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Law. Der Einzelne darf und muß nun in der Verfolgung seiner eigenen Jntereffen nur dann gehindert werden, wenn dar zur Aufrecht» erhaltung der Grundrechte anderer notwendig ist. Der Abschlich und die Auflösung von Verträgen ist also frei, soweit dadurch keine gesetzwidrigen Zwecke verfolgt werden. Ferner können an und für sich mehrere sich vereinigen, um gemeinsam das zu tun, was als Handlung der Einzelnen nicht strafbar sein würde. Damit ist die gesetzliche Grundlage der Unternehmer- wie Arbeiterverbände gegeben und ihnen daS Recht zur Verhängung von Ausständen und Aussperrungen verliehen. Ferner ist eS ein Grundsatz des amerikanischen Rechtes, daß niemand gezwungen werden kann, für jemand anders zu arbeiten oder in seinem Dienste zu verbleiben.
Nach dem Common Law ist aber strafbar, wenn Individuen oder Verbände andere Personen an Leben oder Freiheit bedrohen oder daran hindern, ihre eigenen, berechtigten Jnter- eflen nach eigenem Gutdünken zu verfolgen. Es ist also strafbar, andere bösartig zu schädigen und die freie Konkurrenz auf offenem Markte zu beschränken. Haben mehrere eine solche gesetzwidrige Handlung begangen, so werden sie wegen Conspirach bestraft. Als Verbrecher wird also verfolgt, wer durch Bedrohung, Einschüchterung oder Mißhandlung andere, z. B. sogenannte Streikbrecher in der Freiheit des Abschluffes von Arbeitsverträgen hindert. Strafbar ist natürlich gleichfalls die absichtliche Zerstörung des Eigentums anderer, sowie Handlungen, die ihnen die freie Benutzung dieses Eigentums unmöglich machen. Eine Conspirach liegt also vor, wenn ein Verband, z. B. eine Gewerkschaft beim Ausstande offiziell die Zerstörung von Fabrikgebäuden, Maschinen und anderen Betriebsmitteln anordnet, oder etwa die freie Bewegung von Straßen- und Eisenbahnwagen oder von Kutschen und Karren unmöglich macht.
Nun hat zwar der einzelne Arbeiter ein
lRc-Sdruck verboten.)
Zigeuuerliebe".
Von O. Otster.
' stetzung.)
„Bist ein braves Mädchen, Marianne," entgegnete listig schmeichelnd der Gastwirt. Wie sie vor ihm stand, so schwach und elend, so bleich und hohläugig, so bekümmert und geknickt in der Blüte ihrer Jugendschönheit durch das entbehrungsreiche Leben der lebten Zeit, durch die Anstrengungen und Gemütsaufregungen aller Art, da durchblitzte ein teuflischer Gedanke die Seele des verbrecherischen Mannes. Das Mädchen stand kaum einen Schritt von dem finster gähnenden Abgrund entfernt ... ein Stoß und sie stürzte hinab, ihr Mund inar auf ewig geschlossen. Vor dem nächsten Frühjahr fand man ihre zerschmetterte Leiche nicht, und dann würde man sie kaum wiedererkennen, dafür sorgten schon die Wölfe und Füchse des Waldes. . . Schon holte er aus zu dem Schlage, dock noch einmal bebte er zurück vor dem entsetzlichen Verbrechen. Noch einmal wollte er versuchen, das Mädchen zu überreden, nach Frankreich zu entfliehen.
„Marianne," sagte er mit heiserer Stimme, „Du sollst Dich nicht schlecht stehen, wenn Du nach Frankrrtch gehst. Ich gebe Dir Anweisung auf einen Geschäftsfreund in Nancy mit, 500 Francs sollst Du haben, wenn Du fortgehst, und 500 Francs erhältst Du auf meine Anweisung bei meinem Geschäftsfreunde in Nancy. Nun, ich denke doch, daß es ein sehr annehmbares Anerbieten ist." _
„Ich danke Euch, Monsieur Bourgeois," er« forderte Marianne und sah ihn mit ihren großen schwarzen Arrgen bittend an, „aber ich kann nicht!"
„Weshalb nicht?" "7
* „Der Fritz."
„Ah bah! Der Unteroffizier! Wenn Du über die Grenze bist, geh ich sofort zu dem Offizier, der ber mir im Quartier liegt, und führe ihn zum Turm, dann finden sie den Unteroffizier, und er tu Gerettet."
r*7 -,Jch bin gleichfalls aufs höchste erstaunt, Dich hier zu treffen, Marianne," entgegnete der Gastwirt, der zu seinem größten Erstaunen die En- tdm des Zigeuners erkannte, mit ber sich seine Gedanken unablässig beschäftigt hatten. „Wie kommst Du hierher? Du wirst verfolgt?"
. ,.Ja. Monsieur Bourgeois! Ein Soldat hat mich verfolgt, er spürte mich am Turme von Fenetrange auf, ich entfloh, er sollte unfern Schlupfwinkel nicht entdecken. Gott sei Dank. .Er hat meine Spur verloren!"
, "Der Soldat hat Dich aus dem Turm kommen zehen?"
„Ich glaube nicht. Ich war auf dkm Weg sum Turm. Aber er hat mich mit dem Großvater zusammen gesehen."
Wo?"
„An der Grenzeiche, wo wir Abschied nahmen." ' ’
„Tein Großvater ist bereits über die Grenze?"
„Ja."
„Mariamte, Drt erinnerst Dich, waS wir gestern abend verabredet haben: lvtrst Du auch dm Mund halten können?"
„Ja, Monsieur Bourgeois."
»Man darf das Versteck im Turm nicht eher entdecken, als bis wir die geschmuggelten Waren, die Bucher usw. fortgebracht haben, heute tracht noch^soll es geschehen."
,. "Er". Herr, aber wir müssen sehr vorsichtig ^ch habe mir auch gedacht, daß wir die «achm erst fortbringen müssen, deshalb habe ich w?ch heut auch nicht fangen lassen." --
Zur Arbeiterfrage in Amerika wird uns geschrieben:
In Deutschland hat sich in der zweiten Hülste des 19. Jahrhunderts eine Partei gebildet, die den nationalen und wirtschaftlichen Neberlieferungen des Landes mit bewußter Feindseligkeit gegenübersteht und sich anmaßt, die einzig wahre Vertreterin der Arbeiterintereffen M fein. Ihre Absicht ist, zunächst die politische Macht im Staate zu erringen und sie dann A»r Verwirklichung ihrer sozialistischen Wahn- rbeen, die natürlich niemals ausführbar find uud der Natur der Menschen direkt zuwioer- kaufen, zu benutzen. In den Vereinigten Staaten tb» Amerika würde man vergeblich nach einer politischen Arbeiterbewegung von ähnlichem Charakter und Umfang suchen Zwar giebt eS eine Socialist Labour Party of the United States of America, welche marxistische Prinzipien wit zielbewußtem und unentwegtem Doktrinaris- »uS in der Wüste predigt. Sie hatte auch bei der Präsidentenwahl im Jahre 1900 einen eigenen Kandidaten ausgestellt, der ganze 39 739 t»n den 14000000 abgegebenen Stimmen erhielt. Außerdem wurden 87 814 Stimmen für den Kandidaten der Social Democratic Party vs America abgegeben. Diese Partei, welche pch jetzt die Socialist Party of America nennt, vertritt gemäßigtere Anschauungen. Sie besteht namentlich aus früheren Mitgliedern der Sve-ältst Labour Party, die wegen Mangels politischer Nechtgläubigkeit und UeberzeugungS- treue „rauSgeflogen" sind. Keine der beiden amerikanischen Parteien hat bisher irgendwie nennenswerte Erfolge zu verzeichnen gehabt. Denn die ganze amerikanische Nation hat in ihrem gesunden Sinne nun einmal kein großes Vertrauen zu der theoretischen Lösung praktischer Probleme und außerdem eine tiefe und meausrottbare Abneigung gegen alle Zentralisation, eine Abneigung, die von vornherein schon der Entstehung eines scharf ausgeprägten KiaffenbewußtseinS im Wege ist. . -
Trnfaho», w •« . I Recht, zu arbeiten oder ntcht zu arbeiten, ganz
Sark,. m, “'v’ Amerika eme I too und wann er will. Der Fabrikant hat
°ber memals dte ein Recht, einzustellen und zu entlasten, wen
^r deutsch » Loztaldemokratte et will. Das Publikum hat ein Recht, zu
Mn1TÄJ ä /b'e ^betterbewegung kaufen, wo es will. Auch können Arbeitgeber
t Ä Eger alle ihre Arbeiter aussperren und Arbeiterver-
bflitptn' PtnP^ «i.fcprft -Preußischen Jahr- I bände können streiken, soviel eS ihnen Ser« ÄLhT ? Auflatz ver- ^ügen macht, solange sie daS in Verfolgung
hfhinnen'i"tfM»r sehr>cksenswerte AuS- I ihrer eigenen vermeintlichen Jntereffen tun.
Raffungen über bte Streike m Amerika enthält. m„ders aber ist es, wenn sie damit nur die
den Grundprinzipien des amerikanischen I Schädigung Dritter bezwecken oder die Freiheit Wentlichen Lebens hat jeder Mensch „ein un- I de8 Arbeits- und Kauskontrakts beseitigen wollen. veraußerlicheS Recht auf Leben, Freiheit und Mit anderen Worten, es ist strafbar, wenn ov r . m bc!un9, der eigenen Glückseligkeit." I Unternehmer durch die Fahrung sogenannter Dieses Grundrecht ist »n der Unabhängigkeits- I schwarzen Listen es irgend welchen Arbeitern, errlärung angeführt, es ist durch die Verfaffung I meist Streikführern oder Gewerkschaftlern im garantiert und es ist die Grundlage des Common I allgemeinen, unmöglich machen wollen, Arbeit
zu finden. Dasselbe gilt aber auch, wenn Arbeiter fich vereinigen, um Streikbrecher zu boykottieren oder brotlos zu machen, oder wenn sie ihrerseits „schwarze Listen" von Arbeitgebern führen und sie daran hindern, Arbeiter zu finden oder ihre Waren an da? Publikum abzusetzen. Auch dieses Prinzip des Conmon Law ist in 15 Staaten der Union durch besondere Gesetze gegen das System der „Schwarzen Listen" und den Boykott betont. Diese Gesetze betrafen so unter dem Namen black-listing und Boykott Handlungen von Verbänden, welche als Handlungen einzelner durchaus harmlos sein würden. Dasselbe tritt ein, wenn die Einschüchterung von Streikbrechern geahndet wird. Ein einzelner kann fich vor eine Fabrik stellen, feine Faust dagegen ballen und seine Mißbilligung gegen alle die aussprechen, die in ihr arbeiten, ohne daß letztere dadurch ein» geschüchtert werden. Die Sache hört aber auf, blos komisch zu sein, wenn statt eines Menschen hunderte oder tausende dasselbe tun, ihre Fäuste gegen die Arbeitswilligen schütteln und auf der Straße lärmen.
Szenen dieser Art sowie die Zerstörung von Eigentum, Behinderung des vom Ausstande betroffenen Betriebes und anderes mehr ist nun bei größeren amerikanischen Streiks die Regel. Als Derteidigungsmittel steht da dem amerikanischen Arbeitgeber die berühmte Einrichtung der „Jnfunktion" zur Seite. Die Jnfunktion dient nicht dazu, die Ausführung von Handlungen zu vereiteln, welche gegen das Strafrecht verstoßen. Sie ist vielmehr ledialich zum Schuhe des Eigentums bestimmt. Eine Jn- junktion ist zuläsfig, wenn durch eine beabsichtigte Handlung jemandem ein an fich unersetzlicher Schaden -zugefügt würde oder wenn der zivil- rechtliche Anspruch deS Geschädigten auf Schaden ersatz illusorisch wird, daß zu seiner Erwirkung eine große Anzahl kostspieliger und umständlicher Prozesse nötig würde. Die Jnfunktion tritt also nur dann ein, wenn die regelmäßigen zivilrechtlichen Mittel zur Erlangung von Schadenersatz von vornherein wirkungslos sind. Fürchtet nun jemand, dieser Art dauernden und de facto unersetzlichen Schaden zu leiden, so kann er die Angelegenheit einem regelmäßigen Gerichtshöfe vorleaen. In diesem Court of Equity entscheidet der Richter, ob die Befürchtung gerechtfertigt ist. Kommt er zu diesem Schluffe, so erläßt er eine Jnfunktion. Durch sie wird namentlich aufgeführten Personen oder näher beschriebenen Gruppen von Personen verboten, gewisse genau bezeichnete Handlungen vorzunehmen. Die von der Jnfunktion betroffenen können dann den Nachweis führen, daß die ihnen verbotenen Handlungen keine Schädigung der berechtigten Jntereffen des Klägers bezwecken. Gelingt ihnen daS, so wird sie aufgehoben. Gelingt ihnen das nicht, so wird
„Es wäre wohl ein Vorschlag."
„Na also, nimmst Du an?"
Eine Weile kämpfte Marianne mit ":d>. Sie sagte sich, daß der Vorschlag so übel nicht sei, daß er sogar für den Unteroffizier und für sie man- chen Vortest böte, auch fcheute sie sich aus einem instinktiven Gefühl der Furcht, das ihrem Stamme von je eigen war, mit den Behörden in Berührung zu kommen, wer wußte, was alles daraits entstehen könnte.
Schon war sie nahe daran, in die dargebotene .Hand des Wirtes einzuschlagen, doch plötzlich dachte sie daran, daß sie dann niemals wieder zurückkehren dürfe, daß ihre Verbindung mit Fritz Berger auf immer gelöst sei, daß sie ihn niemals wieder sehen werde. Die Tränen schossen ihr in die Augen, sie preßte die Hand aufs Herz und rief leidenschaftlich: „Ich kanns nicht! Ich kann den Fritz nicht verlassen! Und wenn Ihr mir zehntausend Francs gebt, ist kanns nicht."
Eine unsägliche Wut erfaßte bei diesen Worten den dicht vor der Dirne stehenden Mann. Die Zornesadern an seinen Schläfen schwollen an, seine Hände zuckten krarnphaft, und ehe er selbst recht wußte, was er tat, versetzte er dem Mädchen einen heftigen Schlag. „Du dumme Dirn," rief er wütend, „Du weißt nicht, was Du tust!"
Marianne taumelte zurück. „Monsieur Bourgeois, Monsieur Bourgeois!" schrie sie auf; da trat ihr Fuß auf einen lockeren Stein, der fich loslöfte und Polternd in den Abgrund fiel. Das Mädchen schwantte, griff mit den Händen vergebens nach einem Halt und stürzte mit einem entsetzlichen gellenden Schrei in die Tiefe.
Bebend beugte sich Bourgeois über den Abgrund. Mit verhaltenem Atem lauschte er. Totenstille herrschte, nur das gedämpfte Gurgeln des Baches drang zu dem Lauschende herauf. Mst Zahlen Wangen richtete sich her Verbrecher ■
sie dauernd. Wer den Befehlen einer solche* Jnfunktion nicht nachkommt, wird von dem fb erlassenden Richter wegen Contempt of Court empfindlich bestraft.
JnjunktionS dieser Art haben in den Lohn- kämpfen der letzten Jahre eine sehr große Roll« gefvielt. Ihr Wortlaut und ihr Inhalt ist stets ähnlich. Ihr Erfolg ist meist ein schneller und gründlicher. Wie mit einem Zauberschlag« verschwinden die lärmenden VolkSmaffen von den Straßen. Die Polizei fühlt plötzlich bett Ernst der Situation; und da fie weiß, daß jetzt nicht mehr die meisten Arrestanten straffrei ausgehen, so wird fie energisch und tut ihre Pflicht. Das Postenstehen und die .lieber« tebunn* der Streikbrecher hört auf. lind da» mit kommt ber ganze Streik gewöhnlich zu schnellem Enbe. So schützt bte freie Republik den Vereinigten Staaten von Amerika ihr« Bürger gegen unberechtigten Terrorismus k R
Die Unruhen in Rutzland.
Eine Bekanntmachung an die Arbeiter wurde auf Befehl dos Kaisers durch den Finanzminister und den Generalgouverneur veröffentlicht, die folgendermaßen lautet: Der ruhige Verlauf des öffentlichen Lebens Petersburgs wurde in den letzten Tagen durch die Einstellung de« Arbeit in den Fabriken und Werkstätten gestört Indern die Arbeiter zu ihrem offenbaren eigene» Schaden und zu dem der Arbeitgeber die Arbeit niederlegten, stellten sie zugleich eine Reihe von Forderungen auf, welche gemeinsame Beziehungen zwischen ihnen und den Fabrikanten betreffen. Die so entstandene Bewegung nutzten schlechtgennnte Personen aus, welche die Arbeiter als ihr Werkzeug benutzten, und verleiteten bte Arbeiterbevölkerung durch betrügerische und unmögliche Versprechungen auf einen Jrrpfad. Dis Folgen dieser verbrecherischen Agitation mären zahlreiche Störungen der Ordnung in der Haupt« stadt und die in solchen Fällen unvermeidlichs Einmischung der bewaffneten Macht. Diese Er« scheinuvgen sind tief traurig und rufen Unruhs hervor. Schlechtgesinnte Personen schreckten nicht vor den Schwierigkeiten zurück, welche das Vaterland in der schweren Kriegszeit -durchlebt. In ihren Händen erwies sich das Arbeitervolk bet Petersburger Fabriken und Werkstätten als ein rtindes Werkzeug, welches sich keine klare Rechenschaft darüber gab. daß im Namen der Arbeiter Forderungen gestellt wurden, welche nichts Gemeinsames mit ihren Bedürfnissen haben. Indem die Arbeiter diese Forderungen äußerten und ihr« üblichen Beschäftigungen einstellten, vergaßen die Arbeiter der Petersburg Fabriken und Werkstätten auch, daß sich die Regierung stets ihren Bedürfnissen gegenüber vorsorglich verhielt, wie sie sich auch gegenwärtig verhält und bereit ist, ihre berechtigten Wünsche aufmerffa n zu hören und dieselben, soweit möglich, zu erfüllen. Aber zu einer solchen Tätigkeit braucht die Regierung
mühsam empor. Seine Knie schlotterten, et bebte an allen Gliedern, wie wenn ihn Fieberschauer schüttelten. „Du hast es nicht anders gewollt, ich könnt nichts dafür, ich meint es gut mit Dir, aber es kam über mich, ich weiß nicht tote, es war stärker als ich, Du hast es nicht anders gewollt."
Er sagte davon, tote von Furien gehetzt. Am Ettde des Gebirgspfades, dort, too sich derselbe mit einem breiteren Waldwege bereinigte, traf er auf einen alten Mann, der einen Karren langsam den Berg hinauf vor sich herschob. Monsieur Bourgeois wollte sich beiseite schleichen, nm den Mann vorüber zu lassen; es war ihm unangenehm hier in dem Walde gesehen zu werden, doch der Alte batte den Gastwirt schon erblickt und rief: „Gitten Tag, Monsieur Bourgeois! Ei der Henker, wie kommt Ihr denn hierher auf den Teufelssteig?"
Der Wirt erkannte in dem Alten einen Köhler, der oben im Gebirge wohnte und zuweilen nach Finstingen kam, um seine Holz*, kohlen zu verkaufen.
„Ihr seids, Christoph? Wo kommt denn ^h< her, und too wollt Ihr bin?"
„Ich komme von Finsfingen," entgegnete der Alte. „Hab' Eurer Wirtin 'nen Korb Vock Kohlen verkauft, will wieder heim zu meiner Hütte."
„Und da geht Ihr über den gefährliche». Teufelssteig mit Eurer Karre?"
„O, ich kenn beit Steig gut, Herr. Ich fenn? jeden Stein und jeden Busch. Aber mich ton» derts, daß Ihr daher kommt."
„Ich hab keine Zeit mehr. Adieu."
„Gehabt Euch wohl, Herr," erwiderte deck Alte und setzte mit bedächtigen Schritten feine» Weg fort.
'(Fortsetzung folgt).