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Papa,

ström eingegangen und angedeutet, daß Gleich­strom für Städte vom Umfange Marburgs vor­zuziehen, die Entfernung der Zentrale und EntpanÜe des Verbrauchs für eine günstige Verwendung von Gleichstrom aber auf etwa

In dem Dachsburger Forsthause herrschte große Aufregung. Fritz Berger war nicht zu- rückoekehrt. Sein Kamerad Karl Schröder hatte den ganzen Wald trotz des heftigen Schneege­stöbers durchsucht, er war nach dem Zigeuner­dorf hinabgestiegen, nirgends hatte er eine Spur von seinem Kameraden entdeckt. Auch in der Hütte des alten Josef wußte man nichts von dem Unteroffizier, nur ein altes, halbblindes und halbtaubes Weib, welches auf feine Fragen mit mürrischem Kopfschütteln «twortete^ traf

In der elektrischen Zentrale wird Gleich­strom von immer gleicher Spannung (220 Volt) erz-ugt; mit der Vermehrung des Bedarfs wächst nur die Amperezahl und damit der Widerstand, welcher auf Verminderung der Spannung Volt hinwirkt. Der Widerstand wächst ferner mit der Länge der Leitung; wird die Länge verdoppelt, so muß, wenn der Wider-

Zur Frage des Elektrizitätswerkes in Marburg.

7. Die Lage de§ Elektrizitätswerkes in Marburg.

Ju Nr. t dieser Mitteilungen war kurz auf den Unterschied zwischen Wechsel- und Gleich-

[ibmenients-EiBladaig.

/ Damit in der regelmäßigen Zustellung bee

Oberhessischen Zeitung

deine Unterbrechung eintritt, ist e8 rötlich, dieselbe so» ffrrt zu bestellen Denjenigen unserer Abonnenten, di« »nser« Zeitung nicht durch die Post erhalten, wird diefÄve. sosern sie nicht abbestellt wird, auch fernerhin ohne weiteres zugehen. Du »Ober hessische Zeitung' mit dem »Amtlichen Kreisblatt für die Kreis« Marburg und Kirchhain' dem »Illustrierten SonntagSblatt' und den »Ziehungslisten der Preußisch«« Klassen- lotterir' kostet nach wie vor pro Quartal 2,25 Ml. Einesteils, um den Inserenten und andererseits, um den ländlichen Lesern entgegenznkomme«, ist die Ein­richtung getroffen, daß für die Landorte unsere Zeitung am Sonnabend in zwei Ausgaben und zwar morgens und nachmittags expediert wird.

Da die »Oberhesfische Zeitung' in ständiger Ver­bindung mit dem größten deutschen, au» amtlichen Quellen bedienten telegraphischen Bureau steht und ein weitverzweigtes Netz von Korrespondenten in ihrem VerbreitungSbezirke und weit darüber hinaus unterhält, so ist sie in der Lage sicher für jedermann etwas zu bringen, was besten Interest« besonders in Anspruch nimmt. Außer­dem ist sie immer bemüht, die Zahl ihrer Nachrichten an» Stadt und Land zu vermehren, da der stch be­ständig vergrößernde Leserkreis der »Oberhesstschen Zeitung' dieS erfordert und ermöglicht.

llrber alle Fragen der inneren und äußeren Politik unterricht-^ die.OberhessifcheZeitung' ihre Leser ausreichend, durch Leitartikel, Ueberstchten »nd Berichts und nimmt auch zu ihnen in nationaler Gesinnung frei und offen Stellung.

Der Leserkreis der .Oberhessischen Zeitung' umfaßt in Stadt und Land zahlreiche Mitglieder gller Stände. Es finden daher alle Anzeigen in der »Oberhessischsn Zeitung' wirksamste Verbreitung, zumal die »Oberhrssifche Zeitung' das größte, Weitverbreiteste und bestein» geführte Organ am Plahe ist.

Wir bitten unsere zahlreichen Freunde und Leser, Mr die weitere Verbreitung unserer Zeitung zum /«tuen Quartal eifrigst tätig zu sein.

Probeblätter werden gern unentgeltlich zur Set* tfügung gestellt.

Redaktion «nd Verlas derOberheffifchen Zeit««g".

Wie kannst du nur so scherzen, . wenn mir da? Herz fast brechen will?"

Na, na, so schlimm wirdS nicht gleich Serben. Ich will dir etwas sagen, mein Kind, ich Werde an Leutnant v. Usedom schreiben, du Könntest dich vörläufig nicht entschließen, er möge in einigen Monaten einmal wieder an= 1 fragen dann wird fichS ja auch mit dem »andern' entschieden haben . .

»Papa, ich spreche kein Wort mehr mit dir, wenn du die Scherze nicht unterläßt,' ent-

Gisela über den blonden Scheitel uns entfernte sich. '

Wirds mit demandern" was,' so über­legte er,so falls mir auch recht sein. Die Herren von Fenetrange find eine ebenso vor­nehme Familie, wie die Herren von Uie om, un) man wird es mir in den oberen Regionen in Straßburg und Berlin hoch anrechnen, wenn ich mich mit einer französischen Familie ver­binde und so die Versöhnung mit dem Deutsch­tum fördere. Aber man braucht ja deshalb | noch Nicht mit dem langen Leutnant zu brechen."

In diesem Sinne schrieb er an Leutnant von llfebom, und wenn Kurt bei Empfang des Briefes erstaunt und zweifelnd den Kopf schüttelte und nicht recht wußte, ob das eine Ablehnung seiner wiederholenden Werbung sein sollte, so konnte man es ihm gerade nicht ver­denken; denn Herr Markwardt hatte sein ganzes diplomatisches Talent Aufgeboten, um die An­gelegenheit vorläuflg als in der Schwebe be­findlich darzustellen.

die Schreckensnachricht doch wie ein Donner­schlag. Die großen TageSblätter fordern da» Publikum auf, daS furchtbare Ereignis mit Würde zu ertragen, eingedenk des unbeschreib­lichen Heldenmutes der Verteidiger.Port Arthur ist gefallen, doch die Ehre Rußland» und der Ruhm der russischen Waffen bleiben in ihrer ganzen früheren Größe aufrecht l ruft dw Rowoje Wremja" au».

lieber die

Äe>ihtl*ti8ÄSbtt5enM*U|

wird in einem Bericht des Generals Nogi vom 2 gemeldet: Gestern um 5 Uhr nachmittag» kam ein Russe mit einer Parlamentärflagge an Misere erste Linie südlich von Suschiliing uni überreichte unseren Offizieren einen Brief, der mich um 9 Uhr erreichte. Er lautete:

Nack der allgemeinen Lage der ganzen Linie der von Ihnen gehaltenen feindlichen Stellungen 8u urteilen, finde ich, daß weiterer Widerstand ,n Port Archur unnütz ist, und zur Verhinderung em«? u». nützen Opfers an Menschenleben schlage ich dre Er­öffnung von Uebergabe-Verhandlungen vor. tfaM Sie diesen Vorschlägen zustimmen, wollen S,e freund, lichst Bevollmächtigte zur Verhandlung überdie Ord­nung und die Bedingungen der Kapitulation ew nennen, sowie auch einen Ort bestimmen, wo solche Kommiffare und die gleichen von mir zu ernennens sich treffen können. Ich ergreife diese Gelegenheit, Euer Excellenz die Versicherung niemer Achtung ztt übermitteln. Stöffel.' 11 '

Kurz nach Tagesanbruch heute werde ich unseren Träger einer

folgender Antwort an General Stössel abschicke«.

Ich habe als Kommissar General Jjichi, Stabs­chef in unserer Armee, ernannt. Er wird von emlg«S Stabsoffizieren und Zwilbeamten begleitet werde«. Diese werden Ihre Kommiffare am 2. Janu«

I mittags zu Suschijiing treffen, unter der Erm^- | tigung der Kommiffare beider Teile, eine

tious-Konvention zu unterzeichnen, ohne auf v>e R« tif'katian zu warten und das sofortige Jnrrafttr«« des Abkommens zu veranlassen. Die Ermächtigung M solche Generalvollmacht mutz von den höchsten »N« I zieren beider verhandelnden Parteien unte^etch^» I werden und diese Ermächtigungen sollen v-m den «C I treffenden Kommissaren ausgetauscht werden. Je nehme die Gelegenheit wahr. Euer Exzellenz die Vep«

I sichermig meiner Achtung zu übermitteln. Nogi. W I Die Bedingungen der lieber gabt I find von amtlicher Seite noch nicht mitgetEf worden, doch haben die Meldungen englisch»

I Blätter darüber in diesem Falle große Wah» scheinlichkeit für sich, umsomehr, als die Helden* mütige Besatzung alle Ehren verdient. D«

1Daily Mail' wird au» Tokio depeschiert» Nach einer Meldung au» Port Arthur tourbe

I bett Russen bewilligt, mit allen Kriegsehren, I also mit allen Waffen, Feldgeschützen und I fliegenden Fahnen auS der Festung zu mav | schieren. General Stöffel und die leitende» russischen Offiziere sollen sofort auf Ehrenwort

I nach Rußland gehen dürfen, und dem Rest der I Besatzung werde ebensalls die Rückkehr gestattet

I um sie abzuhalten von dem Korporal, aber dal I Mädel hat nichts anderes haben wollen. .

IFritz Berger hatte seine Büchse und seine» I Hirschfänger bei sich. Sollte er in voller Unit' I form und mit den Waffen hinüber gegangei

sein?" . r.

So wirds schon gewesen fein.

Ich kanns nicht glauben."

|Hab ichs Euch nicht gleich gesagt, nahm I der alte Förster daS Wort,daß aus der I Liebelei mit der braunen Hexe nichts gute» herauskommt? Jetzt will ich nur gleich eint

I Meldung an meinen Oberförster schreiben. Ihr könnts ja Eurem Major meleen."

| Das werd ich tun. Sofort! Aber glaube» tu ichs doch nicht! Dahinter steckt ein Buben-

I streich ein Verbrechen vielleicht wenn nur I der verdammte Schnee au'tauen wollte l Man kann ja nicht Weg noch Steg erkennen und lebe

I Spur wird verwischt!"

Wenn Karl Schröder tn diesem Augenblick | das Gesicht des alten Zigeuners hatte beobachten können dann hätte wohl das höhnische Lächeln, das den Mund des Zigeuners umzuckte, 'einen

I Verdacht noch verschärft. Während der jöruet und der Oberjäger ihre Meldungen idsrieben, schlich sich der alte Zigeuner fort. Er schlug indeffen nicht den Weg zu dem heimatlichen

I Dorfe ein, sondern kroch vorsichtig, nachdem et

I aus der Sehweite des Forsthauses war, durch

das Dickicht den Abhang hinunter, bt6 er aus , einen kaum erkennbaren Pfad, einen alten Dohnei»

stieg traf, der ihn ziemlich rasch in die Jia» des Schlöffe» Fenetrange führte. ?

, (Fortsetzung folgt! |

gegnste jetzt entschlossen das junge Mädchen. ^Schreibe an Herrn v. Usedom, was du willst, nur schreibe ihm, daß ich mich leider außer stände sähe, seine Liebe zu erwidern, wenn ich Ihn auch als Ehrenmann stets achten würde."

So geht das nicht, mein Kind, nein, Pewiß, so geht das nicht! Laß mich nur znachen! Ich werde ihm schon die Pille ver­zuckern, aber leid tut mir? doch um den braven Nienfchen. Besinne dich noch einmal, Kind! Es wäre eine vortreffliche Partie für dich!"

Gisela zuckle mit den Schultern und wandte sich ab.

Also wirklich nein?" fragte Herr Mark- Wardt.Dann will ich sehen, wie ichs dem langen Leutnant am schmerzlosesten beibringe aber all« Hoffnung zerstöre ich ihm doch ^icht,' setzte bet kluge Kaufmann mit pfisfigem Lächeln leise für sich hinzu. Dann strich et

2» "(Nachdruck verboten.).

Iigeunerttebe".

Von O. Olfter.

(Fortsetzung.)

Vierteljährlicher Bezugspreis, btt oer Exredition 2 Att, <5rfä«int wöchentlich sieben mal.

bei allen Postämtern 2,25 Mk. ^ci. Bestellgeld). Druck und Verlag- Joh. Äug. Koch, Umversitiitt-Buchdrnckerti 4U.

Jnsertionsgebührrbie gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. ^OltnCr^tQfi 5. JaUUlll 1905. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Der russisch-jLpanische Krieg.

Zur lltbergobe Port Arthurs.

Der Eindruck der Kapitulation in Rußland war ein sehr schmerzlicher und niederschmetternder. Obgleich man in Peters­burg durch die Nachrichten der letzten Tage auf den Fall der Festung vorbereitet war, wirkte Karl Schröder in der Hütte. Der Ztgeuner Josef und die Marianne waren nirgends zu finden, und niemand wußte Auskunft zu geben, wo sie fein könnten. Aergerlich und verstimmt kehrte Karl nach dem ForsthauS zurück. Der alte Förster erwartete ihn schon mit Ungeoulb.

Ihr habt keine Nachricht von Eurem Kameraden?"

.Nein, Monsieur Jcanin, ich kann den Fritz nirgends finden."

Nun, so will ich es Euch sagen, wo er ge­blieben ist!" . ,

Ta bin ich doch neugierig!

Mit der Zigeunerdirne, der Marianne, ist er über die Grenze gegangen!'

Das ist wahr!"

Da, fragt den Großvater des MädchenS!

Mit diesen Worten öffnete der Förster die Tür zu dem Gastzimmer-, in dem der alte Zi­geuner Josef in der Ecke hinter dem heißen Kachelofen faß. ,

Maß wißt Ihr von Fntz Berger?

Ja, Monsieur,' entgegnete langsam und scheinbar gleichgiltig Josef,das wäre eine lange Geschichte, wenn ich Euch alles erzählen sollte. Ter Unteroffizier ist halt über die Grenze gegangen, wie so viele Soldaten

Ihr lügt, Josef! Ihr werdet Eure AuSsage vor Gericht zu beschwören haben!"

Beschwören kann ichs. Denn ich Habs mit eigenen Augen gesehen. An der Grenzeiche, droben auf der Höhe, haben sie sich getroffen, meine Enkelin, die ganz vernarrt in ihn ge­wesen ist, und der Korporal, und Arm in Arm sinds über die Grenze gegangen. Ich Habs ge­sehen, denn ich bin der Marianne nachgefchlichen,

2* 1 */*3 Kilometer ne schenkt fei.

Der Gleichstrom ist für die Verwendung be­quemer, weil nur er ccemische Veränderungen be- . .. ke_

wirken kann. Diese Eigenschaft macht ihn geschickt 1 «and der ^^«8 d-r elbe bleiben soll der eine waenannte Akki'mulatoren-Batterie zu laden. Querschnitt der Draht-- verdoppelt werden.

Bekanntlich werden und wurden, besonder« Mit der Verdoppelung deS Querschnitts eine« vor Einführung elektrisch betriebener Ladekrahne, I DrahteS wird aber fein Gewicht viermal so die Krahnen der Werkten und Speicher durch groß. Die Leitungsnetze bestehen auS demrecht Wafferkra't in Bew-aung gesetzt. Eine kleine I teuren Kupferdraht, man wird daher schon zur Pumpe drückte Master in ein Reservoir, Ersparnis unnötiger Baukosten die Zentrale mög- deffen oberer bewealichen Deckel nut starken lickst im VerbrauchLmittelpurkt anlegen--abge- Gewickten belastet war. Diese« Wafferrefervoir sehen von den zu vermeidenden ständigen Betrieb«- konnte zu jeder Zeit unter hohem Druck stehen- Verlusten. Erfahrungsgemäß ist - wie schon de« Wasser zur Verrichtung von mechanischer I erwähnt feie ©«nse für die Rentabilität er- Arbeit aboeben. Trotz gerin er Anlaoekosten I reicht, wenn die Entfernung der elektrischen standen also zeitig größere Druckkräfte zur Ver- Zentrale an die a^-erkten Verbrauchsgrenze fägung und die kleine BetriebSma'chrne lieferte | 2,^3 Kilometer betragt. Der S^dt M mit stetiger, relativ geringer Arbeit den zeit- bürg ift eS du^AnkaufderFendt^ »eilig großen Kraftbedarf. gelungen im Mittelpunkt des Verbrauches mit

£=5 MM WSLM-L durchLaden der Batterie' eine chemische Ver- I ® h<>a mitben

tob'run« tot BI°iplaU°n und ixt S»w-i°l- ?S ,mb f« sS »Otto

läute. Rach to-nbi«t-t0,bun« k-nn man dut« » tat e,tmb

. c clßfttV I Man könnte nun^den Ausweg einschlagen, zu-

I 6 3 * * uäAt-l,dti|»-En««i-°°»l-dth°iet-p-»m>n«

Ist die Batterie groß genug, so kann wan

text suäs SKSÄ fi K'»st "sm Netz L»nu>en,v°»nuu<, "St!e'n"

verbraucht so kann mau den Ueberlchuß an Energie geringerer Spannung leicht zu bewirten Kraft in die Batterie sende-'. Geht Spannung Gleickflrom erfordert^aberUmflirmung ^en MM: L-'s-EiLLÄ Ä ^^rÄnaBÄen S Batterie die im Netz durch plötzlich ein- und auSge- 2. voll "u^erüsteteZentral^^^^^ Wollen wir schaltete Maschinen vorkommenden Stöße auf. daher auf die großen Borteitt des m nur Die großen Vorteile einer Akkumulatoren- einer Zentralstelle erzeugten GlErome« in Batterie leuchten ein; man nimmt ihnen gegen- I Marburg "Es ff , über den Nachteil in'den Kauf, daß der Gegen- Zentrale im Mittelpunkt der Stadt anle ström im Netz Leitungen von großem Quer- I (Fortsetzung toigt).

schnitt erfordert. Die elektrische Energie hat die für L.cht- und Heizungszwecke, ge­wünschte, häufig aber auch unbequeme Eigen­schaft, sich bei austretendem Widerstand d. h. wenn der Querschnitt, der Leitung für die be­wegte Energiemenge nicht groß genug ist in Wärme umzusetzen. Die Höhe der Spannung (Loltzahl) der Energie trägt zur Erhöhung des Widerstandes nicht bet, wohl aber die in der Sekunde beförderte Energiemenge (Ampäre).