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Erstes Blatt

roßten noch um 33 Ka. mehr ergeben hat, als das bisher beste Jahr 1903. Die Gerste wurde in ihrem Hektarertrag von den Jahren 1902 und 1903, der Hafer sogar von den Jahren 1899 bis 1903 übertroffen. Die Kartoffelernte blieb hinter dem bisher schlechtesten Jahre 1894 um 52 und hinter dem besten 1901 um 3898

den größten Rückgang in Brandenburg von 4,61 auf 3,05 Millionen Tonnen, dann folgen Schlesien mit 3,12 gegen 4,24 im Vorjahr, Posen mit 2 63 gegen 3,60 und Sachsen mit 2,36 gegen 3,16, während in Pommern der Ausfall nur 0,29 Millionen Tonnen betrug und Ostpreußen, sowie Westpreußen sogar einen Ueberschuß um 0,25 und 0,31 Millionen Tonnen hatten, wie auch die westlichen Provinzen außer Rheinland mehr Kartoffeln ernteten als im Vorjahr. Der Weizen ergab in allen Provinzen Mehrerträge, der Roggen nur in O'tpreußen, Westpreußen, Pommern, Posen und Schlesien, die Gerste nur in Westpreußen und Schleswig-Holstein, der Hafer in denselben Provinzen und in Ost­preußen.

mannes ging vom Vater auf den Sohu über, und so waren manchmal vier, fünf Generationen hintereinander im Kohlenbergbau beschäftigt. Dann mit dem Aufschwung wurden immer mehr Arbeitskräfte gebraucht, von allen Seiten ström­ten Leute zu, und heute sind die alten eingesesse­nen Bergarbeit-familien der Zahl nach in den Hintergrund gedrängt. Allein die Zahl der be- slhäftigteu Polen wird jetzt im Ruhrrevier auf 82 000 eingeschätzt.

Erntestatistik für Preußen in 1904.

In derStatistischen Korrespondenz" werden die Ha'.vteraebnisse der Erntestatistik für Preußen in 1904 veröffentlicht Danach war der Ernte­ertrag der beiden Hmptaetreideorten Weizen und Roggen der nrö'-te, >er seit Beginn der jetzigen Erbebungsart (1893) ermittelt worden ist, während bei der Gerste und dem Hafer das Erträgnis der Ernte hinter dem allerdings sebr großen der unmittelbar voraufgegangenen J-hre zure-ckblieb und die Ko"toffe?ernte sogar die geringste war, die seit 1893 stattgesunden bat. Auch die Menge des gewonnenen Heues ließ viel zu wünschen übrig. Der d"rchschnitt-

liche Hektarertrag belief sich beim Winterweizen auf 2171 (im Durchschnitt der 11 Jahre von 1893 bis 1903 auf 1881) Kg., beim Sommer­weizen auf 1972 (1765), beim Winterroggen auf 1640 (1419), beim Sommerroggen auf 974 (915), bei der Sommergerste auf 1887 (1788), beim Hafer auf 1652 (1587), bei den Kartoffeln auf 10 933 (12515), beim Klee und der Luzerne auf 3472 (4046) und beim Wiesenheu auf 2869 (3452) Ka. Der Hektarertrag des Winter- Weizens ist nur einmal, 1902, um ein Geringes (9 Kg.) größer gewesen, der de8 Sommer­weizens und Sommerroggens ist von dem des Jahres 1903 übertroffen, während der Winter-

Marburg

Sonntag, 5. Februar 1905.

Umschau.

Wider den Kastengeist.

Eine eigenartige Entscheidung des ärztlichen Bezirksvereins zu Freiberg i. S. in seiner Eigen- schäft als Ehrengericht hat, so lefen wir in der Köln. Ztg.", in allen vorurteilsfreien Kreisen Sachsens Peinliches Aufsehen erregt. Der Be- zirksvcrein belegte einen Arzt mit 1000 Mark Strafe, weil er mit einer Krankenkasse einen Vertrag geschlossen habe, ohne ihn vorher dem Bezirksverein vorzulegen, weil er ferner einen Kranken untersucht habe, ohne dem behandelnden Arzt davon Mitteilung zu machen, weil er end­lich an einer Schlöaerei beteiligt gewesen sei und durch allzu familiären Verkehr mit tief unter seinem Stande stehenden Personen die Standes- ehre verletzt habe. Es handelte sich bei dentief unter dem ärztlichen Stande siebenden Personen* um ehrenhafte, duröbaus anständige Arbeiter­familien. Auf die Berusiing des Verurteilten bat dann der ärztlich? Ehrengerichtshof in Dres­den das Urteil, soweit es den zuletzt erwähnten Punkt betraf aufgehoben und den Arzt nur wegen der übrigen Verfehlungen zu 500 Mark verurteilt. In der Begn'indung sagte der Ehren- gerichtsbof:Kein Stand unsere? Volkes ist so gering, daß ein vertraulicher Umgang mit ehren- basien Mitgliedern desselben an sich dem ärzt­lichen Stande zur Unehre aereichen könnte. Sind doch schließlich aus allen Ständen unseres Vol- kes auch tüchtiae und ehrenwerte Aerzte hervor- aeaangen." Der Ehrengerichtshof fügte hinzu, daß es auf die Art des Umgangs ankomme; er müsse sich in anständigen Grenzen halten. Ob ba8 in diesem Falle geschehen fei. walle '"doch dakunaestellt fein lassen.

Man kann dieser Enfscheiduna nur - isiiinmen, aber es ist bedauerlich, daß eine solche, für jeden nicht hn Kastenaeist verknöcherten, vernünftig denkenden Menschen selbstverständliche Anschau­ung überbauvt in Fraae gestellt werden konnte, und das aerobe durch Mifasieder eines Standes, der vor allen andern durch feine ganze Berufs- tntmfeit fvrmif hinaewiefen wird, im M"nfchen nur den Menschen und nicht ein einer bestimmte«

Hiernach übertraf die jähriae um rund 290 000 Tonnen, die Roggen- ernte war um 274 000 Tonnen größer, so daß an Brotfruckt 564 000 Tonnen mehr zur Ver­fügung stehen als im Vorjahr, w hrend der Ausfall an Gerste 182000, an Hafer 654 000, an KaUoffeln 4108000 und an Heu 5 734 000 Tonnen beträgt. Ganz enorm war der Rück gang der Heuernte in Posen und Schlesien. Posen hat nur 784 000 Tonnen m>»r"tet gegen 1515 000 im Vortahr, Schlesien 1371000 gegen 2 296 000. Auch in Lstvreußen ist die Heu­er« te um 962000 Tonnen in We^vreußen um 627 000, in Brand nburg um 597000 und in Pommern um 631000 Tonnen germ er gewesen als im Jahre 1903. Die westlichen Provinzen hatten zwar auch einen Ausfall, der aber wesent­lich geringer war. Die Kartoffelernte hatte

die auch der Kaiser hege.Interessant war es mir, ihn öfters mit seinen ältesten Söhnen im Theater sitzen zu sehen, wie er in ihnen die Liebe zu den Meisterwerken der Bühne erweckte, und dann sprach er mit ihnen über die Gedanken und die Handlung imJulius Caesar" oder Coriolan", die da auf der Bühne vor uns dar- gestellt wurden." Deutlich hat der Kaiser es ausgesprochen, daßdas Theater wie die Schule und die Universität es als seine Aufgabe be­trauten müsse, der jungen Generation die Wege zu weisen, die höchsten geistigen Güter im deut­schen Vaterlanl zu fördern und unser f olk an Geist uno Charakter zu veredeln." Auch über archäologische Fragen sprach der Kaiser mit White. Sehr lebhaft griff er eine Bemerkung des Gesandten auf. daß er durch die der Wissen­schaft geleistete Dienste seine Regierung berühmt machen solle. Von den klassischen Autoren, die er auf dem Gvmnasium in Saffet gelesen, sprach er mit hoher Wertschätzung; aber erfrischend war es. zu hören, wie er sich gegen S "mlmeisterei und Pedanterie wandte. In der Sifteratur zeigte der Kaiser in vielen Gesprächen eine reiche Be­lesenheit und eine genaue Kenntnis nicht nur der besten Autoren f ' es Landes, sondern auch fremder Dichter. Er schwärmte von Rudpard Kipling und sprach von dem Vergnügen, dos ihm die Lektüre Mark Twains bereitet. Viele Freude machten ihm auch die Zeichnungen von Gibssn. Man mußte staunen, wie er zu so ausgedehnter Lektüre noch Zeit fan£. Der Kaiser selbst er-

Em amerikmnjches Urteil über Kaiser Wilhelm il.

Der frühere amerikanische Botschafter in Ber- ;.n. Andrew D. White, gruppiert im neuesten

- ce?Genturn Magazine" die weitere Folge lemei-Berliner Erinnerungen" um die Gestalt ^aifer Wilhelms II. und teiltImpressionen twm deutschen Kaiser" mit. Den ersten periön- neben Eindruck, den White erhielt, war eine Rede b»e der stmge Prinz Wilhelm, damals noch Stu- tent m Bonn, bei der Enthüllung des Cornelius- Denkmals tn Düsseldorf gehalten hatte.Eine itarfe Kraft der Ueberzeugung und Begeisterung lag in den Worten, die mir so verschieden erschie­nen von den offiziellen Aeußerungen bei solchen ®ejcacnbeiten, daß ich bei meiner Unterredung mit feinem Vater und seiner Mutter davon sprach E Antworten rührten mich. Ein frohes Lächeln zeigte sich auf des Vaters Zügen, und eine stolze Freud- blitzte in den Augen ber Mut- .er aut. Die wohltuende Liebenswürdigkeit sei­nes Wesens, fein lebhaftes Interesse an allem nahmen den amerikanischen Gesandten bald völ- s ben Prinzen ein. Auch die erste Tat nach oer Thronbesteigung, in der White eine Offen- ooruna der Persönlichkeit des Kaisers erblickte, dre Entlaffung Bismarcks, sucht er aus seinem Chornfter als notwendig zu erklären.Sicker- ,'ZvLnP ein tiefer Schmerz gewesen: sein ganzes bisheriges Leben hindurch hatte er Bis- marrf bewundert, ja fast angebetet". Doch der lunge Kaiser mußte feinen eigenen Weg geben ^etn rastloser Drang nach Tätigkeit erscheint dem Amerikaner als einer seiner wichtigsten Charak- .erzuze. Allen den vielfachen Zweigen des ge­samten Kulturlebens ist fein Interesse zuge- toonbt.Die Reihe der Gegenstände, die ihn interessierten, schien unbegrenzt, doch von einigen sprach er mit besonderer Vorliebe; so von allem, wo- sich auf Schiffe und Seefahrt bezog, und

und 1901 schlechter, die Wiesenheuernte nur 1893. Wenn man aufgrund der im Sommer b. Js. festgestellten Anbauflächen den Gesamt­ertrag der einzelnen Hauptsruchtarten berechnet und ihn mit dem der drei Vorjahre vergleicht, so erhalt man folgende Tabelle in Tonnen zu 1000 Kg.:

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck nnd Verlag-Joh. Ang. Koch, UmvcrsttätS-Buchdruckerei 40.

Marburg, Markt 21. Telephon 55. M

über die Stellung Chinos und Japans in der Weltvolitik und über feine Reifen äußerte er: ..Manche Leute machen mir einen Vorwurf dar­aus. daß ich so viel reife; aber das ist ein Teil meines Amtes. Ich suche mein Steiü, und mein Volk kennen zu lernen; zu leben, was not tut ""d was aefchießt. Ebenfo ift es meine Pflicht, Menschen und Länder anherbafh meines Reiches kennen zu l"rnen. Ich hin nicht wie" hnhei nannte er den Namen eines in der Ge­schichte wohlbekannten Herrschers, der niemals ans feinem Palast sich b-rausrührte, wenn et hätte Hessen können, und Menschen und Dinge so geben ließ, wie es ihnen gefiel." Ar allen bedeutenden Persönlichkeiten feines Reiches nimmt der Kaifer nach Whites Urteil lebhaftes Interesse.Der beutWe Hof gilt für sehr exklu­siv: aber man fafi bei den Festlichkeiten berühmte Leute aus allen Gebieten. Leute aus allen Kreisen, den militärischen, kirchlichen, bürger­lichen. Männer der Literatur, Wissenschaft, Kunst des Handels, alle waren eingeladene, nur eine Klasse febsie. die Leute, die nur reich sind." Auch von der Jmvnlsivität des Koffers spricht White; sie erkläre sich aus der Beweglichkeit und Leiden­schaftlichkeit dieses reichen Geistes. Doch sei sie oereaelt durch ein rubiaes Beurteilen und feine Aeußerunaen, fo plötzlich und schnell sie erfolgen, resultierten doch gewöhnlich aus einer langen Ueberleguna. So zitiert er eine Bemerkung deS Kaisers , die er für den Ausdruck feiner An- fchauimgkn hält: . (sie. in Amerika möaen tun, was Sie wollen, aber ich will nicht dulden, daß die Kapitalisten in Deutschland den Arbeitern ihre Lebenskraft ausfangen und sie dan« w« ansaevreßte Zitronen^6«^ m den Rinnstein werfen." White schließt feinen langen Aufsatz mit ollaemeinen Erörterungen über des Kaisers religiöses Empfind.N. seine Gerechtigkeit untz Objektivität in der Beurteilung katholischer Fra­gen, fein monarchisches Gefühl und sein. Verhält­nis zu den Vereinigten Staaten.

Das Ruhrrevier.

Noch niemals seit Gründung des Deutschen Reiches hat eine volkswirtschaftliche und sozial- p optische Angelegenheit das Interesse des ge- samten Volkes in gleichem Maße wachgerufen, wie der Streik der Kohlenarbeiter im Ruhrre­vier. Man kann das Ruhrrevier, das sich über Teste der Provinzen Westfalen und Rheinland ausdehnt, auch das Revier der Fabriken und der Großindustrie nennen Kein anderer deutscher Bezirk hat in den letzten Jahren eine auch nur annähernd. gleiche Entwickelung durchgemacht. Höchstens in einzelnen Distrikten Nordamerikas ist eine gleiche Entwicklung zu beobachten ge­wesen. Stundenlang sieht man bei einer Eisen- kwhnsahrt im Nuhrrevier nur riesige Essen, Zechenanlagen, Fabriken und Arbeiterhäuser; in Msten grauen Schwaden zieht der Rauch zum Hftmnel empor, vermischt sich mit den Wolken und fällt dann herab auf Straßen und Plätze, auf Feld und Wald, auf Dörfer und Städte, die okm« erkennbare Grenzen aufeinanderfolgen, alles mit einer schwarzen schicht überziehend. Die Kohlenförderung im Ruhrrevier stieg von 37 Millionen Tonnen hn Jahre 1892 auf 65y2 Millionen Tonnen im Jahre 1903. Daß auch die Zahl der Bergarbeiter ganz bedeutend zuge­nommen hat, kann man schon daraus sehen, daß im Jahre 1889 gegen 100 000 Arbeiter am streik ter Kohlenarbeiter beteiligt waren, wäh­rend jetzt eine Viertelmillion in den Ausstand getreten sind.

Eine große Umwälzung im Kohlenbergbau des Ruhrreviers ist eingetreten durch die Ver­drängung der kleineren Zechen und in dem An- einiger großer Kohlenbergwerksgesell- 1 chatten. Hauptsächlich in Betracht kommen etwa eiet Dutzend große Bergwerke. So verfügen z. B. die drei großen Gelsenkirchener. Harpener und Hibernia-Gesellschaften über ungefähr den dritten Teil der gesamten Kohlenförterung des Ruhrbeckens. Diese drei Gesellschaften beschästi- gen gegen 60 000 Arbeiter. Welch bedeutender ^schaden durch die ^Zechenstillegunaen, besonders im sudlichenRnhrrevier, hervorgerufen wo den. ist ist noch in aller Erinnerung. Tausende tm> Verg­ehen mußten ihre bisherigen Arbeitsstätten ver- lassen, um sich an anderen Orten eine neue Ar­beitsgelegenheit zu suchen, viele waren gezwun- geu, ihr Häuschen und ihr. kleine Wirtschaft, die durch mbrelanges Sparen zusammengebracht waren, billig zu verschleudern, und auch für zahlreiche Gemeinden hatte dieser Massenwegzug aer oben, soliden und festeingesessenen Bergarbei- llroße und dauernde Nachteile zur Folge. Weiter ist im Rubrrevier in Bezug auf die Zw sammcnsetzung der Bevölkerung eine tiefgehend- Umänderung eingetreten. Bis Ende der achtzi- gere ^mhre waren die Bergarbeiter im Ruhrre- v>er fast nur ci-heimische. Der Beruf de Berg­

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eines der ersten Geivräche, das wir führten, bi- handelte die Bücher des Obersten Mahan, von denen er mit großem Lobe sprach und erklärte, er empfehle -sie allen seinen Mo.rineotsizieren zur Lektüre. So fesselte ihn auch die Kunst in allen ihren Formen. Während der ersten Jahre meiner Gesandtschaft ließ er die 32 historischen Gruppen in der Siegesallee errichten. Mein Weg führte mich täglich an ihnen vorbei, und sie interessierten mich nicht so sehr durch ihre künst­lerischen Werte, als um ihres historischen Zweckes willen, da sie die großen Taten seiner Vorfahren und der bedeutendsten Männer, die ihre Reaie- rung während fast 1000 Jahren aufgewiesen, in Erinnerung riefen. Immer war er bereit, über diese Werke sich zu unterhalten in Bezug auf ihren künstlerischen, geschichtlichen und er­zieherischen Wert. Nicht nur mir, sondern guck meiner Frau gegenüber zeigte er sich fest über- zeugt von ihrer Bedeutung als einem Mittel, in den Gerzen der Jugend eine verstehende Vater­landsliebe wachzurufen. Er sprach mit Stolz von der großen Zahl begabter Bildhauer wäb- rend seiner Regierung, und was er von ihren Werken sagte, war des Anbörens wohl wert. Er selbst hat künstlerische Begabung, von der er in früherer Zeit sogar auf der 'ährlichen Ber­liner Ausstellung durch ein Bild von feiner Hand Kunde aab." Die Liebe des Kailers zur Musik erstreckt sich nach White bm- allem auf wahrhaft große, ernste, gewalftge Wirkun­gen. Die Leistungen des Domchors erklärte

für die vollendetsten die er je g -hört Habe. I zählte White, daß er auf seinen Jagdausftügen Statt soviel Interesse nehme der Herrscher an der viel lese. Besonders rühmt der Amerikaner an Ober, und bei den Gala-Vorstellungen feien dem Herrscher die Gabe, die rechten Männer Werke zur Ausführung gelangt, die mehr lüstori- auszuwählen; er habe eine ausgebreitete und fmen, als muffahAen Wert hatten. Die P lege I genaue Kenntnis von Menschen und Verhält- oer dramatischen Kirnst liege ihm ebenso als niffen in seinem Lande und durchdringe alles Staatsmann tote als Mensch am Herzen. White I mit seiner Sicherheit und Energie. Auch in der

deutsche Theater außerordentlich hoch; internationalen Politik sei er von weitschauend.

b£teJn °ffen Kulturstaaten. I ster Einsicht. Freudig habe er die Haager Kon- Besonders rühmt er die Verehrung Shake veares 1 ferenz begrüßt; einsichtsvoll sprach er zu Whfte

Aber nicht nur der Kohlenbergbau hat eine erhebliche Zunahme im Ruhrrevier erfahren, auch die übrigen Industrien in der Nähe der Kohlm- bezirke haben sich in glänzender Weise entwickelt. In welchem Umfange z. B. die rheinisch-west­fälische Eisenindustrie angewachsen ist, zeigen all­jährlich die Geschäftsberichte der rheinisch-west- fälischen Hütten- und Walzwerkberufsgenossen­schaft. Im Jahre 1903 gehörten ihr 225 Be­triebe mit 131000 beschäftigten Arbeitern an, so daß auf jeden Betrieb durchschnittlich 582 Arbeiter kamen. Diese Entivicklung ist aber noch immer nicht zum Stillstand gekommen, sondern - ____ ________

e§ werden immer wieder die Betriebe vermehrt Kg. zurück. Die Kleernte war nur 1893, 1900 unb erweitert. Zunächst ist in den letzten Mona- 1 ..... .....

ten eine erhebliche Vermehrung der Koksöfen eingetreteii, in der Eisenindustrie ist vielfach eine Erweiterung der Anlagen geplant, und im Koh­lenbergbau sollen gegen fünfzig neue Schächte eingerichtet werden. Daneben besteht noch eine regsame Kleinindustrie in der Stahl- und Eisen­bearbeitung, die Pom Kohlcnarbeiterstteikc sehr in Mitleidenschaft gezogen worden ist, weil die ,n . Inhaber dieser Kleinbetriebe meist nur einen I m Kohlenvorrat von wenigen Tagen haben. Ferner hat sich neben den Bezirken der rheinisch >estfäli- I öafer schen. Kohlenindustrie eine starke Tertilindustrie Kartoffeln entwickelt, die gleichfalls für unser Wirtfchafts- I Klee» und Luzerncnheu leben von wesentlicher Bedeutung ist. Gerade Wiefenheu aber weil der Kohlenbergbau im Rubrrevier von I größter Bedeutung ist, muß ernstlich versucht Weizen

werden, gute und dauernde Verhältnisse zwischen Zechenverwaltungen und Bergarbeitern Herzu- £,Hre

Üellen. Dann wird auch das RuHrrevi nach I Kartoffeln Beendigung des AuSstandes von neuem eine Klee- und Luzernenheu rege Vorwärtsentwickelung nehmen. Hoffentlich | Wiefe-cheu toird die Abänderung des preußischen Bergge­setzes von segensreichen Folgen begleitet sein.

1904

1903

2446464

2156703

7587 442

7313665

1641835

1823557

4r>18371

5172 140

2465'447

28763758

480 4756

6776684

9374696

13147 37

W02

1901

2424579

1321420

7103441

581319'

1 664 196

1931981

4 902672

47465'6

2965-2288

43997923

6433718

3941061

15696695

10430493

Weizeuernte

die vor-