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S»«»taard«rla-<I Milktrirtts SnnnfduSM^ff)
Vierteljährlicher Bezugspreise bet bet Expckition 2 ffit, bet allen Postämtern 2,25 Ml. <e$cu Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg.
Neclamen: die Zeile 25 Pf«.
Marburg
Mtttwoch, II. Januar 1905,
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mtb Verlag' Joh. Aug. Koch, Umvcylläts-Duchdmckerei Marburg, Markt 2L — Telephon 55.
40. Jahr«.
Zweites Blatt. !
Das Avonuement
kuf die „Oberhesfifche Zeitung", das jzrStzte, meiftgelefenfte ««d weit» verbreitetste Blatt Marburgs und der Umgegend kostet vierteljährlich nur 2.21 Mk. Inserate haben beste« Erfolg. i» 1 - i'i1 "i r, ■ g
Marburg und Umgegend.
Wachdruck aller Ortgknalartikel ist gemäß g 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe „Oberheff. Rtg * gestattet.)
Marburg, 10. Januar.
* Turnerisches. Der geschäftsführende Aus' schuß des 9. Kreises der deutschen Turnerschaft, wozu auch der Gau Hessen gehört, beschloß in feiner vorgestrigen Sitzung den diesjährigen Kreisturntag Sonntag den 2. April in Saar» brücken obzuhalten. Die erste KreiSwetturner- stunde findet nm 7. Mai in Bockenheim, die »weite am 17. September in GaualgeSheim statt.
* Eine bemerkenswerte Submisfionsblüte ist bei der ausgeschriebenen Ausschlammung deS Schloßweihers in Brühl bei Köln voroekommen. Für die auf 26000 Kubikmeter berechnete Aus- tölemmung betrug die Höchstforderung 74 077 M«r, die niedrigste 21 799 Mark, mithin ein Unterschied von 53000 Mark. Eingegangen |paeew 27 Angebote.
* Ab s nbe vnn Wald streu. Der Herr Regie- rungspräfident hat den Landwirten im Bezirk bekannt gegeben, daß infolge der Knappheit an Futter» und Streumitteln die ForstverwaltungS» behbrde den gestellten Anträgen auf Abgabe b»n Waldstreu an die Landwirte nach Mög- lichßeit entgegenkommen würde.
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f 0. Wetter, 7. Jan. In der heutigen General- dersaaiwlung des Krieger» und Landwehrvereins wurde als 1. Vorsitzender Straßenmeister Großkovf gewählt. Desgleichen wählte die Kriegerkameradschaft zum 4, Vorsitzenden den Forstsekretär Kremer hierselbsi.
e. Emtzdorf, 8. Jan. Am Abend des 6. Januar überzogen leichte zerrissene Gewitterwolken unsere Ortschaft und gingen ab und zu leichte Regenschauer Nieder, wie auch leichte Blitze kaum bemerkbar hie vnd da wahrgenommen wurden. Nach 10>/> Uhr zündete der Blitz die zu Hausnummer 53 gehörige Scheuer des Ackermannes Johannes Kläs, welche mit Stroh gefüllt, augenblicklich überall in Flammen stand. Dank des Eingreifens der hilfsbereiten Einwohner, wie auch der Spritzen Mannschaften der Nachbarorte Hatzbach, Erksdorf, Burgholz und Allendors blieb das Feuer auf feinem Herd beschränkt. Die Schemr brannte bis auf den Grund nieder.
Hessen-Rassail und Nachbgrqebiete.
Homberg, 9. Jan. Dem Kreistierarzt a. D. Brandau wurde der Kgl. Kronenorden 8. Klasse v'rliehen.
Melsungen, 8. Jan. Einen guten Fang machte der hiesige Polizeisergeant Bachmann.
29 ^Nachdruck verbalen.)
„Zigeunerlicbe".
Von O. Olster.
(Fortsetzung.)
Er ergriff ihre Hand und führte sie ehrerbietig an feine Lippen.
„Es war nicht recht von meinem Vater, Ihnen die volle Wahrheit zu verschweigen. Wollen Sie mir gestatten, Ihnen die Gründe meines Handelns zu sagen?"
„6§ gibt nur einen Grund, gnädiges Fräulein, und den haben Sie mir soeben genannt. Sie likben mich nicht. Ich muß die Stichhaltigkeit dieses Grundes anerkennen."
„Glauben Sie mir, daß mir diese verneinende Antwort auf Ihren Antrag sehr schwer geworden ist?"
„Sie lieben mich nicht, was bedarf eS da noch der Worte?"
„Herr von Usedom, ich achte, ich ehre, ja — ich liebe Sie als einen treuen, ehrlichen Freund. Ich bitte Sie um Ihre Freundschaft; können wir nicht Freunds bleiben, wie bisher?" ; , „Sagen Sie mir das eine, Gisela! Ist dieses „Nein" unwiderruflich? Darf ich nicht i®uf die Zukunft hoffen, daß Sie mich noch einmal lieben lernen, wie ich es ersehne?"
Gisela senkte die Augen und schwieg.
„Wie soll ich dieses Schweigen deute«?*
ES gelang ihm nämlich, einen schon lange Zeit von der Staatsanwaltschaft wegen Totschlages gesuchten Verbrecher auf Grund der im Steckbrief enthaltenen Beschreibung festzunehmen.
Gelnhausen, 8. Jan. Der gestrige Tag rüst die Erinnerung an Philipp Reis, bett Erfinder des Telephons, wach, der am 7. Januar 1834 hier geboren wurde. Als Angestellter in einem Farbengeschäft betrie er seit 1853 fortgesetzt nebenbei mathematisch und naturwissenschaftliche Studien; 1858 als Lehrer am Garnierschen Institut bei Homburg berufen, erfand er 1860 das Telephon, das nachher von dem Amerikaner Bell vervollkommnet und für den allgemeinen Gebrauch praktisch eingerichtet wurde. Den Siegeszug desselben über die ganze Erde erlebte Reis leider nicht; denn er starb schon 1874.
Harra«, 9. Januar. Die Witwe des DizebüraermeisterS HeräuS überwies der Stadt Hanau 63 000 Mark zu Wohlfahrts zwecken.
Niederlift «ge«, 8. Januar. Unter dem Pferdebestande eines hiesigen Gutsbesitzers ist die Rotzkrankheit auSgebrochen. Laut Anweisung des Herrn Regierungspräsidenten find die erforderlichen sanitätspolizeilichen Maßregeln ergriffen worden.
Darmstadt, 7. Jan. Der zweiten Kammer ist als Regierungsvorlage ein Gesetzentwurf, betreffend Erhebung von Gemeindeabgaben zugegangen. Demnächst soll den Gemeinden, um ihnen gegenüber bett stetig wachsenden Ausgaben neue Einnahmequellen zugänglich zu machen und ihnen Ersatz für die demnächst fort- fallenden Gebrauchssteuern zu schaffen, gestattet werden, die Erhebunq einer Wertzuwachssteuer, einer Billet- und Tanzsteuer einzufahren. — In der gestrigen Sitzung deS Hessischen Land- wirtschaftsrateS wurde beschlossen, in diesem Jabre eine große landwirtschaftliche Landesausstellung in Mainz abzuholten.
Mainz, 9. Jan. Spurlos verschwunden ist seit einigen Tagen das 19 Jahre alte Dienstmädchen Therese Mühlbauer auS Hohenwart, das bei einer Familie auf dem Stefans- betfl bedienstet war.
— er machte eine kleine Pause — „muß ein Radfahrer auch nüchterner sein als ein Fußgänger. Ich will Ihnen offen gestehen, seit ich das Rad besitze, trinke ich bedeutend weniger Schnaps und Bier. ES ist nämlich eine eklige Sache — angetrunken aus dem Rade zu sitzen, daS geht verteufelt schlecht. Und abends komme ich mit meinem Rade auch früher heim. WaS meinen Sie, wie meine Frau erst über den Ankauf räsoniert hat? Jetzt ist sie airsgesöhnt, denn abends jäte und Harke ich noch im Garten und trage den Bottich voll in den Stall für das Vieh zum Tränken. Sie redet schon davon, daß die Jungen, wenn sie erwachsen find, auch Räder haben sollen, damit sie jeden Morgen zur Schule in die Stadt fahren können mit den Söhnen vom Pastor und vom Doktor."
Eingesandt.
Für die unter dieser Rubrik veröffentlichten Artikel übernimmt die Redaktion nur die preßgesetzliche Verantwortung. nicht aber die dem Publikum gegenüber.
Die Kritiken der beiden hiesigen Zeitungen über die letzte Aufführung im Stadttheater haben betont, daß das Volksstück 's Nullerl keinen besonderen Wert besitzt. Da eine Wiederholung dieses Stückes als Bolksvorstellung in Aussicht genommen ist, wie aus der gestrigen Notiz in Ihrer Zeitung hervorgeht, so gestatte ich mir den Vorschlag an den Herrn Direktor, ob er nicht statt des „Nullerl" lieber den „Biberpelz" als Volksvorstellung bringen möchte. Der würde sicher gefallen und brächte auch ein volles Haus was beim „Nullerl" wohl schwerlich der Fall sein würde. m.
Kirchliche Nachrichten.
Mittwoch, 11. Januar 1905.
Bibel stunde.
„ t tternerkapelle.
Abends 8 Uhr: Herr Pfarrer Heermann.
Mickaelskavelle.
Abends 8 Uhr: Herr Pfarrer Manger.
Donnerstag, den 12. Januar. Btbelttirnde in OckerShauien (Schule). Abends 7*fr Ubr: Herr Pfarrer Schmidt.
Vermischtes.
TaS Fahrrsd auf dem Lande. In der . Radwelt" schreibt ein Mitarbeiter dieses Sport- blatteS: „Als ich in diesem Jahre eine Reise durch Mitteldeutschland machte, beobachtete ich zu meiner Freude, daß die Feldarbeiter zum größten Teil auf dem Rade zur Arbeit fuhren, wie eS der großstädtische Arbeiter schon lange tut. Heber<10 am Rande der Aecker und Wiesen lehnte im Schatten eines Strauches oder eines Baumes das Zweirad. Ich unterhielt mich mit einem der Arbeiter und ließ mir auseinander- sehen, welche Vorteile es wohl für ihn haben könne, ein Rad zu besitzen. „Herr, die Geschichte ist doch sehr klar! Ich brauche am Morgen viel später meine Wirtschaft zu verlassen, kann meiner Frau noch verschiedene Hilseleistunaen tun md sehe meine Jungen, ehe sie zur Schule gehen. Außerdem"
fuhr Kurt leidenschaftlicher fort, „ist es günstig für mich?"
Leicht schüttelte Gisela mit dem Haupt, ohne die Augen zu dem vor ihr stehenden Mann zu erheben.
„Es ist ungünstig für mich — dann, Fräulein Gisela, weiß ich nur eine Erklärung — Sie — Sie lieben einen anderen Mann —*
Eine glühende Röte überflutete das tief gesenkte Antlitz Giselas, deren Gestalt leicht erbebte. Kurt trat dicht an sie heran und fuhr flüsternd fort:
„Wenn ich Ihr Freund bin, Gisela, so schenken Sie mir wenigstens Ihr Vertrauen! Sagen Sie mir, daß Sie einen anderen Mann lieben."
Gisela schaute mit großen Augen bittend zu ihm auf.
„Ja, Herr von Usedom, ich liebe einen anderen Mann . . ."
„Ist es Herr de Fenetrange?"
„3x"
Kurt atmete tief auf und trat einige Schritte zurück.
„Ich danke Ihnen, Gisela, für Ihr Vertrauen, das ich voll zu würdigen weiß. Ich darf mir kein Urteil über die Wahl Ihres Herzens anmaßen, aber den Wunsch darf ich aussprechen, daß Sie glücklich werden möchten, auch an der Seite jenes Mannes. Leben Sie wohl, Gisela l"
Marktberichte.
Frankfurt, 9. Januar. lGetretdemarktt. Am heutigen Wockienmarkt waren einheimische Brotfrüchte bei reichlichem Angebot rege gehandelt, wobei Weizen im Preise gegen die Vorwoche etwas profitierte und Roggen unverändert blieb. Ausländische Brotfrüchte bei guter Frage höher ge- halten Gerste fest ohne Preisänderung. Hafer bei normalem Geschält behauptet. Mais knapp und teurer. Es notieren je nach Qualität: Weizen, biefiqer und Wetterauer Mark 18.40—18,70, 'urbesfischer Mk. 18,40—18.70 norddeutscher Mk. 00,00—00,00 russischer Mark 18.25-19.25. Redwinter Mark 00,00-00,00, Kansas Mark 0000-00.00, La Plata M""' 18,50—19,40, Dvnauweizen Mark 18 40—1950 Roggen, hiesiger Mark 1450—14.70. hoher. Mark 14,50—14.70, russischer M 14 50—15.00, amerikanischer Mark 01,00—00,00, Gerste, hiesige Mark 18.00—18 »5 Pfälzer M. 18,00—18.50, fränkische M. 00.00—0000, Riedgerste M. 18,25—18 70. ungarische M. 00 00—00.00, Hafer, hies. Mk. 14.69-15.00, Rumänier Mk 14 50 bis 15,50, bahr. 14,60—15.20, Rusi. Mk. 14.40—15 50. Mais, Drwaumois M. 00.00—00,00. Mired M 00 00 bis 00 CO, Odessa 00,00-00,00, Lavlata Mk. 12.50—12 7'
„Herr von Usedom, S'e vergeben mir? — Sie bleiben mein Freund?"
„So lange ich lebe!"
Beide Hände, die sie ihm gereicht Patte, preßte er an sein Herz, an seine Lippen, dann entfernte er sich rasch. Mit Tränen in den Augen blickte ihm Gisela nach und ein leiser Zweifel bemächtigte sich ihrer, ob ihr Herz recht gewählt.
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3 Henn de Fenetranre fühlte sich durch das plötzliche Erscheinen des Leutnants von Niedom unangenehm überrascht. Er hatte Wahl erfahren, daß wegen der bekannten Voriä^e ein Detachement Soldaten auf einige Zeit nach Finstingen verlegt werden sollte, aber ihm war der Name des Führers dieser Abteilung nicht genannt worden, daß eS Leutnant von Usedom sein könne, daran hatte er nicht im geringsten gedacht. Henri glaubte in Herrn von Usedom den begünstigten Nebenbuhler sehen zu muffen, er nahm an, daß über kurz oder lang die Verlobung zwischen Herrn von Usedom und Gisela jMarkwardt stattfinden werde, hatte er doch an “jenem Festabend in der Markwardtschen Villa wohl bemerkt, wie sich Leutnant von Usedom um die Gunst Giselas bemüht und in welch vertraulicher Weise die junge Dame dem Offizier entgegengekommen war. Al» Henri heute nun ißeutnant von Usedom auf dem Wege nach der Billa Markwardt traf, glaubte er, daß die
Alles v. 100 Kilo netto effektiv locoshier. — Mehl höher, ES notieren: Weizenmehl, bief. Nr. 0 M. 27,25—28,g5, feinere Marken M. 29,50—30,00. Nr. 1 M. 25,25-25.75. feinere Marken Mk. 26,50-27,00, Nr. 2 Mk. 24,25 bi« 24.75, feinere Marken Mk. 25,25-25,75, Nr. 3 Mk. 23,00—23,50. feinere Marken Mk. 23.50—24.00, Nr. 4 Mk. 19 75—20.75. feinere Marken Mk. 20,75-21.25. Roagenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 22,oO—23,00 Nr. 1 Mk. 19.50-20.50, Nr. 2 Mk. 15.75-16.25. Alles btt 100 Kilo inkl. Sack. — s^utterartikel ae» fragt. ES notieren: Weizenschalen Mk. 4,95—5,15t Weizenkleie Mk. 5.00—5,25, Roggenkleie Mk. 5.60 bis 5.75, Futtermehl Mk. 6.50—7,50. Biertreber, getrocknet Mk. 5,90—6,00 se nach Qualität. AlleS per 50 Kilo netto effektiv loco hier.
Frankfurt, 9. Jan. lebmarkt.l Sunt Verkauf standen: 463 Ochsen, 41 Bullen, 742 Küh» Rinder und Stiere. 319 Kälber, 227 Schafe und Rammet und 1808 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Quasi 72—75 Mk., 2. Qual, 67-70 Mk.. 3 Qual. 60-63 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk, Bullen 1. Qual. 62-64 Mk.. 2. Qual. 57—59 Mk, 3. Qual. 00—00 Mk., Kühe. Rinder und Stiere 1. Qual, 66-68 Mk., 2. Qual. 60-62 Mk.. 3. Qual. 51—53 Mk- 4. Qual. 41-43 Mk.. 5. Quasi 00-00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Quasi 81—83 Pfg.. 2. Qual. 72—76 Pfa., 3. Qual. 00-09 Pfg., 4. Qual 00—00 Pfg., Schale und Hämmel 1. Qual. 66—67 Pfg.. 2. Qual. 54-56 Pfq„ 3. Qual, 00—00 Pfg., Schweine 1. Qual 59—60 Pfg., 2. Quasi 58-00 Pfg.. 3. Dual. 52-54 Pfg.. 4. Qual. 00-09 Pfg. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendeewichtt Kälber 1. Qual. 72-76 Pfg., 2. Qual. 42-46 Pf», Schweine 1. Qual. 47 Pfg., 2. Qual. 46—00 Pfg. Geschält in Hornvieh mittelmäßig, bei Kleinvieh aut Aus Qesterreich standen 181 Ochsen und 2 Bullen zum Berkaus.
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Braut-Seide
— Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfnhiikt Henneberg, Zttrlch.
Meßmer'8 Tee hat schon viel zur Hebung des TeekonsumS beiqetraaen. Jeder Käuler ist sicher; guten, im Gebrauch billigen Tee zu erhalten. Der Name „Meßmer" ist eine Garantie. Probevacket« 60—125 Pfg. bei Otto Kratz, Hauptgeschäft und Filialen.
Buchbinderei n. Einrahmung v. Ridern
♦♦ Barfüsserstrasse 2i ♦♦
J. Schuh,
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Kostenfreier brieflicher Unterricht. Wie nni mitgeteilt wird, ist die Abteilung für briefliche« Unterricht des . Deutschen Arbeiter-Stenographen« Bundes, Sitz Frankfurt a. M., bereit, überall einen unentgeltlichen brieflichen Unterricht in der deutsche« Volkskurzschrift, vereinfachte Stenographie, System Arends, zu erteilen. Interessenten an allen Orten Deutschlands erhalten den brieflichen Unterricht nach genauer Anleitung, schriftlicher und kostenfreier Ueberwachung und Durchsicht ihrer Arbeiten durch erstklassige Lehrer. Weitere Kosten als für Port» und Materialien erwachsen den Teilnehmern nicht.. Anfragen sind unter Beifügung des üblichen Porto» an August Grimm, Frankfurt a. M-r Filter Mar« Nr. 36 zu richten.
Rotationsdruck.
Verantwortlich für die Redaktion:
Dr. Doerkes-Bovvard in
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Entscheidung in dem Verhältnis Giselas zu dem Offizier erfolgen werde.
Trübe und mißmutig gestimmt, setzte Henri seinen Weg fort, der ihn immer weiter in den öden winterlichen Wald hineinführte. Er bereute eS jetzt, der Stimme feines Herzens Gehör geschenkt zu haben und der Einladung zu der Jagd und dem Fest des Herrn Markwardt gefolgt zu fein. Was konnte aus dieser Liebs zu Gisela Markwardt Gutes entstehen? Er war fest überzeugt, daß einesteils Gisela seine Liebe nicht erwidere, sondern Leutnant von Webern liebte, und daß andererseits Herr Markwardt ein viel zu gut rechnender Kaufmann war, als daß er sesne Tochter einem verarmten Edelmann, der noch dazu Franzos» war, zur Gattin geben werde.
Als der alte General seinem Sohne am Tage nach dem Feste Vorwürfe gemacht, daß er so ohne alle Form sich verabschiedet, halt» Henri seinem Vater offen gestanden, daß er Gisela liebe, daß er aber erkannt habe, Gisela liebe einen andern, den Leutnant von Ufebom.
„Deshalb, mein Vater," so schloß er, .hab» ich mich ohne Abschied entfernt. Ich vermocht» meine Gesüh'e nicht länger zu unterdrücken, bin aber andererseits zu stolz, mich einer Zurückweisung, einer Demütigung auZznsetzen. Ich bin fest entschlossen, F'äulein Markwardt, fe weit »S an mir liegt, nicht wiederzusehen."
IFortsetzung folgt)