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WcTdibnid verboten.)

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hoben." Bursche Lei der

der Industrie bemächtigen und so die faktischen Herren der Mandschurei wie der Mongolei werden, wo auf Kosten Chinas eine große Armee organisiert werden wird zur Eroberung Sibiriens. Wenn also Japan schon zufrieden ist mit dem, waS eS bis jetzt erobert hat, dann ist es bereits fähig, vier Armeekorps zu halten auf Kosten der örtlichen Bevölkeruna. Japan führt jetzt Krieg 345 Tage, jeder Tag kostet zwei Millionen, folglich muffen nicht weniger als 700 Millionen Rubel zurückerworben werden. Doch das nicht genug: sie erhalten noch Korea mit einem Außenhandel von 30 Millionen Rubel und zehn Millionen Einwohnern. Folglich ergäbe ein Friedensschluß im jetzigen Augenblick für Japan außer der Eee- berrfchaft im Stillen Ozean eine Vergrößerung feines JahreSbudgetS um 20 0 Millionen Rubel.

Die Nachrichten vom Kriegsschauplätze find nur spärlich. AuS Berichten über die letzten Treffen in der Mandschurei scheint hervorzu­gehen, daß viele reguläre chinesische Truppen die Ruffen unterstützen. Die Verluste der Ruffen bei Sauchiaho westlich von Niutschwang am 14. Januar betrugen 300 Mann. Mist- schenkoS Abteilung war 5000 bis 6000 Mann stark mit zehn Geschützen.

Washington, 19. Januar. (Reuter.) Staatssekretär Hah empfing von den Mächten die bestimmte Versicherung, daß sie keinen Ein- fliiff gegen die Gebietsintegrität Chinas unter­nehmen werden.

Washington, 19. Jan. (Reuter.) Der russische Botschafter überreichte beute dem Staatssekretär Hay die Antwort Rußlands auf die letzte amerikanische Note, in der die große Schwierigkeit hervoraehoben wurde, die füt China hinsichtlich der Bewahrung der Neutralität bestehe. Es verlautet, die russische Antwort wiederhole die bereits bekanntgeaebenen Be­schwerdegründe gegen China und stütze dieselben durch beweisende Darlegungen.

Dschibuti, 19. Jan. Eine auS dem KreuzerOleg' und sechs anderen Fahrzeugen bestehende russische Flottendivision ankert seit gestern abend auf offener See in der Höhe von Dschibuti.

' te behaupten, daß auch nach Ueberwindung aes Aufstandes eine unfern Wünschen ent­sprechende schnelle Entwickelung der Kolonie kaum eiutreten wird. Natürlich hat auch die Zurückhaltung des deutschen Reiches bei dem Abkommen über Marokko die englische Preffe zu mancher hämischen Bemerkung gereizt.

Mußten sich die Briten aber gegenüber dem deutschen Reiche mit der wohlfeilen Schaden­freude begnügen, so konnten sie auS Rußlands Schwierigkeiten positiven Nutzen ziehen. Brachte ihnen doch daS Jahr 1904 wider Erwarten den maßgebenden Einfluß in Tibet, besten Erlangung ihnen selbst noch vor wenigen Jahren als über­triebener Optimismus erschienen wäre. Sicher­lich ist die Ausschaltung Rußlands im Reiche des Dalai Lama für die Engländer ein hoch- bedeutsamer Erfolg. Mit dem Besitz dieses lange unerforscht gebliebenen Landes, des geistigen und teil'en Zentrums der ganzen mongo­lischen Welt, hat England den Schlüssel zur mongolischen Welt überhaupt an sich gerissen. AllerdinaS können die Engländer gerade durch diesen Erfolg den Keim zu neuen schweren Ver­wickelungen gelegt haben. Ohnehin geht ja durch die gesamte asiatische Welt das Bedürfnis noch einem Zusammenschluß gegen die Europäer, und auch bei den unter englischem Szepter lebenden asiatischen Völkern fehlt e8 nicht an Stimmen, die in dem Kampfe Japans gegen Rußland einen Verboten deS Befreiungskrieges der Asiaten vom Joche der Europäer erblicken. Doch das sind für die Briten spätere Sorgen.

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Ah richtig! Natürlich nicht! Aber nun sagen Sie, *-ein bester tom Leutnant, Sie werden dach meinen Brief nicht übel genommen haben? Meine Tochter bat mir beute morgen schon eine Szene aemacht na, Herr Leutnant, Frauenzimmer bleiben Frauenzimmer und tois- sen nie reckt, was sie wollen."

Ihr Fräulein Tockter schien indessen gestern sehr wohl zu wissen, was fie wollte. Ick hätte in der Tat gewünscht, Herr Markwardt, Sie batten mir vollständig reinen Mein eingrickänkt. Sie hätten Ihrem Fräulein Tochter und mir eine peinliche Stunde erspart?'

Weiß man denn femals, ob es die Mädchen ernit meinen?" tief Herr Markwardt in komischer Verzweiflung.Wollen Sie mir gefälligst lagen, ob die Liebe meiner Tockter zu dem Kapitän de Fenetrange wirklich fo tief sitzt, daß fie nicht mehr auszurotten ist? Ick bofse und hoffe noch immer daß sie ausaerottet werden kann und nun ja, da wollte ich Ihnen die Stelle frei halten."

Sehr liebenswürdig." .

,Ich bin wirklich in der tätlichsten Verlegen­heit. was ich tun soll. Ich kann dock diesem Herrn de Fenetrange meine Tockter nicht in die Arme werfen ich weiß ja nicht einmal, wie der Herr über meine Gisela denkt 's ist eine dumme Geschickte! Gisela sollte üch den Gedanken auS dem Kopse schlagen, es ist ig doch Unsinn, einen Franzosen zu betraten! Noch dazu einen alten französischen Offizier!"

Wie ich Ihr Fräulein Tochter b-mrteile, ist eS weneiger der Gedanke an eine Verbindung mit Herrn de Fenetrange. der sie abbält, meine Werbung anzunehmen, als die mangelnde Liebe zu mir.

Ach ja, das ist fa doch b^ferbel*

Wie ich zufällig erfahren bade, werden die Herren de Fenetrange dieser Tage Finstingen verlassen.

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In der Tat? das ist mir lehr angenehm! Dann wird wohl auch Gistla ihre alberne Grille vergessen."

Sie haben doch die Herren selbst in Ihr Haus gezogen?"

Ja, allerdings ich ewäblte I^nen 'N die Geschickte mit den Zigeunern. und dann den Zufall, daß der iunge Baron meinem Sobnet der letzten Stunde Zeines Lebens einen Liebes­dienst erweisen konnte, war schuld daran."

Die Ziaeunerae^ckickl-'^"

Kurt borckte aufmerksam auf: der Baron ftanb also doch mit den Zigeunern in Ver­bindung?

Wie war die Geschichte, ich erinnet. mich nicht"

,- Sebr einfach! Die Ziqeunerbande umringte meine Tochter auf einem Spazierritt und bettelte sie in unverschämter Weise an, als Herr de Fette- trange' dazwischen trat und das Gesindel zer­streute.

Und die Leute ginnen bereitwillig?"

Ob, nach der Erzählung meiner Tochtep schien der Baron eine geachtete Stellung bei den Zigeunern einzunebmen. Sie gehgrckten seinem Wort sofortund riefen ihm iubelnd zu.

Merkwürdig, in der Tat merkwürdig!"

Was ist denn merkwürdig, bester Herr Leut­nant?"

Erstaunt fckaute Herr Morswardt zu, wie Kurt mit Tannen Schritten nachdenklichen Ange­sichts hn Zimmer auf- und obaing. Plötzlich blieb Kurt vor Herrn Morkwardt "eben.

Herr Morkwardt". sagte er in ernstem Ton, sollte vielleicht der Fall eintroton. daß Herr de Fenetrange vor seiner Abreise sich Ihnen od« Ihrem Fräulein Tockter noch einmal zu nähern suckle, so bitte ich Sie. sehr vorsichtig ZU sein, ich meine, keine Versprechungen zu gekeri.

»Aber, Herr Leutnant l

»Was ich geahirt, traf ein. Wie ein gescheuch­tes Reh floh das Mädchen vor mir her, dann wollte sie in das Dickicht huschen, welches den alten Turm umgiebt. Ich wollte die Zigeunerin iedoch nicht wieder entwischen lassen, sprang aus ue zu, um sie zu ergreifen. Als sie mich erblickte, stieß sie einen gellenden Schrei aus, dann aber lief sie davon, wieder in den Wald hinein und die Jagd begann von neuem. Aber die Dirne ist schnellfüßig wie ein Reh und kennt alle Schlupf­winkel des Gebirges. Der N M ward dichter und dichter und löste sich dann in einen feinen Regen auf; nach einer Stunde mußte ich die nutz­lose Verfolgung aufgeben. Aber jetzt, Herr Leut­nant, haben wir die Bande sicher! Die .Halunken können uns nicht mehr entgehen. Der al - Josef muß sofort in Hast genommen werden und auch der Baron."

»Aber was hat der Baron mit all diesem zu schaffen?"

,Er totff doch abreifen und gerade jetzt, iw die Zigeunerin toiedergekommen ist?"

yAch was, das ist doch kein Grund, e" -n un­bescholtenen Menschen zu verhaften? Aber mit dem alten Zigeuner haben Sie recht, der muß sofort in Haft genommen werden. Ferner müssen wir sehen, daß wir die Dirne fangen. Ich werde sofort die nötigen Maßregeln treffen. Kommen Sie mit zu dem Gendarmeri acht- Jwifctr. In den letzten Tagen find b 'ttenr

Mermerlicbe".

Von O. Otster.

(ftmtfetmnfli

So erzählen Sie, was Sie gesehen . In fliegender Eile erzählt der brave *ebte Erlebnisse bis zu dem Vorfall Greuzeicke. Dann fuhr er fort:

Marburg

Sonnabend. 21. Januar 1905.

Umschau.

Der Bergarbeitern us st and im Ruhrgebiet.

Wie, aus Dortmund von gestern gemeldet wird, ist die vom Oberberghauptmann von Velsen infolge der Verhandlungen mit den Ar­beiterdeputierten gewonnene Hoffnung, daß der Bergarbeiterausstand durch gegenseitiges Entgegenkommen schnell ein Ende nehmen werde, durch die schroffe Ablehnung von Verhandlungen durch den Bergbau-

Der russisch-japanische Krieg.

Der russische Publizist Stromjatnikow, der soeben aus der Mandschurei zurückgekehrt ist, behandelt in einem offenen Briefe die Frage, ob Rußland

Krieg oder Freden halten solle. Auf Grund von authentischen, eben gefamweiten Daten gelangt er zu dem Schluß, daß von Frieden jetzt keine Rede fein könne. Ec führt au§: Japan hat die mandichunschen Provinzen bereits erobert vom Meere bis zum Flusse Schaho, in feinen Händen sind Port Arthur, Dalnij, Jnkou, der Unterlauf des Laohe, kurz zwei Drittel deS fruchtbaren Mukdentals, das allein für 18 Millionen Ge­treide bertiorbrinri. Rußland hat nur 52000, während Japan 78000 Qaadratwerst der Pro­vinz Mukden be tzt bau mit vier Millionen Chinesen, die bis zum Krieae 76 Kopeken pro Kopf Steuern zahlten, also' 15 mal .weniger als in Rußland. Falls Japan ihnen nur fo viel Steuern auferleat, wie eS in Rußland geschieht, erzielt eS bereits 40 Millionen Rubel pro Jahr. Ferner nehmen die Japaner sofort das Zollwesen in ihre Hände, fie werden sich des Handels wie

verein zerstört. Bericht an den Minister der die Fortsetzung der Vermittelungsv-rsuche wünscht, tft sofort erstattet worden.

Tie Weigerung des Bergbaulichen Vereins so- wie der einzelnen Zechen, in direkte Verband- hingen mit den Arbeitervertretern einzutreten, ruft namentlich deshalb große Erregung hervor, als das Oberbergamt die Zechen gebeten hat, Ver- nnttelungsversuche anzubahnen, worauf indessen die Zechenvertreter in der Konferenz nickt erschie­nen. Auch die Arbeiterkommission entfernte sich sodann, nachdem sie die schriftlich fornmriertett Beschlüsse über die herrschenden Mißstände nieder­gelegt hatte. In der Kommission nabestehenden Kreisen wird versichert, daß nunmehr der Streik ein allgemeiner wird, und zwar. durch das Verhalten der Zeckenvertreter, da hierdurch auch die bisher abseits sieben^-n Bel^ckoften dem Ausstand zugefübrt werden.

Bochum, 19. Jan. In einer beule abge- haltenen, von 2000 Versonen besuchten Ver­sammlung teilte der Referent mit, die Direktion der ZecheR h e i n p r e u ß e n" habe die Forderungen der Arbeiter bewil­ligt; außerdem habe der Direktor der Zeche die Zusage gegeben, keine Kohlen nach dem Streik­gebiet zu liefern. Die Belegschaft habe deshalb beschlossen, weiter zu arbeiten und ihre Kollegen zu unterstützen.

Essen, 19. Jan. Kardinal-Erz­bischof Fischer von Köln übersandte der Essener Volksztg." zufolge dem Kassierer des GewerkvereinS christlicher Bergleute in Altenessen 10 0 0 Mark für die notleidenden Berg­arbeiterfamilien mit einem Bealeitschreiben, in dem er schreibt: .Anbei übersende ich Ihnen 1000 Mark zur Unterstützung der notleidenden Bergarbeiterfamilien. Ich urteile nicht i'.'er den Streik als solchen, über seine Aussichten und seine Berechtigung: ich rechne nur mit der Tat­sache der Rot, die an manche Familie herantritt, die Not, die mir umsomebr zu Herzen geht, alß eine große Zahl dieser Familien zu der mit unterstehenden Erzdiözese gehört.

Die Streikziffern steigen noch fort- setzt: nach ziwerläfsiaer Sckäwing befanden sich gestern früh 2 20 000 Bergleute tm Aus stände, rund 85 Prozent der Gesamt­belegschaft des Rubrkoblengebiets. In der Stadt Böckum ist vom Streik wenig zu bemerken: nut vereinzelt sieht man Gruppen feiernder Arbeiter, die sich aber durchaus ruhig Verhalten und bet durch Zuziehung auswärtiger Beamten 'beträcht­lich verstärkten Polizei nichts zu fckasfen macken. Hoffentlich wird sich in dieser Haltung der Strei­kenden nickfs ändern. Mit unverhohlenem Ver­druß wurde auch von der nichtbergmänniscken Bürgerschaft die Meldung vernommen, daß Hert Stinnes das Wittener EiniannaSamt in Sacken Bruchstraße abgelehnt habe. Diese schroffe Zurückweisung hat auch unter den Bergarbeitern neue Verstimmung bervorgernfen. D i e Koblennot steigt. Auf den großen Werken wird der Betrieb nur noch mit Mübe und unter bedeutenden £tofern aufrecht erhalten. It-M daran sind die kleinen Hüttenwerke, die setzt vi-l- fach von Händlern zst ganz enormen Prei'en

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonrrtaasbeilaget MuktririeK gfoimM***u*£ Z .

Gendarmen hier stationiert worden, die kommen racher nach dem Zigeunerdorf als wir."

Kaum eine halbe Stunde war verflossen, als die zwei Gendarmen auf der Straße nach dem Zigeunerdorf babintrab+en. Zur größeren Si­cherheit folgte ihnen ein» Jägerpatrouille, wäh­rend andere Patrouillen den Wald durchstreiften und den Wald unter steter Beobachtung hielten: denn mit Recht vermutete Leutnant von Usedom daß Marianne die Zigeuner und die sonstigen Teilnehmer an dem Verbrechen zu warnen be­strebt sei, nachdem sie sich der Verfolgung Karl Schröders zu entziehen gewußt hatte. Einmal gewarnt, würden aber die Schmuggler sicherlich so rasch wie möglich die Grenze zu gewinnen suchen. Es mußte unter allen Umständen ver­hindert werden, daß sich die Zigeunerin und deren Genossen nach Frankreich flüchteten. Ge­schah dies, dann mußte die Hoffnung aufgegeben werden, jemals Lickt in die geheimnisvolle An­gelegenheit zu bringen.

Aufgeregt ging Leutnant von Usedom m sei­nem Zimmer auf und ab, als fein Diener ihm den Besuch des Herrn Markwardt meldete.

Um Gotteswillen, Herr Leutnant," rief ihm der Fabrikant entgegen,was ist denn vorge­fallen? Heute Morgen von meiner eise zurück- gekehrt, erfahre ich, daß Finstingen militärisch besetzt ist, wegen der verteufelten Geschichte mit dem verschwundenen Unteroffizier, und ietzt be­findet sich ganz Finfstngen in heller Aufregung: denn nach allen Seiten ziehen Patroillen ans, die Gendarmen sprengen davon, als gelte eS, einen flüchtigen Mörder einzuholen.

Vielleicht handelt es sich auch um eir Mör­der," entgegnete ernst der Offizier, i dem er den Besucher zum Plahnehmen einlud.

Was Sie sagen, haben Sie irgendwelche Spuren entdeckt?"

Ich kann vorläufia nicht darüber sprechen.

Großbritannien.

D Als England 1897 den deutschen Handels­vertrag kündigte, kam in der Thronrede offen zum Ausdruck, daß die Kündigung gerade des­halb erfolgt sei, weil die Königin durch den Vertrag gehindert worden fei mit ihren Kolonien bieitir zweckmäßig erscheinenden Zolleinrichtungen für den Verkehr innerhalb deS britischen Reiches za treffen. Die Kündigung dieses Vertrages war nichts anderes als der Grundstein zu dem Grtt srbritannien, an dessen Aufbau und Ausbau man seit mehreren Jahren Joseph Chamberlain alS überaus tätigen Werluiann arbeiten sieht. DaS deutsch-englische Handelsprovisorium ist seiner Zeit bis zum 31. Dezember 1905 verlängert Korden und somit hat Chamberlain gerade die Spanne Zeit, die er braucht, um seinen Wahl­kampf durchzuführen und den in den Kolonien noch vorhandenen Widerstand gegen seine Politik zu beseitigen. Da« Jahr 1904 zeigte nun, wie kiefee Widerstand in den Kolonien immer mehr Msammenschrum pst. Nach Kanada, Afrika'und Ren-Seeland ist auch der australische Bund den Spuren Chamberlain»- gefolgt Jetzt müssen feftft sreihändlerifche Organe in Deutschland Äitgeben, daß die in Größerbritannien im Fluß befindliche Entwicklung nicht nur der deutschen Industrie, sondern auch der deutschen Landwirt­schaft schweren Schaden bringen wird. Auch hier kommt die Einsicht unserer Freihändler zu spät Im Frühjahr 1905 wollen die Kolonial- Premierminister abermals zu einer Konferenz zusammentreten, und eS unterliegt schon heute keinem Zweitel, daß auf btriet Konferenz hin­sichtlich deS Zusammenschlusses des größerbriti- sch"n Reiches, wenn nicht auf politischen, fo doch auf wirtschaftlichem Gebiete sich abermals eine wachsende Uebeteinftimmung der Anschau­ungen zeigen wird.

Die Engländer können mit dem Jahre 1904 außerordentlich zufrieden sein, da ihnen alles nach Wunsch gegangen ist. Die Anstrengungen, die das deutsche Reich zur Niederwerfung des Aufstau d.S in Südwcstafrika machen muß, sind fast ein Kinderspiel im Vergleich mit den Leistungen, die sich Rußland gegenüber der stark anstürmenden gelben Gefahr wohl oder übel zuzumuten hat. Und doch haben sich unsere englischen Vettern über die Entwickelung der Dinge in unserer südwestafrikanischen Kolonie beinahe noch mehr gefreut als über den Gang deS Krieges im fernen Osten. D e Erfüllung der Voraussagung deS Fürsten Bismarck, Süd­westafrika werde dereinst das Grab der eng­lischen Machtstellung werden, scheint ihnen in weite Ferne gerückt, und schadenfroh ließ ihre Preffe durchblicken, Deutschland möie dafür sorgen, daß Südafrika nicht der deutschen Ehre mb Machtstellu ng jähe Einbuße bringe. Aller- !ing§ kann man jenseits deS Kanals mit einigem

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UmverMts-Buchdruckerei 40

Marburg, Markt 2L Telephon 55. '