
»Ah, Ihr gehörtet zu den Schmuggler ?*
Der Dank fremder Dichter an an».
Unter dieser Ueberschrift wendet sich auch die „Kölnische Zeitung" gegen den von uns oll lächerliche Anmaßung gekennzeichneten „Gorki- Rummel". indem sie schreibt:
Der Sache läßt sich ein weiterer, allgemeinerer Gesichtspunkt abgewinnen, und gewisse Zeiterrig- nisse gerade der letzten Jahre zwingen dazu. Man frage nämlich doch auch einmal bei diesen wersönsichkeiten. für die deutscher £ fermut, deutsche Intelligenz und deutsche Kraft in Bewegung gesetzt werden, nach ihrer Stellung zur deutschen Kultur. Es ist sehr zu befürchten, daß da die Kreise, die in so naiver Weise Himmel und Hölle bei uns für einen fremden Dichter in Bewegung setzen wollten, ganz eigentümliche Er- fahrungen machen. Sogar bei M;gim Gorki sind sie künftig nicht sicher, daß er nicht bei irgend einer unpassenden Gelegenheit, um sich populär zu machen, eine der unliebenswürdizen Bemerkungen gegen Deutschland losläßt, wie wir sie von ausländischen Literaten nur zu gewohnt sind. Die Beispiele sind außerordentlich zahlreich. Daß Ibsen zwischen 1800 und 1870, also zwischen seinem 32. und 42. Jahre, ein erklärterDeutschen- feind war, ist bekannt. Man veraleiche die bekannten steilen in dem Gedicht aus dem Iabrr 1870: „Schwere, deutsche Phrasenhelden, die sich vrahlend heiser schrei'n mit der ew'aen Wacht am Rhein." Doch wollen wir ihm das, als einem längst versiosienen steilobschnitt aimebörig, nicht zu stark anrechnen. Später, als deutsche Kritiker sich für ihn die Finger wund schrieben, als di« Riesentantiemen aus den deutschen Theatern kamen, bequemte er sich ui einer wattwollendnn Aufßrssung des Deutschtums. Aber auch B i ö r n s o n , fein Rivale, bat uns bei manch»? Gelegenheit llnannehmfichkeiten gesagt und beständig verlangt, daß ^ordtchleswig vom Rüche .losaetrennt werden müsie. Das sind die Skan- dinovier. Man bedenke, wie die Skandinavier ausschließlich uns ihren Weltruhm verdanken, da sie in ihrer eiaenen Heimat nicht aufkommen konnten und in Frankreich und anderen .Kulturländern mit ihren Dramen lange abaelebnt wurden. In diese Gruvpe gehört mich der Däg« Georg Brandes, für den deutsche Kritiker die eifrigste Provaaanda machen, und der dafür in Pest gegen dos Dut^ch^im redet und in W»rt und Schrift für das Recht der Polen gegen uni eintritt. Was Leo Tolstoi, dessen uralt« Rousseau-Gedanken von dem Unwisienden für
„Ja, ich gehörte zu ihnen l Was ist dabei wenn man mal ein Faß Wein oder einen Ballen Tabak unverzollt über d' Grenze schafft? Ihr habts gewiß auch schon getan?"
„Niemals, Herr Aber das aeht mich nicht« au. Wobin wollt Ihr denn ietzt? ^ie wälsche Grenze ist non hier fast ri-ei bi? vier Stunden entfernt Ihr mußtet einen anderen aleg nehmen, wenn Ihr nach Wälfchland wolltet, hier kommt Ihr immer tiefer ins Elsaß hinein."
„Ich will nicht nach Frankreich. Die Grünröcke hoben die ganze Gegend besetzt und könnt»n mich leicht fangen Ich will nach der Schweiz »ich Ihr solltet mich auf verstecktem Wege im Gebirge weiterführen — ich zahl Euch gut —*
»Was n .t.:ft. Alte, soll ich? tun?" wandte sich der Köhler an seine Frau.
„Laß die Händ von solchen Sachen, Christel," entgegnete die Frau. „Laß Monsieur Bourgeois den Weg allein suchen, und sein Geld soll er f*«*- .halten — wir brauchens nicht, wir wollen ehrliche Leute bleiben."*
„Hast recht. Alte. — Monsieur Bourgeois, Ihr fön tt Euch ausruhen in meiner Hütte da — in Gottes Namen — aber ich kann meinen Meiler nit verlgss-m, und Ihr müßt Euren Weg dann allein fortsetzen."
„Ich .zahl Euch hundert Franc?, wenn Ihr mich sicher bis an die schweizerische Grenze bringt. Ich weiß. Ihr kennt alle Wege im Gebirge."
„'s hit mir leid. Herr, aber ich muß hier bleiben, da, geht in die Hütte und ruht Euch au?. Meine Frau soll Euch etwas zu essen und zu trinken bereiten."
„Nun, dann muß ich mein Heil allein versuchen. Euer Angebot, eine Stunde in Eurer Hutte^zu ruhen, nehm ich mit Dank au."
»So kommt, Herr."
Die beiden Männer dritten der Hütte zu, deren Eingang von de-: Monde hell beschienen wurde. Plötzlich ward die Tür von innen geöffnet und die Gestatt eines Mädchens trat heraus. Die hagere Gestalt umhütrte ein ärmliches Gewand: in langen, wirren Strähnen fiel das ^chmar-.e •‘Saar über di- Schulter herab, au- dem geisterbleich.ro Antlitz blitzten unheimlich ;mei schwarze, finstere Augen hervor. Rom Mond- licht hell beleuchtet stand das Mädchen da und starrte den Männern entgegen.
Der alte Köhler fühlte sich von einem krampf- haften Griffe am Arme gepackt. Erstaunt blickte er auf seinen Begleiter, der mit schmerzverzerrtem Antlitz, bebend an allen Gliedern, dastand.
„Was habt Ihr, Herr?"
„Da — da — seht Ihr — wer ist das? Wen habt Ihr da?" so rang es sich keuchend über die Lippen Bourgeois. „Um Gotteswillen, sagt mir, tote kommt die hierher — — lebt sie —- ist es ein Geist?"
„Ihr meint die Zigeunerin dort? Ei, Mon- fidtr Bourgeois, erinnert Ihr Euch nicht, daß ich Euch vor einigen Monaten am Teufelssteg traf? Als ich dann den Plgd unten fortsetzte, härte ich ^unterhalb des Felsens rin Wimmern und Stöhnen, ich kletterte vorsichtig hinab und fand das arme Ding da mit Zerschmetterten Glieder« liegen. Ich nahm sie mit hierher, sie ist wieder gelund geworden. aber hier fehlt ihr, st„ ist nicht mehr recht bei Sinnen. Komm einmal her^ Mädel," tief er dann der Zigeunerin zu, hier ist jemand. der dich kennt--"
„Nein, nein, ich kenn sie nit* stöhnte der Gast- Gastwirt. der an allen Gliedern bebte und zitterte, daß er sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. „Laßt mich, ich will weiter, ich fühle mich schon wieder stark genug — lebt wohl!"
(Fortsetzung folgt).
„zigeuuerlicbe".
Von O. D l ft er.
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DaS Gespräch verstummte. Der Alte gab sich ganz dem Genüsse seiner kurzen Pfeife hin, wahrend Martha emsig an dem Strumpf weiter strickte. Die Knechte legten sich, in warme Decken «ngehüllt, in einem Schupfen neben dem Meiler Wasen, damit sie gleich zur Hand fein konnten, wenn etwas erforderlich wat. Der Hund streckte und dehnte sich einimnale, dann lag auch er füll da — nur der Wind flüsterte und seufzte in dem frühlingssrischen Gehölz, und über dem Hochwald stwg langsam die Scheibe des Mondes empor, er« zitterndes Licht auf die stille Heide inmitten de? Waldes werfend.
„Willst Du noch nit schlafen gehen, Alte?" fragte nach einiger Zeit der Köhler.
„Ich wollte erst den Strumpf da fertig stricken. #•6 mich nur auf bleiben und Dir Gesellschaft (eisten. Du mußt ja die ganze Nacht aufbleiben."
„Ja, 's ist der erste Meiler heuet, und da möckte ich nit, daß etwas verfehlt wird."
Wieder versanken die beiden Alten in tiefes Sckfiveigen. Plötzlich richtete sich der Hund zu chren Fußen empor und reckte schnuppernd die #?<ne in die Lust.
„Was hast Du, Waldmann?"
Der Hund stieß ein kurzes Gebell aus und sprang vollständig empor.
„Na, sollt da noch jemand kommen? Das »ant doch nur ein Grenz säget sein, der sich per- trrt^hat. Es soll mich oundern, wer daS ist."
rannte der Hund mit wütendem Gebell r Pfad entlang der aus dem dunklen Ward« <wf die Kohlerhütte zusührte. Der alte Köhler «**)»» sich.
Die von der Delegierten-Konferenz angenommene Resolution hat folgenden Wortlaut:
In Erwägung, daß der Herrenftandpunkt des VerernS für bergbauliche Jntereffen ttrch diesen Kampf in nächster Zeit noch nicht gebrochen werden kann und die Werksbesitzer nach wie vor Verhandlungen mit der Siebenerkommkssion ablehn- ten; in ferner Erwägung, daß durch die Wetterführung des Kampfes das gesamte Wirtschaftsleben einer unermeßlichen Erschüttern«, ausgesetzt wäre, glauben wir an die Opferwilligkeit der Bergarbeiter wie der Gesamtarbeiterfchoft keine höheren Anforderungen stellen l dürfen. Im Hinblick darauf, daß nahezu die gesamte öffentliche Meinung aus Seite der ftreifenten Arbeiter steht und die Regierung, gedrängt durch Me. imposante Kundgebung der Bergarbeiter, im Reichstag bereits Gesetzentwürfe betreffend Ar- beitskammern und die Rechtsfälügkeit der Berufsvereine angekündigt sowie die feit mehr als einem Jahrzehnt versprochene Reform der Berggesetz- gebnng auf das bestimmteste zugesagt bat. in welcher 1. die Schichtzeit gesetzlich geregelt, 2. das Ueberschichtenwefro verboten bezto. eingeschränkt. 3. die Knappschaftskaffe verbessert, '. das Wagennullen verboten, 5. die vielen und hohen Strafen beseifigt, 6. die Arbeiterausschüffe allgemein eingeführt werden, beschließt die Konferenz der Delegierten her vier Verbände, die Arbeit morgen wieder aufzunehmen. Sollten die Versprechungen, die man den Bergarbeitern während des Kampfes seitens der Staatsregierung gegeben bat, nicht erfüllt, die Beschwerden unbeachtet, die Mißstände im Bergwerksbetriebe in alter Weise fortbefteben bleiben, dann behält sich die Bergarbeiterschaft vor, so einmütig, wie sie den Kampf aeführt, nnf? neue wieder den Kampfplatz zu betreten, um die Erfüllung ihrer I berechtigten Forderungen zu erzwingen. Die I Bergarbeiter verpflichten sich, die Stärkung ihrer I Organisation energisch zu betreiben, um jederzeit I für einen neuen Kampf gerüstet zu fein. I
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, llmvcrMts-Duchdruckerei 40
Marburg, Markt 21. - Telephon öS. ' M
wollen, polnischer Nationalität sein sollen. G» werke und Fabrikanten antworteten einmütig; daß sie sich in Verwaltungsfragen keine Vorschriften machen kaffen.
Breslau, 9. Februar. Die Eisenb chndirektio» Breslau teilt mtt, daß der gesamte Verkehr nach den Weichselbahnen über Sosnowicec wieder ausgenommen ist.
Kertsch, 9. Februar. Die Arbeiter sämtlicher Druckereien, die Schiffsverlader, die Schneider und Schuhmacher sind in den Ausstand getreten. Di? Ruhe ist nicht gestört.
Baku, 9. Februar. Infolge des Setzerausstandes sind die Zeitungen heute nickt erschiene».
Ein Mr Kries. I spätestens in den nächsten Monaten erfolgen muß. Sollte sie zum Nachteile Rußlands au«.
I fallen, dann, steht dieses vor der Alternative, Die Japaner haben wohl Erfolge errungen, ! J)en Kampf einzustellen und damit seine Pläne große sogar, aber trotzdem vermißt man vor I *n Dstafien auf lange Zeit hinaus aufzugeben, dfan bet ihnen eine große, gegen den Lebens- I "der aber den Krieg in die Länge zu ziehen, «W des Feindes gerichtete Leitung. Japan I to‘e einst 1812 und die Leistungsfähigkeit der hat unter Aufbietung aller militärischen Kräfte I Japaner auf die gefährlichste Probe zu stellen, des Landes und unter Anspannung seiner I Rußland kann noch weitere Rückzüge aushalten, Huanziellen Mittel Vieles erreicht — aber I Mulden und Charbin aufgeben, ohne daß eS nichts Entscheidendes, darüber darf I sich damit wesentlich mehr Schaden tut als eS «an nicht flüchtig Hinweisehen. Korea ist be« bereits bis jetzt erlitten hat. Japan aber hat letzt, aber der Besitz ist nur solange sicher, als ! dann auch nicht mehr erreicht als jetzt. Da- «e japanischen Armeen nicht nut das Feld be- I liegen darf Japan keine einzige Niederlage tzaupten, sondern auch in der Offensive bleiben. I treffen, sonst ist eS mit seiner Jnvafionskraft russische Seemacht ist zum Teil vernichtet Vorbei.
Md von der neuen Flotte weiß man nicht, ob I Rußland kann nie und nimmermehr die -ie überhaupt Erfolge zu erzielen im Stande I hochgespannten Forderungen erfüllen, die Japan M aber e8 ist nicht gelungen, der russischen I "lS Friedensbedingungen aufstellen wird. Ein Mandschurei-Armee eine entscheidende Nieder» I Umstand, der nicht unterschätzt werden darf, ist kge beizubringen. Dom 1. Mai 1904 bis die größere Kapitalkrast des russischen Reiches, heute, also innerhalb neun Monaten ist eS den I Japan steht im Begriffe, eine neue, vierte, Japanern nicht gelungen weder Mukoen noch I innere Anleihe auszunehrnen, seine Finanzen Charbin zu erreichen, die sie bei Beginn deS I flnd bereits in der schwersten Weise belastet. Krieges sicher als vorläufige Endpunkte in8 I Wie wett der japanische Größenwahn geht, zeigt Avge gefaßt haben. WaS bedeuten aber 150 übrigens eine Besprechung der Möglichkeit deS brS 200 km. Fortschritt vom Jalu bis zum I Friedensschlusses in der deutsch - japanischen Echaho als Leistung für dreiviertel Jahr und I Monatsschrift „Ostafien". Darin wird als » Anbetracht der ungeheueren Naumverhältniffe I Hauptzweck des Krieges neben der Eroberung in der Mandschurei und in Asien überhaupt? I Koreas und der Mandschurei daS Bestreben an» LlS zur sibirischen Grenze ist es noch weit, I gegeben, „dem unter dem barbarischen Druck sehr weit — — I des Zarismus wie in der Sklaverei schmachtenden
Die Japaner können aber nicht ins Unge- I russischen Volke eine menschenwürdige Freiheit meffene und Ungewisse hinein nach Sibirien I zu schenken." Also um einer russischen Ver- marfdbieren, denn sie dürfen sich vom Meere I sassunq willen kämpfen die Japaner jetzt auch noch I vnd ihrer Operationsbasis nicht allzuweit ent- I Das japanische dünkelhafte Selbflbewußtsein ist l fetuen ohne Gefahr zu laufen, daß ihre rück- I schon ins Ungemeffene gestiegen. Wie würde toärtigen Verbindungen unterbrochen werden. I eS erst werden, wenn Japan vollständig über Alles scheint auf den Ausgang in der I Rußland triumphieren sollte? -s.
Mandschurei anzukommen. Zur Zeit herrscht I .......
hort die bitterste Kälte und es ist keine unnütze I . £
Fraae, welchen Einfluß der Winter auf den I UmlUlttll.
beiden südlichen Heere ausüben Zum Bergarbeiterausstand, wird. Dre Annahme hat Berechtigung, daß d:e I . . _, „
Russen sich gegen diesen Gegner bester halten I to‘r, ®on Sestern in der Stadtauflage al» die Javaner « L ? gemeldet haben, hat sich die in Essen tagende
uLifi,ä > .«tischen Ver- Konferenz der Delegierten für die
tzältntsie nicht oder dock nur rn viel beschränk- I
terem Maße kennen. i'an denke daran, in . _ ^ndlgung des Generalstrecks welchen Zustand der Winter von 1870 71 die ausgesprochen. In der geheimen Beratung der Sambetta'fchen Armeen befnnhers hie snm.r. I Revierkonferenz der Bergleute wurde, rote der nprfetef fmtfe m^renh ei hL S Vorsitzende nach Zulassung der Presse fesfftellte, "^"nd erden> Deutschen I der Siebenerkommission ein Vertrauensvotum!
1 S v f*Qb£te- ®ot)l ausgestellt. E' ert und Sachse referierten kurz
uler die Grunde lteaen, die U i- I über die Verhandlungen und gaben die Gründe |
tahgreit aufzugeben, und daß Kuropatkin eerade I an, die für die Wiederaufnahme der Arbeit I
wt großer Kälte feine Truppen für im Vorteil I sprechen. , Nach langer Geschäftsordnungsdebatte I
benen des Gegners gegenüber hält. Denn das | wurde mit überwiegender Mehrheit Schluß der I Stilliegen der großen Heeresmaffen läßt sich | Diskussion befchlosfen. Alsdann wurde der be- I auf die Dauer nicht mehr durchführen In | reit3 gemeldete Beschluß angenommen und als I diesem neuen Kriegsjahre wird nicht, wie vor- Termin für die Wiederaufnahme der Arbeit der Net, durch andere Operationen der Blick von feurige tyrettag bestimmt. Auf Antrag Hu6s dem Lauvtvunkte ohnelenft m^rhon und anderer wurde die Stebenerkommtssion be- I
brtrnt m,f E«ttlff! v "uftragt, weiterhin zu tagen und über die Aus-
Eräugt out etoe entscheidend Schlacht htn, die führung der Versprechen zu wachen.
Vierteljährlicher Bezugspreis, ver oet ExpLition 2 Pch, »» ,
M 36 bet allen Postämtern 2,25 Mk. ve$cL Bestellgeld).
* Jnserttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder oeren Raum 10 Ptz, ™ _ . . . ,
Rcclamen: die Zeile 25 Pfg. Sonnabend, 11. Februar 1905.