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sonenwagen, Gepäckwagen und Lokomotiven umfaßt, würde erforderlich sein, die Betriebskosten würden sich erhöben und die Verrechnung der be- sondern der Gemeinschaft zufallenden Kosten würde äußerst schwierig werden, so daß durchaus nicht in dem sonst möglichen Maße Betriebsersparnisse gewonnen werden könnten. Wir schließen uns dem Schlußsätze der Mühlenfcls'schen Beweisführung vollkoinmen an, der lautet: Eine Güterwagengemeinschaft, welche eine 'Freizügig' keit erzielen will, wie sie im Bereich der preußisch- hessischen Genieiuscliast tatsächlich besteht, ohne gleichzeitige Einbeziehung auch der übrigen Betriebsmittel, ist eine unwirtschaftliche Halbheit und würde mit unüberwindlichen Schwierigkeiten verbunden sein. Was wir brauchen, ist eine alle Behörden des Eisenbahnbeftiebes umfassende Betriebsmittelgemeinschaft, die verwaltet wird nach großen Gesichtspunkten von einer Verwaltung, die neben den finanziellen Vorteilen der Vertragsstaaten auch dem wirtschaftliche« Bedürfnisse des deutschen Handels, Gewerbes und Personen- Verkehrs im weitestgehenden Maße unter Zu- hilfenahme aller modernen Hilfsmittel Rücksicht trägt. Eine solche Gemeinschaft und eine solche Verwaltung wird Deutschland, das andern Län- dern schon jetzt sein großes Staatseisenbahnsystem voraus hat, ohne Zweifel in kurzer Zeit im Besitz eines so vollkommenen Eisenbahnbetriebes bringen, daß es in dieser Beziehung an der Spitze der Nationen marschieren wird und diesen ersten Platz auch behaupten kann.
, Soll letzteres der Fall werden, so wird man bei der Betriebsmittelgemeinschaft nicht stehen bleiben können. Vor allem bedarf es denn einer einheitlichen Direktton des Eisenbahnwesens überhaupt und einer volkswirtschaftlich gerichteten gründlichen Reform der Personen- und Gütertarifpolitik.
noch bester, Ihr geht mit dem Jockel Amerika."
„Nit eher, als bis ich die Marian e funken hab!"
„Aber wenn die Grenzjäger Euch wittern?"
Hlsenbahn-Betriebsmtttelaemeinscbait
An der Spitze der letzten Nummer der Zei- ftmg des Vereins deutscher Eijenbahnverwaltun- aen finden wir einen Aufsatz des früheren Eisen- Oahnpräsidenten b. Mühlenfels, der vom Staud- punite des Eisenbahntechnikers aus näher auf die »nßerordentlrcheu wirtschaftlichen Vorteile, die eine umfassende Betriebsmittelgemeinschaft bietet, eiugelft.. lieber die Gemeinsamkeit des Fuhr- p«rks wird ausgeführt, wie es jedem klar werden müsse, ioelche riesigen finanziellen Vorteile aus der gemeinsamen Ausnutzung des einen DitzMardenwert darstellenden rollenden Eisen- bahnmaterials den Vertragsstaaten notwendigerweise entstehen wird. Man brauche nur einen Btick auf unsere deutsche Eisenbahn.orte mit ihren zahlreichen Uebergangsstationen an den Landesgrenzen zu werfen oder sich zu vergegen- wäktigen, wie unzählige unnütze Wege Eisen- b-chnwagen machen müssen, die nicht hin- und vergehen, dem zwingenden Laufe des allgemeine« Verkehrsbedürfnisses folgend, sondern in Bewegung gesetzt werden unter dem Gesichtspunkte da^i jeder Wagen voll oder leer seiner engeren A^mat wieder zuzuführen ist. Man brauche nur oavan zu denken, welche Schwierigkeiten die Zusammensetzung der aus verschiedenem Wagen- nnrterial bestehenden, die Grenzen passierenden Personenzüge oder die Auswechslung der wegen ihrer Verschiedenheit und der Schwierigkeit ihrer Speisung meist an den Grenzen zurückgehaltenen Lokomotiven verursachen. Mit den sinanz'ellen allgemeinen Vorteilen verbinden sich die Einzel- vorteile der Verfrachter. Die völlig freie Benutzung des Güterparks erleichtert die Erfüllung der Wünsche des verfrachtenden Publikums denn bei der allgemeinen Wagengemeinschast e m d"n Bedürfnissen des Verkehrs die weitestgehende Rechnung getragen werden. Industrie und Land- ivtrtschaft kann bei der Gestellung der Wagen mehr als bisher befriedigt werden. Der so oft beklagten Wagennot wird abgeholfen. Wie die preubstch-hessische Eist-nbghnaemeinschaft, deren Erfahrungen man sich nur zu nutze machen kann, bewiesen hat, ist die durch die Beseitigung des Aufenthalts auf den Uebergangsstationen hervorgerufene Beschleunigung des Güterverkehrs von tvesentlichem Nutzen für die Gewerbetreibenden. Ebenso wird sich der Mißstand der Verkehrsum- keltimgen, dem. wie die gemeinsame Konferenz zeigte, die deutschen Eisenbahnstac>ftn nun entschieden zu Leibe gehen wollen, gründlicher im Rahmen der Betriebsmittelgemeinschaft beseift- ften lasten. Das Gleiche gilt von der einheitliche« Gestaltung der Personen- und Gepäcktarife.
Würde man den Fuhrpark (Lokomotiven, Personen-, Gepäck- und Güterwagen) bei den bevorstehenden Abmachungen auseinanderreißen und nur eine ihn teilweise umfassende Gemein- sihaft berbeiführen, z. B. nur eine Güterwagen- Gemeinschaft vereinbaren, so würden sich, beson- ders da eine, Betriebsgemeinschaft auch gemeinsame Werkstätten, gemeinsame Beschaffungen, I Unterhaltung und Ausmusterung voraussetzt, einer umfassenden Gemeinschaft gegenüber aus I ber Natur des bisherigen Betriebes folgende be- I sondere Schwierigkeiten ergeben: Eine völlige I Umwälzung des bisherigen Werkstättenbetriebs I der im großen und ganzen alle Arten von Be- I ft'iebsmitteln, also neben Güterwagen auch Per- I
für drei Schichten als Schadenersatz abgezogen. Es herrscht allgemeine Erbitterung hierüb-n.
Essen, 7. Februar. In den 18 Revieren des -Oberbergamtes Dortmund und auf Zeche Rhein- Preußen sind heute 65 697 Arbeiter bei einer Gesamtbelegschaft von 261517 Mann angefahren; mithin fehlten 195 820 Arbeiter, gegen 196 288 am Montag.
Im Abgeordnetenhaus ist folgender von zahlreichen Mitgliedern der nationalliberalen Fraktion unterzeichneter Antrag des Abg. Franken eingegangen: „Das Haus der AR neten wolle beschließen, den Herrn Minister für Handel und Gewerbe zu ersuchen, sobald die Uatersnch- «ng der Arbeitsverhältnisse auf einzelnen Zechen im Ruhrgebiet abgeschlossen ist, das Ergebnis unverzüglich zu veröffentlichen."
In Schlesien
ist in der Lage seit gestern keine wesentliche 58er- änbcrung ein getreten. Die Zahl der Ausständischen ist schwankend in den einzelnen Bezirken, zeigt ober keine Tendenz zum Wachsen. Gestern sand in Kattowitz im Gewerkshause eine große Bergarbeiterversammlung statt, in der über den Streik berichtet wurde. Ein hier verbreitetes Flugblatt, das den Generalstteik für den 8. d M. fordert, falls bis dahin die Bergarbeiterfrage nicht reichsgesetzlich geregelt ist, findet keine Beachtung.
„Ist Eure Sache. Habt früher genug von mir verdient, jetzt sollt Ihrs wieder heraus- geben!"
"Run denn, ich geb Euch viertausend!"
„Fünftausend — nit einen Sou weniger — nit einen Centime weniger, wenn Ihrs noch einmal hören wollt!"
„Zum Teufel denn, Ihr sollt das Geld laben, aber Ihr geht heute noch in dieser Nacht auf und davon!"
„Das ist meine Sache! Wenn ich das Geld hab, hält mich nichts mehr in Finsttngen."
. Bebend vor Zorn und Aerger ging Bour- geors an den Schreibtisch und holte fünf Tausend- francsscheine hervor.
„Da," rief er, „habt Ihr das Geld, und nun schert Euch zum Teufel!"
„Solltet „ mitkommen, Bourgeois," sagte ^ockel mit höhnischem Grinsen, indem er die Lcheine in die Bnisttasche seiner Jacke steckte. „Ich bin sicher, Ihr würdet einen ausgezeichneten Empfang dort finden."
„Schweig je i, daß ich endlich mit dem alten •oofef ein vernünftiges Wort reden kann."
, Sockel lachte spöttisch auf und fetzte sich in eine Ecke des Zimmers, den Wirt zum „Goldenen Löwen" mit höhnischen Blicken beobachtend. Der Zigeuner-Josef hatte bisweilen schweigend auf einem Schemel am Tische gesessen, ba* weiß- haarige Haupt in die Faust gestützt und mit starren Augen vor sich hinblickend. Man hätte meinen sollen, der Sftett der beiden Manner
bas Geld kümmere ihn nicht im Geringsten oder er ft» taub, daß er von dem Gespräch nichts
Umschau.
Z«m Bergarbeiterausstand.
Die Erregung der Bergarbeiter im Ruhrgebiet ist sehr groß, da die Streikgelder gekürzt werden mußten. In einer am 6. in Essen abgehobenen Bergarbeiterversammlung erklärte der sozial- demokratische Abg. Sachse, daß iy2 Millionen Mark an Unterstützungen gezahlt werden müssen, und daß aus diesem Grunde die auf 10 Mark bemessene Wochenunterstützung auf 9 Mark reduziert werden müsse.
Die Auszahlung der Untersttitzungsgelder führte im Ausstandslokal „Borussia" zu erregten Szenen. Die Arbeiter waren mit 9 Mark Unterstützung für eine ganze Woche unzufrieden. Viele bekamen sogar weniger. Für gestern Abend war eine große Protestversammlung einberufen, .dorin gegen das eigenmächtige Vorgehen der Siebener, betreffs die Ermäßigung der Forderungen, Front gemacht werden sollte. Die Delegierten, die den Generalansstand beschlossen haben, treten Don- nerstag Vormittag in Esten zusammen. Man glaubt in Bergmannskreisen, daß die Siebener ein Mißtrauensvotum von den Delegierten erhalten werben.
Bochum, 7. Februar. Auf Zeche Bruchstraße wurde bei der heutigen Lohnzahlung im Gegen- satz zu anderen Zeche« den Arbeitern der Lohn
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UmvcrsttätS-Buchdruckertt 40. SVflhTfl, Marburg, Markt 21. — Telephon öS. ”
und April (6072 3 zu
Der rusftsch-janamsche Krieg.
Petersburg, 7. Febr. Tin Telegram« des Generaladjutanten Kuropatkin von gestern meldet: In vergangener Nacht oriff eine Abteilung der linken Flanke, bestehen o- s Jäger« und Kosaken unter dem Fürsten M igaloro ei« feindliches Dorf an und tötete 50 Zopa.,er bei einem Bajonettangriffe. Gegen Morgen rückte japanische Infanterie vor. Da aber unsere Truppen ihre Aufgabe ausgeführt hatten, zogen sie sich zurück und machten hierbei einen Gefangenen. Auf russischer Seite kein Verlust. Es herrschen 20 Grad Käste.
London, 7. Febr. „Daily Telegraph* erfährt aus Tientsin: Eine Abteilung jakutischer Kosaken fiel am 3. Februar ein Bataillon japanischer Insa- terie an und machte 300 Gefangene. Santopn wurde von den Rnven geräumt. Die Kämpfe dauern auf be n ruifischen rechten Flügel fort, während aus dem linken alles ruhig ist.
Wie der „Köln. Ztg." geschrieben wird, findet in militärischen Kreisen das Gerede übet
_ „Sie werdens schon nit tun. In meiner Höhle unter der Dachsburg finden sie mich nit.* „So haltet Ihr Euch in Eurer Hütte versteckt?"
„Jo, Ihr kennt ja den geheimen Ausgang."
„Da ftid Ihr allerdings sicher! Und de» Jockel ist auch bei Euch?"
-Ja, er hat ja fein anderes Versteck." (Fortsetzung folgt).
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Die Nuruhe« in Rußland.
Wie aus SoLnowice und Warschau gemeldet wird, gewinnt der Ausstand in
Rußisch-Pole«
noch immer an Ausdehnung. Nachdem am 6. über Polen bet Belagerungszustand verhängt und die Militärgewalt von einem Infanterie- general übernommen war, traf heute ein weiteres Regiment ein, so daß jetzt vier Regimenter in Sosnowiee liegen. Sämtliche Hütten, Bergwerke und Fabriken im Bezirke streiken. Gestern traten in Sieles die Besitzer des Dom- browoer RvierS zusammen, um über die Arbeiterforderungen zu beraten. Militär schützt das Konferenzgebäude. Arbeitertrupps durchziehen zu je zwei Mann die Straßen. Die preußischen Gendarmerieposten auf den Brücken und an der Grenze, welche den Uebertritt verhindern sollen, find verstärkt. Der Regierungspräsident ist heute Mittag nach Oppeln zurückgefahren, nachdem er mit der Behörde Maß- nahmen zum Schutze der Grenze besprochen hatte. Aus einzelnen Gruben des Dombrowaer Reviers wurden die Pumpwerke abgestellt. Auf dem Bahnhof kampieren in den Waggons Kosaken.
Warschau, 7. Febr. Bischof JatschewSky von Lublin richtete an die ausständigen arbeitet einen Aufruf, morgen vormittag eine Abordnung in die Kathedrale zu entsenden und ihm eine freimütige Erklärung über die Forderungen zu geben. Für die Sicherheit der Delegierten garantiere et.
Warschau,?. Febr. (SB. B.) Heute Vor- mittag begann in Wlozlawsk der allgemeine AuSstand. Sämtliche Schulen und Fabriken
Enkelin wieder herbeischafsen! Wer weiß, wo sich die Dirne herumtreibt. Kommt Josef, seid nünftig und kehrt nach Frankreich zurück
verboten.) Aikeunerttebe".
Von O. D t ft e r. ' -'Ina I
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntaasbeilager ZUuAMtB SöLMgWM
den deutschen Unteroffizier gern, und jenn die Marianne einen lieb hatte bann blieb sie ihm auch treu. Ich kann mir nicht anders denke«, als daß die Marianne verunglückt ist."
Ein neues Beben durchlief die Glieder -es Wirts bei dieser Vermutung. „Wie könnt Ihr nur daran denken," stieß er hervor. „Die Marianne kennt hier jeden Steg und Weg, genauer als wir selbst, sie wird in Frankreich fein.
„Nein, nein, sie muß hier fein," entgegnete hartnäckig der Alte. „Und Ihr, Monsieur Bourgeois müßt wissen, wo sie ist. Euch hott' ich fie auf die Seele gebunden. Ihr wißt, wie ich an dem Mädel gehangen hab, und jetzt müßt Ihr sie mir wieder herbringen."
„Ihr seid toll, Joses! Wie kann ich Eure
sind geschloffen. Die Haltung der Ausständige« ist ruhig.
Warschau, 7. Febr. Die Lebensmittel toerben teurer. Das Schock Eiet kostet 450 Kopeken. Die Landleute fürchten sich, nach bet Stabt zu kommen. Die BersicherunaSgeftll- schäften weigern sich, Entfchäbigungen für zerbrochene WohnungS- unb Labenfenster zu zahlen.
Warschau, 7. Febr. Der AuSstand in Radom gewinnt an Ausdehnung. Dort wurden 20 Arbeiter getötet oder verwundet. — I« Skargilchka gab es 24 Tote unb 40 Verwundete. — In Kutno kam es zu schweren AuSichreitunoen. Von Warschau wurde heute dorthin Militär entsandt.
Auch in den übrigen Provinzen ist der
Lage ernst.
W i n d a u, 7. Febr. (SB. B.) Hier ist der AuSstand von Neuem aus gebrochen. Militär wurde mittels Extrazug hierher beordert.
Kisch inew, 7. Febr. (W. B.) Eine Anzahl Bauern hat sich um Hilfe an den Gouverneur gewandt, da die schlechte Ernte ihre wirtschaftliche Loge gefährde. Der Gouverneur hat versprochen. alles zu tun, was ihm möglich fei
Mitau, 7. Febr. (SB. B.) Der Ausstani ist beendet.
Li bau. 7. Febr. (W.B.) Der Ausstand ist nahezu beigelegr.
Kasan, 7. Febr. Die Tierärztliche Hoch- fchule und sämtliche mit dieser Hochschule verbundenen Lehranstalten sind geschlossen. Ei« starkes Polizeiaufgebot sorgt für Aufrechter« Haltung der Ruhe.
Kutais (Kaukasus), 7. Februar. (W.B.) Gestern Mittag sammelten sich etwa 200 Ausständige auf einem Platze, um Kundoebunaen zu veranstalten, wobei auch eine rote Fahne entfaltet wurde. Die Polizei zerstreute die Menge schnell.
w?br wollt mir noch Vorwürfe machen, Ihr, vre .dbr uns den größten Teil des Lohnes unfern Arbeit vorweg genommen habt? B. r- geois hütet —"
„Still doch, still doch!" befänftigte der Gast- irJrt den Tobenden. „Sagt mir. was 'g für Euch tun kann, und es soll geschehen."
.Geld sollt Ihr mir geben, daß ich nach Amerika auswandern kann."
„Wie wollt Ihr dahin kommen?"
luxemburgische Grenze ist nit so arg Wert. Von Luxemburg gehe ich nach Amsterdam St^ fahren alle Tage Schiffe in die wette
"Ist das Euer Ernst, Jockel?"
"^^wiß ists mein Ernst, 's ist mir nit zum Spässen ums Herz. Fünftausend Francs —"
Mr Fünftausend Francs? Mr freE,ort m ein Tollhaus —“
„Nit einen Sou weniger! Und wen» °efcr tabt kmbt übermorgen früh ansbe-
fängnü?6"' ° ^Cn totr übermorgen früh im Ge-
„Jockel, seid verständig, ich will E. -mei- tattjend Francs geben."
„Fünftausend."
„Dreitausend I"
„Fünftausend."
l'tti Euch! Wo soll ich das viele «erd hernehmen?"
vernehmen könne. J?tzt erhob er langsam den Kopf und blickte Bourgeois mtt düster leuchtenden Augen an,--
„Nun, Josef," nahm der Gastwirt das Wort, „was treibt Euch wieder hierher? Wollt Ihr mich auch schröpfen, wie der da?"
„Nein, Herr. Ich mag Euer Geld nit,' .nt- gegnete mit dumpfer Stimme der alte Zigeuner. „Ich bin um ’ne andere Sache heimgkommen, ich such mein Tochterskind, die Ma- inne!"
Bourgeois erbebte, er wurde bleich wie frisch gefallener Schnee und rang nach Atem, aber mit gewaltiger Anstrengung unterdrückte er feine Aufregung und erwiderte, wenn auch mtt zitternder Stimme:
„Eure Enkelin, die Marianne? Ja, b-findet sie sich denn nit bei Euch? Sie versclnoand spurlos aus Finsttngen, als man das Versteck im Turm entdeckt hatte; ich glaubte, sie fei zu Euch gegangen."
„Sie ist nit gekommen. Aber Leut" aus unterem Dorf sind zu mir gekommen unb haben mir die Geschichte erzählt und haben sich gewundert, daß Marianne nit bei mir gewesen fei. Ich hab mir gedacht, Ihr, Monsieur Bourgeois wüßtet, wo das Mädel geblieben sei, und so ch ich mich aufgemacht und mich „ierher gestohlen. Meine Gesellschaft liegt jenseits der Grenze, ich allein bm gekommen, und nun sagt mir, wo die Marianne geblieben ist."
»Zum Henker, Josef, wie kann ichs wissen? Wer weiß, wohin das Mädel ausgerückt ist. Vielleicht steckts in Nancy mit ihrem Liebsten."
„Nein, Monsieur Bourgeois, das ”t nit wahr!
Das tat die Marianne nicht. Ich weiß, sie hatte
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Zu» ver- i899 iart rtel, iörti ater -571 • iart.
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