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i. Schichtlohn 4,50
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Brrmfer Drerdetreiber Scklevver
3- 3,- 8.80 380 5 — 1,50 450 5,- 3,80
erwachsene Tagarbeiter Maurer
jugendliche Tagarbeiter
Kolsarbeiter, planieret . Verlader
Der Wa.enkoritrolleur besitzt alle Rechte der sonstigen Belegschaftsmitglieder und ist auch bei allen V^rfi'b-runaen und Raffen seiner Zeche ebenso beteiligt wie alle anderen.
18 Jan. Die Verwaltung der Zeche Rh inpreußen hat die der Bergleute angenommen.. Die beschloß infolgedessen weiterzu-
mußte, und starrte traurig in den Nebel hinaus, der in dichten Wolken über dem Tale ;u feinen Füßen lagerte. Eine Viertelstunde mochte Hergängen sein, als unten im Tal ein scharfer 33fiff ertönte. Der alte Mann schrak aus feinem stummen Hinbrüten emvor und schaute sich forschend um. Regungslos, totenstill lag ringsum der von Nebel triefende Wald. Noch Zweimal ertönte unten im Tal der gellende Psiss. Der Alte strich sich die Inn nen grauen -Haare aus ^»8 Stirn, dann führte er den gekrümmten steife- finger der rechten Hand an die Livven und ließ ebenfalls einen langgezogenen Pfiff ertönen. Dann raffte er sich empor und eilte den Abhang hinunter, der kleinen Brücke zu, welche das deutsche, und das franzöfifche Ufer des Baches miteinander verband.
Lautlos lag der Wald wieder da.--
„Herr Leutnant, ich habe eine wichtige Entdeckung gemacht! Es verhält sich alle» o, wie ich dem Herrn Leutnant gestern Abend r ckdete."
Mit diesen Worten trat Karl Schröder in das Zimmer Kurts, in seiner Aufregung selbst die nnlitärischen Formen verna-ckläffigend. Er tvac in Schweiß gebadet, feine Uniform mar be''"miwt und naß, sowie an einigen Stellen zerrissen. Seine Augen blibten, feine Wangen gliigten.
„Wie sehen Sie aus, Schröder? Wo kommen Sie ber?"
„Ich bitte um S8ersd6nng, Herr Leutnant, ich bin den ganzen Morgen im W^lde gewesen, habe wichfige Enfdecknngen gemacht — Herr Leutnant, jetzt fangen wir die Schufte, aber rasch mutz tzehandelt werden. (Forts, folgt.)
Zunächst wollte der Oberjäger einmal die Umgebung des Turmes, wenn möglich, diesen selbst gründlich durchsuchen. Hier hatte er die Zigeunerin werft wiedergesehen; in dem Ge- busch, welches die Scklua füllte, war sie wieder verschwunden, ein dunkles Gefühl sagte ihm. daß er von hier aus seine Nachforschungen zu be- wnneu habe. Schwer und dunstig hing der Nebel zwischen den Wäldern und gestattete kaum eine freie Aussicht auf fünfzig Schritt.
^ Dieser Dunst war den N-chforfchungen Karl Schroders sehr ungimftig, aber es durste doch keine Zett verloren werden; wenn nicht heute, so reifte der Baron doch morgen oder übermorgen ab, und dann wäre die Entdeck.ng bedeutend er- jchwert worden. Genau untersuchte K-wl die «telle, au der gestern Nachmittag der Baron und die Zigeunerin gestanden hatten. Deutlich wa- Ffff Fußtritte hier und da noch zu erkennen' dw Spuren, welche Karl als diesenigen der Füße öer Zigeunenn ansehen mußte. Wielen alle in das mchte Gebüsch, welches den alten Turm um- laumte; bald liefen dic Fußwuren in jenes Ge- busch zurück, bald kamen sie aus demselben und Floren sich in dem Walde. Karl versuchte in das Gestrüpp einzudringen. Bald gab er aber dw beschwerliche Arbeit auf; ohne Axt, das 'ah fr em, war hier nichts cutszurichten. vielleicht
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•I , , , Füller
nu Lohnzahlung dreimal monatlich; End« »t» vc- treffenden Monats erste Abschlagszahlung. 10 Tage
die zweite und spätestens am 20. des folgenden Monats Lohntag
7 Clnfübrung von Grubenkontrolleuren, die alle zwei Jahre in geheimer Wahl von der Belegschaft aus ihrer Mitte gewählt und von den Zechen- besihern oder dem Staate bezahlt werden. Der zu Wählende soll mindestens ein Jahr der Belegschaft anpehöre« und 30 Jahre alt feir.
8 Reform des Knappschaftswese« nach dem Programm der Arbeiterorganisationen.
9. Gute Deputatkohlen zum Selbstkosten- Vreife an alle verheirateten Arbeiter, ebenso an Invaliden, Witwen und Unverheiratete, welche Eltern oder Geschwister zu ernähren habe» lmindestens monatlich einen Wagen».
'Nachdruck verboren.),
„Zigeunertttbc".
Bon O. Ölst er.
Marburg
Freitag. 20. Januar 1905.
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lieber He Sage im Bergbaugebiet berichten folgende Teleqramrner
Essen a. d.R. 18. Jan. (.Frkf. Zig.") Wie e« heißt, wird bet morgigen Verhandlung zwischen den Regierungsvertretern und den Ar- beiterdelegierten, zu welcher bet bergbauliche Verein ebenfalls eine Einladung erhielt, Handllsminister Möller persönlich beiwohne«. Dem Verein für die bergbaulichen Interesse« wird es angefickts bet anhaltenden Bemühung der Regierung sehr schwierig sein, auf jene Einladung eine andere als eine zusagenbe Antwort zu erteilen. I« den letzten Tagen find überall im Streikgebiet unorganifierte Arbeitet zu tausenden in hie Gewerkvereine eingetreten, um der Etreiknnlerst tzungen teilhaftig zu werden. Die Ruhe ist im ganzen Streikgebiet vollkommen,
Elsen, 18. Jan. Der,Rbein. Wells. Ztg." zustge wurde Kommerzienrat Lueg au« Oberhausen zur Berichterstattung über den Generalstreik heute vom Kaiser telegraphisch nach Berlin geladen.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Aug. Koch, UmversitStsEttchdruckerei 40.
Marburg, Markt 21. — Telephon üb. x
Der russisch-japanische Krieg.
Mehr und mehr wendet sich gegen d , Anwachsen ber japanischen Ansprüche in Ostasien die Aufmerksamkeit der Japan bisher befreundeten Mächte im Hinblick auf die Folgen für sich selbst. Wenn auch die mehrfach abge- druckten Wunschzettel der Japaner, auf denen Sachalin, Kiautschou und Weihaiwei mit ber. änderten Besitzern sich befinden, nicht offiziell! sein mögen, so ist doch nicht zu verkeil en, daß sich die Begehrlichkeit der bisherigen Sieger auf diese Objekte erstreckt. Bei den Wünschen wird' es freilich einstweilen bleiben. Denn Deittschlandi ist in der Lage, wenn es sein muß, einen Angriff auf Kiautschou mit dem Wegwischen ber japanischen Flotte von der See und der Vernichtung des! japanischen Seehandels zu beantworten und England wird Weihaiwei solange behalten, wie ü» ihm paßt. Gerade die englische Presse ist in den. bei Beginn deS Krieges gezeigten Begeisterung^ für Japan merklich kühler geworden. Ein an« spruchsvolles Japan wäre England in Ostasien! noch unbequem« wie jede anbete europäische Macht.
Die militärisch« Starke Rußland- ' wird nach dem Falle Port Arthurs und infolge des Verlustes der Herrschaft zur See in Ostasien vielfach angezweifelt. Gewiß kann m bat Russen nach bem bisherige!. Verhalten dc Flotte große Seeoperattonen kaum zutrauen, abc. eS ist deshalb noch nicht notwendig, ihren guten Wille« anzuzweifeln, ihr Material und Personal fut wertlos zu erklären. Es wäre überhaupt irrig, die MachtmittÄ deS Zarenreiches gegenvben Japan zu unterschätzen, wo-u unter dem Eindruck ber letzten Ereignisse starke Neigung Vorhände nist. Daß Rußlands Stärke wenig gelitten hat, beweisen gerade die Kreise, welche mit Vorliebe gegen Rußland agitieren. Ger sie, deren Leibpresse gegen Rußland politisch zu Felde zieht, stecken fröhlich ihre Gelder in die neue russische Anleihe. Rußland baut sich eine neue Flotte, sendet auch das. waS es noch hah hinaus. Japan aber kann nicht hoffen, daß ihm Zuwachs irgend welch« Art zugefuhrt werde. , lieber dis
8a«r nm Schulst
wird über Paris aus angeblich bestunterrichteter Quelle gemeldet, daß General Grippenberz bisher in der Hunflußebene mit seinen vier europäischen Armeekorps Ausstellung genommen bat und über starke Artillerie verfügt, die die bevorstehende russische Offensive beginne« wird. General Linewitsch, sowie ein Teil der Armee deS Generals KaulbarS soll die Gruben südlich von Mulden besetzen, während der übrige Teil dieser Armee einen Angriff auf die japanische Rechte unternehmen wird. Zwischen den beiden Flügeln befindet fich Kuropatkins Armee, der fich im Zentrum mit dem Gros seiner Armee bereithalten wird, um je nach den Umständen den einen oder anderen Flügel zu unterstützen.» Die bevorstehende Schlacht werde eine Front von 80 Kilometern haben und werde rie größte sein, die bisher in der modernen Krieg»- geschickte r.t verzeichnen ist.
a) Minimallvhn f Hauer u Sehrhauer i. »«dinge 5, - M. d> . .... i. Schichtlohn 4,50 .
jetzt zum Ausbruch gekommene Streik xuff die Erinnerurw an den Ausstand des Jahres 1889 wach. Damals wat es kein ne« »tigeret als unser Katser, der den Arbeft- «ebern mit leisem Tadel andeutete, daß fie o&tayjkjj&in nach nicht genügend gffMuiFfl mit ihrer Arbeiterschaft «habt Hütten. AuS der Vorgeschichte des Mtztgen Streiks geht da- Gleiche hervor. Der persönliche Zusammenhang, die menschlich-freund- Rche Fürsorge für die Tausende von Existenzen, «f deren Arbeit die Prosperität der Zeche' »itberuht, ließ auch diesmal wieder sehr vfi S>» Wünschen übrig. Daß in diesen Tagen v e 32r und Gegen gesprochen wird, ist klar. Alle Welt ist aber wohl darüber ein' daß e>n solcher Mafsenausstand hö^st klagens« wert ist und für beide Teile, am meisten für <ne Ätbeiter, ferner auch für die Allgemeinheit Verhängnisvolle Folgen haben kann und je nach der Dauer haben wird. Man muß den führen- »en Männern bet vereinten Arbeiterschaft das Zeugnis ausstellen, daß ste es an Mäßigung haben seh en lassen. Die fozialdemo» «atischen Gewerkschaftsführer haben sich sogar in zweiter ßinie gehalten und den Leitern der christlichen und Hirsch Dunkeillfchen Bergarbeiterperbände die Führung überlassen.
Bon keiner Seite wird, soweit fich bis jetzt die Preßäußerungen überfehen kaffen, bestritten, baß mancherlei berechtigte Ursachen zu Klanen «np Forderungen der Bergarbeiter vorhai den find. Und eS wäre stcher möglich gewesen, den Streik zu vermeiden, wenn die Grubenver- waltungen nur ein wenig guten Wellen gezeigt hätte« und den Arbeitern etwas mehr entgegen« geVommen wären. Es ist der Mühe m damit man fich ein selbständiges Urteil zu btt " vermag, die Forderungen »er Ar eiter an den Verein für bergbaulid e Interessen in aller» Punkten wiederzugeben:
1- Achtstündige Schichtzeit einschlietz- » - < *. u •* b Ausfahrt, und zwar für-
laufende Jahr wir bisher, jedoch nicht über 9 Stunde«, von KC6 ab 8»/. und von 1907 ab 8 Stunden
Sechsstündige Schicht ftnklufioe Ein- und smsfahrt) von «affen Orten und heißen mit über 28 Grad Celsius.
2. Sonntags- und Ueberfchichten sind 'M» Zur Rettung von o, »nschenleben, bei außerordent» iichfnBettiebsstörungen und bei Sckrcktreparaiurrn aaiotfig. Für Sckacktreparaturen am Sonntag ist 50 Proz. Zuschlag zu zahlen.
3. Das Wagennullen wird sofort befett lg t und die Kohlen, die sich im Wagen b-finden, werden auch bei Berge enthaltenden Waaen oezahlt demnach darf nur der Prozentsatz der Steine oen Arbeitern in Abzug geirackt werden, der sich in dem betreffenben Wagen bkfiadett Eventuell Bezahlung der Kohle nach Gewicht (wie in England). . I
Alle Wagen müßen geaicht und der Rauminhalt oder Gewtchtsmhaft des Wagens jederzeit leicht et- sichtlich fein.
4. Die Belegschaft hat in alljaarltü wieder- kehre..der geheimer Wahi einen Wagenkontrol- leur bezw. Wiegemeister zu wählen § 800 :»bsih 2
zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu« , ftanbe zu bringen. Einzelne kleinere Zechen kein Berwaliungsrecht; mehr als die Hälfte Sitze I haben die Forderungen der Arbeiter im große« dürfen dte Verwaltungen bezm Besitzer nicht und ganzen bewilligt. Möge diese» Beispiel
wüten ftl6R toen" pe we* ®t,lTä6e »* Nachahmung finden, damit schwerere Schäden,
6. Löhne (Sckießmaterial und »«leuchte darf I al« bi» jetzt fich bemerkbar machte», vermieden n»*t verrechnet werden): I werden. -s.
mit dem KeeisAatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Ä M Ä , . I de? Bergresetzes), welcher seinen Lohn mit dem der
*S£1* 9S(M*ddtl)£il£f = VlliSftdtlb I Zkchnverwalturg erhält. Diese verteilt denselben «IIV|ll»IIU auf alle bei der Förderung beteiligte« Grubenleute im Ruhrgebiet. I und bringt ihn bei den letzteren beim Lohntage in
Äierteljährlicher Bezugspreis, vet oet Exxchition 2 Mk.,
Mß bet allen Postämtern 2,25 M. Kejcl. Bestellgeld).
vl— * • Jnserttonsgebuhr: die gespaltene Zeile oder oeren Raum 10 Pfg.
Necla!" .!: die Zcile 25 Pfa.
gelang es von der anderen Seite der Schlucht, ihm vollkommen unverständlichen Z euner- die nach der Sette der Grenzeiche hin lag. Idiom geführt. Karl erhielt jedoch den Eindruck,
Wie ein geheimnisvolles Rätsel starrte der als handle es sich um einen Abschied.
graue alte Turm, halb überwuchert von Epheu, Jetzt küßte Marianne den Alten noch einmal Dornengeftrupp und Ginster in die neblige Luft I und entwand sich dann seiner Umarmung. Der empor Es war Karl, als müsse er dort die Lö- Alte redete heftig auf sie ein, aber das Mädchen fung des Geheimnisses finden. Er wollte sich an I niachte eine abweisende Bewegung, warf sich dem die andere Stelle der Schlucht begeben, um von Alten noch einmal an die Bruft, ritz sich dann dorther zu versuchen, den Turm zu erreichen. los und sprang rasch in das Gebüsch, davon- Austern Wege dorthin traf er wiederum auf eilend wie ein gehetztes Reh. Karl hatte eben E spuren der Zigeunerin die weiter in den noch Zeit, sich zu Boden zu werfen, um nicht ge- t-T? h<!?Emführten. Dre Spuren waren noch I sehen zu tverden; dicht eilte Marianne bei ihm >rrsch- Rasch entschlossen verfolgte sie Karl; denn vorüber und huschte dann den alten Dohnenstieg er sagte sich mit Recht, daß ihn diese frischen hinab
Fußspuren zu dem jetzigen Aufenthalte der Zi- Was sollte Karl jetzt tun? Dem Mädchen geunenn bringen mußten. Die Fußspuren I folgen oder sich des alten Josef versichern, indem endeten auf dem alten verwachsenen Dohne,.s.ieg, er ihn verhaftete? Aber er hatte ohne -.olizei- den Karl Schroder schon kannte. Rascher ber« I siche Hilfe oder ohne speziellen Auftrag nicht das folgte der junge Mann jetzt den Weg, der ihn Recht zu einer solchen Verhaftung. Auch kannte bald m d,e Nahe ber Grenzeiche brachte. Als man ja den Wohnort des alten Zigeuners, mit er -vr. ?em~,Feten Platze näherte, vernahm er I ihm brauchte man nicht so große Umstände zu menfchliche stimmen. Lauschend blieb e. stehen. I machen wie mit dem Baron, seine Verhaftung
. fllaubte auch das Schluchzen und Weinen I mußte sogar erfolgen, wenn es bekannt wurde,
-sch oder ernes Mädchens zu hören. Vor- I daß er noch mit seiner Enkelin verkehrte, obgleich sichtig schlich er sich näher und bog die Büsche I er in dem früheren Prozeß ausgesagt hotte, daß etwas auseinander. Ein freudiger Schreck durch- I er bereu Aufenthalt nicht wüßte. Jetzt mußte
. n. Unter der Grenzeiche standen ber I Licht in die Angelegenheit kommen, die Haupt- alte Zigeuner-Josef und dessen Enkelin. Ter alte I fache war, die Spur der Zigeunerin nicht wieder Mann hatte den Arm um die Schuller seiner | zu verlieren. So rasch wie möglich folgte daher
s c • n9en un& schien ihr sanft zuzu- I Karl der flüchtigen Dirne, deren buntes Kopf- Marianne schluchzte heftig und barg bas I tuch er zuweilen durch die Büsche schimmern'sah. isesicht an ber Brust ihres Großvaters. Karl I Der alte Josef blieb regungslos unter ber rmochtr jedoch nichts Von den Worten der bei- I Eiche stehen, hüllte fich fest in eine hier und da berfteyen. DaS Gespräch Mr- in dem l zerrissene Decke, die chm als Mantel dienen
10. Beseitigung der vielen und zn harten Strafen.
11. In den M i e t s l o n t r a k t e n ber Zechen- ,
tolotven ist monatliche Kündigung aufzunehmen. I Essen,
12 Humane Be^andlun-,; Bestra.ung und eoent. I ßa'telfien Entlassang aller die Arbeiter mißhandelnden und be- I ctnri-i»ritnnen schimpfenden Beamten. •
13. Kein« Maßregelungen, kein« Abzüg« I Belegschaft und Stra en wegen der Bewegung, insbeiondere I atbet'Cit. dürfen die Bewodner von Zecheniotonien, iniolae des I Dortmund 18 ’Kan W- -n Kabl-n. jetzigen Streiks nicht g-kundnt und ausgesetzt werden. LT«" ... a/“
14. Anerkennung der Arbeiterorganifa« I Je‘‘X Un» ^btnere
tionen. I We'ke den Betrieb sehr beschränken oder
Der Verein hat diese Forderung abgelehnt I stanz ein stellen. Ter Hörder Verein konnte die und seine Ableh nung ausführlich begrünvet. I ruhe'den Betriebe wieder aufnehmen, da fremde Manche dieser Gründe muß man als stichhaltig I Kohlen erlangten. Morgen beginnen die Lohn« anerkennen, andererseits enthalten viele For- I zah ungen auf den Z chen. Viele werden von derungen der Bergarbeiter nichi.8 unbillige?, I dem Reckte, wegen Kontraktbruchs sechs Schichten und wenn man die finanzielle Lage der Gruben- I einzuhalten, fe ne« Gebrauch machen.
eigentümer in E wagung zieht und die hohen Köln, 18. Jan. Oberpräfident Raffe, ist Tlvrdendsn, die aus der Älehrzahl der Zechen I nach Cable»; zuruckgekehrt. Die Vertreter der herauSgearbeftet werden, fo kom nt man doch Regierung fassen die Lage sehr ernst auf und 5« dem Ees.imtergeinis, bag em Entgegen- teilen nicht bie optimistische Anficht, daß der kommen wohl mö ilich und besser gewesen wäre, I Streik nicht von langer Dauer fein werbe — gerade für das Ansehen oer Zechrnverwaltungen, Tas Stahlwerk Charlottenhütte zu Nieder- bie ohnehin nicht viel Lympathien bei ber All« I scheiben mußte infolge Kohlenmangels ben Be- gemelnheit tn- und außerhalb des Bergbau« trieb einstellen. Tausend Arbeiter wurden vor- remerS besitzen. I läufig er.tlaffen.
Die Zahl der AuSstLndische« beträgt bereits 207000, wie die „Rhein. Wests. Zig.' meldet, der Generalstreik hat also einen Umfang erreicht wie niemals zuvor ein Streik in der bisherigen Geschichte der sozialen Kämpfe in Deutschland. Die Lage ist ernst, denn jeder Tag deS AuSstandeS bedeutet eine
5. Errubtung rineS Arbeiter-AuSschuffeS I ungeheure Schädigung deS nationalen Wohlstände«. Die Regierung hat für heute eine b 1er Lohndifferenzea, eiaschttetzlich de» »«dinge« I ^eue ^?"^renz zur H"^'führung einer ■hne». I Vermittelung angesetzt und auch tn Arbeiter»
ci ?.c Mitverwaltung der Unterstühungskaffen, I kreisen hofft man, daß e» den Bemühungen de» deren Abrechnung alljährlich der Gefamt-B-leg. O 'erbergamte» gelingen werde, eine Einigung schäft durch AuShang bekannt ;u macken ist. | ,n,ikck-n „„s
Wenn dre Zechenverwaltungen keine Beiträge lebten, haben sie auch in der Unterstühungtzkaffe kein Berwalt'ingsreckt; mehr als die Hälft« 6if dürfen dl« Verwattungrn bezw. Besitzer nie