Einzelbild herunterladen
 

mit dem

und Kirchhain.

Vierteljährlicher Bezugspreis, bet der Expchition 2 DU., btt allen Postämtem 2,25 Mk. <egcu Bestellgeld).

JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder ocren Raum 10 Pfg. Rcclamen: die Zeile 25 Pfg.

Erscheint wöchentlich sieben »al.

Dmck und Verlag' Jo h. Aug. Koch, UnweyitätS-Buchdmckerei 40 Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Marburg

Tomierstag. 26. Januar 1905.

Zweites Blatt.

Einkaufsgenossenschaften im Kleinhandel.

Luch bei Detaillisten, die die Selbsthilfe ebenso zu schätzen wissen, wie die Gesetzgebung »m Schutze des Mittelstandes, findet man noch HÄrfig ein unbegründetes Vorurteil gegen dcir »enossenschaftlichen Zusammenschluß der Bemfe- Mnofsen. Selbst in der Koloniakwarenbranche .sieben nicht selten Detaillisten, die sonst für die neuzeitigen Bedürfnisse des Kleinhandels Wohl rin Auge und für opferwillige Vereiusarbeit Herz und Sinn haben, der Genossenschaft als einer ziemlich wertlosen, wenn nicht gar schäd­lichen Einrichtung gleichgiltig oder bar ablehnend «gegenüber. Doch ist es gerade die Kolonial- warenbranche, welche eine verhältnismäßig recht «rohe, Zahl von genossenschaftlichen Vereinigun­gen, insbesondere Einkaufsgenossenschaften, auf- zutveisen hat. Mehr wie bei allen anderen Branchen hat hier die Genossenschaftsidee An- °kk»ng gefunden und zur Gründung von erfolg- rerchen Genossenschaften geführt. So wurden allein nach den Berichten der LeipzigerKolonial­waren-Zeitung" im ersten und zweiten Quartal 1804 Einkaufsgenossenschaften von Kolonial- Ivarenhändlern gegründet bezw. in Aussicht ge­nommen m: Bielefeld, Rüttenscheid, Elberfeld, Düsseldorf, Essen, Barmen, Gleiwib, Chemnitz, Munster, Sebnitz, Oschatz, Stettin, Rendsburg, Einbeck, Hamburg-Altona (Fettwaren- und Deli­katessenhändler), Eisenach (Einkaufsgenossenschaft ..Nord und Süd" für Lurnswareu, Vorzellan, Steingut, Glas, Beleuchtungsartikel, Naus- und Küchengeräte), Wurzen. Daß die Einkaufsge- uosseuschasten aber auch erfolgreich zum Nullen der Letaillisteu zu wirken vermögen, zeigen ihre Jahresberichte. So hat, um nur einige Beispiele heranszugreifen, der Kolonialwarenhändler zu Hannover in seinem dritten Geschäftsjahre 1903 mit einem Kapital von 17 268 Mark einen Um­satz von rund 700 000 Mark erzielt; das Ge­schäftskapital ist demnach 40 mal umgesetzt. Die Genossenschaft gibt die Artftel zu reinen Ein- Wndspreisen an die Mitglieder ab. während der Diskontgewinn zur Deckung der Unkosten dient. Der Barzahlungs-Diskont erreichte eine .<?Sobe don 7000 Mark, womit die 5000 Mark betragen­den Unkosten gedeckt werden konnten. Die Mit- ßliederzabl betrug am Anfang des Geschäfts- sahres 39, am Ende 49. Ein ebenso günstiges Ergebnis hatte der Einkaufsverein der Kolonial- toaren-Händler Bremen. Im Geschäftsjahr 1903 »at er sein Kapital nicht weniger als 48 mal tmgesetzt. , Bedenkt man, daß ein Detailgeschäft trvhk nur in seltenen Fällen sein Betriebskapital jn einem Jahre mehr als 10 mal umzusetzen ver- strag, so ist das eine sehr respektable Leistung. Ein gleich erfreuliches Restiltat bat der Einkaufs- zicrein der Kolonialwaren-Händler in Oldenburg pufzuweisen. Bei einer Mitgliederzahl von 73 erreichte der Verein im Geschäftsjahr 1903 einen Gesamt-Waren-Umjatz von 630 000 Mark, sodaß da? Betriebskapital 4t mal umzesetzt wurde.

OberstleuLyant Emmerich.

Von 8. Müller.

Da man mit dem Gedanken umgeht, an dem Lause, in welchem Emmerich wohnte, eine Ge- Lcnktaf^ anbringen zu lassen, wird es Wohl nicht unangenehm fein, einiges über das Leben dieses Mannes zu hären.

Als der Sohn eines hauauifchen Försters zu Kiliansstätten geboren, hatte sich Emmerich dem ^Vaidmannsleben gewidmet, seine Ausbildung erhielt er von dem Djenburger Forstmeister Hun- «dertmark zu Wächtersbach. 'Im Jahre 1756 -führte der Graf C. L. von Nienburg, welcher Kommandeur eines hessischeu Truppenkorps war, idieies nach England. Isenburg nahm den An­dreas Emmerich, welcher damals 19 Jahre zählte, mit, und brachte ihn in die Dienste des Herzogs don Cumberland. Hier wurden seine kriegeri­schen Talente geweckt und manches Wagestück 'wurde von ihm ausgeführt. Der Wachtmeister der Biickbburger Dragoner z. B. wünschte eine französische Patrouille aufzuheben. Emmerich er- Dirkte des Herzogs Genehmigung und führte die- ,sen Auftrag, welcher Erfolg hatte, aus. Jetzt trat er tn das neu errichtete Jäaerkorps des Zwftn von Schulenburg als Freiwilliger ein. Das Gluck, das tue meisten seiner Unternehmun­gen begümftgte, machte seinen Namen bekannt, er wurde Parteigänger. Er trat wieder in die Dwnste des hessischen Generalleutnant Prinzen von Dsenburg, wo er sich durch seine Verwegen- -e» besonders auszeichnete. M-mburg tvurde sein -Wohltäter und Freund. Nach dessen Tod am id. Aprft 1759 nahm ihn Herzog Ferdinand von xmaunfchwerg alt Leutnant an, welchem ep in

Die Haupt-Einkaufsartikel waren Zucker(150 000 Mark), Margarine (100 000 Mk.), Salz (91 000 Mark), Petroleum (36 000 Mark), Südfrüchte (30 000 Mark), Seifenpulver (25 000 Mark), Seif- (22 000 Mark), Reis (16 500 Mark) usw. Daß aber auch Einkaufsgenossenschaften kleineren Umfangs wohl zu prosperieren vermögen, geht hervor aus dem Berichte einer jungen Genossen­schaft die bloß 12 Mitglieder zählt und nut einem eingezahlten Kapital von nur 600 Mark arbeitet. Die klein- Genossenschaft hat im ersten halben Jahre allein 41 032 Mark umgesetzt. Außer den durch den billigen Einkauf gewonne­nen Ersparuisseit hat die Genossenschaft noch einen kleinen Extragewinn von m. 200 Mark an Diskont erzielt. Bei dieser Genossenschaft dürfte die Wahl der gemeinsam gekauften Artikel besonders interessieren. Wir wollen rur die hauptsächlichsten an führen: Kaffee (2569' Mark), Fleischextrakt (291 Mark), Kandis (144 Mark), Gries (120 Mark), Mandeln (317 Mark) Kar­toffeln (332 Mark), Kartoffelmehl (227 Mark), Heringe (146 Mark), Makkaroni (115 Mark), Hafermehl (114 Mark), Nelken (121 Marl), Reis (2676 Mark), Reisstärke (144 Mark), Soda (620 Mark) Seife (1130 Mark), Zucker (31886 Mark) usw. _ In Sftiegau besteht ein kleiner Einkaufsverein von Kolouiastvaren-Häudlern mit 12 Mitgliedern. Mit einem Betriebskapftal von .500 Mark haben sie Artikel im Betrage von 7000 Mark gemeinsam bezogen. Nach dem Berichte hält der Verein verschiedene Artikel auf Lager, um größere Bezüge zu ermöglichen und billiger im Einkauf und in der Fracht kalkulieren zu können. Dadurch haben die Mitglieder den Vor­teil, von diesen Artikeln keine großen zins,zehren­den Läger zu benötigen. Sie können leichter Per Kassa kaufen und genieße» dann im kleinen Be­züge der Vorteile des Groß-Einkaufs. Da das Lager ehrenamtlich verwaltet wird (nur der Ge­schäftsführer erhält eine kleine Entschädigung), haben die Mitglieder sehr geringe Kosten. Der Verein arbeitet mit einem Preisaufschlage von V Prozent und deckt von dem Ertrage alle Un­kosten und die Zinsen des Einlage-Kapitals. Die Erfolge einer Einkaufs-Genossenschaft sind in der Hauptsache bedingt durch einen festen Zusammen­halt der Mitglieder und eine tüchtige Leitung. Der Bremer Einkaufs-Verein hebt in seinem Geschäftsberichte für das Jahr 1903 ausdrücklich hervor, daß da? herzliche Verhältnis, welckW sich zwischen den Mitgliedern heraus gebildet, wesent­lich zum Gedeihen des Vereins beigetragen ha­ben. Unentbehrlich sei aber auch eine tüchtige Geschäftskrast zur Leitung eines Einkaul"-Ver­eins. Lasse der Leiter eines Einkaufs-Vereins es an der richtigen Umsicht, überhaupt nn den Eigenschafteil eines guten Einkäufers fehlen, so könne die Genossenschaft unmöglich erfolgreich wirken. Wer aber Waren- und Marktkenntnis mit dem richtigen Ueberblick verbinde, könne als Leiter eines Einkaufs-Vereins den Mitgliedern große Vorteile zuwenden..

Di" Einkaufs-Genosseilschaftcn sind darum ge­rade in, der Kolonialwaren-Branche wohl geeig­net, die Lage der Detaillisten zu vei^ssern. Dauernde Erfolge haben allerdings zur Voraus­setzung, daß in der Genossenschaft rechter genos­senschaftlicher Giei;t gepaart ist mit geschäftlicher Tüchtigkeit in der Verwaltung.

selbständiger Weise als Parteigänger gute Dienste leistete. Eine schwierige Aufgabe, welche wmme- rich ausstihrte, möge hier hier Plav finden. Der Herzog Ferdinand batte Nachricht erhalten, daß man im französischen Hauptguartier einen Kurier aus Versailles erwarte, es lag ihm viel daran, in den Besitz der Depeschen zu kommen. Er sprach, daher mit seinem Neffeit, dem Erbprinzen, und dieser enwfahl ihm den inzwischen zum Ritt­meister beförderten Emmerich. Dieser war so­fort bereit und verlangte 20 Reiter, welche er sich aus feiner Eskadron aussuchte. Emmerich brach mit diesen auf, nachdem vorher jeder einen weißen Mantel, wie sie die österreichische Ka­vallerie trug, erhalteil hafte. Da die Auffaugung des Kuriers nur jenseits des Mains möglich war, so mußte Emmerich durch dos französische Geer reifen und dieses konnte nur Nachts ge- schehen. Am Tage mußte er sich verborgen hal­ten, wobei ihm seine Ortskenntnis gut zu statten kam. In der zweiten Nacht begegneten ihm auf der Frankfurter Heerstraße ein französisches Re­giment. Schon von weitem hörte er den Huf­schlag der Reiter, einQui vive" tönte ihm ent­gegen ;, ruf)ig antwortete erFrancais". Auf die weitere Frage:Qiiel Regiment?" nannte er ein Regiment, das in der dortigen Gegend lag.Passez Camerades!" schallte die Ant- wort und er ritt mitten durch die feindliche Schaar.

In der vierten Nacht langte Emmerich tvohl- behalten einige Stunden vor Frankfurt au, bei einer Fähre, welche etwa dreißig Pferde über den Main zu befördern im Stande war. Ten Fährmann, welcher sie übersetzen mußte, behielten sie, damit er sie nicht verraten würde, bei sich. Ten nächsten Tag machteil sie Rast, während^

Hesseu-Naffan imb Nachbaraebiete.

Gladenbach, 24. Jan. Vom gestrigen Mon­tag ab wird der Personenzug 1383 Dillenburg HerbornGladenbach versuchsweise 53 Minuten später befördert, um in Dillenburg den Anschluß an den gemischten Zug 1179 Nikolausstollen Dillenburg aufzmiehmen. Es soll dies vor­nehmlich deshalb geschehen, um den Arbeitern, welche in den Ortschaften wohnen, die an dieser Strecke liegen, die Heimfahrt bequemer zu ge­stalten. Der Zugverkehr würde folgender fein: Dillenburg an 10.39 nachmittags, ab 10 41 nachm., Herborn an 10.51, ab 10.56, Burg an 11.00, ab 11.01, Herbornftelbach an 11.05, ab 11.06, Ballersbach an 11.11, ab 11.12, Bicken an 11.16, ab 11.17, Offenbach an 11.21, ab 11,22, Bischoffen an 11.27, ab 11.28, Uebern­thal an 11.34, ab 11.35, Eisemroth an 11.41, ab 11.42, Oberndorf an 11.46, ab 11.47, Hartenrod an 11.54, ab 11.55,Endbach an 11.59, ab 12.00, Wommelshausen an 12.04, ab 12.05 vorm., Weiden hausen an 12.11, ab 12.12 norm., Erdhausen an 12.15, ab 12.16 Dorrn., Gladen­bach an 12.19 vorm.

Marborn, 22. Jan. Gestern nachmittag Vg5 Uhr erscholl in unserem sonst so ruhigen Dörfchen der Ruf: Feuer! AuS der Wohnstube des Fabrikarbeiters Mundschenk drang Rauch hervor. Einige Männer drangen in die Stube und fanden neben dem brennenden Bette das gräßlich verbrannte 4 jährige Mädchen de? Mundschenk. Ein jähriges Kind wurde be­wustlos unter dem Sopha hervorgezogen, er­holte sich aber nach vorgenommenen Wieder­belebungsversuchen. Dem Anscheine nach hat das Kind während der nur kurzen Abwesenheit seiner Eltern mit Feuerzeug gespielt und sind so seine Kleidchen und das Bett in Brand ge­raten. Ein warnendes Beispiel für die Eltern, kleine Kinder nicht allein zu lassen und das Feuerzeug gut zu verwahren. '(Fuld. Ztg.")

Bernch'chtes.

.Klage wegen der Ha hzeitsimbr. Die städti­schen Kollegien Wanosbeks hatten wie andere Städte eine Summe als Beitrag zum HockzeitS- gescheuk für den Kronprinzen Wilhelm bewilligt. Jetzt hat, wie man demBerl. Tgbl." aus Hamburg schreibt, ein Einwohner dagegen Klap antrag gestellt. Er bestreitet den städtischen Kollegten das Recht, für diesen Zweck Gelder zu bewilligen, und will sie zum Ersatz der Summe verurteilt wissen.

Hoch klingt das Lied Vs» brave« Mann. Del einem Brande rettete in Rostock der Matrose RuodowSki unter eigener Lebensgefahr eine 60jährige Frau. Die Frau, eine große Katzenfreundin, hatte sich beim Brande des Vorderhauses mit ihren Katzen eingeschlossen. Im Borderhauie versperrten schon brennende Balken den Weg nach dem Hinterbause, als man an die alte Frau dachte. Niemand wollte sein Leben einsetzen, da drang, der Gefahr nicht achtend, der Matrose durch die brennenden

dessen zwei der Gegend kundige Leute die Rich- tung auf der Straße nach Straßburg, woher der Kourier kommen mußte, ausspionierten. Ohne daß sich etwas zeigte, waren wieder zwei Tage tierttrieben, als man am dritten Tage erfuhr, daß für einen Kurier Pferde bereit gehalten würden. Emmerich allein ritt bis zum Ausgang des Waldes, während sich seine Begleiter ver­borgen hielten. Ein Maultier mit einem Manne kam die Straße gezogen, ivelches an jeder Seite eine Kiste trug, diese wurde untersucht, es waren Käse darinnen. Da sprengten zwei Reiter daher, Emmerich gab den Seinen ein Zeichen und es gelang ihnen, dieselben einzuholen. Es inaren die Kuriere, welche man nun in den Wald schaffte. Bei jedem fand man ein Felleisen mit Briefschaften, welche Emmerich an sich nahm und in, seinen Mantelsack packte. Emmerich gab fein eit Leuten Befehl, die Ge- . fangenen festzuhalten, er selber setzte eine Reisekaputze auf, zog den grünen Rock von dem Kurier an und ließ feine Uniform zurück. Ober­halb Frankfurt setzte er über den Main und wie es dunkel war, befand er sich auf heimischem Bo­den in der Grafschaft Hanau. Die Nacht ver­brachte, er bei einem befreundeten Förster, wel­cher seine Verwunderung ausdrückte, Emmerich zu sehen, da alles rings von Feinden umgeben war. Der Förster gab Emmerich andere Kleider und einen sicheren Boten, welchem das Felleisen anvertraut wurde, mit, und so ritten beide auf das Hauptquartier des Herzogs Ferdinand zu. Gegen Morgen erreichten beide ein einzeln lie­gendes Wirtshaus. Emmerich stieg ab, gab dem Boten sein Pferd und erkundigte sich in dem Haus nach der Stellung der Feinde, er erfuhr, daß phne.ikLterlaß Husaren die Gegend durch.

Trümmer. Die vor Angst fast wahnsinnige Frau hatte sich aber mit ihren Katzen einge­schloffen und wollte dem Retter nicht öffnen. Der Mann mußte in rasender Hast die Tür einschlagen, nahm dann die sich noch heftix sträubende Frau, die sich von ihren Katzen nicht trennen wollte, auf den Arm und brachte sie glücklich auf die Straße, wo er mit Hurra empfangen wurde. Dem Lebensretter find da- bei die Kleider buchstäblich vom Körber ge­brannt, auch hat er im Gesicht und an den Händen kleine Brandwunden erlitten.

Vom Büchermarkt.

** Die Hausfrau in ihren vielseitigen Ob­liegenheiten durch gute Ratschläge und nützliche Anweisungen zu unterstützen, ist nichts geeignete« als ein praktisches Frauenblatt und sei in diesem Sinne hier namentlich auf dem im Verlage von Robert Schneeweiß, Berlin W., Eisenacherstr. 5, wöchentlichen erscheinendenHäuslichen Ratgeber" aufmerksam gemacht. Abonne* mentspreis vierteljährlich 1,40 Mk. Probenum- mern werden an jedermann gratis un' kranke verschickt.

Marktberichte.

Frankfurt, 23. Januar. (®etrei£>emürtL). Äm heutigen Wochenmarkt waren einheimUche Brot- Früchte bei reichlichem Angebot und zurückhaltender Kauflust im Preise etwas nachgebend. Ausländische flüchte kleines Geschäft bet gut behaupteten Preisen. Gerste ruhig aber fest Hafer, speziell in deutscher Ware, etwas fester bei guter 8rage. Stetig bei kleinem Geschäft unverändert.

s notieren je nach Qualität: Wetzen, hiesiger und Wetterauer Mark 18,4018,60, kurhessischer Mk. 18,4018.60, norddeutscher Mk. 00,00-00,00, russischer Mark 18,2519 25, Redwinter Marr

00,00-00,00, Kansas Mark 00,00-00,00, La Plata Mark 18,5019,40, Donauweizen Mark 18,4019 50. Roggen, hiesiger Mark 14,5014,60, daher. Mark 14,5014,60, russischer M 00,0000,00, amerikanische^ Mack 00,0000,00, Gerste, hiesige Mark 18,00-18,25 Pfälzer M. 18.00-18,50, fränkische M. 00,00-00,00' Riedgerste M. 18,2518,70, ungarische M. 00,00-00,0? Hafer, hies. Mk. 14,70-15,30, Rumänier Mk. 14,50 bi 15,50, bayr. 14,70-15.50, Suff. Mk. 14,40-15,54 Mais, Donaumais M. 00,0000,00, Mixed M. 00,00 btl 00.00, Odessa 00,00-00,00, Laplata Mk. 12,40-12,50 Alles p. 100 Kilo netto effektiv loco hier. Mehl gefragt ES notieren: Weizenmehl, hies. Nr. 0 M 27,2528,25 feinere Marken M. 29,50-30,00, Nr. 1 M. 25,25-25,75 feinere Marken Mk. 26,50-27,00, Nr. 2 Mk. 24,25 bi» 24,75, feinere Marken Mk. 25,2525,75, Nr. 3 Mk. 23,0023,50, feinere Marken Mk. 23,5024,00, Nr. 4 Mk. 19 7520,25, feinere Marken Mk. 20,75-21,25. Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 22,00-23,00. Nr. 1 Mk. 19.5020,50, Nr. 2 Mk. 15,7516,25. Alles per 100 Kilo. inkl. Sack. Futterartikel unver­ändert. Es notieren: Weizenschalen Mk. 4,955,15, Weizenkleie Mk. 5,005,25, Roggenkleie Mk. 5,60 bi» 5,75, Futtermehl Mk. 6,507,50, Biertreber, getrocknet Mk. 5,906,00 je nach Qualität. Alles Per 50 Kilo netto effektiv loco hier. i

Gedenket der sarbenven Vöael!

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Doerkes-Bovvard tn Marbura.

------ ==---------O___ _2.j_.Lai

streiften. Emmerich bestieg sein Pferd und watz eben im Begriff weiter zu reiten, als 19 Husa«! ren mit einem Wachtmeister auf das WirthauH Zusprengten und Emmerich anhielten. Dep Wachtmeister fragte Emmerich woher er komm» und wer er sei. Dieser antwortete:Ein von,! der Frankfurter Messe zurückkehrender Kauf-j männl" Den Mangel eines Paffes entschuldigte! er damit, daß man ihm gesagt habe, reisende! Kaufleute bedürften eines solchen nicht. Dec- Wachtmeister ließ sich mit dieser leeren Ausrede! nicht abspeisen und nahm ihn mit. Wenn sich glauben, sagte Emmerich, ohne verantwortlich zfti werden, da ich mich sonst mit einem Geschenk ab«; finden würde, muß ich ihm folgen. Unterdessen'! haften sich die anderen Husaren mit den Zwei«! fchenbäumen zu schaffen gemacht, an welchen reife; Zwischen hingen und die bei dem Wirtshaus standen, auch der Wachtmeister folgte ihrem Bei! spiel und ein Husar mußte so lange bei Emmerich! Wache halten. Dieser flüsterte ihm die Worts! zu:Ich kenne Sie Herr Emmerich!"Geben; Sie auf mich Acht!" Bald darauf kommandierte, der WachtmeisterMarsch" und Anmerich mußte, folgen; als sich Emmerich nach seinem Begleiter!! umsah, war dieser mit seinem Felleisen ver-! schwanden. Jener Husar, der die Wache hatte,! war etwas zurückgeblieben, als die anderen bei«; nahe am Waldesrand angekommen waren, kant etfi zurückgesprengt mit einer Branntw einflasche in, der Hand und forderte seine Kameraden zunrj Trünke auf, wozu sich diese gern einverstanden!! erklärten. Man flieg ab und frühstückte, nup Emmerich blieb auf dem Pferde sitzen. Di» Flasche machte die Runde, der Husar brachte BroL und Butter aus feiner Säbeltasche und alle griffen wacker zu- (Fortsetzung folgt.)